CH654911A5 - Messwerkzeug, insbesondere fuer die messung der durchmesser von rundhoelzern. - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft ein Messwerkzeug, insbesondere für die Messung der Durchmesser von Rundhölzern, bestehend aus einer eine Messteilung tragenden Messschiene, die mit einem Messschenkel starr verbunden ist, und aus einem auf der Messschiene verstellbaren, eine Ablesemarke oder -einheit für die Messteilung aufweisenden Schieber, der einen mit ihm verstellbaren Messschenkel trägt, wobei die Messkanten dieser Messschenkel normal zur Messschiene verlaufen.
Bei den bekannten Anordnungen vergleichbarer Art ist die Herstellung aufwendig, auch ist das Hantieren mit dem Werkzeug relativ umständlich und ermüdend, z.B. weil die Ecke zwischen Messschiene und festem Messschenkel das Einführen des Werkzeugs zwischen benachbarte Holzstämme behindert bzw. sogar unmöglich macht und die Bedienungsperson sich oft weit über den Holzstamm neigen muss, wenn dieser einen grösseren Durchmesser hat, um den Stamm mit den Messschenkeln erfassen und das Messergebnis ablesen zu können. Ausserdem ist das Anfassen der kalten Metallteile oft unangenehm; weiterhin kann es sein, s dass beim Anfassen Schmutz, insbesondere Harz, auf die Messschiene gebracht wird und deren Ablesen erschwert bzw. auch das Verschieben des Schiebers behindert.
Aufgabe der Erfindung ist die Schaffung eines Messwerkzeuges der genannten Art, das gegenüber den bekannten io Messwerkzeugen in der Handhabung erhebliche Vorteile bringt und bei dem auch die Herstellungskosten vergleichsweise günstig gestaltet werden können. Das Messwerkzeug soll ausserdem eine hohe Lebensdauer besitzen.
Die gestellte Aufgabe wird dadurch gelöst, dass die Mess-15 schiene vor dem gedachten Schnittpunkt der Verlängerung der Messkante des starren Messschenkels mit ihr endet und die Messschiene und der Schieber über je ein bogenförmiges oder bezüglich der Messschiene schräg verlaufendes Übergangsstück mit den zugehörigen Messschenkeln verbunden 20 sind.
Wegen des schrägen Verlaufs des Übergangsstücks wird das Einfädeln des starren Messschenkels zwischen nebeneinander oder übereinander liegende Rundhölzer u. dgl. erleichtert, wird die Ablesestelle am Schieber gegenüber der Mess-25 kante des mit dem Schieber verbundenen Messschenkels in Richtung auf das freie Ende der Messschiene zu versetzt, so dass die Ablesung leichter erfolgen kann, wobei man die Länge der Übergangsstücke so wählen kann, dass der Schieber und das freie Ende der Messschiene beim Messen in 30 senkrechterund waagerechter Richtung wesentlich näher zum Körper des Bedienenden und in den Greifbereich von dessen Händen liegen und dass auf diese Weise das Bücken beim Messen weitestgehend ausgeschaltet werden kann.
Bei einer zweckmässigen Ausführungsform bestehen die Messschiene und die Messschenkel aus Metall, insbesondere hochlegiertem Aluminium, und die Übergangsstücke sowie der Schieber sind aus Kunststoff, insbesondere aus an Metall haftendem, gegebenenfalls armiertem Kunststoff, gespritzt. Dadurch wird zunächst die Herstellung des Messwerkzeuges wesentlich vereinfacht, wobei diese Vereinfachung erst durch die Verwendung der Übergangsstücke ermöglicht wird. Besonders vorteilhaft ist dabei noch, dass der verwendete Kunststoff im Vergleich zum Metall ein viel schlechterer Wärmeleiter ist, so dass die Handhabung des Messwerkzeuges in der kalten Jahreszeit angenehmer wird. Die Kunststoffteile bieten sich geradezu zwingend als Handgriffe an, so das beim praktischen Gebrauch auch das unerwünschte Anfassen der Messschiene unterbleiben wird.
so Besonders vorteilhaft ist es, wenn am freien Ende der Messschiene ein z.B. aus Kunststoff bestehender Griff angebracht ist, der drehbar gelagert sein kann und mit dessen Hilfe das freie Ende der Messschiene bei der Messarbeit ergriffen und gehalten werden kann. Dadurch ergibt sich eine 55 wesentliche Erleichterung bei der Handhabung, das Bücken beim Hantieren kann fast gänzlich ausgeschaltet werden.
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand in Gestalt von verschiedenen Ausführungsformen beispielsweise veranschaulicht. Es zeigt
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Fig. 1 ein erfindungsgemässes Messwerkzeug in vereinfachter Darstellungsweise in Ansicht,
Fig. 2 als Detail zu Fig. 1 einen Teillängsschnitt durch den Schieber,
65 Fig. 3 einen Querschnitt zu Fig. 2,
Fig. 4 in einer der Fig. 3 entsprechenden Darstellungsweise einen Querschnitt durch das Messwerkzeug bei einem in der Konstruktion abgeänderten Schieber,
35
45
Fig. 5 schematisiert den Einsatz des Messwerkzeuges nach Fig. 1 beim Vermessen von Rundhölzern,
Fig. 6 eine Variante zu dem Schieber nach Fig. 2 in derselben Darstellungsweise,
Fig. 7 das mit einem Griff versehene freie Ende der Messschiene einer Variante zu der Anordnung nach Fig. 1 in einer Seitenansicht im Schnitt und in grösserem Massstab und
Fig. 8a, 8b, 8c, 8d Beispiele für das Messen mit dem neuen Messwerkzeug im Vergleich zum Messen mit dem alten Messwerkzeug.
Das Messwerkzeug besteht aus einer Messschiene 1, einem mit der Messschiene verbundenen starren Messschenkel 2, einem auf der Messschiene 1 verstellbaren Schieber 3, einem mit dem Schieber 3 verbundenen beweglichen Messschenkel 4 und Übergangsstücken 5,6, die die Verbindung des starren Messschenkels 2 mit der Messschiene 1 bzw. des beweglichen Messschenkels 4 mit dem Schieber 3 herstellen. Das Übergangsstück 6 kann einteilig mit dem Schieber 3 hergestellt sein. Die Schmalseiten 7,8 der Messschiene 1 besitzen ein dachförmiges Profil. Das Vorderende 9 des Schiebers und des Übergangsstückes 6 bilden miteinander abgewinkelte Messkanten 9,10. Dementsprechend besitzt eine auf der Messschiene 1 beispielsweise vorgesehene Messteilung abgewinkelte Skalenstriche 11. Diesen entspricht eine Ablesemarke oder -einheit für die Messteilung am Schieber. Es ist aus der Zeichnung zu erkennen, dass die Messkanten der Messschenkel normal zur Messschiene verlaufen und dass die Messschiene vor dem gedachten Schnittpunkt der Verlängerung der Messkante 12 des starren Messschenkels 2 mit ihr endet. Die Übergangsstücke 5,6 verlaufen bei dem in Fig. 1 der Zeichnung gezeigten Ausführungsbeispiel mit Bezug auf die Messschiene schräg und vom freien Ende weg, sie können hierbei mit der Messschiene einen Winkel von 30-60° bilden. Zweckmässigerweise können die Übergangsstücke bis etwa zur Hälfte des Abstandes der freien Messschenkelenden von der Schiene reichen. Im allgemeinen ist die Länge der Übergangsstücke so gewählt, dass der Schieber und das freie Ende der Messschiene beim Messen in senkrechter und waagerechter Richtung wesentlich näher zum Körper des Bedienenden und in den Greifbereich von dessen Händen liegen, als dies bei den bekannten Anordnungen nach dem Stand der Technik der Fall ist, so dass auf diese Weise das Bücken beim Messen weitestgehend ausgeschaltet werden kann. Man kann jedoch die Übergangsstücke auch bogenförmig verlaufen und allmählich in die Messschiene und den zugehörigen Messschenkel übergehen lassen, sofern die Abmessungen so gewählt sind, dass die oben aufgeführten Vorteile und Erleichterungen erzielt werden können.
Die Messschiene 1 und die Messschenkel 2,4 sind aus Metall, insbesondere hochlegiertem Aluminium, hergestellt. Der Schieber 3 und die Übergangsstücke 5,6 bestehen aus am Metall fest haftendem Kunststoff und sind im Spritzguss verfahren hergestellt, wobei in die Spritzgussform für das Übergangsstück 5 die Messschiene 1 und der Messschenkel 2 und in die Spritzgussform für den Schieber 3 und das Übergangsstück 6 der Messschenkel 4 entsprechend der gewünschten Endanordnung eingelegt und teilweise umgespritzt werden.
Wegen der schräg verlaufenden Übergangsstücke 5,6 ist
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der Beginn der Messteilung gegenüber der Verlängerung der Messkante 12 des starren Messschenkels gegen das freie Ende der Schiene 1 zu versetzt. Die Messung eines Rundholzes od. dgl. erfolgt zwischen den Messkanten 12 und 13. Im Schieber 5 3 ist eine über einen Drücker 14 lösbare Klemmsperre zur Feststellung des Schiebers 3 auf der Schiene 1 untergebracht.
Bei der Ausführung nach den Fig. 2 und 3 ist der Schieber 3 mit in ihrer Form an das dachartige Profil der Schmalseiten 7,8 angepassten Rollen 15,16 auf der Schiene 1 geführt, io Nach Fig. 4 ist im Schieber eine als Einsatzteil ausgebildete Gleitführung 17,18 untergebracht, wobei der Führungsteil 18 durch eine Blattfeder 19 gegen die Schiene 1 gedrückt wird, so dass die Führung weitgehend spielfrei erfolgt. Die Führungsteile 17,18 bestehen aus hoch verschleissfestem Kunst-15 stoff mit geringem Reibungsbeiwert. Der Vergleich der Fig. 3 und 4 zeigt, dass in beiden Fällen der gleiche Schiebergrundkörper 3 Verwendung findet, wobei innere Ausnehmungen 20,21 in dem einen Fall zur Aufnahme der Rollen 15,16 und im anderen Fall zur Aufnahme der Gleitführungsstücke 17, 20 18 und der Feder 19 dienen.
Fig. 5 zeigt, dass das Messwerkzeug, beispielsweise bei der Vermessung von Rundhölzern 22, die eine von der Kreisform abweichende, z.B. elliptische Form aufweisen, so dass eine Messung an am Umfang um 90° versetzten Messstellen not-25 wendig wird, leicht in den Spalt 24 zwischen zwei Rundhölzern 22 eingeführt werden kann. Strichpunktiert wurden bei 25 die Umrisse eines bekannten Messwerkzeuges angedeutet.
Der Schieber 3 und das Übergangsstück 5 bilden hier Handgriffe, an denen das Messwerkzeug angefasst werden 30 kann, jedoch ist bei der Variante nach Fig. 7 eine weitere Verbesserung vorgesehen, die das Bücken fast gänzlich ausschaltet: am freien Ende der Messschiene 30 ist ein Griff 31 angeschraubt, der aus Kunststoff bestehen und an der Messschiene 30 um die Achse 32 drehbar gelagert sein kann. Mit 35 Hilfe des knopfartigen Griffes 31 kann das freie Ende der Messschiene 30 mit der einen Hand ergriffen werden, während die andere Hand am Schieber 33 anfasst. Aus Fig. 8a und 8c ist zu erkennen, dass man beim Messen in vertikaler Richtung (Fig. 8a) oder in waagerechter Richtung (Fig. 8c) 40 praktisch ohne Bücken auskommt oder sich nur wenig bücken muss, ganz im Gegensatz zum Hantieren mit bekannten Anordnungen (Fig. 8b, Fig. 8d), bei denen weder die erfindungsgemässen Übergangsstücke, noch der erfindungsgemässe knopfartige Griff vorhanden sind. Im übrigen 45 kann der erfindungsgemässe Knopf nicht nur in Verbindung mit dem erfindungsgemässen Werkzeug, sondern auch in Verbindung mit bekannten Messwerkzeugen verwendet werden.
Man kann schliesslich auch noch den Schieber gemäss Fig. so 6 ausbilden. Bei dieser Ausführungsform ist am Schieber 40 ein z.B. L-förmiger Bremshebel 41 um die Achse 42 drehbar gelagert, die quer zu den Längsrichtungen der Messschiene und der Messschenkel, also senkrecht zum Zeichnungsblatt, verläuft. An dem der Messschiene bzw. deren Kante zuge-55 wandten Ende des Bremshebels 41 ist ein Bremsbelag 43 angebracht, der von der Feder 44 gegen die Messschienenkante gedrückt wird. Das andere Ende 45 des Bremshebels 41 ist als Handgriff ausgebildet, bei dessen Betätigung der Bremshebel von der Messschiene abgehoben werden kann.
B
Claims (7)
1. Messwerkzeug, insbesondere für die Messung der Durchmesser von Rundhölzern, bestehend aus einer eine Messteilung tragenden Messschiene, die mit einem Messschenkel starr verbunden ist, und aus einem auf der Messschiene verstellbaren, eine Ablesemarke oder -einheit für die Messteilung aufweisenden Schieber, der einen mit ihm verstellbaren Messschenkel trägt, wobei die Messkanten dieser Messschenkel normal zur Messschiene verlaufen, dadurch gekennzeichnet, dass die Messschiene (1) vor dem gedachten Schnittpunkt der Verlängerung der Messkante (12) des starren Messschenkels (2) mit ihr endet und die Messschiene (1) und der Schieber (3) über je ein bogenförmiges oder bezüglich der Messschiene schräg verlaufendes Übergangsstück (5,6) mit den zugehörigen Messschenkeln (2,4) verbunden sind.
2. Messwerkzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Übergangsstücke (5,6) bis etwa zur Hälfte des Abstandes der freien Messschenkelenden von der Schiene (1) reichen.
2
PATENTANSPRÜCHE
3. Messwerkzeug nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Übergangsstücke (5,6) mit der Messschiene (1) einen Winkel von 30-60° bilden.
4. Messwerkzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Messschiene (1) und die Messschenkel (2,4) aus Metall, insbesondere hochlegiertem Aluminium, bestehen und die Übergangsstücke (5,6) sowie der Schieber (3) aus Kunststoff, insbesondere aus an Metall haftendem Kunststoff, gespritzt sind.
5. Messwerkzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass am Schieber (3) mit den Schmalseiten (7,8) der Messschiene (1) zusammenwirkende und eine an deren Profil angepasste Form aufweisende Rollen (15,16) gelagert sind.
6. Messwerkzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass am freien Ende der Messschiene ein z.B. aus Kunststoff bestehender Griff angebracht ist, der drehbar gelagert sein kann und mit dessen Hilfe das freie Ende der Messschiene bei der Messarbeit ergriffen und gehalten werden kann.
7. Messwerkzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass am Schieber ein unter Federwirkung stehender Bremshebel um eine quer zu den Längsrichtungen der Messschiene und den Messschenkeln verlaufende Achse verschwenkbar ist, an dessen der Messschiene bzw. deren Kante zugewandten Ende ein Bremsbelag angebracht ist, der von der Feder gegen die Messschienenkante gedrückt wird und dessen anderes Ende als Handgriff ausgebildet ist.
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