DE1100180B - Elektrische Entladungsroehre mit einer indirekt geheizten Gluehkathode, die mittels Isoliermaterials zentriert ist - Google Patents
Elektrische Entladungsroehre mit einer indirekt geheizten Gluehkathode, die mittels Isoliermaterials zentriert istInfo
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Description
- Elektrische Entladungsröhre mit einer indirekt geheizten Glühkathode, die mittels Isoliermaterials zentriert ist Die Erfindung bezieht sich auf eine elektrische Entladungsr8hre mit einer indirekt geheizten Glühkathode, die durch mindestens einen, vorzugsweise plattenförmigen Isolierteil in der Röhre zentriert und abgestützt wird.
- Es ist bekannt, daß zwischen den Enden und der Mitte von Kathodenhülsen größere Temperaturunterschiede auftreten können, während auch die Temperatur der Kathoden mehrerer Röhren vom gleichen Typ stark verschieden sein kann.
- Man hat versucht, den zuerst erwähnten Nachteil dadurch zu verringern, daß die Wärmeableitung der Enden der Kathode herabgesetzt wurde, indem Maßnahmen getroffen wurden, durch die die Übertragung von Wärme von der Kathode auf die Isolierglieder tunlichst verringert wurde. Es hat sich jedoch herausgestellt, daß diese Maßnahme sich zwar in bezug auf den zuerst erwähnten Nachteil günstig auswirkt, daß jedoch in dieser Weise die Differenzen in der Kathodentemperatur verschiedener Röhren vom gleichen Typ nur in verhältnismäßig geringem Maße verkleinert werden konnten.
- Es hat sich jetzt herausgestellt, daß insbesondere der zweite Nachteil erheblich verringerbar ist, wenn bei einer elektrischen Entladungsröhre mit einer indirekt geheizten Glühkathode, die mittels Isoliermaterials zentriert ist, nach der Erfindung Maßnahmen getroffen sind, durch die die Wärmeübertragung von der Kathode auf den Teil des Isolators, der mit der Kathode in Berührung steht, größer ist als dieWärme-Übertragung von diesem die Kathode berührenden Teil zum übrigen Teil des Isolators.
- Der Teil des vorzugsweise plattenförmigen Isolators, der mit der Kathode in Berührung steht, ist durch Teile, die die Wärme schlecht weiterleiten, mit dem übrigen Teil des Isolators verbunden, derart, daß die Wärmeableitung über diese Teile möglichst gering ist. jedenfalls muß das Temperaturgefälle an diesen Verbind,ungsteilen größer als das Temperaturgefälle zwischen dem Teil der Kathode, der mit dem Isolator in Berührung steht, und diesem angrenzenden Teil des Isolators sein. Hierdurch wird die Temperaturdifferenz zwischen diesem Teil des Isolators und der Kathode verhältnismäßig gering.
- Die Erfindung gründet: sich auf die Erkenntnis, daß die großen Differenzen in der Wärmeableitung dadurch verursacht werden, daß ein stark schwankender Wärmekontakt zwischen der Kathode und dem mit ihr in Berührung stehenden Isolator besteht, wodurch starke Wärmeableitungsänderungen auftreten. Durch die Maßnahme nach der Erfindung wird die Temperatur des Teiles des Isolators, der mit der Kathode in Berührung steht, verhältnismäßig hoch, so daß zwisehen der Kathodentemperatur und der Isolatortemperatur an den Berührungsstellen nur ein verhältnismäßig geringer Unterschied besteht. Unterschiede in der Wärmeübertragung an diesen Stellen haben somit einen verhältnismäßig geringeren Einflu3 auf die Wärmeableitung der Kathode.
- Die Wärmeableitung der heißen Teile des Isolators auf den übrigen Teil dieses Isolators läßt sich für die unterschiedlichen Exemplare dadurch genau bestimmen und infolgedessen gleichhalten. Diese Teile, an denen eine Wärmestauung auftritt, bestehen z. B. aus Verbindungsstreifen, die sich durch die Anbringung von Löchern in einem plattenförmigen Isolator ergeben. Es ist erwünscht, die Wärmeableitung über diese Streifen möglichst gering zu halten, jedoch in sämtlichenFällen ist dieseWärmeableitung für gleiche isolierende Teile stets nahezu gleich groß. Weiter ist es erwünscht, daß das Kathodenende in gut wärmeleitender Verbindung mit dem Isolator steht, so daß der Wärmesprung hier gering ist, wodurch Änderungen in dieser Verbindung weniger Einfluß auf die Kathodentemperatur ausüben.
- Es hat sich herausgestellt, daß die Größe der Ternperaturunterschiede bei den verschiedenenRöhren vom gleichen Typ durch die Anwendung der Erfindung auf die Hälfte oder ein Drittel herabsetzbar sind.
- Die Erfindung wird nachstehend an Hand einer Zeichnung näher erläutert, in der Fig. 1 eine Draufsicht auf ein Elektrodensystem einer Röhre nach der Erfindung zeigt und Fig. 2 eine andere Ausführungsform darstellt.
- In FinG. 1 bezeichnet 1 den Kolben der Röhre und 2 die Kathode; mit 3 sind die Gitterstege, mit 4 die abgebogenen Zungen bezeichnet, durch die die Anode am Glimmerglied 5 befestigt ist. Die Teile des Glimmerzentriergliedes 5 sind in guter Wärmeberührung mit der Kathode, stehen jedoch nur durch die schmalen Streifen 7 mit dem übrigen Teil der Platte 5 in Verbindung, weil Löcher 8 aus der Isolierplatte ausgestanzt sind. Dadurch# daß dieWärmeableitung durch die Teile 7 viel geringer ist als die Wärmeableitung von der Kathode auf die Teile 6, erhalten die Teile 6 eine hohe Temperatur. Unterschiede in der Wärmeableitung von der Kathode 2 auf die Teile 6 werden weniger Einwirkung auf die Gesamtwärmeableitung ausüben, weil die letztere von den Teilen 7 bestimmt wird und für sämtliche Glimmerglieder sehr genau gleich sein kann. DerWärmekontakt zwischenKathode und Glimmerglied kann hingegen stark schwanken, weil die Kathode nicht zu starr in der Öffnung der Glimmerplatte fes%-eklenimt werden darf und weil kleine Änderungen der Abmessungen des Kathodenquerschnittes und der Glimmeröffnung große Unterschiede im Wärmekontakt herbeiführen können.
- Infolge der sehr geringen Wärmeableitung über diese Teile7 wird auch der Temperaturabfall über der Kathode von der Mitte zu den Enden geringer, während die mittlere Kathodentemperatur erhöht wird.
- In Fig. 2 ist eine gesonderte Platte 10 verwendet, die insbesondere zum Zentrieren der Kathode2 und der Gitterstege 3 dient. Auch hier können die Teile 6 merp atte eine hohe Temperatur annehmen. der Glim 1 Die Zentrierung des Gitters in bezug auf die Anode 4 und die Röhrenwand 1 erfolgt mittels des Glimmergliedes 5, das jedoch nicht mit der Kathode und nicht mit der Isolierplatte 10 in Berührung ist.
- Es dürfte einleuchten, daß die Erfindung auch auf andere Weise verwirklichbar ist. Stets muß jedoch eine Wärmestauung in dem Teil des Glimmergliedes auftreten können, der mit der Kathode in Berührung steht, so daß stets die Wärmeübertragung von der Kathode auf den Glimmer besser als die Wärmeableitung von diesem Teil des Glimmergliedes zu den übrigen Teilen dieses Gliedes sein muß.
Claims (2)
- PATENTANSPRÜCHE. 1. Elektrische Entladungsröhre mit einer indirekt geheizten Glühkathode, -,die mittels Isoliermaterials zentriert ist, dadurch gekennzeichnet, daß Maßnahmen getroffen sind, durch die die Wärme-Übertragung von der Kathode auf den Teil des Isolators, der mit der Kathode in Berührung steht, größer ist als die Wärmeübertragung von diesem die Kathode berührenden Teil zum übrigen Teil des Isolators.
- 2. Elektrische Entladungsröhre nach Anspruch 1, daidurch gekennzeichnet, daß der Isolator aus einer Glimmerplatte besteht, deren mit Ader Kathode in Berührung stehende, Teile nur durch schmale S treifen mit dem übrigen Teil der Glimmerplatte verbunden sind. In Betracht gezogene-Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 693 697, 717 643.
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