DE1404860A1 - Ventil,insbesondere fuer Heizkoerper - Google Patents
Ventil,insbesondere fuer HeizkoerperInfo
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Description
- Ventil, insbesondere für Heizkörper Die Erfindung bezieht sich auf ein Ventil, insbesondere für Heizkörper, dessen Verschlußglied mittels eines thermostatischen Regelsystems innerhalb eines vorgegebenen Hubbereichs bewegbar ist.
- Thermostatisch gesteuerte Ventile haben die Eigenschaft, daß sie im Normalbetrieb um eine Mittelstellung pendeln, in der ein relativ kleiner Durchfluß des Wärmeträgers gesicb!rt ist, der gerade die Abstrahlungsverluste des Raumes zu decken vermag. Die Durchflußgeschwindigkeit ist in der Regel so gering, daß eine genügend starke Abkühlung des Wärmeträgers im Heizkörper erfolgt. Tritt jedoch ein großer Unterschied zwischen Soll- und Ist-Wert der Temperatur auf, z. B. nach der Lüftung eines beheizten Raumes, so wird die Ventilöffnung vollständig freigegeben. Dies führt bei Heizkörpern dazu, daß der Wärmeträger mit großer Geschwindigkeit, die allein durch den Leitungswiderstand begrenzt ist, zugeführt wird und den Heizkörper durchströmt. Infolge der geringen Verweilzeit im Heizkörper erfolgt dabei eine schlechte Ausnutzung des Wärmeträgers. Die erzielbare Temperatur, Absenkung des Wärmeträgere hängt von den örtlichen Gegebenheiten (Größe der Heizkörper, Druckverhältnisse in der Anlage usw.) ab. Der geschilderte Nachteil ist besonders augenfällig in solchen Fällen, wo die verbrauchte Wärmemenge durch Wasserzähler festgestellt wird, also beispielsweise bei Fernheizungsanlagen.
- Aus diesem Grund ist es das Ziel der Erfindung, auf einfache Weise und unabhängig von den örtlichen Gegebenheiten eine bessere Ausnutzung des Wärmeträgers zu erzielen.
- Diese Aufgabe wird bei einem eingangs beschriebenen Ventil durch einen einstellbaren Hubbegrenzer gelöst.
- Durch diesen Hubbegrenzer wird die normale Tätigkeit des Ventils nicht beeinträchtigt. Jedoch kann die maximale Öffnung des Ventils individuell eingestellt werden. Infolgedessen ist auch der maximale Durchgang des Wärmeträgers durch den Heizkörper beschränkt, so daß der Wärmeinhalt des Wärmeträgers besser ausgenutzt wird. Das hat zwar zur Folge, daß die Erwärmung des Raumes auf den Sollwert nach einer Abkühlung, z. B. nach dem Lüften, eine etwas längere Zeit in Anspruch nimmt. Dem Verbraucher ist es aber gleichgültig, ob nach dem Lüften des Raumes, beispielsweise eine Minute oder fünf Minuten vergehen, ehe die gewohnte Raumtemperatur wieder erreicht ist. Die gleichen Überlegungen gelten auch dann, wenn die Sollwerttemperatur willkürlich erhöht wird, beispielsweise wenn in einem Wohnraum morgens die Heizung angedreht wird. Bei einer bevorzugten Ausführungsform wird der Hubbegrenzer durch eine im Ventilgehäuse axial verschiebbare Anschlagplatte gebildet, die mit einem damit zusammenwirkenden festen Anschlag am Ventilschaft zusammenwirkt. In weiterer Ausgestaltung kann die Anschlags. platte an ihrer Oberseite eine Skala tragen und die nach innen abgewinkelten Enden eines an sich bekannten Spreizringes können als Skalenzeiger dienen. Beim Einbau des Ventils kann daher der Monteur beispielsweise anhand eines Diagramms, das den Drosselwiderstand über den zugehörigen Skalenwert zeigt, die für die entsprechende Einbaustelle erforderliche Einstellung vornehmen: Die Erfindung wird nachstehend anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert . Es zeigen: Fig. 1 einen Längsschnitt durch ein Ventil gemäß det Erfindung und Fig. 2 eine Draufsicht auf den unteren Ventilteil bei abgenommenem thermostatischen System.
- In einem Ventilgehäuse 1 arbeitet mit dem Ventilsitz 2 ein Verschlußglied 3 zusammen. Dieses wird über einen Schaft 4 von der , Balgdose 5 eines thermostatischen Systems verstellt. Der Füllraum 6 dieses Systems ist mit Flüssigkeit gefüllt und steht über ein Kapillarrohr 7 mit dem thermostatischen Fühler in Verbindung. Durch eine Längenänderung des zweiten Balges 8 mit Hilfe des Drehknopfes 9 kann das Volumen des Füllraumes 6 verändert und dadurch der Sollwert des Durchflußquerschnitts des Ventils eingestellt Werden.
- Das thermostatische System einschließlich des Drehknopfes ist abnehmbar, indem die Überwurfmutter 1o von dem oberen Teil 1a des Gehäuses abgeschraubt wird.
- Da der Aufbau und die Wirkungsweise eines bis hierher beschriebenen Ventils bekannt sind, wird von einer Erläuterung weiterer Einzelheiten, sofern sie nicht erfindungswesentlich sind, Abstand genommen.
- Zur Lösung der der Erfindung zugrunde liegenden Aufgabe ist nun an den Ventilschaft ..¢ ein fester Anschlag 11 vorgesehen, der mit einer im oberen Gehäuseteil 1a axial verschraubbaren Anschlagplatte 12 zusammenwirken kann. Die Anschlagplatte ist durch einen Spreizring 13 gegen ein Herausfallen und durch die Feder 14 gegen ein unbeabsichtigtes Verdrehen gesichert. Wie Fig. 2 deutlicher zeigt, besitzt die Anschlagplatte 12 einen Innenachtkant 15 und trägt an ihrer Oberseite eine Skala 16. Die abgewinkelten Enden 17 des Spreizringes können hierbei als Zeiger für die Skala 16 dienen. Es sei angenommen, daß in der veranschaulichten obersten Stellung der Anschlagplatte 12 (Skaleneinstellung auf 14) für die Bewegung des Ventilkörpers 3 der gesamte oder fast der gesamte Hub zur Verfügung steht, der von dem thermostatischen System aufgebracht werden könnte. In diesem Fall hat das Ventil den geringsten Durchflußwiderstand. Bei einer raschen Sollwert- oder Istwertänderung des thermostatischen Systems gelangt eine recht große Durchflußmenge durch das Ventil. Wenn man im Sinne der Erfindung eine gute Ausnutzung des Heizmediums im Heikörper erzielen will, kommt diese Einstellung nur dort in Frage, wo das Heizmedium infolge eines großen Zeitungswiderstandes bereits nur mit geringer Durchflußgeschwindigkeit zur Verfügung steht. In allen anderen Fällen aber wird die Anschlagplatte mit Hilfe eines Außenachtkantschlüssels verschraubt, so daß sie sich in Richtung auf den Ventilsitz bzw. den Anschlag 11 an dem Ventilschaft 4 verschiebt. Der maximale Hub ist nunmehr durch die Anschläge 11, 12 begrenzt. Er ist kleiner, oft sogar erheblich kleiner als derjenige Hub, der infolge einer vollen Aussteuerung durch das thermostatische'System auftreten würde. Der begrenzte Hub erhöht den Durchflußwiderstand am Ventil, so daß die Durchflußmenge des Heizmediums pro Zeiteinheit herabgesetzt bleibt und eine bessere Ausnutzung seiner Wärme im Heizkörper gewährleistet ist. Durch entsprechende Einstellung der Skala 16 kann man die zulässige maximale Öffnungsstellung des Ventils und damit dessen Durchflußwiderstand einjustieren. Man kann es daher erreichen, daß in einer Anlage sämtliche Heizkörper, die von diesen Ventilen bedient werden, bei voller Öffnungsstellung mit der gleichen Menge des Wärmeträgers pro Zeiteinheit beliefert werden, auch wenn die Durchflußwiderstände in den Zuleitungen, beispielsweise infolge unterschiedlicher Länge, verschieden sein sollten.
Claims (3)
- Patentansprüche ƒ. Ventil, insbesondere für Heizkörper, dessen Verschlußglied mittels eines thermostatischen Regelsystems innerhalb eines vorgegebenen Hubbereichs bewegbar ist, gekennzeichnet durch einen einstellbaren Hubbegrenzer (12).
- 2. Ventil nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine im Ventilgehäuse (1) axial verselzebbare Anschlagplatte (12) und einen damit zusammenwirkenden festen Anschlag (11) am Ventilschaft (4).
- 3. Ventil nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Anschlagplatte (12) an ihrer Oberseite eine Skala (16) trägt und daß die nach innen abgewinkelten Enden (17) eines an sich bekannten Spreizringes (13) als Skalenzeiger dienen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DED0036843 | 1961-08-19 |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1404860A1 true DE1404860A1 (de) | 1969-03-06 |
| DE1404860B2 DE1404860B2 (de) | 1973-03-29 |
Family
ID=7043314
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19611404860 Pending DE1404860B2 (de) | 1961-08-19 | 1961-08-19 | Thermostatisch betaetigtes heizkoerperventil mit einstellbarer ventilhubbegrenzung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1404860B2 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4016804A (en) * | 1975-12-22 | 1977-04-12 | Danfoss A/S | Thermostatic control unit for radiator valves |
Families Citing this family (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3022001C2 (de) * | 1980-06-12 | 1983-03-03 | Ludwig 3560 Biedenkopf Plack | Vorrichtung an einem Thermostatventil |
-
1961
- 1961-08-19 DE DE19611404860 patent/DE1404860B2/de active Pending
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4016804A (en) * | 1975-12-22 | 1977-04-12 | Danfoss A/S | Thermostatic control unit for radiator valves |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE1404860B2 (de) | 1973-03-29 |
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