DD232800A3 - Vorrichtung zur bildung von dreherkanten fuer doppelflorgewebe - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur Bildung von Dreherkanten an Doppelflorgeweben mit die Dreherfaeden zwischen die Randkettfaeden des Ober- und Unterfaches fuehrenden Drehernadeln und abwechselnd nach rechts und links bewegten rechenartigen Stehfadenrosten. Diese Vorrichtung findet vorzugsweise an Doppelteppichwebmaschinen Anwendung. Diese Vorrichtung ermoeglicht die Herstellung mehrerer Dreherkanten nebeneinander unmittelbar an der Gewebekante, sowie als Fangleiste, mit nur einer Dreherkantenvorrichtung fuer die jeweils uebereinanderliegenden Leisten an beiden Gewebekanten des Doppelflorgewebes. Erreicht wird dies, indem an Fuehrungen je zwei mit Drehernadeln bestueckte Schieber gleichzeitig und gegenlaeufig zueinander beweglich angeordnet sind, wobei die Schieber fuer das Unterfach an einer oszillierend von einem Kurventrieb angetriebenen Welle mittels Schwinghebel und Verbindungsstangen angelenkt und die Schieber fuer das Oberfach mit einer an der Fuehrung befestigten Seilrolle und einem Seilzug verbunden sind. Das hinter den Drehernadeln angeordnete Stehfadenrost wird mittels beiderseits angebrachter Winkelhebel ueber eine Koppelstange, auf der ein Mitnehmer befestigt ist, seitlich hin- und herbewegt. Fig. 5
Description
Vorrichtung zur Bildung von Dreherkanten für Doppelflorgewebe
Anwendungsgebiet der Erfindung:
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur Bildung von Dreherkanten an Doppelflorgeweben mit die Dreherfaden zwischen die Randkettfäden desOber- und Unterfaches führenden Drehernadeln und abwechselnd nach links und rechts bewegten rechenartigen Stehfadenrosten. Diese Vorrichtung findet vorzugsweise an Doppelteppichwebmaschinen Anwendung.
Zur Bildung von Dreherkanten sind bereits Vorrichtungen bekannt, die mit Hilfe der Schußfäden Dreherfäden so in die Warenkante einbinden, daß von diesen ein oder mehrere Randkettfäden erfaßt werden.
Eine dieser bekannten Vorrichtungen zur Bildung von Dreherkanten ist so ausgeführt, daß der erste Schaft jeweils rechts und links an den Gewebekanten einen Nadelrahmen mit durchgehenden Trennblättern sowie sich von oben und unten mit Abstand gegeneinander fluchtend erstreckenden, nadeiförmigen Fadenführern aufweist. Der gesamte Schaft erfährt eine Auf- und Abbewegung. Hinter dem Schaft befinden sich, ebenfalls an jeder Gewebekante, seitlich verschiebbar und mit vertikal verlaufenden Stäben versehene Führungsblätter. Diese Führungsblätter sind Teile langgestreckter Schwingen, die einerseits am Maschinengestell angelenkt und andererseits mit einer Schubstange verbunden sind. Über diese Schubstange und einen Zwischenhebel erfolgt von einer Kurvenscheibe aus die seitliche Bewegung der Führungsblätter (DE-AS 1949300). Bei dieser Vorrichtung wird lediglich eine an die Auf-und Abbewegung des Schaftes gebundene Führung der nadeiförmigen Fadenführer ermöglicht.
Bei einer weiteren Vorrichtung zur Herstellung von Dreherkanten an Doppelgeweben befindet sich am Rahmen des Webstuhls eine Schlittenführung, auf der ein Schlitten verschiebbar ist, an dem Führungsnadeln befestigt sind. Am Webmaschinenrahmen ist eine zweite Schlittenführung mit einem zweiten verschiebbaren Schlitten, der einen Schwenkarm aufnimmt und mit Ösen versehene Führungen besitzt, angebracht. Beide Schlitten werden relativ zueinander von der ersten Verschiebeeinrichtung bewegt, und eine zweite Verschiebeeinrichtung bewegt den Schwenkarm leicht um eine Gelenkwelle (DE-AS 2442914). Diese Vorrichtung ist verhältnismäßig kompliziert ausgeführt und demzufolge aufwendig.
Es ist das Ziel der Erfindung, eine solche Vorrichtung rationeller zu gestalten, in ihrer Wirkungsweise zu verbessern und damit die Qualität der Dreherkanten selbst zu erhöhen.
Die Aufgabe der Erfindung ist es, eine Vorrichtung zu schaffen, welche die Herstellung mehrerer Dreherkanten nebeneinander, unmittelbar an der Gewebekante, sowie als Fangleiste, mit nur einer Leisteneinrichtung für die jeweils übereinanderliegenden Lasten an beiden Gewebekanten des Doppelflorgew^bes ermöglicht.
Gelöst wird diese Aufgabe, indem an Führungen je zwei mit Drehernadeln bestückte Schieber gleichzeitig und gegenläufig zueinander beweglich angeordnet sind, wobei die Schieber für das Unterfach an einer oszillierend von einem Kurventrieb angetriebenen Welle mittels Schwinghebel und Verbindungsstangerrangelenktunddie Schreberfürdas Oberfach mit einer an " der Führung befestigten Seilrolle und einem Seilzug verbunden sind. Vorteilhaft sind die Schieber an der den Drehernadeln entgegengerichteten Seite mit an den Führungen verankerten Zugfedern verbunden. Gegenüber den Maschinenumdrehungen ist die Kurvenscheibe des Kurventriebes um eine bzw. mehrere Maschinenumdrehungen versetzt. Das hinter den Drehernadeln angeordnete Stehfadenrost weist beiderseits Winkelhebel auf, die mittels einer Koppelstange verbunden sind, auf der ein Mitnehmer befestigt ist. Zum Halten des Stehfadenrostes in seinen Endstellungen ist an der Führung ein Schaltwerk, bestehend aus einer Feder, einem Haken und einem Fangteil, angeordnet.
jsf ührungsbeispiel:
ihand der ein Ausführungsbeispiel darstellenden Zeichnungen wird die Erfindung näher beschrieben.
»zeigen:
g. 1: die Vorrichtung in Offenfachstellung, schematisch dargestellt,
g.2: die Vorrichtung in Geschlossenfachstellung,
g.3: die perspektivische Darstellung eines rechts von den Kettfaden abbindenden Dreherfadens, g.4: die perspektivische Darstellung eines links von den Kettfaden abbindenden Dreherfadens,
g. 5: den kurvengesteuerten Antrieb der Vorrichtung, schematisch dargestellt, g.6: die Einrichtung für die Schieberbewegung,
g.7: die Sicht auf die Doppelschwinge zur Bewegung des Stehfadenrostes, g.8: die Sicht bei „B" auf den Mitnehmer für das Stehfaden rost,
g.9: die Sicht bei „A" auf die Schaltelemente für das Stehfadenrost,
g.10bis13: verschiedene Abbindungsvarianten.
ie Vorrichtung besteht im wesentlichen aus einem Kurvengetriebe, den mit Drehernadeln bestückten Schiebern und dem srschiebbaren Stehfadenrost.
on den Zahnrädern 1 wird die Kurvenscheibe 2 mit dem Rollenhebel 3 bewegt. Der Rollenhebel 3 ist auf der Welle 4 istgeklemmt. Die Welle 4 ist geteilt ausgeführt und mittels einer Schalenkupplung 5 verbunden. Von diesem Antrieb erhält die /eile 4eine oszillierende Bewegung, die von den Schwinghebeln 6; 7 und den Verbindungsstangen 8; 9 auf die linke und rechte reherkanteneinrichtung übertragen wird. Die Schieber 10; 11 mit den Drehernadeln 12 übertragen somit eine vertikale ewegung auf der Führung 13; 14, während die Schieber 15; 16 den notwendigen Gegenlauf über eine Seilrolle 17 und Seil 18 rhalten. Beide Schieber 10; 15 und 11; 16 werden nach der Bewegungsumkehr von den Federn 19; 20 wieder in ihre tusgangslage gebracht. Vom Kurvengetriebe aus wird das Weg-Zeitverhalten exakt geregelt. Der Mitnehmer 21 (Fig. 7 und 8) /ird von den Schiebern 10; 11 auf-und abbewegt. Der Mitnehmer 21 ist auf der Koppelstange 22 der Doppelschwinge des tehfadenrostes 23 befestigt und verschiebt über die mit der Koppelstange 22 verbundenen Winkelhebel 24 den Stehfadenrost 3 nach links und rechts. Beide Endlagen des Stehfadenrostes 23 werden durch die Feder 25, den Haken 26 und ein Fangteil 27 es Schaltwerkes garantiert (Fig. 9). Von der Zugfeder 28 (Fig. 7) wird die Ausgangsstellung des Stehfadenrostes 23 bewirkt.
lie Dreherfaden 29 sind in die Fadenaugen 30 der Drehernadeln 12 eingezogen. Die Stehfäden 31 sind durch den Stehfadenrost 3 geführt. Bei der Abbindung des Dreherfadens 29 befindet sich während des Schußeintrages die Drehernadel 12 in /littelfachstellung. Nach dem Schußeintrag geht die Drehernadel 12 in Offenfachstellung (Fig.1). Die Stehfäden 31 wechseln lurch die Bewegung des Stehfadenrostes 23 ihre Stellung zur Drehernadel 12 und werden in eine Lage links oder rechts vom Jreherfaden 29 gebracht. Danach wird die Drehernadel 12 wieder in die Mittelfachstellung geführt, der nächste Schußeintrag irfolgt, und der Halbdreher wird abgebunden. Die Schaltung des Stehfadenrostes 23 geschieht vom Mitnehmer 21 aus bei der !chieberbewegung mit den Drehernadeln 12 in die Offenfachstellung.
)ie Fig. 10 und 11 sowie 12 und 13 zeigen Abbindungsvarianten für die Oberware = OW und die Unterware = UW eines )oppelflorgewebes, wie sie mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung hergestellt werden können. Mit I bis VIII sind die Schußfäden gekennzeichnet und mit Ki und K2 die Kettfäden, denen der Vorsatz OB = Oberbinder und UB = Unterbinder jegeben ist. Bei den Fig. 10 und 11 sind die Polfäden für die Oberware mit Pol OW und für die Unterware mit Pol UW bezeichnet.
Die in die Fadenaugen 30 der Drehernadeln 12 eingezogenen Dreherfaden 29 führen mit den Drehernadeln 12, wie beschrieben, iine Vertikalbewegung aus, während die Stehfäden durch die seitliche Bewegung des Stehfadenrostes 23 ihre Stellung zur 3rehernadel 12 wechseln. Nach den Fig. 10 und 11 beträgt der Versatz ds Stehfadenrostes 23 drei eingezogene Kettfaden nach echts oder links, und der Dreherfaden wird von den Schußfäden I, IV, VII, vom Weberstand oben gesehen, jeweils vor den Cettfäden OBKi bzw. hinter den Kettfäden .OBK2 angebunden, was für Fig. 12 in gleicherweise spiegelbildlich erfolgt.
Die Fig. 12 und 13 zeigen die gleiche Abbindung durch den Dreherfaden, jedoch mit einem Versatz des Stehfadenrostes 23 um wei eingezogene Kettfäden OBKi und OBK2 bzw. UBK1 und UBK2.
Claims (6)
1. Vorrichtung zur Bildung von Dreherkanten an Doppelflorgeweben mit die Dreherfaden zwischen die Randkettfäden des Ober- und Unterfaches führenden Drehernadetn und abwechselnd nach links und rechts bewegten rechenartigen Stehfadenrosten, gekennzeichnet dadurch, daß an den Führungen (13; 14) je zwei mit Drehernadeln (12) bestückte Schieber (10; 15 und 11; 16) gleichzeitig und gegenläufig zueinander beweglich angeordnet sind, wobei die Schieber (10; 15) für das Unterfach an einer oszillierend von einem Kurventrieb (1; 2; 3) angetriebenen Welle (4) mittels Schwinghebel (6; 7) und Verbindungsstangen (8; 9) angelenkt und die Schieber (11; 16) für das Oberfach mit einer an der Führung (13) befestigten Seilrolle (17) und einem Seilzug (18) verbunden sind.
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Erfindungsanspruch:
2. Vorrichtung nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß die Schieber (10; 15 und 11; 16) an der den Drehernadeln (12) entgegengerichteten Seite mit an den Führungen (13; 14) verankerten Zugfedern (19; 20) verbunden sind.
3. Vorrichtung nach den Punkten 1 und 2, gekennzeichnet dadurch, daß die Kurvenscheibe (2) des Kurventriebes (1; 2; 3) gegenüber den Maschinenumdrehungen um eine bzw. mehrere Maschinenumdrehungen versetzt ist.
4. Vorrichtung nach den Punkten 1 bis 3, gekennzeichnet dadurch, daß das hinter den Drehernadeln (12) angeordnete Stehfadenrost (23) beiderseits Winkelhebel (24) aufweist, die mittels einer Koppelstange (22) verbunden sind, auf der ein Mitnehmer (21) befestigt ist.
5. Vorrichtung nach Punkt 4, gekennzeichnet dadurch, daß zum Halten des Stehfadenrostes (23) in seinen Endstellungen an der Führung (14) ein Schaltwerk, bestehend aus der Feder (25), den Haken (26) und dem Fangteil (27), angeordnet ist.
Hierzu
6 Seiten Zeichnungen
Priority Applications (1)
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| WO2015010879A1 (de) * | 2013-07-25 | 2015-01-29 | Lindauer Dornier Gesellschaft Mit Beschränkter Haftung | Webmaschine mit einer vorrichtung zum bilden einer dreherkante |
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1983
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