DE1040305B - Verlesevorrichtung fuer Maschinen zum Ernten von Wurzelfruechten - Google Patents
Verlesevorrichtung fuer Maschinen zum Ernten von WurzelfruechtenInfo
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Classifications
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- A—HUMAN NECESSITIES
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Description
DEUTSCHES
Die Erfindung betrifft eine Verlesevorrichtung für Maschinen zum Ernten von Wurzelfrüchten mit
einem aus zwei Antriebselementen ud dazwischengefügten Querstäben bestehenden endlosen Verleseband,
wobei die Querstäbe mit Bezug auf die Förderfläche des Verlesebandes an ihren Enden muldenartig
hochgezogen sind. Die mit dem Erfindungsgegenstand zu lösende Aufgabe wird in einer vorteilhafteren
Ausbildung der Verlesevorrichtung gesehen.
Es ist eine Kartoffelerntemaschine bekannt, deren Verleseband zwei Antriebsketten aufweist, die durch
Querstäbe miteinander verbunden sind. Die Enden der Querstäbe sind hierbei im rechten Winkel nach
oben abgebogen, so daß die Querstäbe eine Mulde bilden, in der die Früchte mit den Verunreinigungen
an den die Verlesearbeit ausführenden Personen vorbeigeführt werden. Dieses Verleseband hat den Nachteil,
daß die Verlesepersonen über die abgewinkelten Enden der Querstäbe hinweggreifen müssen, so daß
die aufzuwendende Handarbeit verhältnismäßig groß ist. Außerdem kann es vorkommen, daß die Verlesepersonen
mit den Kleidern an den scharfen Kanten der hochgebogenen Enden der Querstäbe hängenbleiben
und sich Verletzungen zuziehen.
Die erwähnten Mängel werden gemäß der Erfindung im wesentlichen dadurch behoben, daß die
Enden der Querstäbe des Verlesebandes in einem flachen Bogen hochgezogen und in Fortsetzung desselben
in einem entgegengesetzten Bogen nach unten gezogen sind. Auf diese Weise lassen sich entweder
die auszulesenden Erdfrüchte über die muldenartigen Enden der Querstäbe hinweg auf einen neben dem
Verleseband lösbar angeordneten Förderer streifen, oder aber die Verunreinigungen werden über die
muldenartigen Enden hinweggestreift und fallen direkt auf den Acker. Hierdurch wiederum wird die
Verlesearbeit wesentlich einfacher, da die Erdfrüchte oder die Verunreinigungen vom Verlesepersonal
nicht angehoben zu werden brauchen. Ferner kann sich das Verlesepersonal infolge der nach unten gezogenen
Enden der Querstäbe nicht mehr verletzen. Die ausgelesenen Verunreinigungen können mindestens
an einer Seite des Verlesebandes durch einen Schacht auf den Acker zurückgeworfen werden, wobei
der Schacht durch eine Leitwand gebildet werden kann, die mit veränderlichem Abstand von der seitlichen
Begrenzung des Verlesebandes entfernt angeordnet ist. Hierdurch wird beim Auslesen der Verunreinigungen
eine Handbewegung des Verlesepersonals nach rückwärts vermieden, wodurch die Verlesearbeit
weiter vereinfacht werden kann.
Vorteilhaft bestehen die Querstäbe aus dünnem Blech und sind im Preßverfahren hergestellt. Das hat
den Vorteil, daß sich die Querstäbe verhältnismäßig Verlesevorrichtung für Maschinen
zum Ernten von Wurzelfrüchten
zum Ernten von Wurzelfrüchten
Anmelder:
Heinrich Lanz Aktiengesellschaft,
Mannheim
Mannheim
Ernst Brand, Mannheim,
und Eugen Sonns, Heddesheim,
sind als Erfinder genannt worden
billig und ohne besonderen Aufwand anfertigen lassen. Die Querstäbe können zur Erhöhung ihrer
Stabilität kreisbogenförmigen Querschnitt haben. Es ist aber auch möglich, dem Querstab einen anderen
Profilquerschnitt zu geben und ihn beispielsweise halbovalförmig auszubilden.
Gemäß der Erfindung können die Querstäbe unter Beilegung von Füllstücken mit den Antriebselementen
des Verlesebandes verbunden sein. Als Antriebselemente
sind z. B. endlose Gelenkketten oder Bänder verwendbar. So können die Querstäbe in an sich bekannter
Weise auf an den inneren Laschen der Gelenkketten vorgesehenen, im rechten Winkel nach
innen abgebogenen Ansätzen lösbar befestigt sein. An Stelle der Gelenkketten können aber auch endlose
Gummibänder Verwendung finden, mit denen die Querstäbe lösbar verbunden werden. In diesem Falle
sind zwischen die Querstäbe und die Gummibänder Profilstücke mit nach außen zeigenden, im Querschnitt
kreisförmigen Ansätzen geklemmt, zwischen deren Abstände die Umlenk- bzw. Antriebsräder eingreifen.
Zweckmäßig ist das Profil der Querstäbe an ihren Befestigungsstellen zu ebenen Flächen eingedrückt,
so daß die Köpfe der Schrauben, die die Querstäbe mit den Antriebselementen verbinden, versenkt angeordnet
sind.
Einzelheiten der Erfindung sind aus der nachstehenden Beschreibung und der Zeichnung ersichtlich,
die mehrere Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes veranschaulicht. Es zeigt
Fig. 1 eine mit der neuen Verlesevorrichtung ausgestattete Kartoffelerntemaschine im Aufriß,
809 640/37
Fig. 2 einen Querschnitt durch die Verlesevorrichtung
in größerem Maßstab,
Fig. 3 einen ähnlichen Schnitt, wobei außer dem Verleseband ein zweites schmales Förderband vorgesehen ist,
Fig. 4 einen Ausschnitt des Verlesebandes in noch größerem Maßstab,
Fig. 5 die Draufsicht zu Fig. 4,
Fig. 6 die Seitenansicht zu Fig. 4,
Fig. 7 in ähnlicher Darstellungsweise wie in Fig. 4 ein mit Gummibändern ausgerüstetes Verleseband und
Fig. 8 eine teilweise im Schnitt dargestellte Seitenansicht des Verlesebandes gemäß Fig. 7.
In Fig. 1 ist mit 1 das Schar einer Kartoffelerntemaschine bezeichnet, an das sich die Förder- und
Siebvorrichtung 2 und 3 anschließt. Am rückwärtigen Ende des Teiles 3 der Förder- und Siebvorrichtung
ist ein Höhenförderer 4 angeordnet, der das von der Förder- und Siebvorrichtung abgesiebte Gemisch aus
Früchten, Kraut, Kluten und Steinen einem Querförderer 5 aufgibt. Der Höhenförderer 4 und der Querförderer
5 sind zweckmäßig mit dem Rahmen 6 der Maschine lösbar verbunden, der sich auf die Laufradachse
7 abstützt und am rückwärtigen Ende ein Stützrad 8 aufweist. Der Rahmen 6 trägt die Verlesevorrichtung,
die im wesentlichen aus einem endlosen Verleseband 9 besteht, das vom Laufrad 10 der Maschine
aus, beispielsweise über in der Zeichnung der Einfachheit halber nicht veranschaulichte Kettentriebe,
antreibbar sein kann und dem das Gemisch vom Höhenförderer5 zugeführt wird.
Das Verleseband 9 wird von mit dem Rahmen 6 verbundenen Stützen 11 und 12 getragen, die am Mittelrohrrahmen
13 des Verlesebandes 9 angreifen. Am Rahmen 6 ist ferner seitlich des Verlesebandes 9 je
eine Plattform 14 befestigt, auf der die das Verlesen vornehmenden Personen stehen. Zwischen den Personen
und dem Verleseband 9 befinden sich Leitwände 15 und 16, die mit Abstand an den Längsseiten des Verlesebandes
verlaufen und zum Ableiten der ausgelesenen Verunreinigungen auf dem Boden dienen. Am abgabeseitigen
Ende des Verlesebandes 9 ist ein trichterförmiger Auffangbehälter 17 angeordnet, an dessen
Auslauf 18 Abfüllsäcke angeschlossen werden können.
Die Leitwände 15 und 16 sind, wie Fig. 2 zeigt, an Armen 19 und 20 befestigt, die ihrerseits quer verstellbar
und beispielsweise mittels Schrauben 21 feststellbar in mit dem Mittelrohrrahmen 13 des Verlesebandes
9 fest verbundenen Profilträger 22 und 23 lagern. Hierdurch läßt sich der Abstand der Leitwände
15 und 16 gegenüber dem Verleseband 9 verändern. Ist z. B. in dem vom Verleseband geförderten
Gemisch ein größerer Anteil von Verunreinigungen als an Früchten vorhanden, so ist es zweckmäßig, die
Früchte auszulesen. Hierzu kann man, nachdem die Leitwand 16 nach außen gestellt ist, neben dem Verleseband
9 ein schmales Band 24 anordnen (Fig. 3), auf das die Früchte verlesen werden und das diese
dem Auffangbehälter 17 zuführt. Die Verunreinigungen werden in diesem Falle von dem Verleseband 9
weitergefördert und fallen an dessen Abgabeende auf den Acker zurück. In diesem Falle wird die Leit- bzw.
Schachtwand 15 so nahe an das Verleseband 9 herangestellt, daß sie als Schutz und als Auflagestütze für
auf dieser Seite arbeitendes Verlesepersonal dient. Die Wand 25 des Behälters 17 kann über die Breite des
Verlesebandes 9 zurückklappbar bzw. in den Behälter 17 hineinklappbar sein. Falls es erforderlich ist,
können auch beiderseits des Verlesebandes 9 schmale Förderbänder 24 vorgesehen sein, welche die ausgelesenen
Früchte dem Auffangbehälter zuführen. Die obere Begrenzung der Leitwände 15 und 16 liegt vorteilhaft
höher als die Verlesefläche des Verlesebandes 9, derart, daß das Verlesepersonal sich mit den
Ellenbogen auf den oben umbördelten Kanten der Leitwände 15 und 16 aufstützen kann. Unterhalb des Verlesebandes
9 sind die Leitwände 15 und 16 nach innen abgebogen, so daß die ausgelesenen Verunreinigungen
durch die unterhalb des Verlesebandes 9 zwischen den Plattformen 14 frei gelassene öffnung auf den Acker
zurückgeleitet werden.
Ein Ausführungsbeispiel des Verlesenbandes 9 zeigen Fig. 4 bis 6, und zwar bedeuten 26 und 27 die Gelenkketten
des Verlesebandes 9, in welche die in der Zeichnung der Einfacheit halber nicht dargestellten
Umlenk- und Antriebsräder eingreifen. Die Gelenkketten 26 und 27 sind durch Querstäbe 28 miteinander
verbunden. Diese haben halbkreisförmigen Querschnitt und können aus dünnem Blech in der Leichtform- und Leichtstoffbauweise hergestellt sein. Jeder
Querstab 28 ist beidenends hochgezogen, ferner laufen seine Enden im Boden nach unten aus. Dadurch bildet
das Fördertrum des Verlesebandes 9 eine Mulde, die das Fördergut aufnimmt. Dies ist besonders vorteilhaft,
denn das Verlesepersonal braucht beim Verlesen das Gut oder die Verunreinigungen nicht mehr über
hohe seitliche Begrenzungswände des Fördertrums des Verlesebandes 9 zu heben, sondern kann die Früchte
von den Verunreinigungen oder die Verunreinigungen von den Früchten mit geringem Kraftaufwand bequem
auslesen. Da die Enden der Querstäbe 28 nach unten abgebogen sind, können sich die die Verlesearbeit
durchführenden Personen an den Querstäben 28 nicht verletzen. So können z. B. Kartoffeln mit den
Händen vom Verleseband direkt über die seitlichen Ausläufe der Querstäbe hinweg auf das danebenliegende
Förderband gestrichen werden.
Die Befestigung der Querstäbe 28 an den Gelenkketten 26 und 27 kann mittels Schrauben 29 und 30
an den inneren Laschen 31 und 32 der Gelenkketten 26 und 27 erfolgen. Hierzu weist jede Lasche 31 bzw. 32
einen im rechten Winkel nach innen abgebogenen Ansatz 33 bzw. 34 auf, auf denen die Querstäbe 28 unter
Zwischenfügen eines dem inneren Profil der Querstäbe 28 angepaßten Füllstückes 35 bzw. 36 festgeschraubt
sind. Das Profil der Querstäbe 28 ist an den Befestigungsstellen zu ebenen Flächen 37 und 38 eingedrückt,
so daß der Kopf der Schraube 29 bzw. 30 satt aufliegt und zugleich versenkt angeordnet ist.
Zweckmäßig weisen die Schrauben 29 und 30 je einen Vierkantansatz 39 bzw. 40 auf, der in entsprechende
im Querstab 28, im Zwischenstück 35 bzw. 36 und im Ansatz 33 bzw. 34 der Kettenlasche 31 bzw. 32
vorgesehene Vierkantbohrungen greift. Die Muttern 41 und 42 der Schrauben 29 und 30 können durch
Sprengringe 43 und 44 gegen Verdrehen gesichert sein.
Im Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 7 und 8 sind an Stelle der Gelenkketten 26 und 27 Gummibänder 45
und 46 verwendet, auf denen die Querstäbe 28 ebenfalls mittels Schrauben 47 und 48 befestigt sind. Zum
Antrieb dieses Verlesebandes ist beidenends der Querstäbe 28 zwischen diese und die Gummibänder 45
und 46 je ein Profilstück 49 und 50 geklemmt, das unterhalb des Querstabes 28 verläuft und einen nach
außen gerichteten, im Querschnitt runden Ansatz 51 bzw. 52 aufweist. Zwischen die Abstände dieser Ansätze
51 und 52 greifen die in der Zeichnung der Einfachheit halber nicht veranschaulichten Umlenk- und
Antriebsräder des Verlesebandes ein.
Das Verleseband gemäß Fig. 7 und 8 ist im Aufbau verhältnismäßig einfach, und seine Herstellung ist
billig.
Claims (5)
- Patentansprüche:
1. Verlesevorrichtung für MaschinenzumErnten von Wurzelfrüchten mit einem aus zwei Antriebselementen und dazwischengefügten Querstäben bestehenden endlosen Verleseband, wobei die Querstäbe mit Bezug auf die Förderfläche des Verlesebandes an ihren Enden muldenartig hochgebogen sind, dadurch gekennzeichnet, daß die l£ndien der Ouerstäbe (28) in einem flachen Bogen hochgezogen und in Fortsetzung desselben in einem entgegengesetzten Bogen nach unten gezogen sind. - 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Querstäbe (28) aus dünnem Blech bestehen, im Preßverfahren hergestellt sind und kreisbogenförmigen Querschnitt haben.
- 3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Querstäbe (28) unter Bei20 legung von Füllstücken (35 bzw. 36) mit den Antriebselementen (26 und 27 bzw. 45 und, 46) des Verlesebandes lösbar verbunden sind.
- 4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Querstäbe (28) mit endlosen Gummibändern (45 und 46) lösbar verbunden sind, derart, daß zwischen die Querstäbe (28) und die Gummibänder (45 und 46) Profilstücke (49 und 50) mit nach außen gerichteten Ansätzen (51 und 52) geklemmt sind, zwischen denen die Umlenk- bzw. Antriebsräder eingreifen.
- 5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Profil der Querstäbe (28) an ihren Befestigungsstellen zu ebenen Flächen (32 und 38) eingedrückt ist, derart, daß Schraubenköpfe u. dgl. auf der Förderfläche des Verlesebandes versenkt angeordnet sind.In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschrift Nr. 3234;
USA.-Patentschriften Nr. 2 015 549, 2 379 198.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen©. m 640*37 9.58
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DEL24768A DE1040305B (de) | 1956-04-30 | 1956-04-30 | Verlesevorrichtung fuer Maschinen zum Ernten von Wurzelfruechten |
Applications Claiming Priority (1)
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| DE1040305B true DE1040305B (de) | 1958-10-02 |
Family
ID=7263196
Family Applications (1)
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Citations (3)
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|---|---|---|---|---|
| DE3234C (de) * | 1877-11-23 | 1877-11-23 | Construction de Elevatorkette für Kartoffelgrabe-Maschinen | |
| US2015549A (en) * | 1933-12-01 | 1935-09-24 | Int Harvester Co | Potato harvester |
| US2379198A (en) * | 1942-01-22 | 1945-06-26 | William E Templeton | Harvesting combine for potatoes and the like |
-
1956
- 1956-04-30 DE DEL24768A patent/DE1040305B/de active Pending
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| US2015549A (en) * | 1933-12-01 | 1935-09-24 | Int Harvester Co | Potato harvester |
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