DE1043077B - Photographische Kamera, insbesondere Kleinbildkamera - Google Patents
Photographische Kamera, insbesondere KleinbildkameraInfo
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- DE1043077B DE1043077B DEZ6144A DEZ0006144A DE1043077B DE 1043077 B DE1043077 B DE 1043077B DE Z6144 A DEZ6144 A DE Z6144A DE Z0006144 A DEZ0006144 A DE Z0006144A DE 1043077 B DE1043077 B DE 1043077B
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- G03—PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
- G03B—APPARATUS OR ARRANGEMENTS FOR TAKING PHOTOGRAPHS OR FOR PROJECTING OR VIEWING THEM; APPARATUS OR ARRANGEMENTS EMPLOYING ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ACCESSORIES THEREFOR
- G03B17/00—Details of cameras or camera bodies; Accessories therefor
- G03B17/42—Interlocking between shutter operation and advance of film or change of plate or cut-film
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- General Physics & Mathematics (AREA)
- Details Of Cameras Including Film Mechanisms (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft eine photographische Kamera, insbesondere Kleinbildkamera mit einer konzentrisch
um die Objektivfassung schwenkbaren Bedienungstaste, welche abwechselnd einen großen und
einen kleinen Schalthub ausführt, wobei der große Schalthub dem Weiterschalten des Filmes um eine
Bildlänge sowie dem Spannen des Verschlusses dient und der kleine Schalthub das Auslösen des Verschlusses
bewirkt.
Es ist bereits bekannt, eine photographische Kamera mit einer hin- und hergehenden Handhabe auszurüsten,
derart, daß auf einen Vorwärtshub der Handhabe, durch den der Verschluß und der Schichtträger
in Aufnahmebereitschaft gebracht werden, ein Rückhub folgt und darauf durch einen weiteren Vorwärtshub
der Verschluß ausgelöst wird. Bei dieser Einrichtung kehrt die Handhabe nach dem ersten Vorwärtshub
nicht in die Ausgangsstellung zurück, sondern wird bereits nach einem kurzen Rücklauf arretiert, damit
der nachfolgende Auslösehub möglichst klein gehalten werden kann. Eine solche Ausbildung des Spann- und
Schaltorgans bedingt, daß seine Handhabe nicht eine einzige Ausgangsstellung an der Kamera einnimmt,
sondern diese laufend wechselt. Dieser Umstand wirkt sich auf die Bedienung der Kamera sehr nachteilig
aus, insbesondere dann, wenn die Bedienungsorgane an der Frontplatte der Kamera angeordnet sind und
somit während des Aufnahmevorganges nicht überblickt werden können, so daß die jeweilige Lage des
Angriffspunktes der Handhabe erst durch Verschwenken der Kamera überprüft werden muß.
Durch die Erfindung werden diese Mängel vermieden und eine Kamera geschaffen, die trotz ihres verhältnismäßig
einfachen Aufbaues eine einwandfreie Bedienungssicherheit gewährleistet.
Die photographische Kamera gemäß der Erfindung ist im wesentlichen dadurch gekennzeichnet, daß die
mit Hilfe eines elastischen, die Filmaufwickelachse in einer Richtung mitnehmenden Seilzuges nach jedem
Schalthub in ihre Ausgangsstellung zurückkehrende Bedienungstaste an einem ringförmigen, das Spannen
und Auslösen des Verschlusses sowie den Filmtransport herbeiführenden Schaltorgan angeordnet ist, welches
einen zylinderabschnittförmigen Ansatz besitzt, der beim Verschwenken der Bedienungstaste auf den
Verschluß Spannhebel aufläuft und diesen dabei um den Spannwinkel in die außerhalb seines Schwenkweges
befindliche Endlage mitnimmt, wonach das Schaltorgan bis zur Beendigung des den Filmtransport bewirkenden
Schaltschrittes weiter verschwenkt wird, und daß darüber hinaus am ringförmigen Schaltorgan
eine hakenförmige Nase angeordnet ist, die unter Vermittlung eines von weiteren Schaltorganen der
Kamera gesteuerten Auslöseschiebers nach kurzem
Photographische Kamera,
insbesondere Kleinbildkamera
insbesondere Kleinbildkamera
Anmelder:
Zeiss Ikon Aktiengesellschaft,
Stuttgart-S, Dornhaldenstr. 5
Stuttgart-S, Dornhaldenstr. 5
Fritz Krumbein, Berlin-Friedenau,
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
zweitem Schalthub den Auslösehebel des Verschlusses ao betätigt.
Es ist an sich schon bekannt, zum Spannen des Verschlusses sowie zum gleichzeitigen Transportieren des
Filmes einen Seilzug zu verwenden, der mit Hilfe einer Schalthandhabe betätigt wird. Bei dieser Einrichtung
sind aber keine Mittel für die Auslösung des Verschlusses vorgesehen. Durch die erfindungsgemäße
Anordnung des ringförmigen Schaltorgans wird der Seilzug lediglich als Mittel zur Rückführung der Bedienungstaste
und zum Transportieren des Filmes verwendet. Das Spannen und Auslösen des Verschlusses
wird dagegen durch das ringförmige Schaltorgan bewirkt, welches gemäß der Erfindung das wesentliche,
sämtliche wichtigen Funktionsglieder der Kamera beeinflussende Betätigungselement darstellt.
Damit der Verschluß Spannhebel sicher in seine Endlage gelangt, ist an dem zylinderförmigen Ansatz des ringförmigen Schaltorgans noch ein nach innen gerichtetes federndes Glied angeordnet, welches den Spannhebel beim Vorbeigleiten des Ansatzes sicher bis in seine Endlage verschwenkt.
Damit der Verschluß Spannhebel sicher in seine Endlage gelangt, ist an dem zylinderförmigen Ansatz des ringförmigen Schaltorgans noch ein nach innen gerichtetes federndes Glied angeordnet, welches den Spannhebel beim Vorbeigleiten des Ansatzes sicher bis in seine Endlage verschwenkt.
Nachstehend wird die Erfindung an Hand der Zeichnung in einem Ausführungsbeispiel näher erläutert.
Es zeigt
Fig. 1 eine Vorderansicht der Kamera mit abgenommenem Gehäuseoberteil,
Fig. 2 eine Draufsicht auf die Kamera mit den freigelegten
Getriebegliedern,
Fig. 3 einen Vertikalschnitt durch die Kamera nach der Linie E-F gemäß Fig. 2,
Fig. 4 einen senkrechten Querschnitt durch die Kamera nach der Linie A-B gemäß Fig. 2,
Fig. 5 eine schematische Darstellung der Kamera mit Aufzeichnung der Schwenkwinkel der Bedienungstaste,
«09 677/595
3 4
Fig. 6 das ringförmige Schaltorgan mit Bedienungs- Achse 44 drehbar gelagert ist und in die Perforation
taste in Vorderansicht und des Filmes eingreift. (Fig. 4). Dabei entspricht der
Fig. 7 in Draufsicht, Umfang der Zahntrommel zweckmäßigerweise einer
Fig. 8 den Oberteil des Kameragehäuses in Drauf- Bildlänge, weil dann die Trommel 7 nach jeder vollen
sieht, 5 Umdrehung arretiert werden kann. Dicht über der
Fig. 9 denselben von unten gesehen, Zahntrommel 7 ist auf gleicher Achse sitzend eine
Fig. 10 einen Vertikalschnitt durch den Gehäuse- winklig ausgesparte Scheibe 8 angeordnet, die von
oberteil nach der Linie G-H der Fig. 9, der Zahntrommel elastisch mitgenommen wird. An
Fig. 11 einen Schnitt durch die Zählscheibe nach dieser Scheibe sowie auch an dem in dieser Höhe under
Linie C-D der Fig. 9. io verzahnt gebliebenen Umfang der Zahntrommel 7
Die photographische Kamera nach der Erfindung, liegt eine Sperrnase 40 an, die einen Teil eines Sperrderen
Ausführungsbeispiel eine Kleinbildkamera dar- hebeis 5 bildet, der gleichzeitig noch auf verschiedene
stellt, besitzt gemäß Fig. 1 eine symmetrisch angeord- andere Getriebeglieder der Kamera einwirkt bzw. von
nete, an der Frontplatte2 befestigte Objektivfassung diesen gesteuert wird. Kurz vor Beendigung der volmit
den üblichen Einstellorganen für Entfernung, 15 len Umdrehung der Zahntrommel 7 wird die mitlau-Blende
und Belichtungszeit. Konzentrisch um diese fende Scheibe 8 durch die gegen eine vorspringende
Obj ektivfassung schwenkbar ist eine Bedienungstaste 1 Kante ihrer winkelförmigen Ausnehmung anstoßende
angeordnet, die an einem ringförmigen Schaltorgan 31 Sperrnase 40 zurückgehalten. Dadurch gibt die
befestigt ist (Fig. 6 und 7). Das Schaltorgan 31 besitzt Scheibe 8 einen bisher von ihr abgedeckten Schlitz 41
einen zylinderabschnittförmigen Ansatz 32, der bei 20 der sich drehenden Zahntrommel frei, in welche die
Betätigung der Bedienungstaste 1 gegen einen an der Sperrnase 40 einfällt. Die Zahntrommel 7 ist somit
nach hinten ausgeführten Spannachse 33 des Ver- arretiert. Gleichzeitig greift durch die hiermit verurschlusses
34 befestigten Hebel 35 anläuft und diesen sachte Schwenkung des Sperrhebels 5 um seine Lagerum
einen dem Spannweg entsprechenden Winkel γ achse 59 eine weitere Sperrnase 42 desselben in ein
verschwenkt. In seiner Endlage kommt der Verschluß- 25 Sperrad 16, das oberhalb des Sperrades 17, mit diesem
Spannhebel 35 außerhalb des Schwenkweges des zylin- auf gleicher Achse sitzend, angeordnet ist. Die beiden
derabschnittförmigen Ansatzes 32 zu liegen. Der An- Sperräder 16 und 17 sind fest miteinander verbunden
satz 32 des ringförmigen Schaltorgans 31 kann dem- und unterscheiden sich lediglich durch eine gegenläuzufolge
nach dem Spannen des Verschlusses ohne Be- fige Verzahnung voneinander. Durch den Eingriff der
hinderung an dem Verschußspannhebel 35 vorbeiglei- 30 Sperrnase 42 in das Sperrad 16 wird die Vorwärtsten,
wobei das Schaltorgan 31 so weit verschwenkt bewegung der Mitnehmerachse 19 für die Filmspule 20
wird, bis mit Hilfe des an ihm befestigten Seilzuges völlig blockiert. Auf der Lagerachse 59 für den Sperrder
in die Kamera eingelegte Film um eine Bildlänge hebel 5 ist eine weitere Sperrklinke 60 federnd gelatransportiert
ist. Der zylinderabschnittförmige An- gert, die mit ihrer Nase in das mit einer zum Sperrad
satz 32 des Schaltorgans 31 ist mit einem nach innen 35 16 gegenläufigen Verzahnung versehene Sperrad 17
ragenden federnden Glied 36 versehen, welches die eingreift und damit die Mitnehmerachse 19 für die
Aufgabe hat, beim Vorbeigleiten des Ansatzes 32 am Filmspule 20 auch gegen Rückwärtsdrehung sichert.
Verschlußspannhebel 35 diesen sicher bis in seine end- Durch die Schaltbewegung des Sperrhebels 5 wird
gültige, die volle Spannung des Verschlusses gewähr- weiterhin ein in diesen eingreifender Doppelhebel 43
leistende Lage zu verschwenken. 40 verschwenkt, der an seinem freien gabelförmig gestal-
Beim ersten Verschwenken der Bedienungstaste um teten Hebelende eine Rotfolie 12 trägt, die dadurch zum
den großen Schwenkwinkel α (Fig. 5) wird also Zeichen der Aufnahmebereitschaft aus dem Strahlen-
— wie bereits erwähnt — nicht nur der Verschluß gang des Suchers 57 der Kamera herausgerückt wird,
gespannt, sondern gleichzeitig mit Hilfe eines Seil- in dem sie sich bei entspanntem Verschluß befindet,
zuges der in die Kamera eingelegte Film um eine 45 Für die Auslösung des Verschlusses ist einAuslöse-
Bildlänge weitergeschaltet und damit in die für eine schieber 3 vorgesehen, der unter der Einwirkung einer
neue Aufnahme erforderliche Lage gebracht (Fig. 2). Drehfeder 9 und einer Zugfeder 21 steht. Durch die
Das am ringförmigen Schaltorgan 31 befestigte Schaltbewegung des Sperrhebels 5 wird die Feder 9,
Spannseil 13 läuft dabei über eine gehäusefest ange- die mit ihrem langen Schenkel an einem nach oben
ordnete Umlenkrolle61 zur Seiltrommel 14, die auf 50 rechtwinklig abgebogenen· Lappen 54 des Sperr-
einem zapfenförmigen, die Mitnehmerachse 19 für die hebeis 5 anliegt, entspannt. Dadurch wird auch der
Filmspule 20 in sich aufnehmenden Ansatz 37 des in- Auslöseschieber 3, der mit seinem Ansatz 45 das wink-
neren Kamerakörpers sitzt (Fig. 3). Auf der Seil- Mg abgebogene Ende 46 der Feder 9 umfaßt, unter
trommel 14 sitzt eine Mitnehmerscheibe 15 mit zwei der Einwirkung der Feder 21 um die Achse 47 ein
rechtwinklig nach oben abgebogenen Lappen 38 55 kurzes Stück entgegen dem Uhrzeigersinn ver-
und 39. Der Lappen 38 hat die Aufgabe, die Klinke 18 schwenkt und dabei gleichzeitig an das ringförmige
von den Zähnen eines Sperrades 17 entfernt zu halten, Schaltorgan 31 herangezogen.
solange kein Filmtransport stattfindet. Während des Nach Beendigung der Schwenkbewegung wird das
Verschwenken der Bedienungstaste 1 wird dagegen Schaltorgan 31 und damit auch die Bedienungstaste 1
durch das Spannseil 13 die Mitnehmerscheibe 15 und 60 durch die Spannfeder 48 mit Hilfe des Spannseiles 13
damit auch der Lappen 38 mitgenommen, wodurch die in die Ausgangsstellung zurückgezogen. Auch die
Klinke 18 freigegeben wird und somit in das Sperrad Seiltrommel 14 sowie die Mitnehmerscheibe 15 wer-
17 einfallen kann. Der Lappen 39 der Mitnehmer- den dabei vom Spannseil 13 bis in ihre Ausgangslage
scheibe 15 nimmt nun während der Schaltbewegung mitgenommen. Der Lappen 38 der Mitnehmerscheibe
die Klinke 18 mit, weiche durch Eingriff in das Sperr- 65 bringt bei dieser Schaltbewegung die Klinke 18 eben-
rad 17 die Achse 19 und damit auch die Filmspule 20 falls in ihre Ausgangsstellung zurück. Der Auslöse-
antreibt. schieber 3 kommt nunmehr nach dem Zurückgleiten
Zur Begrenzung des Filmtransportes entsprechend der Bedienungs- bzw. Spannelemente vor die hakender
Länge des Einzelbildes ist eine Zahntrommel 7 förmige Nase 49 des ringförmigen Schaltorgans 31 zu
vorgesehen, die um eine gehäusefest angeordnete 70 liegen. ■""',.-"
Bei der zweiten, der Auslösung des Verschlusses
dienenden Verschwenkung der Bedienungstaste 1 um den kleinen Schwenkwinkel β nimmt das Schaltorgan
31 mit seiner hakenförmigen Nase 49 den Auslöseschieber 3 an seinem rechtwinklig abgebogenen Lappen
50 mit. Der Auslöseschieber wird in Längsrichtung seines Führungsschlitzes 52 verschoben und löst
dabei mit dem Lappen 50 den Verschluß am Hebel 4 aus. Gleichzeitig drückt der Auslöseschieber 3 mit
seinem kreisbogenförmigen Lappen 51 gegen den vor- to deren Ansatz 53 des Sperrhebels 5, wodurch die
Sperrnasen 40 und 42 aus dem Schlitz 41 der Zahntrommel bzw. aus dem Zahnkranz des Sperrades 16
ausgehoben werden. Damit ist die Blockierung dieser beiden dem Filmtransport dienenden Schaltorgane
durch die Sperrglieder des Hebels 5 aufgehoben. Die Freigabe des Sperrades 16 und der Zahntrommel 7 erfolgt
naturgemäß erst nach dem Auslösen des Verschlusses durch den Aaslöseschieber 3. Die nunmehr
durch Federdruck vorprmgende Scheibe 8 sehließt den Schlitz 41 der Zahntrommel 7 und verhindert das Zurückfallen
des Sperrhebels 5 beim Zurüekgleiten des Auslöseschiebers. Durch die nunmehr vom Sperrhebel
5 eingenommene Ruhelage wird auch der in diesen eingreifende Doppelhebel 43 verschwenkt, wodurch
die an ihm befestigte Rotfolie 12 wieder in den Strahlengang des im Gehäuseoberteil befindlichen Suchers
57 gebracht wird (Fig. 2, 3 und 9). Der Lappen 54 des Sperrhebels 5 drückt die Feder 9 aas ihrer für die
Verschlußauslösung eingenommenen Lage and hebt damit ihr winklig abgebogenes Ende 46 vom Lappen
45 des Auslöseschiebers 3 ab. Unter dem Druck des vorderen Schenkels 55 der Feder 9· wird nunmehr der
Auslöseschieber 3 um die Achse 47 etwas im Uhrzeigersinn verschwenkt, so daß der Lappen 50 aus der
Bahn der hakenförmigen Nase 49 des ringförmigen Schaltorganes 31 herausgerückt wird.
An dem senkrechten Verbindungsstück des Sperrhebels 5 ist eine Blattfeder 10 befestigt, die mit ihrem
nach oben gerichteten Ansatz 56 in das verzahnte Transportrad 11 der im Gehäusedeckel befindlichen
Zählscheibe 58 eingreift und diese während der Schaltbewegung des Sperrhebels um einen Zählschritt
weiterschaltet (Fig. 4 und 11).
Der Auslöseweg und damit der Schwenkwinkel β der Bedienungstaste 1 wird begrenzt durch den im
Auslöseschieber 3 befindlichen Führungsschlitz 52, der die Längsbewegung des Auslöseschiebers durch sein
Anschlagen gegen die feststehende Achse 47 beendet.
Zur Rückspülung des in die Kamera eingelegten Filmes wird nach dem Auslösen des Verschlusses, bei
nicht eingefallenem Sperrhebel 5 die Kupplung zwischen dem zweiteiligen Sperrad 16, 17 und der Filmspule
20 durch Druck auf die aus dem Gehäuseoberteil herausragende Mitnehmerachse 19 gelöst. Die
Filmspule kann sich somit frei drehen und der eingelegte Film zurückgespult werden.
Claims (16)
1. Photographische Kamera, insbesondere Kleinbildkamera mit einer konzentrisch um die Objektivfassung
schwenkbaren Bedienungstaste, welche abwechselnd einen großen, dem Filmtransport und
dem Spannen des Verschlusses dienenden und einen kleinen, das Auslösen des Verschlusses bewirkenden
Schalthub ausführt, dadurch gekennzeichnet, daß die mit Hilfe eines elastischen, die
Filmaufwickelachse in einer Richtung mitnehmenden Seilzuges nach jedem Schalthub in ihre Ausgangsstellung
zurückkehrende Bedienungstaste (1) an einem ringförmigen, das Spannen und Auslösen
des Verschlusses sowie den Filmtransport herbeiführenden Sehaltorgan (31) angeordnet ist,
welches einen zylinderabsehnittförmigen Ansatz (32) besitzt, der beim Verschwenken der Taste (1)
auf den Versehlußspannhebel (35) aufläuft und diesen dabei um den Spannwinkel in die außerhalb
seines Schwenkweges befindliche Endlage mitnimmt, wonach das Schaltorgan (31) bis zur Beendigung
des den Filmtransport bewirkenden Schaltschrittes weiter verschwenkt wird, und daß
darüber hinaus am ringförmigen Schaltorgan (31) eine hakenförmige Nase (49) angeordnet ist, die
unter Vermittlung eines von weiteren Schaltorganen (5, 7) der Kamera gesteuerten Atislöseschiebers
(3) nach kurzem zweitem Schalthub den Auslösehebel (4) des Verschlusses betätigt.
2. Kamera nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß zur Gewährleistung des vom Verschltifispaniihebel
(35) zu durchlaufenden vollen Schwenkweges an dem zylinderabschnittförmigen
Ansatz (32) des ringförmigen Schaltorgans (31) ein nach innen ragendes federndes Glied (36) angeordnet
ist, welches sich beim Varbeigleiten des Ansatzes (32) gegen den Spannhebel (35) anlegt
und diesen sicher bis in seine Endlage verschwenkt.
3. Kamera nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß der elastische Seilzug aus einem am ringförmigen Schaltorgan (31) befestigten, eine
Seiltrommel (14) umschlingenden und mit seinem freien Ende an einer gehäusefest angeordneten
Zugfeder (48) angreifenden Spannseil (13) besteht.
4. Kamera nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Seiltrommel (14) auf
einem zapfenförmigen, die auskuppelbare Mitnehmerachse (19) für die Filmspule (20) aufnehmenden
Ansatz (37) des inneren Kamerakörpers gelagert ist.
5. Kamera nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß über der Seiltrommel (14) eine
um den Ansatz (37) drehbare Mitnehmerscheibe (15) angeordnet ist, die zwei Lappen (38, 39) besitzt,
von denen der eine (38) in Ruhestellung eine Klinke (18) am Einfallen in ein mit der Mitnehmerachse
(19) gekuppeltes Sperrad (17) hindert, aber dieselbe während des Schaltvorganges
freigibt, und der andere (39) während des Schaltvorganges die Klinke (18) antreibt und somit das
mit dieser im Eingriff befindliche Sperrad (17) zum Zwecke des Filmtransportes in Drehung versetzt.
6. Kamera nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß für die Transportbegrenzung
eine in die Perforation des Filmes eingreifende, gehäusefest gelagerte Zahntrommel (7), deren Umfang
einer Bildlänge entspricht, vorgesehen ist, welche nach jeder vollen Umdrehung arretiert
wird.
7. Kamera nach Anspruch 1 und 6, dadurch gekennzeichnet, daß über der Zahntrommel (7) eine
auf gleicher Achse sitzende, mit ihr elastisch verbundene, winklig ausgesparte Scheibe (8) angeordnet
ist, die kurz vor Beendigung einer vollen Umdrehung durch eine gegen eine vorspringende
Kante ihrer winkligen Ausnehmung stoßende Sperrnase (40) eines Sperrhebels (5) aufgehalten
wird und dadurch einen Schlitz (41) der sich drehenden Zahntrommel (7) freigibt, in welchen die
Sperrnase (40) einfällt.
8. Kamera nach Anspruch 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Sperrhebel (5) durch das
Einfallen seiner Sperrnase (40) in die Zahntrommel (7) eine Schwenkung um seine Lagerachse
(59) vollzieht und dabei mit seiner Sperrnase (42) in ein Sperrad (16) einfällt, das mit dem Sperrad
(17), auf gleicher Achse sitzend, fest verbunden ist und eine zu diesem gegenläufige Verzahnung
aufweist.
9. Kamera nach Anspruch 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß auf der Lagerachse (59) für den
Sperrhebel (5) eine federnd gelagerte Sperrklinke
(60) angeordnet ist, die mit dem unterhalb des Sperrades (16) befindlichen Sperrad (17) im Eingriff
steht.
10. Kamera nach Anspruch 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß ein in den Sperrhebel (5) eingreifender
und gehäusefest gelagerter, als Träger einer Rotfolie (12) dienender Doppelhebel (43)
vorgesehen ist, der durch die Schaltbewegung des Sperrhebels verschwenkt wird und dabei die Folie
(12) aus dem Strahlengang des Suchers (57) der Kamera herausrückt.
11. Kamera nach Anspruch 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß für die Auslösung des Ver-Schlusses
ein um die Achse (47) schwenkbarer Auslöseschieber (3) vorgesehen ist, der unter der
Einwirkung einer Drehfeder (9) und einer Zugfeder (21) steht und in der Auslöselage innerhalb
eines die Schwenkachse (47) einschließenden Führungsschlitzes (52) verschiebbar ist.
12. Kamera nach Anspruch 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß der durch die Schaltbewegung
des Sperrhebels (5) in die Auslöselage gebrachte Auslöseschieber (3) während des Auslösevorganges
von der hakenförmigen Nase (49) des ringförmigen Schaltorgans (31) angetrieben und in
Längsrichtung seines Führungsschlitzes (52) verschoben wird, wobei ein Lappen (50) den Auslösehebel
(4) des Verschlusses mitnimmt.
13. Kamera nach Anspruch 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß der Auslöseschieber (3) einen
kreisbogenförmigen Lappen (51) besitzt, der durch die Schaltbewegung des Auslöseschiebers gegen
einen Ansatz (53) des Sperrhebels (5) stößt und diesen so verschwenkt, daß die Sperrnasen (40 und
42) aus dem Schlitz (41) der Zahntrommel (7) bzw. aus dem Zahnkranz des Sperrades (16) ausgehoben
werden.
14. Kamera nach Anspruch 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß die nach dem Ausheben der
Sperrnase (40) durch Federdruck vorspringende Scheibe (8) den Schlitz (41) der Zahntrommel (7)
schließt und damit das Zurückfallen des Sperrhebels (5) beim Zurückgleiten des Auslöseschiebers
(3) verhindert.
15. Kamera nach Anspruch 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß nach Beendigung des Auslösevorganges
der Auslöseschieber (3) unter dem Druck des vorderen Schenkels (55) der vom Sperrhebel
(5) beeinflußten Drehfeder (9) aus der Bahn der hakenförmigen Nase (49) des Schaltorgans
(31) herausgeschwenkt wird.
16. Kamera nach Anspruch 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß am Sperrhebel (5) eine Blattfeder
(10) befestigt ist, die während der Schaltbewegung des Sperrhebels ein verzahntes Transportrad
(11) einer im Gehäusedeckel befindlichen Zählscheibe (58) um einen Zahn vorwärts
schaltet.
Hierzu 4 Blatt Zeichnungen
©S.OS 677/595 10.55
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEZ6144A DE1043077B (de) | 1957-05-25 | 1957-05-25 | Photographische Kamera, insbesondere Kleinbildkamera |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEZ6144A DE1043077B (de) | 1957-05-25 | 1957-05-25 | Photographische Kamera, insbesondere Kleinbildkamera |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1043077B true DE1043077B (de) | 1958-11-06 |
Family
ID=7619666
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEZ6144A Pending DE1043077B (de) | 1957-05-25 | 1957-05-25 | Photographische Kamera, insbesondere Kleinbildkamera |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1043077B (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1238325B (de) * | 1961-07-13 | 1967-04-06 | Spirotechnique | Photographische Kamera mit einem in einer zur optischen Achse parallelen Ebene hin- und herschwenkbaren Betaetigungshebel fuer den Filmtransport, das Verschlussspannen und Verschlussausloesen |
| DE1253046B (de) * | 1965-09-04 | 1967-10-26 | Metallwerk Glockerau G M B H | Fassung fuer Wechselobjektive mit Handhabe zur Betaetigung von Vorwaehlblende und Verschlussausloeser |
-
1957
- 1957-05-25 DE DEZ6144A patent/DE1043077B/de active Pending
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1238325B (de) * | 1961-07-13 | 1967-04-06 | Spirotechnique | Photographische Kamera mit einem in einer zur optischen Achse parallelen Ebene hin- und herschwenkbaren Betaetigungshebel fuer den Filmtransport, das Verschlussspannen und Verschlussausloesen |
| DE1253046B (de) * | 1965-09-04 | 1967-10-26 | Metallwerk Glockerau G M B H | Fassung fuer Wechselobjektive mit Handhabe zur Betaetigung von Vorwaehlblende und Verschlussausloeser |
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