DE1041602B - Gas- oder dampfgefuelltes Entladungsgefaess mit einer als Hohlraum ausgebildeten Kathode und einer ausserhalb der Hauptentladungsstrecke angeordneten Starterelektrode - Google Patents
Gas- oder dampfgefuelltes Entladungsgefaess mit einer als Hohlraum ausgebildeten Kathode und einer ausserhalb der Hauptentladungsstrecke angeordneten StarterelektrodeInfo
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- H—ELECTRICITY
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- H01J—ELECTRIC DISCHARGE TUBES OR DISCHARGE LAMPS
- H01J17/00—Gas-filled discharge tubes with solid cathode
- H01J17/38—Cold-cathode tubes
- H01J17/40—Cold-cathode tubes with one cathode and one anode, e.g. glow tubes, tuning-indicator glow tubes, voltage-stabiliser tubes, voltage-indicator tubes
- H01J17/44—Cold-cathode tubes with one cathode and one anode, e.g. glow tubes, tuning-indicator glow tubes, voltage-stabiliser tubes, voltage-indicator tubes having one or more control electrodes
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- H01J2893/0064—Tubes with cold main electrodes (including cold cathodes)
- H01J2893/0065—Electrode systems
- H01J2893/0068—Electrode systems electrode assembly with control electrodes, e.g. including a screen
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Description
Die Erfindung betrifft gas- oder dampfgefüllte Entladungsgefäße, bei denen mittels einer Starterelektrode
die Hauptentladung zwischen der Anode und der Kathode gezündet wird. Die Erfindung bezweckt,
durch eine besondere Gestaltung und Anordnung der Elektroden, insbesondere der Kathode, eine
praktisch konstante Zündspannung während der Lebensdauer des Entladungsgefäßes zu erzielen. Es
ist bekannt, daß durch Veränderungen der Kathodenoberfläche während der Lebensdauer, bei Schichtkathoden
besonders infolge Erschöpfung ihrer Aktivität, die Zünd- und Brenndaten von gas- oder
dampfgefüllten Entladungsgefäßen beeinflußt werden, und zwar im wesentlichen derart, daß sie mit zunehmender
Betriebsdauer stetig anwachsen. Zwar lassen sich Reinmetallkathoden herstellen, die praktisch
frei von solchen Veränderungen sind. Sie sind jedoch wegen anderer Nachteile bis heute kaum für
Schaltröhren zur Anwendung gekommen. Für diese verwendet man vielmehr fast ausschließlich aktivierte
Schichtkathoden, welche den geschilderten Veränderungen während des Betriebs unterworfen sind. Wenn
auch der Verschleiß dieser Kathoden als solcher nicht zu beseitigen ist, so zeigt die Erfindung zumindest
doch eine Möglichkeit, um die Auswirkung des Verschleißes auf die Zündspannung der Starterelektrode
auf ein Mindestmaß zu begrenzen und damit die Zündspannung während der Lebensdauer auf einen
praktisch konstanten Wert zu halten.
Ausgehend von der Tatsache, daß der Verschleiß der Kathoden in erster Linie von der Hauptentladung
infolge ihrer verhältnismäßig großen Stromstärke hervorgerufen wird, während die Zündströme zum
Verschleiß nur wenig beitragen, stellt sich die Erfindung die Aufgabe, die Wirkung der Hauptentladung
auf ein Gebiet der Kathode zu begrenzen, welches von der Starterentladung nicht berührt wird. Mit
anderen Worten besagt dies: Es ist eine solche Anordnung und Gestaltung der Elektroden zu
finden, daß die Wirkung der Hauptentladung einerseits und der Starterentladung andererseits auf
voneinander abgegrenzte Gebiete der Kathodenfläche begrenzt ist.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe bei einem gas- oder dampfgefüllten Entladungsgefäß mit einer
als Hohlraitm ausgebildeten Kathode und einer außerhalb
der Hauptentladungsstrecke angeordneten Starterelektrode, bei dem die Hauptentladung stets innerhalb
des Hohlraumes brennt, dadurch gelöst, daß die Hohlkathode am Rand mit einem gerundeten Übergang zu
einer Krempe erweitert ist und ihr gegenüber eine ringförmige Starterelektrode angeordnet ist, so daß
die zwischen der Krempenflädhe und der Starterelektrode sich ausbildende Starterentladung kontinu-Gas-
oder dampfgefülltes Entladungsgefäß mit einer als Hohlraum ausgebildeten
Kathode und einer außerhalb
der Hauptentladungsstrecke angeordneten
Starterelektrode
Anmelder: Siemens & Halske Aktiengesellschaft,
Berlin und München, München 2, Witteisbacherplatz 2
Dr. Herbert Gawehn, München, ist als Erfinder genannt worden
ierlich in die Hauptentladung innerhalb des Hohlraumes übergeht.
Bei einer derart gekennzeichneten Elektrodenanordnung und Gestaltung brennt die Hauptentladung
infolge der Hohlkathoden wirkung nur im Hohlraum der Kathode, während die Starterentladung mit ihren
wesentlich kleineren Strömen nur gegen die Krempe brennt, so daß die wirkungsmäßig voneinander abgegrenzten
Gebiete der Hauptentladung einerseits und der Starterentladung andererseits einmal durch den
Hohlraum der Kathode und zum anderen Mal durch den nach Art einer Krempe umgebördelten Rand
bestimmt sind. Durch die besondere Ausbildung und Anordnung der Hohlkathode und der Starterelektrode
wird weiterhin der Vorteil erzielt, daß bereits geringe Starterströme genügen, um die Hauptentladung zu
zünden.
An Hand der Figuren sei die Erfindung näher erläutert und weitere für die Erfindung wesentliche
Einzelheiten dargelegt.
Fig. 1, 2 und 3 zeigen schematisch Ausführungsbeispiele für den Elektrodenaufbau und für die Elektrodengestaltung
eines gas- oder dampfgefüllten Entladungsgefäßes nach der Erfindung;
Fig. 4 zeigt qualitativ die Abhängigkeit der Brenn- und Zündspannung von der Betriebszeit, die mit einem
gas- oder dampfgefüllten Entladungsgefäß nach der Erfindung erzielt wird.
Die Fig. 1 zeigt als Ausführungsbeispiel im Schnitt einen Elektrodenaufbau und eine Elektrodenausbildung
mit Zylindersymmetrie. Die in der Figur mit 1 bezeichnete Kathode besteht im wesentlichen aus
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einem zylindrischen Hohlraum, dessen einer Rand eine Umbördelung 2 nach Art einer Krempe besitzt.
Die Starterelektrode 3 ist im wesentlichen ringförmig ausgebildet und benachbart zu dem umgebördelten
Rand 2 der Kathode 1 angeordnet. In der Symmetrieachse des zylindrischen Hohlraumes und der ringförmigen
Starterelektrode 3 ist die als Stab gestaltete Anode 4 angeordnet.
Ein weiteres Ausführungsbeispiel für ein gas- oder dampfgefülltes Entladungsgefäß nach der Erfindung
zeigen die Fig. 2 und 3, von denen die Fig. 2 den Elektrodenaufbau und die Elektrodengestaltung in der
Seitenansicht zeigt, während die Fig. 3 denselben Aufbau und dieselbe Gestaltung im Querschnitt darstellt.
Gemäß diesen Figuren besitzen die Gestaltung und der Aufbau der einzelnen Elektroden Spiegelsymmetrie.
Die in den Figuren mit 5 bezeichnete Kathode besteht aus einem U-förmig gebogenen Blech
mit umgebördelten Schenkeln 6. Die Starterelektrode 7 ist haarnadelförmig gebogen und benachbart zu den
umgebördelten Schenkeln 6 der Kathode 5 angeordnet. Die wiederum stabförmige Anode 8 liegt im wesentlichen
parallel zur Längsrichtung der Öffnung des Hohlraumes, und zwar derart, daß zwischen ihr und
der Öffnung des Hohlraumes die haarnadelförmige Starterelektrode 7 zu liegen kommt.
Es sei in diesem Zusammenhang noch erwähnt, daß die Anordnung und Gestaltung der Anode für die
Erfindung nur von untergeordneter Bedeutung ist, da die Hauptentladung infolge der Hohlkathodenwirkung
und der verhältnismäßig hohen Ströme auch bei beliebiger Anordnung und Gestaltung der Anode stets
nur im Hohlteil brennt.
Die Fig. 4 zeigt die Abhängigkeit der Brennspannung Uab und der Zündspannung Usz von der Betriebszeit
eines gas- oder dampfgefüllten Entladungsgefäßes nach der Erfindung. Da, wie bereits erwähnt, der
Verschleiß der Kathode hauptsächlich von der Hauptentladung verursacht wird, ändert sich an dem bekannten
Verlauf der Brennspannung Uab nichts. Der
in der Darstellung annähernd linear verlaufende Ast der Brennspannung Uab fällt in einen Zeitbereich tt
bis t0, der als die Lebensdauer des Entladungsgefäßes
bezeichnet wird. Während bei Gasentladungsgefäßen, bei welchen mittels einer Starterelektrode die Hauptentladung
gezündet wird und bei welchen keine wirkungsmäßige Abgrenzung der Hauptentladung
einerseits und der Starterentladung andererseits auf der Kathodenoberfläche erfolgt, die Zündspannung Usz
der Starterelektrode einen analogen Verlauf zu dem der Brennspannung einnimmt, zeigt die Zündspannung
Usz bei einem gas- oder dampfgefüllten Entladungsgefäß
mit den erfindungsgemäßen Merkmalen innerhalb des Bereiches der Lebensdauer und darüber
hinaus einen annähernd konstanten Verlauf.
Claims (4)
1. Gas- oder dampf gefülltes Entladungsgefäß mit einer als Hohlraum ausgebildeten Kathode
und einer außerhalb der Hauptentladungsstrecke angeordneten Starterelektrode, bei dem die Hauptentladung
stets innerhalb des Hohlraumes brennt, dadurch gekennzeichnet, daß die Hohlkathode am
Rand mit einem gerundeten Übergang zu einer Krempe erweitert ist und ihr gegenüber eine ringförmige
Starterelektrode angeordnet ist, so daß die zwischen der Krempenfläche und der Starterelektrode
sich ausbildende Starterentladung kontinuierlich in die Hauptentladung innerhalb des
Hohlraumes übergeht.
2. Gas- oder dampfgefülltes Entladungsgefäß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Anode als Stab ausgebildet und in der Symmetrieachse des zylindrischen Hohlraumes und der ringförmigen
Starterelektrode angeordnet ist.
3. Gas- oder dampfgefülltes Entladungsgefäß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der
Hohlraum aus einem U-förmig gebogenen Blech mit umgebördelten Schenkeln besteht und der
Starter haarnadelförmig gebogen ist.
4. Gas- oder dampfgefülltes Entladungsgefäß nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die
Anode als Stab ausgebildet und im wesentlichen parallel zur Längsrichtung der Öffnung des Hohlraumes
derart angeordnet ist, daß zwischen ihr und der Öffnung die haarnadelförmige Starterelektrode
liegt.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Belgische Patentschrift Nr. 507 010.
Belgische Patentschrift Nr. 507 010.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 809 609/328 10.5H.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES38152A DE1041602B (de) | 1954-03-15 | 1954-03-15 | Gas- oder dampfgefuelltes Entladungsgefaess mit einer als Hohlraum ausgebildeten Kathode und einer ausserhalb der Hauptentladungsstrecke angeordneten Starterelektrode |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES38152A DE1041602B (de) | 1954-03-15 | 1954-03-15 | Gas- oder dampfgefuelltes Entladungsgefaess mit einer als Hohlraum ausgebildeten Kathode und einer ausserhalb der Hauptentladungsstrecke angeordneten Starterelektrode |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1041602B true DE1041602B (de) | 1958-10-23 |
Family
ID=7482842
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DES38152A Pending DE1041602B (de) | 1954-03-15 | 1954-03-15 | Gas- oder dampfgefuelltes Entladungsgefaess mit einer als Hohlraum ausgebildeten Kathode und einer ausserhalb der Hauptentladungsstrecke angeordneten Starterelektrode |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1041602B (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1091239B (de) | 1955-08-25 | 1960-10-20 | Hivac Ltd | Kaltkathoden-Gasentladungsroehre mit rohrfoermiger Kathode und nach aussen gerichtetem Randflansch |
| DE1127491B (de) * | 1959-12-11 | 1962-04-12 | Philips Nv | Glimmentladungsroehre mit kalter aktivierter Kathode |
Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| BE507010A (fr) * | 1951-01-23 | 1953-03-27 | Automatic Elect Lab | Dispositif a decharge gazeuse, comportant une electrode auxiliare libre. |
-
1954
- 1954-03-15 DE DES38152A patent/DE1041602B/de active Pending
Patent Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| BE507010A (fr) * | 1951-01-23 | 1953-03-27 | Automatic Elect Lab | Dispositif a decharge gazeuse, comportant une electrode auxiliare libre. |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1091239B (de) | 1955-08-25 | 1960-10-20 | Hivac Ltd | Kaltkathoden-Gasentladungsroehre mit rohrfoermiger Kathode und nach aussen gerichtetem Randflansch |
| DE1127491B (de) * | 1959-12-11 | 1962-04-12 | Philips Nv | Glimmentladungsroehre mit kalter aktivierter Kathode |
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