Verzögerungssehaltung Die vorliegende Erfindung betrifft eine Verzöge rungsschaltung.
Bei einer speziellen Ausbildung einer Schaltungs anordnung gemäss der Erfindung können sich dadurch sehr konstante Verzögerungszeiten ergeben, dass die zeitbestimmenden Elemente der Verzögerungsschaltung während der ganzen Verzögerungsdauer vom Ver braucherkreis getrennt sind. Bei einer bevorzugten Aus führungsform der Erfindung wird ein Widerstands- Ka- pazitäts-Verzögerungskreis durch einen von einem Ein gangssignal ausgelösten, rückgekoppelten Transistor verstärker auf eine bestimmte Spannung aufgeladen. Ein Verbraucherkreis wird durch einen zweiten rück gekoppelten Verstärker gespeist, der durch das Aus gangssignal des ersten rückgekoppelten Verstärkers ausgelöst wird.
Ein Verzögerungskreis wird mittels zweier in Reihe geschalteter Dioden vom Ausgang des ersten rückgekoppelten Verstärkers aufgeladen. Diese Dioden dienen auch dazu, den Verzögerungskreis von den beiden Verstärkern zu isolieren, wenn das Ein gangssignal später wieder verschwindet. Der Ver braucherkreis bleibt nach dem Verschwinden des Ein gangssignals noch ein bestimmtes Zeitintervall in Be trieb. Dieses Zeitintervall wird durch die Zeitdauer be stimmt, :in der die Spannung an dem isolierten Ver zögerungskreis auf einen bestimmten Wert abfällt. Am Ende des Verzögerungsintervalls wird der zweite rück gekoppelte Verstärker wieder mit dem Verzögerungs kreis verbunden und der Verbraucherkreis wird da durch abgeschaltet.
Die vorliegende Erfindung betrifft somit eine Ver zögerungsschaltung mit einem ersten Verstärker, an dessen Eingang ein auf eine physikalische Grösse an sprechender Wandler angeschlossen ist, mit einem Speichernetzwerk zur Einführung einer bestimmten Zeitkonstante und mit einem zweiten Verstärker, an dessen Ausgang ein Verbraucher angeschlossen ist, und, ist nun dadurch gekennzeichnet, dass der Aus gang des ersten Verstärkers über zwei nur in :einer Richtung leitende Schaltungselemente mit dem Spei chernetzwerk verbunden ist, dass der Ausgang des ersten Verstärkers über das erste der nur in einer Rich tung leitenden Schaltungselemente mit dem Eingang des zweiten Verstärkers verbunden ist;
dass die beiden nur in einer Richtung leitenden Schaltungselemente .so geschaltet sind, dass sie aufhören zu leiten, wenn sich die physikalische Grösse in einer bestimmten Richtung ändert; dass der zweite Verstärker so geschaltet ist, dass er den Verbraucher auch nach der Änderung der physi kalischen Grösse speisen kann und dass das zweite der nur in einer Richtung leitenden Schaltungselemente eine bestimmte, von der Zeitkonstante des Speichernetz werks abhängige Zeitspanne nach der Änderung der physikalischen Grösse wieder leitend wird und ver ursacht, dass der zweite Verstärker den Verbraucher abschaltet.
Die Erfindung soll nun anhand der Zeichnung näher erläutert werden, deren einzige Figur ein Aus führungsbeispiel der Erfindung darstellt.
Ein Wandler beispielsweise ein Photoleiter und ein Widerstand 11 sind in Reihe zwischen Ausgangsklem men 13, 15 einer Gleichspannungsquelle geschaltet. Ein Verbindungspunkt 17 der Reihenschaltung aus Photo leiter 9 und Widerstand 11 ist über einen Widerstand 21 an die Basis eines Transistors 19 angeschlossen. Der Emitter des Transistors 19 ist über einen Widerstand 25 mit dem Emitter eines Transistors 23 und über einen Widerstand 27 mit der Klemme 15 verbunden. Die Basis des Transistors 23 ist über einen Widerstand 29 an die Klemme 13 und über einen Widerstand 31 an den Kollektor des Transistors 19 angeschlossen.
Der Kollektor des Transistors 23 steht über einen Wider stand 33 mit der Basis des Transistors 19 und über einen Widerstand 35 mit der Klemme 15 in Verbin- dung. Ein Widerstand 38 und in Reihe geschaltete Dio den 37, 39 verbinden den Kollektor des Transistors 23 über eine Parallelschaltung aus einem Kondensator 41 und einem einstellbaren Widerstand 43 mit der Klemme 15. Die gemeinsame Klemme der in Reihe geschalteten Dioden 37, 39 ist über einen Widerstand 45 mit der Basis eines Transistors 47 verbunden. Die Basis eines Transistors 49 ist an den Kollektor des Transistors 47 über einen Widerstand 51 und an die Klemme 13 der Gleichspannungsquelle über einen Widerstand 53 an geschlossen.
Der Emitter des Transistors 49 ist über eine Leitung 55 mit dem Emitter des Transistors 23 und über einen Widerstand 57 mit der Klemme 13 ver bunden. Der Emitter des Transistors 47 ist an den Verbindungspunkt von in Reihe geschalteten Wider ständen 59, 61 angeschlossen, die zwischen den Emitter des Transistors 49 und durchfliessende Strom baut sich in der in Verbindung mit den Transistoren 19, 23 be schriebenen Weise laufend weiter auf, bis der Transistor 49 seinen Sättigungszustand erreicht.
In den Emitter- kreisen der Transistoren 23, 49 ist ein kleiner Wider stand 57 vorgesehen, um den Stromfluss zu begrenzen und eine Vorspannung für die Transistoren zu erzeu gen, wenn diese im Sättigungszustand arbeiten.
Wenn also der Photoleiter 9 beleuchtet wird, steigt die Kollektorspannung des Transistors 23 auf ihren Maximalwert an. Die angestiegene Spannung lädt den zeitbestimmenden Kreis mit dem Kondensator 41 und dem Widerstand 43 auf und löst den die Transistoren 47, 49 enthaltenden Regenerativverstärker aus. Der sich dadurch ergebende Sättigungsstrom im Transistor 49 dient zur Speisung des Verbraucherkreises 63. Die Spannung, auf die sich der Kondensator 41 auflädt, ist praktisch gleich der Spannung zwischen den Klemmen 13, 15 der Stromversorgung. Die Schaltungsanordnung verbleibt in diesem Sättigungszustand, solange der Pho toleiter 9 beleuchtet ist.
Wenn die Beleuchtung des Photoleiters 9 wieder aufhört, reicht der der Basis des Transistors 19 über den Widerstand 21 zugeführte Strom nicht länger aus, im Transistor 23 einen Sättigungsstrom aufrechtzuerhalten. Wenn der Strom im Transistor 23 .abfällt, wird auch der der Basis des Transistors 19 über den Widerstand 33 zugeführte Strom kleiner und der für die Basis des Transistors 19 verfügbare Strom sinkt weiter ab. Der Strom in den Transistoren 19, 23 fällt durch diese Rückkopplungswirkung laufend weiter ab, bis der Strom im Transistor 23 praktisch Null geworden ist.
Wenn die Spannung am Kollektor des Transistors 23 etwas unter ihren Maximalwert abfällt, hören die Dioden 37, 39 auf zu leiten. Der zeitbestimmende Kreis aus Kondensator 41 und Widerstand 43 wird dadurch von der übrigen Schaltungsanordnung abgetrennt. Der Strom, der durch den Widerstand 65 in die Basis des Transistors 47 fliesst, reicht aus, den Transistor 49 im Sättigungszustand zu halten.
Der Verbraucherkreis 63 bleibt nach Beendigung der Beleuchtung des Photoleiterelementes 9 so lange noch angeschaltet, bis die Spannung am Kondensator 41 auf einen Wert abgefallen ist, der etwa gleich der Basisspannung des Transistors 47 ist. Diese Spannung wird durch den aus den Widerständen 59, 61 bestehen den Spannungsleiter bestimmt. Wenn die Spannung am Kondensator 41 annähernd die Basisspannung des Transistors 47 erreicht hat, wird die Diode 37 in Fluss- richtung vorgespannt. Die Diode 37 leitet dann einen Teil des den Widerstand 65 durchfliessenden Stromes über die Widerstände 43, 45 zur Klemme 15 ab.
Der den Widerstand 45 durchfliessende Strom verringert dann also den Basisstrom des Transistors 47 auf einen Wert, der nicht mehr ausreicht, den Transistor 49 im Sättigungszustand zu halten. Wenn der Strom im Transistor 49 absinkt, wird auch der Basisstrom für den Transistor 47 kleiner, wodurch der Strom im Transistor 47 weiter verringert wird. Der Strom im Transistor 49 sinkt durch diese Rückkopplungswirkung ho:ai:mierlich bis auf Null ab, wodurch der Ver- bri ucherkreis 63 stromlos wird.
Die Länge des Zeit intervalles, während dessen der Verbraucherkreis 63 nach Aufhören der Beleuchtung des Photoleiterele- mentes 9 noch mit Energie versorgt wird, hängt also von der Zeitkonstante des Widerstandes 43 und des Kondensators 41 ab.
Die Schaltungsanordnung kann auch so aufgebaut sein, dass der Verbraucherkreis 63 bei unbeleuchtetem Photoleiter 9 in Betrieb ist. Hierfür werden der Photo leiter 9 und der Widerstand 11 vertauscht. Der Ver braucherkreis 63 wird dann ein bestimmtes Zeitinter vall nach Beginn einer Beleuchtung des Photoleiters 9 abgeschaltet.
Die Verzögerungsschaltung gemäss der vorliegen den Erfindung kann also so aufgebaut sein, dass sie eine genaue Verzögerungsdauer entweder nach einer Beleuchtung oder nach einer Verdunklung des licht empfindlichen Elementes einführt. Da der zeitbestim mende Kreis mit dem Widerstand und Kondensator während des kritischen Betriebsintervalles isoliert ist, wird die sich ergebende Verzögerungsdauer weder durch Transistorparameter noch durch Änderungen im Verbraucherkreis beeinflusst. Ausserdem ist der den Verbraucherkreis 63 steuernde Regenerativverstärker spannungsempfindlich geschaltet, so dass das resultie rende Zeitintervall unabhängig von der Stromverstär kung des gesteuerten Transistors ist.