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CH322874A - Verfahren zur Herstellung von wasserunlöslichen Farbkörpern von weichem Korn - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von wasserunlöslichen Farbkörpern von weichem Korn

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Publication number
CH322874A
CH322874A CH322874DA CH322874A CH 322874 A CH322874 A CH 322874A CH 322874D A CH322874D A CH 322874DA CH 322874 A CH322874 A CH 322874A
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CH
Switzerland
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oil
weight
parts
dye
water
Prior art date
Application number
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English (en)
Inventor
Oskar Dr Braun
Original Assignee
Hoechst Ag
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
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Publication date
Application filed by Hoechst Ag filed Critical Hoechst Ag
Publication of CH322874A publication Critical patent/CH322874A/de

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Description


  Zusatzpatent zum Hauptpatent Nr. 301814    Verfahren zur Herstellung von     wasserunlöslichen    Farbkörpern von weichem Korn    Gegenstand des Hauptpatentes ist ein Ver  fahren zur     Herstellung    von wasserunlöslichen       Azofarbstoffen    von weichem Korn, wobei man  bei der Kupplung eine     wässrige    Emulsion eines  Öls zugibt. Es werden im allgemeinen etwa       5-10 b    Öl, berechnet auf das reine Farbstoff  pulver, verwendet.  



  Es wurde nun gefunden, dass man bei  der Herstellung von wasserunlöslichen Farb  körpern, insbesondere wasserunlöslichen     Azo-          farbstoffen,    besondere Vorteile erhält, wenn  man bei der Herstellung der Farbkörper eine       wässrige    Emulsion eines Öls zugibt, welche als       Emulgator    eine     Alliylsulfamidocarbonsäure     bzw. deren Salze enthält, und derart arbeitet,  dass das resultierende     Farbstoffpulver    10 bis       25%    Öl enthält.  



  Durch die Erhöhung des Ölanteils auf 10  bis 25% erhält man im allgemeinen noch wei  chere Pulver; als sie bei Verwendung gerin  gerer Ölmengen erhalten werden. Darüber hin  aus weisen diese     Farbstoffpulver    eine noch  weiterhin gesteigerte Farbkraft auf.  



  Zur Herstellung der     wässrigen        Ölemul-          sionen    werden vorzugsweise als     Emulga-          toren    die Kondensationsprodukte von höher  molekularen     Alkylsulfamiden    mit     Halogen-          earbonsäuren    verwendet, die sich durch ihre  gute Ölverträglichkeit auszeichnen und die  hohe Ölmengen aufzunehmen in der Lage sind  und eine genügende Stabilität der Emulsionen    gewährleisten.

   Die     Emulgatoren    können wie  folgt hergestellt werden:  Man setzt Fraktionen     höhermolekularer        ali-          phatischer        Kohlenwasserstoffe,    deren Siede  bereich zwischen etwa 150-350  C liegt,  gleichzeitig     mit        Schwefeldioxyd    -und Chlor  nach üblichen Verfahren     um.    Man arbeitet  dabei zweckmässig so, dass nur etwa die Hälfte  der     Kohlenwasserstoffe        sulfochloriert    wird.

    Das     Sulfochlorierungsgemisch    setzt man mit  Ammoniak oder primären Aminen um und  kondensiert die Reaktionsprodukte weiterhin  mit     Halogencarbonsäuren.    Man -erhält dabei       höhermolekulare        Alkylsulfamidocarbonsäuren     bzw.

   Gemische derselben, die     noch        einen.    grö  sseren Anteil an unveränderten Kohlenwasser  stoffen     sowie    Anteile an     Sulfamiden    und     alkyl-          sulfonsauren    Salzen und     geringere    Anteile an       alkyldisulfonsauren    Salzen,     Disulfamiden,          alliylsulfam.idodiessigsauren,        alkyldisulfamido-          essigsauren    und     alkyldisulfamidodiessigsauren     Salzen enthalten.

   Mit besonderem Vorteil ver  wendet man     Alkylsulfamidoessigsäuren        bzw.     die bei der vorstehend beschriebenen Reaktion  erhaltenen Gemische     höhermolekularer        Alkyl-          sulfamidoessigsäuren    bzw. deren Salze von  anorganischen oder     organisehen    Basen, z. B.  die Natrium-, Kalium-,     Ammonium-,        Tri-          äthanolamin-    oder     Cyclohexylaminsalze.     



  Statt     wässrige        Emulsionen    von Ölen zu ver  wenden, kann man natürlich mich eine Emul-           gator-Öl-Mischung    herstellen und diese zuset  zen. Die     Emulgator-Öl-Mischungen    können,  soweit sie nicht von vornherein schon klar  sind, klargestellt werden, wobei man zur     Klar-          stellung    Lösungsvermittler, wie beispielsweise  Wasser, hochmolekulare Fettsäuren, wie     Olein,     Alkohole, wie     Butanol,    oder     niedrigmolekulare          aliphatische        Carbonsäuren,    wie Essigsäure,  verwendet.

      Da ein Teil des Öls beim Filtrieren aus  gewaschen wird, müssen, damit das fertige       Farbstoffpulver    10-25% Öl enthält, etwa 13  bis etwa 33 kg Öl, bezogen auf 100 kg     Farb-          stoffpulvermenge,    eingesetzt werden.  



       Als    Öle kommen beispielsweise in Frage:  fette Öle, wie     Erdnussöl,    Leinöl,     Maiskernöl     und andere, ferner Mineralöle oder synthe  tische Öle, z. B. aus der     Fischer-Tropsch-Syn-          these.     



  Als wasserunlösliche Farbkörper seien bei  spielsweise genannt: anorganische Pigmente,       wie    z. B.     Cadmiumgelb,        Cadmiumrot,    Chrom  gelb,     Chromoxydgrün,        Zinkcarbonat,    Eisen  oxydgelb,     Eisenoxydrot    u. a., ferner orga  nische Pigmentfarbstoffe, wie z.

   B.     Pyrazolon-          und    andere     Azopigmentfarbstoffe,    weiterhin       indigoide    und     anthrachinonide        Küpenfarb-          stoffe    oder Farbstoffe, die mit     Fällungsmit-          teln    in wasserunlöslicher Form niedergeschla  gen werden, z.

   B.     mit        Bariumchlorid    oder  mit komplexen     Phosphormolybdänwolfram-          säuren.       Die nach dem beanspruchten Verfahren er  hältlichen wasserunlöslichen Farbkörper zei  gen ein ausgesprochen weiches Korn und be  dürfen deshalb im allgemeinen keiner beson  deren     Mahlimg,    sondern können durch  manuelle oder     einfache    maschinelle Verteilung  in ein     Pulver        übergeführt    werden, das frei  von harten     Partikelchen    ist.

   Der hohe Weich  heitsgrad der Pulver und die feine Verteilung  der Farbstoffe bedingen eine     gute        Verarbei-          tungsmöglichkeit,    z. B. in     trocknenden    Ölen,  Lacken,     Druckverdickungsmitteln,    Offset  druckfarben, thermoplastischen Massen. Dabei  werden bemerkenswerte     coloristische    Vorteile  erzielt, wie z. B. höhere Farbstärke trotz des    enthaltenen hohen Ölanteils, lebhafterer Farb  ton, bessere     Echtheitseigenschaften,        wie    bei  spielsweise Öl- und     Lösungsmittelechtheit    u. a.,  sowie     Stippenfreiheit    in den Druckfarben.

   In  folge der leichten und gleichmässigen Vertei  lung lassen sich die     Farbstoffpulver    bzw.     Farb-          teige    mit Vorteil in     wässrigen    oder öligen Me  dien, beispielsweise bei der Herstellung von  Tapeten und Buntpapieren oder für Pigment  färbungen auf Textilien verarbeiten. Ferner  können sie in wasserfreien Medien, so z.

   B. für  die Herstellung von Farblacken auf trockenem  Wege durch Vermahlen auf dem     Kollergang,     zur     Anreibung    mit Ölen für graphische Zwecke,  für     Pigmentierung    von Nitrolacken, für die       Anfärbung        künstlicher    und natürlicher thermo  plastischer Massen, in Verbindung mit den  erforderlichen Zuschlägen zum Färben von  Kautschuk u. a. dienen.  



  Durch die Einverleibung des hohen     Öl-          anteils    in die     Farbstoffpulver    während der  Herstellung wird die     Neigung        zuin    Stäuben  noch weiter herabgesetzt     als    bei Verwendung  geringerer     Ölmengen.    Bekanntlich stösst die  Einführung von     Farbstoffpulver-Marken    in  die Praxis gerade deshalb häufig auf Schwie  rigkeiten, weil bei der Verarbeitung der     Farb-          stoffpulver    durch die starke     Staubwirkung     eine äusserst unangenehme Belästigung der  Arbeiter entsteht.

   Dabei ist     bemerkenswert,     dass sich die     Farbstoffpulver    gemäss der vor  liegenden Erfindung auch mit einem hohen     Öl-          gehalt    bis zu 25% (bezogen auf das     100%ige          Farbstoffpulver)    ohne Schwierigkeiten ver  arbeiten und vermahlen lassen. Ein Ver  schmieren wird dabei nicht beobachtet.  



  Besonders günstig wirkt sich der hohe     Öl-          gehalt    bei den Verarbeitungsprozessen aus,  bei denen zum Anreiben der     Farbstoffpulver     Öle, Firnisse oder     Faktisse        mitverwendet    wer  den. Auch auf diesem Gebiet übertreffen die  erfindungsgemässen     Farbstoffpulver    die Pul  ver mit niedrigerem Ölgehalt. Die     Ölabsorp-          tion    beim Anreiben der Farbstoffe ist infolge  des Ölgehaltes wesentlich geringer, und zwar  liegt die Einsparung an Öl oder Firnis viel  fach sogar höher, als sie dem eigentlichen  Ölgehalt der Pulver entspricht.

        <I>Beispiel 1</I>  Zu einer Kupplungslösung aus 216 Ge  wichtsteilen     1-Phenyl-3-methyl-5-pyrazolon     und 6 Gewichtsteilen     1-Phenyl-3-carbäthoxy-5-          pyrazolon    gibt man 90 Gewichtsteile einer Mi  schung aus 23,5 Gewichtsteilen     alkylsulfamido-          essigsaurem    Natrium, 75 Gewichtsteilen Mi  neralöl und 6,9     Gewichtsteilen    Wasser in  Form einer 10%igen     wässrigen    Emulsion. Nach  Zusatz von Kreide lässt man bei 25  C eine       Tetrazolösung    aus 153 Gewichtsteilen     3,3'-Di-          chlor-4,4'-diamidodiphenyl    zulaufen.

   Die  Kupplungsflüssigkeit wird nach Beendigung  der Kupplung kongosauer gestellt.     Darauf     wird eine Stunde gekocht, filtriert, gewaschen  und bei 60  C getrocknet.  



  Der Zusatz der Ölemulsion kann auch vor  bzw. nach dem Ansäuern oder Kochen er  folgen. Beim     Zusatz    zur Kupplung werden  etwa     3 lo    an Kupplungskomponente einge  spart im Vergleich zu einer Kupplung ohne  diesen Zusatz.  



  Nach der angegebenen Arbeitsweise erhält  man ein äusserst. weiches     Farbstoffkorn.    Die  Pulver weisen einen Gehalt von     12-17%    Öl  auf. Der Ölverbrauch eines solchen Pulvers  beispielsweise beim Anreiben mit Leinöl ist  etwa 25% geringer als bei einem ohne Zu  satz einer     Emulgator-Öl-Mischung    hergestellten       Farbstoffpulver.    Die Ausbeute nach dem be  schriebenen Verfahren liegt infolge des     Öl-          gehaltes    der Pulver etwa 12-17% höher als  ohne diese Zusätze.

   Überraschend dabei ist die  Tatsache,     däss    solche     Farbstoffpulver,    ob  wohl sie nur einen     Farbstoffgehalt    zwischen  83 und 88% aufweisen, im Vergleich zu den  nichtölhaltigen     praktisch    100%igen Pulvern,  auf Kautschuk -noch farbstärkere, orange Fär  bungen ergeben. Die     Vulkanisationsbestän-          digkeit    der erhaltenen     Farbstoffpulver    beim  Einfärben von. Kautschuk in Verbindung mit       Faktissen    und den üblichen Zuschlägen ist  deutlich besser als ohne Zusatz.

   Ein wei  terer grosser Vorzug dieser Pulver sind die  wesentlich geringere Staubwirkung bei der  Verarbeitung und das etwa um 25% ver  ringerte     Schüttvolumen.       Wendet man noch höhere Mengen der       Emulgator-Öl-Mischung    an, als oben ange  geben, z. B. 110 Gewichtsteile statt 90 Ge  wichtsteile, so wird die Neigung der erhaltenen       Farbstoffpulver    zum Stauben noch etwas ver  ringert.  



       Alkylsulfamidoessigsaures    Natrium     wird     wie folgt gewonnen: Eine aus der     Fischer-          Tropsch-Synthese    stammende     Kohlenwasser-          stoff-Fraktion    mit den Siedegrenzen 220 bis  320  wird gleichzeitig mit Schwefeldioxyd und  Chlor nach üblichen Verfahren behandelt, bis  etwa die Hälfte der vorhandenen     Kohlenwas-          serstoffe    in     Sulfochloride    übergeführt worden  ist. Das     Sulfochlorierungsgemisch    wird mit  Ammoniak behandelt.

   Das gebildete     Sulfamid-          gemisch    wird weiterhin mit Chloressigsäure  kondensiert. Nach der Neutralisation erhält  man ein Produkt, das neben     alkyl-sulfamido-          essigsaurem    Natrium noch erhebliche Anteile  an unveränderten     Kohlenwasserstoff    en, sowie  geringere Anteile an     Alkylsulfamid,        Alkyl-          sulfimid    und     allkylsulfonsaurem    Natrium ent  hält.  



       Beispiel   <I>2</I>  Man stellt einen Farbstoff her durch     Te-          trazotieren    von 102 Gewichtsteilen     3,3'-Di-          chlor-4,4'-diamidodiphenyl    und Kuppeln mit  200 Gewichtsteilen     1-Phenyl-3-carbäthoxy-5-          pyTazolon    in Gegenwart von Kreide bei 50  C.

    Vor     Beginn    der Kupplung lässt man zur Kupp  lungskomponente 70 Gewichtsteile einer Mi  scheng aus 23,5 Gewichtsteilen     alkylsulfamido-          essigsaurem    Natrium, 75 Gewichtsteilen     Spin-          delöl    und 6,9 Gewichtsteilen Wasser in Form  einer 10%igen     wässrigen    Emulsion zulaufen.  



  Nach beendeter Kupplung wird mit Salz  säure kongosauer gestellt,     anschliessend    zum  Kochen erhitzt, 1 Stunde gekocht, filtriert,  heiss gewaschen und bei 60  C getrocknet.  



  Der Zusatz kann auch während der Kupp  lung, also vor dem     Ansäuern    mit Salzsäure  gemacht werden, oder aber nach dem Koch  prozess.  



  Die Menge der     Emulgator-Öl-Mischung     kann gegebenenfalls noch erhöht werden.  Man erhält nach der angegebenen Arbeits  weise lockere     Farbstoffpulver    mit äusserst      weichem Korn. Die Pulver enthalten bis zu  20% Öl. Während die Ausbeute ohne diese  Zusätze bei 294 Gewichtsteilen Farbstoff liegt,  erhält man nach beschriebenem Verfahren 350  Gewichtsteile Farbstoff, das heisst die Aus  beute liegt etwa<B>16%</B> höher.

   Obwohl der Rein  farbstoffgehalt dieser Pulver nur etwa zwi  schen 82 und 84% liegt, erhält man nach dem  Einarbeiten in Kautschuk mit den erforder  lichen     Zuschlägen    auf der Walze nach der       Vulkanisation    der Mischung noch farbstärkere  und reinere Rottöne in Gummi als mit einem  praktisch     100%igen    Pulver, das ohne Zusatz  einer     Emulgator-Öl-l@lischung    hergestellt       wurde.    Die Neigung zur     Staubentwieklung     ist stark herabgemindert; *das     Schüttvolumen     ist etwa 20% höher als bei den     100%igen    Pul  vern.

   Mit Ölen allein, das heisst bei Abwesen  heit von     Emulgiermitteln,    können die ange  gebenen Vorteile nicht erreicht werden.  



  Reibt man 1.50 Gewichtsteile der erhaltenen       Farbstoffpulv    er mit 200 Gewichtsteilen Fir  nis auf dem Walzenstuhl an, so erhält man  eine wesentlich     zügigere    Druckpaste als bei  Verwendung der gleichen Menge eines ohne       Emulgator-Öl-Zusatz    hergestellten Farbstoff  pulvers, selbst wenn man bei dem letzteren  Pulver die     Firnismenge    auf 250 Gewichts  teile erhöht.

   Um etwa gleiche Zügigkeit der  Druckpasten zu erreichen, kann man bei den  nach vorliegendem Verfahren erhältlichen       Farbstoffpulvern    auf ein Verhältnis von  1 Gewichtsteil Firnis zu 1     Gewichtsteil        Farb-          stoffpulver    zurückgehen, während das Ver  hältnis bei unpräparierten 100%igen Pulvern  2 Gewichtsteile Firnis zu 1 Gewichtsteil Farb  stoff beträgt. Man erzielt also eine wesent  liche Einsparung an Firnis.  



       Beispiel   <I>3</I>  Zu einer Kupplungslösung aus 165 Ge  wichtsteilen     1-Tolyl-3-methyl-5-pyrazolon    gibt  man die Menge an     Emulgator-Öl-Mischung,     wie sie in Beispiel 2 angegeben ist. Nach Zu  satz von Kreide lässt man bei 10-12  C eine       Tetrazolösung    aus 103 Gewichtsteilen     o-Diani-          sidin        zur        Kupplungskomponente    laufen. Nach  Beendigung der Kupplung wird mit Salzsäure    kongosauer gestellt, zum Kochen geheizt,  1 Stunde gekocht, filtriert,     heiss    gewaschen  und bei 60  getrocknet.  



  Man erhält     Farbstoffpulver    mit ähnlichen  Eigenschaften, wie sie in Beispiel 2 beschrie  ben sind.  



  Die Einsparung an     Verpackungsraum    liegt  bei etwa 40%.    <I>Beispiel 4:</I>  Der durch     Diazotierung    von 487,3 Ge  wichtsteilen     1-Amino-3-methyl-4-chlorbenzo'1-          6-sulfonsäure    und Kuppeln mit 326 Gewichts  teilen     fl-Naphtol    bei einem     pH-Wert    zwischen  8,5 und 12 und bei einer Temperatur von  20  C erhaltene Farbstoff wird nach beendeter  Kupplung filtriert und die feuchten     Press-          liuchen    in 6 Liter Wasser eingetragen und       2-3    Stunden verrührt. Dann wird. mit  Salzsäure gegenüber Delta-Papier neutral ge  stellt und weitere 3-4 Stunden gerührt.

   Hier  auf lässt man 226 Gewichtsteile einer     Öl-Emul-          gator-Mischung    aus 53,8 Gewichtsteilen durch       Halbsulfochlorierung    gewonnenem     alkyl-          sulfamidoessigsaurem    Natrium, 160,5 Ge  wichtsteile     Spindelöl    und 11,7 Gewichtsteilen  Wasser in Form einer 10%igen     wässrigen     Emulsion zulaufen. Die Mischung wird dann  auf 75  C erhitzt und in eine 95  C heisse Mi  schung aus 28 Liter Wasser, 1160 g Kochsalz  und 380 g     Bariumchlorid    laufen gelassen. Das  Ganze wird 1 Stunde bei 95  C gehalten, an-  schliessend auf 80  C abgekühlt, filtriert und  kurz gewaschen.

   Der     Presskuchen    wird bei  60-65  C getrocknet.  



  Nach- der angegebenen Arbeitsweise erhält  man einen Farbstoff mit viel weicherem Korn  und einer wesentlich geringeren Staubwirkung  als bei einer entsprechenden Bearbeitung ohne       Emulgator        als    Zusatz. Die     Ausbeutesteige-          rung    beträgt     1.3-14%.    Das getrocknete Pul  ver enthält durchschnittlich 13% Mineralöl  neben geringen Mengen an     Emulgator.    Durch  das wesentlich höhere spezifische Gewicht im  Vergleich zu einem ohne     Emulgator-Öl-Mi-          schungszusatz    hergestellten Farbstoff wird  eine etwa 50%ige Einsparung an Emballage  und eine wesentlich gesteigerte   

  Mahlleistung     erzielt.      Das vorschriftsgemäss hergestellte etwa  86%ige     Farbstoffpulver    gibt beim Einarbeiten  in Kautschuk mit den erforderlichen Zu  schlägen auf der Walze nach der     Vulkani-          sation    der Mischung etwas kräftigere reinere  Rottöne im Vergleich zu einem nicht präpa  rierten Pulver.  



  <I>Beispiel 5</I>  Der durch     Diazotierung    von 93,5 Ge  wichtsteilen Anilin und Kuppeln mit 146 Ge  wichtsteilen     a-Naphtyiamin    erhaltene     Mono-          azofarbstoff    wird weiter     diazotiert        und    an  schliessend eine Gehaltsbestimmung des     Diazo-          wertes    durchgeführt, die in den meisten Fäl  len eine Ausbeute von 0,75     Mol    (= 75% d.     Th.)     ergibt.

   Sodann wird mit einer dem ermittelten  analytischen Wert der     Diazoverbindung        äqiti-          v        alenten    Menge     Acetonyl-1,8-naphtylen-diamin     - in der Regel 135 Gewichtsteile - zum     Di-          azofarbstoff    gekuppelt. Das Umsetzungs  gemisch wird über Nacht weiter gerührt.

   Dann  wird eine etwa 10%ige stabile     wässrige    Emul  sion von 83,3 Gewichtsteilen einer Mischung  aus 25 Gewichtsteilen durch     Halbsulfochlorie-          rung    gewonnenem     alkylsiilfamidoessigsaurem     Natrium, 75 Gewichtsteilen Mineralöl und 5,4       Gr#ewichtsteilen    Wasser zugegeben, der Ansatz  auf 50  C erhitzt, noch weitere 30 Minuten  gerührt und anschliessend mit Natronlauge ge  genüber     Phenolphthalein    alkalisch gemacht.  Nach dem Filtrieren wird der Farbstoff neu  tral gewaschen und bei 60  C getrocknet.  



  Man erhält bei dieser Arbeitsweise nach  dem Trocknen den Farbstoff in Stücken, die  ein weiches Korn aufweisen und deshalb für  verschiedene Verwendungsgebiete in Verbin  dung mit Lösungsmitteln, z. B. als schwarzer  N     itrozelluloselack    ohne vorherige     Mahlung    zur  Anwendung kommen können. Dies hat den  Vorteil, dass praktisch keine Belästigung durch  Staub eintritt. Auch der gemahlene Farbstoff  zeigt eine weit geringere Staubentwicklung  im Vergleich zu einem ohne Zusatz einer     Öl-          Emulgator-Mischung    hergestellten Farbstoff.  Der Ölgehalt des gemäss der oben angegebenen  Vorschrift erhaltenen Farbstoffes liegt zwi  schen 14 und 18%. In dem gleichen Bereich  liegt auch die erzielte Mehrausbeute.

   In Stea-         rin-Paraffin    erzielt man ein etwas     blaustichi-          geres    und reineres Schwarz als mit einem  ohne     Ölzusatz    hergestellten     Farbstoff.     



  An Stelle des Mischungsverhältnisses von  25 Teilen     alkylsulfamido-essigsaiirem    Natrium,  75 Teilen     Spindelöl    und 5,4 Teilen Wasser  können selbstverständlich auch andere Mi  schungsverhältnisse angewendet werden, in  denen z. B. der     Emulgatoranteil    höher und der  Ölanteil entsprechend niedriger ist, z. B. eine  Mischung von 60 Teilen eines durch     Halbsulfo-          chlorierung    gewonnenen     alkylsulfamidoessig-          sauren    Natriums, 40 Teilen     Spindelöl    und 15  Teilen Wasser.

   Mit gleichem Erfolg können  an Stelle des     Natriumsalzes    auch das     Tri-          äthanol-    oder     Hexylaminsalz    verwendet wer  den.  



  <I>Beispiel .6</I>  Zu einem durch     Diazotierung    von 352 Ge  wichtsteilen     2-Chlor-4-nitranilin    und Kuppeln  mit 300 Gewichtsteilen     ss-Naphtol    erhaltenen  Farbstoff gibt man nach beendeter Kupplung  zur gegenüber Kongopapier sauer reagieren  den Kupplungsbrühe eine     10%ige        wässrige     Emulsion von 149     g    einer     Öl-Emulgator-Mi-          schung    aus 35,3 Gewichtsteilen durch     Halb-          sulfochlorierung    gewonnenem     alkylsulfamido-          essigsaurem    Natrium,

   106 Gewichtsteilen Mi  neralöl und 7,7     Gewichtsteilen    Wasser. Man       rührt    noch 30 Minuten nach, filtriert, wäscht  den     erhältenen    Farbstoff, bis das Waschwasser  gegenüber Delta-Papier neutral     reagiert    und       trocknet    die     Presskuchen    bei 60-65  C.  



  Man erhält nach der angegebenen Arbeits  weise ein äusserst weiches Pulver, das etwa       1.4-17%    Mineralöl und geringe Mengen an       Emulgator    enthält. Ein solches Pulver lässt  sich leicht in Leinöl einarbeiten, wobei prak  tisch keine belästigende     Staubwirkung    festzu  stellen ist. Beim Verschnitt mit     Zinkweiss    er  zielt man mit dem gemäss der oben angege  benen Vorschrift erhältlichen etwa 86%igen.       Farbstoffpulver    praktisch gleich starke Fär  bungen wie mit einem 100%igen Farbstoff  pulver, das ohne Ölzusatz hergestellt wurde.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von wasser unlöslichen Farbkörpern von weichem Körn, dadurch gekennzeichnet, dass man bei der Her stellung der Farbkörper eine wässrige Emul sion eines Öls zugibt, welche als Emulgator eine Alkylsulfamidocarbonsäure bzw. deren Salz enthält, und derart arbeitet, dass das resultierende Parbstoffpulver 10 bis 25% Öl enthält.
CH322874D 1952-12-12 1953-12-10 Verfahren zur Herstellung von wasserunlöslichen Farbkörpern von weichem Korn CH322874A (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0363322A3 (de) * 1988-10-06 1991-10-02 Ciba-Geigy Ag Verfahren zur Herstellung von Pigmentzusammensetzungen
US5190585A (en) * 1988-10-06 1993-03-02 Ciba-Geigy Corporation Production of pigment compositions

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