[go: up one dir, main page]

CH346877A - Verfahren zur Herstellung von Yliden des Phosphors - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Yliden des Phosphors

Info

Publication number
CH346877A
CH346877A CH346877DA CH346877A CH 346877 A CH346877 A CH 346877A CH 346877D A CH346877D A CH 346877DA CH 346877 A CH346877 A CH 346877A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
parts
solution
bromide
quaternary phosphonium
ylides
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Georg Dr Wittig
Horst Dr Pommer
Original Assignee
Basf Ag
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Basf Ag filed Critical Basf Ag
Publication of CH346877A publication Critical patent/CH346877A/de

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C1/00Preparation of hydrocarbons from one or more compounds, none of them being a hydrocarbon
    • C07C1/32Preparation of hydrocarbons from one or more compounds, none of them being a hydrocarbon starting from compounds containing hetero-atoms other than or in addition to oxygen or halogen
    • C07C1/321Preparation of hydrocarbons from one or more compounds, none of them being a hydrocarbon starting from compounds containing hetero-atoms other than or in addition to oxygen or halogen the hetero-atom being a non-metal atom
    • C07C1/324Preparation of hydrocarbons from one or more compounds, none of them being a hydrocarbon starting from compounds containing hetero-atoms other than or in addition to oxygen or halogen the hetero-atom being a non-metal atom the hetero-atom being a phosphorus atom
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07FACYCLIC, CARBOCYCLIC OR HETEROCYCLIC COMPOUNDS CONTAINING ELEMENTS OTHER THAN CARBON, HYDROGEN, HALOGEN, OXYGEN, NITROGEN, SULFUR, SELENIUM OR TELLURIUM
    • C07F9/00Compounds containing elements of Groups 5 or 15 of the Periodic Table
    • C07F9/02Phosphorus compounds
    • C07F9/28Phosphorus compounds with one or more P—C bonds
    • C07F9/54Quaternary phosphonium compounds

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Biochemistry (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Molecular Biology (AREA)

Description


  
 



  Verfahren zur Herstellung von Yliden des Phosphors
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Yliden des Phosphors aus quaternären Phosphoniumsalzen.



   Zur Überführung eines quaternären Phosphoniumsalzes in das entsprechende Ylid wird, wie das folgende Schema zeigt, Halogenwasserstoff aus dem quaternären Phosphoniumsalz entfernt:
EMI1.1     

Diesem Schema ist als quaternäres Phosphoniumsalz das   Triphenylbenzylphosphoniumbromid    zugrunde gelegt, das in das Triphenylbenzylphosphinylid übergeführt wird. Das Ylid kann auch als Triphenylbenzylenphosphin bezeichnet werden, wenn man folgende mesomere Formel schreibt:    (C,H,),P = CH-C6H5   
Nach dem Verfahren dieser Erfindung können zum Beispiel quaternäre Phosphoniumverbindungen folgender Formel in Ylide des Phosphors übergeführt werden:
EMI1.2     

In dieser Formel bedeuten zum Beispiel R Arylgruppen, insbesondere Phenylgruppen, und R' und R" zum Beispiel Wasserstoff oder Alkyl-, Cycloalkyl-, Cycloalkylalkyl-, Aralkyl- und Arylreste.

   Die Reste können indifferente Substituenten tragen und isolierte oder konjugierte Doppel- und bzw. oder Dreifachbindungen enthalten. Sie können aber auch einen weiteren Phosphoniumrest tragen. X bedeutet ein Halogenatom, insbesondere ein   Chlor-oder    Bromatom.



   Quaternäre Phosphoniumsalze der oben angegebenen Formel sind nach bekannten Verfahren erhältlich, z. B. durch Umsetzung von Triphenylphosphin, Tritolylphosphin oder Diphenyltolylphosphin mit organischen Halogeniden, wie Methylbromid, Athylbromid, Allylbromid, Cyclohexylbromid, Benzylchlorid, Diphenylmethylbromid, Cinnamylbromid, Geranylbromid, Cyclogeranylbromid, a- und   p-Ionylbromid,    Ionylidenäthylbromid, Propargylbromid, Methoxybenzylchloriden, Chlorbenzylchloriden, Chloressigsäureestern,   Chloracetaldehyd- diäthylacetal    oder Chloracetonitril, Monochloräthyläther, Chloracetamid,   Dibromäthan, -propan    oder -butan oder 1,4 Dichlorbuten-(2), vorzugsweise durch Erhitzen äquivalenter Mengen der Verbindungen in einem indifferenten Verdünnungsmittel, wie Äthern oder Kohlenwasserstoffen,

   erforderlichenfalls unter Ausschluss von Luft.



   Das erfindungsgemässe Verfahren zur Herstellung von Yliden des Phosphors aus quaternären Phosphoniumsalzen ist dadurch gekennzeichnet, dass man auf quaternäre Phosphoniumsalze Grignard-Verbindungen, Metall-Alkoholate, Acetylide oder Amide einwirken lässt.



   Es werden zweckmässig äquivalente Mengen verwendet.



   In Betracht kommen Phenyl-,   Athyl-,    Tertiärbutylmagnesiumhalogenide, Natriumacetylid, Natriumoder Kaliumamide oder Alkali- oder Erdalkalialkoholate, wie Natriummethylat   oder -äthylat.    Die Bildung der Ylide findet zweckmässig in unter den Umsetzungsbedingungen indifferenten Lösungsmitteln,  wie Äther, Tetrahydrofuran, Dioxan, Benzol oder Alkohol, zweckmässig unter Ausschluss von Sauerstoff, statt.



   Die Ylide des Phosphors sind wertvolle Vorprodukte für Synthesen von Naturstoffen oder Heilmitteln. Da sie mit Sauerstoff leicht reagieren und sich beim Stehen zersetzen können, ist es zweckmässig, die Ylide für die weiteren Umsetzungen nicht zu isolieren, sondern unmittelbar aus der Lösung zu verwenden, in der sie aus den quaternären Phosphoniumsalzen erhalten worden sind.



   Die in den Beispielen angegebenen Teile sind Gewichtsteile.



   Beispiel I
Zu einer Suspension von 195 Teilen Benzyltriphenylphosphoniumchlorid in 300 Teilen absolutem Tetrahydrofuran lässt man unter Rühren im Laufe von 30 Minuten eine Lösung von 66 Teilen   Sithyl-    magnesiumbromid in 200 Teilen absolutem Tetrahydrofuran fliessen. Nach etwa dreistündigem Rühren ist die Grignardlösung verbraucht, während sich unter der roten Lösung des Benzylentriphenylphosphins ein Niederschlag von Magnesiumbromid abscheidet, den man abfiltrieren kann.



   Beispiel 2
In ein Gemisch aus 50 Teilen trockenem Benzol und 8,4 Teilen feingepulvertem Natriumamid trägt man unter Rühren 80 Teile feingepulvertes Benzyltriphenylphosphoniumchlorid ein. Letzteres geht bei weiterem Rühren bei gewöhnlicher Temperatur im Laufe von etwa 16 Stunden vollständig in Lösung, während Ammoniak entweicht und sich aus der orangerot werdenden Lösung Natriumchlorid und ein Teil des Benzylentriphenylphosphins in orangeroten Kristallen ausscheidet, die an der Luft schnell verwittern.



   Beispiel 3
Man löst 11,6 Teile metallisches Natrium bei   450 C    in etwa 450 Teilen flüssigem Ammoniak, fügt 0,2 Teile Eisen-III-Nitrat hinzu und leitet einen langsamen Luftstrom durch die Lösung, bis sich das Natrium vollständig in Natriumamid umgewandelt hat. Dann trägt man allmählich unter Rühren eine Aufschlämmung von 80 Teilen feingepulvertem Benzyltriphenylphosphoniumchlorid in 300 Teilen trockenem Tetrahydrofuran ein. Nach 24stündigem Rühren   bei -50"    ist eine gelbe Lösung von Benzylentriphenylphosphin entstanden. Die Ausbeute ist praktisch quantitativ.



   Beispiel 4
In eine   20-30"C    warme Lösung von 11,5 Teilen Natrium in 150 Teilen absolutem Äthanol trägt man unter Rühren rasch eine Lösung von 200 Teilen Benzyltriphenylphosphoniumchlorid in 150 Teilen absolutem Äthanol ein. Das Gemisch trübt sich sofort und wird   orangerot;    nach etwa 10 Minuten zeigt es den   pE-Wert    7-8, und es ist ein Teil des Ylids in Form roter Rhomben ausgefallen, die an der Luft rasch zu einem weissen Pulver verwittern. Die Ausbeute ist praktisch quantitativ.



   Beispiel 5
Das quaternäre Phosphoniumsalz ist erhältlich durch Umsetzung einer Lösung von 260 Teilen Triphenylphosphin in 1300 Teilen Benzol mit 122 Teilen Chloressigsäureäthylester. Man kocht das Gemisch 5 Stunden unter Rückfluss, worauf man das ausgefallene Carbäthoxymethyltriphenylphosphoniumchlorid absaugt, mit Benzol wäscht und trocknet. Die Ausbeute beträgt 340 Teile, der Schmelzpunkt liegt bei   142"    C.



   Zur Ausführung des erfindungsgemässen Verfahrens wird eine Lösung von 194 Teilen dieses Phosphoniumsalzes in 400 Teilen absolutem Äthanol rasch in eine Lösung von 11,5 Teilen Natrium in 150 Teilen absolutem   Athanol    bei   200 C    eingerührt. Man erhält in fast quantitativer Ausbeute eine Lösung von Carbäthoxymethylentriphenylphosphin der Formel    H,C,OOC-CII=P(C,H,),.   



   Beispiel 6
Das quaternäre Phosphoniumsalz ist erhältlich durch Umsetzung einer Lösung von 266 Teilen Triphenylphosphin in 900 Teilen Benzol mit 75 Teilen Chloracetonitril. Man erhitzt das Gemisch 8 Stunden unter Rückfluss zum Sieden, worauf man das auskristallisierte Cyanmethyltriphenylphosphoniumchlorid absaugt. Die Ausbeute beträgt 270 Teile, der Schmelzpunkt liegt bei   2440 C.   



   Zur Ausführung des erfindungsgemässen Verfahrens wird eine Lösung von 175 Teilen dieses Phosphoniumsalzes in 600 Teilen absolutem   Athanol    rasch in eine Lösung von 11,5 Teilen Natrium in 130 Teilen absolutem   Athanol    bei etwa 200 C eingerührt. Nach etwa 30 Minuten Rühren ist die Bildung des Ylids praktisch vollständig; es scheidet sich aus der Lösung zum Teil als farbloses Kristallpulver aus, das vielleicht ein Äthanol-Additionsprodukt darstellt. Die Suspension zeigt jedoch die für das Cyanmethylentriphenylphosphin der Formel    NC-CH = P(C0H5)5    zu erwartenden Umsetzungen.



   Beispiel 7
Das quaternäre Phosphoniumsalz ist erhältlich durch Umsetzung einer Lösung von 266 Teilen Triphenylphosphin in 900 Teilen Benzol mit 93 Teilen Chloracetamid. Man erhitzt das Gemisch 8 Stunden unter Rückfluss zum Sieden und erhält 300 Teile Carbamidomethyl-triphenylphosphoniumchlorid vom Smp.   176  C.   



   Zur Ausführung des erfindungsgemässen Verfahrens wird eine   40500 C    warme Lösung von 180 Teilen dieses Phosphoniumsalzes in 450 Teilen abso  lutem Athanol    in eine Lösung von 11,5 Teilen Natrium in 120 Teilen absolutem   Athanol    eingerührt.  das Gemisch, aus dem sich sofort ein farbloses Kristallpulver ausscheidet, reagiert nach 10 Minuten neutral. Es enthält in praktisch quantitativer Ausbeute das Carbamidomethylen-triphenylphosphin der Formel   112N-CO-CH=P(C0H5)3    bzw. sein Alkohol-Additionsprodukt, was durch die Umsetzung mit 40 Teilen Crotonaldehyd erwiesen wird, wobei man in rascher Reaktion neben Triphenylphosphinoxyd 33 Teile Sorbinsäureamid vom Smp.   167-168"C    erhält.



   Beispiel 8
Das quaternäre Phosphoniumsalz ist erhältlich durch Umsetzung einer Lösung von 140 Teilen Triphenylphosphin in 1000 Teilen absolutem   Äther    mit 82 Teilen   y-Brom-1B-methylcrotonsäuremethylester.   



  Nach 12stündigem Rühren bei gewöhnlicher Temperatur ist die Bildung des Salzes beendet. Die Ausbeute beträgt 195 Teile, der Schmelzpunkt liegt bei   1600 C.   



   Zur Ausführung des erfindungsgemässen Verfahrens wird eine Lösung von 98 Teilen dieses Phospho  niumsalzes    in 200 Teilen absolutem Äthanol rasch in eine 200 C warme, unter Stickstoff gerührte Lösung von 4,6 Teilen Natrium in 80 Teilen absolutem Äthanol einlaufen gelassen. Das Gemisch färbt sich intensiv gelb; nach 4 Minuten ist es bereits gegen eine alkoholische Phenolphthaleinlösung neutral.



   Das derart in Lösung erhaltene Ylid kann unmittelbar für weitere Synthesen verwendet werden.



   Beispiel 9
Das quaternäre Phosphoniumsalz ist erhältlich durch Umsetzung von 21 Teilen   8-Ionylidenäthylbro-    mid (hergestellt durch Umsetzen von 8-Ionyliden äthanol mit Phosphortribromid in absolutem Äther bei   5-20"C)    mit 24 Teilen Triphenylphosphin in 80 Teilen absolutem Athanol. Man rührt 24 Stunden bei gewöhnlicher Temperatur. Dann erhitzt man die Lösung noch 20 Minuten unter Rückfluss zum Sieden und kühlt ab.



   Zur Ausführung des erfindungsgemässen Verfahrens rührt man in die kalte Lösung des entstandenen Phosphoniumsalzes eine kalte Lösung von 2,1 Teilen Natrium in 40 Teilen absolutem Äthanol ein. Unter Dunkelfärbung bildet sich das Ylid; nach 10 Minuten ist diese Umsetzung beendet, was man daran erkennt, dass die Lösung gegen Phenolphthalein neutral reagiert.   

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von Milden des Phosphors aus quaternären Phosphoniumsalzen, dadurch gekennzeichnet, dass man auf quaternäre Phospho niumsalze Grignard-Verbindungen, Metall-Alkoholate, -Acetylide oder -Amide einwirken lässt.
CH346877D 1954-09-24 1955-09-08 Verfahren zur Herstellung von Yliden des Phosphors CH346877A (de)

Applications Claiming Priority (3)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE346877X 1954-09-24
DE250954X 1954-09-25
DE191054X 1954-10-19

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH346877A true CH346877A (de) 1960-06-15

Family

ID=27181812

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH346877D CH346877A (de) 1954-09-24 1955-09-08 Verfahren zur Herstellung von Yliden des Phosphors

Country Status (1)

Country Link
CH (1) CH346877A (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE69307577T2 (de) Verfahren zur Herstellung eines Biphenylderivates
DE874311C (de) Verfahren zur Herstellung von Organosilanen
DE870412C (de) Verfahren zur Herstellung von Organosilanen
DE1906401A1 (de) Verfahren zur Herstellung von 4-Acyloxy-azetidin-2-onen
DE955417C (de) Verfahren zur Herstellung von quartaeren Ammoniumsalzen
CH346877A (de) Verfahren zur Herstellung von Yliden des Phosphors
CH522572A (de) Verfahren zur Herstellung von Polyenverbindungen
DE2462797B1 (de) 2-Hydroximino-1,4-oxathiacyclohexane
DE951212C (de) Verfahren zur Herstellung von Verbindungen der Vitamin-A-Reihe
DE865447C (de) Verfahren zur Herstellung von Organosilanen
DE69132772T2 (de) Herstellung von Borsäurederivaten
US3152168A (en) Haloalkyl pentahalophenyl carbonates
DE3314029C2 (de)
Juenge et al. Preparation and characterization of some plumbacyclopentanes
DE1003730B (de) Verfahren zur Herstellung von Yliden des Phosphors
DE2132961A1 (de) Verfahren zur herstellung von n-alkylcarbazolen
Schuerch Jr et al. Preparation of Triethylacetonitrile and Triethylacetic Acid
DE1083811B (de) Verfahren zur Herstellung von Benzylthiomethylaetherthiophosphor-verbindungen
DE1545842C3 (de) Verfahren zur Herstellung von N-substituierten 3-Halogen-benzisothiazoliumhalogeniden
DE1620564A1 (de) Salze des Bis-(4-hydroxyphenyl)-(chinolyl-2)-methans und Verfahren zur Herstellung
DE907414C (de) Verfahren zur Herstellung von 2-(2-Methyl-5-halogen-phenyl-1-mercapto)-benzoesaeuren
EP0101996B1 (de) Verfahren zur Herstellung von E-Isomeren von 1-Cyclohexyl-2-(1,2,4-triazol-1-yl)-1-penten-3-on-Derivaten
AT222816B (de) Verfahren zur Herstellung von 2-cis-β-Jonylidenessigsäure
AT210896B (de) Verfahren zur Herstellung neuer tert.-Alkylferrocene
JPS5811855B2 (ja) 新規な置換クロトンアニリドの製造法