Fahrzeugreifen mit im Laufstreifen angeordneten harten Körpern zur Erhöhung der Rutschsicherheit . Die Erfindung betrifft einen Fahrzeugreifen mit im Reifenlaufstreifen angeordneten harten Körpern zur Erhöhung der Rutschsicherheit.
Bei derartigen Reifen besteht eine Schwierigkeit darin, die harten Körper bzw. die von ihnen gebilde ten Gleitschutzelemente so mit dem Reifenkörper zu verbinden; dass eine feste, jedoch lösbare Veranke rung entsteht. Wichtig ist dabei ferner, dass das Mon tieren bzw. Demontieren der Gleitschutzelemente mit einfachen technischen Mitteln durchgeführt werden kann.
Diese Forderungen werden erfüllt und die er wähnten Schwierigkeiten beseitigt, wenn erfindungs gemäss die harten Körper bzw. die sie aufnehmenden Verankerungselemente ein: Aussengewinde aufweisen und die harten Körper bzw. die Verankerungsele- mente unter starker elastischer Verformung des Laufstreifens in .diesen eingeschraubt sind.
Die harten: Körper bzw. die Verankerungselemente können dabei an ihrem oberen Ende mit einer oder mehreren Ausnehmungen zum Ansetzen eines Werkzeuges, insbesondere mit einem Schlitz zum Ansetzen einfies Schraubenziehers, versehen sein.
Um eine ausreichend sichere Befestigung und eine genügend starke elastische Verformung des Laufstreifengummis herbeiführen zu können, kann man in dem Laufstreifen des Reifens zylindrische Vertiefungen vorsehen, die einen vergleichsweise kleinen Durchmesser haben.
So können bei einem Aussendurchmesser bzw. Gewindeaussendurchmesser der harten Körper bzw. ihrer Verankerungselemente von etwa 4 bis 8 mm Bohrungen gewählt werden, deren Durchmesser lediglich etwa ein Drittel bis ein Sechstel dieser Werte beträgt.
Bei einem. Aussen durchmesser der harten Körper bzw. ihrer Veranke- rungselemente von 5 bis 6 mm wird man daher vor- zugsweise Schraublöcher mit einem Durchmesser von etwa 2 mm wählen. Derart bemessene Schraublöcher stellen eine ausreichend grosse elastische Verform barkeit des Laufstreifens sicher und dementspre chend eine ausreichende Haltekraft.
Gleichzeitig die- nen die verhältnismässig kleinen Schraubbohrungen dazu, die einzuschraubenden Körper während der Schraubbewegung in axialer Richtung zu führen.
In dessen sind aber vorgeformte, also vor dem Einbrin gen der Körper bzw. ihrer Verankerungselemente vorhandene Bohrlöcher kein unbedingtes Erforder nis, vielmehr können auch harte Körper oder Veran- kerungselemente gewählt werden, die nach Art der bekannten Holzschrauben ausgebildet sind und sich bei entsprechend grossem Schraubdruck auch ohne Bohrung verankern lassen.
Die Verankerung der Gleitschutzelemente wird wie schon erwähnt - durch die beim Einschrauben eintretende elastische Verformung des Laufstreifen- gummis herbeigeführt. Der Gummi dringt dabei in die Windungen des Aussengewindes ein und stellt somit einen Formschluss sicher., Vorteilhaft ist ferner in diesem Zusammenhang, wenn das Gewinde nicht zu scharllkantig ausgebildet ist.
Es soll zumindest aus sen in geringem Masse abgerundet sein, um zu ver meiden, dass bei der Schraubbewegung eine Messer und Spaltwirkung eintritt.
Nach einer weiteren Ausführungsform der Erfin dung weisen die mit dem Aussengewinde versehenen harten Körper bzw. Verankerungselemente noch eine oder mehrere Vertiefungen an ihrem Aussenumfang auf, die vorzugsweise als Umfangsnuten ausgebildet sind.
Diese Vertiefungen sind einer Schraubbewe- gung nicht hinderlich, sie bringen aber den zusätzf- chen Vorteil eines besseren Formschlusses mit sich, da in diese Vertiefungen der Laufstreifengummi ein dringt.
Die Erfindung wird im folgenden anhand der Zeichnung erläutert, in der Ausführungsbeispiele dargestellt sind. Es zeigen: Fig. 1 einen radialen Teilschnitt durch den Lauf streifen eines Fahrzeugluftreifens, Fig. 2 den Laufstreifen gemäss Fig. 1 mit einem hierin verankerten Gleitschutzelement,
Fig.3 eine abgewandelte Ausführung eines in einem Laufstreifen verankerten Gleitschutzelementes und Fig. 4 und 5 je weitere Ausführungen für Gleit schutzelemente.
In den Laufstreifengummi 1 sind entweder durch Abformen in der Vulkanisierform oder eine mecha nische Bearbeitung im Anschluss an die Fertigstel lung des Reifens im wesentlichen senkrecht in bezug auf die Lauffläche 2 verlaufende zylindrische Vertie fungen 3 mit einem lichten Durchmesser d einge bracht.
Die eigentlichen Gleitschutzkörper, die bei verei ster oder glatter Fahrbahn den Bodeneingriff sicher stellen sollen, sind zylindrische Stifte 4 aus einem sehr harten verschleissfesten Stahl o. dgl. Diese sind eingelassen in eine Längsbohrung 5 eines ebenfalls aus Metall o. dgl. bestehenden Verankerungskörpers 6 und hierdurch Löten, Kleben verankert, wobei es jedoch auch möglich ist, auf besondere Befestigungs mittel zu verzichten.
So kann der harte Stift in das Verankerungselement 6 eingepresst sein.
Das Verankerungselement 6 ist im wesentlichen zylindrisch gestaltet. Es weist in seinem unteren Ende eine Abrundung oder aber auch eine Spitze 7 und an seinem oberen Ende einen Querschlitz 8 auf. Das Verankerungselement 6 ist zudem mit einem Aussen gewinde 9 versehen, zusätzlich jedoch noch in der Nähe seiner Spitze 7 mit einer ausgerundeten Um fangsnut 10.
Der Aussendurchmesser D ist etwa dreimal grös ser als der Durchmesser d der Bohrung 3. Bei einem Durchmesser D = 6 mm wird demgemäss eine Boh rung 3 mit einem Durchmesser d von etwa 2 mm ge wählt.
Die gemäss Fig. 1 vorbereiteten Reifen können ohne weiteres lediglich unter Verwendung eines schraubenzieherähnlichen Handwerkzeuges mit den Gleitschutzkörpern versehen werden:. Zu diesem Zweck wird die Spitze 7 in die Bohrung 3 eingeführt, worauf das Verankerungselement 6 in die Bohrung bis in die Stellung gemäss Fig. 2 eingeschraubt wird.
Beim Einschrauben wird die Bohrung 3 dem Aussenr- durchmesser D entsprechend aufgeweitet unter Ein leitung einer elastischen Vorspannung in den Lauf streifengummi 1. Der Gummi dringt in die einzelnen Windungen aber auch in die Umfangsnut 10 ein. Der Gleitschutzkörper ist nunmehr fest veranlkert und kann gegebenenfalls, z. B. bei einem Witterungs wechsel aus .der Bohrung 3 herausgeschraubt werden.
Die Spitze 11 der Windungen muss abgerundet sein, um zu verhindern, dass der beim Einschrauben aufgeweitete, vorgespannte Gummi des Laufstreifens 1 geschlitzt wird.
Gemäss Fig. 3 ist der eigentliche Gleitschutzkör- per 4', der aus dem Werkstoff besteht, aus dem auch der Stift 4 gefertigt ist, selbst als Schraubkörper aus gebildet. Er weist ebenfalls .ein Aussengewinde 9 auf, jedoch im Gegensatz zu dem Verankerungskörper 6 gemäss Fig.2 eine weitere Umfangsnut 10. Der Gleitschutzkörper 4' ist ebenfalls mit einem Schlitz 8 versehen. Somit hat der Gleitschutzkörper 4' in etwa die Gestalt einer Madenschraube.
Um .den Formschluss noch zu verbessern, können auch Längsnuten, die ebenfalls tiefer als die Gewin degänge ausgeführt sein können, vorgesehen sein. Die seitlichen Begrenzungen dieser Längsnuten sind durch gestrichelte Linien a in Fig.3 angedeutet. Diese Längsnuten bewirken ebenfalls einen Formschluss, sie verhindern ausserdem ein ungewoll tes Herausdrehen der Gleitschutzkörper aus den Bohrungen 3.
Es ist ferner möglich, die Ausführungsform ge- mäss Fig. 2 und 3 derart schlank und spitz auslaufend auszubilden, dass auf Bohrungen 3 ganz verzichtet werden kann. Derartige Gleitschutzkörper bzw. Ver- ankerungselemente haben dann in etwa die Gestalt einer Holzschraube und können ohne weiteres in eine glatt ausgeführte Lauffläche (ohne Bohrungen 3) ein geschraubt werden.
Da der Aussendurchmesser der Verankerungsele- mente 6 bzw. der Gleitschutzkörper 4' verhältnis- mässig (klein gehalten werden kann, sind diese Ele mente mit Vorteil anwendbar bei Blöcken und Rip pen, so wie diese bei den üblichen Matsch- und Schneereifen (Eisreifen) Verwendung finden. Die Elemente der beschriebenen Art können also ohne weiteres in derartige Rippen oder Blöcke eingelassen werden.
Wenngleich auch zylindrische oder im wesentli chen zylindrische Bohrungen 3 zur Aufnahme der Verankerungselemente 6 bzw. der Gleitschutzkörper 4' besonders vorteilhaft sind, so können dennoch bei manchen Anwendungsfällen Quer-, Schräg- oder Längsschlitze geringer Breite mit einer Länge, die kleiner aber auch wesentlich grösser sein kann als der Durchmesser der erwähnten Körper, zur Aufnahme dieser Körper Verwendung finden. Wesentlich ist hierbei, dass auch Schlitze die beim Einschrauben wünschenswerte Führung herbeiführen können.
Die Schlitzbreite muss selbstverständlich den vorerwähn- ten Durchmesserverhältnissen entsprechend gewählt werden, Gemäss Fig. 4 und 5 ist der untere Teil 12 gegen über dem oberen Teil 13 des Gleitschutzelementes 4' verdickt. Es ergeben sich somit zwei unterschiedlich grosse Gewindeaussendurchmesser, die durch die un terschiedlichen Durchmesser :der Teile 12 und 13 be dingt sind. Während der untere Teil 12 gemäss Fig. 4 etwa dem Verankerungselement 6 gemäss Fig. 2 bzw.
dem Gleitschutzkörper 4' gemäss Fig. 3 gestaltet ist, bildet der untere Teil 12 gemäss Fig. 5 einen abge rundeten pilzartigen Kopf, wie dieser bei Nieten üblich ist, jedoch mit dem Unterschied, dass der Kopf mit einem Aussengewinde versehen ist.
Durch die Verdickung des Gleitschutzkörpers 4' im unteren Teil wird ein besonders günstiger Formschluss und damit eine gute Verankerung des Gleitschutzkörpers 4' bzw. des Verankerungselemen- tes erreicht. Vorzugsweise sollten jedoch der Durch messer d der Bohrung 3 einerseits und die Durch messer der Teile 12 und 13 so bemessen werden, dass im eingeschraubten Zustand der Gummi des Lauf streifens auch noch mit einer gewissen Vorspannung an den im Durchmesser verringerten oberen Teil 13 anliegt.
Es sei noch erwähnt, dass gegebenenfalls der im Durchmesser kleinere Teil 13 aussen glatt, also unter Verzicht auf :eire Gewinde ausgeführt sein kann.