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DE3314029C2 - - Google Patents

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DE3314029C2
DE3314029C2 DE3314029A DE3314029A DE3314029C2 DE 3314029 C2 DE3314029 C2 DE 3314029C2 DE 3314029 A DE3314029 A DE 3314029A DE 3314029 A DE3314029 A DE 3314029A DE 3314029 C2 DE3314029 C2 DE 3314029C2
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DE
Germany
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formula
product
toluene
acid
thienyl
Prior art date
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DE3314029A
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Roger Bondy Fr Nabet
Serge Neuville-Sur-Saone Fr Andres
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Sanofi Aventis France
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Roussel Uclaf SA
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    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D333/00Heterocyclic compounds containing five-membered rings having one sulfur atom as the only ring hetero atom
    • C07D333/02Heterocyclic compounds containing five-membered rings having one sulfur atom as the only ring hetero atom not condensed with other rings
    • C07D333/04Heterocyclic compounds containing five-membered rings having one sulfur atom as the only ring hetero atom not condensed with other rings not substituted on the ring sulphur atom
    • C07D333/06Heterocyclic compounds containing five-membered rings having one sulfur atom as the only ring hetero atom not condensed with other rings not substituted on the ring sulphur atom with only hydrogen atoms, hydrocarbon or substituted hydrocarbon radicals, directly attached to the ring carbon atoms
    • C07D333/24Radicals substituted by carbon atoms having three bonds to hetero atoms with at the most one bond to halogen, e.g. ester or nitrile radicals

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Plural Heterocyclic Compounds (AREA)
  • Pharmaceuticals Containing Other Organic And Inorganic Compounds (AREA)
  • Heterocyclic Compounds Containing Sulfur Atoms (AREA)
  • Heterocyclic Carbon Compounds Containing A Hetero Ring Having Oxygen Or Sulfur (AREA)

Description

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von 2-Thiophenessigsäurederivaten der Formel I
worin R einen Alkylrest mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen bedeutet und R₁, R₂ und R₃, die gleich oder verschieden sein können, jeweils ein Wasserstoffatom, einen Alkylrest mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen oder ein Halogenatom bedeuten.
Diese Produkte sind Zwischenprodukte, die bei der Herstellung von pharmazeutischen Produkten, insbesondere antiinflammatorischen Produkten verwendbar sind.
Endprodukte, die ausgehend von den nach dem erfindungsgemäßen Verfahren erhaltenen Produkten hergestellt werden können, sind Insbesondere in der FR-PS 20 68 425 beschrieben.
Man kannte bereits mehrere Verfahren zur Herstellung der Produkte der Formel I.
In der Literaturstelle M. BERÇOT-VATTERONI et al. Bull. Soc. Chim. France 1961 S. 1820 wird das folgende Verfahren beschrieben:
In der Literaturstelle F. CLEMENCE et al. Eur. J. Med. Chem. 1974 (9) 390, wird das folgende Verfahren beschrieben:
In der französischen Patentanmeldung 23 98 068 der Firma SAGAMI wird das folgende Verfahren beschrieben:
R₁=H oder Niedrigalkyl
R₂=H, ein Kohlenwasserstoffrest oder Halogen
Hal=Halogen
Diese Verfahren umfassen zumindest 4 Stufen, ausgehend von Thiophen oder einem substituierten Thiophen.
In J. Org. Chem. Band 45 Nr. 14 (1980), Seite 2754 bis 2763 ist die Decarboxylierung des Di-(-)-methylesters der 1-Methyl-1- (2-thienyl)-butylmalonsäure zur 3-Methyl-3-(2-thienyl)-hexansäure beschrieben. Diese Reaktion betrifft Produkte, die von den nach dem erfindungsgemäßen Verfahren erhältlichen 2-Thiophenessigsäurederivaten verschieden ist.
Man hat nun ein neues Verfahren zur Herstellung von Derivaten der Formel I in drei Stufen ausgehend von einem Ester der Thienyl-2-essigsäure, die gegebenenfalls an dem Thienylring substituiert ist, entwickelt. Die Thienylessigsäure wird insbesondere für die Synthese von antibiotischen Produkten, insbesondere von Cephalosporinen verwendet. Die von der Thienyl-2- essigsäure abgeleiteten Säureester sind somit in großen Mengen und mit einem interessanten Preis zugänglich.
Die Ausgangsprodukte können einfach, ausgehend von den entsprechenden Säuren nach üblichen Veresterungsmethoden hergestellt werden.
Das erfindungsgemäße Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, daß man in Gegenwart einer starken Base ein Alkylcarbonat der Formel
(Alk₁)₂CO₃
worin Alk₁ einen Alkylrest mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen bedeutet, mit einem Ester der Formel II
worin Alk₂ einen Alkylrest mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen bedeutet, umsetzt, das erhaltene Produkt der Formel III
in Gegenwart einer starken Base mit einem Produkt der Formel RX, worin R die vorstehend angegebene Bedeutung besitzt und X ein funktionelles Derivat oder ein Äquivalent des funktionellen Derivates des Restes R bedeutet, umsetzt, und das erhaltene Produkt der Formel IV
in an sich bekannter Weise einer Entcarbalkoxylierungsreaktion unterzieht.
Unter den Bedeutungen, die die Substituenten R, R₁, R₂ und R₃ annehmen können, kann man die niederen Alkylreste, nämlich Methyl, Äthyl, Propyl, Isopropyl, Butyl, Isobutyl, sec.- oder tert.-Butyl nennen. Die Substituenten R₁, R₂ und R₃ können auch ein Halogenatom, nämlich Fluor, Chlor, Brom oder Jod bedeuten.
Die Bedeutungen Alk₁ und Alk₂ können eine der vorstehend für die Reste R bis R₃ angegebenen Bedeutungen annehmen.
Die Ausgangsprodukte der Formel II können nach üblichen Methoden, ausgehend von den entsprechenden Säuren hergestellt werden, die insbesondere in der FR-PS 23 77 398 beschrieben sind.
Die Umsetzung des Alkylcarbonats mit dem Produkt der Formel II kann in Gegenwart einer starken Base wie eines Alkalimetallalkoholats, vorzugsweise Natriumäthylat, hergestellt in situ durch Zugabe von Natrium in wasserfreies Äthanol durchgeführt werden. Man kann indessen auch mit Hilfe von Natrium- oder Kalium-tert.-butylat arbeiten. Man kann auch eine andere starke Base wie Natriumhydrid oder ein anderes Alkalimetallhydrid verwenden. Diese Reaktion kann auch durch Phasentransfer unter üblichen Bedingungen durchgeführt werden.
Man kann in dem aus dem Alkohol bestehenden Milieu arbeiten, wenn man ein Alkalimetallalkoholat verwendet. man kann auch in Gegenwart eines anderen Lösungsmittels, z. B. von Toluol arbeiten, das auch zur Vertreibung des in dem Milieu anwesenden Alkoholüberschusses verwendet werden kann.
Man kann die Anteile der verschiedenen Bestandteile nach dem Fachmann bekannten Methoden variieren. So kann man z. B. die Menge des Natriums zwischen 1 und 1,5 Äquivalenten, bezogen auf den Ester der Formel II variieren, wenn man ein Natriumalkoholat als Base verwendet.
Die Temperatur und die Reaktionsdauer können auch variabel sein. Die Reaktionsdauer kann von etwa 2 bis 8 Stunden variieren. Die Temperatur kann von 90 bis etwa 135°C (Rückfluß des Toluols oder Xylols) variieren.
Schließlich kann das Carbonat der Formel (Alk₁)₂CO₃ in variablem Anteil verwendet werden.
Das Produkt der Formel III, in dem R₁, R₂ und R₃ jeweils ein Wasserstoffatom bedeuten und Alk₁ und Alk₂ jeweils einen Äthylrest bedeuten wird mit seinem Herstellungsverfahren in der Literaturstelle J. A. C. S. 68, 1934 (1946) beschrieben.
Die Überführung des Produkts der Formel III in ein Produkt der Formel IV wird in Gegenwart einer starken Base durchgeführt, die aus der gleichen Gruppe ausgewählt werden kann wie die vorstehend genannte. Man arbeitet wie vorstehend vorzugsweise in Gegenwart von Natriumäthylat, das in situ hergestellt wird. Man arbeitet vorzugsweise in Gegenwart eines weiteren bzw. anderen Lösungsmittels wie Toluol. Man kann auch unter Verwendung einer Phasentransferreaktion arbeiten.
Das Derivat RX kann z. B. ein Alkylhalogenid wie das Chlorid, Bromid oder Jodid darstellen. RX kann auch ein Alkylsulfat der Formel R₂SO₄ darstellen (X bedeutet dann ein halbes Molekül SO₄).
Das Derivat RX kann auch ein anderes Alkylierungsderivat darstellen, wobei der Rest X ein in der organischen Chemie bekanntes funktionelles Derivat oder Äquivalent des funktionellen Derivats darstellt.
Wie vorstehend kann man auch unter verschiedenen Bedingungen im Hinblick auf Temperatur, Reaktionsdauer oder jeweilige Mengen der Reaktanten arbeiten.
Ebenso kann man je Mol Produkt der Formel III 1 bis 1,5 Mol Produkt RX verwenden.
Die Reaktionsdauer kann z. B. von 30 Minuten bis zu 3 Stunden variieren, wobei die Temperatur vorzugsweise zwischen 50 und 100°C, bevorzugter zwischen 50 und 80°C gehalten wird.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform des Verfahrens arbeitet man in Gegenwart von Natriumäthylat nach Eliminierung des Äthanols mit Hilfe eines Lösungsmittels wie Toluol, in dem die Alkylierungsreaktion durchgeführt wird.
Die Überführung des Produkts der Formel IV in ein Produkt der Formel I wird zunächst durch Behandlung mit einer alkalischen Base durchgeführt, um ein Salz der erwarteten Säure zu erhalten, welche Säure darauf durch Zugabe einer Säure isoliert wird. Die erste Phase wird entweder in Wasser oder in einem mit Wasser mischbaren Wasser-Lösungsmittel-Gemisch durchgeführt. Als Lösungsmittel verwendet man vorzugsweise einen niedrigen Alkohol wie Methanol, Äthanol oder Isopropanol. Man verwendet vorzugsweise Natronlauge oder Kalilauge als alkalische Base. Man arbeitet vorzugsweise bei einer Temperatur zwischen 20°C unter Rückflußtemperatur, bevorzugter zwischen 50°C unter Rückflußtemperatur. Die Reaktionsdauer kann zwischen 2 Stunden und 15 Stunden liegen.
Die letztliche Ansäuerung wird vorzugsweise mit Hilfe konzentrierter Chlorwasserstoffsäure bewirkt. Die Reaktion wird vorzugsweise unter Zugabe eines organischen Lösungsmittels wie Toluol bewirkt. Man arbeitet bei einer Temperatur, die zwischen Raumtemperatur und Rückflußtemperatur des Lösungsmittels variieren kann.
Die vorliegende Erfindung betrifft insbesondere ein Verfahren zur Herstellung eines Produkts der Formel I′
worin R die vorstehend angegebene Bedeutung besitzt, das dadurch gekennzeichnet ist, daß man das vorstehend beschriebene Verfahren ausgehend von einem Ester der Thienylessigsäure (II′)
durchführt.
Insbesondere verwendet man ein Produkt der Formel RX, worin R einen Methyl- oder Äthylrest bedeutet und vor allem ein Produkt der Formel RX, worin R einen Methylrest bedeutet.
Es ist festzustellen, daß, wenn wie vorstehend angegeben die vorliegende Erfindung ein Verfahren in drei Stufen betrifft, das von den Produkten der Formel II zu Produkten der Formel III, danach zu Produkten der Formel IV und schließlich zu Produkten der Formel I führt, das Verfahren in zwei Stufen, das dadurch gekennzeichnet ist, daß man in Gegenwart einer starken Base ein Produkt der Formel III
mit einem Produkt der Formel R-X, worin R die vorstehend angegebene Bedeutung besitzt und X ein funktionelles Derivat oder ein Äquivalent des funktionellen Derivats des Restes R darstellt, umsetzt, um ein Produkt der Formel IV
zu erhalten und das Produkt der Formel IV einer Entcarboxylierungsreaktion unterzieht, um das erwartete Produkt der Formel I zu erhalten, eine besonders interessante Erfindung darstellt.
Das gleiche gilt sehr wohl für ein Verfahren, das dadurch gekennzeichnet, ist, daß man von Produkten der Formel III′
ausgeht, um nach dem vorstehend angegebenen Verfahren die Produkte der Formel IV′
und danach die Produkte der vorstehend angegebenen Formel I′ zu erhalten.
Die vorliegende Erfindung betrifft insbesondere das Verfahren in drei Stufen, wie in den den beiden vorstehenden Absätzen vorangehenden Absätzen beschrieben, das dadurch gekennzeichnet ist, daß man dieses Verfahren ausgehend von Äthylcarbonat und einem Produkt der Formel II durchführt, worin Alk₂ einen Äthylrest bedeutet.
Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren ist die starke Base, die man verwendet vorzugsweise Natriumäthylat. Ebenso verwendet man vorzugsweise ein Alkylsulfat wie das Produkt der Formel RX, insbesondere Methylsulfat.
Schließlich führt man das erfindungsgemäße Verfahren unter den folgenden bevorzugten Bedingungen zur Herstellung der α-Methyl- 2-thiophenessigsäure durch: Das Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, daß man in Gegenwart von Natriumäthylat Äthylcarbonat mit Thienyl-2-essigsäureäthylester umsetzt, um Thienyl-2-malonsäureäthylester zu erhalten, den man mit Methylsulfat umsetzt, um Thienyl-2-methylmalonsäureäthylester zu erhalten, den man mit Natronlauge und danach mit Chlorwasserstoffsäure umsetzt, um das erwartete Produkt zu erhalten.
Die vorliegende Erfindung betrifft auch Derivate der 2-Thiopen-malonsäure der Formel IV, die zur Herstellung der Produkte der Formel I, wie vorstehend beschrieben, erforderlich sind,
worin R, R₁, R₂, R₃, Alk₁ und Alk₂ die vorstehend angegebene Bedeutung besitzen.
Insbesondere betrifft die Erfindung Derivate der 2-Thiophenmalonsäure der Formel IV′, die zur Herstellung der Formel I′, wie vorstehend beschrieben, erforderlich sind,
worin R, Alk₁ und Alk₂ die vorstehend angegebene Bedeutung besitzen.
Schließlich betrifft die Erfindung insbesondere den Thienyl-2- methylmalonsäureäthylester, der zur Herstellung der α-Methyl- 2-thiophenessigsäure erforderlich ist.
Die folgenden Beispiele erläutern die Erfindung.
Beispiel 1: α-Methyl-2-thiophenessigsäure Stufe A: Thienyl-2-malonsäureäthylester
Man mischt unter Stickstoff 225 cm³ absolutes Äthanol und 16,5 g Natrium. Man beläßt den Äthanolrückfluß bis zur Auflösung und engt danach unter vermindertem Druck zur Entfernung des Äthanols zur Trockne ein. Man bringt auf Natriumäthylat von 100°C unter Aufrechterhaltung einer Temperatur zwischen 90 und 95°C 150 cm³ Äthylcarbonat und danach während 10 Minuten 100 g Thienyl-2-essigsäureäthylester und 100 cm³ Toluol. Man bringt auf 105°C und destilliert während 2 Stunden etwa 120 cm³ des Toluol-Äthanol-Äthylcarbonat-Gemisches. Man beläßt etwa zwei weitere Stunden bei 105°C, kühlt dann auf 20°C ab und gießt in 600 cm³ Eiswasser, das 80 cm³ reine Chlorwasserstoffsäure von 22° Be enthält.
Man dekantiert, reextrahiert die wäßrige Phase mit Toluol und wäscht die vereinigten Toluolphasen mit Wasser. Man engt die Toluollösung unter vermindertem Druck ein. Man erhält das erwartete Rohprodukt, das man unter einem vermindertem Druck von 2,66 hPa (2 mm Hg) destilliert. Man erhält 134,4 g an erwartetem Produkt. Kp₂=118-120°C.
Stufe B: Thienyl-2-methylmalonsäureäthylester
Man bringt unter Stickstoff 10,45 g Natrium in 160 cm³ absolutes Äthanol ein. Man beläßt den Rückfluß 45 Minuten und destilliert 60 cm³ Äthanol. Man gibt 300 cm³ Toluol zu. Man erwärmt unter stetem Rühren zum Rückfluß und destilliert das Äthanol bei konstantem Volumen durch Zugabe von Toluol. Man gibt so 250 cm Toluol zu und gewinnt etwa 250 cm³ Äthanol-Toluol-Gemisch.
Man kühlt auf 20°C ab und fügt 100 g Thienyl-2-malonsäureäthylester und 200 cm³ Toluol zu. Man rührt 20 Minuten. Man destilliert 150 cm³ Toluol-Äthanol-Gemisch unter vermindertem Druck ab und bringt dann unter Stickstoff 100 cm³ Toluol ein. Man erwärmt auf 70°C und gibt während 30 Minuten etwa 60,9 g Dimethylsulfat zu. Man beläßt 45 Minuten bei 80°C, kühlt auf 20 bis 25°C ab und gibt 200 cm³ entmineralisiertes Wasser zu. Man rührt 15 Minuten, dekantiert, wäscht die Toluolphasen mit 100 cm³ 5% Chlorwasserstoffsäure von 22 Be enthaltendem Wasser und danach viermal mit 100 cm³ entmineralisiertem Wasser. Man destilliert 450 cm³ Toluol unter vermindertem Druck und läßt das Konzentrat bei 70°C unter einem Druck von 19,95-26,60 hPa (15 bis 20 mm Hg) während einer Stunde und gewinnt 105 g an erwartetem Produkt.
Stufe C: α-Methyl-2-thiophenessigsäure
Man gibt 100 g Thienyl-2-methylmalonsäureäthylester und 200 cm³ Äthanol in einer Lösung von 62,6 g Natronlauge in 400 cm³ entmineralisiertes Wasser. Man bringt während 4 Stunden auf 50°C und destilliert unter vermindertem Druck unter Beibehaltung einer Temperatur unterhalb 50°C 300 cm³ eines Äthanol-Wasser-Gemisches. Man bringt unter Stickstoff und gibt nach und nach 200 cm³ Toluol, dann 140 cm³ Chlorwasserstoffsäure von 22°Be zu. Man bringt 1 Stunde 30 Minuten zum Rückfluß und kühlt dann auf 20°C ab. Man dekantiert, wäscht die Toluolphase in mehreren Arbeitsgängen mit 50 cm³ Wasser und engt unter vermindertem Druck unter Destillation von 180 cm³ Toluol ein. Das Konzentrat wird bei 70°C während einer Stunde unter einem Druck von 19,95-26,60 hPa (15 bis 20 mm Hg) desolvatisiert. Man erhält 58,8 g an erwartetem Produkt.
Beispiel 2: Thienyl-2-buttersäure Stufe A: Thienyl-2-äthylmalonsäureäthylester
Man bringt unter Stickstoff 12,54 g Natrium in 192 cm³ absolutes Äthanol ein. man beläßt den Rückfluß 45 Minuten und destilliert dann 72 cm³ Äthanol. Man gibt 360 cm³ Toluol zu. Man erwärmt zum Rückfluß, um das Äthanol bei konstantem Volumen durch Zugabe von Toluol abzudestillieren. Man gibt so 300 cm³ Toluol zu und gewinnt das gleiche Volumen an Toluol-Äthanol-Gemisch. Man kühlt auf 20°C ab und gibt 120 g Thienyl-2-malonsäureäthylester und 240 cm³ Toluol zu. Man rührt 20 Minuten und destilliert dann unter vermindertem Druck 180 cm³ an Toluol-Äthanol-Gemisch und bringt dann unter Stickstoff 120 cm³ Toluol ein. Man erwärmt auf 75°C und gibt dann während 30 Minuten 99,3 g Diäthylsulfat zu. Man bringt während einer Stunde zum Rückfluß, kühlt auf 20 bis 25°C ab und gibt 240 cm³ entmineralisiertes Wasser zu. Man rührt 15 Minuten, dekantiert und wäscht die Toluolphase mit 120 cm³ entmineralisiertem Wasser, das 5% Chlorwasserstoffsäure von 22°Be enthält, und danach mit viermal 120 cm³ Wasser. Man engt die Toluolphase unter vermindertem Druck nach Trocknen über Natriumsulfat ein. Man desolvatisiert das Konzentrat unter einem Druck von unter einem Druck von 19,95-26,60 hPa (15 bis 20 mm Hg) bei 70°C während einer Stunde. Man gewinnt 145,6 g an erwartetem Produkt.
Dieses Produkt wird durch Destillation unter einem Druck von 0,66 hPa (0,5 mm Hg) gereinigt. Man gewinnt 113 g Produkt, das bei einer Temperatur von 95 bis 120°C destilliert.
Stufe B: Thienyl-2-buttersäure
Man rührt unter Stickstoff bis zur vollständigen Auflösung ein Gemisch von 62,6 g Natronlauge in 400 cm³ entmineralisiertem Wasser, gibt dann 105,4 g Thienyl-2-äthylmalonsäureäthylester und danach 200 cm³ Äthanol zu. Man bringt 4 Stunden auf 50°C und destilliert danach unter einem Druck von 20 mm Hg bei einer Temperatur von 50°C etwa 300 cm³ an Äthanol-Wasser-Gemisch. Man bringt dann unter Stickstoff 200 cm³ Toluol, danach 140 cm³ Chlorwasserstoffsäure von 22°Be ein. Man bringt eine Stunde 30 Minuten zum Rückfluß, kühlt auf 20°C ab, dekantiert, extrahiert die wäßrige Phase mit 50 cm³ Toluol und wäscht in mehreren Arbeitsgängen die Toluolphase mit 50 cm³ Wasser. Man trocknet die Toluolphase über Natriumsulfat und engt unter einem Druck von 19,95-26,60 hPa (15 bis 20 mm Hg) bei 70°C zur Trockne ein. Man beläßt unter diesen Bedingungen eine weitere Stunde und gewinnt 66,3 g an erwartetem Produkt.

Claims (4)

1. Verfahren zur Herstellung von Derivaten der 2-Thiophenessigsäure der Formel I worin R einen Alkylrest mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen bedeutet und R₁, R₂ und R₃, die gleich oder verschieden sein können, jeweils ein Wasserstoffatom, einen Alkylrest mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen oder ein Halogenatom bedeuten, dadurch gekennzeichnet, daß man in Gegenwart einer starken Base ein Alkylcarbonat der Formel(Alk₁)₂CO₃worin Alk, einen Alkylrest mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen bedeutet, mit einem Ester der Formel II worin Alk₂ einen Alkylrest mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen bedeutet, umsetzt, das erhaltene Produkt der Formel III in Gegenwart einer starken Base mit einem Produkt der Formel R-X umsetzt, worin R die vorstehend angegebene Bedeutung besitzt und X ein funktionelles Derivat oder ein Äquivalent des funktionellen Derivats des Restes R bedeutet, und das erthaltene Produkt der Formel IV in an sich bekannter Weise einer Entcarbalkoxylierungsreaktion unterzieht.
2. Derivate der 2-Thiophen-malonsäure der Formnel IV worin R, R₁, R₂, R₃, Alk₁ und Alk₂ die in Anspruch 1 angegebene Bedeutung besitzen.
3. Derivate der 2-thiophen-malonsäure der Formel IV′ worin R, Alk₁ und Alk₂ die in Anspruch 1 angegebene Bedeutung besitzen.
4. Thienyl-2-methylmalonsäureäthylester.
DE19833314029 1982-12-03 1983-04-18 Verfahren zur herstellung von 2-thiophenessigsaeurederivaten und zwischenprodukte, die zu deren herstellung erforderlich sind Granted DE3314029A1 (de)

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