DD157858A3 - Vorrichtung zum ausschalten der federung von radlaufwerken - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Ausschalten der Federung von Radlaufwerken, insbesondere von schienengebundenen Kranen und Baumaschinen. Ziel der Erfindung ist es, die Entgleisungssicherheit und Standsicherheit von Radlaufwerken mit ausgeschalteter Federung auch waehrend der Arbeitsfahrt bei wechselnder Belastung zu erhoehen. Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zum Ausschalten der Federung von Radlaufwerken zu schaffen, mit welcher bei beliebiger wechselnder Belastung eine Verwindung des Fahrzeug- oder Drehgestellrahmens vermieden wird. Die Erfindung besteht darin, dass auf einer Fahrzeug- oder Drehgestellseite zwei gegen einen inneren Anschlag fest ausfahrbare Druckmittelzylinder und auf der anderen Seite zwei parallelgeschaltete und ueber einen Druckmittelmengenbegrenzer mit konstanter Druckmittelmenge beaufschlagbare, nur teilweise ausfahrbare Druckmittelzylinder angeordnet und die Zylinderraeume der letztgenannten Druckmittelzylinder mit einem eine Einrichtung zur Korrektur des Standmomentes betaetigenDruckschalter verbunden sind. Jeder der gegen einen i nneren Anschlag ausfahrbaren Druckmittelzylinder kann durch jeweils zwei nur teilweise ausfahrbare und ueber einen Druckmittelmengenbegrenzer beaufschlagbare Druckmittelzylinder ersetzt sein.
Description
22 1495
Vorrichtung zum Ausschalten der Federung von Radlaufwerken
. .Anwendungsgebiet der Erfindung:
. Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Ausschalten der Federung von Radlaufwerken, insbesondere von schienengebundenen Kranen und Baumaschinen,,
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen:
Es ist bekannt, die Federung von Radlaufwerken durch Arretierung der Federelemente auszuschalten· Zur Anwendung kommen dabei allgemein mechanische Systeme oder auch mechanische Systeme mit hydraulischer Betätigung,» Bekannt sind auch starre Anschläge, auf denen der Laufwerkrahmen bei einer .bestimmten Belastung aufsetzt und damit die Federung unwirksam macht· Diese bekannten. Lösungen verriegeln die Federung jeweils in einer bestimmten Stellung und genügen allgemein dann, wenn ein solches Rad- . laufwerk unter Belastung nicht verfahren wird· Dabei sind jedoch die für die Betätigung oder das Lösen der Arretierung erforderlichen Kräfte abhängig von der jeweiligen Belastung, Nachteilig is.t bei diesen bekannten technischen Lösungen die statisch unbestimmte Lagerung des Radlaufwerkes und damit eine hohe Entgleisungsgefahr, insbesondere bei schienengebundenen Baumaschinen und Kranen.
- · . - 2 - * * I 4 α 5 Ziel der Erfindung: .
Es ist Ziel der Erfindung, die Entgleisungssicherheit und Standsicherheit von Radlaufwerken mit ausgeschalteter Federung auch während der .Arbeitsf ahrt bei wechselnder Belastung zu erhöhen©
Darlegung des Wesens 'der Erfindungs '
Der Erfindung liegt die .Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zum · Ausschalten der Federung von Rädlaufwerken zu schaffen, mit welcher bei beliebiger wechselnder Belastung eine Verwindung des Fahrzeugrahmens oder Drehgestellrahmens vermieden wird« Weiterhin soll eine Beeinflussung der bekannten standmomentkorrigierenden Einrichtungen in Abhängigkeit von den jeweils vorhandenen Radfeten möglich sein«
Gemäß der Erfindung wird dies erreicht, indem auf einer Fahrzeugoder Drehgestellseite zwei gegen einen inneren Anschlag fest ausfahrbare Druckmittelzylinder und auf der anderen Fahrzeug» oder Drehgestellseite zwei parallelgeschaltete und über einen Druckmittelmengenbegrenzer mit einer konstanten Druckmittelmenge beaufschlagbare, nur teilweise ausfahrbare Druckmittelzylinder angeordnet und die Zylinderräume der letztgenannten Druckmittelzylinder mit einem eine Einrichtung zur Korrektur des Standmomentes betätigenden Druckschalter verbunden sind* Zum Zwecke der lastabhängigen Vergrößerung der Anzahl der Druckmittelzylinder kann jeder der gegen einen inneren Anschlag fest ausfahrbaren Druckmittelzylinder durch jeweils zwei nur teilweise ausfahrbare und über einen Druckmittelzylinder durch jeweils zkei nur teilweise ausfahrbare und über einen Druckmittelmengenbegrenzer beaufschlagbare Druckmittelzylinder ersetzt sowie die .Anzahl der gegenüberliegenden parallelgeschalteten Druckmittelzylinder im gleichen Maße erhöht sein»
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Mit der" erfindungagemäßen Vorrichtung wird, bei Ausschaltung der Federung eine statisch bestimmte Abstützung in Form einer Dreipunktabstützung erreicht. Sie besteht einerseits aus den beiden gegen einen inneren Anschlag fest ausfahrbaren Druckmittelzylinder und andererseits aus den gegenüberliegenden, insgesamt als eine einzige Abstützung in Form einer hydraulischen Waage wirkenden teilweise ausfahrenden Druckmittelzylindern. Eine Verwindung des tragenden Fahrzeug- oder Fahrgestellrahmens bei ausgeschalteter Federung wird damit sicher vermieden, so daß sich Unebenheiten der Fahrschienen auf die Entgleisungssicherheit des Fahrzeuges nicht nachteilig auswirken können« Mit der Anwendung der erfindungsgetnäßen Vorrichtung ist deshalb das Verfahren eines Fahrzeuges unter einseitig wirkender Kranlast oder einseitig wirkender Belastung als Baumaschine mit wesentlich höherer Entgleisungssicherheit durchzuführen· Ein weiterer Vorteil der Erfindung besteht darin, daß gleichzeitig mit der statisch bestimmten Abstützung auch eine proportional einer Standmomentveränderung erfolgende Beeinflussung einer Korrektureinrichtung, beispielsweise eines Ausgleichgewichtes, möglich ist, indem sich ergebende Druckänderungen in den Zylinderräumen der teilweise ausfahrbaren Druckmittelzylinder als Steuergröße für die Standmomentveränderungen dienen* . ·
Für hochbelastete Radlaufwerke mit vier und mehr Achsen ist die Erfindung mit einer Vielzahl parallel geschalteter und über DruckmittelmengenbegrenzBr beaufschlagter Druckmittelzylinder realisierbar·
Ausführungsbeispiel:
Die Erfindung wird anhand von Ausführungsbeispielen erläutert. Es zeigen' '
Fig. 1 eine Anordnung eines Druckmittelzylinders an einem Drehgestell zwischen zwei Achslagern
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Pig«, 2 eine schematische Darstellung der" Druckmittelelemente und -leitungen der Vorrichtung für ein zwei- oder dreiachsiges Drehgestell
Fige 3 eine Darstellung wie in der Figur 2 für ein hochbelastetes Radlaufwerk mit vier oder mehr Achsen·
Ein dreiachsiger Drehgestellrahmen 1 eines Schienenfahrzeuges mit Schraubenfedern 2·, Traversen 3, Schwinge 4 und Federzugankern besitzt zum Ausschalten der Federung je Traverse 3 einen Druck» rnittelzylinder 6, der durch eine Feder 7 gehalten wird, wenn sein Stempel 8 nicht ausgefahren ist; e Der Druckmittelzylinder 6 ist im Drehgestellrahmen 1 über eine Kugelkalotte 9 in einer Kugelschale 10 gelagert« Haeh unten gerichtet besitzt- der Stempel 8 eine Kugelkalotte 11, der eine auf der Traverse 3 angeordnete Kugelschale 12 gegenübersteht« Wird zum Ausschalten der Federung der Stempel 8 ausgefahren, so drückt die Kugelkalotte 11 über die Kugelschale 12 auf die Traverse 3 und hebt den Drehgestellrahmen 1 von den Schraubenfedern 2 ab,
Der Drehgestellrahmen 1 ist insgesamt für die in der Figur 2 dargestellten ,Anordnung für ein zwei- oder dreiachsiges Drehgestell mit vier Druckmittelzylindern ausgerüstet, von denen auf einer Seite zwei gegen einen .inneren Anschlag ausfahrbare Druckmittelzylinder 13 mit einer Druckmittelleitung 14 parallel verbunden und auf der anderen Seite zwei nur teilweise ausfahrbare Druckmittelzylinder 15 parallel und über einen Druckmittelmengenbegrenzer 16 ebenfalls mit der Druckmittelleitung 14 verbunden sind* Zwischen, den Druckmittelmengenbegrenzer 16 und dem Druckmittelzylindern 15 ist ein Druckschalter 17 angeordnet, der mit einer bekannten Einrichtung zur Korrektur des Standmomentes in Verbindung steht« Bei der Beaufschlagung der Druckmittelleitung 14 steht der volle Betriebsdruck an den Druckmittelzylindern 13 an, während dieser Betriebsdruck über den . Druckmittelmengenbegrenzer 16 und dessen Kolben ein immer gleiches Volumen in die Druckmittelzylinder 15 drückt, so daß deren Stempel 8 nur teilweise ausgefahren werden und bei veränderlicher Belastung der Auflagelasten eine äquivalente Druckänderung in den ZyÜnderräumen und damit auch in dem Druckschalter 17 ent-
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steht.
In der Figur 3 ist eine schematische Darstellung der Druckmittel-' elemente für die Anwendung der Erfindung für höher belastete Radlaufwerke mit mehr als drei Achsen enthalten· Wird über jeder Achse ein Druckmittelzylinder zum Ausschalten der Federung angeordnet, so entspricht die dargestellte Anzahl von auf einer Fahrzeug- oder Drehgestellseite einer Anzahl von vier Achsen· Zur Erreichung einer statisch bestimmten Dreipunktabstützung auch bei dieser Vielzahl von Druckmittelzylindern sind die gegen einen inneren Anschlag fest ausfahrbaren Druckmittelzylinder 6 'Λ ersetzt durch jeweils zwei parallelgeschaltete Druckmittelzylinder 13, welche jeweils paarweise über einen Druckmittelmengenbegrenzer 16 mit einer konstanten Druckmittelmenge beaufschlagbar sind·
Bei geeigneter konstruktiver Gestaltung ist das in der Figur 3 gezeigte Beispiel auch auf zwei dreiachsige Radlaufwerke anwendbar, wenn jeweils zwei der parallelgeschalteten und über einen Druckmittelmengenbegrenzer 16 teilweise ausfahrbaren Druckmittelzylinder 15 in gleicher Weise, wie in den Figuren 1 und 2 gezeigt, angeordnet sind· Damit ist die Erfindung für sechsachsige Radlaufwerke und bei Vervielfachung des Systems für noch größere Radlaufwerke anwendbar·
^ Die Anwendung der Erfindung ist grundsätzlich nicht auf schienengebundene Radlaufwerke beschränkt, sondern auch vorteilhaft auf Straßenfahrwerke anwendbar.
Claims (2)
1· Vorrichtung zum Ausschalten der Federung von Radlaufwerken, insbesondere von schienengebundenen Kranen und Baumaschinen, mit Druckmittelzylindern, mittels denen der Fahrzeug-· oder Drehgestellrahmen direkt oder über Traversen auf den Achsen abstützbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß auf einer Fahr~ zeug- oder Drehgestellseite zv/ei gegen einen inneren Anschlag fest ausfahrbare Druckmittelzylinder (13) und auf der anderen Fahrzeug« oder Drehgestellseite zwei parallelgeschaltete und über einen Druckmittelme.ngenbegrenzer (16) mit einer konstanten Druckmittelmenge beaufschlagbare, nur teilweise ausfahrbare Druckmittelzylinder (15) angeordnet und die Zylinderräume der letztgenannten Druckmittelzylinder (15) mit einem eine Einrichtung zur Korrektur des Standmomentes betätigenden Druckschalter (17) verbunden sind«
2<> Vorrichtung nach Punkt 1, dadurch gekennzeichnet, daß der gegen einen inneren Anschlag fest ausfahrbarem Druckmittelzylinder (13) durch jeweils zwei nur teilweise ausfahrbare und über einen Druckmittelmengenbegrenzer (16) beaufschlagbare parallelgeschaltete Druckmittelzylinder (15) ersetzt sowie die Anzahl der gegenüberliegenden parallelgeschalteten Druckmittelzylinder im gleichen Maße erhöht sind«
Hierzu^Jätenleidinungen·
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DD22149580A DD157858A3 (de) | 1980-06-02 | 1980-06-02 | Vorrichtung zum ausschalten der federung von radlaufwerken |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DD22149580A DD157858A3 (de) | 1980-06-02 | 1980-06-02 | Vorrichtung zum ausschalten der federung von radlaufwerken |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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| DD157858A3 true DD157858A3 (de) | 1982-12-15 |
Family
ID=5524455
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DD22149580A DD157858A3 (de) | 1980-06-02 | 1980-06-02 | Vorrichtung zum ausschalten der federung von radlaufwerken |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DD (1) | DD157858A3 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3833247A1 (de) * | 1987-12-18 | 1989-06-29 | Takraf Schwermasch | Blockierungseinrichtung fuer radachsen fahrbarer krane, insbesondere eisenbahnkrane |
-
1980
- 1980-06-02 DD DD22149580A patent/DD157858A3/de unknown
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3833247A1 (de) * | 1987-12-18 | 1989-06-29 | Takraf Schwermasch | Blockierungseinrichtung fuer radachsen fahrbarer krane, insbesondere eisenbahnkrane |
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