CH478995A - Anordnung zur Umformung eines Eingangssignals in eine Stellkraft - Google Patents
Anordnung zur Umformung eines Eingangssignals in eine StellkraftInfo
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Description
Anordnung zur Umformung eines Eingangssignals in eine Stellkraft Die Erfindung betrifft eine Anordnung zur Um formung eines Eingangssignals in eine Stellkraft mit einem in Abhängigkeit vom Eingangssignal beheizten Teil.
Bekannte Umformer, die ein thermisch isoliertes, beheiztes Element besitzen, haben ein regeltechnisch ungünstiges Verhalten. Nach sprunghaften Änderungen der Heizleistung erhält man anfänglich langsame Ände rungen der Ausgangsgrösse, was in vielen Fällen unzu reichend ist. Eine Verbesserung der regeltechnischen Eigenschaften ergibt sich, wenn man die Masse bzw. die Wärmekapazität des beheizten Elementes sehr klein macht. Jedoch ist auch trotz dieser Massnahmen die anfängliche Änderungsgeschwindigkeit der Ausgangs grösse oftmals noch zu klein.
Im allgemeinen ist daher zu sagen, dass die bekannten Umformer langsam sind und zusammen mit einem P-Regler nur für Regelstrecken mit geringem Schwierigkeitsgrad, d. h. mit einem kleinen Verzugszeit/Ausgleichszeit- bzw. Totzeit/Zeitkonstante- Verhältnis mit Erfolg eingesetzt werden können.
Der genannte Nachteil wird bei der Anordnung nach der Erfindung dadurch vermieden, dass der beheizte Teil sich in einem Gehäuse befindet, dessen Wärme kapazität grösser ist als die des beheizten Teils und dass Mittel zur Wärmeleitung zwischen dem beheizten Teil und dem Gehäuse vorhanden sind, derart, dass der spezifische Wärmeabfluss vom beheizten Teil zum Ge häuse mindestens ebenso gross ist wie der spezifische Wärmeabfluss vom Gehäuse an die Umgebung.
Durch die erfinderische Massnahme wird die Wärme ableitung vom beheizten Teil zum Gehäuse erheblich vergrössert. Durch diese thermische Kopplung zwischen Heiz-Element und Gehäuse erhält man bei entsprechen der Heizleistung eine grosse Anfangs-Anderungsge- schwindigkeit der Ausgangsgrösse nach einer sprung haften Änderung der Eingangsgrösse. Der Einfluss des Gehäuses wird also für das dynamische Verhalten des Umformers ausgenutzt.
Die Erfindung wird im folgenden anhand des in der Figur dargestellten Ausführungsbeispieles näher er- läutert, wobei weitere Merkmale des Erfindungsgegen standes beschrieben werden.
Die Figur zeigt den Umformer in Verbindung mit einem elektrischen Proportional-Regelgerät 1, die über eine elektrische Leitung 2 miteinander verbunden sind. Eine derartige Anordnung ist insbesondere für die Raumtemperatur- oder witterungsabhängige Heizungs- Regelung geeignet. Es können an das gleiche Regelgerät auch mehrere Umformer angeschlossen werden. Das Proportional-Regelgerät ist eine bekannte Vorrichtung, bei der die Regelabweichung mit Hilfe eines Stromtores in ein Impulssignal umgewandelt wird.
Der Umformer besitzt eine Konsole 3 und ein Ge häuse 4, die durch einen Isolationskörper 5 voneinander thermisch isoliert sind. Im Gehäuse 4 befindet sich der beheizte Teil des Umformers, bestehend aus dem Ver- dampfungskörper 6 und dem Heizelement 7, das zum Ausgang des Proportional-Regelgerätes 1 angeschlossen ist. Der Verdampfungskörper 6 ist über ein Kapillar rohr 8 mit einer Membrandose 9 verbunden. Die Mem- brandose wirkt auf einen Stössel 10.
Die Auflageplatte 11 dient als überlastsicherung der Membrandose.
Wird der Verdampfungskörper 6 durch das Heiz- element 7 beheizt, dann steigt in ihm der Druck entspre chend dem Dampfdruckgesetz der gewählten Füllflüs sigkeit. Der Druck wird in die Membrandose 9 über tragen und je nach der Grösse der aktiven Membran dosen-Fläche wird er in eine mehr oder weniger grosse Stehkraft umgewandelt, die z. B. entgegen einer Feder kraft in einen proportionalen Hub des Stössels 10 über geführt wird.
Zwischen dem Verd-ampfungskörper 6 und dem Ge häuse 4 befindet sich die erfindungsgemässe wärme leitende Verbindung 12. Diese kann aus einem oder mehreren dünnen Metalldrähten mit hoher Wärmeleit zahl, z. B. Silber- oder Kupferdrähten, bestehen. Es kann aber auch die Befestigung des beheizten Teils am Gehäuse 4 in besonderer Weise so ausgeführt sein, dass sie eine sehr gut wärmeleitende Verbindung dar stellt. Um ein regeltechnisch vorteilhaftes Verhalten, d. h.
eine genügend grosse Anfangs-Stellgeschwindigkeit nach einer Sprungänderung der Regelabweichung zu erhalten, muss die wärmeleitende Verbindung 12 derart ausgebil det sein, dass der spezifische Wärmeabfluss, d. h. der Wärmeabfluss pro Temperaturdifferenz, vom beheizten Teil zum Gehäuse mindestens ebenso gross ist wie der jenige vom Gehäuse an die Umgebung. Da die Wärme kapazität des beheizten Teils zur Sicherung eines guten dynamischen Verhaltens sehr niedrig ist, ist sie in allen praktisch vorkommenden Fällen kleiner als diejenige des Gehäuses.
Die Anfangs-Einstellgeschwindigkeit einer über gangsfunktion wird weitgehend durch die Wärmekapa zität und die Wärmeableitung des beheizten Teils be stimmt. In entsprechender Weise wird die Nachstell- geschwindigkeit der Übergangsfunktion durch die Eigen schaften des Gehäuses bestimmt. Demzufolge kann die Nachstellgeschwindigkeit durch zusätzlich an das Ge häuse anzubringende Wärmespeicher verändert werden. In der Figur sind Wärmespeicher 13 auf das Gehäuse aufgeschraubt. Damit hierdurch die Proportional-Be- reichseinstellung nicht oder nur unwesentlich geändert wird, besitzen die Wärmespeicher einen Isolationsman tel 14.
Durch diesen wird erreicht, dass der spezifische Wärmeabfluss vom Gehäuse an die Umgebung mit und ohne die Wärmespeicher 13 ungefähr gleich gross ist. Der Anteil der langsamen Hubnachstellung zum Gesamt hub des Stössels 10 wird durch das Verhältnis des spe zifischen Wärmeabflusses des Gehäuses zu der Summe der spezifischen Wärmeabflüsse des beheizten Teils und des Gehäuses bestimmt.
Die beschriebene Anordnung weist gegenüber Regel einrichtungen mit bekannten Umformern folgende Vor teile auf: Der Einsatz bei schnellen Regelstrecken ist möglich. Ausserdem lässt sich die Nachstellgeschwindig- keit in gewünschter Weise ändern, so dass eine grosse Verstärkung eingestellt werden kann und sich kleine bleibende Regelabweichungen ergeben.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Anordnung zur Umformung eines Eingangssignals in eine Stellkraft mit einem in Abhängigkeit vom Eingangs signal beheizten Teil, dadurch gekennzeichnet, dass der beheizte Teil (6, 7) sich in einem Gehäuse (4) befindet, dessen Wärmekapazität grösser ist als die des beheizten Teils (6) und dass Mittel (12) zur Wärmeleitung zwischen dem beheizten Teil (6) und dem Gehäuse (4) vorhanden sind, derart, dass der spezifische Wärmeabfluss vom be heizten Teil (6) zum Gehäuse (4) mindestens ebenso gross ist wie der spezifische Wärmeabfluss vom Gehäuse (4) an die Umgebung. UNTERANSPRÜCHE 1.Anordnung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass zwischen dem beheizten Teil (6) und dem Gehäuse (4) eine metallene wärmeleitende Verbin dung (12) besteht. 2. Anordnung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass das Gehäuse (4) von einer mit diesem verbundenen Konsole (3) thermisch isoliert (5) ist. 3. Anordnung nach Patentanspruch oder einem der vorangehenden Unteransprüche, dadurch gekennzeich net, dass das Gehäuse (4) mindestens einen abnehmbaren Wärmespeicher (13) zur Änderung der Nachstellge- schwindigkeit trägt. 4. Anordnung nach Unteranspruch 3, dadurch ge kennzeichnet, dass der oder die Wärmespeicher (13) einen Isolationsmantel (14) tragen.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH105769A CH478995A (de) | 1969-01-23 | 1969-01-23 | Anordnung zur Umformung eines Eingangssignals in eine Stellkraft |
| DE6939681U DE6939681U (de) | 1969-01-23 | 1969-10-08 | Thermischer antrieb |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH105769A CH478995A (de) | 1969-01-23 | 1969-01-23 | Anordnung zur Umformung eines Eingangssignals in eine Stellkraft |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH478995A true CH478995A (de) | 1969-09-30 |
Family
ID=4201433
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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| CH105769A CH478995A (de) | 1969-01-23 | 1969-01-23 | Anordnung zur Umformung eines Eingangssignals in eine Stellkraft |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH478995A (de) |
| DE (1) | DE6939681U (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3340548A1 (de) * | 1982-12-20 | 1984-06-20 | Elektrowatt AG, 8008 Zürich | Elektrothermischer stellantrieb |
-
1969
- 1969-01-23 CH CH105769A patent/CH478995A/de not_active IP Right Cessation
- 1969-10-08 DE DE6939681U patent/DE6939681U/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3340548A1 (de) * | 1982-12-20 | 1984-06-20 | Elektrowatt AG, 8008 Zürich | Elektrothermischer stellantrieb |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE6939681U (de) | 1970-02-26 |
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