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DE1043323B - Verfahren zur Herstellung von Diketen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Diketen

Info

Publication number
DE1043323B
DE1043323B DED23632A DED0023632A DE1043323B DE 1043323 B DE1043323 B DE 1043323B DE D23632 A DED23632 A DE D23632A DE D0023632 A DED0023632 A DE D0023632A DE 1043323 B DE1043323 B DE 1043323B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
diketene
acetic anhydride
ketene
reaction mixture
reaction
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DED23632A
Other languages
English (en)
Inventor
Richard Norman Lacey
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Distillers Co Yeast Ltd
Original Assignee
Distillers Co Yeast Ltd
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Distillers Co Yeast Ltd filed Critical Distillers Co Yeast Ltd
Publication of DE1043323B publication Critical patent/DE1043323B/de
Pending legal-status Critical Current

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  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Diketen Die Erfindung betrifft ein verbessertes Verfahren zur Herstellung von Diketen.
  • Die Umwandlung von Keten zu Diketen in einem überwiegend aus Diketen bestehenden Reaktionsgemisch ist bekannt. Ein solches Verfahren besteht darin, Keten, das beispielsweise durch Pyrolyse von Essigsäure hergestellt wurde, in einen Diketen enthaltenden Absorber einzuleiten. Die erhaltene Lösung von Keten in Diketen wird dann zu einem oder mehreren Dimerisationsgefäßen geleitet, welche üblicherweise mit Wärmeaustauschern versehen sind, um die Dimerisationswärme zu entfernen, und in denen die Ketenkonzentration praktisch auf Null sinkt. Das erhaltene Diketen wird entfernt und das als Lösungsmittel verwendete Diketen zum Absorber zurückgeleitet, in dem das Verfahren dann wiederholt wird. Nach einem anderen Verfahren wird Keten in eine mit Diketen gefüllte Vakuumpumpe eingezogen; die Polymerisation des Ketens findet augenblicklich statt, und Umwandlungen von 90 °/o und darüber sollen beispielsweise unter Überdruck erzielt werden. Es ist auch bekannt, Diketen aus Keten in Acetonlösung bei niedriger Temperatur, z. B. -50°C, herzustellen und die Lösung stufenweise auf Raumtemperatur zu erwärmen, wobei Ausbeuten von etwa 75 bis 85°C erhalten werden sollen.
  • Es ist ein Ziel der Erfindung, ein Verfahren zu schaffen, welches verbesserte Diketenausbeuten gibt.
  • Gemäß der Erfindung besteht das Verfahren zur Herstellung von Diketen aus Keten darin, daß Keten in einem Reaktionsgemisch dimerisiert wird, welches aus Diketen und Essigsäureanhydrid besteht. Dabei wird die Dimerisationswärme entfernt.
  • Der Anteil an Essigsäureanhydrid im Reaktionsgemisch kann innerhalb weiter Grenzen schwanken, mindestens sollen jedoch 50 Gewichtsprozent und vorzugsweise 60 bis 70 Gewichtsprozent Essigsäureanhydrid vorhanden sein. Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung wird ein konstantes Verhältnis von Diketen zu Essigsäureanhydrid durch ständiges Zuführen von Essigsäureanhydrid in dem Maße aufrechterhalten, wie sich das Keten zu Diketen umwandelt. und dieses zusammen mit Essigsäureanhydrid abgezogen wird.
  • Der Anteil von in das Diketen-Essigsäureanhydrid-Gemisch eingeführtem Keten ist auch nicht entscheidend. Wenn gewünscht, kann ein Überschuß von Keten zugefügt werden, so daß das Gemisch mit Keten gesättigt ist und dadurch die größte Umwandlungsgeschwindigkeit erhalten wird. Bei einer bevorzugten Ausführungsform wird in das Diketen-Essigsäureanhydrid-Gemisch Keten in ein Absorptionsgefäß eingeleitet, welches auf einer verhältnismäßig niedrigen Temperatur gehalten wird, bei welcher Keten eine erhöhte Löslichkeit besitzt. Die erhaltene Lösung besitzt dann eine Konzentration von 4 Gewichtsprozent Keten und wird durch ein oder mehrere auf höhere Temperatur gehaltene Dimerisationsgefäße geleitet, in welchen das Keten praktisch vollständig umgesetzt wird.
  • Die Dimerisationsreaktion kann innerhalb eines ziemlich weiten Temperaturbereiches durchgeführt werden. Zum Beispiel eignen sich Temperaturen zwischen 0 und 70°C. Vorzugsweise jedoch wird die Reaktion bei einer Temperatur zwischen 10 und 40°C ausgeführt.
  • Das Verfahren der Erfindung kann auf verschiedene Weise entweder diskontinuierlich oder kontinuierlich durchgeführt werden. Bevorzugt wird eine kontinuierliche Verfahrensführung. Bei einer bevorzugten Ausführungsform wird die Reaktion in einem Reaktionsgefäß ausgeführt, welches mit Rührer und mit einem Wärmeaustauscher zur Regelung der Temperatur des Gefäßinhaltes ausgerüstet ist. Keten, vorzugsweise erzeugt durch Pyrolyse von Essigsäure, wird in das Reaktionsgefäß eingeleitet, welches das Gemisch aus Diketen und Essigsäureanhydrid enthält, und das gebildete Diketen wird mit einer Geschwindigkeit abgezogen, die gleich der Bildungsgeschwindigkeit aus Keten ist. Essigsäureanhydrid wird laufend dem Gemisch wieder zugesetzt, wenn das Diketen-Essigsäureanhydrid-Verhältnis auf einer konstanten Höhe gehalten werden soll. Das hergestellte Diketen wird dann zu einem Gefäß geleitet, das auf einer Temperatur zwischen 10 und 40°C gehalten wird und in dem die Ketenkonzentration praktisch auf Null absinkt. Anschließend wird die abgezogene Lösung fraktioniert destilliert und reines Diketen gewonnen. Das dabei abgetrennte Essigsäureanhydrid kann in das erste Reaktionsgefäß zurückgeleitet werden.
  • Bei einer anderen bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens besteht ein Kreislaufsystem aus einem Absorptionsgefäß, welches mit einem oder mehreren hintereinander angeordneten Dimerisationsgefäßen verbunden ist. Das Keten wird am Boden des Absorptionsgefäßes eingeleitet, durch welches das Diketen-Essigsäureanhydrid-Gemisch mit einer Temperatur von etwa 0° C- strömt. Die Zufuhrgeschwindigkeitdes Ketens wird im Verhältnis zur Strömungsgeschwindigkeit des Diketen-Essigsäureanhydrid-Gemisches so eingestellt, daß sich eine Ketenkonzentration in der Reaktionsmischung von etwa 4 Gewichtsprozent ergibt. Die Reaktionsmischung geht durch die Dimerisationsgefäße mit einer derart eingestellten Geschwindigkeit, daß die Ketenkonzentration im letzten Dimerisationsgefäß praktisch gleich Null ist. Die Dimerisationsgefäße sind mit W ärmeaustauschern versehen und werden auf einer Temperatur zwischen 10 und 40°C gehalten. Wenn eine Reihe von Dimerisationsgefäßen benutzt wird, können diese bei allmählich ansteigenden Temperaturen betrieben werden, um die höchsten Reaktionsgeschwindigkeiten zu erzielen, welche durch die Löslichkeiten von Keten in Diketen bei den erfindungsgemäß angewandten Temperaturen gegeben sind. Essigsäureanhydrid wird fortlaufend dem Diketen-Essigsäureanhydrid-Gemisch in einer Menge zugeführt, daß das gewünschte Mischungsverhältnis von Diketen und Essigsäureanhydrid eingehalten wird. Das Reaktionsgemisch wird fortlaufend entfernt und fraktioniert destilliert, und man erhält das gebildete Diketen neben Essigsäureanhydrid, welches in den Kreislauf zurückgeleitet wird.
  • Das folgende Beispiel erläutert das Verfahren der Erfindung.
  • Beispiel Ein mit einem wirksamen Rührer, mit Mitteln für die Einführung von Keten und des Diketen-Essigsäureanhydrid-Gemisches, einem Thermometer, einem Kühler und einem Auslaß, durch welchen das Reaktionsgemisch abgezogen werden kann, versehenes Reaktionsgefäß wurde mit den nachstehend angegebenen Diketen-Essigsäureanhydrid-Gemischen beschickt. Durch Pyrolyse von Essigsäure erzeugtes Keten wurde in das Reaktionsgefäß geleitet, wobei die Temperatur des Reaktionsgemisches auf 10°C gehalten wurde. Essigsäureanhydrid wurde kontinuierlich in das Gefäß eingeleitet, um das Diketen-Essigsäureanhy drid-Verhältnis auf konstanter Höhe zu halten. Das Reaktionsgemisch wurde fortlaufend abgezogen und, nachdem es bei einer Temperatur von 10 bis 20°C 2 Stunden stehengelassen worden war, zur Gewinnung des Diketens und des Essigsäureanhy drids fraktioniert destilliert. Das Essigsäureanhydrid -wurde in das Reaktionsgefäß zurückgeleitet.
  • Eine Anzahl von Versuchen, von denen jeder 5 Stunden durchgeführt wurde, wurde unter Verwendung verschiedener Mengenverhältnisse von Keten zu Essigsäureanhydrid durchgeführt.
  • Die Ergebnisse sind in Tabelle 1 zusammengestellt.
    Tabelle 1
    Durchschnittliche Gewichts- o
    Versuch Ketenkonzentration Prozent
    Diketen-
    Nr. in Moll des Essigsäure- ausbeute
    Reah-tionsgemisches anhydrid
    1 0,55 33,3 92,5
    2 0,59 33,3 93,1
    3 0,72 33,3 91,2
    4 0,67 33,3 89,9
    5 0,69 33,3 89,6
    6 0,64 33,3 90,9
    Durchschnittliche Gewichts-
    Versuch Ketenkonzentration Prozent
    Nr. Disketen-
    in Moll des Essigsäure- ausbeute
    Reaktionsgemisches anhydrid
    7 0,65 33,3 91,2
    8 0,68 50,0 92,3
    9 0,65 50,0 92,4
    10 0,68 50,0 91,1
    11 0,71 50,0 91,7
    12 0,72 66,7 91,4
    13 0,64 66,7 92,9
    14 0,69 66,7 92,8
    15 0,66 66,7 91,8
    16 0,68 66,7 92,7
    17 0,63 66,7 91,4
    18 0,66 66,7 92,3
    19 0,68 66,7 92,3
    20 0,70 66,7 92,2
    21 0,70 66,7 92,7
    Zum Vergleich wurden sechs andere Versuche in der gleichen Vorrichtung unter sonst völlig gleichen Bedingungen, jedoch in Abwesenheit von Essigsäureanhydrid -und unter Verwendung von Diketen allein als Lösungsmittel durchgeführt. Die erhaltenen Ergebnisse sind in Tabelle 2 zusammengestellt.
    Tabelle 2
    Durchschnittliche Keten- °/
    0
    Versuch Nr. konzentration in Mol/1 des Diketen-
    Reaktionsgemisches ausbeute
    22 0,92 87,8
    23 0,96 89.,6-
    24 0,91 87,4
    25 0,92 88,3
    26 0,91 86,8
    27 0,83 83,7

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Verfahren zur Herstellung von Diketen durch Dimerisieren von Keten in einem Lösungsmittel bei erhöhter Temperatur, besonders 10 bis 40°C, wobei das Keten gegebenenfalls zunächst bei niedriger Temperatur im Lösungsmittel absorbiert und dann erst bei erhöhter Temperatur in einem oder mehreren Reaktionsgefäßen dimerisiert wird und das gebildete Diketen aus dem Reaktionsgemisch durch fraktionierte Destillation abgetrennt wird, dadurch gekennzeichnet, daß man als Lösungsmittel ein Gemisch aus Diketen und Essigsäureanhydrid verwendet.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man Keten fortlaufend in ein Diketen und Essigsäureanhydrid enthaltendes Reaktionsgefäß einleitet, Diketen fortlaufend mit einer Geschwindigkeit gleich der seiner Bildung aus dem Keten zusammen mit Essigsäureanhydrid abzieht und fortlaufend das abgetrennte Essigsäureanhydrid wieder der Reaktionsmischung zuführt, um das Verhältnis von Essigsäureanhydrid und Diketen im Reaktionsgemisch annähernd konstant zu halten.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Reaktionsgemisch mindestens 50 und vorzugsweise 60 bis 70 Gewichtsprozent Essigsäureanhydrid enthält. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 628 321, 832 440.
DED23632A 1955-09-15 1956-08-22 Verfahren zur Herstellung von Diketen Pending DE1043323B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
GB1043323X 1955-09-15

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1043323B true DE1043323B (de) 1958-11-13

Family

ID=10870008

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DED23632A Pending DE1043323B (de) 1955-09-15 1956-08-22 Verfahren zur Herstellung von Diketen

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE1043323B (de)

Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE628321C (de) * 1932-10-14 1936-04-06 Carbide & Carbon Chem Corp Verfahren zur Herstellung von Diketen
DE832440C (de) * 1949-03-17 1954-11-22 Bayer Ag Verfahren zur Herstellung von Diketen

Patent Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
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