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Fernsteuerungssystem mit mehreren an einer Leitung liegenden Unterstellen oder Schaltgruppen.
Die Erfindung betrifft eine Schaltungsanordnung für Fernbedienungs-und Überwachungs- anlagen, insbesondere für den Kraftwerksbetiieb mit mehreren an einer Leitung liegenden Unterstellen oder Schaltgruppen zur gleichzeitigen Steuerung von verstellbaren Organen in einer oder mehreren Unterstellen oder Sehaltgruppen mit nachfolgender Rück-oder Quittungsmeldung. Es sind bereits Anlagen dieser Art bekannt, bei welchen die Steuerströme mit einer von mehreren an der Leitung liegenden Unterstellen in Verbindung treten können.
Derartige Systeme sind meist so durchgebildet, dass nach Auswahl der Gruppen oder der Unterstellen die weiteren an der Leitung liegenden Unterstellen für die Steuerung und Rückmeldung gesperrt werden, so dass die Rückmeldung nur von dieser einen Unterstelle zur Hauptstelle gegeben werden kann. Soll jedoch eine gemeinsame Meldung mehreren von diesen an der Leitung liegenden Unterstellen übermittelt werden, so werden sich bei der Rückmeldung der einzelnen Unterstellen Schwierigkeiten herausstellen. Es ist bereits vorgeschlagen worden, durch zeitliche Ver- zögerungseimichtungen, die in den einzelnen Unterstellen verschieden eingestellt sind, die Nacheinander. : folge der Rückmeldung zu regeln. Bei einer grossen Anzahl von Unterstellen bzw.
Schaltgruppen wird jedoch die Einstellmöglichkeit sehr begrenzt sein.
Durch die Erfindung wird diese Aufgabe in vorteilhafter Weise dadurch gelöst, dass eine Meldung über die erfolgte Steuerung bzw. Auswahl oder über die selbsttätige Stellungsänderung von Organen in den Unterstellen, die in von der Unterstelle zur Zentralstelle gesendeten Impulsreihen besteht, durch eine von der Zentralstelle gesendete zusätzliche Steuerzeichenfolge (Abfrage) ausgelöst wird, durch die die Unterstellen der Reihe nach angereizt werden. Gemäss der weiteren Erfindung kann dies dadurch bewirkt werden, dass nach der Übermittlung des für die Auswahl bzw.
Steuerung vorgesehenen Vorganges seitens der Zentrale oder nach der selbsttätigen Stellungsänderung bzw. von der Fernsteuerung unabhängigen Stellungsänderung eines oder mehrerer Organe der Unterstellen diese zum Zwecke der Rückmeldung nacheinanderfolgend durch einen von den Wahl-, Steuerungs- oder Quittungsimpulsen sich unterscheidenden Impuls, im folgenden Abfrageimpuls genannt, angereizt werden. Dabei wird nur jeweils die Unterstelle oder Schaltgruppe zur Quittungsmeldung ausgelöst, die durch den Steuerungoder Meldungsvorgang berührt wurde oder in der eine von der Fernsteuerung unabhängige Stellungs- änderung eines Organs stattgefunden hat. In gleicher Weise kann die Erfindung bei reinen Meldungsvorgängen, wie z. B. bei Fernüberwachungsanlagen Anwendung, finden.
Vorteilhaft wird die Pause zwischen zwei Abfrageimpulsen für die Auslösung der Rückmeldung der Unterstation benutzt, die dem vorangegangenen Abfrageimpuls entspricht, wobei dann die Länge der Pause durch die Rückmeldung selbst bestimmt wird. Insbesondere kann die Auslösung der Rückmeldung dadurch erfolgen, dass die Fortschaltung der Sehiittsehaltwerke der Unterstationen durch die Rückmeldestellungen von verzögerten Schaltmittel abhängig ist, deren Ansprechzeit der Länge der Abfrageimpulse entspricht, und dass in der Pause nach dem einer Unterstation entsprechenden Abfrageimpuls bzw. in der entsprechenden Schrittstellung ein weiteres verzögertes Schaltmittel wirksam wird, wodurch die Rückmeldung eingeleitet wird.
Die Rückmeldung wird zweckmässig durch ein von den Wahl-oder Steuerorganen getrennt arbeitendes Schaltorgan gesteuert. Gemäss der Erfindung werden die Rückmeldeimpulse in ihrer Länge und Reihenfolge so bemessen, dass sie auf die Einrichtungen der übrigen Unterstationen keine schädliche
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Wirkung ausüben.
Für die selbsttätige Meldung bei der Stellungsänderung eines Organs einer Unterstation während der Zeit, in welcher sich die Anlage in Ruhe befindet, kann die Anordnung nach der Erfindung so getroffen sein, dass ein kurzer Anreizimpuls auf die Leitung gegeben wird, wodurch nur die Zentralstelle, nicht aber die an der Leitung liegenden Unterstationen angereizt werden, und dass von der Zentralstelle auf die bereits mitgeteilte Weise Abfrageimpulse gesendet werden, durch die eine Ab- tastnng der Unterstationen vorgenommen wird, wobei seitens derjenigen Unterstation, in welcher die Stellungsänderung stattgefunden hat, wieder die Rückmeldung erfolgt.
In der nachfolgenden Schaltungsbesehreibung einer Fernsteuerungsanlage wird das Wesen der Erfindung eingehend erörtert.
Fig. 1 bezeichnet schematisch eine Zentralstation Z und mehrere an derselben Leitung L liegende Unterstationen UST1 ... UST3. Fig. 2 stellt die Schaltung der Zentrale mit den durch die Erfindung bedingten Einzelheiten dar. Fig. 3 enthält in gleicher Weise die Schaltung der Unterstation UST1.
In der Fig. 2 und 3 sind die einzelnen Wählerarme der die Steuerung bewirkenden Wähler mit den zugehörigen Kontaktreihen der besseren Übersicht wegen getrennt gezeichnet. Die zu einem Wähler gehörenden Wählerarme unterscheiden sich durch römische Zahlen.
Die Einleitung eines Steuerungsvorganges, der bei einer oder mehreren Unterstationen gleichzeitig verschiedene Wirkungen auslösen soll, beginnt damit, dass die entsprechenden Kommandoauswahlhebel EH auf der Zentralstation Z umgelegt werden.
Durch den Auswahlliebel EH wird gleichzeitig eine Unterstation und das ihr zugedachte Kommando bestimmt. Für die in Fig. 3 dargestellte Unterstation UST1 sei dies beispielsweise auf der Zentral-
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Wählerarm I des Befehlswählers BW gehörenden Kontakte 2 und 12 belegt. Durch die anschliessende Betätigung der Anlauftaste AT wird das Relais 1Z über den Wählerarm BW II erregt : Erde, BW 110 AT, dz, pz, ihz1, 1Z, ZB, Erde. Der Kontakt iz2 wird geschlossen und der Wählerdrehmagnet DBW zieht an, worauf der von letzterem betätigte Kontakt dbio geschlossen und auch das Relais IHZ erregt wird. Letzteres öffnet seinen Kontakt ihz1, s0 dass das Relais 1Z abfallen würde, wenn es nicht durch einen weiteren Stromkreis gehalten würde.
Durch die Erregung von IZ ist gleichfalls ein Stromfluss über das
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auf die Leitung a, b nach den Unterstationen gegeben wird und dort eine Sperrung der Empfangswähl- werke aufhebt. Nach dem Öffnen des Kontaktes az wird das Relais 1Z stromlos und damit gleichzeitig der Drehmagnet DBW und das Relais IHZ.
Durch Zurückfallen des Kontaktes ihz1 in die Ruhestellung
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Weise findet jetzt ein selbsttätiges Fortschalten des Befehlswählers BW statt, wobei kurze Impulse über die Leitung a, b nach den Unterstationen gesandt werden ;
Sobald im Verlauf dieser Impulsfolge der Wählerarm BWI einen Kontakt erreicht hat, der einer Belegung durch einen Kommandoauswahlhebel KH entspricht, findet in bekannter Weise eine Pause in der Impulsreihe statt, welche Rast genannt wird. Diese entspricht einer Unterstation, der ein Kommando zugedacht ist, und bringt in derselben ein verzögertes Relais zum Abfall, wodurch die Steuerung eines Organs in der Unterstation vorbereitet wird. In dem betrachteten Beispiel sei für die Wahl der Unterstation SAGT, die Kontaktstellung. 2 des Wählers BW vorgesehen.
In dieser Stellung wird das Verzögerungsrelais PZ kurzzeitig erregt : Erde, BW 72. E716"ein !", br i%, PZ, ZB, Erde. Durch Drücken der Taste AT ist gleichzeitig das Relais BR erregt'worden, so dass der Kontakt but geschlossen ist. Der Kontakt p ist durch Anziehen von PZ geöffnet worden. Nach Abfall des Relais 1HZ kann das Relais 1Z in dem Fortschaltekreis nicht eher anziehen, bis das Relais PZ abgefallen ist, worauf der Kontakt pi die gezeichnete Lage einnimmt. Bei weiterem Fortschalten des Wählers können weitere Gruppenrasten entsprechend weiterer Stationsauswahl erfolgen, bis die Kontaktreihe erreicht ist, die den auszuführenden Kommandos entspricht.
Gemäss dem Beispiel sei für die Unterstation UST1 die Kontaktstellung 12 des Wählers die Befehlsstellung, bei welcher eine sogenannte Kommandoauswahlrast stattfindet und bei welcher sich dieselben Vorgänge abspielen, wie sie bei der Stationsrast beschrieben worden sind. Nach dieser Rast können wieder weitere Rasten erfolgen, die andern Befehlen entsprechen. Bei dem letzten Schritt der Kommandoauswahlschritte des Befehlswählers BW, z. B. von Stellung 14 nach Stellung 1. 5, wird ein langer Schlussimpuls auf die Leitung gegeben, da wieder ein zweiter Stromkreis für das Relais 1Z geschlossen ist : Erde, BW I 15-25, az, iz4, IZ, ZB, Erde.
Nach dem verzögerten Abfall des Relais AZ wird der Kontakt az unterbrochen und der Wähler auf dem Kontakt 15 stillgesetzt, da der Fortsehaltekreis zwischen den Kontakten M und 15 ebenfalls unterbrochen ist. Die Kommandoimpulsfolge ist jetzt beendet.
Es werden nun die Vorgänge betrachtet, die sich auf der Unterstation UST1 während der Kommandoimpulsfolge abspielen. Durch den ersten auf die Leitung gelangenden Impuls wird in sämtlichen
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Untei Stationen das Empfangsielais HU erregt. Infolge der längeren Dauer des Einleitungsimpulsps kommen die in allen Stationen angeordneten im Ruhezustand erregten Verzögeiungsrelais WU zum Abfall, die Verzögerungsrelais VU dagegen zum Anzug (durch Mg in der Unterstation PSTi), so dass ein Relais IU anzieht.
(Der besseren Übersicht wegen sind die zu dem Relais WU gehörenden Kon- takte MMi-tPM, in der dem erregten Zustand des Relais entsprechenden Lage [ausgezogen] gezeichnet. )
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Wicklung, ZB, Erde. Nach Ablauf des Impulses befindet sich der Empfangswähler MW in der Kontaktstellung 1. Entsprechend den weiteren auf die Leitung gegebenen kurzen Fortschalteimpulsen werden die Empfangswähler der einzelnen Stationen weitergesehaltet. Das Relais WU ist dabei bedeutungslos, da das Fortschalten (Fig. 3) über die Blankbahn 1-15 des Wählerarmes MW 111 erfolgt. Bei der ersten Rast fallen in allen Stationen die verzögerten Relais VU ab, die bei Beginn des Steuerungsvorganges
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Glib, ZB, Erde.
Nur in den Stationen, in welchen das Gruppenrelais zum Anzug gekommen ist, kann ein endgültiges Kommando ausgelöst werden.
Im Verlauf der folgenden Kommandoauswahlrasten kommen durch den wieder erfolgenden Abfall des Relais VU auf den zentralseitig festgelegten Schritten die der getroffenen Auswahl entsprechenden Vorbereitungsrelais M oder N zum Anzug. Beispielsweise in der Unterstation MTl das Relais NI1 6 U entsprechend der Kontaktstellung 12 der Zentrale : Erde, vu1, MW I 12, NII 6 U, ZB, Erde. Das Relais bindet sich über : Erde, MW IV 2-14, u1, gIIu2, nII 6 u1, NII 6 U, ZB, Erde. Durch den langen Schlussimpuls gelangen sämtliche ordnungsgemäss gesteuerten Wähler der Unterstationen in die Hauptsteuerstellung 15, in welcher die Ausführung der vorbereiteten Steuerungen vorgenommen wird.
Da
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den Arbeitskontakt sIIu2 des Steuerrelais SU und den Arbeitskontakt N776 ! des Vorbereitungsrelais NII 6 U wird jetzt die beabsichtigte Steuerung ausgeführt. Trotz Abfall des Relais WU bei dem langen Schlussimpuls besteht der Haltestromkreis der Relais GIIU, NII6U, MII6U weiter, u. zw. über die Stellung 15 von MW IV. Wie bemerkt worden ist, kann die Befehlsausführung nur stattfinden, wenn sich der Empfangswähler MW während des langen Schlussimpulses der Kommandoimpulsfolge in der Hauptsteuerstellung befindet, da nur dann der Stromkreis über das Steuerrelais SU geschlossen ist.
Es ist möglich, dass einer der Wähler der Unterstationen infolge von Fehlimpulsen nicht ordnungsgemäss in die Hauptsteuerstellung gebracht wird. Es sei z. B. angenommen, dass der Wähler MW der Unterstation UST1 auf einem der Kontakte 2-14 stehengeblieben ist. Da durch den langen Schlussimpuls das Relais WU zum Abfall kommt, wird nach Ablauf des Impulses ein Kurzschluss des Relais WU über den Kontakt WU4 und den Wählerarm MW II bewirkt. Über eine zweite Wicklung wild das Relais IU erregt : Erde, MW IV 2-14, wu1, hu2, JU II, ZB, Erde. Der Drehmagnet DMW wird über iu2 erregt und schliesst über dmw die Wicklung JU II kurz, so dass in bekannter Weise der Wähler fortgeschaltet wird, bis er in der Stellung 15 stehenbleibt.
Durch den Abfall von WU und Umlegen des Kontaktes ? cri in die gestrichelte Lage sind die Haltestromkreise für die Relais GIIU, N @, U oder M11 6 U unterbrochen worden, so dass ein etwa schon vorbereiteter Befehl auf Schritt 15 nicht aus- geführt werden kann.
Es erfolgt jetzt eine Darstellung der Vorgänge, die in der Zentrale und in den Unterstationen während der Abfrage bzw. Rückmeldung ablaufen. Nach einer Zeit. die für die Befehlsausführung je nach den Einschaltzeiten ausreicht, wird in der Zentrale durch das Thermorelais Thz1 oder eine sonstige Verzögerungseinrichtung der Befehlswähler erneut zum Ansprechen gebracht. Durch Kontaktschluss über thz1 besteht folgender Stromkreis : Erde, BW 1115, thi, dz, pz. ihZi, JZ, ZB, Erde. Infolge Erregung von JZ wird wieder über iz, das Relais J. Z kurzzeitig erregt und über az ein zweiter Stromweg für das Relais JZ geschaffen : Erde, BW 7 75-25, az, iz4, JZ, ZB, Erde.
Der Stromfluss wird erst wieder unterbrochen, wenn der Anker des verzögerten Relais AZ abfällt. Dadurch wird der Wähler BW in die Stellung 16 gebracht. In dieser Stellung besteht ein neuer Stromkreis für das Relais JZ über die Blankbahn 16-25 und den Kontakt hz2. Infolgedessen wird der Wähler von neuem einen Schritt weiter-
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wiederholen sich, solange der Anker des Relais PZ nicht angezogen ist. Entsprechend den Wählerschritten werden lange Impulse über die Leitung nach den Unterstationen gesandt.
Diese Impulse dienen erfindungsgemäss dazu, die Auslösung der Rückmeldeeinrichtungen der Unterstationen vorzubereiten, denen in der Zentrale eine Kommandogabe (KH 11 6) entspricht. Je ein Impuls dieser Reihe ist für je eine an der Leitung liegende Unterstation vorgesehen.
Sobald beim Ablauf des Befehlswählers BW eine Kontaktstellung erreicht ist, bei der eine Verbindung mit einem Kommandoauswahlhebel KH besteht, wird in die Folge langer Impulse selbsttätig eine Pause eingelegt,
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die das Auslösen der Rüekmeldeeinrichtung der entsprechenden Unterstation zur Folge hat Diese Pause ergibt sich auf folgende Weise :
Bei einer einem umgelegten Kommandohebel entsprechenden Stellung des Wählers besteht über eine besondere Kontaktreihe des Wählers und das schon genannte PZ-Relais ein Stromkreis, der das letztere vorübergehend zum Ansprechen bringt, wobei der Fortschaltekreis des Befehlswählers unterbrochen wird. In Fig. 2 z. B. ergibt sich folgender Stromlauf bei umgelegtem Kommandohebel KH II 6 :
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Kontakt pz.
Das Relais PZ bleibt über az erregt, bis das Relais AZ in bekannter Weise abgefallen ist.
Darauf gelangt auch das Hilfsrelais JHZ zum Abfall, welches seinen Kontakt ih,-, umlegt.
Die Stromlosigkeit des PZ-Relais wird dadurch verhindert, dass die während der Pause einsetzende Rückmeldung der entsprechenden Unterstation den Büekmeldeempfangswähler RWZ zum Ablaufen bringt, wobei letzterer über seinen Wählerarm RWZIV das PZ-Relais von neuem erregt : Erde, RW IV 1-25, ihz2, PZ, ZB, Erde. Der Kontakt pz bleibt also geöffnet, und ein Weiterschalten des Befehlswählers BW kann erst wieder stattfinden, wenn der Rückmeldewähler RWZ seine Nullstellung erreicht hat. In dieser Stellung wird der Stromkreis über das Relais PZ unterbrochen, so dass die Sperrung des Fortschaltekreises des Befehlswählers durch den geöffneten Kontakt pz aufgehoben wird. Der nächste Schritt des Wählers kann erfolgen und ein weiterer Abfrageimpuls auf die Leitung gegeben werden.
In den Unterstationen können die Empfangswäbler MW nach Ablauf der Wahlimpulsreihe nur durch die von der Zentrale abgegebenen langen Abfrageimpulse fortgeschaltet werden. Bei Eintreffen eines Abfrageimpulses wird das schon erwähnte verzögerte Relais WU zum Abfall gebracht und, da der Impuls die Abfallzeit des Relais überdauert, wird ein Stromkreis geschlossen, der einen Schritt des Empfangswählers jeder Unterstation bewirkt. Bei der Unterstation UST1 z. B. wird durch den Abfrage-
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der Drehmagnet DMW erregt. Infolgedessen wird der Empfangswähler einen Schritt weitergeschaltet.
In den Empfangswählern der-Unterstationen ist für die Auslösung der Rückmeldung je ein Stationskontakt vorgesehen, der entsprechend der genannten Abfrageimpulsfolge und der Reihenfolge der Stationen von besonderen Wählerarmen erreicht wird. In dieser Stellung wird die Rückmeldung eingeleitet, sobald bei der obenerwähnten Pause in der Folge langer Impulse ein verzögeites Relais zum Abfall gekommen ist.
In der Unterstation UST1 ist der Stationskontakt der zu dem Wählerarm MW II gehörende Kontakt 18. Bei der oben beschriebenen Umsteuerung des Ölschalters II 6 ist infolge der Bewegung des Schalters ein Kontakt uk vorübergehend geschlossen worden. Dabei wurde das Relais U erregt
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schritt in die Stellung 18 wird also ein Stromfluss über das Relais RU bewirkt : Erde, MW7118, u ;, ihua, ig, RU, ZB, Erde.
Das Relais RU hält sich über rugi. nachdem infolge der Pause das verzögerte
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Relais JHU wird der Stromkreis über das Relais JRU bei ihul wieder unterbrochen und in bekannter Weise der Rückmeldewähler RWU fortgeschaltet, wobei kurze Impulse über die Leitung a, b nach der Zentrale durch die Betätigung der Kontakte iru1, iru3 gegeben werden.
Nach Anlaufen des Rüekmeldewählers ist in Stellung 1 des Wählerarmes RWU 111 und über den Kontakt ihug das Relais U kurzgeschlossen worden, so dass der Selbsthaltekreis wieder unterbrochen ist. Über den geöffneten Kontakt U2 besteht für eine weitere Auslösung des Rückmeldewählers so lange eine Sperrung, bis eine neue Stellungsänderung eines O@gans (II 6) stattgefunden hat.
Im ersten Teil dieser Impulsfolge wird auf dem der meldenden Station zugeordneten Gruppenschritt gleichzeitig mit dem Relais IHU das Relais PU zum Anzug gebracht, so z. B. in der Unterstation UST1 auf folgendem Wege : Erde, RWU II, Kontaktstellung 2, i, P, PU, ZB, Erde. Dadurch wird die Stationsrast zur Kennzeichnung der meldenden Station bewirkt. Durch Öffnen von pMi wird das Fortschalten des Rüekmeldewählers RWU so lange unterbrochen, bis der Anker des Relais PU verzögert abgefallen ist, da der Kontakt ihu4 wieder geöffnet worden ist. Darauf findet ein Weiterschalten des Rüekmeldewählers statt, wobei die Stellung der gesteuerten Organe kontrolliert wird.
So tritt in Stellung 12 wieder ein Anhalten des Wählers und damit eine Stellungsmelderast in bekannter Weise ein, da über den Ölschalterhilfskontakt o II 6 das PU-Relais von neuem erregt wird. Wenn der Rüek- meldewähler RWU nach dem Durchlaufen seiner Kontaktbank die Stellung 0 erreicht hat, wird ein erneutes Anlaufen durch das Relais RU verhindert, da der Selbsthaltekreis beim ersten Anziehen des Relais IHU unterbrochen worden ist.
In der Zentrale wird durch die einlaufenden Rückmeldeimpulse das Empfangsrelais HZ zum Ansprechen gebracht und hiedurch über h.-, das Relais IRZ im gleichen Rhythmus erregt : Erde,
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BW 1116-25, hz"IliZ, ZB, Erde. Über den Kontakt irz wird der Drehmagnet DRWZ des Rückmeldewählers RW der Zentrale erregt, und es findet ein Fortschalten des Wählei s im Sinne der einlaufenden Impulse statt, wobei das verzögerte Relais VZ seinen Anker anzieht.
Durch die bereits erwähnte Stationsmelderast in der Rückmeldeimpulsfolge wird der Zentrale die Gewähr gegeben, dass die Impulsfolge auch wirklich von der angesteuerten Station ausgeht. Durch die Rast wird das Relais VZ zum Abfall und ein der meldenden Station zugeordnetes Gruppenrelais GZ II zum Ansprechen gebracht : Erde, vz, RWZI 2, GZ II, ZB, Erde. Darauf findet ein weiteres Fortschalten des Rückmeldewählers statt und es wird durch die Kommandomelderasten auf den entsprechenden Schritten ein Schalterstellungsbild der meldenden Station gegeben. Die den Schalterstellungen jeder
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Erreicht der Rückmeldeempfangswäbler RWZ der Zentrale durch die Rückmeldeimpulse ordnungsgemäss ohne Anziehen des Fehlerrelais F wieder seine Nullstellung, so wird auf Grund der eingestellten
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der gesteuerten Organe in den Unterstellen bezeichnen. Während der Rückmeldeimpulsfolge wird, wie bereits beschrieben, das Relais PZ erregt und gelangt in der Nullstellung des Wählers RWZ zum Abfall, worauf ein weiterer langer Abfrageimpuls nach den Unterstationen gesendet wird.
Im Verlauf der Rückmeldung können folgende Fälle eintreten : Infolge Zurückbleibens eines Wählers einer Unterstation werden von zwei Stationen gleichzeitig Rückmeldungen abgegeben. Dadurch wird abgesehen von einer Verstümmelung der Meldung das Fehlerrelais F in der Zentrale erregt. Dies wird dadurch bewirkt, dass die Wählerarme BW IV und RWZ 111 untereinander nicht über entsprechende Kontakte, z. B. (Fig. 2) 18-2 oder 19-3, in Verbindung stehen. Dabei wird ein Kurzschluss des Relais F verhindert, für welches folgender Stromkreis besteht : Erde, RWZ II 2-10, vz2, F, ZB, Erde. Ausserdem ist für das Relais F ein Haltestromkreis vorhanden-Erde, ihz"fe"F, ZB, Erde. In gleicher Weise wird das Fehlerrelais betätigt, wenn durch beliebige Störungen, z.
B. fremde Impulse, das M-und N-Relais einer Einheit gleichzeitig zum Anzug kommt, beispielsweise in Fig. 2 : Erde, mz 1163, nz II 63, F, ZB, Erde. Durch die Erregung von F werden bei f2 sämtliche Vorbereitungsrelais G, M und N abgeschaltet, so dass eine falsche Beeinflussung der Kontrollrelais verhindert wird. Der Selbsthaltekreis für das F-Relais über ihz5 wird aufgehoben, wenn der nächste Abfrageimpuls auf die Leitung gelangt.
Wenn der Rückmeldeempfanswähler RWZ der Zentrale infolge Impulsverstümmelung nicht die Nullstellung erreichen sollte, spricht nach einiger Zeit das Thermorelais Thz2 an : Erde, RWZ IV 1-25.
, Thz, B, Erde. Infolgedessen wird das Relais DZ eingeschaltet : Erde, thz2, DZ, ZB, Erde. Durch DZ wird über dZ2 das Relais F erregt und der Stromkreis für die Vorbereitungsrelais bei 13 unterbrochen.
Gleichzeitig besteht über den Kontakt dZ1 für das Relais JRZ ein Stromkreis : Erde, RWZ IV 1-25, dzi, IRZ, ZB, Erde. Infolge Wechselwirkung zwischen dem Relais IRZ und dem Drehmagneten DRWZ über die Kontakte irz, drwz wird in bekannter Weise der Wähler RWZ weitergeschaltet. In der Nullstellung des Wählers findet eine Abkühlung des Thermokontaktes T% und damit ein Abfall des Relais DZ statt.
Zur Kennzeichnung einer Störung bei der Rückmeldung einer Station wird in der Zentrale das dieser Station zugeordnete Störungsrelais St erregt. Z. B. ist das Relais St Il in der Zentrale das der Unterstation UST1 entspreehende Störungsrelais. Bei einer Störung wird durch das Fehlerrelais über folgender Stromkreis geschlossen : Erde, BW IV 18, St III, iz6, f4, ZB, Erde. Darauf findet durch die Störungslampe STL II bis zur nächsten ordnungsgemäss durchgekommenen Rückmeldung seitens der Unterstation UST ! eine Anzeige der Störung statt.
Durch die langen Abfrageimpulse der Zentrale sollten die Empfangswähler der Unterstation zusammen mit dem Befehlswähler der Zentrale die Nullstellung wieder erreichen. Ist einer der Empfangswähler zurückgeblieben, so spricht nach Schluss der Abfragefolge ein Thermorelais, beispielsweise Thul in Use1 an : Erde, MW IV 17-25, RWU IV 0, vu3, Thu1, ZB, Erde. Durch Schliessen von thu1 wird das Relais BU eingeschaltet, welches über bu, einen Stromfluss durch die Wicklung II des Relais 1U hervorruft. Durch bekannte Wechselwirkung zwischen 1U und DMW wird der Empfangswähler MW in die Nullstellung gebracht.
Findet in einer der Unterstationen eine Stellungsänderung eines der Fernsteuerung unterworfenen Organs ohne Wirkung der Fernsteuerung statt, z. B. dadurch, dass ein Schalter von Hand umgelegt wird, so wird ein diesem Organ zugeordneter bereits erwähnter Kontakt kurzzeitig geschlossen. In
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und erregt damit das Relais IRU, wodurch über iru4 und eus auch das Relais IHU zum Anziehen gelangt.
Letzteres bringt bei ihu2 das Relais IRU wieder zum Abfall und hält sich selbst über t/tMe. Durch das kurze Anschalten von IRU wird über die Kontakte irul, iru3 und die Leitung ein kurzer Anreizimpuls nach der Zentrale gegeben.
In der Zentrale kommt durch diesen Impuls über den Kontakt hz, des Relais Hz das Relais VZ zum Ansprechen, das seinen Kontakt v,-, schliesst. Da angenommen ist, dass keine Steuerungsvorgänge. erfolgen und sich die Befehlswähler BW in der Nullstellung befinden, wird über den Wählerarm BW IV
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ordneten Kontakt a)-, des AR-Relais wird der Befehlswäbler in gleicher Weise wie beim Einschalten der Taste AT in der eingangs beschriebenen Weise zum Anlauf gebracht. Da das Relais BR nur nach Drücken der Taste AT erregt ist, geht wegen des geöffneten Kontaktes br2 der Wähler BW sofort in Stellung 15.
Anschliessend wird durch die Erregung des Relais PZ eine Abfrage der Unterstationen in der oben beschriebenen Weise eingeleitet. Das AR-Relais bleibt über eine zweite Wicklung und den Selbsthaltekontakt ar2 während der Abfrage angezogen. In der Nullstellung des Befehlswählers gelangt es infolge Kurzschlusses dieser Wicklung zum Abfall : AR II, ar3, ihz6, BW IV 0, Erde.
In der Zentrale kann eine'Rückmeldung nur von der Unterstation einlaufen, bei welcher die genannte Stellungsänderung eines Organs'stattgefunden hat, da nur bei dieser Unterstation das U-Relais erregt und ein zugehöriger Arbeitskontakt (U2 in Fig. 3) geschlossen ist, über welchen das Anlaufen des Rückmeldewäblers der Unterstation veranlasst wird.
Das der Erfindung zugrunde liegende System ist keineswegs an eine Steuerung durch Impulse der beschriebenen Art gebunden. Es können auch andere Steuerzeichen, z. B. Impulsserien oder Impulskombinationen, Verwendung finden. Ferner kann ebenfalls von Frequenzvorgängen, z. B. Modulationen verschiedener Art, Gebrauch gemacht werden. Es besteht nur die Forderung, dass die von der Zentralstelle übermittelten Zeichen, durch die die Abfrage bewirkt wird bzw. die Meldungsvorgänge ausgelöst werden, sich von denen unterscheiden, durch die die Übermittlung der Auswahl-bzw. Meldungsvorgänge erfolgt. Entsprechend der Variation der Steuerzeichen ist auch die Wahl der die Steuerzeichen übermittelnden Stromart unwesentlich für den Erfindungsgedanken.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. System zur Fernsteuerung und Fernüberwachung (Rückmeldung) mehrerer an einer Leitung liegender Unterstellen bzw. Schaltgruppen von einer Zentralstelle aus, in welche die Unterstellen ihre Meldung durch Impulsreihen übermitteln, insbesondere für den Kraftwerksbetrieb, dadurch gekennzeichnet, dass eine Meldung über die erfolgte Steuerung oder über die selbsttätige Stellungsänderung von Organen in den Unterstellen durch eine von der Zentralstelle gesendete zusätzliche Steuerzeichenfolge (Abfrage) ausgelöst wird, durch die die Unterstellen der Reihe nach angereizt werden.