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DD207105A3 - Silanmodifizierte haerter fuer epoxidharze - Google Patents

Silanmodifizierte haerter fuer epoxidharze Download PDF

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DD207105A3
DD207105A3 DD23820582A DD23820582A DD207105A3 DD 207105 A3 DD207105 A3 DD 207105A3 DD 23820582 A DD23820582 A DD 23820582A DD 23820582 A DD23820582 A DD 23820582A DD 207105 A3 DD207105 A3 DD 207105A3
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DD
German Democratic Republic
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bis
phenyl
triazine
diphenyl
silane
Prior art date
Application number
DD23820582A
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English (en)
Inventor
Wolfgang Ludeck
Dieter Hein
Heinz Raubach
Original Assignee
Wolfgang Ludeck
Dieter Hein
Heinz Raubach
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Filing date
Publication date
Application filed by Wolfgang Ludeck, Dieter Hein, Heinz Raubach filed Critical Wolfgang Ludeck
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Publication of DD207105A3 publication Critical patent/DD207105A3/de

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Abstract

Die Erfindung bezieht sich vor allem auf das Gebiet der Kleb-, Giess- und Laminiertechnik. Das Ziel und die Aufgabe der Erfindung besteht darin, Formmassen fuer die Kleb-, Giess- und Laminiertechnik in der weise zu modifizieren, dass eine wesentliche Verbesserung der elastischen Eigenschaften unter Beibehaltung der wichtigsten thermischen, elektrischen und physikalisch-chemischen Kennziffern erreicht wird. Das Wesen der Erfindung beinhaltet die elastischen Eigenschaften von Formmassen unter Beibehaltung der thermischen Stabilitaet, der Exhalatfreiheit und der hydrolytischen Stabilitaet zu verbessern, indem Haerter verwendet werden, in die das Modifizierungsmittel vollstaendig chemisch integriert wird. Das gelingt, indem Amino- bzw. Epoxisilylverbindungen mit heterocyclischen oder aromatischen Polyaminen, Bismaleinimiden und/oder Polycarbonsaeureanhydride bzw. deren Saeurechloriden im Ueberschuss zur Reaktion gebracht werden. Moegliche Anwendungsbegiete der Erfindung sind: Elektrotechnik/Elektronik, Feingeraetetechnik, wiss. Geraetebau, Optik.

Description

Erfinder: Ing. Wolfgang Ladeck Berlin, 9. 03. 1982
Dr, Dipl.-Chem. Dieter Hein P 1248
Prof. Dr, Dipl.-Chem· Heinz Baubach
4 Zustellungsbevollm,:
Institut für Regelungstechnik im Kombinat VEB EAW Berlin-Treptow "Friedrich Ebert" Pat.-Ing. Peter Mittelberger
238205 k
Silanmodifizierte Härter für Epoxidharze
G Q8 G 77/00 C 09 J 3/00
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft silanmodifizierte Härter für Epoxidharze zur Anwendung in der Kleb-, Gieß- und Laminiertechnik. Die erfindungsgeniäßen modifizierten Formmassen können bevorzugt in den Fällen angewendet werden, wo hohe Forderungen an die Elastizität, thermische Stabilität und das elektrische Isolationsverhalten gestellt werden.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Durch den Einbau von Siian-Struktureinheiten in die Hauptkette von Polymeren können deren Eigenschaften in bestimmten Eichtungen verbessert werden· So wurden z. B. in der CH-PS 587 874 in Polyamiden, Polyamiden und Polyamid-imiden Silanstrukturen durch Kondensation von Säurechloridgruppen mit Silandiolen eingebaut.
Auch in Polyphenylchino^alinimiden wurden gemäß DD-WP 125 518 Silanstrukturen durch Verwendung eines Phenozalsilintetracarbonsäureanhydrides zur Kondensation realisiert.
Seit langem bekannt ist die Verwendung von verschiedenartigsten Silanverbindungen zur Verbesserung der Haftverhältnisse zwischen Glas und Polymermaterial. Neuere Entwicklungen auf diesem Gebiet stellen z. B. die in der US-PS 4 118 540 beschriebenen modifizierten Silane dar, deren funktioneile Gruppen verkappt sind.
In der DE-OS 25 04 791 wird eine Zusammensetzung beschrieben, die Silane mit Imidgruppen enthält. Diese Silane, die durch !Reaktion, von y-AminoOroOyltriethoxysilan mit Bismaleinimiden
i ν' ν 4 W W ^* c-
erhalten werden, besitzen keine ungesättigten Bindungen mehr. Für die Vernetzung nutzt man die Beaktion ihrer hydrolyseempfindlichen Gruppen mit Wasser.
In der DE-OS 29 15 084 werden Polymere mit Imidgruppen beschrieben, die durch Beaktion eines Bismaleinimides mit hydroxylgruppe nhaltige η Silanen und ggf. Polyaminen erhalten werden.
Epoxidharzformmassen aus silanhaltigen Polyepoxiden mit verschiedenen aminischen oder anhydridischen Härtern haben sich vor allem in den Fällen bewährt, wo eine hohe Elastizität und eine mittlere thermische Stabilität gefordert werden. Lösungen hierzu sind z. B. in der DE-OS 28 12 847, DE-OS 17 20 458 und DE-AS 28 12 848 enthalten. Derartige Formmassen können auch durch Umsetzung von Polyepoxiden mit Diorganopolysiloxanen gem. CH-PS 597 280 in Gegenwart von Katalysatoren gem. DD-IVP 107 299 oder erst während der Härtungsreaktion aus üblichen Epoxidharzen und Polyphenylsiloxanharzen in Gegenwart von Katalysatoren gem. DE-AS 28 46 489 gebildet werden.
Als Härter für Epoxidharze ist die Anwendung von Polyaminosilanverbindungen aus der DE-OS 26 07 663 allein oder im Gemisch mit anderen Aminen aus der DE-OS 23 12 525 sowie die von Organosiliciumkomplexverbindungen gem. DE-AS 15 70 445 bekannt, Ihr Anwendungsbereich wird durch die hohe hydrolytische Instabilität oder nicht ausreichende thermische Belastbarkeit begrenzt .
Zur Beseitigung dieser Mängel ist es bekannt, Formmassen für die Kleb-, Gieß- und Laminiertechnik mit silanhaltigen Stoffen in den Fällen zu modifizieren, wo in Folge der stark differierenden Ausdehnungskoeffizienten der Fügeteile den bei Temperaturänderung entstehenden Spannungen durch die Formmasse entsprochen werden muß. Die des Ear ζ-Hart er-Gemisch zugesetzten Epoxysilane, z. B. Glycidoxypropyltriethoxysilan, Aminosilane, z.B. -^---Aminopropyltrietüoxysilan und ungesättigten Silanverbindungen, z. B. Cyclohexenylsilan haben die generellen Nachteile., daß
1^ "j Λ Λ Λ Γ /
16 ö ι O 5 4 -3 -
- sie nur in der Größenordnung von 0,1 % bis 10 % zugesetzt werden können, wenn das übrige Eigenschaftsbild gewahrt bleiben soll;
- zu ihrem vollständigen Einbau Temperaturen von mehr als 180 0C erforderlich sind;
- ihre hydrolytische Stabilität gering ist.
Derartige Zumischungen von silanhaltigen Verbindungen sind in folgenden Patentschriften beschrieben:
DD-WF 141 428: Verfahren zur Herstellung eines Zweikomponenten-Gießharzes unter Beimischung eines epoxidgruppenhaltigen Silanhaftmittels und eines niedrigviskosen Siliconöls.
DE-OS 23 65 464: Verbundkörper auf Epoxidharz- und Siloxancopolymer-Basis, der aus einer isüischung eines Epoxidharzes und einem siloxancopolymerhaltigen Schmiermittel hergestellt wird.
CH-PS 606 369: Klebstoff, bestehend aus einem polymerisierbaren Gemisch eines Olefingrundharzes mit Qrganosiliciumverbindungen.
GH-PS 494 270: Mischung in flüssiger Form zum Kleben von Polyolefinen mit Substraten, die als Komponenten ein Aminosilan und Uatriummonomethylsiliconat enthalten.
DB-AS 20 35 620: Härtbare Zusammensetzung auf Basis von PoIyepoxid und einem linearen Polymerisat eines Esters mit endständigen Hydroxylgruppen unter Beimischung eines organofunktionellen Silankupplers zur Verankerung des Aluminiumoxid-Hydrat-Püllstoffes und in der
US-PS 3 589 300: Silankupplerfcrmulierung für füllstoffhaltige verstärkte Systeme unter Zumischung von organofunktionellen Silanverbindungen.
In enger Beziehung zu den vorgenannten Patentschriften steht das DD-WP 142 964, in der ein Verfahren zur Herstellung eines füllstoffhaltigen-Zweikomponentenklebstoffes auf Epoxidharzbasis beschrieben wird. Diese Erfindung, in der geringe Anteile von Silanhaftversiittlern im Gemisch mit aliphatischen Polyaminen ZiUiii Einsatz komsien, dient insbesondere sur Erhöhung der
Wasserbeständigkeit von Epoxidharzklebstoffen.
In.der technischen Literatur werden eine Heine von Möglichkeiten aufgezeigt, durch Modifizierung die elastischen Eigenschaften von Epoxidharzsystemen zu verbessern. So sind s, 3. durch den Zusatz von äußeren Weichmachern, wie z, B, Dibuthylphthalat, Trikresylphosphat, kombiniert wirkenden Weichmachern, wie Polysulfiden oder Triphenylphosphit, Verbesserungen der Elastizität erreicht worden.
Diese Lösungen haben den Nachteil der fehlenden Exhalatfreiheit, insbesondere bei höheren Temperaturen.
Verbreitet sind auch Modifizierungen mit monofunktionellen Epoxidderivaten, wie z« B. Isobutylglycidether oder durch Veresterung von Epoxidharzen. Dadurch wird jedoch die thermische Stabilität der gehärteten Produkte gesenkt.
Dieser Stand der Technik ist folgenden Literaturstellen zu entnehmen;
- Heiner, M.; Scheurlen, H.: Zunststoffhandbuch Bd. 10, Duroplaste, Carl Hauser Verlag, München 1968
- Jahn, H.: Epoxidharze, VBB Deutscher Verlag für Grundstoffindustrie, Leipzig 1969
- Ludeck, W,: Handbuch der Kleb-, Gieß- und Laminiertechnik, VEB Deutscher Verlag für Grundstoffindustrie, Leipzig 1979
- Shields, J.: Adhesives Handbook, ITewnes-Buttsrworths, London-Boston 1978
- Flick, E, W.: Adhesive and Sealant compounds and their formulations, Noyes Data Corporation, Park Hidge, Hew Jersey USA 1978 . .
Ziel der Erfindung
Der nützliche Effekt der Erfindung besteht in der wesentlichen Verbesserung der elastischen Eigenschaften unter Beibehaltung der wichtigsten thermischen, elektrischen und physikalischchemischen Kennziffern von Epoxidharzsystemen.
238205
Darlegung des Wesens der Erfindung Die technische Aufgabe der Erfindung besteht darin, das Modifizierungsmittel vollständig chemisch in die Formmasse zu integrieren» Brfindungsgemäß gelingt dies durch die Herstellung modifizierter Härter, in denen die Silankomponente bereits durch chemische Bindung verankert ist. Dies ist α· a. auf folgende Weise möglich
- durch Reaktion von Polyaminen der allgemeinen Eormel
wobei χ eine natürliche Zahl von 2 bis 4 und B ein 2- bis wertiges Radikal folgender Verbindungen darstellen:
-CgH4- Benzen
-CgHoC Benzen
-CgH11--CgH4- Biphenylen
Biphenylen
cßh- Diphenylmethan
i 7 Triphenylmethan
, —CE—C ,-Β.,,
P-H4- Tetrapheny!methan
-CgH4-O-CgH4- Diphenylether
-CgH4-SO2-CgH4- Diphenylsulfon
-CgH^iQ- Cyclohesan
-CgHg- Cyclohesen
-CgH^ Q-CH2-CgH^j Q- Dicyclohexylmethan
1,3-Xylen
38205
1,4-Xylen
-G gH^-C gH^ 0-C gH4- Diphe nylcyclohesan
-G gH4-C ^Hg-G gH4- 2,2!-Diphe nylpr opaη
0,-H4- Benzophenon
Naphthalin
Garbazol
Eluorenon
Pyrazin
Pyrimidin
Pyrimidin
)C4NpC Pyrimidin
CgH,—G3N3C Phenyl-s-triazin
-CoNoC s-Iriazin
H-G-.No- s-Triazin
GH3-G^N3C Methyl-s-triazin
HO-C3N3C Hydrosy-s-triazin
(CgH^)2N-G3N3C Diphenylamino-s-triazin
CgH1-NH-C3N3C Phenylamino-s-triazin
-GO- Harnstoff
-SH- Thioharnstoff
-(CN)9- Dicyandiamid
4,4'-Bis(3-phenyl-6-aminochinozalin-2-yl)-diphenylether
Bis(3-phenyl-2-aminoO"henyl-.
chinoxalin-6-yl)-ethsr
4,4'-Bis(3-phenyl-S-aminochinoxalin-2-yl)-diphenyl
B is ( 2-ami nophe nyl-3-phe nylohinoxalin-6-yl)
1,4-Bis(2-aminophenyl-3-pheD7lchinoxalin-6-71)-benaeα
1,4-Bis(2-aminophenyl-3-phen7lchinosalin-6-71) -f laor enoa.
1,4-Bis(3-plienyl-6-aininopheriylo2ychinoxalin-2-yl)-
4,4'-Bis(3-phenyl-6-aminophenyl in-2-yl)-dipheayl
4,4*-Bis(3-phe nyl-6-aminophe nyi-
4,4'-Bis(3-phenyl-6-aminochin osalin-2-
4,4-τ—Bis ( 3-"P^enyl-6-aminoc3ain oxalin-2-yI) -be nze η
-CG8H4IT2-C6H5 )-σ13H6O-(G8H4N2-C6H5 )-
4,4*-Bis(3-phenjl-6-aminochinoxalin-2-yl)-fluorenon
mit Glycidoxysilanderivaten in einem solchen Molverhältnis, daß im Beaktionsprodukt mehr als ein Aminwasserstoff verbleibt.
Hierdurch entsteht ein mit einem silanmodifizierten ggf. mit anderen Aminverbindungen and/oder Maleimidderivaten kombinierbarer Härter für epoxidgruppentragende Verbindungen;
- durch silanmodifizierte mit Carbonsäureanhydriden und/oder Maleimidderivaten kombinierbare Härter für epoxidgruppentragende Verbindungen. Hergestellt wird der Härter durch Beaktion von Aminosiianderivaten mit Anhydriden von Polycarbonsäuren oder deren Säurechloriden bzw. durch Umsetzung von Epoxisilanderivaten mit Anhydriden von Polycarbonsäuren.
- durch Addition von Aminosilanderivaten an überschüssige Bismaleinimide.
Dadurch entstehen ggf. mit Carbonsäureanhydriden oder Polyaminen bzw, anderen Bismaleinimiden kombinierbare siianmodifizierte Härter für epoxidgruppentragende Verbindungen.
Ausführungsbeispiele
Die Erfindung soll nachstehend an Ausführungsbeispielen erläutert werden:
Ausführungsbeispiel 1 .
Ss wird aus 123 MT 1,2,4-Triaminobenzen, 216 MO? m-Phenylendiamin und 1953 MT ^--Glycidoxypropyltriethoxysilan durch Erwärmen auf 150 0C bis 240 0C unter Eühren und trockener Inertgasatmosphäre ein Härter hergestellt.
Dieser Härter ist zur Heaktion mit mehrfunktionellen Epoxidharzen befähigt. Ein Zusatz von 185 MT dieses Adduktes zu 100 MT Uovolakepoxidharz der mittleren Molmasse 682 und einem
KJ £. W -J
Epoxidäquivalent τοπ 175 "bis 180 bewirkt eine solche Elastizität des Systems, daß auch Klebverbindungen von flächigen, mineralischen kristallinen Werkstoffen mit sich seihst und mit anderen 3?ügeteilwerkst offen, darunter Glas, möglich werden. Das heschriebene System weist Zugscherfestigkeiten, gemessen an Stahlprüfkörpern, von 22,1 N/mm auf. Die Standardabwei-
chung beträgt 0,81 H/mm . Bei mit dieser Formmasse abgedichteten Probekörpern wurde im Hochvakuum eine Leckrate unterhalb der Nachweisgrenze von 1O-^Pa.l/s (10 Torr.l/s) bestimmt. Speziell zur Messung der Durchschlagfestigkeit mit dieser formmasse beschichtete Prüfkörper wiesen bei einer Spaltbreite von 150ykm eine Stehspannung von 8 - 14 kV über 30 s auf. Das hier verwendete Addukt wird im wesentlichen durch die nachstehende Formel 1 charakterisiert:
-O-CjH6-Si (0C2H5)3
i-O-C3H5-U (θ C1H5)3
CH1-CH-CH1-O-C3H6-SiOH
OH NH-CH2- CH-CH2-O- C3V6 'Si (OC1Hs
NH-CH^-CH-CHj-0-C3H6-5i (OC1H5)3 .0H
Formel. 1
- 10 -
2 3bZUb 4
Ausführungsbeispiel 2
0,01 Mol 2,4-Diamino-6-phengrl-1,3j5-'fciiazin and 0,03 MoI-Glycidoxypropyltriethoxysilan warden unter Verwendung eiaes Metallbades 80 Minuten "bei 200 0O gerührt· Nach- dieser Reaktionszeit erhält man ein weitgehend homogenes zähflüssiges Gemisch. Kürzere !Reaktionszeiten bewirken eine Abscheidung noch nicht umgesetzten 2,4—Diamino-6-phenyl-s-triazins in Kristallform. Bei Überschreitung der Beaktionszeit von 80 Minuten tritt zunehmend Zersetzung unter Braunfärbung des Reaktionsprodukte s ein. In der Formel 2 ist die Adduktbildung vereinfacht dargestellt.
Q-C1H5
4-3 W1C-CH-CH1-Q-C3H6-Si-Q-C1H5 O 0-CHc
10O0C SO Min.
OH
CH2-
OH
CH2 CH- CHr0-C3Hs-S\ φC2Hs)3
Formel 2
- 11 -
ι υ ό **
leben der dargestellten dreifach substituierten Triazinverbindung enthält das Beaktionsprodukt auch noch Mono- und DiUmsetzungsprodukte.
Bei 10 %igem Zusatz dieses Adduktes zu einem System, bestehend aus 40 M1T 4,4I-Bis/~3-phenyl-6-maleinimidochinosalin-2- jlj -diphenylether und 10 MT m-Phenylendiamin, entsteht ein Härter, der bei der Reaktion mit 200 MO? eines Sposidharz-Präadduktes eine Zunahme der Druckscherfestigkeit am Glas von 9,72 N/inm2 auf 12,61 H/mm2 bewirkt. Die durchschnittliche Zugscherfestigkeit an Stahlprüfkörpern sinkt im Vergleich beider
ρ ?
Systeme nur geringfügig von 24,0 N/mm auf 22,8 H/mm ab. Aus
der geringen Standardabweichung von 0,61 H/mm können Schlußfolgerungen auf die gute Homogenität des Systems gezogen werden· Die an mit anderen Systemen hergestellten Glasklebverbindungen häufig auftretenden Sprünge konnten durch die Verwendung dieses modifizierten Systems vermieden werden.
Ausführungsbeispiel 3
Entsprechend der in der Formel 3 dargestellten Umsetzung wurde im Molverhältnis von 1 zu 1 ^-Aminopropyltriethoisysilan mit Pyromellithsäuredianhydrid umgesetzt.
-O - Ji-- CH^- CH1- CH1- NH2 + 0:
H5C2-O H5C1-Q-Si- CH2- CH2- CH1 - N ^_r
Formet. 3
- 12 -
. L J O L U Ό Η - ι* -
Die präparative Darstellung dieses Produktes ist infolge des hohen Schmelzpunktes des Pyromellithsäuredianhydrides (F=284 0G) schwierig. Es wurde so vorgegangen, daß zu einem feinen Pulver von Pyromellithsäuredianhydrid bei etwa 20 0G das ^--Aminopropyltriethosisilan in kleinen Positionen zugetropft und zugleich verrührt wurde. Das Gemisch verklumpt dabei und haftet fest im Reaktionsgefäß. Nachdem 2/3 des #·-Aminopropyltriethosisilans zugetropft worden waren, wurde das Reaktionsgemisch in eine Schlagmühle überführt und in ein homogenes Pulver umgewandelt. Anschließend wurde das restliche Drittel -y- -AminopropyltriethoxLSilan allmählich untergemischt und das Reaktionsgemisch nochmals in der Schlagmühle zerkleinert. Das so erhaltene feine Pulver wurde in eine Trockenpistole überführt und dort 5 Stunden über KOH im Feinvakuum auf 100 0G erwärmt. Das weiße Pulver sintert hierbei zu einer homogenen ockerfarbenen Masse zusammen, die erneut in der Schlagmühle zerkleinert wurde.
Durch einen 10 %igen Zusatz von N-Triethoxysilylpropylpyromellitimidanhydrid zu dem im Ausführungsbeispiel 2 beschriebenen System entsteht ein Härter, dessen Reaktion mit einem Epoxidharz-Präaddukt zu einem Formstoff führt, der erhöhtes Haftvermögen gegenüber Glas bei gleichzeitiger Verringerung der Zugscherfestigkeit an Stahlprüfkörpern aufweist. Die mittlere Druckscherfestigkeit an Glasprüfkörpern beträgt ohne Zusatz 9,72 N/mm2, mit Zusatz 13,88 I/mm2, die Zugscherfestigkeit an Stahlprüfkörpern 17,3 H/mm2.
Ausführungsbeispiel 4
Sine Mischung von 8 Mol Phthalsäureanhydrid und 2 Mol Trimellitsäureanhydrid wird mit 6 Mol Thionylchlorid 3 Stunden unter Rückfluß erwäümt. Nach Abdestillation des überschüssigen Thionylchlorides wird der Rückstand gründlich mit Ethylether ausgewaschen, getrocknet und in hochpolaren Lösungsmitteln, z. B. Dimethylformamid, gelöst. Das Reaktionsprodukt wird mit 2 Mol o^-Aminopropyltriethozysilan bei +80 0G bis 110 0G bis zur beendeten Chlorwasserstoffentwicklung gemäß Formel 4 umgesetzt.
- 13 -
238205 4
O 4- I 5OCL, + Z
ClOC
0+2 HCl!+ 2 SO, I
CQ'
+ 3H2N- C, H6 - 5i
CO-NH- C3H6 - 5i (OC2H5)3
©c
co"
Formel
Das Lösungsmittel wird abdestilliert and der Best durch die Extraktion, mit Diethylether wieder entfernt. 101 Masseteile des so gewonnenen Härters werden mit 100 Masseteile eines ITovolakepoxidharses der mittleren Molmasse 632 und einem Sposidäquivalent von 175 bis 180 umgesetzt. Ss. entstehen Formmassen mit verbesserter Elastizität. Das· drückt sich in einer erhöhten a'emperaturwechseroeanspruchbarkeit auch bei Fügeteilpartnern mit unterschiedlichen Ausdehnungskoeffizienten aus,
Die Zugscherfestigkeit einer Klebverbindung zwischen Stahl-
fügeteilen liegt mit 18,3 N/mm nur wenig unter der von
P 20,11 N/mm , bei einer Formmasse auf Basis Phthalsäureanhydrid/Novolakepoxidharζ.
Ausführungsbeispiel· 5
Ss wird durch einstündiges Erhitzen auf 200 0C von 4 Mol 4, Ψ' -Bis O-phenyl-G-nialeinimidochinosalin^-yl)-diphenylether mit 1 Mol 2—Aminopropyltriethoxysilan ein Additionsprodukt gemäß Formel 5 hergestellt.
CH CH
0-CH2-CH3
+ H2H-CH1-CH1-CH1- Si-O-CH2- CH3
0- CH2-CH3
IQQ0
Formel 5
23 b2 üb
Durch Kombination mit 5 MoI 4,4* -Bis (3-pb.e nyl-6-aTninochinoxalin-2-yl)-diphenylether wird ein Häuter hergestellt, von dem 250 MT zur Härtung von 100 MT eines iTovolakeposcLdharzes der mittleren Molmasse 682 und_ einem Eposidäquivalent von 175 "bis 180 geeignet sind«
Die Zugscherfestigkeit von Glasklebverbindungen steigt von
ρ ρ
8,41 N/mm auf 12,2 H/mm, An Stahlpzrüfkörpern gemessen "beträgt die Zugscherfestigkeit 18,9 N/mm·
Zusammenfassend werden die "besonderen Effekte der Erfindung noch einmal genannt:
- Kombination der Eigenschaften Elastizität, thermische Stabilität, elektrisches Isolationsverhalten und Hochvakuumbeständigkeit "bei modifizierten Formmassen;
- Verbesserung der Haftung der formmassen gegenüber Glas und glasähnlichen Werkstoffen;
- gute Lagerbeständigkeit der Formmassen, es entstehen keine hydrolytischen Zersetzungsprodukte unter Hormalbedingungen;
- Eignung der Formmassen besonders als Klebstoff und Gießharz für Werkstoffe mit stark unterschiedlichen Ausdehnungskoeffizienten;
- große Variationsbreite der Eigenschaften des Systems bei wechselnden Anforderungen.

Claims (3)

-ΊΟ" Erfindungsanspruch
1,4-Bis (3-phenyl-6-amnophe nyl osy-
4}4'-Bis(3-phenyI-6-aminophenyI-o2ychino2:alin-2-yl) -diphe nyl
4,4T-Bis(3-phenyl-6-aminophenyl-02ycJb.incxalii2-2-yl )-diphe nylether C8H4IT2-C6H5)-
4,41-Bis ( 3-phe nyl-6-aininoGiiinozalin-2-yl)-diphe nyl
ZJOZUO
4,4* —Bis ( 3-pkeEyl-6-aininochin.— 02:aIin-2-;yl )-"be nze η
4,4T -Bis ( 3-phe nyl-6-aniinochinoxalin-2-yl)-flaorenon erfolgt.
3. Silanmodifizierte Härter nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß für die Modifizierung eine Addition von Aminosilanderivaten oder von Sposysilanderivaten an Polycarbonsäureanhydride oder deren Säurechloride erfolgt.
4-, Silanmodifizierte Härter nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß die Modifizierung durch Addition von Andnosilanderivaten an Bismaleinimide erfolgt.
1,4-3is(2-aminopiiea7l-3-piienyl chinozalin-6-yl)-flaoreaon
1,4-Bis ( 2-aminophenyl-3-phen3ri chinoxalin-6-7l)-l3enzea -(C8H4IT2-C5H5 )-C6H4-
1,4-Xylea
Diphe nylcyclohesan
-1,3-Xy le n
1. Silanmodifizierte Härter für Epoxidharze, gegebenenfalls mit anderen Härtern kombinierbar, gekennzeichnet dadurch, daß die Modifizierung durch Addition von funktioneilen Gruppen tragenden Silanverbindungen an 1 % bis 100 % der Masseteile der Härterkoinponente erfolgt,
2,2T-Diphe nylpr opan
Benzophenon Naphthalin Carbazol Fluorenon Pyrazin Pyrimidin Pyriniidin Pyrimidin
Phenyl-s-triazin
s-Triazin
C3H3^ Methyl-s-triazin
-NoC Hydroxy-s-triazin
Ho C Diphe nylaaino-s-triazin
.,( Phenylamino-s-triazin
-CO- - Hainstoff
-SH- Thioharnstoff
Dicyandiamid
4-f 4'-3 i s ( 3-phe nyl-6-ami nochinoxElin-2-yl)-diphenylether
- 18 -
Bis(3-phenyl-2-aminophenylchinoxalin-6-yl)-ether Zf2T2-C6H5)-
4,4t-Bis(3-phenyl-6-amin.ochin oxalin-2-yl)-diphe nyl
Bis(2-aminophen7l-3-phe nylchinoxaliü-S-yl
C8H4IT2-C6H5 )-CgH4-
2« Silanmodifizierte Härter nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß die Modifizierung durch eine Addition von Glycidoxysilanderivaten an Polyamine der allgemeinen Formel
wobei χ eine natürliche Zahl von 2 bis 4 und H ein 2- bis 4-wertiges Eadikal folgender Bedeutung darstellen:
-Gj-Hx,- Benzen
-G^H0C Benzen
-CgHxJ--CgHiJ-- Biphenylen
Biphenylen
Dipheny!methan
°6H5
_ Iriphenylmethan
/-til, -CH-C /-H/, —
G6E5
!üetraphenylmethan
Diphenylether
Diphenylsulfon
Cyclohesan
Cyclohesen
Di eye lohexy !methan
ι η λ rs r fÄ _ 17' -
-G,
3 3Ν
s-Triazin
3 Q .IM HP?!:.. *ίΗ α /t/i 9
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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
CN105111199A (zh) * 2015-07-30 2015-12-02 哈尔滨工程大学 单酚-单胺型喹喔啉基苯并噁嗪及其制备方法
CN105153144A (zh) * 2015-09-01 2015-12-16 哈尔滨工程大学 主链双胺型喹喔啉基苯并噁嗪及其制备方法

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CN105111199B (zh) * 2015-07-30 2017-11-28 哈尔滨工程大学 单酚‑单胺型喹喔啉基苯并噁嗪及其制备方法
CN105153144A (zh) * 2015-09-01 2015-12-16 哈尔滨工程大学 主链双胺型喹喔啉基苯并噁嗪及其制备方法
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