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CH335054A - Verfahren zur Synthese von Steroiden - Google Patents

Verfahren zur Synthese von Steroiden

Info

Publication number
CH335054A
CH335054A CH335054DA CH335054A CH 335054 A CH335054 A CH 335054A CH 335054D A CH335054D A CH 335054DA CH 335054 A CH335054 A CH 335054A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
solution
carbon atom
benzene
formula
oxo
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Albert Dr Wettstein
Georg Dr Anner
Karl Dr Heusler
Hellmut Dr Ueberwasser
Peter Dr Wieland
Julius Dr Schmidlin
Rene Dr Billeter Jean
Original Assignee
Ciba Geigy
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Ciba Geigy filed Critical Ciba Geigy
Publication of CH335054A publication Critical patent/CH335054A/de

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07JSTEROIDS
    • C07J71/00Steroids in which the cyclopenta(a)hydrophenanthrene skeleton is condensed with a heterocyclic ring
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07JSTEROIDS
    • C07J75/00Processes for the preparation of steroids in general

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Steroid Compounds (AREA)

Description


  



  Verfahren zur Synthese von Steroiden
Das vorliegende Patent betrifft ein Verfahren zur Herstellung von   16-Oxo-steroiden,    die eine vom Kohlenstoffatom 13 zum Kohlen  stoff atom 11 führende Brücke    aus zwei Koh  lenstoffatomen    und dem Sauerstoffatom einer 11¯-Oxygruppe aufweisen und in 14, 15-Stel  lung ungesättigt    sind.



   Das Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, dass man in Gegenwart eines basischen Kondensationsmittels   2a-Aeetonyl-polyhydro-      phenanthren-1-one    cyelisiert, welche eine vom Kohlenstoffatom 2 zum   Kohlenstoffatom-l    führende Brüeke aus zwei Kohlenstoffatomen und dem Sauerstoffatom einer   4ss-Oxygruppe    aufweisen.



   Nach dem vorliegenden Verfahren gelingt es, in stereospezifiseher Weise Steroide mit natürlicher Konfiguration am Kohlenstoffatom 13 herzustellen.



   Die Kondensation des   a-ständigen      Aceto-      nylrestes    in 2-Stellung mit der   1-Ketogrnppe    unter Bildung eines 5-Ringes erfolgt in   Gegen-    wart basiseher Kondensationsmittel in einem geeigneten Losungsmittel, z. B. in Gegenwart von stark   alkalisehen    Kondensa. tionsmitteln, wie   Alkalimetallhydroxyden,-alkoholaten,      -amiden    oder-hydriden, zum Beispiel Kaliumhydroxyd, NatriumÏthylat, Natriumamid oder   Kalinm-tert.-butylat,    oder in Gegenwart von   Piperidin-acetat    oder Piperidin-benzoat in einem inerten Lösungsmittel, wie z. B. Dioxan oder Benzol.

   Eine im Ring A vorhandene freie Oxogruppe kann geschützt vorliegen, vorteilhaft als Ketal oder Enoläther. Diese Verbin  dlmgen    lassen sich zum Beispiel mit Hilfe von   ithyleng, lykol oder o-Ameisensäureester    in Gegenwart saurer Katalysatoren herstellen.



   Geschiitzte Oxy-oder Oxogruppen lassen sich nach der Reaktion in Freiheit setzen. So lassen sieh zum Beispiel   Ketale und    Acetale, und zwar sowohl offenkettige wie cyclische. z. B.   Äthylenketale,    durch Behandlung mit Mineralsäuren oder Sulfonsäuren bei   Zimmer-    temperatur, vorteilhaft in Gegenwart eines Ketons, wie Acetons oder Brenztraubensäure, oder auch durch gelindes Erwärmen mit ver  dünnter    Essigsäure spalten. Unter denselben sauren Bedingungen werden auch Enoläther oder Tetrahydropyranyläther gespalten. Ben  zyläther können ausserdem leicht    mit Wasserstoff in Gegenwart eines Katalysators, z. B.



  Palladium auf Trägersubstanzen, wie Tierkohle oder   Erdalkalikarbonaten,    gespalten werden.



   Bei der Kondensation des   a-ständigen    Acetonylrestes in 2-Stellung mit der Ketogruppe in 1-Stellung erhält man meist direkt die Wasserabspaltungsprodukte der folgenden Teilformel 
EMI2.1     
 Es ist aber auch möglieh, dass bei der Kondensation unter milden Bedingungen zunäehst die entsprechende   14-Oxyverbindung    gebildet wird, worauf die Entfernung dieser   Oxy-    gruppe durch Wasserabspaltung erfolgt.



   Die erfindungsgemäss erhaltenen, in 14, 15 Stellung ungesättigten   16-Oxo-steroide    weisen zwischen dem Kohlenstoffatom 13 und der 11¯-0xygruppe eine Brücke von 2 Kohlenstoffatomen auf gemäss   folgender Teilformel   
EMI2.2     

Der die genannte Br cke bildende Rest kann in   18a-Stellung    eine freie oder gesch tzte Oxo- oder Hydroxyl- und/oder Methylgruppe enthalten   und/oder    in 18,18a-Stellung eine Doppelbindung aufweisen. Die erhaltenen neuen 16-Oxo-steroide weisen zum Beispiel Strukturen auf, wie sie durch folgende Teilformeln veranschaulicht werden.
EMI2.3     




   Die Verfahrensprodukte sind hervorragend geeignete Zwischenprodukte zur Herstellung von Steroiden, die in 11-und 18-Stellung, insbesondere in 3, 11, 18, 20-Stellung, Oxy-oder   Oxogruppen    aufweisen, das heisst zum Beispiel des hochwirksamen Nebennierenrindenhormons Aldosteron (18-Oxo- corticosteron, ?4-3,18,20-Trioxo-11¯,21-dihydroxy-pregnen) und verwandten Verbindungen.

   In den neuen   16-Oxo-steroiden,    die gemäss der vorliegenden Erfindung erhalten werden, lässt sich nämlich zunächst   die Doppelbindung in 14, 15-Stei-    lung katalytiseh hydrieren und dann in 17 Stellung ein   Oxyacetylrest    einführen ; anderseits können die Verfahrensprodukte mit einer Brüeke vom Kohlenstoffatom 13 nach der 11¯-stÏndigen Hydroxylgruppe zu freien oder gesch tzten 18-Oxo-11¯-oxy-Verbindungen abgebaut werden ; schliesslich kann die 16-ständige Oxogruppe auf beliebiger Reaktionsstufe eliminiert werden. Die Bildung einer freien   Ketogruppe    in 3-Stellung aus einer   geschütz-    ten Oxogruppe oder einer freien oder ge  sehützten Oxygruppe    kann naeh bekannten   Alethoden gesehehen.   



   Die Temperaturen in den nachfolgenden Beispielen sind in Celsiusgraden angegeben.



   Beispiel 1
670 mg des Lactons des   2a-Aeetonyl-2/3-    carboxy-methyl-4b¯-methyl-1, 2, 3,   4,      4aα,4b,   5, 6,   7,    9,10,10a¯-dodecahydro-phenanthren-l, 7-dion  4-ss-ols    vom F. = 226-228¯ werden in 100 cm3    Benzol gelost und durch tlbdestillieren von    5   enl3    Benzol von Spuren Feuchtigkeit befreit. Dazu gibt man 50 em3 einer wie folgt bereiteten, wasserfreien   benzolischen    Lösung von   Kalium-tertiär-butylat    : Man löst 325 mg Kalium in 15 cm3 tert. Butylalkohol und dampft im Vakuum zur Trockne ein.

   Dann versetzt man mit etwa 30 cm3 Benzol, dampft nochmals vollstÏndig ein und nimmt den   Rüekstand    in 100   em3    absolutem Benzol auf.



     I)    Abdestillieren einiger Kubikzentimeter Benzol werden Spuren Feuchtigkeit entfernt.



  Die Reaktionslösung wird 5 Stunden unter   Rüekfluss und Caleiumchloridversehluss    bei 110¯ Badtemperatur gekocht, mit gekocht, mit cm3 Eisessig angesäuert, wobei die Farbe von   dunkel-    violett naeh   hellgelb    umschlägt, und   anschlie-    ssend noch weitere 2 Stunden gekocht Nach dem Abkühlen wird mit 15 em3 Chloroform verdünnt und die L¯sung mit Wasser, Natriumbikarbonatlosung und Wasser gewaschen.



  Die   wässrigen Losungen    werden zweimal mit Chloroform nachextrahiert. Aus den vereinigten organischen Lösungen erhält man nach dem Troeknen und Eindampfen im Vakuum   ss50 mg    eines ¯ligen Rohproduktes, welches auf Zusatz von Aceton kristallisiert. Durch Kri   stallisation aus Aceton-Äther-Gemisch erhält    man 415   mg des Laktons    des   dl-@    4, i4-3,   16-Di-    oxo-11 ¯-hydroxy-18-carboxy-androstadiens der Formel
EMI3.1     

Nach dem Umkristallisieren aus Methanol    Xther    schmilzt die in   Blättehen      kristallisie-    rende Verbindung bei 235-237 .

   Im Ultra violett-Spektrum weist die Substanz in Ïtha noliseher   Losung    ein Maximum bei   235    mu    (@ = 31600) auf.    auf. Infrarot-Spektrum Infrarot-Spektrum wirkt   das dl4-16-Keton    eine starke Verbrei terung der Bande des   y-Laldons    bei 5, 76,   t.   



   Bei 5, 95 Á beobachtet man die Bande des    3-Ketons und    bei 6,   16,    u. die im Vergleich mit dem Ausgangsmaterial beträchtlich verstärkte, durch die beiden Doppelbindungen verur sachte Bande.



   Das Ausgangsmaterial wird wie folgt er halten : a) Zu 12 g 4b¯-Methyl-7-Ïthylendioxy-l, 2,
3, 4, 4aa,   4b,    5, 6, 7, 8, 10, 10a¯ - dodecahydro - phen anthren-l-on-4¯-ol, suspendiert in 150   em3    ab solutem Dioxan, gibt man unter Rühren und
Feuchtigkeitsausschlu¯ eine Lösung von   2,    06 g
Kalium in 45   em3    tert. Butanol und lässt an schliessend 22, 5 cm3 frisch destilliertes   Allyl-    jodid zufliessen. Nach kurzer Zeit tritt starke
Erwärmung und Abscheidung von Kalium jodid auf. Nach einer Stunde wird nochmals   . eine Losung    von 2, 06 g Kalium in 45 cm3 tert.



   Butanol zugesetzt, und man lässt nochmals
22, 5 cm3 frisch destilliertes Allyljodid zuflie    ssen.    Das Reaktionsgemisch wird anschliessend
18 Stunden bei Raumtemperatur stehengelas sen, dann mit 500 cm3 Benzol verdünnt und    dureh      Super-Cel      (eingetragene Marke, Ful    lererde)    abgesaugt. Das klare, hellgelbe Fil trat wird im Vakuum zur Trockne einge dampft. Man erhält 15, 5 g rohes 2, 2-Diallyl
4b¯-methyl-7-Ïthylendioxy-l, 2, 3, 4,   4aα,    4b, 5, 6, 7,
8,   10,    10a¯ - dodecahydro -phenanthren-1-on-4¯ ol, welches nach Zusatz von   Äther-Petroläther    vollständig kristallisiert.

   Die reine Verbindung schmilzt aus   Ather-Petroläther umkri-    stallisiert bei 98, 5-99,   5 .   



   9, 60 g rohes 2, 2-Diallyl-4b¯-methyl-7-Ïthy  len-dioxy-1, 2, 3, 4, 4aα, 4b, 5, 6, 7, 8,10,10a¯-dodeca-    hydro-phenanthren-l-on-4¯-ol werden in 500 Kubikzentimeter Aceton gelöst, mit 25 em3 konzentrierter Salzsäure   versetzt und 20 Minu-    ten bei 80"Badtemperatur am R ckflu¯ gekocht. Dann setzt man 25 g kristallisiertes Na  triumacetat    und 250 cm3 Wasser zu und destilliert das Aceton im Vakuum bei 60    Badtem-    peratur   ab.    Dabei scheidet sieh ein gelbes, teilweise   kristallisiertes      61    ab.

   Man löst die ausgeschiedene Substanz durch Zusatz von 1000 cm3 Methylenchlorid und wäscht die   organisehe Lösung    mit Wasser, 2-n Natronlauge und Wasser, trocknet mit   Natriumsul-    fat und dampft ein. Man erhält 8, 42 g   kri-    stallisiertes 2, 2-Diallyl-4b¯-methyl-l,2, 3, 4, 4aa,   4b,      5,    6, 7, 9, 10, 10a¯- dodecahydro - phenanthren  1,    7-dion-4¯-ol, welches nach dem Umkristallisieren aus Methanol oder Methylenehlorid  Ather    bei 152-153¯ schmilzt.

      b)    10 g 2, 2-Diallyl-4b¯-methyl-l, 2, 3, 4, 4aa,   4b,    5, 6, 7, 9, 10,   10ass-dodeeahydro-phenanthren-      1,    7-dion-4¯-ol werden in   400    em3 Essigester und   150    em3 Methanol   gelost md unter    starkem. Rühren   bei-65      bis-750    während 30 Minuten mit einem   Sauerstoffstrom behan-    delt, welcher pro Minute etwa 0, 7   Millimol    Ozon einführt.

   Danach wird während 3 bis 5   Minuten Stickstoff durchgeblasen und    hierauf eine   Losung    von 200 em3 Methanol und   100      cm3    Wasser zugegeben unmittelbar gefolgt von etwa 50 g mit verdünnter Essigsäure   akti-      viertem,    in Alkohol   angeteigtem Zinkstaub    und 40 em3 Eisessig. Die äussere   Kiihlmg    wird entfernt und etwa 10 Minuten nach der ersten   Eisessig-Zugabe    weiter 40 em3 Eisessig zugesetzt. Etwa   15-20    Minuten naeh der   Zink-Zugabe    soll die Temperatur noch etwa -10  betragen.

   Dann dekantiert man vom unverbrauchten Zink ab, wäscht mit   Essig-    ester nach und befreit die organische   Losung    nach Verdünnen mit 500   em3    Benzol durch mehrfaches Ausschütteln mit je 200 cm3 ge  sättigter Sodalosung von sauren    Anteilen. Nach dem Trocknen mit Natriumsulfat und Abdestillieren des   Losungsmittels    erhält man ein nahezu farbloses, viskoses   öl,    aus welehem man durch   mehrfaehes    Anrühren mit Äther   ulllterändeltes    Ausgangsmaterial zur ckgewinnt.



   15   des nach Abtrennung des Ausgangs-    materials hinterbliebenen. neutralen Ozonie  rungsproduktes werden    in   100    em3 Eisessig gelöst. Die   Losung    wird mit 250 cm3 thiophenfreiem Benzol verdünnt und bei 5 bis   10     mit 150 cm3 einer 8% igen L¯sung von Natrium  dichromat    in Eisessig versetzt. Nach etwa 12stündigem Rühren bei Raumtemperatur zerst¯rt   man den Chromatüberschuss durch Zu-    geben von 100 em3 Methanol.

   Zur   Aufarbei-    tung gibt man das Oxydationsgemisch in 2 Liter Benzol, wäscht zweimal mit je 600 emS 5%iger Kochsalzl¯sung und danach mit ge  sättigter      Sodalosung bis    zur Entfernung der sauren Anteile, wobei jeweils die wässrigen   Auszüge noeh    zweimal mit einem Gemisch von Benzol und Essigester ausgeschüttelt werden.

   Nach dem Troeknen der vereinigten or  ganischen Losungen über Natriumsulfat    erhÏlt man durch Abdestillieren der   Losungs-    mittel ein öliges   Neutralprodukt,    aus welchem durch Zusatz von etwas Methanol das 2a   AUyl-4b-methyl-2-earboxy-methyl-l,2,3.4,      4aα,   4b,   5,    6, 7,   9,    10,   10a.    ¯ - dodecahydro - phenanthren-l,7-dion-4¯-ol-lakton der Formel
EMI4.1     
 in farblosen Kristallen erhalten wird, welches nach dem   Tmlosen    aus Methanol bei 208¯   sehmilzt    und im Infrarotspektrum die   @-Lak-    l :

   onbande bei 5,   75      @    und zwei   Ketonbanden    bei   5,82 und 5,96 @ zeigt.       c)    8,   5      g des 2α-Allyl-4b¯-methyl-2¯-carb-       oxymethyl -1 1,2,3,4,4aα,4b,5,6,7,9,10,10a¯-dode-    cahydro - phenanthren-1,7 - dion - 4¯ - ol - laktons werden in 170 em3 Eisessig gelöst und mit
1, 7 em3 Wasser und 4, 65 g Silberaeetat versetzt. Dann gibt man unter starkem Rühren innert einer Stunde   6,    7gpulverisiertesJod in Portionen zu und   lässt ansehliessend    weitere 2 Stunden bei Zimmertemperatur r hren.   



  Dann saugt man vom Niederschlag, welcher    aus Silberjodid und dem sehr schwer l¯slichen Reaktionsprodukt besteht, ab und wäseht mit 34 cm3 Wasser-nach. Der feuehte R ckstand wird bei 60  während 45 Minuten   dureh    R hren mit 600 em3 eines Gemisches aus gleiehen Teilen Chloroform und Alkohol extrahiert.   llan filtriert    ab und wiederholt die Extraktion in gleicher Weise mit 300   eni3    Chloro  i'orm-Alkohol-Gemisch.    Die vereinigten Extrakte werden im Vakuum bis fast zur Trockne eingedampft, wobei schon während des Ein  dampfens reichlich    Kristalle abgeschieden werden. Man versetzt den Rückstand mit   100    ems Äther und saugt ab.

   Das erhaltene Jodhydrin (9, 35   g)    der Formel
EMI5.1     
   sehmilzt    bei l57-161¯ unter starker Zerset  zung.    Es kann aus einem Gemisch von Chloroform und Methanol umkristallisiert werden.



  In alkoholischer Lösung zeigt es bei 238   m, ce    ein starkes Absorptionsmaximum (e = 17250).



  Im Infrarotspektrum der Verbindung in Nujol beobachtet man wie beim   entsprechen-    den, im Beispiel 3 a) beschriebenen Brom  hydrie    die folgenden Banden bei 2,   88      a    (Hy  clroxyl),    5,   76 Á (@-Lakton), 6,04 und    6, 18 Á   (a,      B-ungesättigtes    Keton).



   Das   Eisessigfiltrat    wird ebenfalls im Vakuum zur Trockne eingedampft und der   Rückstand    mit   Alkohol-Chloroform-Gemisel    extrahiert. Man gewinnt so weitere 0, 74 g des oben beschriebenen   Jodhydrins.    d) 33, 3 g Jodhydrin werden in 2 Liter Wasser, 15 cm3 2-n Schwefelsäure und 10 Liter reiner Essigsäure unter Rühren bei   40-50     in Lösung gebracht. Man kühlt nun auf   20     ab und setzt eine   Löslmg    von 31 g   Chrom-    säureanhydrid in 100 cm3 Wasser und 100   em3    Essigsäure hinzu. Der Verlauf der Oxydation wird photometrisch verfolgt.

   Diese ist bei einer Raumtemperatur von 18-24  nach 21/2 bis 3 Tagen beendet, was sich daran erkennen lϯt, da¯ die Lichtabsorption der   Losung    innert der letzten 12 Stunden nahezu konstant bleibt. Zur Reduktion des Chromsäureüberschusses versetzt man mit 2 Liter Methanol und   erwarmt    naeh   halbtägigem    Stehen noch während 2 Stunden auf   40 .    Danach wird die   Reaktionslosung    sorgfältig im Vakuum zur   Troll ; ne    eingeengt, wobei gegen Ende der Destillation das Jodketon der Formel
EMI5.2     
 auskristallisiert.

   Durch Aufnehmen des Rüekstandes in Chloroform und Wasser, Trennen, Waschen der   Chloroformlösung    mit Natriumhydrogenkarbonat gewinnt man nach dem Trocknen der Chloroformlösung mit Natriumsulfat durch Einengen im Vakuum das Jodketon in für die Weiterverarbeitung genügend reiner Form in einer Ausbeute von 30-32 g.



  Aus   Aceton umgelost    wird es in farblosen Kristallen vom   Zersetzungspunkt 164     erhalten. Es schmilzt in unreiner Form bei 134 bis   136 .   



     23    g des rohen kristallisierten Jodketons werden in 1, 3 Liter Essigsäure und 1, 3 Liter Wasser bei 30  als Suspension gerührt, und in einer   Kohlendioxydatmosphäre    gibt man eine alkoholische   Losung    von   Chromochlorid    (bereitet durch Reduktion von 330 g kristallisiertem   Chrom- (III)-chlorid    mittels   amalgamiertem      Zinkstaub) zu. Man rührt 14 Stunden bei    50 bis 55  und saugt dann von einer geringen   Venge    ungelöstem Produkt ab. Dann wird im Vakuum ganz eingeengt, der   Rückstand    in Chloroform und Wasser aufgenommen.

   Aus der Chloroformlosung erhält man nach dem Waschen mit Thiosulfatlosung und Trocknen das Lakton des 2a-Acetonyl-2¯-carboxymethyl4b¯-methyl-l,2, 3, 4,   4aα,   4b, 5, 6, 7, 9, 10. 10a¯-dodecahydro-phenanthren-l,7-dion-4¯-ols der Formol
EMI6.1     
 welches aus Aceton in   fa. rblosen Blättehen    vom F. = 226-228  in einer Ausbeute von 11-13 g erhalten wird.



   Beispiel 2
0, 9   g    des Laktons des   2a-Acetonyl-2-carb-      oxymethyl-4b, E-methyl-7-äthylendioxy-1,    2, 3, 4aa,   4b,    5, 6, 7, 8, 10,   10a-dodecahydro-phenan-      thren-1-on-43-ols    werden in 30   em3    Dioxan gel¯st, mit einer Losung von 2, 0 g Kaliumhydroxyd in 60 em3 Wasser versetzt und unter   Stielçstoff    3 Stunden auf 85  erhitzt. Dann lässt man abkühlen und   puffert    durch Zusatz von 2-n Schwefelsäure auf ein PH von etwa 8 ab, dampft im Vakuum auf etwa 20 em3 ein,   sä. uert mit    2-n SchwefelsÏure auf PH 4 an und extrahiert mehrmals mit Chloroform.

   Die mit Wasser gewaschenen Chloroformextrakte werden vereinigt, getrocknet und im Vakuum eingedampft. Durch Chromatographie an Aluminiumoxyd erhält man das reine Lakton des   dol-d    5, 14-3-¯thylendioxy-11¯-hydroxy-16-oxo18-carboxy-androstadiens, welches im Ultraviolett ein starkes Absorptionsmaximum bei 229   m,    u zeigt und naeh Umkristallisieren aus Mcthanol bei   247-249       sehmilzt.   



   Das Ausgangsmaterial wird wie folgt erhalten :    5,    9 g des naeh Beispiel 1 a) erhÏltlichen 2,   2-Diallyl-4b¯-methy]-l,2,3,4,4aα,4b,5,6,   7, 9, 10.



  I Oa¯-dodecahydro-phenanthren-l,7-dion-4¯-ols werden in 550 em3 Essigester gelöst und auf -30¯ abgek hlt. Dann lässt man einen troekenen, ozonhaltigen Sauerstoffstrom durch die   Losung    fliessen, bis etwa 2,   2-Moläquivalente    Ozon verbraucht sind. Man versetzt dann die Lösung in der Kälte mit 30 em3 Eisessig und   gibt unter R. ühren portionenweise    50 g Zinkstaub zu. Nach einer Stunde wird die kalte Lösung durch     Super-Cel   abgesaugt und mit    gesÏttigter Natriumhydrogencarbonatl¯sung und Wasser gewaschen. Die Essigesterlösung wird dann mit Magnesiumsulfat getrocknet und eingedampft. Der erhaltene rohe Dialde  livd    wird in einem Gemisch von 80   em',    Ben  zol    und 30 ems Eisessig gelöst.

   Bei einer   Tem-       peratur von 0-5  tropft man unter Rühren    innert   30    Minuten eine Lösung von 4,0 g kri  stallisiertem    Natriumdichromat in 50 em3 Eisessig zu und rührt noch weitere 30 Minuten bei Zimmertemperatur. Dann wird mit 220 cm3 Benzol und 100   cm    Wasser verdünnt und ausgesch ttelt. Die abgetrennte   Benzollösuna'    wird   noehmals    mit 100 cm3 Wasser gewaschen und dann mit 1-n Natronlauge extrahiert.

   Aus der Benzollösung gewinnt man nach dem Trocknen und Eindampfen ein ¯liges Neutralprodukt, welches teilweise aus unveränderter   Diallylverbindung besteht.    Die   alkalisehen Ex-    trakte werden mit 5-n SchwefelsÏure unter Kühlung   kongosauer gemacht und mit Chloro-    form extrahiert. Die Chloroformextrakte werden vereinigt, getroeknet und im Vakuum eingedampft.

   Aus dem erhaltenen öl wird die Essigsäure im Hochvakuum bei   80       Badtem-      pera. tur abdestilliert.    Der Riiekstand, welcher aus dem rohen   Monolakton    des 2,2-Di-carboxymethyl - 4b¯ - methyl -1,2, 3, 4, 4aa,   4b,    5, 6, 7, 9, 10, 10a¯-dodecahydro-phenanthren-1,7-dion-4¯-ols besteht, wird dureh Chromatographie an Magnesiumsilikat gereinigt. Die Verbindung sehmilzt   aus AIethanol-Chloroform umkristal-    lisiert bei    ? 86 .   



   3,   2 g des Monolaktons    des 2,   2-Di-earboxy-    methyl - 4b¯ - methyl -1, 2, 3,   4,      4aα      4b,    5, 6, 7, 9, 10, 10a¯-dodecahydro-phenanthren-1,7-dion-4¯-ols werden in 150 cm3 ¯thylendichlorid gel¯st,   mit 4, 0 em3 Athylenglvkol und    60   mg p-To-       luolsulfonsäure versetzt und während 8 Stun-    den so stark erhitzt, dass langsam etwa. 200 cm3 L¯sungsmittel abdestillieren, wobei das Volumen der Reaktionsl¯sung- durch langsame stetige Zugabe von trockenem ¯thylendichlorid konstant gehalten wird.

   Dann lässt man abkühlen, wäscht mit einer Lösung von   200    mg Natriumacetat in 30   em3    Wasser, dann zweimal mit Wasser, troeknet und dampft die    Äthylenchloridlosung im Vakuum ein. Aus    dem   Rüekstand    gewinnt man das Lacton des 2,2 -Di- carboxymethyl - 4b¯ - methyl-7-Ïthylendioxy -1,   2,      3,    4,   Oau, 4b,    5, 6, 7, 8, 10, 10a¯ - dodecahydro-phenanthren-1-on-4¯-ols.



   1, 6 g des obigen Monolaetons werden in 30 cm3 absolutem Benzol gelöst, mit 0, 4 emS   Oxalylchlorid versetzt und 45 Minuten    bei 250 stehengelassen. Dann wird im Vakuum bei 30¯ Badtemperatur eingedampft und der Rüekstand   dureh    mehrmaliges Aufnehmen in Benzol und Eindampfen im Vakuum von flüchtigen Anteilen befreit. Das erhaltene rohe   Säurechlorid lost.    man in 25 em3 absolutem Benzol.   Gleiehzeitig    bereitet man wie folgt eine   Losung    von   Dimethyleadmium    : 0, 65    g      Magnesiumspäne werden    mit 50 cm3 absolutem   ither      bedeekt    und mit 4, 5 g   lTethyljodid      znr Reaktion gebraeht.

   Naeh    beendeter Um  setznng    kühlt man das Gemisch in Eis und gibt 2, 5   g wasserfreies Cadmiumehlorid zu    und rührt eine Stunde unter   Feuchtigkeitsaus-      sehluss    bei   15-20".    Dann wird mit 25, 0 emS absolutem Benzol verdünnt und innerhalb 10 Minuten unter Rühren die Lösung des rohen SÏurechlorids zugetropft. Nach einer Stunde erwärmt man auf etwa   40     und rührt bei dieser Temperatur noch weitere 3 Stunden. Dann setzt man 50 emS eiskalte 0, 5-n Ammonium  chloridlösung    zu und sehüttelt das Gemisch gut durch.

   Man filtriert von ungelösten Salzen ab, wäseht mit ¯ther-Benzol-Gemisch 1 : 1 nach und wäscht die organische Schicht nochmals mit Wasser aus,   troeknet    mit Magnesiumsulfat und dampft zur Troekne ein. Der   Rüekstand    besteht aus dem rohen Laeton des    2α -Acetonyl-2¯-carboxymethyl-4b¯-methyl-7-     Ïthylendioxy-l,2, 3, 4,   4acq,      4b,      5,    6, 7,   8,    10, l0a¯-dodecahydro-phenanthren-1-on-4¯-ols.

   Zur Rei  nigung    wird das Rohprodukt an Aluminiumoxyd Aktivität II (nach Broekmann)   chro-      matographiert.    Aus den mit Benzol eluierten Fraktionen gewinnt man durch Kristallisation aus Aeeton-Ather-Gemiseh die reine Verbindung vom F. =   228-232 .   



   Beispiel 3
425 mg des Laktons des   2α-Acetonyl-2¯    carboxymethyl-4b¯-methyl-7-Ïthylendioxy-l,2, 3, 4,   4aα,4b,   5, 6, 7,   8,    10, l0a¯-dodecahydro-phenan  thren-l-on-4-ols    vom   F.    =   228-232     werden in 50 emS abs. Benzol gelöst und mit einer aus 100 mg Kalium bereiteten, von tertiärem Butylalkohol freien, heissen Lösung von Ka  lium-tertiär-butylat    in 10 cm3 Benzol versetzt und 4 Stunden unter Stickstof am R ckflu¯ gekocht. Dann setzt man 0, 15 cm3 Eisessig zu und kocht weitere 2 Stunden unter Stickstoff.



  Die abgekühlte Lösung verdünnt man mit Essigester und wäscht mit Wasser, Natriumbikarbonatlösung und Wasser, trocknet und dampft im Vakuum ein. Man erhält 394 mg eines hellbraunen Rückstandes, welcher beim Befeuchten mit Aceton vollständig kristallisiert und im Ultraviolettspektrum bei 230   ma    eine Extinktion e von   10 550    aufweist, was einem Gehalt von   63    % an tetracyclischem Keton entspricht. Durch Kristallisation aus Methanol gewinnt man das reine dl-? 5,14-3-¯thy   lendioxy-11yS-hydroxy-16-oxo-18-earboxy-an-    drostadienlakton vom F. = 247-249¯.



   Beispiel 4
2, 146 g des   cyclischen      Enoläthers    der Formel
EMI7.1     
 vom F. =   182     werden in   250    emS Benzol gel¯st, und Spuren von Feuchtigkeit werden durch Abdestillieren von   50 em3 Benzol ent-    fernt. Dann gibt man eine wie folgt bereitete Lösung   von Kalium-tertiär-butylat    in 150 cm3 Benzol zu : 500 mg   Kalium-Metall    werden in 50   cmS    tert. Butylalkohol gelost, und die Losung wird im Vakuum zur Trockne eingedampft. Dann setzt man   100    cm3 Benzol zu, dampft zur Entfernung der letzten Reste Bu  tylalkohol    nochmals im Vakuum zur Trockne ein, nimmt in 150   cms    Benzol auf und erhitzt zum Sieden.

   Die heisse Lösung   wird, ungeaeh-    tet ungelöster Anteile, direkt zur Lösung des Methylketons zugegeben. Man kocht unter Rückfluss in einer Stickstoffatmosphäre wÏhrend 4 Stunden weiter. Nach dem Abkühlen wäscht man das Gemisch mit Wasser, Natrum  hydrogenearbonatlösung    und Wasser, trocknet und dampft im Vakuum zur Trockne ein.



   Man erhÏlt 1, 95 g eines Rüekstandes, welcher beim Versetzen mit wenig Aeeton vollstÏndig kristallisiert und bei 236 m, eine molare Extinktion e von 25500 zeigt. Das Rohprodukt wird durch Filtration durch   60g    Aluminiumoxyd (Aktivität II) gereinigt, wobei Benzol und Essigester   als Eluierungsmit-    tel verwendet werden. Man erhält   1,      4    g des reinen dl-? 4,14,18-3,16-Dioxo-11¯,18a-oxido18a-methyl-18-homo-androstatrien der Formel
EMI8.1     
 vom F. =   194-196 .    In alkoholischer Lösung zeigt es bei 236   ma      @ ein   starkes Absorptionsmaximum   (e      =      33 500).   



   Im Infrarotspektrum zeigt die Verbindung in   Methylenchloridlosung    die Bande   des a, fl-    ungesättigten 5-Ring-Ketons bei   5,    83, u, die  jenige    des   α ¯-ungesÏttigten 6-Ring-Ketons    bei   5,      96,    u sowie eine sehr starke   Doppelbindungs-    bande bei 6,   19 .   



   Das Ausgangsmaterial kann wie folgt erhalten werden : a) Zu   2,    0   g    4b¯-Methyl-7-Ïthylendioxy-l,2, 3, 4,   4aα,   4b, 5, 6, 7, 8, 10, 10a¯-dodecahydro-phenanthren-1-on-4¯-ol in 200 cm3 Dioxan gibt man unter Rühren in einer   Stiekstoffatmosphäre      96    em3 einer Lösung von 6, 4 g Kalium in   192    em3 tertiärem Butylalkohol. Dann fügt man 10 cm3   Methallyljodid    zu und rührt eine Stunde beim Raumtemperatur weiter. Dann werden nochmals 96 em3 der obigen Kaliumtertiär-butylat-Lösung, 10 em3   Methallyljodid    zugesetzt, und das   Reaktionsgemiseh    wird langsam innert 45 Minuten erwärmt, bis die Innentemperatur etwa 70¯ betrÏgt.

   Dabei wird eine starke Abscheidung von   Ealiumjodid    be  obachtet. Man lässt während    einer Stunde wieder auf   20     abkühlen, verdünnt mit 400 em3 Benzol, filtriert und wäseht das Filtrat einmal mit 50 em3 Wasser. Die getrocknete organische Losung wird dann im Vakuum zur Trockne eingedampft. Man erhält 28, 2 g eines   hellbraunen Ols.   



   Eine Probe dieses Íls wird mit Hexan verrieben, wobei sie fast völlig erstarrt.   Dure1    Umkristallisicren aus Hexan und wϯrigem Methanol gewinnt man das   reine 2, 2-Dimeth-       allyl-4b¯-methyl-7-Ïthylendioxy -1,2,3,4,4aα,4b,    5, 6, 7, 8, 10, l0a¯-dodecahydro-phenanthren-1-on  4-ol    vom F. = 84-86¯. Im Infrarotspektrum zeigt diese Verbindung bei 2,76 ? die Bande des 1-Ketons, bei 6, 08   tt.    die Bande der Meth  allyldoppelbindungenund    bei 9,11 ? die Bande des   Äthylenketals.   



   Die Hauptmenge des rohen   étals    wird in 250   em3    heissem Eisessig gelost, die   Losung    mit 170 cm3 Wasser versetzt und 90 Minuten bei   90-95     Badtemperatur gehalten. Dann wird im Vakuum zur Troekne eingedampft, der Rüekstand in 300 cm3 ¯ther gel¯st, die Lösung mehrmals mit 0, 5-n Natronlauge, dann mit 1-n   EssigsäureundWassergewaschen,ge-    trocknet und eingedampft. Beim   Anreiben    des   Rückstandes    mit 50 cm3 Äther kristallisieren 18, 5 g 2, 2-Dimethallyl-4b¯-methyl-1, 2, 3, 4,   4aa,    4b, 5, 6, 7,   9,    10,   10ass-dodecahydro-phenanthren-      1,      7-dion-4 ol    aus.

   Die durch Umkristallisieren aus ¯ther oder Methanol gewonnene reine Verbindung schmilzt bei 127, 5-129¯ und zeigt in alkoholischer   Losung    bei 239   m@    ein starkes Absorptionsmaximum (e   = 15700).    Diese   Methylenehloridlosung    zeigt im Infrarot folgende Banden :

   2,   76,    (OH), 5,   87      u    (1-Keton), 5, 97 und 6,   16      u      (α¯-ungesÏttigtes Keton),    Inflexion bei 6,   08      c      (Methallyldoppelbindun-    gen). b) 32, 9 g des   Dimethallyldiketons    vom   F.    = 127,5-129¯ werden in 150   em3    Eisessig und   450    cm3 Chloroform gelöst und während 2 Stunden 43 Minuten bei-15 bis-19  unter schnellem Rühren mit einem ozonisierten Sauerstoffstrom, welcher pro Minute   62,    5 mg Ozon zuführt, behandelt.

   Danach verdrängt man den Sauerstoff aus dem Reaktionsgefäss ¯ durch Durchleiten von Stickstoff, setzt etwa 40 g mittels verdünnter Essigsäure aktivierten, wasserfeuchten Zinkstaub in Por  tionen    zu, wobei die Temperatur unterhalb 0  gehalten wird. Dureh Zugabe von verdünntem kaltem Alkohol (erhalten aus 50 g Eis und 50 em3 Alkohol) wird die Zerlegung der gebildeten Ozonide vervollständigt. Nach 15 bis 20 Minuten Reaktionszeit mit dem Zink verd nnt man mit etwa 500   em3    Essigester, filtriert vom Zink ab und wäscht mit Essigester nach. Aus dem Filtrat t. rennt man die wässrige Sehicht ab und schüttelt letztere mit Essigester aus.

   Die organischen Schichten werden einzeln nacheinander mit einem Gemisch von 250 cm3 gesättigter   Natriumhydro-      genearbonatlosung    und 100 em3 gesättigter Kochsalzlösung gewaschen. Nach dem Trocknen mit Natriumsulfat werden die vereinten   organisehen    Lösungen bei einer Badtemperatur von 70  im Vakuum   mögliehst    von   Lösungsmit-    teln befreit, indem man nach Abdestillieren der Hauptmenge der L¯sungsmittel den Rückstand noch   während 12    Stunden bei 70  unter Vakuum hält. Der entstandene cyclische   Enoläther    der Formel
EMI9.1     
 kristallisiert dabei schon in der Wärme aus.



  Durch Zugabe von wenig Essigester wird die Kristallisation vervollständigt. Die Verbindung schmilzt bei   182     und zeigt im UV ein Maximum bei 238 m? (ú = 18150). Das IR Spektrum ist charakterisiert durch Fehlen einer OH-Bande und durch annähernd gleich starke Banden bei 5, 85 und 5,   97, u.   



   Beispiel 5    1    g des in Beispiel 4 beschriebenen   cycli-    schen Enoläthers vom F. =   182     wird in 100 cm3 Methanol unter Durchleiten von Stickstoff und Erwärmen gelöst. Dazu gibt man durch den Kühler 10 g Kaliumhydroxyd (in Plätzchen) und lost unter Umschwenken.



  Das Reaktionsgemisch wird unter   Durchlei-    ten von Stickstoff während 20 Stunden zu schwachem Rückfluss erwärmt. Nach dem Ab  linhlen    leitet man ins Reaktionsgemisch Kohlendioxydgas bis zur Sättigung und l¯st nach Zugabe von 100   em8    Essigester die auskristallisierten Carbonate mittels Wasser. Man trennt die wässrige Schicht von der organischen und schüttelt erstere mit Essigester aus. Nach dem Trocknen mit Natriumsulfat werden die Lösungsmittel im Vakuum abdestilliert. Das Rohprodukt wird in Benzol gelöst und zur Entfärbung durch eine etwa   21/2 em dicke    Schicht Fullererde filtriert.

   Beim Einengen des Filtrates kristallisiert das im Beispiel 4 beschriebene dl- ? 4,14,18-3,l6-Dioxo-11¯,18a  oxido-18a-methyl-18-homo-androstatrien    vom F. = 194-196¯ in reiner Form aus.



     Beispiel.    6
1 g des Monoketals des cyclisehen   Enol-    äthers der Formel 
EMI10.1     
 vom   F.    =   150-152  werden    unter Stickstoff in 60 em3 Methanol warm gelöst und durch den Kühler 6 g Kaliumhydroxyd zugegeben.



  Das Reaktionsgemisch wird während   14    Stunden zu leichtem Rückfluss erwärmt. Das Aufarbeiten geschieht wie im Beispiel. 5 mittels   Kohlendioxydgas,    Essigester und Wasser. Man erhÏlt aus der in beschriebener Weise mit Fullererde gereinigten   Benzollosung    durch Einengen das   dl-@ 5,14,18-3-¯thylendioxy-11¯,      18a-oxido-16-oxo-18a-met. hyl-18-homo-andro-    statrien als farbloses   öl,    welches beim Verrühren mit Äther und Pentan in Blättehen vom F. = 160-161¯ kristallisiert Es hat die Formel
EMI10.2     
 und weist in   alkoholiseher    Lösung ein Maximum bei 232   mÁ (@    = 17100) auf.



   Das als Ausgangsmaterial verwendete   Monoketal    kann wie folgt hergestellt werden :
Aus einer Lösung von 1 g des in Beispiel 4 b) beschriebenen   cyclischen    Enoläthers vom F. =   182     in   74    cm3 absolutem thiophenfreiem Benzol und 37 cm3  ber Lithiumaluminiumhydrid destilliertem MethylÏthyl - di  oxolan werden    im   Stiekstoffstrom 19 cm. s Lo-      sungsmittel abdestillie-rt. Darauf    versetzt man mit einer hei¯en L¯sung von 110 mg p-Toluolsulfosäure in 85 cm3 Benzol, welche durch   Abdestillieren von einigen Kubikzentimetern    Benzol und Ersetzen des abdestillierten Benzols durch   troekenes,    friches Benzol getrocknet wurde.

   Innert   4    Stunden werden nun insgesamt 203 cm3 L¯sungsmittel durch eine Vi  greuxkolonne    abdestilliert, wobei nach dem Abdestillieren von 65 cm3 Lösungsmittel das Volumen des Reaktionsgemisehes   dureh    langsame Zugabe von 46 cm3 absolutent Benzol, dann einer   Mischung von 21,    5   em3     ber Li   thiumaluminiumhydrid destilliertem Methyl-    Ïthyl-dioxolan und 24,5 cm3 Benzol und endlich von nochmals 46 cm3 Benzol konstant gehalten wird. Darauf wird der Kolbeninhalt abgekühlt und auf 40 cm3   halbgesättigte Na-      triumbiearbonatlösung gegossen.

   Nach    zweimaligem Aussehiitteln mit Benzol, Waschen der organischen Lösungen mit 40 cm3   halb-    gesättigter Natriumbicarbonatlosung und Wasser werden diese getrocknet und im Va  kuum    eingedampft. Die Lösung des R ckstandes in 10   em3    Benzol chromatographiert man an 36 g Aluminiumoxyd (Aktivität II).



  In den ersten Benzoleluaten befinden sieh 350 mg   des Monoketals des cyclischen Enol-    äthers der Formel
EMI10.3     
 das aus   Aeeton-Äther und l Tropfen Pyridin      umkrista. llisiert    bei 155-157¯ schmilzt.



     Das Monoketal    kann auch gemϯ den Angaben im Beispiel 4 mit Kalium-tertiÏr-butylat eyelisiert werden. Alan erhä] t das oben beschriebene dl-, ?5,14,18 -3-¯thylendioxy-11¯ 18a-oxido-16-oxo - 18a - methyl - 18 - homo-androstatrien in einer Ausbente von 75-80% 
Beispiel 7 Die Verbindung der Formel
EMI11.1     
 wird in benzoliseher Lösung mit Kalium-ter  tiar-butylat    in absolutem Benzol analog den Angaben in Beispiel   1    erhitzt, wobei das dl   @ 4,14,18-3,16-Dioxo-11¯,18a-oxido-18-homo-an-      drostatrien    der Formel
EMI11.2     
 erhalten wird.



   Das Ausgangsmaterial kann wie   folgt dar-    g werden :
3, 0 g der gemϯ Beispiel 1 b) nach Abtrennen des 2a-Allyl-4b¯-methyl-2¯-carboxy-methyl-1,   2,      3,    4,   4aα,   4b, 5, 6, 7, 9, 10,10a¯-dodecahydrophenanthern-1,7-dion-4¯-ol-laktons erhaltenen Mutterlauge werden zur Troekne eingedampft und in einem Gemisch gleicher   Volumteile    Benzol und Hexan gelöst an 90 g Aluminium  oxyd (Aktivität II) chromatographiert.    Aus den mit   Benzol-Äther 1    :

     1    eluierten F'raktionen (650 mg) gewinnt man durch Kristallisation aus   itther    oder Methanol die Verbin  dung der Formel   
EMI11.3     
 welche bei   140-141,    5  schmilzt und ein Absorptionsmaximum bei 237   m@      u (@=18500)    zeigt. Im Infrarotspektrum fehlt die f r die OH-Gruppe typische Bande bei 2, 76Á, hingegen treten folgende Banden hervor : 5, 83Á   (6-Ring-Keton),    5, 95 und 6, 15, u   (α,¯-unge-      sättigtes    Keton) sowie eine weitere Bande bei 6,   08/t.   



   Aus den mit Benzol und mit   Benzol-fither-    Gemisch 1 :   1    eluierten Fraktionen gewinnt man eine weitere Menge des oben beschriebenen Allyl-laktons vom F. = 208¯.



   Die oben beschriebene Verbindung vom F. = 140-141,5¯ wird gemäss den Angaben im Beispiel 1 d)  ber das   Jodhydrin und    Jodketon in das als Ausgangsmaterial verwendete Methylketon - bergef hrt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von 16-Oxo-steroiden, die eine vom Kohlenstoffatom 13 zum Kohlenstoffatom 11 führende Brücke aus zwei Kohlenstoffatomen und dem Sauerstoffatom einer lljss-Oxygruppe aufweisen und in 14, 15 Stellung ungesättigt sind, dadurch gekenn- zeichnet, dass man in Gegenwart eines basischen Kondensationsmittels 2a-Acetonyl-poly- hvdrophen-anthren-1-one cyclisiert, welche eine vom Kohlenstoffatom 2 zum Kohlenstoffatom 4 führende Brücke aus zwei Kohlenstoffatomen und dem Sauerstoffatom einer 4¯ Oxygruppe aufweisen.
    UNTEBANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man von Verbindungen ausgeht, die in 7-Stellung eine freie oder geschützte Oxogruppe aufweisen.
    2. Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass der Ausgangsstoff aus 2a-Acetonyl-poly hydrophenanthren-1-onen mit einer vom Kohlenstoffatom 4 zum Kohlenstoffatom 2 im Phenanthrengerüst führenden Brücke der Formel-0-CO-CH2 besteht, wobei das Sauerstoffatom den Rest einer 4¯-Oxygruppe darstellt, 3.
    Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeiebnet, dass der Ausgangsstoff aus 2α-Acetonyl-poly- hydrophenanthren-1-onen mit einer vom Kohlenstoffatom 4 zum Kohlenstoffatom 2 im Phenanthrengerüst führenden Briieke der Formel EMI12.1 besteht, worin R ein Wasserstoffatom oder eine Methylgruppe bedeutet, wobei der Sauerstoff- atom den Rest einer 4-Oxygruppe darstellt.
    4. Verfahren nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Ausgangsstoff aus Polyhydrophenanthrenen besteht, die in 4b-Stel- lung eine 4-RIethylgruppe und in 7-Stellung eine freie oder ketalisierte Oxogruppe sowie eine vom Kohlenstoffatom 8a ausgehende Dop pelbindung aufweisen.
    5. Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspriiehen 1, 2 und 4, dadurch gekenn- zeichnet, dass man Verbindungen der Formel EMI12.2 wobei die Oxogruppe in 7-Stellung geschiitzt sein kann, als Ausgangsstoffe verwendet.
    6. Verfahren nach Patentanspruch und Unteransprüphen l, 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, dass man Verbindungen der Formel EMI12.3 wobei die Oxogruppe in 7-Stellung gesehützt sein kann, als Ausgangsstoffe verwendet.
    7. Verfahren nach Patentansprueh und Unteransprüehen 1, 3 und 4, dadurch gekenn- zeichnet, dass man Verbindungen der Formel EMI12.4 r Mt wobei die Oxogruppe in 7-Stellung gesch tzt sein kann, als Ausgangsstoffe verwendet.
    8. Verfahren nach Patentanspruch und Unteransprüehen 1 bis 7, dadureh gekenn- zeiehnet, dass man in den Endprodukten enthaltene ketalisierte Oxogruppen in Freiheit setzt.
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