CH471949A - Vorfabriziertes Bauelement, ein Verfahren zu seiner Herstellung und eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens - Google Patents
Vorfabriziertes Bauelement, ein Verfahren zu seiner Herstellung und eine Vorrichtung zur Durchführung des VerfahrensInfo
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Description
Vorfabriziertes Bauelement, ein Verfahren zu seiner Herstellung und eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens Vorfabrizierte Bauelemente zur Errichtung von so genannten Fertighäusern sind bekannt. Sie benötigen jedoch zum Aufbau immer noch viele Bauhandwerker sowie ein Skelett oder Tragkonstruktionen und ein in herkömmlicher Weise erstelltes Ortsfundament.
Diesen Nachteil behebt die vorliegende Erfindung mit einem vorfabrizierten Bauelement, das dadurch ge kennzeichnet ist, dass es als Hohlprofil ausgebildet ist und aus mindestens einem statisch tragenden biegefesten Material und mindestens einem Überzugs- und/oder Füllmaterial besteht.
Das erfindungsgemässe Verfahren zur Herstellung des Bauelementes ist dadurch gekennzeichnet, dass es aus endlos laufender Strangware oder etappenweise in der Füllung der Maschine entsprechenden Längen, unter gleichzeitiger oder nachfolgender Zuführung bzw. Aus stossung von mindestens einem zweiten, anderen Mate rial hergestellt wird.
Die erfindungsmässige Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens mit Hilfe mindestens einer Strangpress-, Giess- oder Umspritzmaschine ist dadurch gekennzeich net, dass sie mindestens zwei Düsen- bzw. Mundstücke mit je für sich veränderlicher Ausstossgeschwindigkeit und Menge, entsprechend dem eingesetzten Material und vorbestimmten Volumen und Verdichtung, aufweist.
Das erfindungsgemässe Bauelement kann mit ande ren gleichen und/oder ähnlichen Elementen mit oder ohne Verwendung von Zubehör und/oder Verbindungs teilen nebeneinander, ineinander und/oder übereinander angeordnet und mittels lösbarer und/oder statisch fester Verbindung zur Erstellung von Hoch- und Tiefbau werken verwendet werden.
Durch Zusatzbauelemente, wie Balkone, Terrassen, Wege, Zwischenwände (nichttragend), Empore, Dielen treppen und deren vorbereiteten Aufnahmen und Siche rungen, kann der Bauherr oder Käufer sein Haus jeder zeit selbst modifizieren, verändern und vergrössern, ohne bereits am Anfang die sämtlichen Kosten zu haben. Er kann das Haus auch nackt, also leer kaufen und nach und nach die dazu passende vorfabrizierte und ge normte Einrichtung, Bauteile, Zusatzbauteile, auch far bige Mosaikfenster, Klimaanlage, Vordächer usw. an schaffen bzw. einmontieren lassen. Es können also auch weniger gutsituierte Familien ein solches Haus erwerben, weil es billig ist.
Bei einer Herstellung dieser Bauelemente aus leich tem Material brauchen die Anfahrtsstrassen und Wege nicht so tragfähig zu sein, und man kann deshalb in nichterschlossenem Gelände diese Bauwerke errichten, weil die durch die Bauelemente nicht gegebene statische Festigkeit und das Gewicht durch Injektion z. B. von Beton bzw. Einblasung von Sand während oder nach Errichtung des Bauwerkes erreicht werden kann. Da durch ist ein vielversprechender Export insbesondere nach Entwicklungsgebieten möglich.
Auf der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes dargestellt.
Fig. 1 zeigt im Querschnitt ein selbsttragendes Wandelement mit Innen- 1 und Aussenwand 2, die da zwischenliegenden Isolier- und Dämmaterialien 3, die Trag- und Versteifungsrippen sowie Stege 4, die schwal= benschwanzförmige Verbindung 5 und Dichtungsstreifen oder Befestigungsvergussmasse 6 mit Innenfarbschicht.
Fig. 2 zeigt im Profilschnitt ein selbsttragendes Geschossprofil also mit Aussenwand 7, Überzug 7a, 7b, Boden 8 und Fundamentwand 9, das Isolier- und Dämmaterial 3, die Trag-, Versteifungsrippen und Stege 4, die Rohre 10, die Dichtungsstreifen oder Befesti- gungsvergussmasse 6 und die Verbindung 5.
Fig. 3 zeigt im Profilschnitt das zum Bauwerk zusammengesetzte Dachprofilelement 11, das Wand profilelement mit Fundamentwand und Auflage 12, das Bodenprofilelement 13 und Verbindungen mit Dichtung 5 und 6.
Fig. 4 zeigt im Querschnitt das als Bauwerk zusam mengesetzte selbsttragende Bodenprofil mit als zwei Fundamentwänden ausgebildeten Bauelementen 14, das im Profilschnitt als Zugband und die selbsttragenden als Dachhaut und Innenwand ausgebildeten Bauelemente 15 im Längsschnitt als Streben verwendet sind, sowie den Installationsschacht 16 zur Aufnahme elektrischer und anderer Hausanschlüsse.
Fig. 5 zeigt im Profilschnitt ein Bauwerk, das aus selbsttragenden zwei gleichen Dach-, Wand- und Boden profilen 17, die oben mit einem Längsabschlussprofil 18 und unten mit einer Kellerfundamentprofilwand 19 zu sammengehalten wird.
Fig. 6 zeigt im Profilschnitt ein Bauwerk, das aus selbsttragendem Kellergeschossprofil 20 dem Ober geschossprofil 21 und dem Dachprofil 22 und nicht tragendem Wandprofil 23 besteht.
Der Aussen- und Innenwandüberzug 7a und 7b ersetzt den üblichen, auch farbigen Aussenverputz so wie den Innenputz bzw. Farbanstrich der Wände, auch gemustert oder genarbt, anstelle von Tapeten.
Der Überzug 7a und 7b dient nicht nur zur Ver schönerung, sondern auch zur Isolierung gegen Feuch tigkeit, Wärme oder Schall usw. und kann an den in Betracht kommenden Flächen des Bauelementes aus einem dafür passenden Material aufgetragen werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE I. Vorfabriziertes Bauelement, dadurch gekennzeich net, dass es als Hohlprofil ausgebildet ist und aus min destens einem statisch tragenden biegefesten Material und mindestens einem Überzugs- und/oder Füllmaterial besteht. II. Verfahren zur Herstellung des Bauelementes nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass es aus endlos laufender Strangware oder etappenweise in der Füllung der Maschine entsprechenden Längen, unter gleichzeitiger oder nachfolgender Zuführung bzw. Aus stossung von mindestens einem zweiten, anderen Mate rial hergestellt wird.III. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Patentanspruch II, mit Hilfe mindestens einer Strangpress-, Giess- oder Umspritzmaschine, dadurch gekennzeichnet, dass sie mindestens zwei Düsen bzw. Mundstücke mit je für sich veränderlicher Ausstoss geschwindigkeit und Menge, entsprechend dem ein gesetzten Material und vorbestimmten Volumen und Verdichtung, aufweist. UNTERANSPRÜCHE 1.Bauelement nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass es mindestens eine Profilvertiefung und/oder Erhöhung aufweist, welche in bzw. in welche mindestens ein entsprechendes Profil eines benachbarten Bauelementes mittel- oder unmittelbar einzugreifen ge eignet ist. z. Bauelement nach Patentanspruch I und Unter anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass es Aufnahme profile für Verbindungs- und/oder Verriegelungsprofil- streifen und/oder Verbindungsmassen aufweist. 3.Bauelement nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass es Aussparungen und/oder Zapfen, welche in bzw. in welche dazu passende entsprechende Zapfen und/oder Aussparungen eines benachbarten Bauelementes einzugreifen geeignet. sind, aufweist. 4. Bauelement nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass es an den Querschnittenden und Ausparungen durch Verschlussteile luft- und wasserdicht verschlossen ist. 5. Bauelement nach Patentanspruch I oder Unter ansprüchen 1, 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, dass es Trag- und Versteifungsrippen und/oder Stege auf weist. 6.Bauelement nach Patentanspruch I und Unter ansprüchen 1, 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, dass es mindestens teilweise mindestens auf einer Seite offen ist und/oder geeignete Verbindungen, Öffnungen für Injek tionen von mindestens einem erhärtenden und/oder einem nicht erhärtenden Material aufweist. 7. Verfahren nach Patentanspruch II, dadurch ge kennzeichnet, dass die Strangware durch gleichzeitig und/oder nachfolgende Materialzuführung bzw.Aus stoss in ein dem jeweilig vorausbestimmten Gesamt- und/oder Teilprofilstrang entsprechenden Führungshül sen entsteht. B. Verfahren nach Patentanspruch II und Unter anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Teilprofil stränge bzw. die Führungshülsen am Ende in die den äusseren Umfang bzw. Oberfläche des Bauelementes bildenden Führungshülse bzw. Aufnahmehülse zusam menlaufen. 9.Verfahren nach Patentanspruch Il und Unter ansprüchen 7 und 8, dadurch gekennzeichnet, dass in die Gesamt- und/oder Teilprofilstränge beim Ausstoss und/oder beim Zusammenlaufen Leitungen, Isolierungen oder Armierungen eingebracht werden. 10. Verfahren nach Patentanspruch II und Unter ansprüchen 7-9, dadurch gekennzeichnet, dass in die Gesamt- und/oder Teilprofilstränge beim Ausstoss und/ oder beim Zusammenlaufen elastische Profile zum spä teren lösbaren Verbinden und/oder Verriegeln benach barter Bauelemente entsprechend auf- oder eingebracht werden. 11.Verfahren nach Patentanspruch II und Unter ansprüchen 7-10, dadurch gekennzeichnet, dass durch synchron zur austretenden Strangware erfolgende Vor schubbewegung entsprechende Mittel Aussparungen, Verformungen und/oder Überzüge angebracht werden. 12. Vorrichtung nach Patentanspruch III, dadurch gekennzeichnet, dass an den Düsenausgängen entspre chende Führungsprofilhülsen, welche in entsprechende grössere Führungshülsen bzw. von diesen mindestens teilweise umschlossen werden, angeordnet sind. 13.Vorrichtung nach Patentanspruch III und Unter anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass seitlich zu den die austretenden Profil- und/oder Teilprofilstränge aufnehmenden Führungshülsen und/oder Wänden min destens eine weitere Düse einer Strangpress-, Giess- oder Umspritzmaschine angeordnet ist. 14.Vorrichtung nach Patentanspruch III und Unter ansprüchen 12 und 13, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens zu einem Düsenmundstück und mindestens zu einem austretenden Profilstrang ein bewegbares Zu führungsorgan für die Einbringung von festen Körpern und/oder bereits verformtem Strang- oder Bandmaterial angeordnet ist. 15.Vorrichtung nach Patentanspruch III und Unter ansprüchen 12-14, dadurch gekennzeichnet, dass relativ zum austretenden Teil- und/oder Fertigprofilstrang Be- arbeitungs-Mitläufervorrichtungen für Ablängen, Stan zen, Pressen, Lochen oder Verformen angeordnet sind. 16.Vorrichtung nach Patentanspruch III und Unteransprüchen 12-15, dadurch gekennzeichnet, dass relativ zum austretenden Teil und/oder Fertigprofil strang mitlaufende und/oder stationäre Bearbeitungs vorrichtungen und/oder Auftragsmaschinen für Ober- flächenveredelung und/oder Verschönerung, z. B. zum Aufbringen von farbigen Überzügen, angeordnet sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH1515764A CH471949A (de) | 1967-06-12 | 1967-06-12 | Vorfabriziertes Bauelement, ein Verfahren zu seiner Herstellung und eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens |
Applications Claiming Priority (1)
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| CH1515764A CH471949A (de) | 1967-06-12 | 1967-06-12 | Vorfabriziertes Bauelement, ein Verfahren zu seiner Herstellung und eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH471949A true CH471949A (de) | 1969-04-30 |
Family
ID=4406830
Family Applications (1)
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Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH471949A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2615884A1 (fr) * | 1987-05-26 | 1988-12-02 | Conseils Etu Rech Commerciali | Module de construction prefabrique, notamment pour ouvrages enterres |
-
1967
- 1967-06-12 CH CH1515764A patent/CH471949A/de not_active IP Right Cessation
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2615884A1 (fr) * | 1987-05-26 | 1988-12-02 | Conseils Etu Rech Commerciali | Module de construction prefabrique, notamment pour ouvrages enterres |
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