CH416809A - Schaltverbindung an flüssigkeitsgekühlten Leiterstäben elektrischer Maschinen - Google Patents
Schaltverbindung an flüssigkeitsgekühlten Leiterstäben elektrischer MaschinenInfo
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Description
Schaltverbindung an flüssigkeitsgekühlten Leiterstäben elektrischer Maschinen Die Schaltverbindungen ,zwischen den Leiterstä ben der Ständerwicklung grosser elektrischer Maschi nen können im allgemeinen erst nach dem Einlegen der einzelnen Leiterstäbe in die Ständernuten ange bracht werden. Diese Schaltverbindungen wenden nor malerweise durch Lötungen oder Klemmverschrau bungen hergestellt.
Bei flüssigkeitsgekühlten Leiter stäben sind jedoch die bekannten Schaltverbindungen nicht ohne weiteres verwendbar, und zwar aus fol genden Gründen: Die flüssigkeitsgekühlten Leiter stäbe sind bereits vor dem Einlegen in die Ständer nuten mit .ihren Enden in Flüssigkeitsverteilkammern eingelötet. Eine nach der Montage nochmals statt findende Lötung zur Herstellung der Schaltverbin dung oder das Aufbringen einer einfachen Klemm verbindung würden die Festigkeit und die Dichtigkeit der Lötstellen an den Wasserverteilkammern an den Endender Leiterstäbe .gefährden.
Ausserdem würden solche Lötarbeiten oder das Anbringen einer der übli chen Klemmverbindungen durch den Mangel an Platz in dem ohnehin schon überfüllten Wickelkopfraum flüssigkeitsgekühlter elektrischer Maschinen ausser ordentlich erschwert, wenn nicht sogar unmöglich gemacht.
Die Strombelastungen sind bei Anwendung der Flüssigkeitskühlung wesentlich grösser als bisher, da her sind garantierte Mindestkontaktdrücke in ,allen Betriebszuständen nötig, die bei normalen Klemm- verbindungen nicht gewährleistet sind. Hinzu kommt noch, dass die flüssigkeitsgekühlten Leiterstäbe eine gegenüber den normalen Stäben erheblich grössere Steifigkeit aufweisen, so dass es nicht mehr ohne wei teres möglich ist, etwaige Ungenauigkeiten,an den ab gebogenen Wickelkopfenden der Stäbe durch nach trägliches Beibiegen auszugleichen, damit sie in die Schaltverbindung hineinpassen.
Es wird vielmehr eine Schaltverbindung notwendig sein, die sich den Ungenauigkeiten der Stababstände voneinander an passt.
Die Erfindung bezieht sich auf eine Schaltverbin dung an flüssigkeitsgekühlten Leiterstäben elektri scher Maschinen, insbesondere Turbogeneratoren, und ist dadurch gekennzeichnet, dass jeder Leiterstab mit seinen Enden in .ein Kontaktstück :eingelötet ist und dass die Kontaktstücke zweier zusammenge schalteter Stäbe durch eine Schelle verbunden sind, wobei der Kontaktdruck durch in Richtung der Ver bindungslinie beider Stäbe verlaufende Spannungs schrauben und/oder Aufschrumpfen der Schelle über beide Kontaktstücke aufgebracht ist.
Zwischen bei den Kontaktstücken wird dabei .zweckmässig ein P.asskeil aus gut leitendem Material :eingelegt, der einen Ausgleich der Abstandsfehler der .Stäbe er möglicht und gewährleistet, dass der Kontaktdruck zur Erzielung der nötigen Kontaktpressung und nicht zur Verformung der Stabenden aufgebracht werden muss. Zur Erzielung eines günstigen Spannungsver- laufes sind die Schellen sowie die Kontaktstücke an ihren äusseren Seiten mit Vorteil gerundet. Die Schel len selbst bestehen vorzugsweise aus unmagnetischem Stahl oder hochwertiger Bronze.
Diese Konstruktion hat den Vorteil, dass ,die Kontaktverbindung auf ge ringstem Raum optimal gefedert ist, wodurch pla stische oder thermische Verformungen an der Ver bindung nur sehr geringe Rückwirkungen auf den Kontaktdruck haben. Um .die Kontaktwiderstände möglichst gering zu halten, empfiehlt es sich, sämtli cher Kontaktflächen zu versilbern. In einer Weiter bildung der Erfindung wird vorgeschlagen, die Schelle senkrecht zur Verbindungslinie beider Stäbe zu tei len.
Auf diese Weise entsteht eine Schaltverbindung, die genügend Freiheitsgrade besitzt, um mit Hilfe eines Passstückes ohne Verformung der Leiterstab- enden sowohl Abstands- wie Parallelitätsfehler der Kontaktflächen ausgleichen zu können.
Die die bei den Schellenteile zusammenhaltenden Spannschrau ben werden, um die Anpassungsfähigkeit der Schalt verbindung in allen Richtungen zu verbessern, zweck mässig durch in Kugelpfannen gelagerte kugelförmige Einlagen beider Schellenteile geführt, die eine in ge wissen Grenzen kardanische Beweglichkeit der Spannschrauben an ihren Widerlagern ermöglichen.
In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt.
Fig. 1 zeigt eine Schaltverbindung in Achsrich tung der Stäbe gesehen.
Fig. 2 zeigt einen Schnitt durch die Schaltverbin- dung längs der Linie A -B in Fig.1.
Fig. 3 zeigt eine Variante einer Schaltverbindung in Seitenansicht und Fig. 4 die gleiche Schaltverbindung in Vorderan sicht, Fig. 5 ein weiteres Ausführungsbeispiel in Seiten ansicht und Fig. 6 in Vorderansicht.
Zwei im Wicklungszug aufeinanderfolgende Lei terstäbe 1 und 2, die .aus hohlen Teilleitern bestehen, sind in der Nähe ihrer Enden in zwei Kontaktstücke 3 und 4 aus gut leitendem Material eingelötet. Das Anbringen dieser Kontaktstücke 3 und 4 an den Lei terstäben erfolgt zweckmässigerweise noch bevor die nicht dargestellten Sammelkammern @an den äusser sten Enden der Leiterstäbe aufgelötet werden. Nach dem Einlegen der Stäbe 1 und 2 in die Ständernuten einer elektrischen Maschine werden die Kontakt stücke 3 und 4 in eine Schelle 5 eingespannt.
Zwi schen den beiden Kontaktstücken 3 und 4 wird ein Passkeil 6 eingefügt, der es ermöglicht, Ungenauig keiten in den Abständen der Stäbe 1 und 2 auszu gleichen. Der nötige Kontaktdruck zwischen den Kontaktstücken 3 und 4 und dem Keil 6 wird dabei entweder durch eine oder mehrere Spannschrauben 7 oder durch Aufschrumpfen der Schelle 5 aufge bracht.
Um einen :günstigen Spannungsverlauf in der Schelle 5 zu erzielen, werden ihre Schmalseiten und die .damit in unmittelbarer Berührung stehenden Schmalseiten der Kontaktstücke 3 und 4 abgerundet.
Wie den Fig. 3 und 4 zu entnehmen ist, sind zwei Leiterstabenden 1 und 2 je in einem Kontaktstück 3 und 4 aus gut leitendem Material eingelötet. Diese beiden Kontaktstücke werden durch eine aus zwei Teilen 8 und 9 bestehende Schelle und Spannschrau- ben 7 zusammengepresst, wobei zum Ausgleich von Parallelitäts- und Abstandsfehlern Ader einander ge genüberliegenden Kontaktflächen der Kontaktstücke 3 und 4 zwischen beiden ein P.assstück 6 eingelegt ist.
Die Fig. 5 und 6 zeigen eine in der Form noch einfachere Schellenkonstruktion einer Schaltverbin dung. Die beiden Schellenteile 8 und 9 bestehen hier lediglich noch aus zwei flachen, aber kräftigen Quer stegen, die von den Schrauben 7 zusammen mit den Leiterstabenden verspannt werden.
Gemäss einer Weiterbildung der Erfindung sind in den beiden Schellenteilen 8 und 9 an den Widerlagern der Spannschrauben 7 kugelförmige Einlagen 10 ange ordnet, die in gleichgeformten Kugelpfannen lagern und durch die die Spannschrauben 7 hindurchgeführt sind. Diese kugelförmigen Einlagen 10 ermöglichen in einem gewissen Bereich eine kardanische Beweg lichkeit der Schrauben 7 quer zu ihren Längsachsen.
Die erfindungsgemässe Schaltverbindung kann in einfacher Weise auch auf engstem Raum ohne Zu- hilfenahme von Vorrichtungen montiert werden, wo bei durch die Montagearbeiten die Sicherheit der Lötstellen an den Wasserverteilkammern nicht ge- fährdet wird. Die Schaltverbindung selbst nimmt ausserordentlich wenig Platz :ein, so dass sie auch in dem engen Wickelkopfraum eines flüssigkeitsgekühl ten Turbogenersators untergebracht werden kann.
Ausserdem vermag sie kleine Fehler in den Abstän den oder Leiterenden auszugleichen, ohne dass es not wendig wird, die Stabenden zu verbiegen, was min destens zu einer Beeinträchtigung der Stabfestigkeit an ihren Enden führen würde.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Schaltverbindung an flüssigkeitsgekühlten Leiter stäben elektrischer Maschinen, insbesondere Tur bogeneratoren, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Leiterstab mit seinen Enden in ein Kontaktstück ein gelötet ist und dass die Kontaktstücke zweier zu- sammengeschalteter Stäbe durch eine Schelle ver bunden sind,wobei der Kontaktdruck durch in Richtung der VerbindungsEme beider Stäbe verlau fende Spannschrauben und/oder Aufschrumpfen der Schelle über beide Kontaktstücke aufgebracht ist. UNTERANSPRÜCHE 1. Schaltverbindung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, d.ass zwischen beiden Kon- taktstücken,ein Passkeil eingelegt ist. 2.Schaltverbindung nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Schellen an ihren Enden gerundet sind. 3. Schaltverbindung nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, d,ass die Schellen aus unmagnetischem Stahl oder Bronze bestehen. 4. Schaltverbindung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, ,dass die Kontaktflächen versilbert sind. 5.Schaltverbindung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1, 3 und 4, dadurch gekennzeich net, d'ass die Schelle senkliecht zur Verbindungslinie beider Stäbe geteilt ist. 6. Schaltverbindung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1, 3, 4 und 5, dadurch gekenn zeichnet, dass die Spannschrauben durch in Kugel pfannen gelagerte kugelförmige Einlagen beider Schellenteile geführt sind.
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Families Citing this family (1)
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1964
- 1964-04-22 CH CH524864A patent/CH416809A/de unknown
- 1964-04-28 GB GB1756964A patent/GB1057913A/en not_active Expired
Also Published As
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