DE2819111C2 - Verfahren zum Einschalten einer Gasentladungs-Schaltröhre mit gekreuzten Feldern und zur Durchführung dieses Verfahrens ausgebildete Schaltröhre - Google Patents
Verfahren zum Einschalten einer Gasentladungs-Schaltröhre mit gekreuzten Feldern und zur Durchführung dieses Verfahrens ausgebildete SchaltröhreInfo
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Description
bairn Einschalten eines solchen Schaltröhre veranschaulicht,
wenn an dem Entladungsraum eine hohe Spannung anliegt.
Die US-PS 37 14 510 und 38 90 520 befassen sich beide mit dem Einschalten solcher Schaltröhren durch
Ionisieren des Gases im Entladungsraum, Eine Ionisierung
löst jedoch keine Glimmentladung und damit eine Stromleitung zwischen den Elektroden aus, wenn die
Anfangsbedingungen vor dem Einschalten eine hohe Spannung zwischen den Elektroden bei normalem
Magnetfeld umfassen. Dies liegt daran, daß Elektronen durch die zwischen den Elektroden herrschende hohe
Spannung eingefangen und zur Anode gezogen werden, bevor der Weg der Elektronen so lang geworden ist, daß
eine lawinenartige Ionisierung stattfinden könnte. Die in der US-PS 37 14 510 offenbarte Methode des. Einschaltens
einer solchen Schaltröhre besteht in dem Einleiten einer Bogenentladung zwischen den Elektroden zur
Verminderung der an den Elektroden anliegenden Spannung, so daß nach dem Löschen dieses Lichtbogens
die Spannung zwischen den Elektroden ausreichend klein ist, um das Auslösen und Beibehalten einer
Glimmentladung zu gestatten. Nach der US-PS 38 90 520 wird das Einschalten einer Schaltröhre bei
anliegender hoher Spannung bewirkt, indem ein ausreichend hohes Gesamtmagnetfeld angelegt wird,
um den Arbeitspunkt auf die rechte Seite der Spannungs-Magnetfeld-Kurve zu verschieben und dadurch
den Leitungsbereich zu erreichen, obwohl die Spannung zwischen den Elektroden hoch bleibt.
Dieser Stand der Technik zeigt, daß ein Bedarf für ein
Verfahren und eine nach diesem Verfahren arbeitende Schaltröhre besteht, die während Anliegens einer hohen
Spannung an den Elektroden einschaltbar ist, ohne daß dazu die Ausbildung eines Lichtbogens oder eine
Einrichtung zur Erzeugung eines Hauptmagnetfeldes erforderlich ist, das ausreichend stark ist, um bei der
anliegenden hohen Spannung die Bedingungen für eine Glimmentladung zu erfüllen.
Der Erfindung liegt demnach die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren anzugeben, welches das Einschalten einer
solchen Schaltröhre bei Anliegen einer hohen Spannung an ihren Elektroden ermöglicht
Die Erfindung besteht darin, daß in einem Bereich des Entladungsraumes, der kleiner ist als der von dem
geschlossenen Weg eingenommene Bereich, ein lokales Zündmagneifeld erzeugt wird, dessea Richtung mit der
Richtung des elektrischen Feldes einen Winkel bildet und dessen Stärke ausreicht, um in seinem Bereich eine
sich lawinenartig verstärkende Ionisation und Hilfs- so
glimmentladung auszulösen, so daß die Spannung zwischen den Elektroden infolge der Stromleitung über
die Hilfsglitrmentladung auf einen Wert abfällt, bei dem
sich unter dem Einfluß des Hauptmagnetfeldes eine Glimmentladung im Entladungsraum ausbilden kann,
die sich über den gesamten geschlossenen Weg erstreckt.
Die Erfindung hat auch eine Gasentladungsschaltröhre
mit gekreuzten Feldern, mit Anode und Kathode bildenden Elektroden, die einen Entladungsraum begrenzen,
der einen in sich geschlossenen Weg bildet, und mit einer Einrichtung zur Erzeugung eines HäUptffiägnetfeldes,
das mit einem zwischen den Elektroden herrschenden elektrischen Feld und dem in sich
geschlossenen Weg einen Winkel bildet und geeignet ist, eine im Entladungsraum angefachte Glimmentladung
aufrechtzuerhalten, zum Gegenstand, die zur Durchführung des erfindungsgeirnßen Verfahrens eine Einrichtung
zur Erzeugung eines Hilfsmagnetfeldes in einem Abschnitt des Entladungsraumes aufweist. Insbesondere
kann nahe einer ihrer Elektroden eine kreisringförmig ausgebildete Zündmagnetspule angeordnet sein, die ein
ringförmiges Magnetfeld erzeugt.
Weitere Ausgestaltungen der Erfindung sind den übrigen Unteransprüchen zu entnehmen.
Die Erfindung wird im folgenden anhand des in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels näher
beschrieben und erläutert. Es zeigt
F i g. 1 die Seitenansicht einer Schaltröhre mit gekreuzten Feldern mit einer Einrichtung zum Einschalten
bei anliegender Hochspannung,
F i g. 2 ein Detail der Schaltröhre nach F i g. 1 im Schnitt längs der Linie 2-2 in vergrößertem Maßstab,
Fig.3a eine weiter vergrößerte Darstellung des
Details nach F i g. 2 in einer Ansicht längs der Linie 3-3, die die Richtung des Zündmagnetfeldes angibt,
F i g. 3b eine Ansicht ähnlich F i g. 3a, die verlängerte
Elektronenwege bei eingeschaltetem Zündmagnetfeld veranschaulicht,
F i g. 4 ein Diagramm, das Verlauf -i-ts Zündmagnetspulenstroms,
des Hauptentladungsstrcais und der
Hauptspannung während des Einschalten mittels des Hilfsmagnetfeldes und des Ausschaltens durch Absenken
des Hauptmagnetfeldes unter den kritischen Wert wiedergibt, und
Fig.5 ein Diagramm, das die Betriebszustände in Abhängigkeit von der Spannung zwischen den Elektroden
und der Stärke des Magnetfeldes bei Verwendung eines bestimmten Gases und eines bestimmten Produktes
pdveranschaulicht
Die in F i g. 1 veranschaulichte Schaltröhre 10 mit gekreuzten Feldern umfaßt eine Anode 12 und eine
Kathode 14. Die Kathode 14 kann das äußere Bauteil der Schaltröhre bilden und als vakuumdichte Umhüllung
dienen. Der Entladungsraum 16 zwischen den Elektroden 12 und 14 (siehe Fig.2) hat eine radiale
Ausdehnung d und ist mit einem geeigneten Gas bei geeignetem Druck gefüllt Eine Hauptmagnetspuie 18
erzeugt ein magnetisches Feld in dem aktiven Bereich des F.ntladungsraumes. Dieser aktive Bereich entspricht
im wesentlichen dem Bereich, der von der Hauptmagnetspule überdeckt wird. Ein Isolierturm 20 verbindet
eine Hochspannungsleitung 22 mit der Anode 12, während mit der Kathode 14 eine Leitung 24 verbunden
ist. Mit diesen Leitungen kann eine Quelle elektrischer Energie verbunden sein, so daß sie abgeschaltet werden
kann. In diesem Fall ist die Energiequelle als geladener Kondensator 26 dargestellt, zu dem ein Widerstand 28
in Serie geschaltet ist Für Versuchszwecke bildet ein Kondensator mit eiirem Serienwiderstand zur Stromsteuerung
eine brauchbare Impuls-Energiequelle. Im vorliegenden Fall war der Kondensator 26 auf 100 kV
aufgeladen und es hatte der Widerstand 28 einen Wert von 550 0hm. Die Hauptmagnetspule 18 erzeugte in
dem wirksamen Bereich des Entladungsrauffies eine magnetische Induktion von 1OmT. Bei diesen Betriebswerten findet in der Schaltröhre keine Stromleitung
statt, weil der Arbeitspunkt oberhalb der Nase der von der Spannung und dem Magnetfeld abhängigen
Grenzkurve in Fig.5, nämlich im Punkt A liegt. Zwar
bewirkt eine Gamma- und Beta-Strahlen emittierende Strahlenquelle 30, die aus 185 · 106 s-' (5 m Ci) Cäsium
137 besteht, eine Anfangsionisierung, jedoch findet ein Lawinendiirchbruch des Gases im Entladungsr.ium
nicht statt, weil die Länge des Elektronenweges in dem starken elektrischen Feld, das durch die an den
Elektroden anliegende Spannung erzeugt wird, zu gering ist. Die Elektronen werden von der Anode
angezogen, bevor sie statistisch eine für einen Lawinendurchbruch ausreichende Anzahl von Zusammenstößen
erleiden. Daher befindet sich die Schaltröhre in einem nichtleitenden Zustand, obwohl das Hauptmagnetfeld
eingeschaltet ist.
Eine zur Erzeugung eines Hilfsmagnetfeldes dienende Zündmagnetspule 32 dient zur Erzeugung einer
Hilfsglimmentladung in einem begrenzten Bereich in der Schaltröhre 10. wenn an der Schaltröhre eine
Spannung anliegt. Bei dem beschriebenen Ausführungsbeispiel handelt es sich bei der Zündmagnetspule um
eine Spule von etwa 90 mm Durchmesser mit 100 Windungen. Sie wird von einem Kondensator 34 mit
einer Kapazität von 25 μ/F gespeist, der mit der Zündmagnetspule 32 über ein Einschalt-Ignitron 36
verbunden ist. Demnach wird der Kondensator durch die Spule 32 entladen, wenn das Ignitron 36 eingeschaltet
wird. Die Ladung ist ausreichend, um unter der Spuie in dem Entladungsraum ein örtliches, ringförmiges
Magnetfeld ausreichender Stärke zu erzeugen, um den örtlichen Bereich des Entladungsraumes auf einen
Arbeitspunkt zu bringen, der sich im Leitungsbereich befindet. Im vorliegenden Fall wird durch die Zündmagnetspule
ein Hilfsmagnetfeld erzeugt, dessen Induktion etwa 10OmT beträgt. Die Richtung des Magnetfeldes,
das von der Zündmagnetspule erzeugt wird, ist in Fig. 3a schematisch durch Feldlinien 38 veranschaulicht.
Wenn die Zündmagnetspule eingeschaltet ist. so daß sich im Entladungsraum ein Hilfsmagnet befindet,
werden die Elektronenbahnen verlängert. Wie in Fig. 3b veranschaulicht, beschreiben die Elektronenbahnen
40 unter dem Einfluß des Zündmagnetfeldes einen im wesentlichen kreisförmigen Weg. Das
Magnetfeld ist ausreichend stark, um den Arbeitspunkt in dem örtlichen Bereich an die Stelle des Punktes B in
F i g. 5 zu bringen, wo die Elektronenwege ausreichend lang sind, um eine ausreichende Anzahl von ionisierenden
Zusammenstößen für einen Lawinendurchbruch zu erleiden. Daher wird in diesem beschränkten Bereich
eine Glimmentladung zwischen Anode und Kathode ausgelöst. Durch Anwendung einer ringförmigen Spule
wird in der Nachbarschaft der Windungen ein relativ hohes Magnetfeld erzeugt. Durch Anordnung dieses
Feldes nahe der sehr viel größere Dimensionen aufweisenden Kathode wird eine wirksame Elektronenfalle
in Form eines ringförmigen Körpers mit einem minimalen Aufwand an magnetischer Feldenergie
erzeugt. Diese ringförmige Falle weist viele Eigenschaften auf, die dem wirksamen Bereich der bekannten
Schaltröhren mit gekreuzten Feldern äquivalent sind, deren Durchmesser der Spulengröße entspricht. Die
ringförmige Zündmagnetspule wird in diesem Fall zusammen mit einer größeren Hauptmagnetspule
üblicher Art zum Einschalten benutzt. Nachdem eine Glimmentladung in dem örtlichen Bereich der Zündmagnetspule
gemäß Punkt B in Fig.5 eingeleitet worden ist fällt der Spannungsabfall an der Entladungsstrecke ab, so daß der Punkt C erreicht wird.
Infolgedessen liegen nun solche Arbeitsbedingungen vor, daß eine lawinenartige Ausbildung der Glimmentladung
für den normalen Leitungszustand stattfindet. Damit wird der Arbeitspunkt Din F i g. 5 erreicht. Auf
diese Weise wird die normale Glimmentladung ausgelöst Eine Entfernung des Hüfsmagnetfeldes bleibt
ohne jede Wirkung. Der Übergang vom Funkt B zum Punkt D erfolgt wahrscheinlich nicht rechtwinklig, wie
es in Fig. 5 dargestellt ist, jedoch bleibt dieser Übergang in dem Leitungsbereich.
Fig. 4 veranschaulicht den Einschaltvorgang. Zu einer Zeit ίο wird an die Elektroden eine Spannung von
100 kV angelegt. Die Hauptmagnetspule 18 ist eingeschaltet
und liefert ein Hauptmagnetfeld in dem wirksamen Entladungsraum von etwa 1OmT, so daß
sich der Arbeitspunkt A ergibt. Die Schaltröhre ist nichtleitend, weil sich diese Betriebsbedingungen
in außerhalb des Leitungsbereiches befinden. Zur Zeit fi
wird das Einschalt-Ignitron 36 gezündet, so daß sich der Kondensator 34 über die Zündspule 32 entladen kann
und ein Hilfsma^netfeld erzeugt wird. Während dieser
Zeit wird der Arbeitspunkt von A nach B verschoben, ι i Wie die obere Kurve in F i g 4 zeigi. steigt der Strom in
der Zündmagnetspule an und erreicht nach etwa 200 μχ
zur Zeit ti einen Wert von etwa 100 A. Das von der
Zündmagnetspule erzeugte Hilfsmagnetfeld ist dann ausreichend hoch, nämlich mindestens 100 mT. um den
_>n örtlichen Arbeitspiinki in den Lciiungsbereicn /:u
verschieben und unter der Zündmagnetspule eine örtliche Glimmentladung zu erzeugen. Durch diese
Glimmentladung wird die Hauptspannung reduziert, wie es die untere Kurve in Fig.4 zeigt so daß der
Arbeitspunkt C erreich! wird. Der die Zündspule durchfließende Stromimpuls endet zur Zeit ij, jedoch
bleiben die Arbeitsbedingungen im Leitungsbereich, und es bleibt die Schaltröhre leitend, während sich der
Arbeiupunkt nach D bewegt. Der dabei fließende Hauptentladungsstrom wird von der mittleren Kurve in
F i g. 4 veranschaulicht. Die Tatsache, daß eine Stromleitung über die Hauptglimmentladung einsetzte, ergibt
sich aus der Tatsache, daß der Zündmagnetspulenstrom sehr schnell und schon vor der Zeit h auf einen Wert
absinkt, der unter dem Wert liegt, bei dem die Stromleitung einsetzte, so daß deutlich ist, daß die
Glimmentladung bei kleineren Magnetfeldstärken in dem Entladungsraum zwischen Anode und Kathode
unter der Wirkung der Hauptmagnetspule stattfand. Zur *o Zeit U. etwa 300 μ5 nach dem Einsetzen der Hauptleitung,
wurde das Hauptmagnetfeld abgeschaltet, um die Hauptleitung zu beenden. Hierdurch wird erneut
bewiesen, daß die Stromleitung im Hauptentladungsraum stattfand. Die Abnahme des Hauptentladungsstromes
zwischen den Zeiten ti und u sowie die Abnahme
der Hauptspannung während dieser Zeit ist auf die Entladung des Kondensator 26 zurückzuführen. Wenn
die Energiequelle unerschöpflich wäre, würde der Strom seinen Wert behalten und es würde die Spannung nach
dem Abschalten wieder auf 100 kV zurückkehren.
Bisher wurde das Zünden einer großen Schaltröhre mit gekreuzten Feldern vom Dioden-Typ an aer eine
hohe Spannung anliegt, als praktisch unmöglich angesehen. Um den Arbeitspunkt in den Leitungsbereich
zu bringen, war die Anwendung ausgedehnter Magnetfelder großer Stärke erforderlich. Um innerhalb
des Entladungsraumes das erforderliche Magnetfeld von wenigstens 100 mT zu erzeugen, wurden Energien
in der Größenordnung von Kilojoule benötigt Selbst wenn die Anwendung eines solchen Magnetfeldes
möglich wäre, würde die Zeit die zum Aufbau eines solchen Magnetfeldes erforderlich wäre, zu erheblichen
Einschalt-Verzögerungen führen. Ebenso würde auch eine große Zeit benötigt um das Magnetfeld im
Entladungsraum nach dem Anlegen eines so starken Magnetimpuises unter den kritischen Wert zu bringen,
so daß auch ein Abschalten stark verzögert würde. Mit der vorstehend beschriebenen Anordnung war eine
Energie von nur 6 | ausreichend, um die Glimmentladung auszulösen. Durch Verwendung der relativ kleinen
Zündmagnetspule ist es möglich, die erforderliche Stärke des Magnetfeldes in einem kleinen Volumen mit
sehr viel weniger Energie zu erreichen. Die Spule braucht nicht die Schaltröhre zu umgeben, fondern kann
irgendwo an der Kathodenwand angeordnet sein. Die Spule braucht auch keire hohe Symmetrie aufzuweisen.
Form und Anordnung dir Spule müssen nur so gewählt sein, daß in dem Entladungsraum ein geschlossener
Elektronenweg an einer Stelle entsteht, wo die Ziindmagnetspule ein Hilfsmagnetfeld in der Größenordnung
von 100 mT erzeugen kann.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
308 109/217
Claims (6)
1. Verfahren zum Einschalten einer Gasentladungs-Schaltröhre
mit gekreuzten Federn, die einen von Elektroden begrenzten, einen in sich geschlossenen
Weg bildenden Entladungsraum aufweist, in dem ein elektrisches Feld, das durch eine an die
Elektroden angelegte Spannung erzeugt wird, und ein Hauptmagnetfeld herrschen, dessen Richtung
mit der Richtung des elektrischen Feldes und der Richtung des geschlossenen Wegs jeweils einen
Winkel bildet und dessen Stärke unzureichend ist, um bei der an den Elektroden anliegenden Spannung
eine sich lawinenartig verstärkende Ionisation des im Entladungsraum vorhandenen Gases und damit
eine Glimmentladung in dem geschlossenen Weg zu bewirken, dadurch gekennzeichnet, daß in
einem Bereich des Entladungsraumes (16), der kleiner ist als der von dem geschlossenen Weg
eingenommene Bereich, ein lokales Zündmagnetfeld (38) erzeqat wird, dessen Richtung mit der Richtung
des elektrischen Feldes einen Winke! bildet und dessen Stärke ausreicht, um in seinem Bereich eine
sich lawinenartig verstärkende Ionisation und Hilfsglimmentladung auszulösen, an daß die Spannung
zwischen den Elektroden (12, 14) infolge der Stromleitung über die Hü'sglimmentladung auf
einen Wert abfällt, bei dem sich unter dem Einfluß des Hauptmagnetfeldes eine Glimmentladung im
Entladungsraum ausbilden kann, die sich über den gesamten geschlossenen Weg erstreckt.
2. Verfairen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß als lokales Zündmagnetfeld ein ringförmiges Magnetfeld erzeugt wird, das die
Elektronen im Entladungsra^.m (16) auf einen
ringförmig geschlossenen Weg zwingt, der kürzer ist als der von den Elektroden definierte, in sich
geschlossene Weg.
3. Gasentladungsschaltröhre mit gekreuzten Feldern, mit Anode und Kathode bildenden Elektroden,
die einen Entladungsraum begrenzen, der einen in sich geschlossenen Weg bildet, und mit einer
Einrichtung zur Erzeugung eines Hauptmagnetfeldes, das mit einem zwischen den Elektroden
herrschenden elektrischen Feld und dem in sich geschlossenen Weg einen Winkel bildet und
geeignet ist, eine im Entladungsraum gezündete Glimmentladung aufrechtzuerhalten, zur Durchführung
des Verfahrens nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch eine Einrichtung (32) zur
Erzeugung des Zündmagnetfeldes in einem Abschnitt des Entladungsraumes (16).
4. Schaltröhre nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
daß neben einer der Elektroden (14) eine ein ringförmiges Magnetfeld erzeugende Zündmagnetspule
(32) angeordnet ist.
5. Schaltröhre nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet,
daß die Zündmagnelspule (32) kreisringförmig ausgebildet ist.
6. Schaltröhre nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Zündmagnetspule (32) von einer
zur Erzeugung des Hauptmagnetfeldes dienenden Hauptmagnetspule (18) entfernt nahe der die
Kathode (12) bildenden Elektrode derart angeordnet ist. daß sich die lokale Hilfsglimmentladung
neben der Hauptmagnetspule (18) befindet.
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Einschalten einer Gasentladungsschaltröhre mit gekreuzten Feldern,
die einen von Elektroden begrenzten Entladungsraum aufweist, in dem ein elektrisches Feld, das durch
eine an die Elektroden angelegte Spannung erzeugt wird, und ein Hauptmagnetfeld herrschen, dessen
Richtung mit der Richtung des elektrischen Feldes und der Richtung des geschlossenen Weges jeweils einen
Winkel bildet und dessen Stärke unzureichend ist, um bei der an den Elektroden anliegenden Spannung eine
sich lawinenartig verstärkende Ionisation des im Entladungsraum vorhandenen Gases und damit eine
Glimmentladung in dem geschlossenen Weg zu bewirken.
ι > Gasentladungs-Schaltröhren mit gekreuzten Feldern
sind bekannt Ihre Entwicklung geht auf die Originalarbeiten von Penning über Glimmentladungen in einem
zwischen Elektroden liegenden Raum zurück, in dem ein Magnetfeld herrscht, das mit dem elektrischen Feld
einen Winkel bildet Diese Arbeiten führten zu der Anordnung nach der US-PS 21 82 736. Es wurde dann
erhebliche Entwicklungsarbeit darauf verwendet, aufgrund
der Glimmentladung in gekreuzten Feldern eine Schaltröhre zu entwickeln, die in der Lage ist große
Ströme gegen hohe Spannungen abzuschalten. Die Schaltgeschwindigkeit ist dabei so schnell, daß ein
Abschalten zwischen den natürlichen Nulldurchgängen eines üblichen 60 Hz-Wechselstromes stattfinden kann.
Obwohl solche Schaltröhren von besonderer Bedeutung für das Abschalten von Gleichstrom sind, sind sie auch
für ein schnelles Abschalten von Hochspannungs-Wechselstromleitungen
im Bereich zwischen den natürlichen Nulldurchgängen anwendbar. Allgemeine Informationen
über diese Entwicklung liefern die US-PS 36 04 977 und 39 63 960.
Damit eine Glimmentladung in einem Raum zwischen Elektroden, dem Entladungsraum, bestehen kann, muß
der Weg eines Elektrons von einer Elektrode zur anderen durch das im Entladungsraum enthaltene Gas
so lang sein, daß eine sich lawinenartig verstärkende
Ionisation stattfindet Anders ausgedrückt muß jedes Elektron statisch ausreichend nele Zusammenstöße
verursachen, um mehr als einen ionsisierenden Zusammenstoß zu erzeugen. Das Aufrechterhalten des
Gasdruckes und die Verlängerung des Elektronenweges zwischen den Elektroden durch die Anwendung eines
quer gerichteten Magnetfeldes ist in den US-PS 35 58 960, 36 38 061, 36 41 384 und 37 69 537 behandelt.
Alle diese Patentschriften zeigen die Paschen-Kurve, welche die Spannung über dem Produkt pd angibt, in
dem ρ den Druck und d den Elektrodenabstand bedeuten. Diese Kurven gelten für ein spezielles Gas bei
Fehlen eines Magnetfeldes. Diese Kurven trennen die Bereiche, in denen ein Leitungszustand herrscht bzw.
fehlt. Sie zeigen, daß für einen bestimmten Wert des Produktes pd die Spannung, bei der ein Durchbruch zu
einer Glimmentladung stattfindet, ein Minimum hat.
Die US-PS 36 78 289 behandelt das Abschalten und die Charakteristik der Glimmentladung, die das
Abschalten gestattet. Diese Patentschrift zeigt in
Fig.3 eine Kurve der an den Entladungsraum angelegten Spannung in Abhängigkeit von der Stärke
des Magnetfeldes im Entladungsraum und zeigt die Beziehungen zwischen diesen Parametern, bei denen
eine Glimmentladung stattfindet oder nicht stattfindet, für feste Werte des Produktes pdund für ein bestimmtes
Gas. Es ist diese Kurve der Spannung KaIs Funktion der magnetischen Induktion B. welche die Schwierigkeiten
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- 1978-04-29 DE DE2819111A patent/DE2819111C2/de not_active Expired
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- 1978-05-17 JP JP53057714A patent/JPS5811065B2/ja not_active Expired
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE4426594A1 (de) * | 1993-07-28 | 1995-02-02 | Fuji Electric Co Ltd | Schaltvorrichtung |
| DE4426594C2 (de) * | 1993-07-28 | 2003-08-28 | Fuji Electric Co Ltd | Schaltvorrichtung |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE2819111A1 (de) | 1978-11-23 |
| GB1594918A (en) | 1981-08-05 |
| JPS53142864A (en) | 1978-12-12 |
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| FR2391552B1 (de) | 1983-02-04 |
| JPS5811065B2 (ja) | 1983-03-01 |
| US4091310A (en) | 1978-05-23 |
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