[go: up one dir, main page]

DE1040725B - Verfahren zum Abtrennen von kristallisierbaren Kohlenwasserstoffen aus Paraffingatsch - Google Patents

Verfahren zum Abtrennen von kristallisierbaren Kohlenwasserstoffen aus Paraffingatsch

Info

Publication number
DE1040725B
DE1040725B DEV10815A DEV0010815A DE1040725B DE 1040725 B DE1040725 B DE 1040725B DE V10815 A DEV10815 A DE V10815A DE V0010815 A DEV0010815 A DE V0010815A DE 1040725 B DE1040725 B DE 1040725B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
paraffin
mixture
solvent
suspension
water
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEV10815A
Other languages
English (en)
Inventor
Hans-Otto Schuemann
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
VASELIN RAFFINERIE HANS OTTO S
Original Assignee
VASELIN RAFFINERIE HANS OTTO S
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by VASELIN RAFFINERIE HANS OTTO S filed Critical VASELIN RAFFINERIE HANS OTTO S
Priority to DEV10815A priority Critical patent/DE1040725B/de
Publication of DE1040725B publication Critical patent/DE1040725B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10GCRACKING HYDROCARBON OILS; PRODUCTION OF LIQUID HYDROCARBON MIXTURES, e.g. BY DESTRUCTIVE HYDROGENATION, OLIGOMERISATION, POLYMERISATION; RECOVERY OF HYDROCARBON OILS FROM OIL-SHALE, OIL-SAND, OR GASES; REFINING MIXTURES MAINLY CONSISTING OF HYDROCARBONS; REFORMING OF NAPHTHA; MINERAL WAXES
    • C10G73/00Recovery or refining of mineral waxes, e.g. montan wax
    • C10G73/02Recovery of petroleum waxes from hydrocarbon oils; Dewaxing of hydrocarbon oils
    • C10G73/06Recovery of petroleum waxes from hydrocarbon oils; Dewaxing of hydrocarbon oils with the use of solvents
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10GCRACKING HYDROCARBON OILS; PRODUCTION OF LIQUID HYDROCARBON MIXTURES, e.g. BY DESTRUCTIVE HYDROGENATION, OLIGOMERISATION, POLYMERISATION; RECOVERY OF HYDROCARBON OILS FROM OIL-SHALE, OIL-SAND, OR GASES; REFINING MIXTURES MAINLY CONSISTING OF HYDROCARBONS; REFORMING OF NAPHTHA; MINERAL WAXES
    • C10G73/00Recovery or refining of mineral waxes, e.g. montan wax
    • C10G73/36Recovery of petroleum waxes from other compositions containing oil in minor proportions, from concentrates or from residues; De-oiling, sweating
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10GCRACKING HYDROCARBON OILS; PRODUCTION OF LIQUID HYDROCARBON MIXTURES, e.g. BY DESTRUCTIVE HYDROGENATION, OLIGOMERISATION, POLYMERISATION; RECOVERY OF HYDROCARBON OILS FROM OIL-SHALE, OIL-SAND, OR GASES; REFINING MIXTURES MAINLY CONSISTING OF HYDROCARBONS; REFORMING OF NAPHTHA; MINERAL WAXES
    • C10G73/00Recovery or refining of mineral waxes, e.g. montan wax
    • C10G73/42Refining of petroleum waxes

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
  • Fats And Perfumes (AREA)

Description

  • Verfahren zum Abtrennen von kristallisierbaren Kohlenwasserstoffen aus Paraffingatsch Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist die Abtrennung von kristallisierbaren Kohlenwasserstoffen aus Paraffingatsch, wie er bei der Verarbeitung von Erdölen oder Schwelteeren aus Braunkohle bzw. Steinkohle oder Ölschiefer anfällt. Ein weiteres Ziel der Erfindung ist die Zerlegung solcher Massen in Hartparaffine und Weichparaffine verschiedener Schmelzpunkte und paraffinische ölige Begleitstoffe.
  • Es ist bekannt, außer durch fraktionierte Destillation oder durch langsames Erwärmen des Gemisches. das sogenannte Schwitzen, die gewünschten kristallisierbaren Kohlenwasserstoffe dadurch zu erhalten, daß man die Massen auf verschiedene Weise mit selektiven Lösungsmitteln behandelt. Es können hierbei die Massen entweder zunächst ganz im Lösungsmittel aufgelöst und durch langsames Abkühlen die gewünschten Produkte auskristallisiert und anschließend abfiltriert werden, es können auch die Massen in geschmolzenem Zustand unter kräftigem Rühren in kaltes Lösungsmittel unter laufender Kühlung desselben eingemischt werden, wobei die kristallisierbaren Kohlenwasserstoffe in körniger, leicht filtrierbarer Form anfallen.
  • Es ist bereits ein Verfahren beschrieben, bei welchem ein Ölparaffingemisch mit Wasser enulgiert und dann zur Ausscheidung des Paraffins gekühlt werden soll. Dann wird jedoch die Masse ohne jeden Lösungsmittelzussatz in einer Siebzentrifuge abgeschleudert, d. h., die Paraffinkristalle werden nunmehr vom Wasser abfiltriert.
  • Nach einem anderen Verfahren wird ein wachshaltiges Öl zunächst mit einem Verdünnungsmittel und einer mit dem Öl nicht mischbaren Flüssigkeit emulgiert, ehe es in der Kälte kristallisiert. Nun wird das Gemisch so weit gekühlt, bis einerseits das Wachs ausfällt und andererseits auch die kristallisierbare Flüssigkeit ausfriert. Dann wird das nicht kristallisierte Ö1 von dem aus Wachs und Eis bestehenden Niederschlag abfiltriert. wobei die verschiedenen Kristalle als Filtermedium dienen sollen. Der vorhandene Niederschlag wird nun mit einem Verdünnungsmittel für (31 gewaschen und soll 'hierdurch von 01 befreit werden. Schließlich wird dann die kristallisierte Flüssigkeit. d. h. also das Eis, vom Wachs getrennt.
  • Nach einem weiteren bekannten Verfahren soll der Filtervorgang beim Entparaffinieren dadurch erleichtert werden, daß man das paraffinhaltige Gemisch aus Öl und Lösungsmittel zunächst in der Wärme mit Wasser emulgiert, diese Emulsion dann in üblicher Weise durch Kratzkühler herunterkühlt und das Gemisch dann über Bandfilter filtriert.
  • Nach einem weiteren Vorschlag sollen bei der Filtration der Paraffinsuspension im Wasser Temperaturen angewendet werden, die in der Nähe des Schmelzpunktes der Wachse liegen. Infolgedessen wird durch die Filtrate wertvolles Wachs gelöst, wodurch sich unwirtschaftliche Ausbeuten ergeben. Auch .die an sich vorgesehene Rückführung der Filtrate kann dabei keine entscheidende Verbesserung bringen, sondern erhöht nur zusätzlich die Durchsatzkosten. Zusätzlich kann noch Luft in die Mischung aus Paraffinwachs und Wasser eingeblasen werden, wobei eine cremeartige Masse erzielt werden soll. Diese soll dann in einer Schälzentrifuge filtriert werden.
  • Ein weiterer Vorschlag betrifft ein dreistufiges Verfahren, wobei zunächst eine Öl-in-Wasser-Dispersion eines wachshaltigen Öles im Wasser erzeugt werden soll. Dann wird die Mischung gekühlt und die wäßrige Lösung von der fest gewordenen Wachs-Öl-Mischung abfiltriert. Tun erfolgt als zweite Stufe ein Auswaschen des zurückgebliebenen Filterkuchens mit einem Lösungsmittel, wie Al'ko'hol oder Aceton, welches lediglich das Wasser, aber nicht das Wachs oder das Öl zu lösen vermag. Erst dann werden die zurückgebliebenen, vom Wasser völlig befreiten Kristalle in einer dritten Stufe mit einem Lösungsmittel für das Öl in Berührung gebracht. Auch in dieser letzten Stufe wird das Wachs von dem Gemisch aus Öl und Lösungsmittel durch Filtration abgetrennt.
  • Empfohlen wurde weiter die Anwendung zweier Lösungsmittel, nämlich einmal Propan und einmal Dichloräthylen, die zur Trennung des Öles vom Wachsanteil dienen sollen. Die zunächst gebildete Propanlösung muß auf Temperaturen von - 40° C gekühlt werden, um den gewünschten Erfolg zu erreichen.
  • Nach einer weiteren Angabe wird zunächst das wachshaltige Öl mit Schwerbenzin, also Waschbenzin, verdünnt. Dann wird, und zwar noch in der Wärme, Natronlauge zugegeben und in einem Mischer eine alkalische Emulsion erzeugt, die anschließend gekühlt wird. Die gekühlte Emulsion wird mit einer sehr großen Menge (8 Teilen!) eines Aceton-Benzol-Gemisches versetzt, auf Temperaturen von etwa -15° C abgekühlt und '/z Stunde absitzen gelassen. Dann wird das ölhaltige Lösungsmittel oben abgelassen. Das Lösungsmittel wird verdampft und auf diese Weise ein von Wachs befreites Öl gewonnen.
  • Bei einem anderen Verfahren soll eine Trennung von Paraffin und Öl lediglich dadurch erfolgen, daß das Ausgangsgemisch mit Wasser emulgiert wird.
  • Bei noch einem weiteren Verfahren wird zunächst durch Flotation ein Olparaffinkonzentrat erzeugt. Dabei wird das durch Flotation erhaltene Konzentrat zunächst vollkommen in einem Lösungsmittel (Dichlorätlian) gelöst, dann wird die Lösung zur Kristallisation des Paraffins abgekühlt, wobei als Trennflüssigkeit Wasser zugegeben wird.
  • Gemäß einem weiteren Vorschlag wird das Öl-Paraffin-Gemisch zunächst mit Wasser versetzt und dann gekühlt. Der erhaltene Paraffinkristallbrei wird nun, und zwar ohne jeden Lösungsmittelzusatz, in einer Zentrifuge abgeschleudert, wobei angeblich das flüssige C51 zusammen mit dem Wasser von den Kristallen abgetrennt werden soll.
  • Es ist auch bereits bekannt, aus festen Paraffinen die öligen Bestandteile durch Waschen mit Wasser, dem ein 'Netzmittel, wie etwa isopropylnaphthalinsulfosaures Natrium, zugesetzt ist, zu verdrängen. Auch ist ein Verfahren bekanntgeworden, nach welchem eine paraffinhaltige Kohlenwasserstofffraktion mit einem wäßrigen Lösungsmittel versetzt wird, dann wird dieser Mischung ein oberflächenaktiver Stoff zugegeben, und hierauf wird die ganze Mischung gekühlt. Das durch Kühlen der Gesamtmischung ausgeschiedene Paraffin wird als solches aus der Mischung abgetrennt, was offenbar nur durch Filtration geschehen kann. Dabei sollen die Paraffinkristalle »durch einfaches Waschen mit Wasser« vom C51 befreit werden. Schließlich ist auch vorgeschlagen worden. Rohparaffin in geschmolzenem Zustand mit wäßrigen Seifenlösungen zu behandeln. Hierbei lassen sich aller nur Begleitstoffe, Farbstoffe u. dgl. entfernen. Die Abtrennung des Öles erfolgt erst nach diesem Reinigungsprozeß, nachdem das Paraffin zum Erstarren gebracht worden ist, und zwar beispielsweise durch Pressen.
  • Es wurde nun gefunden, daß man eine besonders günstige Form der körnigen Paraffinkristalle aus paraffinhaltigen Massen der verschiedensten Art, gleichgültig ob es sich um die Verarbeitung von Weich- oder Hartparaffinen oder besonders hochschmelzenden Paraffinsorten handelt, dadurch erzielen kann, daß man das homogen geschmolzene Ausgangsmaterial zunächst in ein unter den Paraffinschmelzpunkt gekühltes Nichtlösungsmittel mit geringer Oberflächenspannung unter Kühlung einrührt, der gebildeten Kristallsuspension geringe Mengen selektiven Lösungsmittels zusetzt und die beiden entstandenen flüssigen Phasen (Paraffinkristallsuspension und Ölextraktlösung) voneinander trennt.
  • Die bei der Verteilung des geschmolzenen Ausgangsmaterials sich bildenden Paraffinkristalle enthalten im Kern die hochschmelzenden, kristallisierbaren Anteile, während die weichen, öligen Bestandteile an der Oberfläche sitzen. Diese besondere Form der Kristalle, die in der ersten Stufe des Verfahrens gemäß der Erfindung erzielt wird, in Verbindung mit der Tatsache, daß diese Kristalle in Form einer feinen Suspension vorliegen, ermöglicht es, die gebildeten Paraffinkristalle in der zweiten Stufe des Verfahren mit sehr geringen Mengen der an sich bekannten selektiven Lösungsmittel. insbesondere chlorierten Kohlenwasserstoffeh, wie etwa Dichloräthan, gewissermaßen abzuwaschen, wobei diese zweite Waschstufe je nach dem gewünschten Endprodukt bei verschiedenen Temperaturen durchgeführt werden kann. Nach anschließender Abtrennung der Waschlösung bzw. des Waschfiltrats erhält man die Kristalle in sehr reiner Form in dem N ichtlösungsmittel.
  • Als Nichtlösungsmittel, in welches die geschmolzene Paraffinmischung eingegossen wird, wählt nian zweckmäßig Wasser, dessen Temperatur deutlich unter der Kristallisationstemperatur des festen Paraffins, vorteilhaft unter Zimmertemperatur, liegen soll, wobei auch das zur anschließenden Extraktion benutzte selektive Lösungsmittel vorteilhaft eine niedrige Temperatur aufweisen soll.
  • Zum Herabsetzen der Oberflächenspannung des als Nichtlösungsmittel benutzten Wassers können zahlreiche bekannte Netzmittelsulfonate dienen, beispielsweise AI'kylarylsulfonate, wie Isopropylnaphthaliiisulfonat, allein oder in Mischung mit Fettalkoholsulfonaten. Die Mengen liegen zweckmäßig zwischen 0,02 und 0,3 %, auf die Wassermenge berechnet.
  • Durch eine mehrmalige Wäsche der in der ersten Verfahrensstufe erhaltenen Suspension mit den erwähnten selektiven Lösungsmitteln und jeweilige Abtrennung dieser Extrakte läßt sich der Reinheitsgrad der gewonnenen kristallisierten Paraffine ohne Schwierigkeiten noch erhöhen. Zur Einsparung von Lösungsmittel ist es dabei vorteilhaft, das Waschen im Gegenstrom vorzunehmen. d. h., die Wäsche der Suspension erfolgt jeweils mit dem Filtrat. welches in der darauffolgenden Stufe anfällt. Die Extraktlösungen können zweckmäßig über eine kontinuierlich arbeitende Zentrifuge oder einen Separator von der Suspension der Paraffinkristalle in dem Nichtlösungsmittel abgetrennt werden. Man kann aber auch die Gesamtmischung durch Filtration in die feste, ans Paraffinkristallen bestehende Phase und die aus netzmittelhaltigem Wasser und Extraktlösung bestehende flüssige Phase trennen, indem man die Ausgangsmischung beispielsweise in eine Schälzentrifuge einleitet.
  • Die abschließende Reinigung der Kristallsuspension erfolgt dann vorteilhaft durch Erwärmen der Mischung auf Temperaturen, die über dem Schmelzpunkt der kristallisierten Kohlenwasserstoffe liegen. Auf die '%#@Teise läßt sich die Mischung in einfachster Weise ein einem Separator in schmelzflüssiges Paraffin, welches nur noch Spuren Lösungsmittel enthält, und netzmittelhaltiges Nichtlösungsmittel, beispielsweise Wasser, trennen, wobei dieses Wasser vorteilhaft im Kreislauf zur Wiederverwendung zurückgeführt werden kann.
  • Die im folgenden Beispiel genannten Teile sind durchgängig Volumteile.
  • Beispiel 1 Teil Paraffingauch vom Schmelzpunkt etwa 53° C wird auf etwa 80° C erwärmt und in 4 Teile Wasser, dem etwa 0,15% eines Alkylarylsulfonates zugesetzt sind, unter kräftigem Mischen eingerührt. Dabei wird die Kühlwassertemperatur des Mischers auf etwa 10 bis 11° C gehalten, so daß sich im Inneren des Mischers eine Temperatur von 13 bis 14° C einstellt. Die Mischung läuft kontinuierlich in ein zweites mit Kühlung versehenes Rührgefäß, in welchem unter Einstellung des Kühlwassers auf ebenfalls etwa 11° C die Mischung eine Temperatur von etwa 13 bis 14° C beibehält. In diesem Gefäß werden der :Mischung kontinuierlich 2 Teile einer im wesentlichen aus Dichloräthan bestehenden Filtratlösung zugesetzt, die aus der im folgenden zu beschreibenden Waschstufe herrühren. Die sich bildende Mischung wird unmittelbar wiederum kontinuierlich einer Zentrifuge zugeleitet. in welcher sich eine etwa 10o/oige Extraktlös.ung des Dichloräthans von der Paraffinsuspension in dem netzmittelhaltigen Wasser trennt. Da bei der ersten Trennung auf 100 Teile Paraffin noch etwa 30 Teile Extraktlösung (selektives Lösungsmittel) in der Suspension zurückgehalten werden, gibt man die wäßrige Paraffinsuspension nochmals in einen zweiten Mischer, in dem man 2 Teile reines selektives Lösungsmittel zusetzt, worauf di° Mischung nochmals über eine Zentrifuge getrennt wird. Das hierbei erhaltene Waschfiltrat (im wesentlichen aus selektiven Lösungsmitteln bestehend) wird. wie erwähnt, in die erste Waschstufe des Verfahrens geleitet.
  • Die hierbei erhaltene Paraffinsuspension wird über Wärmeaustauscher auf etwa 70° C erwärmt, wobei die entstandenen Paraffinkristalle schmelzen. Die erhaltene flüssige Mischung wird dann gegebenenfalls über einen weiteren Vorwärmer in einen Verdampfer geschickt, in "velchem die in der Suspension noch enthaltenen etwa 30 Teile selektives Lösungsmittel bei einer Temperatur von 70 bis 75° C abgedampft werden. Dabei destilliert das vorhandene Dichloräthan in Form einer azeotropen Mischung aus etwa 90 Teilen Lösungsmittel und 10 Teilen Wasser über. Die im Siunpf der Destillationseinrichtung zurückbleibende Paraffin-Wasser-Mischung wird nun unter v,#eitere'n Erwärmen auf etwa 80° C in einem Separator geleitet, in dem das netzmittelhaltigeWasser abgetrennt wird, welches im Kreislauf zurückgeleitet wird. Dabei wird es in Wärmeaustauschern zum Aufwärmen der Paraffin-Wasser-Suspension zum Beginn dieses Verfahretisabsdhnittes benutzt. In dem Wärmeaustauscber wird die Temperatur des netzmittelhaltigen Wassers auf etwa 20° C gesenkt. Die erhaltene kalte wäßrige Lösung wird gegebenenfalls nach weiterer zusätzlicher Temperaturerniedrigung in die Anfangsstufe des ganzen Verfahrens zurückgeleitet.
  • Das aus dem Separator kommende flüssige Paraffingatsch wird noch über eine Abstreiferkolonne unter leichtem Vakuum von den letzten Lösungsmittelspuren befreit. Die hierbei gewonnenen Lösungsmittelreste werden zusammen mit dem übrigen selektiven Lösungsmittel wie oben angegeben wieder in das Verfahren zurückgeleitet. Auch die aus der ersten Trennzentrifuge ablaufende Extraktlösung wird einer kontinuierlichen Destillation unterworfen und ebenfalls in das Verfahren im Kreislauf zurückgeführt.
  • Die Vorteile des Verfahrens gemäß der Erfindung gegenüber bekannten Arbeitsweisen ])--.stehen zunächst darin, daß eine besondere Kühlung der Kohlenwasserstoffmischung mit Kältemaschinen nicht erforderlich ist. Die bei der Kristallisation entstehende Wärme kann vielmehr durch einfaches Kühlwasser abgeführt werden, wobei das Kühlwasser seinerseits in der folgenden Lösungsmittelrückgewinnung -#veiterver-,vendet werden kann. Ein weiterer wesentlicher Vorteil des neuen Verfahrens besteht in der sparsamen Verwendung selektiver Lösungsmittel, von denen bei der bisherigen Kristallisationsmethode etwa das Vier- bis Fünffache des Ausgangsmaterials erforderlich war, während bei dem neuen Verfahren 2 Teile des Lösungsmittels durchaus genügen.
  • Fast der wichtigste Vorteil liegt aber in der Tatsache, daß bei dem neuen Verfahren jegliche Filtration gespart wird und die Trennung der kristallisierten Verbindungen mit Hilfe einfacher Separatoren im kontinuierlichen Arbeitsgang möglich ist, während die Verwendung von Trommelfiltern und ähnlichen bisher notwendigen Trennvorrichtungen einen erheblich größeren Arbeitsaufwand bei wesentlich geringerem -Nutzeffekt bedingt.

Claims (6)

1'.@ rr:a r.";sf';;t*Cctc: 1. Verfahren zum Abtrennen von kristallisierbaren Kohlenwasserstoffen aus Paraffingatsch, dadurch gekennzeichnet, daß man das homogen geschmolzene Ausgangsmaterial zunächst in ein unter den Paraffinschmelzpunkt gekühltes Nichtlösungsmittel mit geringer Oberflächenspannung unter Kühlung einrührt, der gebildeten Kristallsuspension geringe Mengen selektiven Lösungsmittels zusetzt und die beiden entstandenen flüssigen Phasen (Paraffinkristallsuspension und Olextraktlösung) voneinander trennt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Nichtlösungsmittel bereits so weit unterkühlt in das Mischgefäß eingeführt wird, daß die Kristallisationswärtne des eingeführten Rohstoffes bis zu einer deutlich unterhalb des Kristallisationsbereiches des Paraffins liegenden Temperatur kompensiert wird.
3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß zur Herabsetzung der Oberflächenspannung des Nichtlösungsmittels Netzmittel, vorzugsweise Sulfonate, in Mengen von etwa 0,02 bis 0,3 % zugegeben werden.
4. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Wäsche der Paraffinsuspension mit selektivem Lösungsmittel mehrfach wiederholt wird, wobei zweckmäßig im Gegenstrom gearbeitet wird.
5. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die abschließende Reinigung der Kristallsuspension durch Aufschmelzen des Paraffins und Trennen der beiden so erhaltenen flüssigen Phasen mit Hilfe eines Separators erfolgt, wobei das netzmittelhaltige `'Wasser im Kreislauf in das Verfahren zurückgeführt wird.
6. Verfahren nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß man die Mischung aus Paraffinsuspension und selektiven Lösungsmitteln durch Filtration der festen Phase von dem Flüssigkeitsgemisch trennt. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 933 649, 945 284, 945 533, 901096; Deutsche Auslegeschrift S 17882IVc/23b (bekanntgemacht am 1. 3. 1956) ; USA.-Patentschriften Nr. 2 168 306, 2 168 140, 2 168 141, 2 168 142, 2 205 096, 2 164 013.
DEV10815A 1956-06-21 1956-06-21 Verfahren zum Abtrennen von kristallisierbaren Kohlenwasserstoffen aus Paraffingatsch Pending DE1040725B (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEV10815A DE1040725B (de) 1956-06-21 1956-06-21 Verfahren zum Abtrennen von kristallisierbaren Kohlenwasserstoffen aus Paraffingatsch

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEV10815A DE1040725B (de) 1956-06-21 1956-06-21 Verfahren zum Abtrennen von kristallisierbaren Kohlenwasserstoffen aus Paraffingatsch

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1040725B true DE1040725B (de) 1958-10-09

Family

ID=7573234

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEV10815A Pending DE1040725B (de) 1956-06-21 1956-06-21 Verfahren zum Abtrennen von kristallisierbaren Kohlenwasserstoffen aus Paraffingatsch

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE1040725B (de)

Citations (10)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2164013A (en) * 1936-12-23 1939-06-27 Union Oil Co Method of separating oil and wax
US2168141A (en) * 1938-05-19 1939-08-01 Schutte August Henry Method for separating wax
US2168142A (en) * 1938-05-19 1939-08-01 Schutte August Henry Method of separating wax
US2168306A (en) * 1938-09-29 1939-08-01 Schutte August Henry Method of separating wax
US2168140A (en) * 1938-02-25 1939-08-01 Schutte August Henry Oil dewaxing
US2205096A (en) * 1937-03-19 1940-06-18 Union Oil Co Process for separating wax from wax-oil mixtures
DE901096C (de) * 1944-05-31 1954-01-07 Basf Ag Verfahren zur Entparaffinierung von OElen
DE933649C (de) * 1953-01-01 1955-09-29 Vacuum Oel Ag Deutsche Verfahren zur Trennung von Paraffin und OEl durch Emulsionsentoelung von Gatschen oder aehnlichen Rohstoffen
DE945284C (de) * 1951-03-31 1956-07-05 Aime Vandevelde Fuer Warmwasserheizungszwecke u. dgl. dienender Ofen fuer feste Brennstoffe, insbesondere Fettkohle
DE945533C (de) * 1954-08-03 1957-08-01 Ruetgerswerke Ag Verfahren zur Gerwinnung kristallisierbarer Kohlenwasserstoffe aus Mineraloelfraktionen

Patent Citations (10)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2164013A (en) * 1936-12-23 1939-06-27 Union Oil Co Method of separating oil and wax
US2205096A (en) * 1937-03-19 1940-06-18 Union Oil Co Process for separating wax from wax-oil mixtures
US2168140A (en) * 1938-02-25 1939-08-01 Schutte August Henry Oil dewaxing
US2168141A (en) * 1938-05-19 1939-08-01 Schutte August Henry Method for separating wax
US2168142A (en) * 1938-05-19 1939-08-01 Schutte August Henry Method of separating wax
US2168306A (en) * 1938-09-29 1939-08-01 Schutte August Henry Method of separating wax
DE901096C (de) * 1944-05-31 1954-01-07 Basf Ag Verfahren zur Entparaffinierung von OElen
DE945284C (de) * 1951-03-31 1956-07-05 Aime Vandevelde Fuer Warmwasserheizungszwecke u. dgl. dienender Ofen fuer feste Brennstoffe, insbesondere Fettkohle
DE933649C (de) * 1953-01-01 1955-09-29 Vacuum Oel Ag Deutsche Verfahren zur Trennung von Paraffin und OEl durch Emulsionsentoelung von Gatschen oder aehnlichen Rohstoffen
DE945533C (de) * 1954-08-03 1957-08-01 Ruetgerswerke Ag Verfahren zur Gerwinnung kristallisierbarer Kohlenwasserstoffe aus Mineraloelfraktionen

Non-Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Title
DE S17882 (Bekanntgemacht am 01.03.1956) *

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1468705A1 (de) Verfahren zur Gewinnung von para-Xylol
DE2827494A1 (de) Verfahren zur entparaffinierung von paraffinhaltigem schmieroelausgangsmaterial
DE2105040A1 (de) Einstufiges Kristallisationsverfahren zur Abtrennung von p-Xylol von hoher Reinheit
EP0766984B1 (de) Verfahren zur Stofftrennung aus einem flüssigen Gemisch durch Kristallisation
DE60205255T2 (de) Methode und Apparat zur Gewinnung einer reinen Substanz aus einer unreinen Lösung durch Kristallisation
DE2509182A1 (de) Einstufiges kristallisationsverfahren zur gewinnung von hochgereinigtem p-xylol
DE1040725B (de) Verfahren zum Abtrennen von kristallisierbaren Kohlenwasserstoffen aus Paraffingatsch
DE2155988A1 (de) Verfahren zur trennung von fettstoffgemischen in bestandteile verschiedener schmelzpunkte
DE2053257B2 (de) Verfahren zur Trennung von Fettsäureestergemischen in Bestandteile verschiedener Schmelzpunkte
DE2317563C3 (de) Verfahren zur Trennung von Fettstoffgemischen in Bestandteile verschiedener Schmelzpunkte
DE2309165C2 (de) Verfahren zur Auftrennung eines Gemisches von flüssigen und kristallinen Fettsäuretriglyceriden in zwei Fraktionen
DE1768476A1 (de) Zweistufiges Reinigungsverfahren zur Abtrennung von p-Xylol
DE3239244A1 (de) Verfahren und vorrichtung zum mehrstufigen umkristallisieren
DD244540A1 (de) Verfahren zur verarbeitung von glaubersalz zu alkalisulfaten
DE977544C (de) Verfahren zur Trennung von Carbonsaeureestergemischen in Bestandteile verschiedener Schmelzpunkte
DE1299991B (de) Verfahren zur Herstellung von Kakaobutterersatz
DE684966C (de) Verfahren zur Wiedergewinnung von Loesungsmitteln aus Rohparaffin
DE2624206A1 (de) Entparaffinierungsverfahren
DE2117174C3 (de) Verfahren zum Entparaffinieren von Erdölfraktionen
US2520801A (en) Fractional separation of fatty oil substances
DE2904195A1 (de) Verfahren zur trennung von fettstoffgemischen in bestandteile verschiedener schmelzpunkte
DE1443431C3 (de) Verfahren zur Gewinnung der Alkalisalze von sulfonierten bzw. sulfatierten Produkten
DE2119271C2 (de) Verfahren zum Entparaffinieren und Entölen von paraffinhaltigen Erdölfraktionen
DE710094C (de) Verfahren zum Entparaffinieren von Kohlenwasserstoffoelen
DE1267367C2 (de) Verfahren zur trennung von gemischen aus fluessigen und festen fettsaeuren