CH464000A - Vorrichtung zum genauen Ablängen von Schläuchen, Rohren, Stangen, Strängen und Leisten aus Gummi oder Kunststoff - Google Patents
Vorrichtung zum genauen Ablängen von Schläuchen, Rohren, Stangen, Strängen und Leisten aus Gummi oder KunststoffInfo
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Description
Vorrichtung zum genauen Ablängen von Schläuchen, Rohren, Stangen, Strängen und Leisten aus Gummi oder Kunststoff Im Bauwesen werden in neuerer Zeit sehr häufig Gummi und gehärtete oder nicht gehärtete Kunststoffe verwendet. So werden z. B. beim Erstellen von Scha lungen Rohre aus gehärtetem Kunststoff als Distanz halter, für Installationszwecke Schläuche aus Gummi oder gummiähnlichem Kunststoff, zur Abdichtung von Fugen, Stränge oder Schläuche aus Gummi oder gummi ähnlichem Kunststoff verwendet. Auch Sockelleisten und dergleichen werden oft aus Kunststoff hergestellt.
Da der artige Werktsücke meistens in sehr verschiedenen Längen benötigt werden, ist es nicht wirtschaftlich und oft auch gar nicht möglich, derartige Werkstücke aller benötigten Längen auf Vorrat zu halten und, da das Ablängen von Hand sehr zeitraubend und deshalb teuer ist, be steht das Bedürfnis nach einer einfachen, auch von ungelernten Arbeitern leicht zu bedienenden Abläng- vorrichtung, die leicht zu transportieren und auf jedem Bau- oder Werkplatz aufzustellen ist und die keiner Antriebsmaschine bedarf. Dieses Bedürfnis soll durch den Erfindungsgegenstand befriedigt werden.
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum ge nauen Ablängen von Schläuchen, Rohren, Stangen, Strängen und Leisten aus Gummi oder Kunststoff, wel che dadurch gekennzeichnet ist, dass sie einen auf einer Unterlage festgeschraubten Ständer besitzt, wel cher aus einer Grundplatte, zwei im Abstand nebenein ander auf dieser Grundplatte aufgeschweissten Säulen und einem die oberen Enden der Säulen verbindenden, mittels Schrauben auf diese aufgeschraubten Oberteil besteht, dass die beiden Säulen an ihren einander zuge wendeten Seiten je eine sich über ihre ganze Höhe er streckende Führung aufweisen, in welche ein unteres Messer eingelegt ist und in welchen Führungen ein oberes Messer geführt ist,
welches lösbar am unteren Ende eines in einer mitten auf den mit einer entspre chenden Öffnung versehenen Oberteil aufgeschweissten Führungsbüchse geführten, einen Kopf aufweisenden Stössels befestigt ist, welcher Stössel durch eine Druck feder in seine obere Grenzstellung, in welcher die Oberkante des an ihm befestigten Messers an der Un- terseite des Oberteiles anliegt, gedrückt ist, und dass auf der Grundplatte vor den beiden Säulen eine zur Schnittfläche senkrecht gerichtete Führungsrinne auf- geschweisst und in der einen Säule eine Führung für eine mittels einer Flügelschraube festklemmbare An schlagstange, an deren hinter den Säulen liegendem Ende ein Anschlag befestigt ist, vorgesehen ist.
Mittels einer solchen Vorrichtung kann auch ein ungelernter Arbeiter die benötigten Werkstücke in kür zester Zeit massgenau von einem Vorratsstück abtren nen.
In der Zeichnung ist eine beispielsweise Ausfüh rungsform der Vorrichtung zum genauen Ablängen von Schläuchen, Rohren, Stangen, Strängen und Leisten aus Gummi oder Kunststoff gemäss der Erfindung schaubildlich dargestellt.
Die dargestellte Vorrichtung, die auf einer Werk bank oder einem geeigneten Balken festgeschraubt wird, dient zum genauen Ablängen von Rohren aus gehärtetem Kunststoff, die z. B. als Distanzhalter bei der Herstellung einer Schalung dienen sollen. Sie be sitzt einen Ständer, welcher aus einer Grundplatte 1, zwei im Abstand nebeneinander auf dieser Grundplatte 1 aufgeschweissten Säulen 2 rechteckigen Querschnit tes und einem die oberen Enden dieser Säulen 2 ver bindenden Oberteil 3, welcher mittels Schrauben 4 auf den oberen Enden der Säulen 2 festgeschraubt ist, be steht. Die beiden Säulen 2 weisen in ihren einander zugewendeten Seiten je eine sich über ihre ganze Höhe erstreckende Führung 2a auf, in welche ein auf der Grundplatte 1 aufsitzendes, unteres Messer 5 eingelegt ist.
In den Führungen 2a der Säulen 2 ist ferner ein oberes Messer 6 verschiebbar geführt, welches in einem Längsschlitz des unteren Endes eines Stössels 7 eingesetzt und in diesem mittels einer Innensechskant- schraube 8 befestigt ist. Der Stössel 7 ist in einer mit ten auf den Oberteil 3, der eine entsprechende Öffnung besitzt, aufgeschweissten, vertikalen Führungsbüchse 9 geführt und weist an seinem oberen Ende einen Kopf 7a auf. Auf dem Stössel 7 ist zwischen der Führungs- büchse 9 und dem Kopf 7a eine Druckfeder 10 ange ordnet, welche den Stössel nach oben drückt, bis sich das obere Messer 6 an der Unterseite des Oberteiles 3 anlegt.
Auf die Grundplatte 1 ist in der Mitte vor den beiden Säulen 2 eine senkrecht zur Schnittebene ge richtete, waagrechte Führungsrinne 11 für das Vorrats stück, von welchem das Werkstück abgetrennt werden soll, aufgeschweisst. Ein Messanschlag 12 ist fest auf dem hinter den Säulen 2 liegenden hinteren Ende einer Anschlagstange 13 angeordnet, welche in einer Füh rung 2b in der einen Säule 2 geführt und in dieser mit tels einer Flügelschraube 14 festklemmbar ist.
Mittels eines auf die Führungsrinne 11 aufgelegten Massstabes wird bei gelöster Flügelschraube 14 die Anschlagstange 13 mit dem Anschlag 12 in der Füh rung 2b verschoben, bis der Anschlag 12 in einem Abstand von der Schnittebene der beiden Messer 5 und 6, welcher der verlangten Länge des Werkstückes entspricht, liegt, worauf die. Anschlagstange 13 mittels der Flügelschraube 14 in ihrer Führung 2b festge klemmt wird.
Nach Entfernen des Massstabes wird das Vorratsstück, von welchem das Werkstück abgetrennt werden soll, in die Führungsrinne 11 gelegt und in die ser zwischen den Messern 5 und 6 hindurch vorgestos sen, bis es am Anschlag 12 ansteht. Hierauf wird mit tels eines Holzhammers o. dgl. ein Schlag auf den Kopf 7a des Stössels 7 geführt, wodurch der Stössel 7 mit dem oberen Messer 6 entgegen der Wirkung der Druckfeder 10 schlagartig nach unten verschoben wird und dabei das Werkstück vom Vorratsstück abgetrennt wird.
Der Stössel 7 mit dem oberen Messer 6 kehrt hierauf unter der Wirkung der Druckfeder 10 in seine obere Grenzstellung zurück, so dass das Vorratstück sofort wieder vorgeschoben und ein weiteres Werk stück gleicher Länge von ihm abgetrennt werden kann.
Da, wie bereits erwähnt, die beschriebene und dar gestellte Vorrichtung zum Ablängen von Rohren aus gehärtetem Kunststoff bestimmt ist, sind ihre Messer 5 und 6 genau übereinander geführt und weisen kreisbo genförmige Schneiden 5a bzw. 6a auf, wobei die grösste lichte Höhe, welche, wenn die beiden Messer 5 und 6 aufeinander treffen, zwischen den Schneiden 5a und 6a verbleibt, etwas kleiner ist als der Innendurch messer des abzulängenden Werkstückes. Das Werk stück wird hierbei gleichsam vom Vorratsstück abge sprengt.
Sollen Werkstücke von einem Vorratsstück anderen Durchmessers abgetrennt werden, brauchen lediglich die Messer 5 und 6 durch andere Messer, de ren bogenförmige Schneiden einen entsprechend ande ren Radius aufweisen, ersetzt zu werden, was nach Lösen des Oberteiles 3 von den Säulen 2 ohne weiteres möglich ist. Für andere Zwecke, z. B. zum Ablängen von Schläuchen und Strängen aus Gummi oder gummi ähnlichem Kunststoff, können die Messer 5 und 6 in den Führungen 2a der Säulen 2 auch so angeordnet und geführt sein, dass das obere Messer 6 am unteren gleitet und seine Schneide 6a beim Abtrennen des Werkstückes bis unter die Schneide 5a des unteren Messers 5 gelangt.
Zum Ablängen von Leisten können auch Messer mit geraden Schneiden verwendet werden.
Zum Nachschleifen oder Auswechseln der Messer 5 und 6 werden die Schrauben 4 gelöst und der Ober- teil 3 mitsamt dem Stössel 7 und dem an diesem befe stigten oberen Messer 6 abgehoben. Das Messer 6 kann durch Ausschrauben der Innensechskantschraube 8 vom Stössel gelöst werden. Das untere Messer 5 kann nach Abheben des Oberteiles 3 ohne weiteres aus seinen Führungen 2a herausgehoben werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Vorrichtung zum genauen Ablängen von Schläu chen, Rohren, Stangen, Strängen und Leisten aus Gummi oder Kunststoff, dadurch gekennzeichnet, dass sie einen auf einer Unterlage festzuschraubenden Stän der besitzt, welcher aus einer Grundplatte (1), zwei im Abstand nebeneinander auf dieser Grundplatte (1) auf- geschweissten Säulen (2) und einem die oberen Enden der Säulen (2) verbindenden, mittels Schrauben (4) auf diese aufgeschraubten Oberteil (3) besteht, dass die beiden Säulen (2) an ihren einander zugewendeten Sei ten je eine sich über ihre ganze Höhe erstreckende Führung (2a) aufweisen, in welche ein unteres Messer (5)eingelegt ist und in welchen Führungen (2a) ein oberes Messer (6) geführt ist, welches lösbar am unte ren Ende eines in einer mitten auf dem mit einer ent sprechenden Öffnung versehenen Oberteil (3) aufge- schweissten Führungsbüchse (9) geführten, einen Kopf (7a) aufweisenden Stössels (7) befestigt ist, welcher Stössel (7) durch eine Druckfeder (10) in seine obere Grenzstellung, in welcher die Oberkante des an ihm befestigten Messers (6) an der Unterseite des Obertei les (3) anliegt, gedrückt ist, und dass auf der Grund platte (1) vor den beiden Säulen (2) eine zur Schnitt ebene senkrecht gerichtete Führungsrinne (11) aufge- schweisst und in der einen Säule (2) eine Führung (2b)für eine mittels einer Flügelschraube (14) festklemm- bare Anschlagstange (13), an deren hinter den Säulen (2) liegendem Ende ein Anschlag (12) befestigt ist, vorgesehen ist. UNTERANSPRÜCHE 1. Vorrichtung nach Patentanspruch, zum Ablän- gen von Rohren aus gehärtetem Kunststoff, dadurch gekennzeichnet, dass ihr oberes Messer (6) genau über dem unteren Messer (5) geführt ist und dass die Schneiden (5a und 6a) des oberen und des unteren Messers (6 bzw.5) kreisbogenförmig ausgebildet sind, derart, dass die grösste lichte Höhe, welche beim Auf einandertreffen der beiden Messer (5 und 6) verbleibt, etwas kleiner ist als der Innendurchmesser des abzu- längenden Rohres. 2.Vorrichtung nach Patentanspruch, zum Ablän- gen von Rohren und Strängen aus Gummi oder gum miähnlichem Kunststoff, dadurch gekennzeichnet, dass das untere Messer (5) in den Führungen (2a) der Säu len (2) so gehalten und das obere Messer (6) in diesen Führungen (2a) so geführt ist, dass das obere Messer (6) beim Ablängen eines Werkstückes am unteren Messer gleitet und die Schneide (6a) des oberen Mes sers (6) bis unter die Schneide (5a) des unteren Mes sers (5) gelangt.
Priority Applications (1)
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| CH817268A CH464000A (de) | 1968-05-31 | 1968-05-31 | Vorrichtung zum genauen Ablängen von Schläuchen, Rohren, Stangen, Strängen und Leisten aus Gummi oder Kunststoff |
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| CH464000A true CH464000A (de) | 1968-10-15 |
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1968
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