Vorrichtung zum Schrumpfen unter Druck von Flachmaterial
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Schrumpfen, unter Druck von Flaehmaterial, wie Textilstoffbahnen, Filme und Folien. Schrumpfbare Flachmate rialien sind beispielsweise gewobene oder ge strickte Textilstoffe, Papier, Leder, Perla- ment, regenerierte Zellulose, Metalle, gewisse Kunstharzeundüberzogene Textilien, wie z. B. Einbandleinwand, Leder imitierende Stoffe und dergleichen.
Das ZielderErfindungbestehtdarin, eine Vorrichtung zur Erzeugung von orna mentierten Flaehmaterialien zu schaffen, ohne beispielsweise im Falle von Textilstoffen auf spezielle'Webarten oder auf chemische Behandlungen, angewiesen zu sein, wie es z. B. bei der Her. stellung von bekannten Seersucker-Stoffen der Fall ist. Es ist bereits be kannt, zur gleichmässigen Schrumpfung unter Druck das zu sehrumpfende Flachmaterial mittels eines Druckorga. gegen die Oberfläche eines verformbaren, flexiblen Organs ru pressen, worauf eine Kontraktion dieser Oberfläche verursacht wird.
Dabei wird das Material mit. der Oberfläche des verform- baren, flexiblen Organs einer Kontra. ktion unterworfen. Das Flaehmaterial wird dann an einer Stelle von der verformba. ren, flexiblen Oberfläche freigegeben, wo dieselbe noeh zusammengezogen ist. In kontinuierlich arbeitenden Maschinen zur Behandlung be liebig langer Flachmaterialbänder ist das Druckorgan im allgemeinen als Walze oder als Sehuh ausgebildet, während das verform- bare, flexible Organ durch einen beweglichen Riemen aus Gummioder dergleichen oder aus einer Walze besteht.
In diskontinuierlieh a. rbeitenden Vorriehtungen kann der Druck durch einen Presskopf ausgeübt werden, welcher das Flaehma. terial gegen eine Grund- platte mit einer flexiblen Oberfläehe aus Gummi oder dergleiehen presst, wobei diese Oberfläche einer Kontraktion unterworfen wird und das Flaehmaterial mitnimmt.
Es sind aueh andere Vorriehtungen zur Schrumpfung unter Druck bekannt, in welchen das Flachmaterial beispielsweise zwi schen zwei Klemmwalzen zusammengedruckt und gefördert wird, worauf es zwischen einem zweiten Klemmwalzenpaa. r durchgeht, welches sieh langsamer bewegt als das erste.
Bei allen bekannten, durch Druek wirken- den Schrumpfvomehtungen wird darauf ge- achtet, dass das ganze zu behandelnde Flach material überall gleichem Druck ausgesetzt wird, so dass sieli eine gleichmässige Schrump- fung desselben ergibt.
Die Vorrichtung gemäss vorliegender Er findung ist nun gekennzeichnet durch ein Druckorgan, mit dem zonenweise auf das Flachmaterial eingewirkt werden kann, um eine Zone desselben zu schrumpfen und eine benachbarte Zone ungeschrumpft zu lassen, damit sich diese zur Ornamentierung aus der im Gegensatz zu ihr flach bleibenden ge schrumpften Zone auswolbt.
Anhand der Zeichmmg werden im folgen- den Ausführungsbeispiele der erfindungsge- mϯen Vorrichtung und deren Verwendungsmöglichkeiten erläutert. In der Zeichnung ist
Fig. 1 eine Seitenansieht teilweise im Schnitt eines Teils einer durch Druck wirkenden Schrumpfvorrichtung mit einem walzen- artigen Druekorgan.
Fig. 2 ist eine Vorderansicht teilweise im Schnitt nach Linie II-II in Fig. 1.
Fig. 3 ist ein schematiseher, dem in Fig. 1 gezeigten entsprechender Sehnitt. einer Aus- führungsvariante der Schrumpfvorrichtung.
Fig. 4 zeigt in Vorderansicht eine andere Ausführungsform der kontinuierlich arbeitenden, dure ; h Druek wirkenden Sehrumpf- maschine, die von der Seite beschickt werden kann, und dazu dient, die Randpartien von Stoffen zu ornamentieren.
Fig. 5 zeigt einen Teil einer Walze in Vorderansicht, auf welche eine das Druck- organ bildende Sehale montiert ist, wie sie in den Maschinen gemäss den vorangehenden Figuren verwendet wird.
Fig. 6 zeigt einen Schnitt dureh die in Fig. 5 auf der Walze dargestellte Sehale na. eh Linie VI-VI in Fig. 5.
Fig. 7 ist ein Teillä, ngsschnitt, welcher verschiedene Profile von Rillen veranschaulicht, dieimwalzenförmigenDruekorganvorge- sehen werden können.
Fig. 8 zeigt in einem Teilsehnitt Profile anderer Vertiefungen, mit welchen die Druckwalze versehen sein kann.
Fig. 9 ist eine Teilansieht eines dem in Fig. 8 im Schnitt gezeigten entsprechenden Teils.
Fig. 10 zeigt sehematiseh eine Vorrich- tung zum Ornamentieren von Stoffen mit thermoplastischen Eigenschaften (in vollen Linien) und einen Teil einer Vorrichtung zum Ornamentieren von Stoffen, die vorgän- gige Runstharzimprägnation, Trocken- und Wä. rmebehandlung erfordern (in strichpunk tierten Linien).
Fig. 11 zeigt schematisch die Apparatur f r einen vollständigen Ornamentierungsund Fixierungsprozess.
Fig. 12 zeigt ein Stoffstüek, welches mit verschiedenen Krausen und Falten ornamen- tiert worden ist.
Fig. 13 zeigt ein mit Krausen ornamentiertes Stoffstüek, bei welchem in den ge schmmpften Partien durch Anwendung eines Decktuches ein feiner Oberflächeneffekt erzielt worden ist.
Fig. 14 zeigt ein Stoffstüek mit Krausen- streifen versehiedener Breite.
Fig. 15 zeigt einen Stoff, auf welehem nebeneinander Krausen und rippenartige Ornamente erzeugt worden sind.
Fig. 16 ist eine der Fig. 2 entsprechende Ansieht eines Teils einer durch Druck wir kenden Schrumpfmaschine, in welcher das aus einem Gummiriemen bestehende elastiseh verformbare Organ mit rillenformigen Ver- tiefungen versehen ist, um eine diskontinuier- liche Berührungsfläehe mit dem Flaehma. terial zu ergeben.
Fig. 17 ist eine perspektivische Ansicht ein. es Teils eines weiteren Gummiriemens mit diskontinuierlicher Ber hrungsflÏ che.
Fig. 17a zeigt die durch Verwendung des in Fig. 17 dargestellten Riemens auf einem Stoffstüek erzeugte Ornamentierung.
Die Fig. 18 und 18a; zeigen eine perspek- tivisehe Ansicht eines weiteren Gummirie- mensmitdiskontinuierlicherBerührungs- fläehe, bzw. die dureh Verwendung dieses Gummiriemens erzeugte Ornamentierung auf einem Stoffst ck.
Fig. 19 zeigt einen Teil eines weiteren Gummiriemens mit diskontinuierlicher Be rührungsfläche, die somit Aussparungen aufweist, z. B. i-n Form vo. n Vertiefvngen oder Ausschnitten.
Fig. 20 ist eine der Fig. 1 entspreehende sehema. tisehe Darstellung einer durch Druck wirkenden Schrumpfmaschine, bei welcher die diskontinuierliche Berührungsfläche durch eine Schablone dargestellt wird, die zwischen dem zu behandelnden Flaehmaterial und dem Riemen der Maschine angeordnet ist.
Fig. 21 ist, eine der Fig. 20 entsprechende schematische Darstellung einer Schrumpfmachine, in weleher die Schablone zwischen dem zu behandelnden Flachmaterial und der Druekwalze angeordnet ist.
Fig. 22 ist eine der Fig. 16 entspreehende Darstellung eines aus mehreren V-formigen Riemen zusammengesetzten Riemens.
Fig. 23 ist eine Darstellung einer diskontinuierlich arbeitenden, durch Druck wirken- clen Schrumpfmaschine, die eine zonenweise Schrumpfung gestattet.
In. der in Fig. lund2dargestellten bevorzugten Ausf hrungsform einer erfin dungsgemassen Sehrumpfvorriehtung mit Druckwalze und Riemen bewegt sich das Stoffband W auf der Aussenfläche eines Riemens 11 aus Gummi, Filz oder anderem geeigneten Material, welcher Riemen 11 um zwei Walzen 12 und 13 gef hrt ist. Ein Druckorgan 14, welches mittels durch die Leitung 15 zugeleiteten Dampfes a. uf beispielsweise 120-175 C geheizt werden kann, ist in vertikaler Richtung verstellbar.
Es dient dazu, das Stoffband W gegen die Aussenfläche des Riemens 11 zu pressen, wel cher-Linter diesem Druck eine konkave Form annimmt. Das Druckorgan 14 weist in dieser Ausführungsform. eine Mehrzahl von Bandern oder Ringen 14a und dazwischenliegende rillenformige Vertiefungen 14b auf. Im dargestellten Beispiel weisen alle Ringe 14a denselben Aussendurehmesser und alle Rillen 14b denselben Grunddurchmesser auf.
Das a. us unnae-hgiebigem Material bestehende Druck- organ 14 kann entweder aus einer massiven, homogenen Walze, oder aber aus. einer weg- nehmbaren H lse oder Schale, welche auf einen zylindrischenKernaufgezogen und auf diesem verkeilt ist, bestehen. Eine derartige Hülse oder Sehale ist in den Fig. 5 und 6 dargestellt, wobei die Keilnut 16 in Fig. 6 er sichtlich ist. Das Druekorgan kann a. ueh aus einer Mehrzahl von schmalen Ringen mit zwei oder mehreren versehiedenen Aussendurch- messern, die abwechslungsweise auf denzylin drischen Kern geschoben sind, aufgebaut sein.
In dieser Weise kann ein Druckorgan schnell aus einem Vorrat von Ringen verschiedener Breite und versehiedener Durehmesser aufgebaut werden, wodurch die Lagerhaltung einer grösseren Anzahl von versehiedenartigen Druckwalzen umgangen werden kann.
Die Vertiefungen im Druckorgan bestim- men die erzeugte Ornamentierung. Wenn bei- spielsweise eine aus längs des Materials lau- fenden para. llelen Streifen bestehende Orna- mentierung verlangt wird, so ist die Oberfläche des Druckorgans am m Umfang mit kon- tinuierlichen Rillen zu versehen, deren Breite der Breite der Ornamentsitreifen entspricht.
Wenn beispielsweise Faltenstreifen von 2, 5 cm Breite erzeugt werden solen, zwischen welchen flache, glatte Partien von 0, 6 cm Breite liegen, dann wird die Arbeitsoberfläehe des Druckorgans rillenförmige Vertiefungen von 2, 5 em Breite und dazwisehen liegende, flache, erh¯hte FlÏchenteile oder Bänder von 0, 6 cm Breite aufweisen. Dabei sind die Rillen tief genug auszuführen, um dem behandelten Material in den zu ornamentierenden Partien die erforderliche Bewegungsfreiheit in der Materialebene und normal 1 zu derselben zu geben. Diese Tiefe hängt von den Eigenschaf- ten des Materialsund von der zu erzeugenden Ornamentierung ab.
Sie beträgt fiir normale Textilstoffe 0, 8-3 mm.
Wenn ein Druckorgan in Form eines Schuhes verwendet wird, so können versehie- denartig ausgef hrte Futter vorgesehen sein, die am m Sehuh befestigt werden können.
Obsehon die Tiefe der Ausnehmungen so bemessen sein muss, da. genügend Raum und Bewegungsfreiheit zur Bildung der Ornamen tierung vorhanden ist, d. h. zur Ausw¯lbung der ungeschrumpften Zonen aus der FlÏche der geschrumpften Zonen, kann doch die Form und der Grad der Ornamentierung in einem gewissen Rahmen dureh Wahl der Tiefe der Ausnehmungen beeinflu¯t werden.
Textilstoffe können vor der Behandlung ge- dämpft, angefeuehtet oder konditioniert werden, um die Schrumpfung zu erleichtern.
Wenn man nur die Randpartie eines Flachmaterialstückes, z. B. den Rand einer Steppdecke, zu behandeln wünscht, so muR eine Vorrichtung von der Art verwendet werden, wie sie in Fig. 4 dargestellt ist, in welche das Flaehmaterial von der Seite eingesehoben werden kann.
Die im Druckorga vorgesehenen Vertie fungen können fortlaufend oder unterbroehen sein. Es können auch einige fortlaufend und andere unterbrochen sein. Die Tiefe der Ver tiefungen kann variieren, das heisst sie kön- nen beispielsweise aus Nuten bestehen, welche exzentrisch zur Achse des Druckorgans angeordnet sind, wie es in den Fig. 5 und 6 angedeutet ist. In diesem Falle beträgt die Tiefe der nieht vollständig um das Druckorgan herumlaufenden Nuten an einer bestimmten Stelle des Umfanges des Druckorgans Null, nimmt dann bis zu einem Maximum zu und fÏllt wieder bis auf Null ab. Dadurch wird ein weiterer Weehsel in der erzeugten Ornamentierung erzielt.
Wie aus Fig. 7 ersichtlich ist, können versehiedene Nutenprofile abwechslungsweise im Druc. korgan vorgesehen sein. Gemma3 dieser Figur ist eine Schale 17 auf einen zylindri schen Kern 18 aufgesetzt.
Die Nut kann z. B. radiale Schultern und einen flachen Grund, oder einen konkaven Teil, welcher die Seul* tern und den Grund einschlie¯t, oder geneigte Seiten und einen konvexen Grand, oder V-formigen Querschnitt ohne eigentlichen Grand, oder radial verlaufende Schultern und einen konkaven oder mit abgerundeten Kanten versehenen Grund aufweisen Fig. 7, welche einen Teill einer Schale mit versehieden profilierten Nuten darstellt, zeigt auch eine weitere Befestigungsart für die Sehale 17 auf dem zylindrischen Kern 18 mittels der Stellschrauben 19.
Die Fig. 8 und 9 zeigen versehiedene Formen von diskontinuierliehen Vertiefungen im Druckorgan, welche verschiedene entsprechende Ornamentformen erzeugen werden.
Die diskontinuierliche Oberfläche, das hei¯t die mit Aussparungen versehene OberflÏche, kann auch auf dem verformbaren, flexiblen Organ vorgesehen sein, während das Druckorgan eine glatte Oberfläehe besitzt.
Fig 16 zeigt einen Teil einer durch Druck wirkenden Schrumpf Vorrichtung mit einer Walze und einem Riemen, welehe zur zonenweisen Schrumpfung dient. In diesem Falle ist das Druckorgan eine glatte Walze 114, während der Riemen 111 aus Gummi, Filz oder anderem geeigneten Material, welcher in der an Hand der Fig. 1 und 2 erklärten Weise um zwei Walzen geführt ist, eine diskonti- nuierliche OberflÏ che hat, so dass er eine Anzahl von Ringen lila aufweist, die durch Ausnehmungen 111b in Form von Rillen voneinander getrennt sind.
An Stelle von Rillen kann der Riemen eine diskontinuierliehe Oberfläehe aufweisen, die durch verschiedenartig geformte Vertiefun- gen oder Ausnehmungen gebildet ist. Ein Beispiel eines solchen Riemens ist in Fig. 17 dargestellt. Die Ausnehmungen k¯nnen gegebe- nenfalls so tief gemacht werden, dass sie den Riemen ganz durchdringen, in welchem Falle sie einfaeh durch Ausstanzen statt durch Ausschneiden aus dem Riemen oder durch Aufformen von Erhebungen auf denselben hergestellt werden. In Fig. 18 ist ein Riemen dargestellt, aus welchem L¯cher verschiedener Durchmesser ausgestanzt sind, so dass die Partien des Flachmaterials, die sieh bei der Behandlung mit diesen Löchern decken, ungeschrumpft bleiben werden.
Die Oberfläche des in Fig. 18 dargestellten Riemens ist ausserdem gerippt, um auf dem Material, das s in. einer mit diesem Riemen ausgerüsteten Machine behandelt, wird, einen weiteren ornamentalen Effekt zu erzielen.
Der in Fig. 19 teilweise dargestellte Riemen weist eine durch eine Anzahl von den Riemen durehdringenden Öffnungen oder Ausnehmungen 25 diskontinuierlich gestaltete OberflÏche auf. Das unter Verwendung eines dera. rtigen Riemens beha. ndelte Material erhält einen sogenannten Lunteeffelit.
Es ist möglieh, einen Riemen mit diskon- tinuierlicher Oberfläche in analoger Weise wie die bereits geschilderten Druekorgane mit diskontinuierlicher Oberfläche aus einer Anzahl von flexiblen Elementen aufzubauen.
Diese Elemente können auf glatten Walzen geführt sein, in welchem Falle sie beispiels- weise dureh zwischen ihnen angeordnete Distanzriemen anderer Dicke im gewünschten Abstand voneinander gehalten werden k¯nnen. Es könnten aber auch Rillen oder Ringe auf den Walzen vorgesehen sein, durch wel che die Elemente des Riemens im gewünsehten Abstand voneinander geführt w rden.
Eine sehr bequeme Art, einen Riemen mit diskontinuierlicher Oberfläche herzustellen, besteht, in der Verwendung von V-formigen Riemen, die ber Rollen geführt werden k¯nnen. Fig. 22 zeigt einen Schnitt durch einen Teil einer Schrumpfmaschine mit Walze und Riemen, in welcher V-formige Riemen 26 zum Aufbau der diskontinuierlichen, flexiblen Oberfläche verwendet sind, wobei die längeren der parallelen Seiten der Riemen direkt auf die Walzen gelegt sind, währe-nd die kür zeren parallelen Seiten 26a die genannte Oberfläehe bilden.
In der dargestellten Aus führungsform sind zwischen den V-förmigen Riemen 26 d nnere, V-f¯rmige Riemen 34 angeordnet, durch welche die Riemen 26 im richtigen Abstand voneinander gehalten werden und deren schmälere Seite auf die Walzen aufliegt. Der Abstand zwischen den einzelnen Riemen kann auch dadurch eingehalten werden, dass RingegeeignetenDurchmes- sers während des Aufbringens der V-förmigen Riemen auf die Walzen aufgeschoben werden.
Bei der Verwendung von V-f¯rmigen Riemen ist es nicht unbedingt erforderlich, Distanz elemente vorzusehen, da unter allen Umstän- den eine diskontinuierliche Oberfläche entsteht, wenn die breiteren parallelen Seiten der Riem. en auf die Walzen aufliegen, selbst wenn sich diese breiteren Seiten gegenseitig berühren.
Anders geartete Ornamentationen können erzeugt werden, indem sowohl die Druekwalze als auch der Riemen diskontinuierliche Oberflächen aufweisen.
Anstatt das Druckorgan und/oder den Riemen mit Rillen oder andern Vertiefungen zu versehen, kann die diskontinuierliche Oberfläehe auf einem ändern Organ, beispiels- weise auf einer Schablone vorgesehen sein, die je nach der Vorrichtung, in weleher sie verwendetwerden soll, a. us einem flexiblen oder nicht flexiblen Material gesehnitten sein kann. Die Schablone, die im Falle einer kon tinuierlieh arbeitendenMasehine vorzugsweise flexibel ausgeführt ist, kann aus Metall, gewobenem oder gefilztem Stoff, Papier, Karton, Gummi oder einem synthetischen Polymer bestehen.
In Fig. 20 ist eine flexible Schablone in Form eines endlosen, um die zwei Riemenscheiben 1. 2 und 13 und eine Spannrolle 28 einer Schrumpfmaschine mit Walze und Riemen geführten Bandes da. rge- stellt. In diesem Falle ist die Sehablone 27 zwischen dem zu ornamentierenden Material und dem verformbaren Riemen 11 angeordnet. Die flexible Schablone 27 kann jedoch auch zwischen dem zu ornamentierenden Ma terial TF und einem Druekorgan, das die Form einer glatten Walze hat, angeordnet sein. Die Schablone kann a-ae-h um eine weitere Walze 29, welche um ihre Achse verstellbar sein kann, geführt sein.
Die Dicke der Schablone wird natürlich von der Art und vom Grade der zu erreichenden Ornamentation und von idem zu ornamentierenden Mate rial abhängen, aber es wurde beispielsweise gefunden, dass Sehablonen mit einer Dicke von 0, 2 bis 2 mm auf Textilstoffen und regenerierter Zellulose gefällige Ornamente ergaben.
Fig. 23 zeigt schematisch eine diskonti- nuierlich arbeitende Vorrichtung zur zonenweisen Schrumpfung. Der gebogene Kopf 30, weleher das Druckorgan der Vorrichtung bildet, kann beispielsweise auf eine Temperatur von 120 bis 175 C erhitzt werden und ist an Tragarmen 31 montiert, so dass er um die Aehse 32 verschwenkt werden kann. Der Kopf a. rbeitet mit einem entsprechend gebogenen, elastisch verformbaren Bett 33 zusammen, das aus verschiedenen Schichten bestehen kann und. mit einer Stoffdeeksehicht 33a bedeckt ist, welehe mittels Klammern und Federn ziemlieh straff gehalten ist.
Wenn der Kopf naeh unten verschwenkt und auf das ve. rformbare Bett gepresst wird, so wird das Bett derart zusammengedruckt, dass seine ur sprünglich gebogene Oberfläche radial nach unten gedrüekt wird, wodureh sie gezwungen wird, sieh zusammenziehen. Als Folge da. von wird Flaehmateria. l, welches zwischen dem Kopf und dem Bett eingesehlossen ist, ge zwungen, unter dem Druck des sich zusammenziehenden Bettes zu schrumpfen.
In dem dargestellten Ausf hrungsbeispiel ist der Kopf mit Rillen oder Einsehnitten versehen, und bietet daher eine diskontinuierliche Berührungsfläche 30a, so dass die Vorrichtung nur in gewissen Zonen des zwischen den Kopf und das Bett eingesehlossenen Materials eine Schrumpfung verursacht. Es ist leicht einzusehen, dass diese Vorrichtung abgeändert werden ka. nn, indem das Bett 33 auch mit Rillen versehen wird, oder indem nur das Bett 33 mit Rillen versehen wird, oder indem die diskontinuierliche Oberfläche durch eine Scha.blone gebildet wird, die zwischen das Material und entweder den Kopf oder das Bett eingelegt ist.
Ein Beispiel der erfindungsgemässen Vor rie. htung kann auch so ausgebildet sein, dass das Flachmaterial in einem zusammenpres- senden Durehgang mit je einer Klemmvor- richtung am Ei. ngang und am Ausgang mit grösserer Geschwindigkeit hineingefordert wird, als es diesen Durchgang verlassen kann. Bei einer bekannten Sehrumpfvorrich- tung wird das Flachmaterial z. B. zwischen zwei F¯rderwalzen mit einer bestimmten Geschwindigkeit in einen sehmalen Kanal geför- dert, aus welehem es wiederum zwischen zwei langsamer laufenden Forderwalzen austritt.
Da das Fiaehmaterial im engen Durehgang nieht seitlich a. usweiehen kann, wird es in Durchlaufriehtung gestaucht, das heisst ge schrumpft. Bei dem genannten Beispiel wird nun die eine Wand des Durehganges als Flä- che mit Vertiefungen ausgebildet, so dass das durehgeleitete Material nur zonenweise geschrum. pft wird und sich in den ungeschrumpften Zonen auswolben kann.
Es sind auch Schrumpfmaschinen mit zwei gegeneinander gepressten Walzen bekannt, wobei die eine AValze aus starrem Ma, terial besteht und die andere eine Oberfläche aus flexiblem, verformbarem Material 1 aufweist, und worin Mittel vorgesehen sind, durch welche die letztere Walze mit kleinerer Umfangsgeschwindigkeit angetrieben wird als die erstere. Auch bei diesen bekanntenTaschi- nen waren die Walzenfläehen glatt, so dass die gesamte Fläche des Flaehmaterials unter schiedslos g. esehrumpft wurde.
Bei einem Beispiel der Vorrichtung gemäss vorliegender Erfindung ng wird nun eine solche Walze mit einer mit Vertiefungen versehenen, diskonti- nuierliehen OberflÏche versehen, in welchem Falle das durchgeleitete Flachmaterial nicht mehr auf seiner ganzen FlÏche, sondern lediglich zonenweise geschrumpft wird.
Die auf einigen Materialien erzeugten Ornamentierungen sind versehiedenartig, je nae, hdem das Druckorgan oder der Riemen oder das Bett aus Gummi oder einem andern geeigneten Material gerillt oder mit Ausneh- mungen versehen ist. Beispielsweise bei Textilien besteht die Tendenz, dass die in Berüh- rung mit dem Druekorgan steh. encle Seite ein glasartiges Aussehen oder einen Glanz erhÏlt, während die mit dem Riemen oder dem Bett in Ber hrung gekommene Seite stumpf und matt wird. Es ist daher moglieh, die Ornamentierung entweder auf der glänzenden oder auf der matten Seite des Stoffes vorstehen zu lassen.
Das Mass der zonenweisen Schrumpfung, welche z. B. ungefÏhr 5 bis 15% betragen kann, ist durch Veränderung der folgenden Faktoren beeinflussbar : a) das Ma¯ des dureh das Druekorgan ausgeübten Druckes normal zur Oberfläche des Flachmaterials, b j die Temperatur des Druckorgans, c) bei Textilien den Feuehtigkeitsgehalt derselben.
Das Ma¯ der Schrumpfung in den ge sehrumpften Zonen ist ein Mass für die Menge des in lose Krausen oder Ïhnliche ornamentale Formen umgewandelten Materials.
Das Ma. der Schrumpfung, der die flaehen Partien oder die flache Partie eines Textilstoffes unterworfen werden, kann erforder liehenfalls bis zur maximalen Sehrumpffähigkeit des Stoffes getrieben werden, um den ornamentalen Effekt zu betonen.
Wenn ein wa. lzenartiges Druekorgan mit einem bewegten Riemen verwendet wird, so kann man den Antrieb f r das Druekorgan und den Antrieb f r den bewegten Riemen starr miteinander kuppeln, anstatt sich auf einen. Reibungsantrieb durch das Druckorgan zu verlassen, so dass die periphere Geschwin- digkeit des Druckorgans und des Bandes dieselben sind oder ab. er in einem festen Verhält- nis zueinander stehen.
Eine diskontinuierliche Ornamentierung konnte in einer kontinuierlich arbeitenden Vorrichtung dadurch hergestellt werden, dass das Druekorgan intermittierend auf das zu behandelnde Material aufgesetzt wird. Auf diese Weise ist es moglieh, lä, ngs des Materials flache Partien mit ornamentierten Partien abweehseln zu lassen. Wenn es gewünscht wird, können auch aufeinanderfolgende orna- mentierte Partien dadurch verschiedenartig ausgeführt werden, da. ss man nacheinander verschiedenartige Ornamentiervorrichtungen auf das as Material wirken lässt, wobei immer eine Vorrichtung arbeitet, während die andere ocler andern sieh in Ruhe befinden.
Auf diese Weise kann ein Material so beha. ndelt werden, dass es seiner LÏnge nach zwei üder mehrere Abschnitte mit versehiedenartiger Ornamentierung aufweist.
Durch Einführen eines Deektuches oder dünnen endlosen Bandes 20 aus flexiblem Material zwischen das Druckorgan und das zu behandelnde Material (siehe Fig. 10) kann auf den glatten, geschrumpften Zonen des Materials ein OberflÏcheneffekt erzielt werden.
Fig. 12 veranschaulicht einige der Ornam. ente, die durch Behandlung von Textilstoffen mit dargestellten Vorriehtungen erzielt werden können. Die geschrumpften Streifen TV, des Stoffbandes bleiben flaeh und glatt.
Eine angrenzende, nicht geschrumpfte Partie W2, die bis an den Rand des Stoffbandes reicht, bildet einen Fa. ltenrand, da nur der eine Band dieser Pa. rtie der Sehrumpfung unterworfen wurde, nÏmlich, der an die Par tie Wi angrenzende. In den zwisehen zwei geschrumpften Partien W1 gelegenen Teilen W3 bilden sich Kra. usen.
Die Zahl pro Lä. n geneinheit und die Gr¯¯e dieser Krausen hängt nicht nur vom Mass der erfolgten Schrumpfung g und von der Tiefe der Ausneh- mungen im Druckorgan oder in der flexiblen Oberfläehe, sondern auch vom Widerstand, den der Stoff der zusammendrückenden Schrumpfung entgegensetzt und vom Abstand zwischen benachbarten geschrumpften Partien ab. Wenn also die geschrumpften Partien weiter auseinanderliegen, so entstehen weniger und grössere Fa. lten bzw. Auf- wölbungen wie in der Zone W4, wÏhrend in der schmäleren Zone W3 kleinere und mehr Falten entstehen.
Der Oberfläeheneffekt, welcher durch Einfugen eines endlosen Bandes aus geeignetem Material zwisehen das Druckorgan und das Material gemä. Fig. 10 erzielt werden kann, ist a, us Fig. 13 ersichtlich, welche ein in einer Vorrichtung gemäss Fig. 10 ornamen- tiertes Materialstüek darstellt. Die Oberflächen der flachen geschrumpften Partien Wg haben -wÏhrend der Schrumpfung einen Ober fläeheneffekt erhalten, während die unge- schrumpften Partien in der oben beschriebenen Weise Krausen gebildet haben.
Fig. 14 veranschaulicht, wie in verhältnis- mϯig schmalen, ungeschrumpften Partien mehr Falten pro Längeneinheit entstehen als in breiten, ungesehrumpften Partien.
Bei gewissen Textilstoffarten entstehen bei Verwendung einer Vorrichtung, die ver hältnismässig schmale ungeschrumpfte Partien erzeugt, erhobene, rippenartige Ornamente W6 (Fig. 15) an Stelle von Krausen, und zwar je nach dem Widerstand, welchen der Stoff einer Sehrumpfung in Kettenriehtung entgegensetzt. Diese rippenartigen Ornamente können beispielsweise bei mittelsehweren Stoffen mit Rillenibreiten im Druckorgan von 1, 5 bis 3 mm erzielt werden.
Die Fig. 17α und 18α veranschaulichen die Ornamente, die auf Textilstoffen durch Behandlung in kontinuierlich arbeitenden, durch Druck wirkenden Schrumpfvorrichtungen erzeugt worden sind, die deformier- bare Riemen gemäss Fig. 17 bzw. 18 aufwei- sen,.
Bei der Behandlung von Textilstoffen kann die Lebensdauer der Ornamentierung g dadurch erhöht werden, dass der Stoff mittels zusätzlicher, geheizter Druckorgane behandelt wird. In einer derartigen Vorrichtung wird der Stoff mit der Oberfläehe eines geheizten Druckorgans mittels eines Riemens oder Bandes B in Berührung gehalten (Fig. 3). Der Riemen oder das Band, welches beispielsweise aus Metall besteht, bewegt sich über drei kleine F hrungswalzen 21, 22 und 23. Der von links eintretende Stoff ist unter der Druckwalze 14, um dieselbe herum nach oben und entlang des Bandes B um die Führungswalzen 22 und 23 herum und schliesslich über eine F hrungswalze 24 aus der Vorrichtung herausgeführt.
Eine oder mehrere nieht dargestellte, auf Temperaturen von beispielsweise 120 bis 205 C heizbare Klemmwalzen können an Stelle des Bandes B oder zusätzlich zu demselben auf der Oberseite der Druckwalze 1 4 angeordnet sein. Diese Klemmwalzen konn- ten gerillt oder sonstwie mit Ausnehmungen versehen sein, da. mit sie ähnliissh dem Druek- organ oder dem Riemen eine diskontinuierliche Oberfläehe aufweisen. Solche zusätzliche Heizvorrichtungen erlauben, die Vorrichtung mit einer niedrigeren Arbeitstemperatur zu betreiben, wodurch die Lebensdauer des Stof- fes erhöht wird. Der Stoff kana nach der Behandlung auf einfache Weise, beispielsweise mittels einer kalten Walze, gek hlt werden.
Fig. 10 zeigt sehematiseh eine bevorzugte Ausführungsform einer kontinuierlich arbeitenden Schrumpfvorrichtung zur Behandlung von versehiedenartigen Textilstoffen. Ein in vollen Linien dargestellter Stoff T mit thermoplastischen Eigenschaften, welcher demzufolge keine zusätzliche Vorbehandlung benötigt, wird direkt von einer Rolle abge- wickelt, in eine Ornamentierungsmaschine für zonenweise. Schrumpfung geführt und in ornamentiertem. Zustand direkt auf eine zweite Bolle aufgewickelt.
Anderseits ist ein Stoff P in striehpunktierten Linien dargestellt, welcher vor der Ornamentiermg mit Kunstharz imprägniert und nach der Ornamentierung getrocknet und einer WÏrmebehandlung- unterworfen werden muss. Er wird aus einer Troekenvorriehtung D zur Schrumpfvorrichtung und von da zu einem Ofen C geführt, von wo die Stoffrollen zum Waschen in eine geeignete Waschmaschine ge- bra. eht werden. Endlieh werden die gewasche- nen Stoffe getrocknet.
Fig. 11 zeigt schematisch einen vollständi- gen Behandlungsprozess zur Omamentierung eines Textilstoffes. In diesem Behandlungs- proze¯ wird das von links kommende Stoffband dureh ein Bad F, welches ein geeignetes Fixiermittel, beispielsweise Kunstharz, ent hält und dann zwisehen einem Paar von Klemmwalzen N hinduchhgeführt. Hierauf wird der Stoff in einer geeigneten Troeken- vorrichtung D auf den gewünsehten Feueh- tigkeitsgehalt gebracht. Der Stoff lÏuft dann weiter durch die Schrumpfvorrichtung S, durch den Ofen C und wird schlie¯lich auf eine Rolle R aufgewickelt.
Gewisse Alaterialien kön. nen über ihre ganze Fläche um 5 bis 10% ber ihre urspr ngliche Länge gestreckt werden, bevor sie der zonenweisen Sehrumpfung unterworfen werden. Im Gegensatz dazu kann das Material 1 auch ber seine ganze FlÏche unter seine urspr ngliche LÏnge geschrumpft werden, bevor es der durch Druck wirkenden zonenweisen Schrumpfung unterworfen wird.
Durch diese Massnahmen kann der Tendenz der Krausen und Falten aufweisenden Par tien zum Einlaufen entgegengearbeitet werden.
Die Materialien können während des Schrumpfungsprozesses gefÏrbt werden. Beispielsweise kann eine einen Farbstoff enthaltende Paste auf den Riemen, die Druek- walze oder die Schablone gebracht werden, so da¯ die Paste wÏhrend der Ornamentie rung auf das Material übertragen wird und darauf ein Farbmuster erzeugt. Bei der Ornamentierung von gewissen Materialien. beispielsweise Textilstoffen, kann ihre FÏhigkeit ausgen tzt werden, gewisse Farbstoffe unter der Hitzewirkung'zu absorbieren. Diese Farbstoffe können in Form von Suspensionen auf das zu ornamentierende Material aufgebracht werden, so dass der Farbstoff durch diejenigen Partien des Materials absorbiert wird, welche während der Ornamentierung mit den geheizten Oberflächen in Ber hrung kommen.
In den andern Pa. rtien wird der Farbstoff entweder gar nicht oder doch in vermindertem Masse absorbiert. Die Absorption von Farbstoff wird dabei um so grosser sein, je h¯her die Temperatur ist, welcher das Material bei der Ornamentierung ausgesetzt wird.
Bei der Behandlung von Materialien, die im. spÏteren Gebrauch andauernden Z gen unterworfen sind, was beispielsweise bei sehr schweren VorhÏngen durch deren Eigenge wicht der Fall ist, kann es erwünscht sein, die geschrumpften Partien zu verstärken, um 'leren Schrumpfung und damit auch die Ornamentierung in den übrigen Partien auf @@chtzuerhalten. Dies kann beispielsweise gesehehen durch verstärkendes Steppen oder Haften oder durch verstÏrkende BÏnder, KlebebÏnder oder durch mchrere dieser Ma¯ nahmen,, wodurch der Tendenz der ge schrumpftenPartien,siehauszudehnen, ent gegengewirkt wird.
Die mittels der beschriebenen Vorrichtun- gen hergestellte Ornamentierung zeichnet sich dadurch aus, da¯ Oberfläehendruckzei chen in den ornamentierten Zonen fehlen und dass die Kramem und Falten unregel- mϯig liegen, so dass sie sic-h wesentlich von der Ornamentierung unterscheidet, die durch BehandlungdesMaterialsdurch eine Presse oder durch den normalen Druck von mit Ausnehmungen versehenen Walzen erzielt wird.
E mit den beschriebenen Vorrichtungen erzeugte Bippelung unterscheidet sieh von der durci Bossieren erhaltenen, indem die erzeugte Rippelung, insbesondere im Falle von Textilstoffen keine Druckzeichen uncl keine zerquetschten Fasern aufweist, wie es bei Rippelungen der Fall ist, die nach be kannten Verfahren erzeugt sind.
Gerippte Textilstoffe, die mit den beschriebenen Vor r iehtungen hergestellt sind, unterscheiden sieh auch von denjenigen Stoffen, bei welehen die flachen Stellen zwischen den Rippen durch Zusammenquetschen mittels einer Walze erzeugt sind, weil bei der Behandlung mit den beschriebenen Vorrichtungen das Material in den geschrumpften Zonen durch zwei Dr cke und nicht nur durch einen senkrecht zur Oberfläche des Flachmaterials wir kenden Druck verfestigt wird.
Die mit den beschriebenen Vorrichtungen in gewissen Materialien, beispielsweise Textilstoffen, die in Wasser leicht sehwellen, erzeugte Ornamentierung kann teilweise oder ganz verschwinden, wenn die illaterialien gewaschen oder sonstwie genetzt werden, wenn nieht Massnahmengetroffenwerden, um die zonenweise Schrumpfung zu fixieren oder haltbar zu machen. Eine Ausnahme bilden thermoplastische Textilstoffe, beispielsweise aus Polyamiden oder Polyestern, wie Polyethylen, Terephthalat, die, wenn sie unter Er wärmung verformt werden, diese Verfor- mung beibehalten, bis sie auf eine höhere Temperatur erhitzt werden. Die Schrumpfung unter Druck wird gew¯hnlich unter ErwÏrmung durchgef hrt. Die Stoffe werden also während der Sehrumpfung erhitzt.
Um andere Textilstoffe vor dem Verlust der Ornamentierung beim Waschen zu bewahren, können diese. aufverschiedeneWeisebehandelt werden. So können sie mit Kunstharzen oder andern aushärtbaren Fixiermitteln vorbehan delt werden, um die zonenweise Schrumpfung zu fixieren. Dieses Aushärten kann durch Erwärmen während und/oder nach dem Sehrumpfprozess oder durch die Wirkung eines nach cler zonenweisen Schrumpfung zu- gegebenen chemischen Stoffes oder auch nur durch die letztgenannte ehemische Behandlung bewirkt werden.
Als Beispiel kann ein Baumwollgewebe mit einem wÏrmeaushÏrtbaren Kunstharz in wässeriger Lösung imprägniert und anschlie- ¯end auf einen geeigneten Feuchtigkeitsge- halt von beispielsweise 10%getrocknet und abgekühlt werden. Hierauf kann es dureh die zonenweise Druekschrumpfung ornamentiert und schliesslich auf eine dem verwendeten Kunstharz angepa¯te Temperatur erhitzt werden, urn die Sehrumpflmg zu fixieren und damait die Omamentierung haltbar zu machen.
Vorzugsweise kann eine der Walzen oder ein anderes Element der Sehrumpfvorriehtung auf eine Temperatur gebracht werden, die genügt, um das Kunstharz auszuhärten. Erforderlichenfalls können auch Stoffe mit thermoplastisehen Eigenschaften der erwähnten Kunstharzbehandlung und/oder schlie¯lieh derWärmebehandlungausgesetztwerden.
Im Falle von Textilstoffen, die ganz oder teilweise aus Zelluloseacetat-Kunstseide bestehen, kann die Omamentierung durch die Verwendung wärmeaushärtbarer Kunstharze permanent gemacht werden, wie im Falle von Baumwolle, aber wenn das Material ganz aus Zelluloseaeetat besteht, oder einen hohen Anteil desselben enthält, kann das s Material mit einer wÏsserigen L¯sung wasserl¯slicher Stoffe behandelt werden, welche von den Zelluloseaceta. tgarnen selektiv aufgenommen werden und auf diese dadurch einen sehwellenden und plastiziel enden Effe.
kt ausüben wodurch der Erweichungspunkt des Zellu- loseaeetates herabgesetzt wird und dieses leichter ornamentiert werden kann. Hierbei kann der Stoff zuerst mit einer Losung des Schwellmittels oder plastizierenden Mittels von geeigneter StÏrke imprÏgniert und der ¯berschu¯ durch eine Pressvorrichtung ausgepresst werden. Der Stoff kann dann getrocknet und anschlie¯end bei geeigneter Temperatur der Orna. mentierungsvorrichtung zugef hrt werden. Hernach kann er gewa schen werden, um das vorher zugegebene Schwellmittel oder plastizierende Mittel herauszulösen.
Wenn die Bedingungen richtig gewählt sind, fühlt sieh die Acetatkunstseide naeh der Behandlung und Ornamentierung gleich an wie vor derselben.
Im folgenden sind einige Beispiele angef hrt, wie eine Ornamentierung mit den dargestellten Vorrichtungsbeispielen durchgef hrt werden kann.
Beispiel 1
Ein Textilstoff aus Zelluloseacetat-Kunst- seide wurde mit einer L¯sung von 20 Volum- prozenten Ethyllaeetat in kaltem Wasser ge- tränkt. Es wurden hierauf 25 bis 60%der zugegebenen L¯sung ausgepre¯t und anschliessend wurde der Stoff bei einer Temperatur von 100¯C getrocknet. Der Stoff wurde dann durch eine durch Druck wirkende Schrumpfvorrichtung zur zonenweisen Schrumpfung Ïhnlich der in den Fig. 1 und 2 dargestellten Vorrichtung geleitet, deren Druckorgan auf eine Temperatur von zwi- schen 120 und 150¯ C erhitzt war.
Der Stoff wurde anschlie¯end mit warmem Wasser gewaschen und schliesslich möglichst span nungsfrei getrocknet. Die dadurch auf dem Stoff erzeugte Ornanlentierung überstand die Wasehprozesse, welchen solche Stoffe norma- lerweise, unterworfen werden.
Nach dem Trocknen, aber vor der Ornamentierung k¯nnte der Stoff auf den erforderlichen Feuchtigkeitsgehalt konditioniert werden.
Beispiel 2
Ein glatt gewobener Stoff aus Viskose- Kunstseidefasern wurde auf einen Feuch- tigkeitsgehalt von 12"/o konditioniert und dann durch eine kontinuierlich arbeitende, durch Druck wirkende Schrumpfmaschine ge ä. ¯ Fig. 16 der Zeichnung geleitet. Der Riemen aus nat rlichem vulkanisiertem Gummi hatte ein Dieke von 8 m und eine Härte von 55"Shore wies eine diskontinuierliche Oberflä. ehe aus parallelen Rippen von 3 mm Breite und dazwischen liegenden Rillen von 75 mm Breite und 1 mm Tiefe auf.
Das Druekorgan war auf eine Temperatur von 150"C erhitzt. In denjenigen Partien des Stoffes, die nicht unter Druckwirkung ge- schrumpft wurden, entstand ein Falten- muser.
Beispiel 3
Es wurde derselbe Stoff und dieselbe Vorrichtung'benutzt wie in Beispiel 2, aber der Stoff wurde vor der Ornamentierung mit einer wÏsserigen L¯sung von 8 Gewichtsteilen Trimethylolmelamin mit 0, 1 Gewichtsteil Ammoniumdihydrogenphosphat imprägniert und dann getrocknet und konditioniert. Nach der Ornamentierung wurde der Stoff erhitzt, um das Kunstharz auszuhärten.
Die dadurch erzielte Ornamentation war waschbeständig.
¯hnliche Ergebnisse wurden bei Verwen- düng von mereerisierter Baumwollpopeline an Stelle von Viskose-Kunstseide erzielt.
Beispiel 4
Eine der in Beispiel 2 verwendeten ähn- liche Vorrichtung wurde verwendet, jedoch war der Gummiriemen ersetzt durch einen KiemenaussynthetischemGummivon 6 mm Dicke und einer HÏrte von 50 Shore. Die diskontinuierliche Oberfläche wurde durch eine Anzahl paralleler Rippen von 1 mm Breite gebildet, die dureh Rillen von 2 mm Breite und 0,25 mm Tiefe getrennt waren. Das Druckorgan hatte eine Temperatur von unge i 205 C.
In dieser Vorrichtung wurde ein glattes Gewebe, welches vollständig aus Polyetliylen- terephthalatfasern bestand, behandelt. Die dabei erzeugte Ornamentierung wurde durch Waschen in wÏsseriger Seifenl¯sung nicht entfernt.
Beispiel 5
Dieses Beispiel illustriert die Absorption eines Farbstoffes durch Polyamidfasern unter der Wirkung der Hitze.
Ein glatt gewobener Nylonstoff wurde mit einer L¯sung von einem Gewichtsteil des unter der gesch tzten Marke Lacquer Blue 0041 bekannten Farbstoffes (welche Farbstoff durch die Imperial Chemical Industries Li, mi- ted verkauft wird) in 99 Gewichtsteilen Di chloroethylen imprägniert und in wa. rmer Luft bei einer Temperatur von 60 C getroeknet Der Stoff wurde dann durch die in Beispiel 2 beschriebene Vorriehtung geleitet, in welcher der Riemen aus Naturgummi dureh einen Riemen aus synthetisehem Gummi ersetzt war. Das Druckorgan war auf eine Temperatur von 180 C erhitzt.
Die In tensität der Färbung war in denjenigen Partien des Stoffes intensiviert, die in Berüh- run, mit der Druckwalze gehalten worden waren, wodurch ein neuartiger ornamentaler Effekt mit zwei Farbtonen erzielt wurde.
Die unentwickelte Färbung hÏtte durch Sp len in Dichlorroethylen entfernt werden können.
Beispiel 6
Ein Blatt aus bekannter regenerierter Zellulose von 0, 04 mm Dicke wurde dureh die in Beispiel 2 besehriebene Vorrichttung geleitet. Das Blatt wurde in den in Berührung mit dem geheizten Druekorgan gelangten Partien zum Schrumpfen gebracht, wÏhrend in den ungesehrumpften Partien Krausen oder Falten entstanden.