DE3118308C2 - - Google Patents
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum
Vereinzeln eines Stapels gefalteter oder gebundener, mehr
blättriger Druckprodukte, insbesondere Zeitungen und Zeit
schriften, gemäß Oberbegriff des Anspruches 1.
Bei einer bekannten Vorrichtung dieser Art ist eine hin-
und hergehende Abzieheinrichtung vorhanden, die mittels
Krallen kraftschlüssig auf der Unterseite des im Stapel
untersten Produktes angreift und das so erfaßte Produkt
wegzieht (CH-PS 4 41 389 bzw. entsprechende US-PS 34 46 498).
Das zweitunterste Produkt des Stapels wird mittels eines
an ihm angreifenden Hakens festgehalten und so gegen ein
Mitnehmen beim Abziehen des untersten Produktes gesichert.
Neben einer aufwendigen Konstruktion weist diese Vorrich
tung den weiteren Nachteil auf, das die Gefahr einer Ver
letzung der Produkte durch die Krallen der Abzieheinrich
tung bzw. den Rückhaltehaken gegeben ist. Mit dieser Ab
zieheinrichtung ist es nun nicht möglich, das jeweils un
terste Produkt eines aufrecht stehenden Stapels unter den
darüberliegenden Produkten hervorzuziehen. Der Stapel muß
daher vor dem Vereinzeln gekippt werden, so daß das unter
ste Produkt in eine Ebene zu liegen kommt, die mit der Ho
rizontalen einen spitzen Winkel einschließt. Die Produkte
werden dann in dieser Ebene durch die Abzieheinrichtung weg
gezogen. Dieses Kippen des Stapels macht einen entsprechen
den Mechanimus notwendig. Zudem ist bei der bekannten
Vorrichtung ein einwandfreies Abziehen von dicken Produk
ten nicht gewährleistet.
Die vorliegende Erfindung bezweckt nun, diese Nachteile
zu beseitigen. Es stellt sich somit die Aufgabe, eine Vor
richtung der eingangs genannten Art von einfachem Aufbau
und hoher Arbeitsleistung zu schaffen, welches erlaubt,
von einem Stapel schonend und störungsfrei Druckprodukte
unterschiedlicher Dicke und Blattanzahl abzuziehen.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des
kennzeichnenden Teils des Anspruches 1 gelöst.
Das einseitig in das jeweils unterste Druckprodukt ein
fahrende und am Bund bzw. Falz anschlagende Mitnehmeror
gan dreht das Produkt auf der erfaßten Seite unter dem
Stapel hervor und bringt es in den Wirkungsbereich der Ab
zugsvorrichtung, die in einer besonders einfachen Ausfüh
rungsform durch zwei das Produkt zwischen sich aufnehmende
Rollen, von denen mindestens die eine angetrieben ist, ge
bildet wird. Die Abzugsvorrichtung greift am über den Sta
pel vorstehenden Bereich des Bundes bzw. Falzes an und
zieht das Produkt vollends unter dem Stapel hervor.
Zweckmäßigerweise ist der Abzugsvorrichtung eine Wegför
dereinrichtung, z. B. wenigstens ein Förderband, nachge
schaltet, die die abgezogenen Produkte wegführt. Vorzugs
weise wird das Mitnehmerorgan entlang einer Bahn umlaufend
angetrieben, welche einen im wesentlichen in Abzugsrichtung
verlaufenden Abschnitt aufweist, der zwischen zwei Umlenk
stellen liegt, von denen die am Anfang dieses Abschnittes
liegende Umlenkstelle des Stapels angeordnet ist.
Durch diese seitliche Anordnung dieser einen Umlenkstelle
wird ein einwandfreies Einfahren des Mitnehmerorganes
in das unterste Produkt ermöglicht.
Damit das Mitnehmerorgan ohne weiteres und ohne Verletzung
des Produktes wieder aus diesem ausfahren kann, wird
zweckmäßigerweise die Fördergeschwindigkeit der Abzugs
vorrichtung und der Wegfördereinrichtung größer gewählt
als die Bwegungsgeschwindigkeit des Mitnehmerorganes.
Die Arbeitsgeschwindigkeit der Vorrichtung kann dadurch
erhöht werden, daß mehrere Mitnehmerorgane vorhanden sind,
die in ihrer Bewegungsrichtung gesehen in einem gegensei
tigen Abstand an einem Zugorgan befestigt sind.
Es ist von Vorteil, wenn der Stapel bezüglich der Abzugs
richtung auf der Eingriffsseite des Mitnehmerorganes zu
rückversetzt schräggestellt ist. Durch diese Maßnahme
wird erreicht, daß das abgezogene Produkt mit seiner vor
laufenden Falzkante zur Abzugsrichtung etwa rechtwinklig
stehend weggeführt werden kann.
Im folgenden wird anhand der Zeichnung ein Ausführungsbei
spiel des Erfindungsgegenstandes näher erläutert. Es
zeigt schematisch
Fig. 1 in Draufsicht eine Vorrichtung zum
Vereinzeln eines Stapels von Druckpro
dukten,
Fig. 2 einen Schnitt entlang der Linie II-II
in Fig. 1 und
Fig. 3 bzw. 4 in gegenüber den Fig. 1 und 2 ver
größertem Maßstab in Seitenansicht
bzw. in Draufsicht ein Mitnehmerorgan.
Die in den Fig. 1 und 2 gezeigten Vorrichtung weist
eine Grundplatte 1 auf, über der in einem gegenseitigen
Abstand zwei Lagerplatten 2 und 3 sowie eine Auflageplatte
4 angeordnet sind. Die Lagerplatten 2 und 3 und die Auf
lageplatte 4 sind auf nicht näher dargestellte Weise gegen
über der Grundplatte 1 abgestützt. Die Auflageplatte 4
dient als Stapelauflage für einen Stapel 5 von Druckpro
dukten 6. Diese aus mehreren Blättern bestehenden Druck
produkte 6 weisen einen Querfalz auf, wodurch eine Falz
kante (Bund) 6 a gebildet wird. Die Druckprodukte 6 liegen
gleich gerichtet aufeinander, so daß die Falzkanten 6 a
aller Produkte auf derselben Seite des Stapels 5 liegen,
wie das besonders deutlich aus der Fig. 2 hervorgeht.
An den übrigen drei Seiten sind die Druckprodukte 6 offen.
Bei Druckprodukten, z. B. Zeitungen, mit 2-Falz, bei denen die
einzelnen Bogen am Rücken des Produktes auch noch längsge
faltet sind, befinden sich diese Längsfalze auf der mit
6 b bezeichneten Seite der Druckprodukte 6 (siehe Fig. 1).
Im Bereich der Stapelecken, die durch die Falzkanten 6 a
und die an diese anschließenden Seiten gebildet werden,
sind Anlegeschienen 7, 8, 9 bzw. 10 vorhanden, die von der
Auflageplatte 4 nach oben abstehen. An der den Falzkanten
6 a gegenüberliegenden Seite ist eine hintere, aufrecht
stehende Anlegeschiene 11 angeordnet. Die Anlageschienen
7-11 legen den Stapelraum 12 (Fig. 2) zur Aufnahme des
Druckproduktestapels 5 fest. Die Druckprodukte 6 stehen
mit ihrer Falzkante 6 a an den vorderen Anlegeschienen 8 und
9, mit ihren Seitenkanten an den seitlichen Anlegeschienen
7 und 10 und an ihrer hinteren Seite an der Anlegeschiene
11 an. Wie die Fig. 2 zeigt, liegt die hintere Anlege
schiene auf der Auflageplatte 4 auf. Hingegen enden die An
legeschienen 7, 8 und 9 in einem Abstand von der Auflage
platte 4. Dieser Abstand entspricht im wesentlichen der
Dicke eines Druckproduktes 6, so daß wohl ein Abziehen des
jeweils untersten Produktes möglicht ist, die übrigen Pro
dukte jedoch zurückgehalten werden. Der seitliche Anschlag
10 kann ebenfalls in einem Abstand von der Auflageplatte
4 enden. Es ist jedoch auch denkbar, diese Anlegeschiene
10 gleich wie die Anlegeschiene 11 auf der Auflageplatte
4 aufliegen zu lassen.
Wie insbesondere auch der Fig. 1 hervorgeht, ist der Sta
pel 5 um eine senkrecht zur Auflageplatte 4 und somit zur
Ebene der Druckprodukte 6 verlaufenden Achse verdreht und
bezüglich der Abzugsrichtung (Pfeil C) schräggestellt,
z. B. um einen Winkel α von ca. 5 Grad. Diese Schrägstel
lung des Stapels 5, deren Zweck nüch zu erläutern sein
wird, ist derart, daß die durch die Falzkanten 6 a und
die anschließende Seitenkante 6 b gebildete Ecke des
Stapels 5 zurückversetzt ist.
Auf der Grundplatte 1 ist ein Antriebsmotor 13 und ein
Winkelgetriebe 14 abgestützt. Die eine Antriebswelle des
Winkelgetriebes 14 trägt ein Kettenrad 15, das über eine
Kette 16 ein zweites Kettenrad 17 antreibt. Dieses Ketten
rad 17 ist mit einer Welle 18 drehfest verbunden, die in
den Lagerplatten 2 und 3 gelagert ist. Auf dieser Welle 18
ist ein weiteres Kettenrad 19 aufgekeilt, über das eine
Kette 20 geführt ist. Diese Kette 20 läuft über ein zwei
tes Kettenrad 21, das lose auf einer aufrechtstehenden
Welle 22 sitzt, die in der Lagerplatte 3 gelagert ist. Die
ses zweite Kettenrad 21 befindet sich seitlich des Stapels
5. An der Kette 20 sind in einem gegenseitigen Abstand
drei Mitnehmerorgane 23 befestigt, deren Aufbau anhand der
Fig. 3 und 4 nocht näher erläutert werden wird. Das Win
kelgetriebe 14 treibt ein weiteres Kettenrad 24 an, das
über eine Kette 25 mit einem Kettenrad 26 antriebsverbun
den ist. Die Drehbewegung dieses Kettenrades 26 wird über
eine Kette oder einen Riemen 27 auf eine Förderrolle 28 über
tragen, die unterhalb des Stapels 5 angeordnet und diese unmit
telbar vorgelagert ist. Mit dieser Förderrolle 28 wirkt eine Druck
rolle 29 zusammen, welche oberhalb der Förderrolle 28 ange
ordnet ist. Diese Gegendruckrolle 29 ist frei drehbar in
einer Lagerung 30 gelagert, auf welche eine Druckfeder 31
wirkt, die die Gegendruckrolle 29 an die Förderrolle 28
andrückt. Falls das Eigengewicht der Gegendruckrolle 29
groß genug ist, kann auf die Druckfeder 31 verzichtet wer
den. Die beiden Rollen 28 und 29 bilden eine Abzugsvorrich
tung, deren Funktionsweise noch zu erläutern sein wird.
In Abzugsrichtung C gesehen schließen an die beiden Rollen
28, 29 zwei zueinander parallele, in einem Abstand vonein
ander angeordnete Förderbänder 32 und 33 an. Diese Förder
bänder 32, 33 werden über Umlenkrollen 34 (in Fig. 2 nur
eine gezeigt) geführt und auf nicht näher dargestellte Wei
se in Richtung der Pfeile E angetrieben. Zwischen den bei
den Förderbändern 32, 33 und parallel zu diesen verlaufen
zwei Rollenbahnen 35 und 36, die durch lose gelagerte Rol
len 37 gebildet werden. Die beiden Rollenbahnen 35, 36 die
nen dazu, die durch die Förderbänder 32, 33 weggeförderten
Druckprodukte zwischen den beiden Förderbändern zu stützen.
Auf dem einen Förderband 33 liegt unter ihrem Eigengewicht
eine Druckrolle 38 auf, die frei drehbar in einer Lagerung
39 gelagert ist. Die Lagerung 39 samt Druckrolle 38 ist um
eine nur schematisch angedeutete Achse 40 frei schwenkbar.
Diese Druckrolle 38 dient zur Unterstützung des Wegförder
vorganges und kann unter Umständen auch weggelassen werden.
Daneben ist es auch denkbar, dem anderen Förderband 32 eben
falls eine solche Druckrolle zuzuordnen.
Die Fig. 3 und 4 zeigen in vergrößertem Maßstab ein Mit
nehmerorgan 23. Dieses wird durch den oberen Schenkel 41
eines liegenden, U-förmigen Profils gebildet. Dieser obere
Schenkel 41 ist über einen Steg 42 mit dem unteren Schenkel
43 des U-förmigen Profils verbunden. Der untere Schenkel
43 ist, wie aus den Fig. 3 und 4 hervorgeht, an der
Kette 20 festgeschraubt. Wie aus Fig. 4 hervorgeht, ver
läuft die Längsachse des unteren Schenkels 43 nicht recht
winklig zur Kette 20 sondern schräg zu dieser. Diese Maß
nahme dient dazu, ein einwandfreies Einfahren des längeren,
oberen Schenkels 41 in die Druckprodukte sicherzustellen.
Die in Bewegungsrichtung B gesehen vordere Kante 44 des
oberen Schenkels 41 kommt, wie das noch zu beschreiben sein
wird, mit der Falzkante 6 a der Druckprodukte 6 in Anschlag.
Diese Mitnahmekante 44 geht auf der Schmalseite des Schen
kels 41 in eine Abrundung 45 über. Um das Einfahren in die
Druckprodukte 6 zu erleichtern und eine Beschädigung die
ser Druckprodukte zu vermeiden, weist der obere Schenkel
41 eine zur Kante 44 abfallende Schrägfläche 46 auf, die
sich in den Bereich der Abrundung 45 erstreckt.
Im folgenden wird nun die Wirkungsweise dieser Vorrichtung
beschrieben.
Der Antriebsmotor 13 treibt über das Winkelgetriebe 14 das
Kettenrad 19 in Richtung des Pfeiles A an. Dadurch werden
die Kette 20 und mit ihr die Mitnehmer 23 in Richtung der
Pfeile B umlaufend angetrieben. Wie aus der Fig. 1 her
vorgeht, werden die um das Kettenrad 21 umlaufenden Mit
nehmerorgane 23 umgelenkt und fahren an der Seitenkante 6 b
des unteren Druckproduktes 6′ mit ihrer Kante 44 vorlau
fend zwischen die Blätter dieses Druckproduktes ein. Dank
der Abrundung 45 und der Abschrägung 46 kann dieses Ein
fahren der Mitnehmerorgane 23, d. h. der Schenkel 41, ein
wandfrei und ohne Beschädigung des Druckproduktes 6′ erfol
gen. Nach erfolgter Umlenkung gelangen die Mitnehmerorgane
23 in denjenigen Abschnitt ihrer Bewegungsbahn, der paral
lel zur Abzugsrichtung C verläuft und zwischen den beiden
Kettenrädern 19 und 21 liegt. Im Zuge der Umlenkung kommt
das in das unterste Druckprodukt 6′ eingefahrene Mitnehmer
organ 23 an der Falzkante 6 a zum Anschlag und nimmt dieses
unterste Druckprodukt 6′ während seiner Weiterbewegung mit.
Diese Mitnahme des Druckproduktes 6′ bewirkt ein Drehen
desselben, wodurch dieses unterste Produkt 6′ im Bereich
ihrer durch die Falzkante 6 a und die anschließende Seiten
kante 6 b gebildete Ecke unter dem Stapel 5 hervorgezogen
wird, wie das in Fig. 1 durch das strichpunktiert darge
stellte Exemplar 6′ veranschaulicht ist. Ist das unterste
Produkt 6′ soweit gedreht worden, daß dessen Falzkante
6 a etwa rechtwinklig zur Abzugsrichtung C verläuft, so
wird dieses Produkt 6′ im freigelegten Bereich seiner Falz
kante 6 a durch die Abzugsvorrichtung 28, 29 erfaßt. Das
zwischen der in Richtung des Pfeiles D (Fig. 2) angetrie
benen Förderrolle 28 und der Gegendruckrolle 29 sich befind
liche Produkt 6′ wird nun in Abzugsrichtung C unter dem
Stapel 5 hervorgezogen und gelangt auf die beiden Förder
bänder 32 und 33. Durch die Druckrolle 38 wird das unter
dem Stapel hervorgezogene Druckprodukt 6′′ gegen das För
derband 33 gedrückt, wodurch ein einwandfreies Mitnehmen
und Abtransportieren des vereinzelten Produktes 6′′ gewähr
leistet wird. Die Produkte werden von den Förderbändern 32,
33 weggeführt, wie das anhand des Druckproduktes 6′′′ dar
gestellt ist.
Nach Erfassen des durch ein Mitnehmerorgan 23 um einen ge
wissen Betrag unter dem Stapel 5 hervorgezogenen Produktes
6′ durch die beiden Rollen 28, 29 hat das Mitnehmerorgan
23 keine Förderwirkung mehr auf das Druckprodukt 6′ auszu
üben. Um nun das Mitnehmerorgan 23 außer Eingriff mit der
Falzkante 6 a zu bringen, ist die Fördergeschwindigkeit der
Abzugsvorrichtung 28, 29 größer gewählt als die Bewegungs
geschwindigkeit der Mitnehmer 23. Um nun ein problemloses
Ausfahren der Mitnehmerorgane 23 aus dem Druckprodukt 6′′
im Bereich des Kettenrades 19 zu ermöglichen, wird auch
die Fördergeschwindigkeit der beiden Förderbänder 32, 33
größer gewählt als die Bewegungsgeschwindigkeit der Mit
nehmerorgane 23. Die um das Kettenrad 19 laufenden Mitneh
merorgane 23 werden wieder umgelenkt und gelangen wieder
zurück zum anderen Kettenrad 21, wo sie auf die beschrie
bene Weise erneut in das unterste Druckprodukt einfahren.
Da wie beschrieben das unterste Druckprodukt 6 durch das
auf diese einwirkende Mitnehmerorgan 23 bezüglich der
übrigen Produkte 6 im Stapel 5 gedreht wird, hat dieses
unterste Druckprodukt 6′ im Zeitpunkt des Erfassens durch
die Rollen 28, 29 eine andere Lage als die übrigen Produkte
im Stapel 5. Die erwähnte Schrägstellung des Stapels 5 hat
nun den Zweck, daß im Zeitpunkt des Erfassens dieses Druck
produkt 6′ durch die Abzugsvorrichtung 28, 29 die Falzkan
te 6 a dieses Druckproduktes etwa rechtwinklig zur Abzugs
richtung C verläuft. Wird auf die erwähnte Schrägstellung
des Stapels 5 verzichtet, so verlaufen die weggeführten
Druckprodukte entsprechend schräg zur Abzugsrichtung C.
Dank des Abziehens der Druckprodukte 6 durch die Mitnehmer
organe 23 und die Abzugsvorrichtung 28, 29 können auch Er
zeugnisse erheblicher Dicke einwandfrei abgezogen werden.
Die Auflageplatte 4 wird vorzugsweise höhenverstellbar aus
gebildet, um den Abstand zwischen dieser Auflageplatte 4
und den Mitnehmerorganen 23 der jeweiligen Dicke der zu
verarbeitenden Druckprodukte 6 anpassen zu können. Dadurch,
daß mehrere Mitnehmerorgane 23 umlaufen, ist eine höhere
Arbeitsleistung möglich als beim Vorsehen von nur einem
Mitnehmerorgan. Es ist selbstverständlich denkbar, nur ein
Mitnehmerorgang vorzusehen. Durch die Anordnung der durch
das Ketterad 21 gebildeten Umlenkstelle benachbart und
neben dem Stapel 5 ergibt sich der Vorteil, daß die Mit
nehmerorgane 23 einwandfrei seitlich in das jeweils unter
ste Druckprodukt 6′ einfahren können.
Anstelle eines einzigen Paares von Abzugsrollen 28, 29,
die etwa in der Mitte der Druckprodukte angreifen, können
auch zwei oder mehr Rollenpaare vorgesehen werden, die über
die Falzkante 6 a der Druckprodukte verteilt am jeweils
abzuziehenden Druckprodukt angreifen. Obwohl die beschrie
bene Ausbildung der Abzugsvorrichtung in Form eines oder
mehrerer Paare von Abzugsrollen 28, 29 als konstruktiv be
sonders einfache Lösung sich anbietet, ist es möglich, die
se Abzugsvorrichtung auch anders auszubilden, z. B. in Form
von Greifern.
Es versteht sich, daß mit der beschriebenen Vorrichtung
nicht nur Druckprodukte mit einem Querfalz verarbeitet wer
den können, sondern auch gebundene Erzeugnisse. Die erfin
dungsgemäße Vorrichtung eignet sich vor allem, jedoch
nicht ausschließlich, zum Vereinzeln von gestapelten Zei
tungen oder Zeitschriften.
Claims (17)
1. Vorrichtung zum Vereinzeln eines Stapels gefalteter
oder gebundener, mehrblättriger Druckprodukte, insbesonde
re Zeitungen und Zeitschriften, mit einer am jeweils unter
sten Produkt angreifenden und dieses unter dem Stapel weg
ziehenden Abzieheinrichtung und einer Rückhalteeinrichtung
zum Zurückhalten der übrigen Produkte, dadurch gekennzeich
net, daß die Abzieheinrichtung wenigstens ein Mitnehmer
organ (23), das an einer an den Falz bzw. Bund (6 a) angren
zenden Seite (6 b) des jeweils untersten Produkts (6′) zwi
schen dessen Blätter einfahrbar ist und das am Bund bzw.
Falz (6 a) des Produkts (6′) zum Anschlag kommt und an
schließend im wesentlichen in Abzugsrichtung (C) bewegbar
ist, sowie eine das Produkt (6′) im durch das Mitnehmer
organ (23) unter dem Stapel (5) hervorgezogenen Bereich
des Bundes bzw. Falzes (6 a) erfassende Abzugsvorrichtung
(28, 29) aufweist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß
das wenigstens eine Mitnehmerorgan (23) entlang einer Bahn,
die vorzugsweise in einer zu den Produkten (6) im wesentli
chen parallelen Ebene liegt, umlaufend angetrieben ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Bahn einen im wesentlichen in Abzugsrichtung (C)
verlaufenden Abschnitt aufweist, der zwischen zwei Umlenk
stellen (19, 21) liegt, vor denen die am Anfang dieses Ab
schnittes liegende Umlenkstelle (21) seitlich des Stapels
(5) angeordnet ist, um ein Einfahren des diese Umlenk
stelle (21) durchlaufenden Mitnehmerorganes (23) in das
unterste Produkt (6′) zu erlauben.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1-3, dadurch
gekennzeichnet, daß zwei oder mehr Mitnehmerorgane (23)
vorhanden sind, die in ihrer Bewegungsrichtung (B) gese
hen in einem gegenseitigen Abstand angeordnet sind.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1-4, dadurch
gekennzeichnet, daß jedes Mitnehmerorgan (23) durch ein
längliches, quer zu seiner Bewegungsrichtung (A) verlau
fendes und an einem Zugorgan (20) befestigtes Element (41)
gebildet ist, dessen vorlaufende Seitenkante (44) am Bund
bzw. Falz (6 a) der Produkte (6) zum Anschlag kommt.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet,
daß jedes Mitnehmerorgan (23) an seinem in die Produkte
(6) eingreifenden bestimmten Ende eine Abrundung (45) auf
weist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekenn
zeichnet, daß jedes Mitnehmerorgan (23) an der zwischen
die Blätter der Produkte (6) einzugreifen bestimmten Kante
(44, 45) keilförmig ausgebildet ist.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1-7, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Abzugsvorrichtung wenigstens ein
benachbart zum Stapel (5) angeordnetes, angetriebenes För
derorgan (28) aufweist, das mit dem freigelegten Bereich
des Bundes bzw. Falzes (6 a) der Produkte (6) in förderwirk
samen Eingriff bringbar ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet,
daß das Förderorgan eine Förderrolle (28) ist.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekenn
zeichnet, daß dem Förderorgan (28) ein Gegendruckele
ment (29), vorzugsweise eine Druckrolle, zugeordnet ist,
das dem Förderorgan (28) bezüglich des abzuziehenden Pro
duktes (6) gegenüberliegt.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet,
daß auf das Gegendruckelement (29) ein letzteres gegen
das Förderorgan (28) drückendes Federelement (31) wirkt.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1-11, gekenn
zeichnet durch eine der Abzugsvorrichtung (28, 29) nachge
schaltete Wegfördereinrichtung (32, 33), insbesondere we
nigstens ein Förderband, zum Wegfördern der abgezogenen
Produkte (6′′, 6′′′).
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1-12, dadurch
gekennzeichnet, daß die Fördergeschwindigkeit der Abzugs
vorrichtung (28, 29) bzw. der Wegfördereinrichtung (32, 33)
größer ist als die Bewegungsgeschwindigkeit des bzw. der
Mitnehmerorgane (23).
14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1-13, dadurch
gekennzeichnet, daß die Rückhalteeinrichtung durch den
Stapelaufnahmeraum (12) festgelegte Anschlagelemente
(7-11) gebildet ist.
15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1-14, dadurch
gekennzeichnet, daß der Stapel (5) bezüglich der Abzugs
richtung (C) auf der Eingriffsseite (6 b) des bzw. der Mit
nehmerorgane (23) zurückversetzt schräggestellt ist.
16. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet,
daß oberhalb des wenigstens einen Förderbandes (33)
der Wegfördereinrichtung (32, 33) ein Gegendruckelement
(38) vorzugsweise eine Druckquelle, angeordnet ist, das
auf den abgezogenen Produkten (6′′, 6′′′) zur Auflage
kommt.
17. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1-16, dadurch
gekennzeichnet, daß der Stapel (5) auf einer Stapelauf
lage (4) aufliegt, die bezüglich der Bewegungsbahn des
bzw. der Mitnehmerorgane (23) im Abstand einstellbar ist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH368880A CH646114A5 (de) | 1980-05-12 | 1980-05-12 | Vorrichtung zum vereinzeln eines stapels gefalteter oder gebundener, mehrblaettriger druckprodukte. |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3118308A1 DE3118308A1 (de) | 1982-04-22 |
| DE3118308C2 true DE3118308C2 (de) | 1989-02-02 |
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19813118308 Granted DE3118308A1 (de) | 1980-05-12 | 1981-05-08 | Vorrichtung zum vereinzeln eines stapels gefalteter oder gebundener, mehrblaettriger druckprodukte |
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| DE (1) | DE3118308A1 (de) |
| GB (1) | GB2076375B (de) |
| SE (1) | SE450112B (de) |
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