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DE1041355B - Verfahren zur Herstellung von Farbbildern nach dem Silberfarbbleichverfahren unter Verwendung von Azofarbstoffen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Farbbildern nach dem Silberfarbbleichverfahren unter Verwendung von Azofarbstoffen

Info

Publication number
DE1041355B
DE1041355B DEA27469A DEA0027469A DE1041355B DE 1041355 B DE1041355 B DE 1041355B DE A27469 A DEA27469 A DE A27469A DE A0027469 A DEA0027469 A DE A0027469A DE 1041355 B DE1041355 B DE 1041355B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
silver
azo dyes
production
color images
dye
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEA27469A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Georg Braeuniger
Dr Karl Loeffler
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Agfa Gevaert NV
Original Assignee
Agfa AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Agfa AG filed Critical Agfa AG
Priority to DEA27469A priority Critical patent/DE1041355B/de
Publication of DE1041355B publication Critical patent/DE1041355B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03CPHOTOSENSITIVE MATERIALS FOR PHOTOGRAPHIC PURPOSES; PHOTOGRAPHIC PROCESSES, e.g. CINE, X-RAY, COLOUR, STEREO-PHOTOGRAPHIC PROCESSES; AUXILIARY PROCESSES IN PHOTOGRAPHY
    • G03C7/00Multicolour photographic processes or agents therefor; Regeneration of such processing agents; Photosensitive materials for multicolour processes
    • G03C7/28Silver dye bleach processes; Materials therefor; Preparing or processing such materials
    • G03C7/29Azo dyes therefor

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Heat Sensitive Colour Forming Recording (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Farbbildern nach dem Silberfarbbleichverfahren unter Verwendung von Azofarbstoffen Die meisten der zur Zeit praktisch in großem Umfange verwendeten Farbverfahren bedienen sich farbloser Schichten, in denen die Farbbilder aus farblosen Farbstoffkomponenten erzeugt werden. Dabei werden die Farbstoffe durch chromogene Entwicklung in belichteten Halogensilberemulsionsschichten erzeugt. Ein Hauptnachteil dieser Farbstoffe, die der Gruppe der Azomethin- und Chinoniminverbindungen angehören, ist die verhältnismäßig geringe Lichtbeständigkeit.
  • Es sind seit langem auch schon Farbverfahren bekannt, nach denen die Bilder in Schichten erzeugt werden, die von vornherein Bildfarbstoffe tragen. Dazu gehört besonders das Silberfarbbleichverfahren, bei dem mit Vorteil Azofarbstoffe verwendet werden. Bei diesem Verfahren wird das in der gefärbten Halogensilberschicht erzeugte Bildsilber durch ein Bleichbad, das einen Silberkomplexbildner in saurer Lösung enthält, oxydiert und gleichzeitig der Farbstoff an den Stellen des Silberbildes zerstört. Die für dieses Verfahren verwendeten Farbstoffe müssen neben guter Brillanz des Farbtones und guter Lichtechtheit vor allem auch eine gute Diffusionsfestigkeit, gute Bleichbarkeit zeigen und keine schädliche Wirkung auf die Lichtempfindlichkeit der Halogensilberemulsionen ausüben. Auf Grund dieser Anforderungen ist trotz der großen Zahl der vorhandenen Azo- und Polyazofarbstoffe nur eine verhältnismäßig beschränkte Auswahl für das Silberfarbbleichverfahren geeignet. Die für das Silberfarbbleichverfahren bekannten Azofarbstoffe der deutschen Patentschriften 735 672, 740 708, 952 146 entsprechen nicht allen diesen Forderungen. Es wurde nun gefunden, daß zur Herstellung von Blaugrünfarbbildern oder Schichten beim Silberfarbbleichverfahren besonders Azofarbstoffe der allgemeinen Formel geeignet sind, worin R eine durch mindestens ein Äther-O-Atom unterbrochene Paraffinkette, B -S 03 H in 3- oder 4-Stellung, D -C O- oder -SO.--, E Alkylaryl, oder Aryl (wobei die Arylgruppe ihrerseits durch Alkyl und/oder Halogenalkyl, Halogen substituiert sein kann) bedeutet.
  • Die Farbstoffe können sowohl für Einzelschichten als auch für die Blaugrünschicht eines Mehrfarbenmaterials verwendet werden. Die Reihenfolge der Schichten bezüglich der Empfindlichkeit und der Anfärbung ist bedingt durch die Beeinflussung der Gradation durch den bei der Belichtung bereits in der Schicht befindlichen Farbstoff, der eine selektive Empfindlichkeit der Schicht nur für das Licht verhindert, das durch den zugesetzten Farbstoff absorbiert wird.
  • Das Bleichbad enthält ein Silberlösungsmittel, beispielsweise Thioharnstoff in saurer Lösung. Die Geschwindigkeit der Reaktion kann mit zunehmendem Säuregehalt gesteigert werden. Es ist infolgedessen zweckmäßig, die Schichten gut zu härten. Beispiel 1 Der Farbstoff von der Formel Cl cl OH OH 4 -S02-NH OC,H,OC4H, OC1H40C4H1 NH-S02 j , # Cl j ..\--N=N N N / Cl X/`@@,, !'@, \%\ H03S S03H H03S S03H wird wie folgt erhalten: Einer Lösung von 50 ri 4,4'-Diamino-3,3'-di- (ß-butoxy-äthoxy) -diphenyl-dihydrochlorid in 350 ml Wasser setzt man unter Eiszugabe und kräftigem Schütteln 50 ml konzentrierten H Cl zu. Zu dieser Suspension setzt man eine Lösung von 15 g Natriumnitrit in 50 ml Wasser langsam - unter Umschütteln und Eiszusatz - zu, läßt 1/2 Stunde stehen und beseitigt dann mit Amidosulfonsäure die überschüssige salpetrige Säure. Man gießt die Tetrazoniumlösung langsam in eine Lösung von 138 g 2',5'-Dichlor-benzolsulfo-H-Säure in 1 1 Wasser und 450 ml Pyridin, läßt über Nacht stehen und isoliert am anderen Tag den Farbstoff durch Zusatz von gesättigter Kochsalzlösung.
  • Das 4,4'-Diamino-3,3'-di-(ß-butoxy-äthoxy)-diphenyl-dihydrochlorid kann man folgendermaßen gewinnen 80 ml n-Propanol werden mit 138 g 2-Nitro-phenyl-(ß-butoxy-äthyl)-äther und 2 ml 20°/oiger NaOH gemischt; man erhitzt das Gemisch unter Rühren und Rückflußkühlen auf 80 bis 85° C und trägt bei dieser Temperatur unter leichtem Kühlen im Laufe einer Stunde portionsweise 90 g Zinkstaub und 18 ml 20°/oiger NaOH ein. Dann läßt man die Temperatur bis zum Siedepunkt der Mischung ansteigen und versetzt nochmals in kleinen Portionen mit 40g Zinkstaub. Nach 1/4stündigem Rühren läßt man etwas abkühlen, saugt schnell ab und wäscht mit 150m1 Benzol nach. Das noch warme Filtrat rührt man in eine mit Eis - Kochsalz gekühlte Mischung von 180 in! konzentriertem H Cl und 170 ml Wasser ein. Man läßt über Nacht im Eisschrank stehen, saugt den Niederschlag ab und wäscht diesen so lange mit Zyklohexan. bis der Ablauf nur noch schwachgelb gefärbt ist. Das rohe Dihvdrochlorid kann durch Aufnehmen in heißem Wasser und Fällen mit konzentriertem H Cl gereinigt werden.
  • Zur Darstellung des 2-l\zitro-phenyl-(ß-butoxyäthyl)-äthers verfährt man folgendermaßen: Ein Gemisch von 275 ml frisch destilliertem Glykol und 128g ß-n-Butoxyäthylbromid wird mit 176 g scharf getrocknetem 2-Nitrophenolnatrium (Vorsicht: Beim trocknen Erhitzen Verpuffungsgefahr) versetzt und unter Rühren auf 150° C gebracht. Man beläßt 1 Stunde bei dieser Temperatur - unter dauerndem Rühren -,fügt dann 40 g ß-n-Butoxy-ätliylbromd zu und nach 1 Stunde nochmals 40 g. Nach weiterem 3stündigem Rühren bei 150° C läßt man erkalten, versetzt mit 750 ml Wasser und extrahiert das Gemisch mit 5 - 150 ml Äther. Der Ätherauszug wird mit 2n-NaOH durchgeschüttelt, bis keine Gelbfärbung mehr auftritt, dann mit Wasser extrahiert und über Chlorcalcium getrocknet. Den nach Abdampfen des Äthers hinterbleibenden Rückstand unterwirft man einer fraktionierten Vakuumdestillation; der Nitrophenyläther geht in etwa 60- bis 700%iger Ausbeute als gelbes Öl bei 185 bis 186° C 10 mm Hg über.
  • Über die Darstellung des ß-n-Butoxy-äthylbromids s. Palom-aa und Kenetti, Bd.64, S.797 (1931). 3 g dieses Farbstoffes werden mit 0,8 g Saponin in 600 ml Wasser gelöst; diese Lösung mischt man mit 1 kg einer rotsensibilisierten, etwa 33 g Ag/kg enthaltenden Bromsilberemulsion und vergießt sie dann auf eine Papier- oder Filmunterlage. Nach dem Trocknen wird belichtet und wie folgt verarbeitet: 1. 5 Minuten entwickeln in einer Lösung von 1 g Metol (eingetragenes Wz), 13 g Natriumsulfit, sicc., 3 g Hydrochinon, 26 g Soda, sicc., und 1 g Kaliumbromid in 1000 ml Wasser, 2. 1 Minute wässern, 3. 5 Minuten fixieren in einer Lösung von 200g Natriumthiosulfat, 20 g Kaliummetabisulfit, 1000 ml Wässer, 4. 5 Minuten wässern, 5. 5 Minuten härten in 4°/oiger Formalinlösung, - 6. 5 Minuten wässern, 7. 20 Minuten farbbleichen in einer Lösung von 50 ml Äthanol, 50 g Thioharnstoff, 5 ml konzentrierter H2 S 04 in 910 ml Wasser, B. 5 Minuten wässern, 9. 15 Minuten bleichfixieren in einer Lösung von 26 g Tetranatrium-äthylendiamin-tetraacetat, 24,g Soda, sicc., 15 g Ferrichlorid, crist., 13 ;g Natriumsulfit, sicc., 200 g Natriumthiosulfat in 500 ml Wasser; 10. 20 Minuten wässern.
  • Nach dein Trocknen bleibt ein grünstichigblaues Umkehrbild zurück. Beispiel 2 Der Farbstoff von der Formel wird wie folgt erhalten: 125g 4,4'-Diamino-3,3'-di-(ß-äthoxy-äthoxy)-diphenyl-dihydrochlorid werden in 700m1 Wasser gelöst und mit 300m1 konzentrierter Salzsäure und etwa 500 g Eis versetzt. Man diazotiert unter Eis-Kochsalz-Kühlung mit einer Lösung von 43 g Na N 02 in 210 ml Wasser, rührt noch 1 Stunde bei 0° C nach und beseitigt dann den Überschuß an salpetriger Säure mit Amidosulfonsäure. Beim Eingießen dieser Tetrazoniumsalzlösung in eine Lösung von 380 g m-Trifluormethylbenzoyl-H-Säure in 21 Wasser und 1,2 1 Pyridin bildet sich der Farbstoff, den man am nächsten Tag in üblicher Weise isoliert und durch Umfällen reinigt. Das 4,4'-Diamino-3,3'-di-(ß-äthoxy-äthoxy)-diphenyl-dihydrochlorid wird in der gleichen Weise, wie im Beispiel 1 beschrieben, aus 2-Nitro-phenyl-(ß-äthoxy-äthyl)-äther durch alkalische Zinkstaubreduktion und Benzidinumlagerung erhalten.
  • Den 2-Nitro-phenyl-(ß-äthoxy-äthyl)-äther gewinnt man, entsprechend den Angaben im Beispiel 1, aus 2-Nitrophenol-Natrium und ß-Äthoxyäthylchlorid. Einfacher, aber nicht so rein und in etwas geringerer Ausbeute, erhält man den Nitroäther, wenn folgendermaßen gearbeitet wird: Man löst 175 g KOH-Plätzchen in 1 1 frisch destilliertem Glykolmonoäthyläther und destilliert so lange absteigend, bis die Siedetemperatur auf 134° C gestiegen ist. Dann kühlt man auf 55° C ab und läßt unter Rühren und Außenkühlung eine warme Lösung von 400 g o-Nitrochlorbenzol in 175 ml Waschbenzin so langsam eintropfen, daß die Innentemperatur 60° C nicht überschreitet. Man rührt noch 12 Stunden nach und steigert dabei die Temperatur langsam auf 115° C. Nach Erkalten wird wie im Beispiel 1 aufgearbeitet.
  • Die gesuchte Substanz geht bei der fraktionierten Vakuumdestillation in 50- bis 60o/oiger Ausbeute bei 151 bis 155° C/3 mm Hg über.
  • Eine mit diesem Farbstoff versetzte Bromsilbergelatineemulsion wird nach der Vorschrift des Beispiels 1 verarbeitet.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Farbbildern nach dem Silberfarbbleichverfahren unter Verwendung von Azofarbstoffen, dadurch gekennzeichnet, daß man einer lichtempfindlichen Halogensilbergelatineemulsionsschicht einen Farbstoff der allgemeinen Formel einverleibt, worin R eine durch mindestens ein Äther -O-Atom unterbrochene Paraffinkette, B -SO 3 H in 3- oder 4-Stellung, D -C O- oder -S 02--, E Alkyl, Aralkyl oder Aryl (wobei die Arylgruppe ihrerseits durch Alkyl und/oder Halogenalkyl, Halogen substituiert sein kann) bedeutet. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 735 672, 740 708, 952146.
DEA27469A 1957-07-05 1957-07-05 Verfahren zur Herstellung von Farbbildern nach dem Silberfarbbleichverfahren unter Verwendung von Azofarbstoffen Pending DE1041355B (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1170626B (de) * 1961-03-21 1964-05-21 Ciba Geigy Verfahren zur Herstellung gefaerbter Gelatine

Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE735672C (de) * 1940-01-11 1943-05-24 Kodak Ag Kombiniertes Bleich- und Fixierbad
DE740708C (de) * 1940-05-07 1943-10-27 Kodak Ag Verfahren zur Erzeugung von lichtempfindlichen Schichten fuer das Silberblechverfahren
DE952146C (de) * 1951-07-31 1956-11-08 Geigy Ag J R Farbenphotographisches Verfahren

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