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CH439994A - Lenkeinrichtung an einem Sattelschlepper mit Anhänger - Google Patents

Lenkeinrichtung an einem Sattelschlepper mit Anhänger

Info

Publication number
CH439994A
CH439994A CH710865A CH710865A CH439994A CH 439994 A CH439994 A CH 439994A CH 710865 A CH710865 A CH 710865A CH 710865 A CH710865 A CH 710865A CH 439994 A CH439994 A CH 439994A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
steering
switched
trailer
switch
transmission
Prior art date
Application number
CH710865A
Other languages
English (en)
Inventor
Roth Max
Original Assignee
Ramseier & Jenzer Ag
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Ramseier & Jenzer Ag filed Critical Ramseier & Jenzer Ag
Priority to CH710865A priority Critical patent/CH439994A/de
Publication of CH439994A publication Critical patent/CH439994A/de

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B62LAND VEHICLES FOR TRAVELLING OTHERWISE THAN ON RAILS
    • B62DMOTOR VEHICLES; TRAILERS
    • B62D13/00Steering specially adapted for trailers

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Transportation (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Steering-Linkage Mechanisms And Four-Wheel Steering (AREA)

Description


      Lenkeinrichtung    an einem     Sattelschlepper    mit     Anhänger       Die Erfindung betrifft eine Lenkeinrichtung an einem  Sattelschlepper mit Anhänger,     mit    einem Lenkgetriebe  zur Übertragung der Lenkbewegungen des Sattelschlep  pers auf die Achse des Anhängers.  



  Bei bekannten Lenkeinrichtungen dieser Art werden  die Lenkbewegungen durch Lenkgestänge oder Lenkseil  züge übertragen. Die Lenkübertragung mittels Lenk  gestänge gestattet nur     beschränkte    Einschlagwinkel und  benötigt für die Übertragung der Lenkbewegungen auf  die Anhängerachse einen     grossen    Kraftaufwand, während  die Lenkübertragung mittels     Seilzuglenkung    den bekann  ten Nachteil des ungenauen Spurens der Räder des An  hängers     zeigt,    bedingt durch die     ungleiche    Elastizität der  Drahtseile.

   Bei beiden genannten Arten von Lenkeinrich  tungen ergeben sich überdies     Manövrierschwierigkeiten     beim Wegfahren und gleichzeitigem Abschwenken des       Kraftfahrzuges    von     Laderampen,    welche durch das dabei  auftretende Ausschwenken der Anhängerachse in Rich  tung der Laderampe bedingt sind, sofern nicht die Lenk  einrichtung von der Anhängerachse abgekuppelt und  diese in ihrer neutralen Stellung fixiert werden kann.  



  Die Lenkeinrichtung gemäss der Erfindung behebt  diese Schwierigkeiten dadurch, dass dem Lenkgetriebe  zur Unterstützung der Übertragung der Lenkbewegungen  eine in einer ersten Stellung eines Schalters wirksame,  Lenkhilfe parallelgeschaltet ist, welche in zwei Kolben  zylindern geführte Kolben, deren     Beaufschlagung        elektro-          pneumatisch    steuerbar ist und ein Seil- oder Ketten  getriebe aufweist, wobei die Lenkübertragung auf die  Anhängerachse mittels einer im Drehgestell der Achse  vorgesehenen, durch eine zweite Stellung des Schalters       betätigbaren    elektropneumatischen Kupplung abschalt  bar ist und Steuermittel vorgesehen sind,

   welche bei Ab  schaltung der Lenkübertragung mittels des Schalters die  Anhängerachse mittels der Kolben der Lenkhilfe selbsttä  tig in die neutrale Stellung bringen und in dieser fixieren.  



  Im Folgenden ist ein     Ausführungsbeipiel    des Erfin  dungsgegenstandes an Hand der     beiligenden    schemati  schen Zeichnung näher erläutert.  



  Das zur Übertragung der Lenkbewegungen dienende  Lenkgetriebe besteht bei diesem Ausführungsbeispiel aus  der Rollenkette 1, dem auf dem Anhänger 11 angeordne-         ten    Kettenrad 3 und dem auf dem Sattelschlepper 2 vor  gesehenen Kettenrad 6. Das     koaxial    zum Königszapfen 7  und dem Drehkranz 8 des Sattelschleppers gelagerte vor  dere Kettenrad 6 ist durch die Anschlagnocken 9 fest  mit der auf dem Sattelschlepper angeordneten Sattel  kupplung 10 verbunden und macht die Lenkbewegungen  des Sattelschleppers mit. Die Rollenkette 1 übernimmt  vom vorderen Kettenrad 6 die Lenkbewegungen des Sat  telschleppers und überträgt diese gekreuzt auf das koaxial  zum Drehkranz 4 angeordnete Kettenrad 3 des Anhän  gers, welches seinerseits die Lenkbewegungen auf die  Anhängerachse 5 überträgt.

   Die dem Kettengetriebe 1,  3, 6     bezüglich    Kraftwirkung gleichsinnig parallelgeschal  tete elektropneumatische Lenkhilfe weist zwei Kolben  zylinder 12, 12' auf, deren Kolben mittels der von den  elektrischen     Steuerstockkontakten    14 der Lenkung des  Sattelschleppers gesteuerten und an eine nicht dargestell  te     Druckluftquelle    angeschlossenen     2-Weg-Pneumatik-          ventile    13, 13' betätigt werden und die unterstützende  Lenkkraft über das aus Kette 15 und Kettenrad 16 be  stehende Kettengetriebe auf die Anhängerachse 5 über  tragen.

   Zur Erzielung des zwangsläufigen gegensinnigen  Gleichlaufs der Kolben weisen die Zylinder 12, 12' der       Lenkhilfe    mit     Hydrauliköl    gefüllte Kammern 18, 18' auf,  die über eine Leitung miteinander verbunden sind. An  diese Leitung ist ein als     Ölspeicher    dienender Behälter 19  angeschlossen, welcher Hydrauliköl unter Druck enthält,  so dass die Kolben unter ständigem Druck stehen und  die Kette 15 dauernd gespannt gehalten wird.  



  Die Unterstützung des Lenkgetriebes durch die Lenk  hilfe kann mittels des Schalters 20 abgeschaltet werden,  wobei dann die Kolbenzylinder der     Lenkhilfe    als     Stoss-          dämpfer    für das Lenkgetriebe wirken.  



  Die Abschaltung der Lenkübertragung auf die An  hängerachse erfolgt mittels der elektropneumatischen  Kupplung 21, welche im Kettenradlager des Anhängers  angeordnet ist, wobei gleichzeitig mit der Abschaltung  der Lenkübertragung, die Anhängerachse selbsttätig und  zwangsläufig durch die Kolben der Lenkhilfe in ihre  neutrale Stellung gebracht und in dieser fixiert wird.

   Bei  der in der Zeichnung dargestellten Ausgangsstellung der  Anhängerachse geht dies wie folgt vor sich: Der an eine      nicht dargestellte Stromquelle angeschlossene Schalter 20  wird aus der Stellung o auf die Kontakte     a-b    geschaltet,  dadurch erhalten die Elektromagnete 24 der     Hydraulik-          ventile    25 und über das Relais 22 vom Kontakt a Strom  und schalten die Ventile 25 von der     Durchlassstellung     x in die     Sperrstellung    y. Ebenso erhält der direkt am  Kontakt a liegende Elektromagnet des Relais 23 Strom  und dieses schaltet auf die Kontakte z um.

   Gleichzeitig  erhält das einerseits mit einer nicht dargestellten Druck  luftquelle und andererseits mit der Kupplung 21 verbun  dene     2-Weg-Pneumatikventil    27 über den Kontakt b des  Schalters 20 Strom und öffnet, wodurch der Kupplungs  zylinder 38 der Kupplung 21 durch die einströmende  Druckluft nach unten gedrückt wird und dadurch das  Kettenrad 3 auskuppelt und den Kontaktschalter 28 be  tätigt, welcher die Kontakte z des Relais 23 mit dem  Kontakt b des Schalters 20 und damit mit der Strom  quelle verbindet.

   Das Erreichen des völlig     ausgekuppel-          ten        Zustandes    wird dabei durch das Aufleuchten einer  nicht dargestellten, in der Führerkabine des Sattelschlep  pers vorgesehenen Kontrolllampe angezeigt.

   Über den  unteren der beiden Kontakte z des Relais 23     fliesst    nun  über den     Tastschalter    29, welcher in der gezeichneten  Ausgangsstellung der Anhängerachse durch die Kol  benstange 32 des Kolbens des oberen Zylinders 12 ge  schlossen ist, zum Elektromagneten 30' Strom, dieser  betätigt das Relais 22, welches die Stromzufuhr zu dem  Magneten 24 der Ventile 25 unterbricht, wodurch diese  Ventile in die     Durchlassstellung    schalten und die     Öl-          kammern    18, 18' miteinander verbinden.

   Gleichzeitig er  hält auch das Ventil 13' über den     Tastschalter    29 Strom  und verbindet den Zylinder 12' mit der     Druckluftquelle.     Durch die in den Zylinder 12' einströmende Druckluft  wird     dessen    Kolben nach rechts bewegt und     damit    das  öl der Ölkammer 18' über die     offene    Verbindungsleitung  in die     Ölkammer    18 des Zylinders 12 gedrückt, wodurch  der Kolben des Zylinders 12 nach     links    bewegt wird.  Durch diese gegenläufige Bewegung der beiden Kolben  wird über das Kettengetriebe 15, 16 die Anhängerachse  im     Gegenuhrzeigersinn    aus ihrer Ausgangsstellung ge  dreht.

   Erreicht die Anhängerachse ihre neutrale Stellung,  so ist die Kolbenstange 32 gerade so weit eingefahren,  dass der     Tastschalter    29 von der Kolbenstange abfällt  und damit die Stromzufuhr zum Ventil 13' und zum  Magneten 30' unterbricht. Dies hat zur Folge, dass das  Ventil 13' die Druckluftzufuhr zum Zylinder 12' sperrt  und die Anhängerachse in ihrer neutralen Stellung     ste-          henbleibt.    Gleichzeitig werden durch das Abschalten des       Magneten    30' die Magnete 24 der Ventile 25 über das  Relais 22 an Strom gelegt,     wodurch:    die Ventile 25 die  Verbindung zwischen den Ölkammern 18, 18' unter  brechen und damit die Anhängerachse in ihrer neutralen  Stellung fixiert wird.  



  Zur Zurückführung der Anhängerachse     in    ihre in der  Zeichnung dargestellte Ausgangsstellung und zum Wie  dereinkuppeln derselben mit der Lenkübertragung, wird  der Schalter 20 auf den Kontakt c geschaltet. Dies hat  zur Folge, dass einerseits das Relais 22 und der Magnet  26 des Relais 23 von der Stromquelle abgeschaltet wer  den, wodurch die Ventile 25 die     Ölkammern    18,

   18' mit  einander verbinden und das Relais 23 die Kontakte z  vom     Tastschalter    28 abschaltet und andererseits der Elek  tromagnet f des Relais 36 über den durch den ausgeraste  ten Kupplungszylinder 38 geschlossenen     Tastschalter    40  und den durch die Verstellung der Anhängerachse in     ihre     neutrale Stellung geschlossenen Druckschalter 35' Strom  erhält, wodurch das Relais 36 schaltet und das Ventil    27 über das Relais 23 und über den durch den Kupp  lungszylinder 38 geschlossene     Tastschalter    28 weiterhin  mit Strom     versogt,    so dass dieses offengehalten und ein  Einkuppeln der Kupplung verhindert wird.

   Gleichzeitig  erhält auch das     Pneumatikventil    13 Strom, welches öffnet  und den Zylinder 12 mit der     Druckluftquelle    verbindet.  Die in den Zylinder 12 strömende Druckluft drückt des  sen Kolben nach rechts und damit das öl aus der Öl  kammer 18 in die Ölkammer 18' des Zylinders 12', wo  durch dessen Kolben nach links bewegt wird. Diese ge  gensinnige Bewegung der beiden Kolben bewirkt eine  Drehung der Anhängerachse im Uhrzeigersinn aus ihrer  neutralen Stellung in die Ausgangsstellung. Erreicht die  Anhängerachse die Ausgangsstellung, was durch die  rastspitze 37 überwacht und festgestellt wird, so wird  der Druckschalter 35' durch die rastspitze 37 geöffnet  und die Stromzufuhr zum Ventil 13 und zum Magnet f  des Relais 36 und damit zum Ventil 27 unterbrochen.

    Dies hat zur Folge, dass der Zylinder 12 und die     elektro-          pneumatische    Kupplung 21 von der     Druckluftquelle    ab  geschaltet werden, wodurch die Anhängerachse in ihrer  Ausgangsstellung stehen bleibt und der Kupplungszylin  der 38 unter der Wirkung der Druckfeder 39 nach oben  gedrückt wird und das Kettenrad 3 der Lenkübertragung  wieder einkuppelt. Im Moment der vollständigen Ein  kupplung des Kettenrades 3, erkennbar durch das Aus  löschen der genannten Kontrolllampe, schaltet der     Tast-          schalter    40 die     Rückstelleinrichtung    vom Kontakt c des  Schalters 20 und damit von der Stromquelle ab.  



  Ist die Ausgangsstellung der Anhängerachse 5 der  in der Zeichnung dargestellten entgegengesetzt,     d.h.    ge  gen die neutrale Stellung im     Gegenuhrzeigersinn    ge  dreht, so laufen die vorstehend beschriebenen Vorgänge  in analoger Weise ab, nur     dass    anstelle des     Tastschalters     29 und der Kolbenstange 32, bzw. des Druckschalters 35',  der     Tastschalter    29' und die     Kolbenstange    32', bzw. der  Druckschalter 35 ins Spiel kommen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Lenkeinrichtung an einem Sattelschlepper mit An hänger, mit einem Lenkgetriebe (1, 3, 6) zur Übertragung der Lenkbewegungen eine in einer ersten Stellung (o) eines Schalters (20) wirksame Lenkhilfe parallelgeschaltet ist, welche in zwei Kolbenzylindern (12, 12') geführte Kolben, deren Beaufschlagung elektropneumatisch steuerbar ist, und ein Seil- oder Kettengetriebe (15, 16) aufweist, wobei die Lenkübertragung auf die Anhängerachse (5) mittels einer im Drehgestell der Anhängerachse vorgesehenen, durch eine zweite Stellung (a, b) des Schalters (20) betä- tigbaren elektropneumatischen Kupplung (21) abschalt bar ist und Steuermittel (13, 13', 22, 24, 25, 29, 29', 30, 30') vorgesehen sind,
    welche bei Abschaltung der Lenk übertragung mittels des Schalters (20) die Anhängerachse mittels der Kolben der Lenkhilfe selbsttätig in die neu trale Stellung bringen und in dieser fixieren. UNTERANSPRÜCHE 1. Lenkeinrichtung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die Zylinder (12, 12') zwei mit öl ge füllte Kammern (18, 18') aufweisen, welche durch eine mittels zweier Hydraulikventile (25) absperrbare Leitun gen verbunden sind, und dass ein Ölspeicher (19) vorge sehen ist, um das in den Kammern und in der Leitung befindliche Öl unter konstantem Druck zu halten. 2. Lenkeinrichtung nach Patentanspruch und Unter anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Kolben in den Zylindern (12, 12') bei abgeschalteter Lenkhilfe als Stossdämpfer für das Lenkgetriebe wirken. 3.
    Lenkeinrichtung nach Patentanspruch und den Un teransprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die abgeschaltete Lenkübertragung in einer dritten Stellung (c) des Schalters (20) wieder eingeschaltet wird und die Anhängerachse (5) durch zusätzliche Steuermittel (35, 35', 36, 37) und die Kolben der Lenkhilfe aus der neutralen Stellung in die von ihr vor der Abschaltung der Lenk übertragung eingenommene Stellung zurückgeführt und die Kupplung in dieser Stellung wieder eingerastet wird.
CH710865A 1965-05-20 1965-05-20 Lenkeinrichtung an einem Sattelschlepper mit Anhänger CH439994A (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3721030A1 (de) * 1986-06-27 1988-01-07 Schwarzmueller Wilhelm Gmbh Sattelzug

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3721030A1 (de) * 1986-06-27 1988-01-07 Schwarzmueller Wilhelm Gmbh Sattelzug

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