CH327861A - Taumelscheibenmotor mit mehreren Arbeitskolben - Google Patents
Taumelscheibenmotor mit mehreren ArbeitskolbenInfo
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F03—MACHINES OR ENGINES FOR LIQUIDS; WIND, SPRING, OR WEIGHT MOTORS; PRODUCING MECHANICAL POWER OR A REACTIVE PROPULSIVE THRUST, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- F03C—POSITIVE-DISPLACEMENT ENGINES DRIVEN BY LIQUIDS
- F03C1/00—Reciprocating-piston liquid engines
- F03C1/02—Reciprocating-piston liquid engines with multiple-cylinders, characterised by the number or arrangement of cylinders
- F03C1/06—Reciprocating-piston liquid engines with multiple-cylinders, characterised by the number or arrangement of cylinders with cylinder axes generally coaxial with, or parallel or inclined to, main shaft axis
- F03C1/0678—Control
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Description
Taumelscheibenmotor mit mehreren .Arbeitskolben Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen Taumelscheibenmotor mit mehreren Ar beitskolben.
Solche Motoren werden häufig für den Vor;schubantrieb von Werkzeugmaschinen ein gesetzt. Bei dieser Anwendung, wo beim Vor schubbetrieb mit verhältnismässig niederer Drehzahl, aber hohem Drehmoment gearbeitet wird, muss der Taumelscheibenmotor für die Eilbewegung auch mit hoher Drehzahl arbei ten können, wobei nur kleine Drehmomente benötigt werden. Um dabei den Bedarf an Betriebsmitteln für die Eilbewegung möglichst knapp zu halten, besteht die Möglichkeit, die Neigung der Taumelscheibe gegenüber ihrer Welle zu verstellen.
Solche Taumelscheiben- motoren sind bereits ausgeführt worden; sie haben jedoch den Nachteil, dass einer ein wandfreien Lagerung und Abstützung der Taumelscheibe auf der Welle, wie sie für ein einwandfreies betriebssicheres Arbeiten er forderlich ist, grosse Schwierigkeiten entgegen stellen, Insbesondere erlauben es die Platzver hältnisse im allgemeinen nicht, eine den An forderungen entsprechende Lösung zu finden.
Zweck der Erfindung ist, einen Taumel scheibenmotor zu schaffen, mit dem sich die obenerwähnten Betriebszustände verwirklichen lassen unter Vermeidung der Nachteile der bekannten Ausführungen.
Der Motor nach der Erfindung zeichnet sich dadurch aus, dass er Mittel aufweist, um mindestens einen Arbeitskolben wahlweise in oder ausser Funktion zu setzen und dadurch, die Schluckfähigkeit des Motors zu verändern.
In den beiliegenden Zeichnungen ist eine beispielsweise Ausführungsform des erfin dungsgemässen Taumelscheibenmotors schema tisch veranschaulicht, und zwar nur insoweit, als dies zum Verständnis der Erfindung er forderlich ist.
Fig.1 zeigt einen Längsschnitt durch einen Teil des --Motors, und zwar bei Einstellung für Betrieb mit reduzierter Schluckfähigkeit.
Fig.2 zeigt einen Querschnitt durch den Motor, und zwar entsprechend Linie A-A in Fig. 3.
Fig.3 zeigt denselben Schnitt wie Fig.1 (in kleinerem Massstab), jedoch in normaler Einstellung, das heisst bei voller Schluckfähig leit.
Im Gehäuse 1 ist die Welle 4, auf welcher die Taumelscheibe 3 befestigt ist, drehbar ge lagert. Die Arbeitskolben 2, welche in axialen Bohrungen des Gehäuses 7, die konzentrisch um die Welle angeordnet sind, verschiebbar eingebaut sind,
werden auf ihrer Rückseite mit einem unter Druck stehenden flüssigen oder gasförmigen Medium beaufschlagt. Unter Einwirkung des Betriebsmittels verschieben sich die Arbeitskolben jeweils in ihrem Zylin der aus der äussern in die innere Totlage und wirken dabei auf die Taumelscheibe 3 ein und zwingen derselben eine rotierende Bewegung., auf. Nach vollendetem Hub jedes Arbeitskol bens wird jeweils dessen Zylinder mit dem Abfluss verbunden.
Bei der weiteren Drehung der Taumelscheibe 3 wird der Arbeitskolben 2 dann durch diese Scheibe in die äussere Tot lage zurückgeführt, worauf das Spiel VOTL neuem beginnt.
Auf der Rückseite der Scheibe 3 bildet das Gehäuse zusammen mit dem Gehäusedeckel und einem Einsatzstück einen Ringraum, in welchem der Ringkolben 5 verschiebbar ein gebaut ist. Der Ringkolben 5 weist an seiner der Scheibe 3 zugekehrten Seite Haltefinger 7 auf. Es sind sechs solche Finger vorgesehen, die je jedem zweiten der zwölf in der vorlie genden Ausführiulg eingebauten Arbeitskol ben 2 gegenüberstehen. In den Ringraum zum. Ringkolben 5 mündet ein Kanal 6. Dieser kann auf bekannte Weise je nach Bedarf mit dem -unter Druck stehenden Betriebsmittel oder aber mit dem Abfluss verbunden werden.
Bei normalem Betrieb steht der Kanal 6 finit dem Abfluss in Verbindung, und der Ringkolben 5 liegt mit seiner äussern Stirn seite am Deckel des Gehäuses 1 an. Der Ring kolben 5 und dessen Haltefinger 7 sind so bemessen, dass sie sich in dieser Stellung ausserhalb des Hubbereiches der Arbeitskolben 2 befinden (siehe Fig. 3). Bei dieser Einstel- hing können sämtliche Arbeitskolben 2 unbe hindert .ihren vollen Arbeitshub ausführen.
Beim Übergang auf Betrieb mit Eilbewe- gung; wo der Taiunelscheibenmotor nur kleine Drehmomente zu überwinden hat, wird der Kanal 6 mit dem -unter Druck stehenden Be triebsmittel verbunden.
Der infolgedessen im Ringraum entstehende Druck wirkt auf den Ringkolben 5 ein und verschiebt denselben. Dabei bewegen sich die Haltefinger 7 seitlich an der Scheibe 3 vorbei und erfassen die zu gehörenden Arbeitskolben 2, bringen sie in ihre äussere Totlage und halten sie in dersel ben fest (siehe Fig.1). Alle übrigen Arbeits kolben arbeiten -einbehindert weiter, wobei ihnen das von den festgehaltenen Kolben nicht absorbierte Betriebsmittel zur Ver fügung steht.
Sie erteilen somit der Scheibe 3 die gewünschte Eilbewegung bei günstigstem Betriebsmittelverbraiich. Sobald der Ringkolben 5 durch Umschal- tung des Kanals 6 entlastet wird, vermögen die mit den Haltefingern 7 im Eingriff be findlichen beaiüschlagten Arbeitskolben 2 den selben in seine wirkungslose Endlage zurück zuschieben. Sämtliche Arbeitskolbbn 2 führen nun wieder ungehindert ihren vollen Hub aus. Der Taumelscheibenmotor arbeitet wieder im normalen Vorschubbetrieb unter Abgabe des erforderlichen hohen Drehmomentes.
Bei der dargestellten Ausführungsform des Taumelscheibenmotors kann jeweils nur eine feststehende Anzahl von Arbeitskolben ausser Funktion gesetzt werden. Für gewisse Anwen- dungen kann es sein, je nach Be darf eine beliebige Anzahl von Arbeitskolben von der Arbeitsleistung ausschliessen zu kön nen.
Durch entsprechende Unterteilung des Ringkolbens in einzelne voneinander ge trennte und einzeln verschiebbare Segmente lässt sich dies weitgehend verwirklichen. Eine noch feinere Abstufung lässt sich erreichen, wenn man jedem einzelnen Arbeitskolben einen eigenen, mit einem Haltefinger ver- sehenen Steuerkolben zuordnet. Bei diesen bei den Varianten kann durch sinngemässe Beauf- schlagung der verschiedenen Segmente bzw. Steuerkolben jeweils die gewünschte Anzahl Arbeitskolben ausser Wirkung gesetzt werden. Selbstverständlich müssen hierzu entspre chende Leitungen und Ventile oder derglei chen vorgesehen werden.
Zum Verstellen des Ringkolbens, der ein zelnen Kolbensegmente oder der Steuerkolben kann bei den beschriebenen Taumelscheiben- motoren jeweils deren unter Druck stehendes Betriebsfluidum verwendet werden. Selbstver ständlich kann aber ebensogat ein anderes, unter ausreichendem Druck stehendes, gasför miges oder flüssiges Medium herangezogen werden. Die Verstellung des Ringkolbens könnte aber auch auf irgendwelche andere geeignete Weise veranlasst werden, so zum Beispiel- durch mechanische, elektrische oder magnetische Einwirkung auf denselben. Auch Kombinationen sind denkbar.
Dasselbe gilt selbstverständlich für Varianten mit Ring- kolbensegmenten oder mit einzelnen Steuer kolben.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Taumelscheibenmotor mit mehreren Ar beitskolben, dadurch gekennzeichnet, dass er Mittel aufweist, um mindestens einen Arbeits kolben wahlweise in oder ausser Funktion zu setzen und dadurch die Schluckfähigkeit des iHotors zu verändern. UNTERANSPRÜCHE 1. Taumelscheibenmotor nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass Mittel vorgesehen sind, mit denen auf mindestens einen Arbeitskolben derart eingewirkt -werden kann, dass eine Bewegung desselben aus seiner äussern Totlage heraus verunmöglicht wird.2. Taumelscheibenmotor nach Patentan spruch und Unteranspruch 1, dadurch gekenn zeichnet, dass ein verstellbar angeordneter Ringkolben vorgesehen ist, der dazu bestimmt ist, auf mindestens einen Arbeitskolben einzu wirken und denselben in seiner äussern Tot lage zu fixieren.3. Taumelscheibenmotor nach Patentan- sprueh und Unteransprüchen 1 und 2, da durch gekennzeichnet, dass der Ringkolben Haltefinger aufweist, deren Anzahl derjeni gen der auszuschaltenden Kolben entspricht. 4. Taumelscheibenmotor nach Patentan spruch und Unteransprüchen 1 und 2, da durch gekennzeichnet, dass der Ringkolben in seiner unwirksamen Stellung ausserhalb des Hubbereiches der Arbeitskolben liegt.5. Taumelscheibenmotor nach Patentan spruch und Unteransprüchen 1 bis 4, da durch gekennzeichnet, dass der Ringkolben aus seiner unwirksamen Stellung durch äussere Einwirkung so weit verschiebbar ist, dass er mit seinen Haltefingex-n auf die auszuschal tenden Arbeitskolben zur Einwirkung kommt und sie in ihrer äussern Totlage festhält.6. Taumelscheibenmotor nach Patentan spruch und Unteransprüchen 1 und 2, da durch gekennzeichnet, dass er zur Verschie bung des Ringkolbens und dessen Fixierung in wirksamer Stellung Mittel aufweist, mit denen die Rückseite des Ringkolbens mit einem unter Druck stehenden Fluidum beaufschlagt werden kann. 7. Taumelscheibenmotor nach Patentan spruch und Unteransprüchen 1, 2 und 6, da durch gekennzeichnet, dass er Mittel zur Be- aufschlagung der Rückseite des Ringkolbens mit dem unter Druck stehenden Betriebsflui dum des Motors aufweist.B. Taumelscheibenmotor nach Patentan spruch und Unteranspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, dass die erwähnten Mittel aus einer Anzahl voneinander getrennter Kolben in Form von Ringsegmenten bestehen. 9. Taumelscheibenmotor nach Patentan spruch und Unteranspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, dass für jeden Arbeitskolben ein verstellbar angeordneter Steuerkolben vorgesehen ist, mit welchem auf den zugehö renden Arbeitskolben eingewirkt und dieser in seiner äussern Totlage festgehalten werden kann.10. Tatunelscheibenmotor nach Patentan spruch und Unteransprüchen 1 und 8, da durch gekennzeichnet, dass er Mittel zur Be- aufschlagung der Rückseite der einzelnen Ringkolbensegmente mit seinem unter Druck stehenden Betriebsfluidum aufweist.11. Taumelscheibenmotor nach Patentan- sprueh und Unteransprüchen 1 und 9, da durch gekennzeichnet, dass er Mittel zur Be- tätigung der Steuerkolben mit seinem unter Druck stehenden. Betriebsfluidum aufweist. 12.Taumelscheibenmotor nach Patentan spruch und Unteransprüchen 1, 8 und 10, da durch gekennzeichnet, da.ss jede beliebige * An zahl von Segmenten gleichzeitig mit dem Be triebsfluidum beaufschlagbar ist. 13. Taumelscheibenmotor nach Patentan spruch und Unteransprüchen 1, 9 und 11, da durch gekennzeichnet, dass jede beliebige An zahl von Steuerkolben gleichzeitig mit dem Betriebsfluidum betätigbar ist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH327861T | 1955-02-10 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH327861A true CH327861A (de) | 1958-02-15 |
Family
ID=4500756
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH327861D CH327861A (de) | 1955-02-10 | 1955-02-10 | Taumelscheibenmotor mit mehreren Arbeitskolben |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH327861A (de) |
-
1955
- 1955-02-10 CH CH327861D patent/CH327861A/de unknown
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