Verfahren zum Färben und Bedrucken von Polyesterfasern aus aromatischen Polycarbonsäuren und mehrwertigen Alkoholen Die Anforderungen, welche beim Färben von aromatischen Polyesterfasern aus wässriger Farb- stoffdispersion an die Farbstoffe gestellt werden, sind vielschichtig.
Erste Voraussetzung für die Herstellung einer industriell verwertbaren Färbung ist ein ausgezeich netes Ziehvermögen des zur Anwendung gelangen den Dispersionsfarbstoffes. Farbstoffe mit mangel haftem Ziehvermögen neigen insbesondere beim Fär ben von aromatischen Polyesterfasern in geschlos senen Zirkulationsapparaten zu Agglomeration und damit zu Filtrationseffekten. Beim Färben mit un genügend ziehenden Dispersionsfarbstoffen werden daher sehr oft farbschwache, unegale, reib- und lösungsmittel unechte Färbungen erhalten.
Eine zusätzliche Anforderung stellt das in der Praxis oft zur Färbung von Geweben, bestehend aus aromatischen Polyesterfasern angewendete Foular- dier-Thermofixierverfahren. Für dieses Färbever fahren eignen sich ausschliesslich Dispersionsfarb- stoffe mit guter Faseraffinität und ausgezeichneter Sublimationsechtheit.
Ausserdem ist für die Färbung von polyester- haltigen Mischgeweben das Reservierungsvermögen des eingesetzten Dispersionsfarbstoffes entscheidend. Nebst den erwähnten applikatorischen Anforderun gen, welche an die Farbstoffe gestellt werden, müssen die unter Verwendung dieser Farbstoffe hergestellten Färbungen vor allem den Ansprüchen des Verbrau chers genügen. In dieser Hinsicht ist eine sehr gute Licht-, Wasch- und Schweissechtheit der Färbungen die wichtigste Voraussetzung.
Es ist bekannt, dass eine beachtliche Zahl von Dispersionsfarbstoffen, welche sich für die Färbung von Celluloseacetat eignen, gleichzeitig ein mässiges, mitunter jedoch sogar ein sehr gutes Ziehvermögen auf aromatische Polyesterfasern aufweisen. Selbst bei gutem Ziehvermögen sind diese Farbstoffe oft mals für die Färbung von aromatischen Polyester fasern industriell nicht verwertbar, weil sie in bezug auf Sublimations-- oder Lichtechtheit den Anforde- rungen nicht genügen.
Es wurde nun gefunden, dass man wertvolle gelbe und rotstickig gelbe Färbungen und Farbdrucke auf Polyesterfasern aus aromatischen Polycarbonsäuren und mehrwertigen Alkoholen erhält, wenn man diese mit wässrigen Dispersionen von in Wasser schwer löslichen Disazofarbstoffen der Formel I
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worin X Wasserstoff oder eine niedere Alkylgruppe, R1 einen niederen Alkyl-,
Alkoxyalkyl- oder einen gegebenenfalls durch niedere Alkyl- oder Alkoxy- gruppen oder Halogene substituierten Phenylrest und R2 einen niederen Alkyl-, Alkoxyalkyl-, Halogen alkyl- oder Cyanalkylre,st bedeuten, behandelt. Erfindungsgemäss verwendbare Farbstoffe der Formel I können in der üblichen Weise hergestellt werden,
indem man die Diazoniumverbindung einer 4 Amino-azobenzolverbindung der Formel 1I
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mit einer Kupplungskomponente der Formel III
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in welchen Formeln 1I und lII X, R1 und R2 die oben angegebene Bedeutung haben, kuppelt.
Die Kupplung der Diazoniumverbindung einer Verbindung der Formel 1I mit der Kupplungskompo nente der Formel III erfolgt vorzugsweise in mineral- saurem bis schwachsaurem wässrigem Medium, ins besondere bei einem pH-Wert von 4 bis 4,5. Zweck mässig wird bei, mineralsaurer Kupplung die Säure allmählich abgestumpft, beispielsweise mit Alkali- salzen niederer Fettsäuren.
Die Kupplungskomponente der Formel III erhält man z. B. durch Kondensation eines Harnstoffes der Formel
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mit Malonsäure, zweckmässig üi einem inerten orga nischen Lösungsmittel, wie Chloroform, in Gegen wart eines wasserabspaltenden Mittels, z.
B. in Ge genwart von Phosphoroxychlorid, oder durch Um setzung des vorstehenden N,N'-di-substituierten Harnstoffes mit Cyanessigsäure zum entsprechenden Cyanacetylhamstoff, Umwandlung desselben in alka lischem Medium zum 4-Aminouracil und Verseifung der Iminogruppe zur Oxogruppe, z. B. mit siedender verdünnter Salzsäure.
Die erfindungsgemäss verwendbaren Azofarbstoffe der Formel I werden zweckmässig durch Vermahlen mit Dispergiermitteln in eine fein zerteilte Form ge bracht.
Geeignete Dispergatoren sind beispielsweise anionische, wie Älkylarylsulfonate, Kondensations produkte des Formaldehyds mit Naphthalinsulfon- säuren, Ligninsulfonate, oder nichtionogene, wie Fettalkoholpolyglykoläther. Mit Vorteil verwendet man Gemische der genannten,
Dispergiermittel. In dieser Zubereitung eignen sich die erfindungs gemäss verwendbaren Farbstoffe zum Färben von Textilfasern aus hochmolekularen Estern aroma tischer Polycarbonsäuren mit polyfunktionellen Alko holen, beispielsweise von Polyäthylenglykolterephthalat-, Polyäthylenglykolisophthalat-oder Polyhexahydroxylyldiolterephthalatfasem, wie Dacron , Terylene ,
Kodel und Vycron und weiteren ähnlichen aromati schen Polyesterfasern.
Die Färbung aromatischer Polyesterfasern mit wässrigen Dispersionen von Farbstoffen der Formel I erfolgt vorzugsweise bei Temperaturen von über 100 C unter Druck. Die Färbung kann aber auch beim Siedepunkt des Färbebades in Gegenwart von Farbüberirägern, wie Phenylphenol, Polychlorbenzol oder ähnlichen Hilfsmitteln, durchgeführt werden, oder nach dem Foulardierverfahren und anschliessen der Thermofixierung bei 180-210 C vorgenommen werden.
Gewebe aus aromatischen Polyesterfasern können zudem auch mit wässrigen Dispersionen er- findungsgemäss verwendbarer Farbstoffe bedruckt und anschliessend gedämpft oder thermofWert wer-. den. Die Färbung der aromatischen Polyesterfasern kann auch mit Gemischen von Farbstoffen der For mel 1 durchgeführt werden.
Die erfindungsgemäss verwendbaren Disazofarb- stoffe ergeben auf den genannten Fasern sehr farb starke gelbe und rotstickig gelbe Ausfärbungen. Die Farbstoffe besitzen ein ausgezeichnetes Ziehvermögen insbesondere auf Polyglykolterephthalatfasern. Dank ihrer guten Sublimierechtheit lassen sie sich sehr gut zur Färbung von Polyestergeweben nach dem Fou- lardier-Thermofixierverfahren einsetzen.
Bei der Fär bung von Mischgeweben, bestehend aus Baumwolle- Polyester, reservieren sie den Baumwollanteil sehr gut.
Die erfindungsgemäss verwendbaren Disazofarb- stoffe lassen sich auch mit handelsüblichen Quell- mitteln gleichmässig färben. Man erhält mit ihnen, selbst auf dichtgeschlagenen Geweben oder hart- gezwirnten. Garnen gute und gleichmässige Durch färbungen.
Die Ausfärbungen sind sehr gut walk-, lösungsmittel-, überfärbe- und dekaturecht. Sie be sitzen ausserdem ausgezeichnete Gebrauchsechtheiten, insbesondere eine sehr gute Licht-, Wasch-, Reib-, Schweiss- und Abgasechtheit.
Durch Kombination der Disazofarbstoffe der Formel I mit blauen Dispersionsfarbstoffen erhält man auf aromatischen Polyesterfasern reine, gleich mässige, gut durchgefärbte, licht- und sublimierechte grüne Färbungen.
Sind in erfindungsgemäss verwendbaren Disazo- farbstoffen der Formel I R1 und R2 je ein niederer Alkylrest, so weist dieser vorzugsweise 1 bis 4 Koh- lenstoffatome auf. Definitionsgemäss kann dieser Alkylrest durch eine niedere Alkoxygruppe, wie die Methoxy- oder Athoxygruppe, substituiert sein.
Als Substituenten des Alkylrestes kommen in R2 auch die Cyanogruppe; oder Halogenatome, wie Brom oder vorzugsweise Chlor, in Frage. Die niederen Alkoxy- gruppen als Bestandteile von R1 und R2 und die Halogene und Cyangruppen als Bestandteile von R2 sollen hierbei zweckmässig durch mindestens 2 Koh- lenstoffatome vom Ringstickstoff getrennt sein.
Als gegebenenfalls, durch niedere Alkyl- oder Alkoxygruppen oder Halogene substituierter Phenyl- rest bedeutet R1 vorzugsweise die Phenyl-, Methyl- phenyl-, Athylphenyl-, Methoxyphenyl-, Athoxy- phenyl-, Chlorphenyl-, Bromphenyl-, Dimethyl- phenyl-,
Dichlorphenyl-, Methyl - methoxyphen.yl- oder Methyl-chlorphenylgruppe.
Bedeutet X eine niedere Alkylgruppe, so kann diese z. B. die Methyl-, Äthyl-, Propyl- oder Butyl- gruppe sein. X ist jedoch vorzugsweise Wasserstoff.
Die verfahrensgemäss zur Anwendung kommenden Disazofarbstoffe der Formel I enthalten als R1 vor teilhaft einen gegebenenfalls, durch niedere Alkyl- oder Alkoxygruppen oder Chloratome substituierten Phenylrest und als R2 vorzugsweise einen niederen Alkyl- oder Alkoxyalkylrest. Diese Disazofarbstoffe ziehen sehr gut auf Polyglykolterephthalatfasern und ergeben klare,
lichtechte und sublimierechte rot stichig gelbe Färbungen.
Gegenüber einem in der französischen Patent schrift Nr. 834 538 beschriebenen Farbstoff, erhalten durch Kupplung von diazotiertem Aminoazobenzol mit Barbitursäure, besitzen zwei nächstvergleichbare erfindungsgemäss verwendbare Farbstoffe, hergestellt durch Kuppeln von diazotiertem Aminoazobenzol mit 1,3-Dimethyl-barbitursäure bzw.
mit 1-Phenyl- 3-methyl-barbitursäure ein wesentlich besseres Zieh- und Aufbauvermögen auf Polyäthylenglykoltere- phthalatfasern.
In den nachfolgenden Beispielen bedeuten Teile Gewichtsteile. Die Temperaturen sind in Celsius graden angegeben. Gewichtsteile stehen zu Volum- teilen im gleichen Verhältnis wie g zu cm3.
<I>Beispiel 1</I> 4 Teile des nach dem nachstehend beschriebenen Verfahren hergestellten Farbstoffes werden in 4000 Teilen Wasser dispergiert. Dieser Dispersion fügt man als Quellmittel 20' Teile des Natriumsalzes von o-Phenylphenol sowie 20 Teile Diammoniumsulfat bei und färbt damit während 90 Minuten<B>100</B> Teile Polyglykoltere- phthalatgarn bei 95 bis<B>981.</B>
Die Färbung wird gespült und dann 15 Minuten bei 80, mit 12 Teilen. 30%iger Natronlauge und 4 Teilen Octylphenylpolyglykoläther in 4000 Teilen Wasser nachbehandelt. Schliesslich wird die gefärbte Ware wiederum gründlich mit Wasser gespült und dann getrocknet. Man erhält so eine gut licht- und sublimierechte tief goldgelbe Färbung.
Ersetzt man in dem obigen Beispiel die 20 Teile des Natriumsalzes von o-Phenylphenol durch 20 Teile einer der folgenden handelsüblichen Quellmittel, bei spielsweise durch 20 Teile o-Phenylphenol-Emuls.ion oder 20 Teile p-Chlorphenoxyäthanol-Emulsion oder 20 Teile Dichlorbenzol-Emulsion oder 20 Teile Kresotinsäuremethylester-Emulsion oder 20 Teile einer 1:1-Emulsion von Te:
rephthal- säuremethylester und Benzanilid, und verfährt im übrigen in der gleichen Weise wie zuvor, so erhält man eine goldgelbe Färbung gleich wertiger Qualität. Die Färbungen haben eine sehr gute Schweiss-, Reib- und Lichtechtheit.
Der in diesem Beispiel verwendete Farbstoff wird wie folgt hergestellt: Eine feine Suspension von 19,7 Teilen 4-Amino- azobenzol in 500 Teilen Wasser, 75 Teilen 36 % iger Salzsäure und 5 Teilen Oleylpolyglykoläther wird in der üblichen Weise bei 15-20 durch Zusatz vors 6,9 Teilen Natriumnitrit diazotiert. Die geklärte Di- azoniumsalzlösung wird bei 0-5 zu einer Lösung von 72,2 Teilen 1,3-bis-(y-Methoxypropyl)
-barbitur- säure in 1200 Teilen Wasser und 200 Teilen 80%iger Essigsäure zugetropft. Der pH-Wert des Kupplungs bades wird dann durch Zusatz von Natriumacetat auf 4,5-5 eingestellt. Das Reaktionsgemisch wird 10, Stunden bei 5-10 gerührt, um die vollständige Kupplung zu erreichen. Der entstandene orange Nie derschlag, dessen Zusammensetzung der Formel
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entspricht, wird in der üblichen Weise abfiltriert, mit Wasser gewaschen und getrocknet.
5 Teil" des auf diese Weise erhaltenen Farb stoffes werden durch Vermahlen mit 12 Teilen des Natriumsalzes eines Kondensationsproduktes der Naphthalin-2-sulfonsäure mit Formaldehyd in eine fein dispergierte Form gebracht.
Die in diesem Beispiel als Kupplungskomponente verwendete 1,3-bis-(y-Methoxypropyl)-barbitursäure wird nach an sich bekannten Verfahren erhalten, bei spielsweise durch Umsetzung des. N,N'-bis-(y-Meth- oxypropyl)-hamstoffes mit Cyanessigsäure zum ent sprechenden Cyanacetylharnstoff, Überführung des Cyanacetylharnstoffes mittels Natriumhydroxyd in das 1,3-bis-(y-Methoxypropyl)
-4-amino-uracil und anschliessende Abspaltung der Aminogruppe in ver dünnter siedender Salzsäure.
Unter den gleichen Bedingungen wie oben erge- ben die Farbstoffe gemäss den Beispielen 2 bis 30 der folgenden Tabelle bei der Anwendung auf Poly- glykolterephthalatgarn Färbungen von ähnlicher Qualität.
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<I>Tabelle</I>
<tb> Farbton <SEP> auf
<tb> Beispiel <SEP> Diazokomponente <SEP> Kupplungskomponente <SEP> Polyglykoltere Nr.
<tb> phthalatfasern
<tb> 2 <SEP> 4-Amino:
azobenzol <SEP> 1-Phenyl-3-methylbarbitursäure <SEP> goldgelb
<tb> 3 <SEP> <SEP> L@Phenyl-3-.(y-methoxypropyl)-barbitursäure <SEP>
<tb> 4 <SEP> <SEP> 1,3-Dibutylbarbitursäure <SEP>
<tb> 5 <SEP> <SEP> 1-Pheny1-3-butylbarbitursäure <SEP>
<tb> 6 <SEP> <SEP> 1 <SEP> Phenyl-3-(fl-chloräthyl)-barbitursäure <SEP>
<tb> 7 <SEP> <SEP> 1 <SEP> Phenyl-3-(ss-bromäthyl)-barbitursäure <SEP>
<tb> 8 <SEP> <SEP> 1 <SEP> Phenyl-3-(ss-cyanäthyl)-barbitursäure <SEP>
<tb> 9 <SEP> <SEP> 1-(3'-Chlorphenyl)-3-methylbarbitursäure <SEP>
<tb> 10 <SEP> <SEP> 1-(2'-Methylphenyl)-3-methylbarbitursäure <SEP>
<tb> 11 <SEP> <SEP> 1-(4' <SEP> Äthoxyphenyl)-3-methylbarbitursäure <SEP>
<tb> 12 <SEP> <SEP> 1-(2',4'-Dimethylphenyl)-3-propylbarbitursäure <SEP>
<tb> 13 <SEP> <SEP> 1-(4' <SEP> Äthylphenyl)
-3-methylbarbitursäure <SEP>
<tb> 14 <SEP> <SEP> 1-(3',4'-Dichlorphenyl)-3-äthylbarbitursäure <SEP>
<tb> 15 <SEP> r <SEP> 1-(2'-Methoxy-5'-methylphenyl)-3-methyl- <SEP>
<tb> barbitursäure
<tb> 16 <SEP> 4' <SEP> Methyl-4-aminoazobenzol <SEP> 1-(2' <SEP> Bromphenyl)-3 <SEP> isopropylbarbitursäure <SEP>
<tb> 17 <SEP> <SEP> 1-Phenyl-3-(y-methoxypropyl)-barbitursäure <SEP>
<tb> 18 <SEP> 3' <SEP> Methyl-4-aminoazobenzol <SEP> 1 <SEP> Phenyl-3-(y-methoxypropyl)-barbitursäure <SEP>
<tb> 19 <SEP> <SEP> 1-(3' <SEP> Methylphenyl)-3 <SEP> propylbarbitursäure <SEP>
<tb> 20 <SEP> 2' <SEP> Methyl-4-aminoazobenzol <SEP> 1-(3'-Chlorphenyl)-3-methylbarbitursäure <SEP>
<tb> 21 <SEP> 4' <SEP> Äthyl-4-aminoazobenzol <SEP> 1-(3'-Chlorphenyl)-3-methylbarbitursäure <SEP>
<tb> 22 <SEP> 3'-Methyl-4-aminoazobenzol <SEP> 1-(2' <SEP> Methoxyphenyl)
-3-propylbarbitursäure <SEP>
<tb> 23 <SEP> 4-Aminoazobenzol <SEP> 1-(2'-Methyl-5'-chlorphenyl)-3-methyl- <SEP>
<tb> barbitursäure
<tb> 24 <SEP> <SEP> 1 <SEP> Phenyl-3 <SEP> äthylbarbitursäure <SEP>
<tb> 25 <SEP> <SEP> 1-Phenyl-2-(ss-methoxyäthyl)-barbitursäure <SEP>
<tb> 26 <SEP> <SEP> 1 <SEP> Phenyl-3 <SEP> butylbarbitursäure <SEP> <I>Beispiel 27</I> 2 Teile des Farbstoffes gemäss Beispiel 9 werden in 4000 Teilen Wasser dispergiert. Dieser Dispersion:
setzt man als Quellmittel 20 Teile des Natriumsalzes von o-Phenylphenol sowie 20 Teile Diammonium- phosphat zu und färbt damit während 90 Minuten bei 95-98 200 Teile eines aus 50% Baumwolle und <B>50%</B> Polyglykolterephthalat bestehenden Misch gewebes. Das Färbebad wird dabei weitgehend er schöpft. Anschliessend wird die Färbung mit Wasser gespült, geseift und getrocknet.
Unter diesen Bedin gungen erhält man auf dem Polyglykolterephthalat- anteil des Mischgewebes einen goldgelben Farbton, während der Baumwollanteil gut reserviert bleibt. Die in den Beispielen 1 bis 8 und 10 bis 26 be schriebenen Farbstoffe färben die Polyglykoltere- phthalatfasern und reservieren die Baumwollfasern von Mischgeweben in ähnlich guter Weise.
<I>Beispiel 28</I> In einem Druckfärbeapparat werden 0,5 Teile des Farbstoffes gemäss Beispiel 9 in 1000 Teilen Wasser dispergiert. Dieser Dispersion setzt man 0,5 Teile Ölsäure-N-methyltaurid, 0,5 Teile des Na- triumsalzes eines Kondensationsproduktes aus Naph- thalin-2-sulfonsäure und Formaldehyd, 2 Teile Di- ammoniumsulfat sowie 0,
1 Teile 85%ige Ameisen säure zu. Man geht nun mit 25 Teilen hart gewickeltem Polyglykolterephthalatgarn bei 50 ein, erhitzt das geschlossene Bad in 45 Minuten auf 125 bis 130 und färbt bei dieser Temperatur während 45 Minu ten. Dann wird die Färbung mit Wasser gespült, ge seift und getrocknet. Man erhält so eine wasch-, reib-, schweiss-, licht-, sublimier- und lösungsmittel- echte goldgelbe Färbung.
Ähnlich gute Resultate erzielt man, wenn man in dem obigen Beispiel die 0,5 Teile des Farbstoffes gemäss Beispiel 9 durch 0,5 Teile des Farbstoffes gemäss einem der Beispiele 2 bis 8 und 10 bis 26 ersetzt und unter den obigen Bedingungen auf Polyglykolterephthalat-, Polyhexahydroxylyldiolterephthalat- oder Polyglykolisophthalatkammzug, -garn oder -gewebe färbt.
<I>Beispiel 29</I> In einem Druckfärbeapparat werden 0,4 Teile des Farbstoffes gemäss Beispiel 9 und 0,1 Teile des Farbstoffes gemäss Beispief 26 in 1000 Teile Wasser dispergiert. Dieser Dispersion setzt man 0,5 Teile ölsäure-N-methyltaurid, 0,5 Teile des Natrium salzes eines Kondensationsproduktes aus Naphthalin- 2-sulfonsäure und Formaldehyd, 2 Teile Diammo- niumsulfat sowie 0,1 Teile 85 % ige Ameisensäure zu.
Man geht nun mit 25 Teilen hart gewickeltem Polyglykolterephthalatgarn bei 50 ein, erhitzt das geschlossene: Bad in 45 Minuten auf 125 bis 130 und färbt bei dieser Temperatur während 45 Minu ten. Dann wird die Färbung mit Wasser gespült, ge seift und getrocknet. Man erhält so eine wasch-, reib-, schweiss-, licht-, sublimier- und lösungsmittel- echte goldgelbe Färbung.
<I>Beispiel 30</I> 0,5 Teile des Farbstoffes gemäss Beispiel 17 so wie 3 Teile des Farbstoffes der Formel
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der gemäss Beispiel 1 der deutschen Patentschrift Nr. 1029 506 erhalten wird, werden in einem Druck färbeapparat in 2000 Teilen Wasser dispergiert. Dieser Dispersion setzt man 4 Teile Oleylpolyglykol- äther zu und stellt den pH-Wert des Färbebades mit Essigsäure auf 6 bis 6,5 ein.
Nun geht man mit 100 Teilen Polyglykoltere- phthalatgarn bei 50 ein, erhitzt das geschlossene Bad in 45 Minuten auf 125 bis 130 und färbt wäh rend 45 Minuten bei dieser Temperatur. Dann wird die Färbung mit Wasser gespült, geseift und ge trocknet. Man erhält unter diesen Bedingungen eine gleichmässig grüne Färbung, die sich durch gute Wasch-, Sublimier- und Reibechtheit auszeichnet.
<I>Beispiel 31</I> Polyglykolterephthalatgewebe wird auf einer Druckmaschine bei<B>25'</B> mit einer Flotte folgender Zusammensetzung bedruckt: 50 Teile des Farbstoffes gemäss Beispiel 5, fein dispergiert in 300 Teilen Wasser, 40 Teilen Harnstoff, 400 Teilen Kris:tallgummiverdickung und 200 Teilen einer 10 % igen wässrigen p-Phenylphenol- Emulsion.
Das bedruckte Gewerbe wird dann 60 Minuten bei 100 gedämpft und dann geseift, mit Wasser ge spült und getrocknet.
Auf diese Weise erhält man einen goldgelben Farbdruck, der sich durch sehr gute Wasch-, Reib-, Licht- und Sublimiere.chtheit auszeichnet.
Ein Druck von ähnlich guten Eigenschaften wird erhalten, wenn man in dem obigen Beispiel die 200, Teile 10%ige p Phenylphenol-Emulsion durch 200 Teile Wasser ersetzt und das bedruckte Gewebe 30 Minuten lang unter einem Überdruck von 1,5 Atmo sphären dämpft oder 1 Minute lang in einem Heiss luftstrom bei einer Temperatur von 210 fixiert.
Die in den andern Beispielen beschriebenen Farb stoffe liefern bei der Anwendung auf Polyglykol- terephthalatgeweben nach diesem Verfahren. Farb drucke von ähnlicher Qualität.
<I>Beispiel 32</I> Polyglykolterephthalatgewebe wird auf einem Foulard bei 40 mit einer Flotte der folgenden Zu sammensetzung imprägniert: 20 Teile des Farbstoffes gemäss Beispiel 5, fein dispergiert in 7,5 Teilen Natriumalginat, 20 Teilen Triäthanolamin, 20 Teilen Octylphenyl'polyglykoläther und 900 Teilen Wasser.
Das auf etwa<B>100%</B> Feuchtigkeitsgehalt abge quetschte Gewebe wird bei 100 getrocknet und dann 30 Sekunden bei einer Temperatur von 210 fixiert. Die gefärbte Ware wird anschliessend mit Wasser gewaschen, geseift und getrocknet. Unter diesen Bedingungen erhält man eine gut wasch-, reib-, licht- und sublimierechte goldgelbe, Färbung.