CH476939A - Absperrschieber für aggressive Medien - Google Patents
Absperrschieber für aggressive MedienInfo
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- F16—ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
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Description
Absperrschieber für aggressive Medien Die Erfindung bezieht sich auf einen Absperrschie ber für aggressive Medien mit einem im Schiebergehäuse in bezug auf den Durchlasskanal durch eine Verschluss- stücköffnung des Gehäuses hindurch in Schliessstellung überführbaren, von einer Membran überzogenen ver- schlussstück, dessen Dichtfläche ebenso wie die zuge hörige Sitzfläche im Gehäuse kegelförmig ausgebildet ist.
Es sind bereits Absperrschieber dieser Art mit einem Polytetrafluoräthylenüberzug des Verschlussstücks be kannt, bei denen im Bereich des Durchlasskanals an der Unterseite des Gehäuses eine tassenförmige Ausneh- mung angeordnet ist, in die das im Querschnitt trapez- förmige Verschlussstück eintaucht, um trotz der sehr geringen Elastizität des Überzugs eine saubere Abdich tung zu erzielen.
Ganz abgesehen von der hierdurch gegebenen Möglichkeit, dass sich in der Tasse funktions störende Ablagerungen fester Partikel sammeln kön nen, ist auch die Tatsache von Nachteil, dass sich auf Grund der scharfen Kanten im Bereich der Tassenrän der keine einwandfreie Gehäuseemaillierung erzielen lässt, die beim Einsatz des Absperrschiebers für aggres sive Medien Voraussetzung ist.
Bekannt ist ferner bereits eine Schieberausführung ohne tassenförmige Ausnehmung. Bei dieser findet zur Sicherung der Abdichtung allerdings ein Überzug des Verschlussstücks aus entsprechend weichem Stoff Ver wendung, der mechanischen und chemischen Angriffen keinen besonderen Widerstand zu leisten vermag. Des halb ist die Möglichkeit eines häufigen Auswechselns vorgesehen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Absperrschieber der eingangs genannten Art so weiter auszugestalten, dass einerseits die mit den aggressiven Medien in Berührung gelangenden Gehäusebereiche oh ne weiteres einer Emaillierung unterzogen werden kön nen und darüber hinaus ein Einsatz hochresistenter, je- doch wenig elastischer Kunststoffe, wie Viton oder Teflon (eingetragene Warenzeichen) als Material für die Verschlussstückmembran möglich ist, so dass sich ein gegen aggressive Medien unempfindlicher, prak tisch keiner Wartung bedürfender Absperrschieber er gibt.
Zur Lösung dieser Aufgabe ist der erfindungsge mässe Absperrschieber gekennzeichnet durch Kombina tion folgender Merkmale: in Verbindung mit einer leichten Verengung des glatt durchgehenden Durchlasskanals des Schieberge- häuses ist die Sitzfläche an der dem vorderen Ende des Verschlussstücks zugewandten Unterseite des Durch- lasskanals leicht konvex gekrümmt,
das die Dichtfläche aufweisende vordere Ende des Verschlussstücks ist ebenso wie die zugehörige Sitz fläche des Durchlasskanals abgerundet ausgebildet und der Membranüberzug des Verschlussstücks be steht aus Fluorkautschuk oder Polytetrafluoräthylen.
Bei einem derart ausgebildeten Absperrschieber braucht einerseits auf eine gute strömungstechnische Gestaltung des Durchlasskanals im Gehäuse nicht ver zichtet zu werden. Andererseits trägt die Verschluss- stückform und Membranausgestaltung den emaillier technischen Forderungen bei der Herstellung eines Ab sperrschiebers für aggressive Medien, wie er in der che mischen Industrie benötigt wird, in vollem Umfang Rechnung, bedingt durch die Tatsache, dass die Stellen,
an denen bei herkömmlichen Schiebern mit Teflon - überzug des Verschlussstücks eine tassenförmige Aus- nehmung vorgesehen sein musste, nunmehr tassenlos, d. h. glatt durchgehend ausgeführt und dabei für eine Erhöhung des spezifischen Flächendrucks gesorgt ist, der die Erzielung einer einwandfreien Abdichtung be günstigt.
Als sehr vorteilhaft hat es sich herausgestellt, wenn das kegelförmige Verschlussstück gegen Verdrehung um seine Achse gesichert gelagert ist und der es umgebende Überzug zur Erhöhung des spezifischen Flächendrucks in der sich quer zur Achse des Kanals erstreckenden Ebene einen verstärkten Bereich aufweist. Zweckmäs- sigerweise ist der verstärkte Bereich in Form einer Wulst ausgebildet.
Weitere Einzelheiten und Vorteile ergeben sich aus der folgenden Beschreibung. Auf der Zeichnung ist die Erfindung beispielsweise veranschaulicht, und zwar zeigen Fig. 1 einen Längsschnitt durch den Absperrschie ber; Fig.2 einen Querschnitt durch den Schieber nach Fig. 1, entsprechend der Linie II-II der Fig. 1;
Fig. 3 einen Längsschnitt durch das Verschlussstück nebst Membranüberzug, und Fig. 4 und 5 einen Querschnitt sowie einen Horizon talschnitt durch das Verschlussstück nach Fig. 3, ent sprechend den Linien IV-IV bzw. V-V der Fig. 3.
Wie aus der Zeichnung ersichtlich, umfasst der Ab sperrschieber ein aus den Teilen 1 und 2 bestehendes Gehäuse. Die beiden Gehäuseteile 1 und 2 sind über Flansche 3 und 4 miteinander verschraubt. Das Ge häuseteil 2 enthält den Durchlasskanal 5. An der einen Seite des Kanals 5 ist im Gehäuseteil 2 eine runde Verschlussstücköffnung vorgesehen, durch die hindurch ein Verschlussstück 6 in Schliessstellung überführbar ist. Das Verschlussstück 6 weist Dichtflächen auf, die ebenso wie die zugehörigen Sitzflächen im Gehäuseteil 2 kegelförmig ausgebildet sind.
Dabei ist der den Querschnitt des Durchlasskanals 5 ausfüllende Bereich des kegelförmigen Verschlussstücks 6 schwächer in Schliessrichtung verjüngt als der sich anschliessende Verschlussstückbereich, der mit einer Gegendichtfläche am Rand 7 der Schiebeöffnung des Gehäuseteils 2 zu sammenwirkt.
Um das vorzugsweise aus Stahl bestehende Ver- schlussstück 6 vor dem zerstörenden Einfluss der den Durchlasskanal 5 durchströmenden aggressiven Medien zu schützen, ist es mit einem relativ stark dimensionier ten Überzug 8 aus Fluorkautschuk oder Polytetrafluor- äthylen versehen, dessen Rand 9 über eine Ringschul ter 10 des Verschlussstücks 6 radial nach innen greift und mit einer in eine entsprechende Ausnehmung des Verschlussstücks 6 eingreifenden ringförmigen Verstär kung 11 versehen ist.
Wie aus der Zeichnung ersichtlich, weist das Ver- schlussstück 6 eine zentrale Bohrung 12 auf, die mit einem Gewinde 13 versehen ist, um das Einschrauben eines mit einem entsprechenden Aussengewinde ver- sehenen zylindrischen Zapfens 14 an einem kolbenarti gen Verschlussstückträger 15 zu ermöglichen.
Der Ver- schlussstückträger 15 weist auf dem dem Verschluss stück 6 zugewandten Ende einen wulstartig radial vor springenden Rand auf, der in auf das Verschlussstück 6 aufgzschraubtem Zustand des Trägers 15 den Rand 9 des Überzugs 8 in Anpresslage an der Ringschulter 10 hält.
Zum Schutz gegen die Aggressivität der den Ab sperrschieber durchfliessenden Medien ist der aus Spe zialstahl bestehende kolbenartige Verschlussstückträger 15 mit einer der Innenemaillierung der Gehäuseteile 1, 2 entsprechenden Emaillierung versehen. Aus Fig. 1 und 2 geht hervor, dass der Verschlussstückträger 15 eine Bohrung 16 des Gehäuseteils 1 durchsetzt, die mit einer Dichtungspackung 17 ausgerüstet ist, um sicher- zustellen, dass die aggressiven Medien an einem Aus tritt aus dem Gehäuseinneren gehindert werden.
Diese Dichtungspackung umfasst eine Reihe von etwa U-för- migen Dichtungsringen 18, die in axialer Richtung fe- derbeaufschlagt sind, damit sich ihre durch die Ring schenkel gebildeten Lippen in radialer Richtung fest an die emaillierte Oberfläche des kolbenartigen Verschluss- stückträgers 15 anlegen. Zur Druckerzeugung dienen zwischen die Dichtungspackung 17 und das Schieberge- häuse eingeschaltete Tellerfedern 19.
Der Verschluss- stückträger 15 und damit das Verschlussstück 6 sind axial verschiebbar gelagert, jedoch gegen Verdrehung gesichert, und zwar durch eine von einem Stift gehaltene Passfeder 20, die in eine Längsnut 21 eines mit dem kolbenartigen Verschlussstückträger 15 verbundenen Schraubbolzens 22 eingreift. Ein in bezog auf das Schie- bergehäuse drehbares Handrad 23 ist mit einer Buchse 24 verbunden, die über ihr Innengewinde mit dem Ge winde des Schraubbolzens 22 in Eingriff steht.
Bei Dre hung des Handrades 23 wird folglich über den Schraub- bolzen 22 der Verschlussstückträger 15 in eine axiale Hin- oder Herbewegung in bezog auf die Dichtfläche am Rand 7 der Schieberöffnung des Gehäuseteils 2 versetzt.
Wie aus Fig. 1 ersichtlich, verengt sich der Durch- lasskanal 5 zum Verschlussbereich hin. Dementspre chend ist die Sitzfläche an der dem vorderen Ende des Verschlussstücks 6 zugewandten Unterseite des Durch- lasskanals leicht konvex gekrümmt. Andererseits ist das die Dichtfläche aufweisende vordere Ende des Ver- schlussstücks 6 abgerundet ausgebildet.
Dadurch wird eine hohe spezifische Flächenpressung erzielt, durch die trotz der geringen elastischen Nachgiebigkeit des Über- zugs 8 aus Teflon (Warenzeichen für Polytetrafluor- äthylen) bzw. Viton (Warenzeichen für Fluorkau- tschuk) die Abdichtung sichergestellt wird, und zwar bereits dann, wenn der Membranüberzug 8 auf dem kegelförmigen Verschlussstück 6 überoll konstante Stär ke aufweist.
Um jedoch den spezifischen Flächendruck der Dicht flächen des Verschlussstückes 6 in bezog auf die Sitz flächen des Gehäuseteils 2 zu erhöhen und damit die Abdichtungswirkung zu vergrössern, ist der überzog 8 unterschiedlich stark ausgebildet, und zwar weist er in der sich quer zur Achse des Kanals 5 erstreckenden Ebene einen verstärkten Bereich 25 auf. Dieser ver stärkte Bereich 25 kann sich etwa in Richtung der Kanalachse erstrecken. Zur Erzielung eines besonders hohen Anpressdruckes ist der verstärkte Bereich 25 im dargestellten Grenzfall jedoch zu einer Wulst reduziert.
Erst bei Anpressung des Verschlussstückes 6 mit dem Überzug 8 gegen seinen kegelförmigen Sitz im Ge häuseteil 2 ergibt sich aus der ursprünglichen Linien berührung infolge der mehr oder weniger starken elasti schen Verformung des durch die Wulst gebildeten ver stärkten Bereichs 25 zu einer kegelförmigen Dichtfläche eine Flächenberührung sehr hoher Abdichtungswir kung.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Absperrschieber für aggressive Medien, mit einem im Schiebergehäuse in bezog auf den Durchlasskanal durch eine Verschlussstücköffnung des Gehäuses hin durch in Schliessstellung überführbaren, von einer Mem bran überzogenen Verschlussstück, dessen Dichtfläche ebenso wie die zugehörige Sitzfläche im Gehäuse kegel- förmig ausgebildet ist, gekennzeichnet durch Kombina tion folgender Merkmale:in Verbindung mit einer leichten Verengung des glatt durchgehenden Durchlasskanals (5) des Schieber gehäuses (2) ist die Sitzfläche an der dem vorderen Ende des Verschlussstücks zugewandten Unterseite des Durchlasskanals leicht konvex gekrümmt, das die Dichtfläche aufweisende vordere Ende des Verschlussstücks (6) ist ebenso wie die zugehörige Sitz fläche des Durchlasskanals (5) abgerundet ausgebildet, und der Membranüberzug (8) des Verschlussstücks (6) besteht aus Fluorkautschuk oder Polytetrafluoräthylen. UNTERANSPRÜCHE 1.Absperrschieber nach dem Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass das kegelförmige Ver- schlussstück (6) gegen Verdrehung um seine Achse ge sichert gelagert ist und der es umgebende Überzug (8) zur Erhöhung des spezifischen Flächendruckes in der sich quer zur Achse des Kanals (5) erstreckenden Ebene einen verstärkten Bereich (25) aufweist. 2. Absperrschieber nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der verstärkte Bereich (25) in Form einer Wulst ausgebildet ist. 3. Absperrschieber nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Verschlussstück (6) zur Si cherung gegen Verdrehung mit einem eine Längsnut (21) aufweisenden Bolzen (22) verbunden ist, in die eine Passfeder (20) eingreift. 4.Absperrschieber nach dem Patentanspruch und Unteranspruch 3, mit einer Verschraubung, durch die der über eine Ringschulter nach innen umgeschlagene Rand des Überzugs mit einem Axialdruck beaufschlagt und in Anpresslage an der Ringschulter gehalten wird, dadurch gekennzeichnet, dass das kegelförmige Ver- schlussstück (6) mit einem Verschlussstückträger (15) verschraubt ist, der den Rand (9) gegen die Ringschul ter (10) des Verschlussstücks (6) presst und von dem der Bolzen (22) ausgeht. 5.Absperrschieber nach Unteranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Verschlussstückträger (15) kol benartig ausgebildet und mit einer gegen aggressive Medien widerstandsfesten Emaillierung versehen ist und eine Bohrung (16) des Gehäuses durchsetzt, die mit einer Dichtungspackung (17) ausgerüstet ist. 6. Absperrschieber nach Unteranspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Dichtungspackung (17) eine Reihe von Dichtungsringen (18) umfasst, die in axialer Richtung federbeaufschlagt sind. 7.Absperrschieber nach Unteranspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass zur Druckerzeugung Tellerfedern (19) zwischen Dichtungspackung (17) und Schieberge- häuse eingeschaltet sind.
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1967
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