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Aufmaßkluppe für Schnitt- und Rundhölzer
Die Erfindung bezweckt die
Schaffung einer in der Form eines einfachen Handgeräts ausgeführten, auf dem Holzplatz
trag- und benutzbaren Aufmaßkluppe für den Sägewerksbetrieb, mit der Längen, Breiten
und Stärken von Schnitt- oder Rundhölzern verhältnismäßig rasch ausgemessen und
bei Stapeln von solchen Hölzern mit Hilfe eines Schreibgeräts auf Druckstreifen
Kolumnen erhalten werden können, die lediglich zu addieren und miteinander zu multiplizieren
sind, um so den Kubikinlalt des Holzstapels in xvesentlich kürzerer Zeit als bei
der bisherigen Arbeitsweise zu berechnen.
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Die Erfindung betrifft eine Aufmaßkluppe, die erfindungsgemäß folgendermaßen
ausgestaltet ist: Eine den beweglichen Kluppenschenkel tragende und mit einer Längenteilung
aus Drucktypen versehene Rasterschiene ist verschiebbar in einem den anderen Kluppenschenkel
tragenden Verschiebeblock gelagert. Der Verschiebehlock trägt ferner zwei Registrierstreifentrommeln,
eine mit einem Handhebel auslösbare, federbetätigte Druckwalze und zwei zur Einstellung
der Drucktypen für Holzlänge und -stärke von Hand dienende Einstellscheiben. Eine
zwischen Druckwalze und Registrierstreifentrommel angeordnete Hebelsperrklinkenübertragung
dient zum selbsttätigen Vorschub des Registrierpapiers nach dem Druckvorgang.
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In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel in vier Figuren dargestellt,
es zeigt
Fig. l eine Seitenansicht (etwa natürliche Größe), Fig.
2 den QuerschnittA-B dieser Figur, Fig. 3 eine Stirnansicht in Richtung des Pfeils
A der Fig. l und Fig. 4 das Teilstück eines beispielsweisen Druckstreifens.
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Die Aufmaßkluppe besteht aus einer mit Handgriff 1a versehenen und
einseitig mit Zahnlücken 1b ausgestatteten Rasterschiene 1, die an ihrem vorderen
Ende die Schienenpicke Ic trägt. Auf der Rasterschiene 1 sind in gleicher Höhe hintereinander
Zahlentypen Id (Fig. 1 und 2) vorgesehen, während eine auf einer Einstellrolle 5
angebrachte Typenreihe 18 die Längenmaße 3 (Fig.4) und die Rolle 6 die Stärkenmaße
11 mittels der Typenreihe 19 liefert, die auf einem Druckstreifen 26 bei der Betätigung
des Geräts nebeneinander abgedruckt werden.
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Die Rasterschiene 1 ist in einem Schiebeblock 2 axial geführt, der
mit einer Queraussparung 22 für die Einstellung einer in der Aussparung auf und
ab schwingenden und durch eine Stellschraube 23 regelbaren Druckwalze 17 versehen
ist. Auf dem Schiebeblock 2 sind ferner in vorspringenden Schwalbenschwänzen 24
je ein abnehmbares Gehäuse 25 für die Druckstreifenträger 27, 27a angebracht, und
der Druckstreifen 26 ist von dem einen (27«) zum andern Druckstreifen 27 bei 2a
durch den Block 2 hindurchgeführt, so daß er sich von dem einen Druckstreifenträger
ab- und auf den andern aufwickeln kann.
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Zur Betätigung der Druckwalze 17 ist diese an einem Hebelpaar 28
auf Halteschrauben 29 links und rechts des Schiebeblocks angeordnet. Der eine der
Hebel 28 ist mit einem Zwischenhebel 38 ausgestattet, der einen Doppelhebel 15 mit
Schaltklinke 39 betätigt, wobei die Schaltklinke bei der Niederbewegung der Walze
17 den Druckstreifenträger 27 jedesmal um einen oder mehrere Zähne 40 weiterschaltet.
Die quer durch die Aussparung 22 hindurchgeführte Druckwalze 17 kann mit einem Gummibelag
versehen sein und steht unter der Einwirkung einer Schraubenfeder 14 (Fig.3), so
daß sie, sobald ihr die Möglichkeit dazu gegeben wird, mit dem Druckstreifen 26
gegen die Typenreihe 18; Id, 19 abgeschnellt wird. Dies geschieht durch Betätigung
eines seitlich neben dem Schiebeblock 2 angebrachten Handgriffs 9, gegen welchen
sich eine Feder 1 0a eines Schalthebels lo legt, der mit seinem Ende lob mit einem
Zapfen 31 einen um den Stift 13 drehbaren Schalthebel 32 bewegt, dessen freies Ende
als Schalt- oder Sperrklinke 33 ausgebildet ist, welche in eine Gabel 34a des um
den Bolzen 35 schwingbar gelagerten Hebels 34 eingreift, der am anderen Ende mittels
eines Bolzens 36 an einem mit dem Walzenhebel 28 mittels eines Stiftes 37 verbundenen
und mit Schneide 1 2a versehenen Einrasterhebel 12 angreift. Die Steuerung der Feder
14 durch den Schalthebel 10 kann, um einen kurzen und kräftigen Schlag der Walze
17 gegen die Typen zu erzeugen, so gestaltet sein, daß die Feder 14 durch ein Zwischengestände
beim Freigeben des Hebels 10 zur vollen Wirkung freigegeben wird.
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Links und rechts vom Schiebeblock 2, der mittels eines Vorsatzes
20 der Rasterschiene die Führung gibt, sind eine Längeneinstellscheibe 5 und auf
der anderen Seite eine Stärkeneinstellscheibe 6 je mit Skala angeordnet und von
Hand drehbar gemacht.
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Diese Scheiben können gegen Einstellzeiger 1 6 von Hand auf die gerade
vorliegende Länge und Stärke des Holzes eingestellt werden, deren Werte dann beim
Stempelvorgang durch die Typen 18 bzw. 19 neben den Meßwerten auf dem Druckstreifen
wiedergegeben werden.
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Die Wirkungsweise der Aufmaßkluppe ist folgende: Zunächst werden
die Längen- und Stärkenverhältnisse mittels der Einstellscheiben 5, 6 eingestellt,
alsdann der Schiebeblock 2 mit seiner Körperpicke 7 gegen das in der Breite zu messende
Holz B (Fig. 1) herangeschoben, wobei die jeweils veränderte Breite x (Fig. l) gemessen
wird. Hierzu wird der Hebel 10 gegen den Handgriff 9 gedrückt und eine Stellung
der Rastenschiene aufgesucht, in der die Raste 12a in eine Kerbe 1b einrastet. Dann
wird der Hebel 10 freigegeben, und die Feder 14 drückt die Druckwalze 17 gegen die
nun in einer Reihe liegenden Typen 18, Id, 19. Bei erneuter Betätigung des Hebels
lo kehrt die Walze zurück, verdreht hierbei den Druckstreifenträger um ein solches
Maß, wie dies durch die jeweilige Einstellung der Regelschraube 23 ermöglicht ist.
Die Zahnlücken 1b haben hierbei den Zweck, für eine genaue Nebeneinanderlage der
drei Typen reihen zu sorgen.
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Zum Zwecke der Wiedergabe der Typenziffem kann zwischen dem Druckstreifen
und den Typen ein Kopierband eingeführt und mitbewegt werden.
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In den meisten Fällen wird die Stärke der Bretter eine gleichbleibende
sein, während Länge und Breite der Veränderung unterliegen, so daß das Ausmessen
verhältnismäßig rasch gehen kann. Sind sämtliche Hölzer gemessen, so braucht man
lediglich die drei Kolumnen 3, 4, 11 zu addieren und die so ermittelten drei Zahlen
zu multiplizieren, worauf sich sofort das Endergebnis für den Kubikinhalt ergibt.
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PATENTANSPRVCHE: 1. Aufmaßkluppe für Rund- und Schnitthölzer, dadurch
gekennzeichnet, daß eine den beweglichen Kluppenschenkel (rr) tragende und mit einer
Längenteilung aus Drucktypen (id) versehene Rasterschiene (1) verschiebbar in einem
den anderen Kluppenschenkel (7), zwei Registrierstreifentrommeln (27) eine mit einem
Handhebel (lo) auslösbare, federbetätigte Druckwalze (17) und zwei zur Einstellung
der Drucktypen (18, 19) für Holzlänge und -stärke von Hand dienende Einstellscheiben
(5, 6) tragenden Verschiebeblock (2) gelagert ist und eine zwischen Druckwalze (17)
und Registrierstreifentromtmel (27) angeordnete Hebelsperrklinkenühertragung zum
selbsttätigen Vorschub des Riegistrierpapiers nach dem Druckvorgang dient.