DE1040551B - Verfahren zur Herstellung von tertiaeren Arylhydroperoxyden - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von tertiaeren ArylhydroperoxydenInfo
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Description
DEUTSCHES
Die Erfindung betrifft die Herstellung von Hydroperoxyden.
Es ist bereits vorgeschlagen worden, Isopropylbenzolhydroperoxyd herzustellen, indem man Isopropylbenzol
in flüssigem Zustand praktisch in Abwesenheit von Schwermetall-Oxydationskatalysatoren mit einem molekularen
Sauerstoff enthaltenden Gas bei einer Temperatur von 70 bis 150° C in Berührung bringt.
Es ist ferner bekannt, daß die Abwesenheit löslicher Schwermetall-Oxydationskatalysatoren erforderlich ist,
da sie eine katalytisch^ Zersetzung des Isopropylbenzolhydroperoxyds
bewirken. Katalysatoren, die dafür bekannt sind, daß sie eine solche Zersetzung herbeiführen,
sind lösliche Salze von Metallen, wie Kupfer, Kobalt und Mangan. Aus diesem Grunde wird auch das Verfahren
nach der USA.-Patentschrift 2 632 773 unter Abwesenheit von Oxydationskatalysatoren, die aus Schwermetallen bestehen, bei einer Oxydationstemperatur von
70 bis 150° C durchgeführt. Doch ist die dabei eintretende Umwandlung von nur 20 % für großtechnische Verfahren
nicht befriedigend.
Im Gegensatz zu der bekannten Auffassung, daß lösliche Schwermetall-Oxydationskatalysatoren eine nachteilige
Wirkung auf die Bildung von Hydroperoxyden haben, ist andererseits auch vorgeschlagen worden, das
Verfahren in Gegenwart von 0,15 bis 0,8 Gewichtsprozent eines löslichen Schwermetall-Oxydationskatalysators auszuführen.
Für dieses Verfahren sollen sich als Schwermetall-Oxydationskatalysatoren Oxyde, Hydroxyde und
Salze organischer Säuren von Mangan, Kobalt, Eisen, Blei, Nickel, Kupfer, Vanadin, Chrom und Quecksilber
eignen.
Es ist ferner bekannt, daß die Bildung von Hydroperoxyden durch die Gegenwart von metallischem Kupfer
oder Silber im Reaktionsgefäß oder durch Ausführung der Reaktion in einem aus Kupfer bestehenden oder mit
Kupfer ausgekleideten Gefäß erleichtert wird und somit verhältnismäßig gute Peroxydausbeuten von 84,8 % im
Mittel (aus den angegebenen Werten von 81,0 bis 89,4%) bei der französischen Patentschrift 1 048 013 bei 120 bis
130° C erhalten werden können. Die Abhängigkeit der Reaktion von der katalytischen Wirkung der Wandungen
des Reaktionsgefäßes ist aber überaus unbestimmt. Die Umsetzung wird mehr oder weniger von der Größe der
verwendeten Apparatur beeinflußt und läßt sich somit nicht steuern, was für die großtechnische Durchführung
nachteilig ist.
Daher wird bei dem Verfahren der USA.-Patentschrift 2 655 545 wieder auf einen ganz geringen Kupfersalzzusatz
zurückgegriffen und der Temperaturbereich auf 65 bis 115° C gesenkt. Nach Beispiel 1 dieser Druckschrift
wird mit 0,02 Gewichtsprozent Kupfernaphthenat gearbeitet; doch werden hier nur 3,50J0 Peroxyd je
Stunde erhalten.
Verfahren zur Herstellung
von tertiären Arylhydroperoxyden
von tertiären Arylhydroperoxyden
Anmelder:
Imperial Chemical Industries Limited,
London
London
Vertreter: Dipl.-Ing. A. Bohr, München 5,
Dr.-Ing. H. Fincke, Berlin-Lichterfelde, Drakestr. 51,
und Dipl.-Ing. H. Bohr, München 5, Patentanwälte
Beanspruchte Priorität:
Großbritannien vom 18. Juni 1954
Großbritannien vom 18. Juni 1954
Kurt Helmut Berneis, Norton-on-Tees (Großbritannien), ist als Erfinder genannt worden
Es wurde nun gefunden, daß Kupfer- und Silbersalze organischer Säuren, insbesondere flüchtiger Säuren,
günstig auf die Oxydation aromatischer Kohlenwasserstoffe zu Hydroperoxyden einwirken. Die Menge und
Art des bei höheren Temperaturen angewandten Kupferoder Silbersalzes ist sehr ausschlaggebend und muß erheblich
geringer sein als die nach den bisher bekannten Verfahren angewandten Mengen, wenn hohe Ausbeuten
an Hydroperoxyden und gleichzeitig hohe Reaktionsgeschwindigkeiten erzielt werden sollen. Außerdem ist
die Verwendung gelöster Kupfer- oder Silbersalze bequemer als die Verwendung aus Kupfer oder Silber bestehender
oder mit diesen Metallen ausgekleideter Gefäße und gestattet eine genauere Regelung, als sie durch
Zusatz metallischen Kupfers oder Silbers zu dem Reaktionsgefäß erreichbar ist. Diese überraschenden erheblichen
Vorteile sind mit der vorliegenden Erfindung verbunden.
Gegenstand dieser Erfindung ist daher ein Verfahren zur Herstellung von tertiären Arylhydroperoxyden durch
Oxydation tertiärer aromatischer Kohlenwasserstoffe der allgemeinen Formel
Ar-CH
in welcher Ar eine Phenylgruppe ist, welche eine oder mehrere Alkylgruppen enthalten kann und deren tertiäres
Kohlenstoffatom einem gesättigten Alkyl- oder Cyclohexylrest angehört, in flüssigem Zustand in Gegen-
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3 4
wart von Kupfer oder Silber oder deren Salzen als Kataly- etwa 4 bis 12, vorzugsweise 12 Gewichtsteile je Million,
satoren und vorteilhaft von organischen Hydroperoxyden bezogen auf die Gewichtsmenge des zu oxydierenden
als Anspringmittel mit einem freien Sauerstoff enthalten- Kohlenwasserstoffs. Da es kein Silberformiat gibt, so
den Gas bei einer Temperatur von 70 bis 140° C, Vorzugs- ist kein Silbersalz einer Säure vorhanden, die unter den
weise unter atmosphärischem Druck, in der Weise, daß 5 Reaktionsbedingungen ähnlich flüchtig ist wie Ameisen-
man in Gegenwart von etwa 12 Gewichtsteilen Kupfer säuie.
oder Silber je 1 Million Gewichtsteile des zu oxydierenden Um die günstigsten Ausbeuten an Hydroperoxyd zu
Kohlenwasserstoffs oxydiert, wobei das Kupfer und das erhalten, ist es zweckmäßig, die Reaktionsdauer so zu
Silber als Salze einer flüchtigen organischen Säure, welche begrenzen, daß der Kohlenwasserstoff nicht vollständig
in dem Oxydationsgemisch löslich sind, angewendet 10 umgesetzt wird. Im Falle von Cumol ist es z. B. vorteilwerden,
haft, die Reaktion zu unterbrechen, sobald 40 bis 50°/0
Wie aus den untenstehenden Tabellen zu ersehen ist, des Kohlenwasserstoffs oxydiert sind.
wird mit diesem Verfahren, beispielsweise bei der Her- Der durch die vorliegende Erfindung erzielbare Vorteil stellung von Cumolhydroperoxyd, eine stündliche Reak- wird durch die folgenden Ergebnisse veranschaulicht: tionsgeschwindigkeit von 11,6 bzw. ll,7°/0 gegenüber 15 Beim Arbeiten nach der bisher bekannten Verfahrensnur 9,75 % bei demselben Produkt nach dem Verfahren weise wurde Sauerstoff durch ein 0,5 Gewichtsprozent der obigen französischen Patentschrift 1 048 013 erzielt. Mangannaphthenat enthaltendes Cumol mit einer Ge-Dieser Vorteil ist für die großtechnische Durchführung schwindigkeit von 6,71 je Stunde je kg Cumol durchgebesonders wertvoll, weil die Erfindung die Möglichkeit leitet. Die Reaktion wurde bei 45° C ausgeführt. Nach schafft, zur Erzielung desselben Durchsatzes mit einer 20 44 Stunden waren 45 Gewichtsprozent des Cumols oxykleineren Vorrichtung auszukommen oder bei gegebener diert, und 26,3 Gewichtsprozent des Ausgangskohlen-Anlagengröße einen großem Durchsatz je Zeiteinheit zu Wasserstoffs waren zu Cumolhydroperoxyd umgesetzt, erhalten. Dies entspricht einer Ausbeute von 58 Gewichtsprozent
wird mit diesem Verfahren, beispielsweise bei der Her- Der durch die vorliegende Erfindung erzielbare Vorteil stellung von Cumolhydroperoxyd, eine stündliche Reak- wird durch die folgenden Ergebnisse veranschaulicht: tionsgeschwindigkeit von 11,6 bzw. ll,7°/0 gegenüber 15 Beim Arbeiten nach der bisher bekannten Verfahrensnur 9,75 % bei demselben Produkt nach dem Verfahren weise wurde Sauerstoff durch ein 0,5 Gewichtsprozent der obigen französischen Patentschrift 1 048 013 erzielt. Mangannaphthenat enthaltendes Cumol mit einer Ge-Dieser Vorteil ist für die großtechnische Durchführung schwindigkeit von 6,71 je Stunde je kg Cumol durchgebesonders wertvoll, weil die Erfindung die Möglichkeit leitet. Die Reaktion wurde bei 45° C ausgeführt. Nach schafft, zur Erzielung desselben Durchsatzes mit einer 20 44 Stunden waren 45 Gewichtsprozent des Cumols oxykleineren Vorrichtung auszukommen oder bei gegebener diert, und 26,3 Gewichtsprozent des Ausgangskohlen-Anlagengröße einen großem Durchsatz je Zeiteinheit zu Wasserstoffs waren zu Cumolhydroperoxyd umgesetzt, erhalten. Dies entspricht einer Ausbeute von 58 Gewichtsprozent
Erfindungsgemäß verwendbare aromatische Kohlen- an Cumolhydroperoxyd, bezogen auf die Menge der entwasserstoffe
sind Cumol, Cymole, Diisopropylbenzole, 25 standenen Oxydationsprodukte. Im Vergleich hiermit
insbesondere diejenigen, bei denen sich die Isopropyl- betrug beim Arbeiten nach der Erfindung mit Kupfergruppen
in den 1,3-und 1,4-Stellungen befinden, sekundär- formiat als Katalysator in ausreichender Menge, um
Butylbenzol, Di-sekundär-butylbenzole, besonders die- einen Kupfergehalt von 4 Teilen je Million zu liefern, bei
jenigen, in denen die sekundären Butylgruppen sich in einer Arbeitstemperatur von 120° C nach 31J1 Stunden
den 1,3- und 1,4-Stellungen befinden, und Cyclohexyl- 3° bei einem Umsatz von 35,9% des Cumols zu Cumolbenzol.
Geht man von einem Kohlenwasserstoff wie hydroperoxyd eine Ausbeute von 90% an Hydroper-Cumol
aus, so enthält das Oxydationsprodukt Cumol- oxyd. In Anbetracht der bei dem bisher bekannten Verhydropeioxyd;
ebenso gibt p-Cymol p-Cymolhydroper- fahren angewandten niedrigeren Temperaturen ist es
oxyd. Besitzt der Kohlenwasserstoff zwei zu Hydro- nicht überraschend, daß die dabei erhaltene Reaktionsperoxydgruppen
oxydierbare Gruppen, so enthält das 35 geschwindigkeit viel niedriger war als bei dem erfindungs-Oxydationsprodukt
ein Gemisch von Mono- und Dihydro- gemäßen Verfahren. Der wesentliche Unterschied zwiperoxyden.
So liefert die Oxydation von p-Di-(isopro- sehen dem bekannten und dem neuen Verfahren liegt
pyl)-benzol p-Di-(isopropyl)-benzolmonohydroperoxyd in der erheblich gesteigerten Ausbeute, die nach dem
und p-Di-(isopropyl)-benzoldihydroperoxyd. Verfahren der Erfindung erzielt wird, wobei gleichzeitig
Die Oxydation soll in Gegenwart eines Kupfersalzes 4° die dabei angewandten höheren Temperaturen eine mehr
einer unter den Reaktionsbedingungen flüchtigen Säure als 1Ofache Erhöhung der Reaktionsgeschwindigkeit zur
durchgeführt werden. So ist es besonders vorteilhaft, Folge haben.
wenn man Kupferformiat als Katalysator benutzt. Denn Das erfindungsgemäße Verfahren wird durch die
es wird angenommen, daß freie Säuren einen schädlichen Gegenwart eines Hydroperoxyds in dem anfänglichen
Einfluß auf das Verfahren ausüben. Im Verlauf der Oxy- 45 Reaktionsgemisch begünstigt. Im allgemeinen ist es
dationsreaktion bilden sich Carbonsäuren als Neben- vorteilhaft, eine Menge Hydroperoxyd anzuwenden, die
produkte. Verwendet man z. B. Kupferstearat als Zusatz, mindestens 1, vorzugsweise 3 Gewichtsprozent oder mehr,
so verbleiben die sich als Nebenprodukte bildenden freien bezogen auf den zu oxydierenden Kohlenwasserstoff,
Säuren unverändert in der Reaktionszone. Arbeitet man ausmacht. Vorzugsweise soll das anfänglich zugesetzte
jedoch mit Kupferformiat, so setzen sich die freien Säuren 5° Hydroperoxyd das gleiche sein, das in dem Verfahren
mit diesem um, und es wird Ameisensäure in Freiheit hergestellt wird. So ist es bei der Oxydation von Cumol
gesetzt. Da die Ameisensäure unter den Reaktionsbe- zu Cumolhydroperoxyd vorteilhaft, dem Cumol vor
dingungen flüchtig ist, wird sie aus der Reaktionszone Beginn der Oxydationsreaktion mindestens 3 Gewichtsentfernt.
Infolgedessen wirkt die Verwendung von prozent Cumolhydroperoxyd zuzusetzen. Diesen Cumol-Kupferformiat
auf die Verhinderung der Ansammlung 55 hydroperoxydgehalt kann man in einfacher Weise durch
freier Säure in der Reaktionszone hin. Ein weiteres Merk- Rückführung einer kleinen Menge des bei einer vorhermal
der Erfindung liegt darin, daß man bei Verwendung gehenden Reaktion gebildeten Cumolhydroperoxyds im
eines Kupfersalzes einer unter den Reaktionsbedingungen Kreislauf erhalten.
flüchtigen Säure eine erheblich größere Menge dieses Falls man Dialkylbenzoldihydroperoxyd herstellen
Salzes verwenden kann als bei der Anwendung des Kupfer- 60 will, so ist es vorteilhaft, Dialkylbenzoldihydroperoxyd
salzes einer unter den Reaktionsbedingungen nicht fluch- aus dem Reaktionsprodukt abzuscheiden und den Rücktigen
Säure. So kann man Kupferformiat in Konzentra- stand zusammen mit frischem Dialkylbenzol in die Retionen
bis 0,1 Gewichtsprozent des zu oxydierenden aktionszone zurückzuführen. So kann man in einfacher
Kohlenwasserstoffs anwenden, d. h., der Kupfergehalt Weise dafür sorgen, daß die Reaktionsmischung bereits
kann bis zu 400 Teilen je Million betragen. Vorzugsweise 65 zu Anfang Hydroperoxyd enthält.
soll jedoch der Kupfergehalt im Bereich von 12 Teilen Das Verfahren nach der vorliegenden Erfindung wird je Million gehalten werden. vorteilhaft bei erhöhten Temperaturen im Bereich von
soll jedoch der Kupfergehalt im Bereich von 12 Teilen Das Verfahren nach der vorliegenden Erfindung wird je Million gehalten werden. vorteilhaft bei erhöhten Temperaturen im Bereich von
Ein für das Verfahren nach der vorliegenden Erfindung 70 bis 125° C ausgeführt. Die günstigste Temperatur
besonders geeigneter Silberkatalysator ist das Silber- hängt von dem zu oxydierenden Kohlenwasserstoff und
acetat. Der Silbergehalt des Reaktionsgemisches beträgt 70 von der Anwesenheit eines inerten Verdünnungsmittels
ab. Es ist auch vorteilhaft, das Verfahren bei Atmosphärendruck auszuführen; gewünschtenfalls kann man
jedoch auch bei höheren Drücken arbeiten.
Das erfindungsgemäße Verfahren wild mit einem freien Sauerstoff enthaltenden Gas ausgeführt. Vorzugsweise
wird insbesondere entweder Luft oder praktisch reiner Sauerstoff verwendet.
Gewünschtenfalls kann die Reaktion in Gegenwart geeigneter inerter Verdünnungsmittel ausgeführt werden.
Hierfür eignen sich Monochlorbenzol, Gemische von Dichlorbenzolen, höhere chlorierte Benzole, wie sie als
Nebenprodukte bei der Chlorierung von Benzol zu Chlorbenzol anfallen, und Tetrachloräthan. Die Verwendung
von Verdünnungsmitteln ist besonders vorteilhaft, wenn es sich um die Oxydation von Kohlenwasserstoffen
handelt, die zwei zu Hydroperoxydgruppen oxydierbare Gruppen enthalten. So ist die Verwendung eines
Verdünnungsmittels bei der Oxydation von p-Diisopropylbenzol zu p-Di-isopropyl-benzoldihydroperoxyd
besonders vorteilhaft. Bei der Ausführung von Reaktionen dieser Art in Gegenwart eines Lösungsmittels bilden sich
weniger Nebenprodukte, als wenn man die Reaktion in Abwesenheit eines Lösungsmittels, aber mit dem gleichen
prozentualen Umsatz des Ausgangsmaterials ausführt.
Die erfindungsgemäß hergestellten Hydroperoxyde können z. B. als Beschleuniger bei Polymerisations- und
Oxydationsreaktionen verwendet werden. Sie sind auch wichtige Zwischenprodukte bei der Herstellung von
Phenolen und Ketonen. So kann z. B. Cumolhydroperoxyd durch Behandeln mit einer Mineralsäure oder mit
einer aktivierten Erde zu Phenol und Aceton umgesetzt werden.
Proben von je 200 ecm eines gereinigten Cumols, welches 3,5 Gewichtsprozent Cumolhydroperoxyd enthielt,
befanden sich in Glasgefäßen, die auf 120° C gehalten wurden. Durch die Reaktionsgemische wurde
Sauerstoff mit einer Geschwindigkeit von 15 1 je Stunde geleitet. Die Proben enthielten eine berechnete Menge
Kupferformiat, die zwischen 0,0001 und 0,100 g je 100 ecm Reaktionsmischung (d. h. 0,4 bis 410 Teile Kupfer pro
Million) variierten. Als Kontrolle diente ein besonderes Muster von Cumol, welches ebenfalls Cumolhydroperoxyd
enthielt und unter ähnlichen Bedingungen, jedoch in Abwesenheit von Kupferformiat oxydiert wurde. Die
Ergebnisse sind in Tabelle 1 zusammengestellt.
TabeUe 1
| Zusatz Kupfer- gehalt (Teile pro Million) |
Endgehalt an Peroxyd (Gewichts prozent) |
Reaktions | Ausbeute | |
| Kupfer formiat (g/100 ecm) |
geschwindig keit (Gewichts prozent Peroxyd/je |
(Gewichts prozent Peroxyd, bezogen auf oxydiertes |
||
| 0 | 41,2 | Stunde) | Material) | |
| 0 | 0,4 | 39,8 | 8,9 | 81,5 |
| 0,0001 | 1 | 40,8 | 9,7 | 86,5 |
| 0,00025 | 4 | 35,9 | 9,9 | 87,0 |
| 0,001 | 8 | 35,7 | 10,0 | 90,0 |
| 0,002 | 12,5 | 39,9 | 10,7 | 88,0 |
| 0,003 | 16,5 | 36,8 | 11,7 | 90,5 |
| 0,004 | 25 | 38,5 | 11,4 | 85,5 |
| 0,006 | 41 | 38,5 | 10,5 | 85,5 |
| 0,010 | 410 | 39,0 | 10,0 | 85,5 |
| 0,100 | 10,1 | 82,5 | ||
Aus dieser Tabelle ergibt sich, daß Kupferformiat in Mengen bis zu 0,100 g je 100 g Cumol ohne erheblichen
Nachteil verwendet werden kann. Ferner ist daraus ersichtlich, daß der günstigste Kupfergehalt bei etwa
Teilen je Million liegt.
Proben von je 200 ecm gereinigtem Cumol, welches
3,5 Gewichtsprozent Cumolhydroperoxyd enthielt, wurden in Glasgefäßen bei 120° C durch Einleiten von Sauerstoff
in das Reaktionsgemisch mit einer Geschwindigkeit von 15 1 je Stunde oxydiert. Eines der Muster enthielt
kein Metallsalz als Zusatz. Die übrigen Muster enthielten Kupferformiat bzw. Silberacetat. Tabelle 2 gibt die
Ergebnisse an.
TabeUe
| Zusatz | Gehalt an Zusatz | Reaktions dauer (Stunden) |
Endgehalt an Peroxyd (Gewichts prozent) |
Reaktions geschwindigkeit (Gewichtsprozent Peroxyd/ je Stunde) |
Ausbeute (Gewichtsprozent Peroxyd, bezogen auf oxydierten Kohlenwasserstoff) |
| O Kupferformiat Silberacetat |
12,5 Teile je Million Cu 11 Teile je Million Ag |
4,25 3,1 3 |
41,2 39,9 38,2 |
8,9 11,7 11,6 |
81,5 90,5 87 |
Aus dieser Tabelle ergibt sich, daß sowohl Kupferformiat als auch Silberacetat in den verwendeten Konzentrationen
einen günstigen Einfluß auf die Oxydationsgeschwindigkeit des Cumols und auf die Ausbeute an Hydroperoxyd
hatten. Hinsichtlich der Ausbeute an Cumolhydroperoxyd ist Kupferformiat dem Silberacetat bei
fast gleichen Reaktionsgeschwindigkeiten noch überlegen.
Claims (4)
1. Verfahren zur Herstellung von tertiären Arylhydroperoxyden
durch Oxydation tertiärer aromatischer Kohlenwasserstoffe der allgemeinen Formel
Ar -CH
70 in welcher »Ar« eine Phenylgruppe ist, welche eine oder mehrere Alkylgruppen enthalten kann und deren
tertiäres Kohlenstoffatom einem gesättigten Alkyl- oder Cyclohexylrest angehört, in flüssigem Zustand
in Gegenwart von Kupfer oder Silber oder deren Salzen als Katalysatoren und vorteilhaft von organischen
Hydroperoxyden als Anspringmittel mit einem freien Sauerstoff enthaltenden Gas bei einer Temperatur
von 70 bis 140° C, vorzugsweise unter atmosphärischem Druck, dadurch gekennzeichnet, daß man
in Gegenwart von etwa 12 Gewichtsteilen Kupfer oder Silber je 1 Million Gewichtsteile des zu oxydierenden
Kohlenwasserstoffs oxydiert, wobei das Kupfer und das Silber als Salze einer flüchtigen organischen Säure,
welche in dem Oxydationsgemisch löslich sind, angewendet werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß man als tertiäre aromatische Kohlenwasserstoffe Cumol, Cymole oder sekundär-Butylbenzol
oder m- bzw. p-Diisopropylbenzol oder m- bzw. p-Di-sekundär-butyl-benzol verwendet.
3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß man als Katalysator Kupferformiat
oder Silberacetat verwendet.
4. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß man die Oxydation in Gegenwart
von inerten Verdünnungsmitteln, wie Monochlorbenzol, gemischten Dichlorbenzolen, höheren chlorierten
Benzolen, wie sie bei der Chlorierung von Benzol zu Chlorbenzol als Nebenprodukte anfallen, oder
Tetrachloräthan durchführt.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentanmeldung p30209/IVc/12o (bekanntgemacht am 12.2.1951);
Deutsche Patentanmeldung p30209/IVc/12o (bekanntgemacht am 12.2.1951);
französische Patentschrift Nr. 1048 013;
britische Patentschrift Nr. 610 293;
USA.-Patentschriften Nr. 2 632 773, 2 655 545.
britische Patentschrift Nr. 610 293;
USA.-Patentschriften Nr. 2 632 773, 2 655 545.
© 809 657/474 9.58
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| GB1792654A GB760367A (en) | 1954-06-18 | 1954-06-18 | Improvements in and relating to the production of hydroperoxides |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1040551B true DE1040551B (de) | 1958-10-09 |
Family
ID=10103666
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEI9103A Pending DE1040551B (de) | 1954-06-18 | 1954-09-06 | Verfahren zur Herstellung von tertiaeren Arylhydroperoxyden |
Country Status (3)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1040551B (de) |
| FR (1) | FR1113813A (de) |
| GB (1) | GB760367A (de) |
Families Citing this family (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| PL181496B1 (pl) * | 1996-03-20 | 2001-07-31 | Politechnika Slaska Im Wincent | Sposób wytwarzania ß-naftolu PL |
| WO2014039653A2 (en) * | 2012-09-07 | 2014-03-13 | Exxonmobil Chemical Patents Inc. | Oxidation of hydrocarbons |
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| GB610293A (en) * | 1946-04-08 | 1948-10-13 | Distillers Co Yeast Ltd | Improvements in or relating to the manufacture of alkyl benzene peroxides |
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-
1954
- 1954-06-18 GB GB1792654A patent/GB760367A/en not_active Expired
- 1954-09-06 DE DEI9103A patent/DE1040551B/de active Pending
- 1954-10-07 FR FR1113813D patent/FR1113813A/fr not_active Expired
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| GB760367A (en) | 1956-10-31 |
| FR1113813A (fr) | 1956-04-04 |
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