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CH348408A - Verfahren zur Herstellung von Pyrazin-3-carbonsäureestern aus Pyrazin-2,3-dicarbonsäure - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Pyrazin-3-carbonsäureestern aus Pyrazin-2,3-dicarbonsäure

Info

Publication number
CH348408A
CH348408A CH348408DA CH348408A CH 348408 A CH348408 A CH 348408A CH 348408D A CH348408D A CH 348408DA CH 348408 A CH348408 A CH 348408A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
pyrazine
carboxylic acid
dicarboxylic acid
parts
preparation
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Hans Dr Phil Suter
Kuendig Werner
Original Assignee
Eprova Ag
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Eprova Ag filed Critical Eprova Ag
Publication of CH348408A publication Critical patent/CH348408A/de

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D241/00Heterocyclic compounds containing 1,4-diazine or hydrogenated 1,4-diazine rings
    • C07D241/02Heterocyclic compounds containing 1,4-diazine or hydrogenated 1,4-diazine rings not condensed with other rings
    • C07D241/10Heterocyclic compounds containing 1,4-diazine or hydrogenated 1,4-diazine rings not condensed with other rings having three double bonds between ring members or between ring members and non-ring members
    • C07D241/14Heterocyclic compounds containing 1,4-diazine or hydrogenated 1,4-diazine rings not condensed with other rings having three double bonds between ring members or between ring members and non-ring members with hetero atoms or with carbon atoms having three bonds to hetero atoms with at the most one bond to halogen, e.g. ester or nitrile radicals, directly attached to ring carbon atoms
    • C07D241/24Carbon atoms having three bonds to hetero atoms with at the most one bond to halogen, e.g. ester or nitrile radicals

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
  • Low-Molecular Organic Synthesis Reactions Using Catalysts (AREA)

Description


  
 



  Verfahren zur Herstellung von Pyrazin-3-carbonsäureestern aus   Pyrazin-2,3-dicarbonsäure   
Es sind bereits Verfahren zur Herstellung von   Pyrazin- 3- carbonsäureestern    beschrieben worden.



  Vergleiche hierüber zum Beispiel die Publikationen von Hall und Spoerri, J. Amer. Chem. Soc. 62, 664 (1940); Mead Johnson u. Co., Brit. P. Nr. 566653; Solomons und Spoerri, J. Amer. Chem. Soc. 75, 679 (1953). Diese Verfahren stützen sich jedoch entweder auf ein teures Ausgangsprodukt   (Pyrazin-3 -carbon-    säure), oder sie sind umständlich, benötigen kostspielige Reagentien und führen erst über mehrere Stufen zum Endprodukt.



   Es wurde nun ein technisch einfaches, billiges und ergiebiges Verfahren gefunden, das Pyrazin-3-carbonsäureester mittels einer einzigen Operation direkt aus der leicht zugänglichen Pyrazin-2,3-dicarbonsäure liefert. Das erfindungsgemässe Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, dass man Pyrazin-2,3-dicarbonsäure mit überschüssigen Mengen Alkohol auf   100-180"    erhitzt, wobei man entweder keinen Katalysator zusetzt oder erst gegen das Ende der Reaktion. Man erhält so die gewünschten Ester in guten Ausbeuten. Insbesondere bei höhersiedenden Alkoholen wird zweckmässig gegen Ende der Umsetzung noch ein Katalysator zugesetzt, der die Umsetzung in kurzer Zeit vervollständigt. Die optimale Umsatztemperatur liegt zwischen 110 und   140".    Bei Umsetzungen mit tiefsiedenden Alkoholen muss daher im geschlossenen Gefäss gearbeitet werden.

   Der Zusatz eines Katalysators ist in diesem Fall nicht erforderlich. Es können praktisch beliebige, stabile, tief- oder hochsiedende, ein- oder mehrwertige Alkohole und auch Alkohole mit weiteren funktionellen Gruppen verwendet werden. Die Alkohole müssen im Überschuss angewandt werden. Die Umsetzung kann gleicherweise in einem inerten Lösungsmittel ausgeführt werden.



   Pyrazincarbonsäureester finden als solche, aber auch als Zwischenprodukte für die Herstellung von pharmazeutischen Präparaten Verwendung.



   Beispiel 1
5 Teile Pyrazin-2,3-dicarbonsäure werden in 20   Vol.-Teilen    trockenem   Athanol    in geschlossenem Gefäss während 20 Stunden auf   120-130"    erhitzt. Nach dem Abkühlen wird das entstandene Kohlendioxyd vorsichtig abgetrieben. Es beginnt nun etwas freie Pyrazincarbonsäure   auszuknstallisieren.    Man destilliert den überschüssigen Alkohol vorsichtig ab, nimmt den Rückstand in wenig Benzol auf und nutscht das Ungelöste (= Pyrazincarbonsäure, Fp.:   219-220";      0,4-0,7    Teile, das sind 11-19   O/ol der    Theorie) ab.



  Aus dem Filtrat wird das Benzol abdestilliert und hierauf der Destillationsrückstand im Vakuum rektifiziert (destilliert). Bei 900 unter 4 mm Druck oder bei   122"    unter 16 mm Druck gehen 3,3-3,5 Teile (das sind   7377       /o    der Theorie) reiner Pyrazin-3carbonsäureäthylester über. Der Ester kristallisiert beim Abkühlen und schmilzt bei   48 49O.    Die Ausbeute an Ester beträgt unter Mitberücksichtigung der nebenher gewonnenen freien Pyrazincarbonsäure durchschnittlich   91-94 0/o    der Theorie.



   Aus dem   Athanoldestillat - erhalten    beim Einengen der äthanolischen   Reaktionsmischung - lassen    sich noch etwa 0,2 Teile Pyrazin, das sind 5    /o    der Theorie, gewinnen.



   Beispiel 2
5 Teile Pyrazin-2,3-dicarbonsäure werden mit 15 Vol.-Teilen Methanol während 24 Stunden auf   125     erhitzt. Es wird analog, wie im Beispiel 1 näher beschrieben wurde, aufgearbeitet. Man erhält 3,2 Teile   (78 0/0    der Theorie) Pyrazin-3-carbonsäure-methyl  ester   (Kp:14      109 ),    0,4   Teile (11 0/0)    freie Pyrazin-3carbonsäure, daneben wenig Pyrazin und wenig Pyrazin-2,3-dicarbonsäure-dimethylester   (Kp:14    140 bis   1500).   



   Setzt man die Pyrazin-2,3-dicarbonsäure mit einer Mischung von Methanol/Benzol = 1/1 analog um, so erhält man dieselben Produkte in gleicher Menge, wie sie auch ohne Zusatz von Benzol erhalten werden.



  Dagegen ist die Reaktionslösung bei Zusatz von Benzol weniger stark verfärbt.



   Beispiel 3 a) 20 Teile Pyrazin-2,3-dicarbonsäure werden mit 250 Vol.-Teilen   Me-oxyäthanol    im offenen Gefäss (zum Beispiel Reaktionsgefäss mit Destillieraufsatz) während   2024    Stunden zum Sieden erhitzt. Die Innentemperatur beträgt etwa   1300.    Das entstehende Reaktionswasser wird zum Beispiel im binären Gemisch mit Methoxyäthanol am Kopf des Destillieraufsatzes kontinuierlich abgetrennt. Kp:   99,9",    Wassergehalt etwa 78    /0.   



   Nun wird das Methoxyäthanol möglichst vollständig abdestilliert. Der Rückstand wird in Benzol aufgenommen, das Ungelöste (Pyrazinmono-carbonsäure, 5 Teile, 34   O/o    der Theorie) wird abgenutscht, das Benzol verdampft und der Rückstand im Vakuum destilliert. Bei   119-121"    C und 4 mm Druck destillieren 11,4 Teile (das sind 52    /o    der Theorie) reiner Pyrazin-3-carbonsäure-methoxyäthylester über. Dieser Ester ist leicht löslich in Wasser und den meisten gebräuchlichen organischen Lösungsmitteln, mit Ausnahme von Petroläther und Benzinen, worin er sich kaum löst. b) 18,9 Teile   Pyrazin-2,3-dicarbonsäure    werden mit 189 Vol.-Teilen Methoxyäthanol, wie unter a) näher beschrieben wurde, erhitzt.



   Nach 7stündigem Sieden wird eine Lösung von einem Teil konzentrierter Schwefelsäure in 10 Teilen Methoxyäthanol zum Reaktionsgemisch gefügt, und anschliessend wird noch einige Stunden weitergekocht.



   Schliesslich wird, wie unter a) beschrieben wurde, aufgearbeitet. Man erhält 16,5 Teile (das sind 81   O/o    der Theorie) Pyrazin-3-carbonsäure-methoxyäthylester vom   Kp:11      146-149".   



   In analoger Weise, wie in den obigen Beispielen eingehend beschrieben, lassen sich weitere Pyrazin-3carbonsäureester gewinnen.   

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von Pyrazin-3-carbonsäureestern, dadurch gekennzeichnet, dass man Pyr azin-2,3 -dicarbonsäure mit überschüssigen Mengen Alkohol auf 100-180" erhitzt, wobei man entweder keinen Katalysator zusetzt oder erst gegen das Ende der Reaktion.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man bei einem Temperaturbereich von 110-140" umsetzt.
    2. Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man tiefsiedende Alkohole verwendet, im geschlossenen Gefäss und ohne Zusatz von Katalysatoren arbeitet.
    3. Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man höhersiedende Alkohole verwendet.
CH348408D 1957-01-16 1957-01-16 Verfahren zur Herstellung von Pyrazin-3-carbonsäureestern aus Pyrazin-2,3-dicarbonsäure CH348408A (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
CH348408T 1957-01-16

Publications (1)

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CH348408A true CH348408A (de) 1960-08-31

Family

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CH348408D CH348408A (de) 1957-01-16 1957-01-16 Verfahren zur Herstellung von Pyrazin-3-carbonsäureestern aus Pyrazin-2,3-dicarbonsäure

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US4311843A (en) 1981-02-20 1982-01-19 Wiley Richard H Di-n-alkyl dicarboxypyrazinedicarboxylates and ferrous complexes

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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