CH647976A5 - Vorrichtung zum vereinzeln von gestapelten zuschnitten aus karton, pappe oder wellpappe. - Google Patents
Vorrichtung zum vereinzeln von gestapelten zuschnitten aus karton, pappe oder wellpappe. Download PDFInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Vereinzeln von hinter einer Anschlageinrichtung gestapelten Zuschnitten aus Karton, Pappe oder Wellpappe, mit unter dem Zuschnittstapel vorgesehenen Förderriemen samt Riemenführung für den gesteuerten Abzug des jeweils untersten Zuschnitts und einem an den Abzugsförderer unmittelbar anschliessenden, synchron mit diesem angetriebenen Förderer für den Weitertransport der vereinzelten Zuschnitte.
Eine derartige Vorrichtung ist beispielsweise durch die DE-PS 1 139 513 bekannt geworden. Diese Vorrichtung weist eine Anschlageinrichtung mit Schlitz für den Abzug des jeweils untersten Zuschnittes auf, welcher durch einen auf- und abbeweglichen Anschlag geöffnet und geschlossen wird. Der Abzugsförderer läuft dabei in ständigem Kontakt mit dem untersten Zuschnitt.
Bedingt durch die Relativgeschwindigkeit zwischen den Förderriemen des Abzugsförderers und den Zuschnitten sowie ggf. zwischen dem auf dem Abzugsförderer bewegten Zuschnitt und dem Förderer für den Weitertransport der vereinzelten Zuschnitte kommt es zwangsläufig zu Relativbewegungen zwischen den Riemen und den Zuschnitten. Derartige Relativbewegungen führen bei vielen lackierten oder gepuderten Zuschnitten bereits nach kurzen Produktionsläufen zu verschmierten und damit zu schlecht griffigen Förderriemen des Abzugsförderers, was Stopper und Produktionsausfalle durch unregelmässige Abstände der vereinzelten Zuschnitte zur Folge hat. Darüber hinaus führt die Relativbewegung zwischen Zuschnitt und Förderriemen zu einem unerwünschten, relativ hohen Riemenverschleiss.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der eingangs beschriebenen Art zu schaffen, welche die erwähnten Nachteile bekannter Vorrichtungen vermeidet, einfach im Aufbau ist und ein einwandfreies Vereinzeln der Zuschnitte aus dem Zuschnittstapel ohne Verkanten und mit gleichmässigen Abständen der vereinzelten Zuschnitte bei minimalem Kontakt der Förderriemen des Abzugsförderers mit den Zuschnitten ermöglicht.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss dadurch gelöst, dass die Förderriemen des Abzugsförderers unter dem Zuschnittstapel gegenüber der Riemenführung ausgehend von dem Bereich der Anschlageinrichtung unter einem spitzen Winkel nach unten geführt sind und dass im Bereich der Anschlageinrichtung eine exzentrisch gelagerte Rolle unter den Förderriemen angeordnet ist, deren Exzenterachse über einen synchron zum Antrieb des Abzugsförderers gesteuerten Antrieb angetrieben ist. Mit einer derartigen Vorrichtung wird der Förderriemen des Abzugsförderers im Bereich der Anschlageinrichtung taktweise angehoben und die Kontaktkraft zwischen Förderriemen und Zuschnitt und damit die Vereinzelungskraft wird mit zunehmender Geschwindigkeit grösser. Wenn der unterste Zuschnitt des Zuschnittstapels abgezogen ist, kommt der Förderriemen des Abzugsförderers erst dann wieder in Kontakt mit dem nächsten Zuschnitt, wenn dieser ebenfalls abgezogen werden soll.
Vorteilhaft ist die Exzenterachse vom Getriebe des Abzugsförderers angetrieben. Als Alternative kann sie über einen Scheibenläufermotor angetrieben sein, welcher mittels Lichtschranken gesteuert ist.
Um eine Anpassung an verschieden lange Zuschnitte und eine Einstellung der Abstände zwischen den vereinzelten Zuschnitten zu ermöglichen, ist der Antrieb der Exzenterachse zweckmässig ein in der Übersetzung bzw. Drehzahl verstellbarer Antrieb.
Weiter können die Förderriemen des Abzugsförderers etwa um die Länge der Zuschnitte über die Anschlageinrichtung hinaus weitergeführt sein.
Zweckmässig können auch der Abzugsförderer und der Förderer für den Weitertransport der vereinzelten Zuschnitte als ein einziger Förderer ausgebildet sein.
Die Anschlageinrichtung besteht vorteilhaft aus wenigstens zwei in der Höhe verstellbaren Stellzungen. Dies ist besonders dann von Vorteil, wenn die Zuschnitte, wie bei der Herstellung von Faltschachteln weitgehend üblich, unregelmässig geformte Umrisse haben. Zweckmässig sind die Stellzungen in einer Senkrechten zur Förderrichtung fluchtend angeordnet, sofern dies für die Vorderkante der Zuschnitte geeignet ist.
Die Riemenführung unter dem Zuschnittstapel besteht vorteilhaft aus beidseitig der Förderriemen angeordneten
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Gleitschienen, welche einen Kontakt der Zuschnitte mit den Förderriemen im Bereich der unter einem spitzen Winkel nach unten geführten Förderriemen vermeiden.
Schliesslich sind hinter dem Abzugsförderer im Bereich hinter der Anschlageinrichtung zweckmässig Rollen mit in Laufrichtung der Förderriemen federnden Hebeln vorgesehen. Diese Massnahme unterstützt das einwandfreie Halten der Ausrichtung der Zuschnitte auf den Förderriemen des Abzugsförderers während des Vereinzeins und während der Übergabe auf den Förderer für den Weitertransport.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Zeichnungen dargestellt und wird im folgenden näher beschrieben. In den Zeichnungen zeigen:
Fig. 1 eine Vorrichtung zum Vereinzeln von Zuschnitten aus einem Zuschnittstapel schematisch in Seitenansicht,
Fig. 2 eine Draufsicht auf die Vorrichtung nach Fig. 1 mit weggelassenen oberem Transportriemen und Rollen,
Fig. 3 einen Ausschnitt aus Fig. 1 beim Abziehen des untersten Zuschnitts aus einem Zuschnittstapel,
Fig. 4 einen Ausschnitt aus Fig. 1 wie in Fig. 3 dargestellt, jedoch bei mit dem Förderriemen nicht in Kontakt stehendem untersten Zuschnitt des Zuschnittstapels,
Fig. 5 einen Querschnitt durch die exzentrisch gelagerte Rolle in der Stellung nach Fig. 3,
Fig. 6 einen Querschnitt durch die exzentrisch gelagerte Rolle in der Stellung nach Fig. 4 und
Fig. 7 eine Draufsicht auf einen typischen, von zwei Stellzungen gehaltenen Zuschnitt über Förderriemen und Riemenführungen.
Bei der in den Zeichnungen dargestellten Vereinzelungsvorrichtung, welche insbesondere bei der Vereinzelung von Zuschnitten aus den Einlegern bei Faltschachtelklebemaschinen Verwendung findet, ist ein Zuschnittstapel 1 hinter zwei Stellzungen 2 angeordnet, welche den Zuschnittstapel 1 einerseits halten und zum anderen die Zuschnitte ausrichten. Die Stellzungen 2 sind in der Höhe einstellbar. Der untere Teil des Zuschnittstapels 1 wird am hinteren Ende von einer auf die Länge der Zuschnitte einstellbaren Zuschnittstütze 3 gehalten.
Unter dem Zuschnittstapel 1 ist ein Abzugsförderer mit zwei Förderriemen 4 und beidseitig der Förderriemen 4 angeordneten, feststehenden Riemenführungen 5 angeordnet. Die Förderriemen 4 sind vor den Stellzungen 2 etwa um die Länge des grössten zu verarbeitenden Zuschnitts weitergeführt. Ein bereits vereinzelter Zuschnitt 14 ist auf diesem Teil der Förderriemen 4 deutlich dargestellt.
Die Riemenführungen 5 verlaufen über die gesamte Länge des Abzugsförderers in einer Ebene, die Förderriemen 4 vor den Stellzungen 2 parallel zu den Riemenführungen 5. Ausgehend von dem Bereich unter den Stellzungen 2 sind die Förderriemen 4 gegenüber den Riemenführungen 5 unter einem spitzen Winkel nach unten geführt, so dass der unterste Zuschnitt des Zuschnittstapels 1 hauptsächlich auf den Riemenführungen 5 aufliegt. Etwa unter den Stellzungen 2 ist unterhalb der Förderriemen 4 eine exzentrisch gelagerte Rolle 6 vorgesehen, deren Funktion im folgenden noch näher beschrieben ist. In den Fig. 3 bis 6 sind Einzelheiten der Stellung der exzentrisch gelagerten Rolle 6 dargestellt, während Fig. 7 die Draufsicht auf einen typischen, auf den Förderriemen 4 bzw. den Riemenführungen 5 aufliegenden Zuschnitt zeigt.
An den Abzugsförderer schliesst ein synchron mit diesem angetriebener Förderer für den Weitertransport der vereinzelten Zuschnitte 14 mit oberen Förderriemen 8 und unteren Förderriemen 9 an. Auf den vereinzelten Zuschnitten des Abzugsförderers wie auch auf dem oberen Förderriemen 8 des Förderers für den Weitertransport der vereinzelten Zuschnitte 14 liegen Rollen 7 mit in Laufrichtung der Förderriemen 4 bzw. 8 federnden Hebeln auf.
Sowohl die Förderriemen 4 des Abzugsförderers als auch die unteren Förderriemen des Förderers für die Weiterförderung der vereinzelten Zuschnitte 14 sind über ein Winkelgetriebe 10 mit Kardanwelle 11 synchron angetrieben. Die Übergabe der vereinzelten Zuschnitte 14 von den Förderriemen 4 des Abzugsförderers auf die Förderriemen 9 des Förderers für den Weitertransport erfolgt somit ohne Schlupf und damit ohne Verkanten der vereinzelten Zuschnitte 14.
Die antreibende Verbindung zwischen dem Winkelgetriebe 10 und den Förderriemen 4 des Abzugsförderers erfolgt vorzugsweise über einen Schmalriemenantrieb 12.
Die Exzenterachse der exzentrisch gelagerten Rolle 6 ist über einen in der Übersetzung verstellbaren Antrieb 13, vorzugsweise über einen Simplabelt-Antrieb angetrieben. Über diesen Antrieb 13 wird die exzentrisch gelagerte Rolle 6 taktweise und synchron mit dem Antrieb der Förderriemen 4 in ihre oberste Stellung (Fig. 3 und 5) angehoben bzw. in ihre unterste Stellung (Fig. 4 und 6) abgesenkt. In der abgesenkten Stellung liegt der unterste Zuschnitt des Zuschnittstapels 1 lediglich auf den Riemenführungen 5 auf. Die exzentrisch gelagerte Rolle 6 wird dann so lange angehoben, bis der unterste Zuschnitt des Zuschnittstapels 1 im Bereich der Stellzungen 2 in Eingriff mit den Förderriemen 4 kommt und damit unter den Stellzungen 2 abgezogen wird. Aus ihrem höchsten Punkt wird die Rolle 6 dann wieder abgesenkt, während der nunmehr vereinzelte Zuschnitt 14 auf den Förderriemen 4 weiterläuft und zwischen die Förderriemen 8 und 9 ohne Relativgeschwindigkeit zu den letzteren übergeben wird. Die Laufrichtung der vereinzelten Zuschnitte 14 ist in den Zeichnungen durch einen Pfeil L angedeutet.
Die Abschnitte zwischen den vereinzelten Zuschnitten 14 können durch Verstellung der Übersetzung des Antriebs 13 für die Exzenterachse der Rolle 6 sehr genau und jeweils abgestimmt auf die Zuschnittslänge und -form eingestellt werden.
Durch die taktweise Anhebung der Förderriemen 4 im Bereich der Stellzungen 2 wird die Kontaktkraft zwischen den Förderriemen 4 und dem gerade abgezogenen Zuschnitt mit zunehmender Geschwindigkeit grösser und damit wird auch die Vereinzelungskraft grösser. Auf dem Teil des Abzugsförderers hinter den Stellzungen 2 werden die vereinzelten Zuschnitte 14 bereits mit der Übergabegeschwindigkeit auf den Förderer für den Weitertransport gefördert, während sie vor der Vereinzelung hauptsächlich auf den Riemenführungen 5 und ohne Kontakt mit den Förderriemen 4 aufliegen. Damit erübrigt sich eine ständige Reinigung der Transportriemen 4 mit Pressluft und Putzlappen und die Stillstandszeiten der gesamten Vorrichtung werden erheblich verringert.
Fig. 7 zeigt einen typischen untersten Zuschnitt eines Zuschnittstapels 1 in Anlage gegen die Stellzungen 2, welche vorzugsweise in einer Senkrechten zur Förderrichtung L fluchtend angeordnet sind.
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1 Blatt Zeichnungen
Claims (10)
1. Vorrichtung zum Vereinzeln von hinter einer Anschlageinrichtung gestapelten Zuschnitten aus Karton, Pappe oder Wellpappe, mit unter dem Zuschnittstapel vorgesehenen Förderriemen samt Riemenführung für den gesteuerten Abzug des jeweils untersten Zuschnitts und einem an den Abzugsförderer unmittelbar anschliessenden, synchron mit diesem angetriebenen Förderer für den Weitertransport der vereinzelten Zuschnitte, dadurch gekennzeichnet, dass die Förderriemen (4) des Abzugsförderers unter dem Zuschnittstapel (1) gegenüber der Riemenführung (5) ausgehend von dem Bereich der Anschlageinrichtung (2,2) unter einem spitzen Winkel nach unten geführt sind und dass im Bereich der Anschlageinrichtung (2,2) eine exzentrisch gelagerte Rolle (6) unter den Förderriemen (4) angeordnet ist, deren Exzenterachse über einen synchron zum Antrieb des Abzugsförderers gesteuerten Antrieb (13) angetrieben ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Exzenterachse vom Getriebe (10) des Abzugsförderers angetrieben ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Exzenterachse über einen Scheibenläufermotor angetrieben ist.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Antrieb (13) der Exzenterachse ein in der Übersetzung bzw. Drehzahl verstellbarer Antrieb ist.
5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Förderriemen (4) des Abzugsförderers etwa um die Länge der Zuschnitte (14) über die Anschlageinrichtung (2,2) hinaus weitergeführt sind.
6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Abzugsförderer und der Förderer für den Weitertransport der vereinzelten Zuschnitte (14) als ein einziger Förderer ausgebildet sind.
7. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Anschlageinrichtung (2,2) aus wenigstens zwei in der Höhe verstellbaren Stellzungen (2) besteht.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Stellzungen (2) in einer Senkrechten zur Förderrichtung (6) fluchtend angeordnet sind.
9. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Riemenführung (5) unter dem Zuschnittstapel (1) aus beidseitig der Förderrie-men (4) angeordneten Gleitschienen oder Stützrollen besteht.
10. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass über dem Abzugsförderer im Bereich hinter der Anschlageinrichtung (2,2) Rollen (7) mit in Laufrichtung der Förderriemen (4) federnden Hebeln vorgesehen sind.
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| PL | Patent ceased |