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CH334898A - Einrichtung in Eisenbahnanlagen mit zentralem Streckenstellwerk - Google Patents

Einrichtung in Eisenbahnanlagen mit zentralem Streckenstellwerk

Info

Publication number
CH334898A
CH334898A CH334898DA CH334898A CH 334898 A CH334898 A CH 334898A CH 334898D A CH334898D A CH 334898DA CH 334898 A CH334898 A CH 334898A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
train
route
command
control center
radio
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Lueddecke Carl
Kowallik Gerhard
Original Assignee
Siemens Ag
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Siemens Ag filed Critical Siemens Ag
Publication of CH334898A publication Critical patent/CH334898A/de

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B61RAILWAYS
    • B61LGUIDING RAILWAY TRAFFIC; ENSURING THE SAFETY OF RAILWAY TRAFFIC
    • B61L3/00Devices along the route for controlling devices on the vehicle or train, e.g. to release brake or to operate a warning signal
    • B61L3/02Devices along the route for controlling devices on the vehicle or train, e.g. to release brake or to operate a warning signal at selected places along the route, e.g. intermittent control simultaneous mechanical and electrical control
    • B61L3/08Devices along the route for controlling devices on the vehicle or train, e.g. to release brake or to operate a warning signal at selected places along the route, e.g. intermittent control simultaneous mechanical and electrical control controlling electrically
    • B61L3/12Devices along the route for controlling devices on the vehicle or train, e.g. to release brake or to operate a warning signal at selected places along the route, e.g. intermittent control simultaneous mechanical and electrical control controlling electrically using magnetic or electrostatic induction; using radio waves
    • B61L3/125Devices along the route for controlling devices on the vehicle or train, e.g. to release brake or to operate a warning signal at selected places along the route, e.g. intermittent control simultaneous mechanical and electrical control controlling electrically using magnetic or electrostatic induction; using radio waves using short-range radio transmission

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Train Traffic Observation, Control, And Security (AREA)

Description


  Einrichtung in Eisenbahnanlagen     mit    zentralem Streckenstellwerk    Auf Eisenbahnstrecken, deren Betrieb mit  drahtloser Befehls- und Meldungsübertragung  zwischen einer     Zentrale    und den Zügen ge  regelt wird, ist es erwünscht., die     Betriebs-          sieherheit    durch     Einrichtungen    zu erhöhen,  die     verhüten,    dass die Zentrale Kommandos  aussendet, die mit Rücksicht auf Folge-,       Gegen-    oder Flankenfahrten nicht gleichzei  tig, gegeben werden dürfen.

   Soweit es sieh  dabei um die Sicherungen im Bereiche eines  Bahnhofs, einer Kreuzungs- oder Abzweig  stelle handelt, bei denen wahlweise verschie  dene Fahrwege einzustellen sind, könnte man  die notwendigen Ausschlüsse feindlicher  Fahrten örtlich innerhalb des Bereiches dieser  Stellwerke oder Schaltstellen herstellen und  den jeweiligen Betriebszustand an die Zen  trale melden bzw. von ihr Aufträge emp  fangen, deren Ausführbarkeit dann örtlich  geprüft wird. Zur Übertragung der entspre  chenden Meldungen und Kommandos können  die verschiedensten Systeme der Fernsteue  rung dienen. Zur Sicherung der Fahrten auf  den Strecken kann man sich bekannter Gleis  freimelde- oder Selbstblockeinrichtungen (wel  che mit Gleisstromkreisen, Achszählern oder  dergleichen arbeiten) bedienen, die notwendi  gen.

   Abhängigkeiten unmittelbar zwischen den  beiderseits benachbarten Stellbezirken oder  Schaltstellen herstellen und die Meldungen  über den jeweiligen Streckenzustand in diese    Fernsteuerung einbeziehen. Von diesen Mel  dungen lassen sich dann die an die Züge  abzugebenden Funk-Fahrtkommandos abhän  gig machen.  



  Gemäss der Erfindung sind die zur Her  stellung von Blockabhängigkeiten     zwischen     ortsfesten Streckenpunkten erforderlichen  Schaltmittel in der Zentrale angeordnet. und  werden durch die an bestimmten Meldepunk  ten von Zugbeeinflussungseinrichtungen auf  den Zügen automatisch ausgelösten und auf  dem Funkwege übertragenen     Fahrortmeldun-          gen    gesteuert. Man kann dann auf die Ab  hängigkeiten innerhalb der einzelnen Stell  werke in den Bahnhöfen und insbesondere auf  die örtlichen     Streckenblockabhängigkeiten    der  Stellwerke untereinander verzichten.

   Diese  Einrichtung hat den Vorzug, dass die Schalt  mittel und der zusätzliche Leitungsaufwand  für die örtlichen Blockabhängigkeiten in den  Stellwerken oder Schaltstellen erspart werden  können und dass dafür in der Zentrale die  Abhängigkeiten einfacher, übersichtlicher und  mit geringerem Aufwand hergestellt werden  können; denn die Schaltmittel hierfür sind  räumlich zusammengefasst und können z. T.  mit denen für die Bahnhofssicherungen ver  einigt werden. Die bereits für die Stellwerks  meldungen und Kommandos benötigten Fern  steuereinrichtungen können dann mitbenutzt       bzw,    besser ausgenutzt werden.

   Ausserdem      kann nicht nur die Anzahl der Übertragungs  vorgänge vermindert werden, sondern auch  ihr zeitlicher Ablauf v e ;kürzt werden, da die  zwischen den benachbarten Stationen sich  sonst abspielenden Schaltvorgänge entfallen.  



  Die zur Steuerung der Schaltmittel für  die Blockabhängigkeiten vorgesehenen draht  losen Fahrortmeldungen können auf dem  Zuge durch irgendein Verfahren der Zugbe  einflussung, sei es magnetisch, induktiv, op  tisch,     elektronisch    oder dergleichen, an be  stimmten Streckenpunkten ausgelöst werden.  So kann in der Zentrale z. B. der Zustand  der Besetzung einer Blockstrecke durch  die Funkmeldungen vom     Streckenanfang     herbeigeführt werden, ohne dass infolge  eines Achskurzschlusses oder einer Achs  zählung eine entsprechende Fernsteuermel  dung von einer ortsfesten Station abgesetzt  werden muss. Ebenso kann der Besetzungs  zustand eines Bahnhofsgleises durch die Funk  meldung vom Streckenendpunkt zustande  kommen, ohne dass diese Gleise mit Gleisfrei  meldeeinrichtungen (z. B.

   Gleisstromkreisen,  Achszählern oder dergleichen) ausgerüstet zu  sein brauchen, die eine Sperrung in dem ört  lichen Stellwerk sowie eine entsprechende  Fernsteuermeldung an die Zentrale herbei  führen müssten.  



  Bei dieser Anordnung kann also     auf    die  örtlichen Überwachungseinrichtungen der  Strecke und der Bahnhofsgleise weitgehend  verzichtet werden. Falls die Züge     ausserdem     mit Einrichtungen zur selbsttätigen Zugschluss  prüfung ausgerüstet sind, kann auch die Wie  derfreigabe einer durchfahrenen Strecke oder  eines geräumten Bahnhofsgleises durch eine  entsprechende Funkmeldung herbeigeführt  werden, ohne dass wiederum eine leitungsge  bundene Fernübertragung zwischen der Zen  trale und den Stationen an der Steuerung  der zentralen Blockabhängigkeiten beteiligt zu   erden braucht. Dasselbe gilt für den Fall,  dass durch betriebliche Massnahmen das Zug  personal zur Zugschlussmeldung und/oder  Streckenräumungsmeldung auf dem Funk  wege herangezogen wird.

   Wenn aber das ört  liche Bedienungspersonal der Stationen     all       der Zugschlussmeldung im Anschluss an die  Strecken- oder Bahnhofsräumung mitwirken  soll, oder wenn durch selbsttätige Gleisfrei  melde- oder Selbstblockeinrichtungen die zu  verlässige Strecken- oder     Bahnhofsräumung     örtlich erzielt werden kann, ist es auch mög  lich, den Fernsteuerweg zur Wiederaufhebung  der durch die     Funkmeldungen    hergestellten  Sperrungen zu benutzen.  



  Diese teils durch Funk, teils durch Fern  steuerung     übertragenen    Meldungen können in  der     Zentrale    gespeichert werden,     und    zwar  vorzugsweise mittels Stützrelais, welche die  Vorbedingungen zur     Abgabe    oder     Sperrun;,     von Fahrtkommandos an die Züge schaffen.  Sie stellen die elektrischen Ausschlüsse feind  licher Fahrten vor der     Erteilung    eines Fahrt  kommandos     all    einen     Zug    her. Hierbei sind  verschiedene Relais entsprechend ihren Funk  tionen zu unterscheiden.  



  Die durch Fahrortmeldungen betätigten  Relais sind vorzugsweise als Stützrelais aus  gebildet und wirken als Gleisbesetztmelder  bzw. Gleisfreimelder für die Gleisabschnitte,  die etwa an den entsprechenden Strecken  punkten beginnen, an denen die     Fahrortmel-          dungen    ausgelöst werden. Sie gestatten in     un-          betätigter    Stellung die Freigabe eines Fahrt  kommandos und sperren in     betätigtem    Zu  stand alle     Kommandos    für eine Fahrt über  diesen Abschnitt.  



  Die durch Bedienung von     Stehtasten    be  tätigten Relais sind vorzugsweise Gleisbelege;,  welche die Ausschlüsse feindlicher Fahrten in  Abhängigkeit, von einer festzulegenden Fahr  strasse herstellen und nur die Abgabe des  Fahrtkommandos für die     beabsichtigte    Zug  fahrt     ermöglichen.     



  Es ist auch möglich, über den leitungs  gebundenen     Fernsteuerweg    von     mitwirkenden     oder zustimmenden Stationen aus in der Zen  trale angeordnete     Riehtungs-    und Fahr  strassenfestleger zu betätigen.

   Sie können ver  wendet werden,     uni    im     Zusammenwirken    mit  den zuvor     betätigten        Belegern    die Kommando  steller     freizugeben,    die dann entweder durch  nochmalige Bedienung von.     Signaltasten    betä  tigt werden oder     siele    auch     unmittelbar        nach         dem Empfang der Festlegemeldungen selbst  tätig- einspeichern können. Es ist möglich,  diese Einspeicherung eines Fahrtkommandos  unabhängig vom Fahrort des betreffenden  Zuges vorzunehmen.

   Sie kann     dann    vom zen  tralen Fahrdienstleiter bereits lange vor der  erwarteten Ankunft des Zuges an dem     Strek-          kenpunkt    ausgelöst werden, an dem der Zug  spätestens ein Fahrtsignal empfangen muss,       um    nicht zum     Halten,    gezwungen zu sein.

   In  diesem Falle muss der Kommando-Abgeber  auf den Empfang der Fahrortmeldung war  ten, bis der Zug sieh dein zu befahrenden  Streckenabschnitt so weit genähert hat, dass       ei-    frühestens das     Fahrtsignal        benötigt.    Das       Fahrtkommando    kann aber auch umgekehrt  erst nach dem Überfahren des Fahrorts aus  gelöst werden, dessen Funkmeldung die Kom  mandoabgabe anfordert. Dann tritt der Kom  mandogeber schon gleich nach der Einschal  tung des     Kommandostellers    in Tätigkeit und  kann die sofortige Kommandosendung     be-          wirken.     



  Die Rückführung der Besetztmelder, Bele  ger und Festleger aus einer Sperrstellung in       die    Freistellung, das heisst in die Grundstel  lung, in der sie keine Sperrungen bewirken,  kann beim Empfang der Zugschlussmeldungen  geschehen, die nach dem Durchfahren der zu  vor freigegebenen Gleis- oder Streckenab  schnitte und Fahrstrassen auf dem     Funk-          oder    Fernsteuerwege gegeben werden. Hierbei  Sind die unterschiedlichen Funktionen dieser  Abhängigkeitsrelais zu berücksichtigen. Ihre  Rückführung in die Freistellung muss näm  lich zu verschiedenen Zeitpunkten bzw. auf  Grund örtlich verschiedener Zugschlussmel  dungen und gegebenenfalls auch in anderer  Reihenfolge stattfinden als ihre Umschaltung  in die Sperrstellung.  



       Sind    zum Beispiel für einen zur Ausfahrt  auf     einem    Bahnhof bereitstehenden Zug das  Bahnhofsgleis als besetzt gemeldet, die     Aus-          fahrstra.sse    und das Streckengleis bis zum  nächsten Bahnhof belegt, die Ausfahrstrasse  und die Fahrrichtung festgelegt und schliess  lich auf dem Funkwege das Ausfahrkom  mando an den Zug gegeben, so soll die Zug-    schlussmeldung nach beendeter Ausfahrt nur  den Besetztmelder für das geräumte Bahn  hofsgleis sowie den Beleger und den Fest  leger der Ausfahrstrasse, nicht aber den Be  setztmelder der Strecke und den Festleger  der Fahrrichtung wieder freigeben.

   Sind dann  für die Einfahrt in den nächsten Bahnhof  auch die Beleger und Festleger und der  Beleger der Einfahrstrasse eines Bahnhofs  gleises in Sperrstellung gebracht und die  Kommandosteller und -geber betätigt wor  den, so soll die Zugschlussmeldung nach be  endeter Einfahrt den Besetztmelder und den  Beleger der geräumten Strecke sowie den  Beleger und die Festleger der Einfahrstrasse  und der Fahrrichtung wieder freigeben, ohne  die Besetztmeldung des Bahnhofsgleises auf  zuheben. Da diese Abhängigkeiten vollständig  im Bereich der Zentrale liegen, kann sie die  eintreffenden Meldungen den signaltechni  schen Bedingungen gemäss auswerten.

   Hierbei  kann die Auswahl der zu steuernden Abhän  gigkeitsrelais dadurch getroffen werden, dass  durch die jeweils bedienten Tasten die Fahr  richtungen und Fahrwege bestimmt werden  können, dass durch die Fahrortmeldungen die  Gleisbesetzungen erfolgen können, und dass  durch die Zugschlussmeldungen die Gleisfrei  meldungen und Fahrstrassenauflösungen her  beigeführt werden können.  



  Ein Beispiel für die Erfindung ist in den  Fig. 1 bis 4 dargestellt.  



  Fig. 1 zeigt den Lageplan einer Block  strecke     l7(20    zwischen zwei Bahnhöfen<I>Ho</I>  und We mit den Bahnhofsgleisen Ho1, Ho2,  Ho3 bzw. We1, We2 sowie mit den durch  Pfeile und Zahlen gekennzeichneten Einfahr  ten     18z,    183 bzw. 191,<B>19,</B>     und    den Ausfahrten  17.1, 17.3 bzw. 20.1, 20.2.  



  Ausserdem sind die Fahrort-Melde-Punkte       P15,   <I>P17, P19</I> für die eine Fahrrichtung  sowie P20 und P18 für die Gegenrichtung  jeweils am     Anfang    und Ende der     Bloekstrecke     dargestellt. Hierbei ist angenommen, dass die  richtungsabhängig wirkenden Meldepunkte       P17    bzw. P20 am Streckenanfang stets die       Besetztmeldung    der Blockstrecke, dagegen die  Punkte P15, P19     bzw.    P18 in der Nähe des      Streckenendes die Besetztmeldung der Bahn  hofsgleise herbeiführen. Die     Fahrort-Melde-          Punkte    können aber auch paarweise vereinigt       Zi=erden,    z. B.

   P17 mit P18 und P19 mit P20;  wenn die Betriebsverhältnisse der Bahn eine  entsprechende Verlagerung dieser Einwirk  stellen zulassen.  



  Die Fig. 2 bis 4 zeigen als einpolige Schal  tungsschemen die grundsätzlichen Stellwerks  und Blockabhängigkeiten in der Zentrale für  die Strecke nach Fig. 1.  



  Die Fig. 2a und 2b stellen die hauptsäch  lichen Abhängigkeiten einiger Beleger und  Festleger untereinander und von den Besetzt  meldern dar sowie die Steuerung durch je  zwei Signaltasten, z. B.<B>719</B> mit T17.3 oder  T19 mit T17.1 als Start- und Zieltasten,  und die Steuerung durch Empfänger     der     Fernsteuermeldungen für Fahrstrassenfest  legungen (MF) und für Zugschlussmeldungen  (MZ). Hierbei zeigt Fig. 2a nur die Strom  kreise der Sperrmagnete der als Stützrelais  angenommenen Belege= und Festleger und  Fig. 2b nur deren Rückstellmagnete.  



  Die mit den quadratischen Symbolen dar  gestellten Stützrelais mit kurzem Querstrich  17.1, 17.3,<B>18,</B> und 18s bedeuten die Belege=,  deren Kontakte die Fährstrassen-Ausschlüsse  in andern Stromkreisen herstellen. So ist z. B.  die Einschaltung des Belege=s der Ausfahrt  17.1 aus Ho abhängig von der Grundstellung  der Belege= für die Flankenfahrten 15.3 und  17.3 sowie aller Gegenfahrten, nämlich der  Einfahrten     18.,    und 183 und der Ausfahrten  20.1 und 20.2 aus dem Gegenbahnhof We,  ferner von den Freistellungen des     Rich-          tungsfestlegers    20 für die Gegenrichtung und  des Besetztmelders 17/20 der Strecke. Der  oberste Kontakt, welcher den Stromkreisen  der Belege= gemeinsam ist, wird von dem  Festleger 17/18 gesteuert, der für Ein- und  Ausfahrstrassen gilt.

   Der Kontakt sperrt alle  übrigen Belege= desselben Bahnhofskopfes  nach der Festlegung der einen Fahrstrasse.  



  Die mit langem Querstrich     versehenen     Stützrelais 17/18 und 19/20 stellen die     Fahr-          st.rassenfestleger    dar, die von den     Festlege-          Meldungen    MF17/18 bzw. MF19/20 der zu-    stimmenden örtlichen Stellwerke in Ho und       11"e    abhängig sind und ihrerseits die Ein  speicherung der Fahrtkommandos verursachen  (vergl. Fig. 4 obersten Kontakt).  



  Die mit langem Längsstrich gezeichneten.  Stützrelais 17 und 20 sind die     Richtungs-          Festleger    für die eingleisige Blockstrecke,  wobei das Relais 17 für die Richtung von     Ho     nach W e und das Relais 20 für die Gegen  richtung gilt. Der betreffende Richtungsfest  leger schaltet sich unmittelbar nach der Fahr  strassen-Fest.legung einer Ausfahrt 17.1 oder  1.7.3 bzw. 20.1 oder 20.2 ein und hält die  dadurch festgelegte     Richtung    auch dann noch  fest, wenn die Ausfahrstrasse schon wieder  aufgelöst wird. Wenn nämlich der Zug z. B.

    mit der Fahrstrasse 17.1 aus<I>Ho</I> ausgefahren  ist und wenn danach vom örtlichen Stellwerk  die Zugschlussmeldung MZ 17/18 eintrifft,  werden zunächst die Rückstellmagnete des  Gleisbesetztmelders Ho1 (Fig. 3) und des  Festlegers 17/18 (Fig. 2b) erregt und dadurch  das Bahnhofsgleis Hol wieder freigemeldet  und die Fahrstrasse aufgelöst. Darauf folgt  die Rückstellung des Belege=s 17.1 und somit.  die Grundstellung. Die Rückstellung des     Rich-          tungs-Festlegers    17 geschieht erst durch den  bei der späteren Zugschlussmeldung schliessen  den Kontakt     177    19-20, nachdem der Zug die  Blockstrecke 17/20 durchfahren hat und in  den Bahnhof We völlig eingefahren ist.  



  Fig. 3 enthält die Grundschaltung der dem  Streckenabschnitt und den Bahnhofsgleisen  der Fig. 1 entsprechenden Besetztmelder als  Stützrelais mit gleichen Bezeichnungen. Sie  enthält in den Stromkreisen der Sperrmagnete  die Steuerkontakte der Empfänger der Fahr  ort-Meldungen, z. B. MP15, MP18 usw.,  und die Auswahl-Kontakte der Beleger, z. B.       18",    183, 17.1, 17.3 usw., ferner in den Strom  kreisen der Rüchstellmagnete die Steuerkon  takte der Empfänger der Zugschlussmeldun  gen, z. B. MZl5/16, MZ17/18 usw., sowie  ebenfalls     Auswahl-Kontakte    der Belege=.

   Au!'  weitere Kontakte von Relais, die etwa zusätz  liehen     signalteehnisehen.    Bedingungen zu     ge-          nü-en    haben, ist zum besseren Verständnis  des Erfindungsgedankens verzichtet.      Fig. 4 zeigt die Stromkreise von zwei  Kommandostellern als einfache Relais und  von     zwei    zugehörigen     Kommandogebern    als       Stützrelais    für die Ein- und Ausfahrten     eines     Bahnhofkopfes in Ho.

   Hierbei ist angenom  men, dass bei der Konlmando-Übertragung  auf     dem    Funkwege an den Zug kein     Unter-          sehied    zwischen Ein- und Ausfahrten     gemacht     wird, dass aber die beiden Fahrtbegriffe     411)1   <I> </I>  für die unbeschränkte Fahrt geradeaus und   Hp2  für die Fahrt mit Geschwindigkeits  beschränkung in eine Abzweigung unterschie  den werden sollen.  



  In dem Beispiel des einen Bahnhofkopfes  in Ho wird der erste Signalbegriff (Hp1)  nur für die Einfahrstrecke 182 benötigt, wofür  die mit 181 G/S bezeichnete Relaisgruppe ver  wendet wird, die aus einem Kommandosteller       181    . und einen Kommandogeber 181 C be  steht. Für die andere Einfahrstrecke 183 sowie  für die beiden Ausfahrstrassen 17.1. und 17.3       kommt    auf diesem Bahnhof stets nur der  zweite Signalbegriff (Hp2) in Betracht, wo  für eine gemeinsame Relaisgruppe     17,I182        CIS          benutzt,    werden kann, deren Stromkreise über       Kontakte    der entsprechenden Belege ausge  wählt werden.  



  In jedem Fall wird geprüft, dass der Be  setztmelder des in der gewählten Fahrrich  tung vorausliegenden Gleises oder Strecken  abschnittes, z. B. 17j20, bei der Ausfahrt die  Freistellung einnimmt, bevor der Kommando  steller     17A.8'-'        S    durch den Festleger     1.7i18     (Fig. 2a) zum Anzug kommt und den Kom  mandogeber     1.7/182    C vorbereitet. Dieser Zu  stand der Kommando-Einspeicherung bleibt  so lange erhalten, bis der Besetztmelder, z. B.  Ho1 (Fig. 3), des rückliegenden Gleises, näm  lich     des        Annäherungsabschnittes,   <I>z. B.

   Hol,</I>  betätigt worden ist, und zwar auf Grund       einer    auf dem Zuge am Meldepunkt P15 aus  gelösten Fahrortmeldung, bei deren Empfang  der Kontakt MP15 (Fig. 3) geschlossen wird.  Dann schaltet sich auch der     Kommando-          geber   <B>171182</B> C ein, der die Funksendung des  betreffenden Kommandos (Hp2) verursacht  und den Kommandosteller     1.7g182        S    noch so  lange festhält, bis eine Funk-Quittung als Be-    stätigung des empfangenen Fahrtkommandos  eintrifft..     Dieses    Quittungsrelais Q (nicht  selbst     dargestellt)    schaltet den Kommando  steller wieder ab, der auch die Rückstellung  des Kommandogebers vorbereitet.

   In diesem  Zustand wirkt. der Kommandogeber wie eine  Wiederholungssperre, so dass eine nochmalige  gleiche Kommandosendung unterbunden bleibt.  Erst nachdem der Besetztmelder des anschlie  ssenden Gleisabschnittes     17i20,    für den das  Fahrt-Kommando gegolten hat, auf Grund  einer am Meldepunkt     P17    ausgelösten Fahr  ort-Meldung, die den Kontakt MP17 (Fig. 3)  schliesst, betätigt worden ist (Fig. 3) und  daher der Kommandosteller 17/18     S    durch  diese Gleisbesetzung nochmals gesperrt ist,  schaltet sich der Kommandogeber zurück und  stellt dadurch die Ruhestellung der Kom  mandogruppe wieder her.

   Ein neues gleiches  Kommando ist erst nach der Freimeldung  dieses Gleises, also infolge der am Punkt P19  ausgelösten Zugschlussmeldung, die den Kon  takt MZ19/20 (Fig. 3) schliesst, nach der  Räumung der Strecke 17/20 wieder möglich.  



  Diese Abhängigkeiten lassen sich gegen  über dem dargestellten vereinfachten Beispiel  noch beliebig erweitern. So können die abzu  setzenden Kommandos z. B. durch das Kom  mando  Fahrt-Rücknahme  (Hp0), durch  das Notsignal  Halt-Gefahr , durch die Un  terscheidung von Ein- und Ausfahrten oder  durch Geschwindigkeits-Regelungs-Komman  dos, durch eine Rangiererlaubnis mit Frei  gabe eines Weichenschlüssels oder dergleichen  ergänzt werden, wobei diese Kommandos z. T.  von den jeweiligen Fahrtort-Meldungen unab  hängig sein müssen. Auch die Meldungen  können ergänzt werden, z.

   B. durch Meldun  gen über die Beendigung von     Rangierbewe-          ,#ungen,    über die Festlegung des Weichen  schlüssels, über Störungen nach ausgefallenen  oder verstümmelten     Fahrort-Beeinflussungen,     durch Unterscheidung der Empfangsquittun  gen. der verschiedenen Kommandos, durch An  rufe zur Aufnahme von Sprechverbindungen  oder dergleichen. Hierdurch ergeben sieh     auel1     in der Zentrale weitere Abhängigkeiten, die  feindliche Bedienungshandlungen aussehlie-      ssen oder zusätzliche Notbedienungen erfor  derlich machen.

   Auch lassen sich die mit der  Fernsteuerung zu erteilenden Aufträge an die  örtlichen Stationen oder die von ihnen zu  empfangenden Meldungen     erweitern,    etwa in  dem Sinne, dass - um die Sicherheit zu  erhöhen - feindliche     Fahrstrassen    auch in  den örtlichen Stellwerken untereinander aus  geschlossen werden oder dass Schrankenwärter  oder Aufsichtsposten zu Mitwirkungen oder  Zustimmungen bei Fahrstrassen-Festlegungen  oder -auflösungen oder Zugschlussbeobachtun  gen herangezogen werden. Solche Erweiterun  gen oder Ergänzungen können Abweichungen  von den beschriebenen Einrichtungen oder  Schaltungsänderungen bedingen, ohne die be  anspruchten Merkmale der Erfindung zu be  einträchtigen. Das gilt insbesondere auch für  die Gestaltung der Schaltung.

   Die Bedeu  tung der zentralen Blockeinrichtung für die  Betriebssicherheit. lässt es zweckmässig er  scheinen, bei einem ungewollten Ankerwechsel  eines Stützrelais, wie er sich von Hand bei       Unterhaltungseingriffen    oder durch Fremd  spannungseinwirkung bei Störungen ergeben  kann, unter allen Umständen einen Betriebs  zustandwechsel der Schaltung auszuschliessen.  Um das zu vermeiden, kann es erforderlich  sein, die entsprechenden Relais bzw. auch  deren Kontakte zu verdoppeln oder aber die  Stützrelaisschaltungen auf an sich bekannte  Weise so zu gestalten, dass jeweils beim An  drücken bzw. Ansprechen eines abgefallenen  Stützrelaisankers der angezogene Anker in  dieser Lage verharrt, und zwar entweder  durch Einschalten oder Weiterbestehen eines  Festhaltestromes.

   Wesentlich ist hierbei nur,  dass in jedem Störungsfalle entweder eine  mechanische oder eine elektrische     Fixierung     des jeweils bestehenden Betriebszustandes ge  währleistet ist.  



  Eine weitere vorteilhafte Anwendung des       Erfindungsgedankens    ergibt sich, wenn in der  Zentrale auf manuell ausgelöste Kommandos  verzichtet und dafür auf automatischen Be  trieb übergegangen wird. Das ist besonders  bei starkem Zugverkehr zur Entlastung des  Bedienungspersonals in der Zentrale von Vor-    teil. In der Zentrale können dann Schalt  mittel angeordnet werden, welche in Abhän  gigkeit von den zentralen Blockschaltmitteln  und den Fahrort-Meldungen ein selbsttätiges  Zustandekommen und Übertragen von Kom  mandos an die Züge sicherstellen oder aus  schliessen können.

   Damit in der Zentrale den  jeweiligen Betriebsverhältnissen entsprechend  ausgewählt werden kann, ob die Züge mit  selbsttätigen oder manuell ausgelösten Kom  mandos verkehren sollen, können in der Zen  trale weitere Schaltmittel angeordnet werden,  welche den Wechsel von der einen auf die  andere Betriebsform sicherstellen bzw. auszu  wählen ermöglichen. Wenn zum Beispiel auf  einem Streckenabschnitt bzw. auf einer Strecke  mit selbsttätigem Betrieb gearbeitet wird, so  kann es je nach der     Verkehrsla=ge    auch zweck  mässig sein, die Selbsttätigkeit für bestimmte  Streckenpunkte oder Bahnhöfe aufzuheben.  In diesem Falle können Schaltmittel angeord  net werden, welche für wahlweise anschalt  bare Streckenpunkte bzw.

   Stationen das kon  tinuierliche Zustandekommen und Übertragen  von Kommandos ausschliessen und das Passie  ren dieser Streckenpunkte bzw. Stationen von  manuell     aaslösbaren        Schaltvorgängen    in der  Zentrale und/oder auf den Streckenpunkten  bzw. den Stationen abhängig machen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Einrichtung in Eisenbahnanlagen mit zen tralem Streckenstellwerk zur Sicherung des Eisenbahnbetriebes, mit auf dem Funkwege übertragenen Kommandos der Zentrale an die Züge und von Fahrortmeldungen der Züge an die Zentrale, dadurch gekennzeichnet, dass die zur Herstellung von Blockabhängigkeiten zwischen ortsfesten Streckenpunkten erforder liehen Schaltmittel in der Zentrale angeord net sind und durch die an bestimmten Melde punkten von Zugbeeinflussungseinrichtungen auf den Zügen automatisch ausgelösten und auf dem Funkwege übertragenen Fahrortmel- dungen gesteuert werden. , UNTERANSPRL'CIIE 1.
    Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass weitere Sehalt- mittel (17/18, 19/20, MF 17/18, MF 19/20, MZ 17/18, MZ 19/20) in der Zentrale ange ordnet sind, die durch von ortsfesten Statio nen der Strecke übertragene Fernsteuermel dungen über örtliche Fahrstrassenfestlegung und Zugschluss betätigt werden und die durch Fahrortmeldungen hergestellten Blockabhän gigkeiten vor einer Zugfahrt ergänzen und nach der Zugfahrt wieder aufheben.
    ?.Einrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die zur Herstellung der zentralen Block abhängigkeiten vorgesehenen Schaltmittel als Stützrelais (l7.1, 17.3, 182, 183) ausgebildet sind, die vor Abgabe eines Funk-Fahrtkom mandos an einen Zug wirksam werden und dadurch feindliche Kommandos an andere Züge sperren. 3.
    Einrichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen1 und 2, dadurch gekenn- zeichnet, dass in der Zentrale Stützrelais (Ho1 bis Ho3, 17/20) als Gleisbesetzt-Melder angeordnet sind, die beim Empfang von Funk- Fahrortmeldungen wirksam werden und da durch den entsprechenden Gleisabschnitten zugeordnete Fahrtkommandos sperren, bis die Stützrelais durch Empfang von Räumungs- meldungen wieder zurückgestellt. werden und dadurch die hergestellten Ausschlüsse wieder beseitigen. 4.
    Einrichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 bis 3, dadurch gekenn zeichnet, dass ein Funk-Fahrtkommando an einen bestimmten Zug in der Zentrale mittels eines Kommandostellers (181., 17/1.8S) ein gespeichert wird, aber erst nach dem Emp fang einer Fahrortmeldung von dem an rückenden Zug an ihn selbst abgegeben wird. 5. Einrichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1. bis 1, dadurch gekenn zeichnet, dass die Abgabe eines eingespeicher ten Fahrt-Kommandos mit Hilfe eines Kom mandogebers (181 S, 17/18 - S) geschieht, der zugleich als Wiederholungssperre geschaltet ist, um eine mehrfache Absetzung dieses Kom mandos zu verhüten. 6.
    Einrichtung nach Patentanspruch und Unferansprüchen 1 bis 5, dadurch gekenn- zeichnet. dass feindliche Ausfahrkommandos durch die mit Funkmeldungen vom Strecken anfang her betätigten Besetztmelder der Streckenabschnitte gesperrt werden, während feindliche Einfahrtkommandos durch die mit Funkmeldungen vom Streckenende her betä tigten Besetztmelder der Bahnhofsgleise ge sperrt werden.
    7. Einrichtung nach Patentanspruch. und Unteransprüchen 1 bis 6, dadurch gekenn zeichnet, dass die von einer mitwirkenden Station erforderliche Zustimmung zur Abgabe eines Funk-Fahrtkommandos zuvor von der Zentrale bei der beabsichtigten Einspeiche rung eines Fahrtkommandos anzufordern ist, wobei die Betätigung der Kommandotasten zunächst die Belegung des Gleisabschnittes und dann die ferngesteuerte Anforderung zur Folge hat, während die danach von der Sta tion eintreffende und von der Festlegung der örtlich gesicherten Fahrstrasse abhängige Zu-. stimmungsmeldung die Einspeicherung des Funk-Kommandos für den betreffenden Zug herbeiführt.
    B. Einrichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 bis 7, dadurch gekenn zeichnet, dass die an einen bestimmten Fahrort. von einem Zug an die Zentrale gefunkte Fahrortmeldung ausser der Gleisbesetzungs meldung des folgenden Abschnittes die fern gesteuerte Anforderung zur Zugschlussmel dung durch eine mitwirkende Station zur Folge hat und die danach von der Station eintreffende Zugschlussmeldung den Be setzungszustand des rückliegenden Strecken abschnittes wieder aufhebt. 9.
    Einrichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 bis 8, dadurch gekenn zeichnet, dass die von einer Station fernge steuerte Zugschlussmeldung von der örtlichen Fahrstrassenauflösung abhängig ist und in der Zentrale auch die Aufhebung der früher her gestellten Fahrstrassenfestlegung herbeiführt.
    10. Einrichtung nach Patentanspruch und 1Tnteransprüchen 1 bis 9, dadurch gekenn zeichnet, dass die ferngesteuerten Anforderun gen zu Zugsehlussmeldungen infolge der Fahr ortmeldungen des Zuges hinter den Ausfahr- ten sofort zustande kommen, vor den Einfahr ten jedoch mit einer solchen Verzögerung an die Zentrale weitergegeben werden, dass vor zeitige Freimeldungen der rückliegenden Streckenabschnitte verhütet werden. 11.
    Einrichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 bis<B>10,</B> dadurch gekenn zeichnet, dass in der Zentrale Schaltmittel angeordnet. sind, welche in Abhängigkeit von den zentralen Blockschaltmittehn und den Fahrortmeldungen ein selbsttätiges Zustande kommen und selbsttätiges Übertragen von Kommandos an die Züge ermöglichen.
CH334898D 1954-07-02 1955-06-11 Einrichtung in Eisenbahnanlagen mit zentralem Streckenstellwerk CH334898A (de)

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