[go: up one dir, main page]

DD294051A5 - Verfahren zur herstellung von mehrschichtverbunden durch aufbringen einer plasmachemisch erzeugten haftvermittelnden zwischenschicht - Google Patents

Verfahren zur herstellung von mehrschichtverbunden durch aufbringen einer plasmachemisch erzeugten haftvermittelnden zwischenschicht Download PDF

Info

Publication number
DD294051A5
DD294051A5 DD33136789A DD33136789A DD294051A5 DD 294051 A5 DD294051 A5 DD 294051A5 DD 33136789 A DD33136789 A DD 33136789A DD 33136789 A DD33136789 A DD 33136789A DD 294051 A5 DD294051 A5 DD 294051A5
Authority
DD
German Democratic Republic
Prior art keywords
layer
plasma gas
plasma
compounds
forming
Prior art date
Application number
DD33136789A
Other languages
English (en)
Inventor
Joerg Friedrich
Original Assignee
Adw,Zi Fuer Organische Chemie,De
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Adw,Zi Fuer Organische Chemie,De filed Critical Adw,Zi Fuer Organische Chemie,De
Priority to DD33136789A priority Critical patent/DD294051A5/de
Publication of DD294051A5 publication Critical patent/DD294051A5/de

Links

Landscapes

  • Laminated Bodies (AREA)

Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Mehrschichtverbunden durch Aufbringen einer plasmachemisch erzeugten haftvermittelnden Zwischenschicht, die zum Beispiel in der Kabel-, Reifen-, Automobil- und stahlverarbeitenden Industrie und der Elektrotechnik oder Elektronik Anwendung finden koennen. Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, auf plasmachemischem Wege eine haftvermittelnde Schicht zu erzeugen, die zu allen Verbundkomponenten eine optimale Adhaesion zeigt und nicht der Schwaechung durch Grenzflaechenredoxreaktionen unterliegt. Die Aufgabe wird erfindungsgemaesz dadurch geloest, dasz auf einer der Verbundkomponenten aus einem Plasmagas mit sich stetig aendernder Zusammensetzung unter den Bedingungen einer Glimm- oder Coronaentladung eine Gradientenschicht von 1 bis 250 nm Dicke abgeschieden wird.{Mehrschichtverbund; Plasmagas; Glimmentladung; Coronaentladung; Gradientenschicht; Haftvermittlerschicht}

Description

Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Mehrschichtverbunden durch Aufbringen einer plasmachemisch erzeugten haftvermittalnden Zwischenschicht. Derartige Mehrschichtverbunde finden in der Kabel-, Reifen-, Automobil- und stahlverarbeitenden Industrie, im Flugzeugbau und der Elektrotechnik oder Elektronik Anwendung.
Charakteristik des bekannten Standes der Technik
Für das breitgefächerte Anwendungsgebiet der Mehrschichtenverbunde sind hochhaftvermittelnde Schichten erforderlich, die eine möglichst hohe mechanische Belastbarkeit und eine Ausgleichs-, Sperr- und Isolationswirkung gegenüber elektrischen und thermischen Belastungen aufweisen.
Solche Mehrschichtverbunde besitzen wiederum eine Vielzahl von Phasengrenzflächen, die ihrerseits wieder Ausgangspunkt für ein Haftversagen des Verbundes sein können. Des weiteren haftet diesen technisch hergestellten Mehrschicht-Haftvermittler- und Ausgleichsschichten der Nachteil an, daß sie relativ dick sind und beispielsweise für die Anwendung bei der Polymermetallisierung, in der Elektrotechnik und Elektronik kaum geeignet sind.
Demgegenüber haben Polymerschichten, die aus dem nichtthermischen Plasma einer elektrischen Glimmentladung abgeschieden werden können, den Vorteil, extrem dünn dimensioniert werden zu können, ohne dabei Löcher aufzuweisen [J.Friedrich, Faserforsch, u.Textiltechnik27 (1976) 517ff., DD 106052,115708,120473,225450,225548].
In dieser monolithischen, homogenen, einige 10nm dicken Form besitzen die Plasmapolymeischichten recht gute Hafteigenschaften auf Polymeren und Metallen, wie sie in US-PS 3275540,3318790,3397132,3761299 beschrieben werden.
Aus diesem Grund lassen sich diese Plasmapolymerschichten als Haftvermittler zwischen Polymeren und Metallen verwenden lActa Polymerica 37 (1986) 687, J. Appl.Polym. Sei. 23 (1978) 2395,26(1981) 2197,3333, DE 2235673). Die Haftung dieser dünnen Plasmapolymerschichten auf Polymeren vom reinen Kohlenwasserstofftyp oder auf Fluorkohlenstoffpolymeren wie auch auf Silicium und Siliciumdioxid ist demgegenüber geringer.
Aus der DD 225548 ist bekannt, diesen Haftungsmangel dadurch zu verringern, daß dem polymerschichtbildenden Monomer Gase zugesetzt werden, um eine größere Anzahl haftvermittelnde Gruppen auf der Piasmapolymerschicht zu erzeugen. In die gleiche Richtung zielt der Einsatz von Monomeren, die von Hause aus in inrer Struktur funktioneile, haftvermittelnde Gruppen besitzen, wie Amine, Pyridin oder Acrylsäure [Acta Polymerica 36 (1985) 313,17 (1986) 687].
Die bislang als Haftvermittler beschriebenen Plasmapolymerschichten sind monolithisch aufgebaut und weisen eine Reihe wesensimanenter Nachteile auf. Auf Grund ihrer chemisch einheitlichen Struktur zeigen diese Plasmapolymerschichten nur zu einer Verbundkomponente eine optimale Adhäsion, und zwar zu der Komponente, die chemisch und strukturell die größte Ähnlichkeit mit der Plasmapolymerschicht besitzt. Zur anderen, chemisch meist völlig anders aufgebauten Verbundkomponente können naturgemäß nicht so große Wechselwirkungen auftreten, beispielsweise zu metallischen oder anorganischen Komponenten.
Bei der Wechselwirkung der Polymerschichten mit metallischen, metalloxydischen und anorganischen Substraten treten chemische Redoxreaktionen auf [Acta Polymerica 36 (1985) 310,37 (1986) 687]. Diese Redoxreaktionen bewirken zwar auch die
Bildung haftvermittolndor Gruppen auf boiclon Solton der Verbundphasongronzfläche, führen nbor gleichzeitig zum Chornischen Abbau der Polymorgrenzschicht, was deren mechanische Schwächung zur Folgo hat.
Insgesamt betrachtet, ermöglichen diese Redoxreaktionen i:i vlolon Fällen zwar üborhaupt erst elno Haftung; dio Haftfestigkeit ist aber wogen der erwähnten Abbauprozesso auf ein mittleres bzw. sehr niodriges Niveau beschränkt. Je nach Dicke der Metall- oder anorganischen Oxidschicht bzw. dor sauerstoffhaltig Gruppen In dor Polymerschicht können diese Rodoxvorgängo Schichten bis In den pm-Borelch erfassen und damit den Vorbundzusammonhalt erheblich schwächen.
Nachteilig Ist fernerhin, daß an diesor Grenzfläche eine ab'upte Veränderung der Schichtzusammensetzungen erfolgt. Das hat wiederum zur Folge, daß mechanische Spannungen durch Schrumpfungs- und Dohnungsprozesse bei mechanischen und thermischen Belastungen des Verbundes nur sehr schlecht ausgeglichen werden können, so daß stollenweise die Adhäsionsverbindung an den Grenzflächen zerstört wird.
Ziel der Erfindung
Es ist das Ziel der Erfindung, durch Aufbringen einer dünnen haftvermittelnden Zwischenschicht auf einer der Verbundkompononten auf plasmachemischem Wege Mehrschichtverbunde herzustellen, die eine hohe Haftfestigkeit und eino verbesserte Ausgleichs-, Sperr- und Isolationswirkung gegenüber mechanischen, elektrischen, thermischen oder chemischen Belastungen sowie gegen Diffusion unerwünschter Ionen, Weichmacher oder Additive aufweisen.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, auf plasmachemischem Wego eine haftvermittelnde Zwischenschicht zu erzeugen, die zu allen Verbundkomponenten eine optimale Adhäsion zeigt und nicht der Schwächung durch Grenzflächenredoxreaktionen unterliegt.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß auf einer der Verbundkomponenton aus einem Plasmagas mit sich stetig ändernder Zusammensetzung, bestehend aus bezüglich des Verbindungstyps auf die Verbundkompononten abgestimmten schichtbildenden oder mindestens einer schichtbildenden Verbindung und nichtschichtbildenden Verbindungen, unter den Bedingungen einer Glimm- oder Coronaentladung bei einer spezifischen Energiedosis von 107 bis 108 Ws/mol Plasmagas, einem Durchsatz von 0,1 bis 1001/h und einem Druck von 0,1 bis 1000Pa eine Gradientenschicht von 1 bis 250 nm Dicke abgeschieden wird.
Diese Gradientenschicht zeichnet sich dadurch aus, daß sich ihre chemische Zusammensetzung im Schichtquerschnitt stetig verändert, daß sie Spannungsausgleichende Zonen enthält und gegen Grenzflächenredoxreaktionen inert ist. Geeignete schichtbildende Substanzen sind alle niedermolekularen Kohlenwasserstoffe, Aromaten, Heteroaliphaten, Heteroaromaten, metall· beziehungsweise elementorganische Verbindungen, wie Schwermetallaliphaten, Silane, Siloxane, Silazane, Fluorkohlenwasserstoffe, Aluminium-, Borverbindungen, flüchtige Hydride, wie Arsin, Schwefelwasserstoff. Neben Gasen und Dämpfen, die im Plasma Schichten bilden, sind auch solche Verbindungen interessant, die selbst zwar keine Schichten bilden, aber während der Abscheidung anderer Substanzen in Form von organischen, metallischen oder anorganischen Segmenten mit in die Schicht eingebaut werden und diese dadurch erheblich in Struktur und Eigenschaften modifizieren können.
Als modifizierende, selbst nicht schichtbildende Verbindungen seien beispielsweise erwähnt: Ammoniak, Stickstoff, Hydrazin, Sauerstoff, Ozon, Wasserstoffperoxid, Wasser, Blausäure, perhalogenieite Verbindungen, Schwefeloxide, Xenondifluorid, Schwefelhexafluorid.
Von diesen Verbindungen werden als Plasmagasbestandteile vorzugsweise 2 bis 3 Verbindungen ausgewählt, die eine strukturelle Ähnlichkeit oder eine gute Adhäsion zu einer der Verbundkomponenten aufweisen. Die Plasmagaszusammensetzung wird während des Verfahrensablaufes in der Weise verändert, daß zu Beginn der zu beschichtenden Verbundkomponente der strukturell ähnliche Plasrnagasbestandteil überwiegt und dessen Anteil dann stetig verändert wird, bis der Plasmagasanteil dominiert, der strukturelle Ähnlichkeit zur nächstfolgenden Verbundschicht aufweist. Beispielsweise lassen sich auf silikatischen Materialien vorteilhaft Polymerschichten aus siliciumorganischen Verbindungen abscheiden, die dann in einem Sauerstoffplasma völlig oder partiell in eine oxidierte Form umgewandelt werden. Der gleiche Effekt kann auch mit Aluminiumverbindungen erzielt werden. Auch die direkte Abscheidung eines Oxids aus einem Plasmagemisch einer elemontorganischen Verbindung mit einem Überschuß an Sauerstoff ist möglich. Durch sukzessives Begrenzen des Sauerstoffanteils im Plasmagas verringert sich der anorganische Charakter der abgeschiedenen Schichten immer mehr, bis schließlich eine reine Polymerschicht aus der elementorganischen Verbindung abgeschieden wird. Schließlich können rein organische Monomere zudosiert werden, beispielsweise flexible Ketten bildende Monomere, wie Aliphaten, Butadien, Isopren. Letztendlich kann die haftvermittelnde Gradientenschicht durch Zudosieren nichtschichtbildender, aber funktionell Gruppen aufbauender Gase und Dämpfe der Struktur und chemischen Zusammensetzung der Polymerdeckschicht weitestgehend angepaßt werden.
In ähnlicherWeise lassen sich auch Übergänge organisches Polymer-Metall/Metalloxid und organische Polymer-anoranische Verbindung haftfest realisieren.
Die Erzeugung des nichtthermischen Plasmas in den elektrischen Glimm- oder Coronaentladungen erfolgt in beliebig wählbaren Apparaturen aus Glas oder Edelstahl, vorzugsweise in einem Plattenätzer oder einem Entladungsrohr. In vielen Fällen hat sich bewährt, die Substratoberfläche kurzzeitig in einem Sauerstoffplasma oxidativ von organischen Kontaminationen zu befreien. Die Plasmagase werden allgemein bei Drücken von 0,1 bis 1000 Pa, bei Durchsätzen von 0,1 bis 100l/h dosiert. Niedrige Drücke organischer Monomere begünstigen die Bildung hochvernetzter, starrer Schichten, höhere Drücke weiche und flexible Schichten. Die Plasmabehandlungszeiten betragen etwa 30 bis 1200s, wobei diese Zeiten bei der häufig sehr langsam ablaufenden Bildung anorganischer Schichten geringfügig überschritten werden können. Die Duke der abgeschiedenen organisch, anorganisch oder metallenthaltenden Schichten liegt zwischen 1 bis 250nm, vorzugsweise zwischen 5 bis 100nm.
DIo plasmachemisch!) Beschichtung dos Vorbundsubstrats beeinträchtigt nicht dosson mochnnischo, thormische und oloktrlscho Eigenschaften.
Die erfindungsgemäß hergestellten Vorbunde mit dor haftvormlttelndon Gradiontonschicht weisen eine hoho Haftfostlgkolt zu beiden Verbundkomponenten auf. Beeinträchtigungen durch redoxchomlsche, elektrische, mechanische oder thermische Einflüsse infolge des Einbaus von Sperr· und Pufforschlchton sind nicht erkennbar. Für die Erzeugung einer derartigen Gradientonschfcht worden nur sohr goringo Mengen leicht verfügbarer Gaso und anderer Vorbindungen bei niedrigem Energieverbrauch benötigt. DIo kontinuierliche» Herstellung von Gradiontonschichton auf Bändern, Folien, Platten oder Fasorn ist ohne größeren apparativen Aufwand realisierbar.
AusfOhrungsbotsplole
Beispiel 1
Eine Quarzplatte wird in einem Glolchstromplattenätzer im Gebiot der positiven Säule bei Floating-Potential während ca. 180s mit einer Plasmaatmosphäre aus Vinyltriethoxysilan und Sauerstoff im Molverhältnis 1:10 behandelt und während weiterer 180s dor Sauerstoffstrom sukzessiv gedrosselt und gleichzeitig η-Hexan zudosiert, jeweils bei einem Gesamtdruck von 13Pa.
Anschließend wurde Benzen mit zunehmendem Anteil von Ammoniak zugegeben. Die Dicken der so erzeugten Schichten schwankten zwischen 50 bis 200nm, je nach Länge der einzelnen Zyklen.
Auf das vorpräparierte Substrat wurde dann ein Polyphenylchinoxalin, hergestellt aus 3,3',4,4'-Tetraaminodiphenylether und 4,4'-BIs(PhOnYIgIyOXyIOyDdIPhBnYIeIhOr, mit einer Dicke von etwa 60 μιη aus einer Chloroform/Benzylalkohol-Lösung durch Aufgießen und nachfolgende Temperung aufgebracht.
Die Messung der Schälfestigkeit der Polymerschicht auf dem SiO2-Substrat erfolgte mit Hilfe einer Zugfestigkeitsprüfmaschine bei einer Abzugsgeschwindigkeit von 10mm/min.
Chemisch aufgebrachtes Vinyltriethoxysilan als Haftvormittler ergab Schälfestigkeiten zwischen 0 bis 100 N/m, plasmachemisch aufgebrachtes Vinyltriethoxysilan ergab Werte von 400 bis 450 N/m und die Gradientenschicht 750 bis 800 N/m.
Beispiel 2
Bei den gleichen Plasmabedingungen des Beispiels 1 wurde eine Polyethylonfolie zunächst in einem Sauerstoffplasma für 60s behandelt und anschließend einer Entladung in Acrylsäuredampf für 180s ausgesetzt. Auf diese Plasmapolymerenschicht wurde dann aus einer Nickeltetracarbonylatmosphäre plasmachemisch Nickel, mit Kohlenstoff und Kohlenwasserstoffen verunreinigt, abgeschieden. Anschließend wurde die Nickelschicht galvanisch verkupfert bis zu einer Schichtdicke von etwa . Der resultierende Verbund wies eine so hohe Haftfestigkeit auf, daß eine zerstörungsfreie Trennung nicht gelang.
Beispiel 3
Be! den gleichen Plasmabedingungen des Beispiels 1 wurde eine Polytetrafluorethylenfolife mit einem CF4-Plasma behandelt, in dessen Verlauf sukzessiv Acrylsäure zudosiert wurde (t = 180s), bis schließlich die Entladung in einem 1:1-Gemisch aus Acrylsäure und v-Aminopropyltriethoxysilan weitere 180s brannte. Anschließend wurde im Hochvakuum eine 200nm dicke Aluminiumschicht aufgedampft. Mit Hilfe von TESA-Klebestreifen konnten 9 mm breite Streifen der Aluminiumschicht abgezogen werden, wobei eine Schälfestigkeit von mehr als 500 N/m gemessen wurde.
Das Aufdampfen von Aluminium auf das unbehandelte Polytetrafluorethylen führte zum sofortigen Ablösen der Schicht.

Claims (4)

1. Verfahren zur Herstellung von Mehrschichtverbunden durch Aufbringen einer plasmachemisch erzeugten haftvermittelnden Zwischenschicht, gekennzeichnet dadurch, daß auf einer der Verbundkomponenten aus einem Plasmagas mit sich stetig ändernder Zusammensetzung, bestehend aus bezüglich des Verbindungstyps oder des Ädhäsionsverhaltens auf die Verbundkomponenten abgestimmten schichtbildenden Verbindungen oder mindestens einer schichtbildenden Verbindung und nichtschichtbildenden Verbindungen, unter den Bedingungen einer Glimm- oder Coronaentladung bei einer spezifischen Energiedosis von 107 bis 108Ws/mol Plasmagas, einem Durchsatz von 0,1 bis 100 l/h und einem Druck von 0,1 bis 1000 Pa eine Gradientenschicht von 1 bis 250 nm Dicke abgeschieden wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch, daß sich das Plasmagas aus 2 bis 3 schichtbildenden oder mindestens 1 schichtbildenden und nichtschichtbildenden Verbindungen zusammensetzt, wobei anfangs der auf die zu beschichtende Verbundkomponente abgestimmte Plasmagasbestandteil überwiegt und dessen Anteil dann stetig verändert wird, bis der auf die nächstfolgende Verbundkomponente abgestimmte Plasmagasbestandteil dominiert.
3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, gekennzeichnet dadurch, daß das Plasmagas als schichtbildende Verbindungen niedermolekulare Kohlenwasserstoffe, Aromaten, Heteroaliphaten, Heteroaromaten, elementorganische Verbindungen, Silane, Siloxane, Silazane, Fluorkohlenstoffe, Aluminium-, Borverbindungen oder flüchtige Hydride, wie Arsin oder Schwefelwasserstoff, enthält.
4. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, gekennzeichnet dadurch, daß als nichtschichtbildende Verbindungen Ammoniak, Stickstoff, Hydrazin, Sauerstoff, Ozon, Wasserstoffperoxid, Wasser, Blausäure, perhalogenierte Verbindungen, Schwefeloxide, Xenondifluorid oder Schwefelhexafluorid eingesetzt werden.
DD33136789A 1989-08-01 1989-08-01 Verfahren zur herstellung von mehrschichtverbunden durch aufbringen einer plasmachemisch erzeugten haftvermittelnden zwischenschicht DD294051A5 (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DD33136789A DD294051A5 (de) 1989-08-01 1989-08-01 Verfahren zur herstellung von mehrschichtverbunden durch aufbringen einer plasmachemisch erzeugten haftvermittelnden zwischenschicht

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DD33136789A DD294051A5 (de) 1989-08-01 1989-08-01 Verfahren zur herstellung von mehrschichtverbunden durch aufbringen einer plasmachemisch erzeugten haftvermittelnden zwischenschicht

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DD294051A5 true DD294051A5 (de) 1991-09-19

Family

ID=5611302

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DD33136789A DD294051A5 (de) 1989-08-01 1989-08-01 Verfahren zur herstellung von mehrschichtverbunden durch aufbringen einer plasmachemisch erzeugten haftvermittelnden zwischenschicht

Country Status (1)

Country Link
DD (1) DD294051A5 (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE19856227A1 (de) * 1998-12-04 2000-06-08 Fraunhofer Ges Forschung Verfahren zur langzeitstabilen Aktivierung von Fluorpolymeroberflächen, Fluorpolymer und Fluorpolymer-Materialverbund

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE19856227A1 (de) * 1998-12-04 2000-06-08 Fraunhofer Ges Forschung Verfahren zur langzeitstabilen Aktivierung von Fluorpolymeroberflächen, Fluorpolymer und Fluorpolymer-Materialverbund
DE19856227C2 (de) * 1998-12-04 2002-06-20 Fraunhofer Ges Forschung Verfahren zur langzeitstabilen Aktivierung von Fluorpolymeroberflächen und Fluorpolymer-Materialverbund

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE3316693C2 (de)
DE2020697C3 (de) Verfahren zum Herstellen eines titanhaltigen Trägers mit einer Beschichtung
DE102011116233B4 (de) Verfahren und vorrichtung zur verringerung der ausbildung von oxiden auf lötmitteln
EP1711643B1 (de) Verfahren zur herstellung eines ultrabarriere-schichtsystems
DE69719507T2 (de) Verfahren zur anwendung eines nicht verdampfbaren getters
DE3527260A1 (de) Verfahren zum verbinden von silber mit glas und nach diesem verfahren hergestellte spiegel
EP0570944B1 (de) Verfahren zur Oberflächenbeschichtung von Silbergegenständen und nach diesem Verfahren hergestellte Schutzschicht
EP0870070A2 (de) Verfahren zur herstellung organisch modifizierter oxid-, oxinitrid- oder nitridschichten durch vakuumbeschichtung
DE69517871T2 (de) Inselbeschichtungssystem mit verringertem Lösungsmittel
EP1581347B1 (de) Substrat mit einer polaren plasmapolymerisierten schicht
EP0077535A1 (de) Verfahren zum Herstellen von Schichten aus hochschmelzenden Metallen bei niedrigen Substrattemperaturen
EP0084330A2 (de) Mehrschichten-Flächengebilde
DE4322512A1 (de) Verfahren zur Verwendung einer metallischen Zwischenschicht zur Verstärkung der Adhäsion zwischen einem Metall und einem polymeren Substrat
DE2625448C3 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung einer Schutzschicht auf der Oberfläche optischer Reflektoren
DE3017713A1 (de) Verfahren zur fortlaufenden beschichtung von kunststoffolien mit metallschichten
DE68907093T2 (de) Verfahren zur Herstellung nicht poröser Membranschichten.
DD294051A5 (de) Verfahren zur herstellung von mehrschichtverbunden durch aufbringen einer plasmachemisch erzeugten haftvermittelnden zwischenschicht
EP4453274A1 (de) Beschichtungstechnik für kunststoffbehälter
DE2032320C3 (de) Verfahren zur Verbesserung der Haftung eines leitenden Materials auf einem nichtleitenden anorganischen Substratmaterial
AT399347B (de) Verfahren zum herstellen von elektrisch leitfähigen polymer-metallverbindungen
DE10012516C1 (de) Kunststoffbauteil mit Schutzschicht und Verfahren zu dessen Herstellung
DE4042220C2 (de) Verfahren zur Herstellung von ganzflächigen oder partiellen Goldschichten
DE4444681C2 (de) Keramik-Substrat sowie Verfahren zu seiner Herstellung
DE10310827A1 (de) Schichtkombination mit hydrophoben Eigenschaften und Verfahren zu deren Aufbringung
DE3741292C2 (de)

Legal Events

Date Code Title Description
ENJ Ceased due to non-payment of renewal fee