Verfahren zur Alkylierung eines Isoparaffins
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Alkylierung eines Isoparaffins mit einem Olefin in Gegenwart von konzentrierter Schwefelsäure als Katalysator in einer Alkylierungszone, wobei der mit polymerem organischem Material verunreinigte Katalysator zwecks Regenerierung mit einem Olefin unter Bildung eines Absorptionsproduktes, das ein Dialkylsulfat enthält, in Berührung gebracht wird.
Im Verlauf der Alkylierung von Isoparaffinen mit Olefinen wird die als Katalysator dienende Schwefelsäure mit polymerem organischem Material verunreinigt, welches die Katalysatoraktivität verschlechtert. Es wird angenommen, dass diese Verunreinigungen ein Produkt der Polymerisation der Reaktionsteilnehmer, die von Wasserstoffübertragungsreaktionen begleitet ist, darstellen. Dieses Material wird bisweilen als Säureöl > , polymeres Ö1 , säure-löslicher Schlamms oder als Komplex bezeichnet. Es scheint ein kompliziert zusammengesetztes Gemisch zu sein, dessen genaue Zusammensetzung unbekannt ist. Ohne Zweifel schwankt seine Zusammensetzung etwas in Abhängigkeit von der Zusammensetzung der Beschickungsmasse und der Reaktionsbedingungen.
Diese polymeren organischen Verunreinigungen sind in starker Schwefelsäure löslich oder werden davon chemisch gebunden, sind jedoch in einer, auf weniger als etwa 50 Gew.-O/o Säure mit Wasser verdünnten Säurelösung unlöslich. Gemäss dem bisher bekannten Verfahren wurde diese organische polymere Verunreinigung aus dem Alkylierungsgemisch durch Abziehen einer Säure von einer etwa 85- bis 920/oigen Konzentration als verbrauchte Säure aus dem Alkylierungsgemisch und durch Ergänzen des Gemisches mit frischer Säure von einer Stärke von etwa 98,0 bis 99,9 O/o entfernt.
Da die polymeren organischen Verunreinigungen nur etwa 3 bis 8 O/o der verbrauchten Säure betragen, muss eine grosse Säuremenge verworfen werden, um eine relativ kleine Menge der polymeren organischen Verunreinigung aus dem Gemisch zu entfernen. Die bisherigen Versuche, die polymere organische Verunreinigung aus der Säure nach verschiedenen Verfahren abzutrennen, waren nicht erfolgreich, wozu Verwendung einer Lösungsmittelextraktion, Kontaktierung mit einem festen Absorbiermittel, Aussalzen, Vakuumdestillation und Behandlung mit verschiedenen Chemikalien gehörten.
Das Verfahren gemäss der Erfindung ist gekennzeichnet durch Auftrennung des Absorptionsproduktes in eine wässerige Säurephase und eine organische Phase, die das Dialkylsulfat und mindestens einen Teil der polymeren organischen Verunreinigungen enthält, durch Behandlung der organischen Phase zur Entfernung der polymeren organischen Verunreinigungen und Einleiten der auf diese Weise behandelten, Dialkylsulfat enthaltenden organischen Phase in die Alkylierungszone.
Der überwiegende Teil der Säure wird also in Alkylester übergeführt, die Alkylester und die polymeren organischen Verunreinigungen werden als organische Phase von einer wässerigen Säurephase abgetrennt, die organische Phase wird zur Entfernung der polymeren organischen Verunreinigung behandelt, und der in der so behandelten organischen Phase verbliebene Ester wird in die Alkylierungszone eingeleitet, in welcher bei Berührung mit dem Isoparaffin aus dem Ester Schwefelsäure freigesetzt wird. Es hat den Anschein, dass die Umsetzung des Olefins mit der Säure eine Verarmung der Säure ergibt, so dass die verbliebene Säure durch das ursprünglich vorhandene Wasser weiter verdünnt wird und die Verunreinigung weniger stark festgehalten wird.
Nach der Verdünnung der Säure werden entweder durch die Verarmung eines überwiegenden Teiles der Säure infolge der Umsetzung mit dem Olefin oder durch Zugabe von Wasser oder durch beide Vorgänge zwei Pha sen gebildet, nämlich eine organische Phase, die Dialkylsulfate und mindestens einen überwiegenden Anteil der polymeren organischen Verunreinigung enthält, und eine Säurephase, die nicht-umgesetzte Säure, Wasser und wasserlösliche Bestandteile - beispielsweise saure Alkylsulfate - enthält.
Nach dem erfindungsgemässen Verfahren wird eine verbrauchte Alkylierungssäure, die polymere organische Verunreinigungen enthält, mit einem Olefin in Berührung gebracht, wobei die Bildung eines Absorptionsproduktes erfolgt, das Dialkylsulfat enthält, worauf dieses Absorptionsprodukt in eine wässrige Säurephase und eine organische Phase getrennt wird, die mindestens einen Teil des Dialkylsullats und mindestens einen Teil der polymeren organischen Verunreinigungen enthält, worauf die organische Phase zur Entfernung der polymeren organischen Verunreinigungen behandelt und die auf diese Weise behandelte organische Phase in die Alkylierungszone eingeleitet und mit einem Isoparaffin und einem Schwefelsäurealkylierungskatalysator in Berührung gebracht wird.
Bei der katalytischen Alkylierung von olefinischen Stoffen mit Isoparaffinen wird eine überwiegende Menge an Isoparaffinen, im allgemeinen bis zu 60 bis 80 Vol.- /o oder darüber, bezogen auf die Kohlenwasserstoffe in dem Reaktionsgemisch, angewandt, um die Reaktion in Richtung auf die Herstellung der wertvollen Flugzeug- oder Krattfahrzeugbrennstoffe zu steuern.
Infolgedessen muss eine grosse Menge von Isoparaffinen zurückgewonnen und zur Wiederverwendung in das Verfahren zurückgeführt werden. Im allgemeinen wird Isobutan als Isoparaffin zur Herstellung von Flugzeugoder Motorbrennstoffen verwendet, obwohl auch andere Isoparaffine, beispielsweise Isopentan, angewandt werden können.
Bei der Schwefelsäurealkylierung wird das Molverhältnis von Isoparaffin zu den in die Alkylierungszone zugeführten olefinischen Stoffen wesentlich oberhalb eines Verhältnisses von 1:1 und vorzugsweise innerhalb des Bereiches von etwa 4 bis etwa 20:1 gehalten. Das Volumenverhältnis von Katalysator zu flüssigem Kohlenwasserstoff wird im Bereich von etwa 0,5:1 bis etwa 5:1 und vorzugsweise im Bereich von etwa 1:1 bis etwa 3:1 gehalten. Die Katalysatorkonzentration in der Alkylierungszone wird vorzugsweise bei mindestens etwa 850ioiger Schwefelsäure gehalten.
Ein wichtiger Teil des bei dem Alkylierungsverfahren angewandten Isobutans besteht aus einem Rückfuhrstrom, der durch fraktionierte Destillation der Alkylierungsprodukte in einer fraktionierten Isobutan-Entfernungsdestillationszone erhalten wurde, in der das Isobutan als Destillatfraktion mit hoher Isobutankonzentration, beispielsweise etwa 85 bis 95 Vol.-O/o flüssiges Isobutan, gewonnen wurde. Die hochsiedenden Alkylate dieser Destillationszone können als Rückstandsfraktion gewonnen werden. Diese Rückstandsfraktion kann weiter in üblicher Weise fraktioniert werden, um Vorlaufund Alkylatfraktionen zur Verwendung als Brennstoffzusätze abzutrennen. In den meisten modernen Einheiten ist jedoch das gebildete Alkylat zufriedenstellend für Motorbrennstoffe ohne Fraktionierung, da es einen Endpunkt gut unterhalb 205 C hat.
Bei dem erfindungsgemässen Verfahren besteht das mit einem Isoparaffin umgesetzte olefinische Material aus einem Gemisch von Olefinen und Alkylestern. Die Alkylester werden durch Umsetzung der Alkylierungssäure mit einem Olefin in einer getrennten Absorptionsstufe erhalten. Die in der Absorptionsstufe gebildeten Alkylester werden abgetrennt und zur Entfernung von Katalys atorverunreinigungen gereinigt, und der gereinigte Ester wird in die Alkylierungszone eingeleitet, wo er in Alkylat und freigesetzte Schwefelsäure überführt wird.
Olefine, wie z. B. Propylen, Butylene oder Mischungen von Olefinen, können mit Schwefelsäure, einschliesslich einer Säure von geringerer Konzentration als der zur Alkylierung erforderlichen, unter Bildung von Alkylestern umgesetzt werden. Olefine mit mindestens 3 Kohlenstoffatomen in der Kette bilden überwiegend verzweigtkettige Ester, obwohl auch eine geringe Menge normaler Ester gebildet werden kann. Das bei der Berührung eines gemischte Olefine enthaltenden Kohlenwasserstoffstromes mit Schwefelsäure gebildete Reaktionsgemisch besteht aus einer komplizierten Mischung von Mono- und Diestern, die gerade und verzweigte Ketten enthalten. Im Fall der Diester können die Ketten gleiche oder unterschiedliche Längen aufweisen.
Zum Aufrechterhalten der Katalys atorkonzentration bei der durch Schwefelsäure katalysierten Alkylierung ist es im allgemeinen notwendig. Säure in einer Menge von etwa 0,05-0,18 kg/l erzeugtes Alkylat abzuziehen.
Die abgezogene Säure kann z. B. eine Zusammensetzung von 90,0 Gew.-O/o H2SO4, 2,0 Gew.-O/o Wasser und 4,4 Gew.-O/o polymere organische Verunreinigungen haben.
Der Zweck des Abziehens der verbrauchten Säure besteht in der Entfernung von Wasser und säure-löslichem Ö1, und dieser Strom wird zur Gewinnung der verbliebenen Säure aufgearbeitet. Nach dem erfindungsgemässen Verfahren werden 60-90 0/0 der in der verbrauchten Säure enthaltenen Schwefelsäure in Form von Dialkylsulfaten zurückgewonnen. Nach der Abtrennung und Alkylierung dieses Dialkylsulfates wird in der Reaktionszone 1000/oige Schwefelsäure freigesetzt, so dass die Ergänzungsmenge an Säure auf etwa 10 40 O/o der sonst notwendigen Menge vermindert werden kann.
Vorteilhafterweise kann verbrauchter Schwefelsäurekatalysator zur Extraktion des alkylierbaren Olefins aus Kohlenwasserstoffströmen, in denen das Olefin für die direkte Aufnahme in eine Alkylierungsbeschickung zu verdünnt vorliegt, verwendet werden. Beispielsweise kann ein Kohlenwasserstoffstrom, der nur etwa 10-30 /o Propylen enthält, mit verbrauchtem Schwefelsäurekatalysator in Berührung gebracht werden, wodurch eine Abtrennung des Olefins als Dipropylsulfat von den verbleibenden gesättigten Kohlenwasserstoffen sowie von dem Äthylen bewirkt wird, welches zweckmässig aus einer Alkylierungsbeschickung ausgeschlossen wird, um einen übermässigen Katalysatorverbrauch zu vermeiden.
Auch Olefinströme, die einen höheren Prozentsatz an Propylen enthalten, wie sie z. B. beim katalytischen Kracken erzeugt werden, sind geeignet. Die selektive Abtrennung des Propylens von äthylenhaltigen Strömen wird leicht erreicht, da die Absorptionsgeschwindigkeit von Propylen in Schwefelsäure etwa das 300fache derjenigen vom äthylen bei Säurekonzentrationen von 80 O/o und höher beträgt. Trotzdem kann unter bestimmten Bedingungen etwas Äthylen absorbiert werden. Ein Vorteil dieses Verfahrens besteht darin, dass das Äthylen, welches in der Absorptionsstufe absorbiert ist, Verbindungen wie saures Äthylsulfat, welche in der schwachen Säure gelöst bleiben und nicht in die Alkylierungszone eingeleitet werden, bildet.
Die Absorptionsstufe kann in bekannten Kontaktierausrüstungen durchgeführt werden, beispielsweise Misch-Absitz-Einrichtungen, Zentrifugalberühreinrichtungen oder Gegenstromtürmen. Eine Kontaktierung im Gegenstrom wird bevorzugt und wird vorteilhafterweise in Gegenstromtürmen entweder mit gasförmiges oder flüssiges Olefin enthaltenden Kohlenwasserstoffströmen ausgeführt. In jedem Fall wird der olefinhaltige Kohlenwasserstoff am Boden des Turmes eingeführt und verarmter Kohlenwasserstoff am Oberteil abgenommen. Die in den Oberteil des Turmes eingeführte Schwefelsäure ist relativ stark, um das verbliebene Propylen aus dem abgehenden Kohlenwasserstoff wirksam abzustreifen. Während die Säure durch die Kolonne absinkt, wird sie durch Umsetzung mit Olefin verbraucht, so dass am Boden des Turmes die Säure relativ schwach und reich an Dialkylsulfaten ist.
Die relativ schwache Säure zeigt in Berührung mit dem stark konzentrierten Olefin eine bevorzugte Bildung von Dialkylsulfat, indem das saure Alkylsulfat in den Diester überführt wird. In einigen Fällen ist es jedoch vorteilhaft, wenn das Olefin im Oberteil des Gegenstromturmes Säure, die etwas absorbiertes Olefin enthält, berührt, um unerwünschte Reaktionen der Olefine auf einem Minimum zu halten. So kann die Säurebeschickung für die Absorptionszone aus gebrauchter Alkylierungssäure bestehen, oder sie kann aus einer Mischung von Alkylierungssäure mit einemRückfuhrstrom von Säure aus der Absorptions- oder Extraktionsstufe in einem solchen Verhältnis bestehen, dass eine wirksame Olefinabsorption erreicht wird.
Die Absorptionstemperatur wird günstigerweise innerhalb eines Bereiches von etwa - 6 bis 38 C gehalten. Da eine erhebliche Wärmemenge bei der Absorption von Olefinen in einer Säure freigesetzt wird, ist es notwendig, bei der Absorptionsstufe eine Kühlung anzuwenden, um die Temperatur innerhalb des gewünschten Bereiches zu halten. Eine Kühlung der Absorptionsstufe wird durch Kühlen der Beschickungsströme für den Absorptionsturm und/oder durch Kühlen des Materials innerhalb der Absorptionsstufe, sei es durch Verdampfungskühlung oder durch indirekte Wärmeaustauschmethoden, bewirkt. Die Flüssigkeit kann aus dem Ab corptionssystem abgezogen, durch indirekten Wärmeaustausch abgekühlt und zu dem Absorber zurückgeführt werden.
Das Kühlmittel kann von einem getrennten Kühlsystem geliefert werden, oder es kann durch einen Verfahrens strom geliefert werden. Bei einer Ausführungsform des vorliegenden Verfahrens wird der Kohlenwasserstoffablauf aus der Alkylierungsreaktionszone einer Entspannungsverdampfung unterworfen, wobei sich eine Verdampfung eines Teiles der Kohlenwasserstoff-Flüssigkeit und eine Abkühlung von erhaltener Flüssigkeit und Dampfgemisch ergibt. Das erhaltene Gemisch wird in indirektem Wärmeaustausch mit einem Strom der Absorptionsreaktionsmischung geführt, um die letztere zu kühlen. Bei einer anderen Ausführungsform wird die Alkylierungsreaktionsmischung entspannungsverdampft, wodurch sich eine Abkühlung der Säure beispielsweise auf etwa - 6" C ergibt. Die erhaltene abgekühlte Säure wird dem Absorber zur Umsetzung mit dem Olefin zugeführt.
Aus der Absorptionszone wird das Absorptionsprodukt abgezogen, das Dialkylsulfat, polymere organische Verunreinigungen und restliche nicht-umgesetzte Säure enthält. Das Absorptionsprodukt wird in eine organische Phase, die Dialkylsulfate und polymere organische Verunreinigungen enthält, und eine wässrige Säurephase, die verdünnte Schwefelsäure und saure Alkylsulfate enthält, getrennt. Die Phasentrennung kann durch Extraktion mit einem Kohlenwasserstofflösungsmittel, beispielsweise Isobutan, durch Abkühlen des Absorptionsproduktes auf eine Temperatur unterhalb etwa 50 C, beispielsweise innerhalb des Bereiches von etwa bis 5 C, durch Zugabe zusätzlichen Wassers zur Verdünnung oder durch eine Kombination der vorstehenden Massnahmen bewirkt werden.
Vorteilhafterweise kann das Absorptionsprodukt abgekühlt werden, um einen Teil der Dialkylsulfate abzutrennen, und dann Wasser zugegeben werden, um einen weiteren Teil der organischen Phase abzutrennen.
Wenn eine Abkühlung angewandt wird, um einen Teil der Dialkylsulfate abzutrennen, kann die verbliebene Säurephase oder ein Teil hiervon mit zusätzlichem Olefin vor der Wasserverdünnungsstufe in Berührung gebracht werden. Die organische Phase wird von der verdünnten Säurephase durch Absetzung auf Grund der Schwerkraft, beispielsweise Sedimentierung, oder durch eine beschleunigte Abtrenntechnik, beispielsweise Zentrifugaltrennung, abgetrennt.
In einigen Fällen ist es günstig, ein Absorptionsgemisch von Olefinen in gebrauchter Säure zu bilden und dann die erhaltenen Alkylsulfate von der verarmten Säure und den säurelöslichen Ölverunreinigungen mit einem Kohlenwasserstoff als Lösungsmittel, beispielsweise Isobutan, unter Bedingungen von relativ niedriger Selektivität zu extrahieren. Unter diesen Bedingungen wird eine erhebliche Menge der sauren Ölverunreini- gungen zusammen mit den Alkylestern extrahiert. Diese Bedingungen können z. B. eintreten, wenn die Olefinabsorption bis zu einem Punkt geführt wurde, wo die verbliebene Säure auf eine freie Acidität von weniger als etwa 70 O/o verarmt ist, oder wenn eine praktisch vollständige Extraktion der Alkylester mit einem Minimum an Lösungsmittel bewirkt wird.
In diesen Fällen kann die bei dieser Extraktion gebildete organische Phase wie nachfolgend beschrieben zur Entfernung der sauren Ölverunreinigungen behandelt werden.
Die abgetrennte organische Phase wird dann zur Entfernung der polymeren organischen Verunreinigungen behandelt. Vorteilhafterweise wird die abgetrennte organische Phase durch Kontaktieren mit einem festen Absorptionsmittel, wie z. B. Aluminiumoxyd, Aktivkohle, Silicia-Gel oder einem Ton oder starker Schwefelsäure, einschliesslich gebrauchten Schwefelsäurealkylierungskatalysators, behandelt. Starke Schwefelsäure reagiert mit den polymeren organischen Verunreinigungen unter Bildung eines in Kohlenwasserstoffen unlöslichen Produktes, das aus dem Kohlenwasserstoff durch Abtrennung auf Grund der Schwerkraft abgetrennt wird.
Andererseits kann die polymere organische Verunreinigung durch Extraktion mit einem flüssigen Lösungsmittel, beispielsweise Propan oder Isobutan, unterhalb einer Temperatur von etwa 50 C oder durch Dampfestillation oder Vakuumdestillation abgetrennt werden. Wenn eine Destillation angewandt wird, ist es gewöhnlich notwendig, die organische Phase mit alkalischen Substanzen zu neutralisieren und mit Wasser zu waschen, um eine Zersetzung im Verlauf der Destillation zu verhüten. Die behandelte organische Phase, welche Dialkylsulfat enthält und praktisch frei von der polymeren organischen Verunreinigung ist, wird in die Alkylierungszone eingeleitet, um als Alkylierungsreaktionsteilnehmer so wie als gereinigter Katalysator zu dienen. Vorteilhafterweise kann das Dialkylsulfat mit kaltem Isobuten vereinigt werden, bevor es in die Alkylierungszone geleitet wird.
Im allgemeinen sollte, um eine maximale Rückge nvinnung der verbrauchten Alkylierungssäure zu erhalten und um auch eine wirksame Ausnutzung des zu der Absorptionsstufe zugeführten Olefins zu erreichen, die maximal mögliche Olefinmenge mit der verbrauchten Alkylierungssäure umgesetzt werden. Theoretisch entspricht dies 2 Mol Olefin je Mol verfügbarer Schwefelsäure, wobei sich eine 1000/oige Umwandlung der Säure in die Alkylsulfate ergibt.
Die abgetrennte Säurephase enthält verdünnte Schw eisäure und saure Alkylsulfate. Die sauren Alkyl sutate können leicnt durch Hydrolyse in Alkohole über getuhrt werden. Das Alkoholproctukt wird von der verbleibenden schwachen Säure durch Destillation abge Lvennt.
Im Folgender wird die Erfindung unter Bezugnahme aut ui biliegende Zeichnung weiter erläutert.
In der beiligenden zeichnung ist schematisch eine Ausiunrungsiorm aes ertindungsgemässen Verfahrens dargestellt. Obwohl rn der Leiennung eme Anordnung emer Vorrichtung gezeigt ist, in aer das erfinaungs gsmässe Verwahren ausgeführt werden kann, ist ctie triindung nicht aur. die speziell beschriebenen Vorrich tungen oaer Materialien begrenzt.
Isobutan in Leitung I 10 und. Butylene in Leitung 11 werden zum Alkyíicrungsreaktionsgetäss 12 gerührt. In das Reaktionsgeläss 12 wird Schwefelsäurekatalysator aus Leitung 13 eingeleitet. Isobutan, Butylene und Säure werden unter kräftiger Bewegung in Berührung gebracht und bilden eine Emulsion. Der Emulsionsablauf aus dem Reaktionsgefäss 12 wird durch Leitung 15 zur Sauretrenneinrichtung 16 abgezogen. Abgezogener Säurekatalysator wird durch Leitung 13 zur Zurückführung in das Alkylierungsreaktionsgetäss abgezogen, und abgetrennter Kohlenwasserstoff wird durch Leitung 17 zur Neutralisations- und Fraktioniereinheit 18 geleitet.
Abgetrenntes Isobutan wird durch Leitung 20 zusam men mit dem frischen Isobutan in Leitung 10 zu dem Alkylierungsreaktionsgetäss zurückgeführt. Das Alkylatprodukt wird durch Leitung 21 abgezogen.
Ein Teil der Säure in Leitung 13 wird durch Leitung 25 geführt und am Oberteil des Absorbers 26 eingeführt. Ein olefinischer Kohlenwasserstoffgasstrom, der überwiegend Propylen und Propan zusammen mit einer kleinen Menge von Äthylen-Propan, Butylenen und Butanen enthält, wird in den Bodenteil des Absorbers 26 durch Leitung 27 eingeleitet. Im Absorber 26 werden Propylen und Butylene mit Schwefelsäure unter Bildung von Dialkylsulfaten umgesetzt, und der verbliebene Kohlenwasserstoff, der Äthylen, Propan und Butan enthält, wird als Abgas durch Leitung 28 abgelassen. Das Absorptionsprodukt, das Dialkylester, polymere organische Verunreinigungen und verbliebene nicht-umgesetzte Säure enthält, wird durch Leitung 30 abgezogen.
Das Absorptionsprodukt wird mit Wasser aus Leitung 31 im Mischer 32 vereinigt und das Gemisch durch Leitung 33 zur Trenneinrichtung 34 geführt. Das Gemisch wird mittels nicht gezeigter Einrichtungen kühlgehalten, falls die Temperatur des Absorptionsprodukts oberhalb etwa 5" C liegt. Die organische und die Säurephase werden durch Sedimentierung in der Trenneinrichtung 34 getrennt. Die organische Phase wird durch Leitung 35 abgezogen und zur Öltrenneinheit 36 geleitet. In der Öltrenneinrichtung 36 wird die organische Phase mit Ton in Berührung gebracht, wodurch eine Absorption der polymeren organischen Verunreinigungen erreicht wird. Die behandelte organische Phase, die trockene, gereinigte Dialkylsulfate enthält, wird durch Leitung 37 abgezogen und zum Alkylierungsreaktionsgefäss 12 geführt.
Die Säurephase wird aus der Trenneinrichtung 34 durch Leitung 40 abgeführt und geht zum Hydrolyseturm 41. Die gelösten sauren Alkylester werden im Hydrolyseturm 41 durch Erhitzen in die entsprechenden Alkohole übergeführt und die erhaltenen Alkohole als Produkt abdestilliert und durch Leitung 42 abgezogen. Die erhaltene schwache Säure wird durch Leitung 43 zur Rückgewinnung und Konzentrierung - nicht gezeigt - abgeführt.
Alternativ kann mindestens ein Teil des Absorptionsproduktes in Leitung 30 durch Leitung 50 zum Kühler 51 und Leitung 52 zur Trenneinrichtung 53 geführt werden. In der Trenneinrichtung 53 wird ein Teil der Dialkylsulfate abgetrennt und durch Leitung 54 zur Behandlung in Vermischung mit der organischen Phase in Leitung 35 abgezogen. In einigen Fällen kann die Ö1trenneinrichtung 36 umgangen und die abgetrennten Dialkylsulfate zur Leitung 37 geführt werden. Eine teilweise an Dialkylsulfaten verarmte Säurephase wird aus der Trenneinrichtung 53 durch Leitung 55 abgezogen und zur Leitung 30 zur Behandlung in derselben Weise wie das Absorptionsprodukt durch Wasserverdünnung zurückgeführt. Wenn der Kühler 51 und die Trenneinrichtung 53 angewandt werden, ist ein zusätzliches Kühlen für den Mischer 32 gewöhnlich nicht erforderlich.
Beispiel
Bei einem Beispiel des erfindungsgemässen Verfahrens wurden 82 m3 Butylene und 1640 m3 Isobutan je Tag einer Alkylierungskontaktiereinrichtung zusammen mit 2777 kg einer Schwefelsäure von 99,5 Gew.-6/o und 20 391 kg Dipropylsulfat je Tag zugeführt. Die Alkylierungszone wurde bei einem Druck von 4,2 atü und einer Temperatur von 4,40 C gehalten. Ein Alkylatprodukt mit einem ASTM-Destillationsbereich von 44" bis 183 C und einer ASTM-Octanzahl von 94,7 wurde in einer Menge von 161 m3 je Tag erhalten.
Eine Säure von 92,00/oiger Säurekonzentration, die 3,9 Gew.-O/o polymere organische Verunreinigungen enthielt, wurde aus dem Alkylierungssystem in einer Menge von 15 030 kg je Tag abgezogen und mit einem propylenhaltigen Gasstrom in einer Menge von etwa 15 m3 Propylen je Tag in einem Gegenstromabsorptionsturm in Berührung gebracht, welcher durch indirekten Wärmeaustausch auf einer Maximaltemperatur von 15,6" C gehalten wurde. Das Absorptionsprodukt wurde mit 19 500 kg Wasser und Eis je Tag verdünnt und das Gemisch mit etwa 7,20 C zu einer Schwerkraftabsetzeinrichtung geleitet, wo sich organische und wässrige Phase trennten. Die organische Phase wurde mit Aktivkohle in Berührung gebracht, wodurch die Absorption der polymeren organischen Verunreinigung erreicht wurde.
Das behandelte Dipropylsulfat wurde in die Alkylierungszone geführt. Die Aktivkohle wurde periodisch durch Dampfbehandlung regeneriert und die polymere organische Verunreinigung gewonnen. Die abgetrennte Säurephase wurde destilliert und ergab 404 kg Isopropylalkohol je Tag auf Grund von Hydrolyse und 2302 kg einer 300/oigen Schwefelsäure je Tag.