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CH316565A - Aus mindestens einer Vierkanaleinheit bestehende Trägerfrequenzanlage für Gegensprechverkehr - Google Patents

Aus mindestens einer Vierkanaleinheit bestehende Trägerfrequenzanlage für Gegensprechverkehr

Info

Publication number
CH316565A
CH316565A CH316565DA CH316565A CH 316565 A CH316565 A CH 316565A CH 316565D A CH316565D A CH 316565DA CH 316565 A CH316565 A CH 316565A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
group
frequency
carrier
channel
amplifier
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Surguy Caruthers Robert
Kenneth Van Tassel Earl
Original Assignee
Western Electric Co
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Western Electric Co filed Critical Western Electric Co
Publication of CH316565A publication Critical patent/CH316565A/de

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    • H04J1/18Frequency-division multiplex systems in which all the carriers are amplitude-modulated
    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
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Description


  Aus mindestens einer     Vierkanaleinheit    bestehende     Trägerfrequenzanlage     für Gegensprechverkehr    Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf  eine     Trägerfrequenzanlage    für Gegensprech  verkehr, bestehend aus einer oder mehreren       Vierkanaleinheiten.     



       Trägerfrequenzsysteme    für kurze Distan  zen auf einem einzelnen Kabel, besonders eines  mit zahlreichen parallelen Sprechkreisen, sind  bereits bekannt. Solche Systeme arbeiten mit       Zweiseitenbandübertragung    mit übertragenem  Träger, wobei die Verwendung von verschie  denen Frequenzbändern für die beiden Über  tragungsrichtungen charakteristisch ist. Bei  jedem Zwischenverstärker werden die Fre  quenzen gewechselt, so dass fortlaufend die  hohen und die tiefen Frequenzbänder ver  tauscht werden, was durch     frequenztransfor-          mierende        Modulatoren    geschieht. Zugleich  wird beim ersten und bei den folgenden Zwi  schenverstärkern die Reihenfolge der Kanäle  umgekehrt.

   Die einzelnen Kanäle enthalten       Kompanderkreise,    um     Störgeräu,,che    und Über  sprechen zu     vermindern    und damit nicht zu  hohe Anforderungen gestellt werden müssen  an die     Verstärker,        Modulatoren    usw. und  damit die Bedingungen für die Filter nicht zu  scharf werden.  



  Es ist ein Bedürfnis entstanden nach zu  sätilichen     Telephonkanälen    zu den vielen Ort  schaften, die noch mit Freileitungen versorgt  werden.     Trä;erfrequenzsysteme    für Freilei-         tungen    sind daher hauptsächlich für grosse  Distanzen zwischen 300 und 3000 km und  mehr entwickelt worden.     Ein    wirtschaftliches  Trägersystem     für    Distanzen kleiner als 80 bis  160 km und zur Übertragung vieler Kanäle auf  einem einzigen     Freileitungspaar    hat bis heute  noch gefehlt;

   ein solches System würde grosse  Einsparungen an Kupfer und Blei ergeben,  eine wesentliche Verminderung von Betriebs  sicherheit und     Qualität    sollte jedoch nicht in  Kauf genommen werden müssen.  



  Die vorliegende Erfindung bezweckt die  Schaffung einer solchen billigen     Vierkanal-          Trägerfrequenzanlage,    die zur Verwendung  auf Freileitungen ausgebildet ist, ohne dass  eine Einbusse der Qualität stattfindet.  



  Die erfindungsgemässe     Trägerfrequenz-          anla.ge    hat den Vorteil, dass sie Frequenzband  breite einspart durch Verwendung von Ein  seitenbandübertragung mit Doppelkanal.  



  Die Erfindung betrifft eine aus Vier  kanaleinheiten bestehende Trägerfrequenz  anlage für Gegensprechverkehr, bei welcher  mindestens zwei     Trägerfrequenz-Endausrü-          stungen    über eine Freileitung verbunden sind  und sowohl die obern als auch die untern Sei  tenbänder jedes Trägers zur Übertragung  getrennter Nachrichtensignale dienen, .welche  Freileitung über eine Anzahl im Abstand von  einander angeordneter     Verstärkerstationen         führt,

   wobei zwischen benachbarten     Verstär-          kerstationen    der Verkehr in der einen Rich  tung jeweils auf einer obern     Frequenzgruppe     und in der Gegenrichtung auf einer untern       Frequenzgruppe    erfolgt, dadurch gekennzeich  net, dass auf jeder     Verstärkerstation    ein Ver  stärker mit     Gruppenmodulator    vorgesehen zur  Vertauschung und     Frequenzinvertierung    der       Frequenzgruppen,

      so dass eine ankommende  obere     Frequenzgruppe    in eine abgehende  untere     Frequenzgruppe    umgewandelt wird  zwecks angenähertem Übertragungsausgleich  zwischen den Endstellen, wobei vier Kanäle  von den Endstellen aus jeweils als ein Paar  von Doppelkanälen übertragen werden, deren  jeder ein oberes und ein unteres, aber ver  schiedenen Teilnehmern zugeordnetes Seiten  band umfasst, welche beiden Träger zur     Gegen-          endstelle    übertragen werden, wo pro Doppel  kanal ein vom jeweiligen Träger auf konstante       Trägerausgangsleistung    geregelter Empfangs  verstärker vorgesehen ist,

   sowie Mittel vorge  sehen sind zur     Demodulation    der beiden ein  zelnen Seitenbänder jedes Doppelkanals mit  Hilfe des jeweiligen geregelten Trägers, wo  durch die Übertragungspegel der einzelnen  empfangenen Teilnehmersignale, ungeachtet  der Änderungen des     Dämpfungsverlaufes    der  Freileitung, weitgehend konstant gehalten  werden können.  



  Im folgenden ist ein Ausführungsbeispiel  der Erfindung an Hand der beiliegenden  Zeichnungen näher     erläutert.     



  In den Zeichnungen ist       Fig.1A    ein Diagramm der     Frequenzzuord-          nung    für vier Kanäle einer Trägerfrequenz  anlage,       Fig.    1B ein Diagramm, das die Frequenz  zuordnung mehrerer Vierergruppen auf einer  Freileitung zeigt,       Fig.    1C ein Blockschema einer     Träger-          frequenz-Endausrüstung;          Fig.    2A und 2B zeigen schematisch eine       Mehrkanalanlage    für Gegensprechverkehr;       Fig.    2C ist ein     Frequenzplan    für Doppel  kanäle;

         Fig.    3.4 und 3B sind detaillierte Schemata  der     Endausrüstungen;            Fig.    4 ist ein Zwischenverstärker;       Fig.    5A und 5B sind detaillierte Schemata  von     Trägerendstellen;          Fig.    6.4 zeigt ein     Kanalbandfilter;          Fig.    6B stellt die entsprechende Frequenz  charakteristik dar;       Fig.    7A     zeigt    ein Richtungsfilter und       Fig.    7B den entsprechenden     Frequenzver-          lauf.     



       Fig.1A    zeigt schematisch für vier Kanäle  eines     Trägerfrequenzsystems    die Übertragung  und den Empfang durch obere und untere  Frequenzbänder.  



  Beginnend bei der untern     Endausrüstung          LGTR    folgt man der gestrichelten Linie     in     der angegebenen Richtung. Vier Kanäle 1, 2,  3, 4, dargestellt als Pfeile, werden vom Sprech  frequenzband in das Gebiet von 180     bis     196     kHz        transponiert.    Diese     Frequenztrans-          formation    erfolgt mit den Trägern 184 und  192     kHz.    Je eines der Seitenbänder wird dabei  unterdrückt. Das obere und das untere Sei  tenband eines Trägers sind also einzelne Sei  tenbänder je eines Sprechkanals. Der andere  Träger gehört zu den beiden andern Sprech  kanälen.

   Ein solches Kanalpaar wird im fol  genden als Doppelkanal bezeichnet.  



  Die obere     Frequenzgruppe    zur     übertra-          gung    über die Leitung und die Zwischenver  stärker wird erzeugt durch Modulation des  Bandes von 180-196     kHz    mit dem Grup  penträger von 236     kHz,    dargestellt durch die  schiefe gestrichelte Linie, so dass das Band  von 40-56     kHz    entsteht.  



  Die vier Kanäle, die nun zwischen 40 und  56     kHz    liegen, laufen über einen Linien  abschnitt bis zum ersten Zwischenverstärker.  Beim Durchgang durch den Verstärker wird  die untere     Frequenzgruppe    transponiert in die  obere Gruppe von 60-76     kHz,    ferner wird die  Reihenfolge der Kanäle vertauscht. Dieser       Frequenzsprung    wird durch Modulation mit  einem Träger von 116     kHz    erreicht.  



  Nachdem die Kanäle über die gewünschte.  Anzahl von Leitungsstücken und Zwischenver  stärker gelaufen sind, gelangen sie auf den  Eingang des     Endempfängers,    der mit<I>HG</I>       REC.    bezeichnet     ist.    An     dieser        Endstelle    trans-           poniert    ein oberer Gruppenträger von 256     klIz     das Band auf 180-196     kHz,    von wo aus die  Sprachfrequenzbänder durch     Demodulation     gewonnen werden.  



  Die entgegengesetzte Übertragungsrichtung  ist durch die ausgezogenen Linien dargestellt.  Beginnend beim obern Ende können die vier  Kanäle in ähnlicher Weise bis zur untern     End-          stelle    verfolgt werden.  



  Die Endstellen sind so angelegt, dass sie  das obere oder das untere Frequenzband aus  senden können. Eine Endausrüstung mit Sen  der für das untere Frequenzband     (LGT,    40  bis 56     kHz)    empfängt das obere Band (60 bis  76     klIz).    Umgekehrt hat die andere Endstelle       (HGT)    einen Sender für die obere und einen  Empfänger für die untere     Frequenzgruppe.     



  Die Verwendung einer untern     Frequenz-          gruppe    von 40-56     kHz    und einer obern von  60-76     kHz    erlaubt die Übertragung beider  Richtungen auf einem einzigen Leitungspaar,  die Anwendung von     Frequenzsprüngen    bei den  Zwischenverstärkern, das heisst das Vertau  schen von oberer und unterer     Frequenzgruppe,     überwindet das Übersprechen, das sonst in den  Kanälen auftreten würde.  



  Wegen des     Frequenzwechsels    in den Zwi  schenverstärkern sind an einem Zwischen  verstärker immer beide Ausgänge auf der  gleichen     Frequenzgruppe    und ebenso auch  beide Eingänge. Übersprechen erfolgt dann  zwischen gleichen Pegeln, weshalb     Längs-          induktivitäten    und Filter weggelassen werden  können.  



  Aus     Fig.    1A geht hervor, dass, unabhängig  davon, ob das obere oder untere Band emp  fangen und das entsprechende andere gesendet  wird, die Kanäle im     180-196-kHz-Band    die  gleiche     Frequenzlage    haben, nur die Reihen  folge der Kanäle ist umgekehrt. Es können  daher für die Kanäle 1 und 4 bei Modulation  und     Demodulation    die gleichen Filter verwen  det werden; das gleiche gilt auch für die     Ka-          näle-2    und 3.

   Diese bedeutende Reduktion in  der Anzahl der verschiedenen Filterarten, die  sich ergibt aus der Kombination eines Sy  stems mit Doppelkanälen     und    der Anwendung    von     Frequenzsprüngen,    ist ein wesentliches  Kennzeichen der beschriebenen Ausführung.  



  In     Fig.1B    ist dargestellt, wie mehrere  Vierergruppen in     Übertragungsfrequenzen    um  gewandelt werden können, so dass Einheiten  von 8, 16, 32 Kanälen einer Richtung über eine  Freileitung gegeben werden können mit einem  Minimum von Bandbreite bei relativ geringem  Übersprechen.  



  Die OB-Einheit, beschrieben in     Fig.1A,     enthält vier Kanäle für Gegensprechverkehr  im Frequenzband von 40-76     kHz.    Ähnlich  sind die Einheiten     0A,        0C,        0D    aufgebaut,  und jede enthält vier Kanäle für Gegensprech  verkehr, deren Frequenzen bestimmt sind  durch die obern und untern Gruppenträger;  dargestellt durch die schiefen Linien.

   Im     OA-          System    liegt die obere Grenze der     übertra-          gungsfrequenzen    bei 36     kHz;    dieses     Frequenz-          band    wird aus dem gleichen Band von 180 bis  196     kHz    erzeugt wie bei Gruppe<I>OB.</I> Die ent  sprechenden     Gruppenträgerfrequenzen    liegen  bei 196 und 216     kHz.     



  Die über<I>OB</I> liegende Gruppe     0C    ver  wendet Gruppenträger von 276 und 296     kHz,     um das Band von 180-196     kHz    auf die Über  tragungsfrequenzen von 80-116     kHz    zu trans  ponieren. In ähnlicher Weise wird vom     OD-          System    der Bereich     von@120-156        kHz        belegt.     Dieser     Frequenzplan    lässt zwischen den ein  zelnen Gruppen einen Abstand von 4     kHz,     innerhalb welcher die Gruppen getrennt wer  den können.  



       Allgemeine   <I>Einführung</I>  Nach     Fig.1C    enthält die     Trägerendstelle     A vier Kanaleinheiten 1, 2, 3 und 4, die mit  den vier verschiedenen Sprechkreisen 5, 6, 7  und 8 verbunden sind, wobei je noch zwei  Anschlüsse E und     3I    vorhanden sind zur Über  tragung der Wahl oder zu     überwachungs-          zwecken.     



  Vier trägerfrequente     Einseitenbandkanäle     werden in der Endstelle A erzeugt, indem  jeder Sprechkreis einen der Träger von 184  und 192     kHz    moduliert. Die Modulation ge  schieht in Brückenschaltung, und je ein Filter  sperrt das unerwünschte Seitenband. Die vier      Kanäle werden dann zu Doppelkanälen zusam  mengefügt zusammen mit den wieder zuge  fügten Trägern. Das resultierende Band von  I.80-196     kHz    wird durch Modulation mit  236 oder 256     kHz,    je nachdem, ob in der  untern oder in der obern     Frequenzgruppe     übertragen werden soll, auf die Übertragungs  frequenz transponiert.

   In beiden Fällen wird  durch ein Bandfilter die untere (40-56     kHz)     oder die obere (60-76     kIiz)        Frequenzgruppe     aus dem     Modulationsprodukt    ausgesiebt.  



  Die     Doppelkanaleinheit    10 liefert den  Träger für den     Kanalmodulator    und den ver  stärkten Träger für die     Demodulation    in den  gleichen Kanälen, wobei immer einer der  Träger bei 184 und der andere bei 192     kHz     liegt. Aus dem einen Kanal wird das obere  und aus dem andern das untere Seitenband  durchgelassen. Die     Doppelkanaleinheit    liefert  auch den übertragenen Träger für die Kanäle  7 und 2. Auf der Empfangsseite enthält die  Einheit Mittel zur Regulierung der zuge  hörigen Kanalpaare.

   Für die Kanäle 3 und 4  gibt es eine ähnliche     Doppelkanaleinheit    11,  ebenfalls für die Trägerfrequenzen 184 und  192     kHz,    wobei jedoch Sende- und Empfangs  frequenzen gegenüber der Einheit 10 ver  tauscht sind.  



  Die vier Kanäle und die zwei Träger von  184 bzw. 192     kHz    gelangen zusammen auf die       Gruppen-Sendeeinheit    12, wo ein     Gruppen-          modulator    mit einer Frequenz von 236 oder  256     kHz    die Gruppe auf die richtige Frequenz  zur     Übertragung    auf der Freileitung 16 trans  poniert.

   Die Endstelle sendet entweder im  untern Frequenzband von 40-56     kHz        (LGT   <I>)</I>  oder im obern Band von 60-76     kHz        (HGT).     Die     Gruppen-Sendeeinheit    12 enthält auch die  Verstärker, um die Pegel der Kanäle auf den  richtigen Wert zu bringen. Bevor die Gruppe  auf die Freileitung gelangt, passiert sie das  Richtungsfilter 13, das aus Platzgründen in  der     Gruppen-Empfangseinheit    14 unterge  bracht ist.  



  Die Sprechsignale aus der entfernten     End-          stelle    A' gelangen als Band von 60-76     kHz     über die Freileitung 16 und durch das Rich  tungsfilter 13 (das in geeigneter Weise ge-    schaltet wird, je nachdem, ob es sich um eine  Empfangsstation für das obere     [HGT]    oder  untere     [LGT]    Frequenzband handelt) auf den       Gruppenmodulator    15, der sie mittels Trägern  von 256 oder 236     kHz    auf das ursprüngliche  Frequenzband von 180-196     kHz    transpo  niert. Dann passieren die Kanäle die Doppel  kanaleinheit 10 und 11 und die entsprechenden  Filter in diesen Einheiten.

   Die     Gruppen-Emp-          fangseinheit    14 enthält auch Verstärker und  Regelkreise für die ganze Gruppe. Die Rege  lung ist über einen derart grossen Bereich  wirksam, dass unter allen Betriebsbedingungen  der Freileitungen ein genügend hoher Ver  stärkungsgrad erreicht wird. Der Gruppen  regulator wird ergänzt durch den Doppel  kanalregulator. Dieser ist hauptsächlich unter  extremen Verhältnissen auf der     Freileitung     oder bei plötzlichen und raschen, kleineren  Änderungen der Dämpfung in der     Endaus-          rüstung    wirksam.

   Der     Doppelkanalregulator     bewirkt, da er nur die Verstärkung von zwei  Kanälen reguliert, auch eine gewisse Kompen  sation für lineare Verzerrungen und Ungleich  mässigkeiten des Gruppenregulators.  



  Die     Gruppen-Oszillatoreinheit    liefert die  236 und 256     kHz,    die von den erwähnten       Gruppenmodulatoren    benötigt werden. Zu  sätzlich ist ein Generator 18 für 3700 Hz vor  handen, diese Frequenz wird zur Übertragung  der Wahl usw. verwendet.  



  Die Art und Weise, wie andere Vierer  gruppen eingeschaltet werden, wie besprochen  an Hand von     Fig.1B,    ist dargestellt durch  gestrichelte Linien, die den Anschluss der  Richtungsfilter für 80-96     kHz    und 120 bis  136     kHz    der Gruppen     0C    bzw.     0D    angeben.  



  Die     Fig.2Aj2B    zeigen ein Ausführungs  beispiel der     Vierkanalanlage    gemäss der Er  findung, wobei Endstellen, Freileitung und  Zwischenverstärker schematisch dargestellt  sind.  



  Die Sprechströme aus dem Kreis 20 ge  langen durch einen Übertrager und ein varia  bles     Dämpfungsglied    auf einen Verstärker in  dem Kompressor 22. Ein Teil des     Verstär-          kerausganges    wird gleichgerichtet im     Kom-          pressor-Steuerkreis,    so dass eine Gleichspan-           nung    entsteht, die wie die in den Silben ent  haltene Sprechenergie variiert. Dieser Strom  fliesst durch die variablen Widerstände im       Dämpfungsglied,    wodurch der     Gesamtvem-          stärkungsgrad    des Kompressors verändert  wird.

   Durch diesen Vorgang werden die  Energievariationen der Sprechsignale auf  etwa die Hälfte komprimiert.  



  Auf den Kompressor folgt der     Kanal-          modulator    28 unter Zwischenschaltung eines       Tiefpassfilters,    wie in     Fig.    3A gezeigt     (Grenz-          frequenz    bei 3100 Hz). Frequenzen über  3100 Hz sind nämlich am Ausgang des     Kom-          pressors    zu erwarten, entweder weil sie schon  im Sprechsignal enthalten sind oder weil sie  durch die Begrenzung im Kompressor     erzeugt     werden. Eine Aufgabe des Filters ist es, Fre  quenzen in der Nähe von 3700 Hz zu unter  drücken, um Störungen auf der Steuersignal  frequenz zu vermeiden.

   Es dient auch dazu,  die Frequenzen oberhalb 4000 Hz zu unter  drücken, die Anlass zu Übersprechen auf die  Nebenkanäle 2, 3 und 4 geben können.  



  Der     Brückenmodulator    28 in     Fig.    2A und  3A, der die Sprechfrequenzen mit 184 oder  192     kHz    moduliert, unterdrückt gleichzeitig  den Träger. Dieser     Modulator    erhält seine  Trägerfrequenz aus der zugehörigen Doppel  kanal-Trägereinheit 10, wo sich der     Oszillator     24 befindet. Am Ausgang des     Modulators    28  wird durch das Bandfilter 29 das gewünschte,  z. B. das untere (180-184     kHz)    Seitenband  ausgewählt. Bei der andern zugehörigen  Kanaleinheit wird das andere (z. B. 184 bis  188     kHz)    Seitenband ausgewählt.

   Der gemein  same Träger für diese beiden zusammengehöri  gen Kanäle liegt in diesem Falle bei 184     kHz     und wird vom     Oszillator    24 geliefert. Dieser  Träger hat dann also zwei Seitenbänder, die  zu Sprechsignalen aus verschiedenen Kanälen  gehören.  



  Im Multipel 27 werden die ausgefilterten  Seitenbänder der vier     Modulatoren    und die  zwei Träger aus der Einheit 10 kombiniert  und vereinigt auf den     Gruppen-Übertragungs-          kreis    12 gegeben.  



  Im     Gruppen-Übertragungskreis    12     (Fig.    2A)  werden die vier Seitenbänder und die zwei    Träger zunächst in der Frequenz verschoben  entweder in die obere oder untere     Übertra-          gungs-Frequenzgruppe    (40-56 oder 60 bis  76     kHz).    Dies geschieht in einem     .Ringmodu-          lator    31 durch den obern oder untern Grup  penträger (236     kHz   <I>LG:</I> 256     kHz   <I>HG).</I> Ein       Gruppen-Bandfilter    32 wählt das entspre  chende Seitenband aus, das dann auf den zur  Übertragung erforderlichen Pegel verstärkt  wird.

   Die Gruppe passiert dann das Rich  tungsfilter 33, um über geeignete, in     Fig.    3B  detaillierter gezeigte Kreise auf die Freilei  tung 16 zu gelangen.  



  <I>Filter und</I>     Ferritspulen     Das Bandfilter 29 ist eine kompakte Ein  heit mit einem     piezo-elektrischen    Kristall und  einer     Induktivität    mit     Ferritkern;    das Rich  tungsfilter 33 und andere Filter, wie z. B. das  Filter 40, in den Gruppenkreisen der     Endaus-          rüstung,        ebenso    die Filter in den 'Zwischen  verstärkern enthalten keine Kristalle, aber bis  zu zehn     Ferritspulen.     



  Die Kerne dieser Spulen bestehen, kurz ge  sagt, aus einer Mischung von     Ferriten,    die  hohe     Permeabilität    mit geringer Leitfähigkeit  vereinen.  



  In einer praktischen Ausführung wurde  eine Mischung aus magnetischen und nicht  magnetischen     Ferriten    verwendet, wie     Fe02,          Mn02    oder     Ni02,        Zn02    mit hoher     Permeabili-          tät.    Die     Ferrite    werden unter hohem Druck  und Temperatur geformt. Die Kerne werden  so in mehreren Teilen hergestellt, dann mit  der Spule zusammengebaut und verkittet. Die  Spulen sind dann in einer     Ferrithülle    ein  geschlossen, so dass ein geschlossener magneti  scher. Kreis entsteht und die Beeinflussung  auf und von andern Kreisen auf ein Minimum  reduziert wird.

   Bei diesen Trägerfrequenzen  können Spulen mit einem Gütefaktor Q von  über 500, mit geringen Wirbelstrom- und  Kupferverlusten hergestellt werden, die nicht  grösser sind als 10     cm3.    Da die Spulen vor dem  Zusammenbau gewickelt werden können, ist  deren Herstellung einfach und wirtschaftlich.  Die     Ferrite    sind nicht feuchtigkeitsempfind-      lieh.     Induktivitäten,    die für den     Abgleich    der  Filter über einen genügend grossen Bereich  variiert werden können, werden mit einem ver  stellbaren Luftspalt hergestellt.  



  Die in     Fig.    2A und 3,4 dargestellten     Kom-          pander    22, 22', jedes Kanals machen die An  wendung der zahlreichen     Ferritspulen    des  Mehrkanalsystems möglich. Ohne die Wir  kung der     Kompander    wären die nichtlinearen  Verzerrungen, die in den     Induktivitäten    ent  stehen würden, zu gross (Übersprechen, Rau  schen). Die Kombination der Vorteile von       Ferritspulen    und     Kompander    ist hingegen  einem linearen System überlegen.  



  Ein     Kompander    besteht aus Kompressor  und Expander. Der Kompressor komprimiert  die Leistungsvariationen der     Sprachsignale    da  durch, dass die schwachen Signale angehoben  werden. Schwache Signale kommen daher in  ein günstigeres Verhältnis zu allen Störun  gen wie Rauschen, Übersprechen, Kreuzmodu  lation auf dem Übertragungswege. Die stärk  sten Signale bedürfen jedoch keiner weiteren  Verstärkung im Kompressor, da sie ohnehin  schon einen genügenden Abstand haben von  den Störungen auf der Leitung. Die stärk  sten Signale dürfen sogar etwas reduziert wer  den, wodurch die Verstärker weniger über  steuert werden.

   Im Expander werden die  Intensitätsschwankungen in ihrem ursprüng  lichen Umfange wieder hergestellt, indem die  schwächeren Signale     geschwächt    und die stärk  sten unverändert durchgelassen werden. In  Abwesenheit eines Sprachsignals hat der Kom  pressor eine Verstärkung von 28     dB    und der  Expander 28     dB    Dämpfung, so dass alle Stö  rungen für den Empfänger um 28     dB    redu  ziert werden. Praktisch wird allerdings nicht  ganz dieser volle Gewinn im     Signal-Rausch-          verhältnis    erreicht.

   Hingegen ergeben sich eine  Reihe von weiteren Vorteilen; die Abstände  der Zwischenverstärker können grösser gewählt  werden, die Anforderungen an alle Filter auf  der Linie oder in den Endstellen sind geringer,  höhere Ausgangspegel können zugelassen wer  den ohne Übermodulation, und geringere Ein  gangspegel können zugelassen werden ohne  übermässiges Ansteigen der Störungen.    Die Gruppe von vier Kanälen, die von der  Endstelle A ausgesendet wird     (Fig.    2A), brei  tet sich über die Freileitung 16 aus. Diese  Übertragungsleitung enthält alle 80-160 km  einen Zwischenverstärker. Bei jedem Zwi  schenverstärker werden die obere und die  untere     Frequenzgruppe    vertauscht und die  Reihenfolge der Kanäle umgekehrt.  



  Dieser     Frequenzwechsel    gleicht den     Dämp-          fungsverlauf    der Leitung aus, und statt dass  der Verstärker den Leitungsverlust der höch  sten Übertragungsfrequenz wettmachen muss,  muss er nur für den Verlust bei der Zentral  frequenz dimensioniert werden. Übersprechen  von den hohen Ausgangspegeln der Zwischen  verstärker auf deren niedrige Eingangspegel  wird dadurch vermieden, dass die Ausgangs  signale in einem andern Frequenzband liegen  als die Eingangskanäle.  



  Eine detaillierte Beschreibung der Zwi  schenverstärker mit dem     E-W-    und dem     W-E-          Verstärker    folgt in Verbindung mit     Fig.    4.  



  <I>Empfängerkreise</I>  Wie in den     Fig.    2B und 3B angegeben, er  reicht die von der Endstelle A ausgesandte  V     ierkanalgruppe    über die Freileitung 16 die  entfernte Endstelle A'     (Fig.    2B), wo ein Rich  tungsfilter die Bänder der Sende- und Emp  fangsfrequenzen trennt. Eine zusätzliche Se  lektion für die gewünschten Bänder (40-56  oder 60-76     kHz)    erfolgt durch das Hilfsfilter  34, das im Empfänger auf das Richtungsfilter  folgt.

   Die empfangene     Vierkanalgruppe    wird  geregelt, durch den     Gruppenmodulator    trans  poniert auf die Kanalfrequenzen (180 bis  1.96     kHz)    und verstärkt, bevor sie auf die       Doppelkanalempfänger    10'     (Fig.2B)    gelangt.  Die Gruppenregulierung im Verstärker 36, ge  steuert durch die gesamte Leistung der vier  Kanäle und der beiden Träger, kompensiert  für Änderungen der Linienverluste unter  wechselnden Wetterbedingungen (trockenes  oder nasses Wetter, Rauhreif).  



  Die ganze     Vierkanalgruppe    aus dem  Gruppenempfänger gelangt dann auf die zwei       Doppelkanalempfänger    10' und 11', wo eine  zweite Regulierung stattfindet, wobei jede      Untergruppe von zwei Kanälen reguliert wird  durch den gemeinsamen Träger.  



  Die verschiedenen     Sprechkanal-Seitenbän-          der    werden dann durch die entsprechenden  Filter 40 usw.     (Fig.2B    und 3A) auf die  Kanaleinheiten gegeben und durch den     Kanal-          Demodulator    41, der seinen Träger aus den       Doppelkanaleinheiten    10, 10' erhält, auf das  Sprachband zurücktransponiert.  



  Nach der     Demodulation    passieren die  Sprechströme das     Tiefpassfilter    23', das sich  auf der Expander- und Steuereinheit befindet.  Das Filter hält vom Expander alle Steuer  signale und den     Interferenzton    von 8     kHz     fern.  



  Der Expander 22'     (Fig.3A)    ist, im Un  terschied zum Kompressor, vorwärtsgeregelt,  das heisst die Dämpfung des Expanders wird  gesteuert durch die Eingangssignale, während  die Dämpfung des Kompressors durch die Aus  gangssignale gesteuert wird. Schaltungsmässig  sind die     Dämpfungsglieder    in Kompressor und  Expander durch ähnliche Sprechströme ge  steuert, da die Steuerkreise beide an einer  Stelle angeschaltet sind, an der der Bereich  der Energieschwankungen komprimiert ist.  Die komprimierten Sprechsignale werden im  Steuerkreis in Gleichströme umgewandelt, die  im     Rhythmus    der Sprechenergie schwanken.

    Diese Ströme fliessen durch die variablen Wi  derstände des     Dämpfungsgliedes    und ändern  dadurch den gesamten Verstärkungsgrad des  Expanders. Die Wirkung des Expanders ist  genau entgegengesetzt zu derjenigen des     Kom-          pressors,    so dass die ursprüngliche Dynamik  der Sprechsignale wieder hergestellt wird.  Auf den Expander folgt ein Verstärker mit  fixem Verstärkungsgrad.  



  <I>Steuerung</I>  Der Steuerkreis 42-43     (Fig.3A)    spricht  auf bestimmte Unterbrechungen des     3700-Hz-          Tones    in jedem Kanal an. Für Überwachungs  zwecke sind die Ein- und Aus-Perioden des  Tones relativ lang, während die Wahl durch  kurze Impulse übertragen wird. Die Signale  werden mit einem Minimum an Verzerrungen    übertragen aus Gründen der Betriebssicher  heit.     -          Überwachungs-    oder Wahlimpulse wechseln  die Spannung zwischen -48 V und     Erdpoten-          tial;    sie werden aus dem Kreis 20 auf die Ver  bindung      M     der Kanaleinheit gegeben.

   Wie  in     Fig.    3A angegeben, ist der     Tastkreis    42 mit  der 3700     Hz-Quelle    18 in der Gruppenein  heit 15 verbunden. Nichtlineare Germanium  widerstände im     Tastkreis    sind so eingestellt,  dass sie einen grossen Verlust verursachen,  wenn die Verbindung  M  auf -48 V liegt  und dass ihre Dämpfung gering ist, wenn  M   auf Erdpotential liegt. Vom Eingang des       Modulators    weg folgt das Signal den schon  im     Zusammenhang    mit     den    Sprechstrom  kreisen beschriebenen Weg.

   Am     Modulator-          ausgang    besteht der Signalton aus den beiden       3700-Hz-Seitenbändern,    von denen eines durch  den     Kanalbandpass    ausgelesen wird.  



  Auf der Empfangsseite wird das Signal  seitenband in gleicher Weise wie     das-Sprach-          band    ausgewählt und     demoduliert.    Das     3700-          Hz-Signal    am Ausgang des Demodulators 41  wird durch ein enges     Bandpassfilter    (3700 Hz)  in den Signalkreis eingegeben.

   Dieses Filter  schützt den     Signalkreis    vor     Störungen    durch  Sprachfrequenzen und durch den     8-kHz-Inter-          ferenzton.    Das     3700-Hz-Signal    wird dann im  Verstärker 43 auf den richtigen Pegel ge  bracht, um einen     Multivibrator    82     (Fig.    5A)  zu     synchronisieren.    Dieser     Multivibrator    ver  wandelt den schwankenden     3700-Hz-Sinuston     in eine     Rechteckw        elle    ziemlich konstanter Am  plitude,

   wodurch der Signalkreis unempfind  lich gegen     Amplitudenschwankungen    am Aus  gang des Demodulators wird. Die     3700-Hz-          Rechteckwelle    gelangt dann über einen Ka  thodenverstärker 83 auf einen Gleichrichter 84  in     Verdopplerschaltung.    Der konstante oder  pulsierende Gleichstrom am Ausgang des  Gleichrichters wird durch eine Verzögerungs  schaltung 85     geführt,    wodurch der Signalkreis  unabhängig von impulsartigen Störungen  wird.

   Nach dem Verzögerungskreis werden die       CTleichstromsignale    verstärkt und betätigen  dann ein polarisiertes Relais mit eingeschmol  zenen     Quecksilberkontakten,    das seinerseits die            E -Verbindung    zum Kreis 20 auf Erde legt  oder öffnet (s.     Fig.    5A).  



       Zwischenverstärker          Fig.4    zeigt einen Zwischenverstärker für  Gegensprechverkehr im Blockschema. Der  Zwischenverstärker hat vier Grundaufgaben.  Er trennt die beiden     Frequenzgruppen,    die  für die beiden Übertragungsrichtungen be  nutzt werden, transponiert und invertiert die  eingehende Gruppe durch Modulation auf die  andere Gruppe, verstärkt und überträgt sie  auf die Leitung und reguliert automatisch  die Verstärkung, so dass     Dämpfungsvariatio-          nen    auf der Freileitung ausgeglichen werden.  



  Zwischenverstärker mit     Frequenzwechsel     werden benutzt, um die     Sprech-    und Signal  frequenzen der     Vierkanalgruppe    auf dem       Freileitungspaar    wie bei einem Vierdraht  sYstem zu     übertragen.    Für die beiden Über  tragungsrichtungen werden verschiedene     Fre-          quenzgruppen    (40-56 in der untern Gruppe,  60-76     klIz    in der obern Gruppe) benutzt. Bei  jedem Zwischenverstärker werden die     Fre-          quenzgruppen    vertauscht und invertiert sowie  verstärkt und reguliert.  



  Gemäss     Fig.4    passieren die auf der Lei  tung 16 ankommenden Ströme das Linienfilter  48 und den Übertrager 49. Die OB-Frequen  zen werden von den untern     Frequenzgruppen     durch das Filter 48 getrennt. Wenn auf der  Leitung     0C    und     0D    Systeme     verwendet    wer  den, so werden ähnliche Übertrager und Filter  benutzt. Die Linienfilter 48 benutzen     Ferrit-          spulen    und haben einen scharfen     Dämpfungs-          anstieg    unterhalb 40     kHz.     



  Die Richtungsfilter 50, 54 werden auf  entgegengesetzten Seiten des Zwischenverstär  kers verwendet, um die gewünschten Gruppen  durchzulassen. Ausserhalb des     Durchlass-          bereiches    sind sie     hochohmig,    so dass drei Fil  ter parallel geschaltet werden können für die  <I>OB-,</I>     0C-    und     OD-Systeme,    ohne dass sich  die von der Leitung aus gesehene Impedanz  des Verstärkers in irgendeinem der     Durchlass-          bereiche    wesentlich ändert. Die Richtungs  filter 50, 54 sind identisch unter sieh und    mit den Richtungsfiltern der Gruppenemp  fänger     (Fig.    5A und 5B).

   Sie sind bei der Be  sprechung der     Fig.        7AJB    genauer beschrieben.  



  Nach dem Durchgang durch das Rich  tungsfilter 50 wird das gewünschte Band auf  das Hilfsfilter A gegeben. Im einen Falle  hat das Filter A einen     Durchlassbereich    von  40-56     kHz,    während das Band 60-76     kHz     gesperrt wird, im entgegengesetzten Falle  wirkt das Filter entsprechend umgekehrt.  



  Auf das Filter A folgen zwei Regelstufen  51, wodurch der Ausgangspegel des Verstär  kers bei schwankendem Eingangspegel einiger  massen konstant gehalten wird. Der Regelver  stärker 51 'liefert dem     Modulator    52 ein Signal  konstanten Pegels.  



  Im     Modulator    52 wird die eingehende     Fre-          quenzgruppe        moduliert    mit 116     kHz;    diese  Frequenz stammt aus dem kristallgesteuerten       Oszillator    55 und verwandelt die untere     Fre-          quenzgruppe    in die obere und umgekehrt. Der:       Modulator    52 ist ein     Ringmodulator,    in dessen  Ausgang sowohl der     116-kHz-Träger    als auch  die Eingangsfrequenzen unterdrückt sind.  



  Ein Filter B nach dem     Modulator    lässt das  Band von 60-76     kHz    durch, worauf die Si  gnale durch den Leitungsverstärker 53 auf den  richtigen Pegel gehoben werden und durch  das Richtungsfilter 54 auf die Leitung 16 ge  langen.  



  Gleichzeitig mit dem Vertauschen der     Fre-          quenzgruppen    wird die Reihenfolge der Ka  näle innerhalb der Gruppe umgekehrt; der  Kanal 4 wird     also    z. B. vom obersten Kanal  in der obern     Frequenzgruppe    in den unter=       sten    Kanal der untern Gruppe transponiert.  Diese Inversion hat zur Folge, dass bei einer  geraden     Teilstreckenzahl    alle Kanäle nahezu  den gleichen Leitungsverlust haben, das heisst  die     Frequenzcharakteristik    der Leitung wird  ausgeglichen.

   Es ergibt sich daraus auch, dass  die maimal benötigte Verstärkung der Zwi  schenstellen so gross sein muss, dass sie die Ver  luste der Leitung bei der mittleren statt bei  der höchsten Frequenz kompensiert. In der  folgenden Tabelle sind die     Dämpfungsver-          hältnisse    bei Rauhreif dargestellt für zwei Ab-      schnitte von je 88 km Länge eines     Freileitungs-          paares    mit 3,26 mm Durchmesser und 31,5 cm  Abstand, bedeckt mit einer 6,2 mm dicken Eis  schicht.

      <I>Tabelle -</I>  Übertragung über zwei Teilstrecken mit  Ausgleich der Dämpfungen durch Frequenz  wechsel  
EMI0009.0003     
  
    Kanal <SEP> l <SEP> Kanal <SEP> 2 <SEP> Kanal <SEP> 3 <SEP> Kanal <SEP> 4
<tb>  dB-Dämpfung <SEP> - <SEP> obere <SEP> Gruppe <SEP> 40,2 <SEP> 41,3 <SEP> 44,7 <SEP> 45,9
<tb>  dB-Dämpfung <SEP> - <SEP> untere <SEP> Gruppe <SEP> 34,7 <SEP> 33,6 <SEP> 30,5 <SEP> 29,4
<tb>  Totale <SEP> Dämpfung <SEP> 74,9 <SEP> 74,9 <SEP> 75,2 <SEP> 75,3       Die angegebenen Dämpfungen sind in       1000-Hz-Abstand    vom jeweiligen Träger ge  messen.  



  Bei einer ungeraden     Teilstreckenzahl    ist  der totale     Frequenzgang    nahezu gleich wie bei  einem System ohne Zwischenverstärker, da die  Zwischenverstärker einen flachen Frequenz  gang mit automatischer Verstärkungsregelung  haben, ohne Korrektur für die Leitungsdämp  fung.  



  Der Ausgangspegel der Zwischenverstärker  wird reguliert, indem ein Teil der Ausgangs  spannung im Steuerverstärker verstärkt und  gleichgerichtet wird. Die gleichgerichtete  Spannung wird mit einer Bezugsspannung ver  glichen, und die Differenzspannung verwendet  zur Regelung der     Vorspannung    der     Verstär-          kerstufen.    Eine Änderung des Ausgangspegels  bewirkt eine Variation der     Vorspannungen,     und zwar derart, dass die Verstärkung sich  in dem Sinne ändert,     dass.    die ursprüngliche  Schwankung fast vollständig     kompensiert     wird.  



  Die Übertragung wird auf zwei Arten regu  liert, einmal als Gruppenregulierung und ein  mal als     Doppelkanalregulierung.    Beide Arten  werden hauptsächlich gesteuert von der in  den     Doppelkanal-Trägerfrequenzen    enthal  tenen Energie. Die Gruppenregulierung er  folgt bei jedem Zwischenverstärker und beim  Endempfänger, wobei die gesamte, in den  beiden     Doppelkanalträgern    enthaltene Energie  die Steuerung der Verstärkung bewerkstelligt.  Nur an den Endstellen wird, nach der Grup  penregulierung, jeder einzelne Doppelkanal  für sich reguliert. Dazu wird der entspre-         chende    Träger. des     Doppelkanals    ausgefiltert  und die darin enthaltene Energie zur Regelung  des Verstärkers verwendet.  



  Die     Fig.    5A und 5B zeigen die Elemente  einer     Trägerendstelle    und ihre Verbindungen.  <I>Kompressor</I>  Am Eingang des     Kompressorkreises    22 lie  gen die Sprechströme aus dem     Vierdraht-Ab-          schlussnetzwerk    21. Die Sprechsignale gelan  gen auf das variable     Dämpfungsglied    61, dann  auf den Verstärker 62 und das     Tiefpassfilter     23. Die Sprechsignale werden im Kompressor  22 im     Amplitudenverhältnis    2: 1 komprimiert..  



  Das     Dämpfungsglied    61     ist    im wesentlichen  ein Brückennetzwerk, bei dem die Dämpfung  abhängt vom Strom durch die variablen     Ger-,          maniumwiderstände    in den- Parallelzweigen.  Der Steuergleichstrom wird gewonnen durch  Gleichrichtung am Ausgang des Kompressor  verstärkers 62. Innerhalb der Betriebsgren  zen wird dadurch eine Änderung des Ein  gangspegels von 2     dB    am Ausgang auf 1     dB     komprimiert.  



  Vom     Kompressorverstärker    62 gelängen die  Sprechfrequenzen auf das     Tiefpassfilter    23  und auf den Gleichrichter 65 im Steuerkreis  des     Dämpfungsgliedes:    Aus Stabilitätsgrün  den ist der Verstärker gegengekoppelt, und der  Verstärkungsgrad mit Gegenkopplung ist  40     dB.    Mit dem     Potentiometer    64 wird die  Gegenkopplung reguliert, um den Kanalpegel  auf den richtigen Wert einzustellen. Das Tief  passfilter 23 sperrt die Frequenzen über  3100 Hz, um Störungen der Sprechfrequen  zen auf die Signalkreise zu vermeiden.

        Ein Teil der Ausgangsspannungen des       Kompressorverstärkers    wird durch     Germa-          niumdioden    im     Steuerkreis        (Vollweggleich-          richter    65) gleichgerichtet. Der entstehende  Gleichstrom, der im Rhythmus der Sprache  schwankt, geglättet durch ein     R-C-Netzwerk,     wird auf den Längszweig des     Dämpfungs-          gliedes    61 gegeben, um dessen Dämpfung wie  vorgeschrieben zu regulieren, so dass eine Kom  pression im Verhältnis 2: 1 entsteht.  



       Kanatnnodulator     Die komprimierten Sprechströme gelangen  auf den     Kanalmodulator    28, der auch den       3700-Hz-Signalton    aus dem     Tastkreis    42 er  hält. Nach der Kanalmodulation gelangen die  Ströme auf den     Gruppenübertragungskreis    via  das Kombinationsmultipel 27 in der     Endaus-          rüstung,    und zwar als einzelnes Seitenband  auf     Kanalfrequenz.     



  Der     Kanalmodulator    enthält ein Anpas  sungsglied für die Sprachfrequenz, das die    Ausgangsimpedanz des     Kompressorausganges     an die     Modulatorimpedanz    anpasst und einen       Brückenmodulator    28 aus     Germaniumdioden,     in dem die komprimierten Sprechströme und  die Signalfrequenz von 3700 Hz mit dem Trä  ger aus der     Doppelkanaleinheit    moduliert wer  den. Das     Kanal-Bandfilter    29 sperrt das un  erwünschte Seitenband und hilft auch einen  wegen     Unsymmetrie    des     Modulators    noch vor  handenen Trägerrest zu unterdrücken.

   Auf  das Filter     folgt    das     Potentiometer    (T) zur  Einstellung des richtigen Pegels bei Installie  rung und Kontrolle der Anlage. Alle Kanäle  werden auf gleichen Ausgangspegel eingestellt.  Der     Modulator    arbeitet mit einem Träger von  184 oder 192     kHz,    der von einem     Oszillator    in  der     Doppelkanaleinheit    stammt.  



  Der     Frequenzraum,    der dem Ausgang eines       Kanalmodulators    zugeordnet ist, hängt von  der Kanalnummer und der Art der     Endaus-          rüstung    ab. Die     Frequenzzuteilungen    für  Senden und Empfangen sind in der folgenden  Tabelle zusammengestellt  
EMI0010.0038     
  
    Kanal <SEP> Endstelle <SEP> LG <SEP> (untere <SEP> Gr.) <SEP> Endstelle <SEP> HG <SEP> (obere <SEP> Gr.)
<tb>  Nr.

   <SEP> Filter <SEP> Sender <SEP> Empfänger <SEP> Sender <SEP> Empfänger
<tb>  1 <SEP> A <SEP> 180-184 <SEP> kHz <SEP> 192-196 <SEP> kHz <SEP> 192-196 <SEP> kHz <SEP> 180-184 <SEP> kHz
<tb>  2 <SEP> B <SEP> 184-188 <SEP> " <SEP> 188-192 <SEP> " <SEP> 188-192 <SEP> " <SEP> 184-188 <SEP> "
<tb>  3 <SEP> B <SEP> 188-192 <SEP> " <SEP> 184-188 <SEP> " <SEP> 184-188 <SEP> " <SEP> 188-192 <SEP> "
<tb>  4 <SEP> A <SEP> 192-196 <SEP> " <SEP> 180-184 <SEP> " <SEP> 180-184 <SEP> " <SEP> 192-196 <SEP> "       Die Filter A und B beziehen sich auf das  oben erwähnte Kanalfilter 29.  



  Sende- und Empfangsfilter für einen  Kanal sind beide in einer einzigen,     einsteck-          baren    Filtereinheit enthalten. Welches der  Filter für Senden und welches für Empfang  benutzt wird, wird durch die Orientierung der  Einheit im Sockel bestimmt. Wegen der dualen  Beziehung zwischen den Kanälen 1 und 4  sowie zwischen 2 und 3 sind nur zwei     Band-          filtert5-pen    notwendig, Filter A für die Kanäle  1 und 4, Filter B für die Kanäle 2 und 3.

    Die     Frequenzgruppen    eines Kanals können ge  wechselt werden     (HGT   <I>zu</I>     LGT),    indem ein  fach das Bandfilter herausgezogen und um       1.80     gedreht wieder eingesteckt wird. Die    richtige Lage des Filters im Sockel ist daraus  ersichtlich, dass die dann sichtbare     Besehrif-          tung    den Kanal und den Typ der Endstelle  angibt. In den     Fig.    6A und 6B sind typische       Frequenzcharakteristiken    des     Kanalbandfilters     angegeben. Es ist nur das Schema für ein  Filter gezeigt, da beide gleichen Aufbau haben.  



  Das Kombinationsmultipel 27 ist ein Wi  derstand, mit dem die vier einzelnen Seiten  bänder und die zwei     Doppelkanalträger    zur  Übertragung auf den     Gruppenmodulator    kom  biniert werden. Das Kombinationsmultipel  sorgt auch für richtige Anpassung des Kanal  filters 29 an den     Gruppenmodulator.    Die  Dämpfung eines Kanals bei der Kombination  ist 40     dB,    so dass irgendwelche Rückwirkungen      der     Impedanzverläufe    von einem auf ein an  deres Filter unbedeutend sind.  



       Gruppenübe-rtragungskreis     Dieser Kreis hat verschiedene Funktionen.  Er     transponiert    die vier Seitenbänder und die  zwei Träger von der Kanalfrequenz auf die  Übertragungsfrequenz im Bereich von 40 bis  56     kHz        (LGT)    oder 60-76     kHz        (HGT).    Er  verstärkt ferner die Kanäle auf den richtigen  Pegel.  



  Zur Übertragung auf der obern Frequenz  gruppe     (HGT)    ist die Trägerfrequenz  256     kHz,    zur Übertragung auf der untern  Gruppe ist sie 236     kHz.    Am     Gruppenüber-          tragungskreis    müssen keine Änderungen vor  genommen werden, wenn der Typ der     End-          stelle    gewechselt wird (von     HGT    auf     LGT     oder umgekehrt).

   Das     Gruppen-Tiefpassfilter     32 ist breit genug, um die untere oder obere       Frequenzgruppe    durchzulassen (und auch die  Übertragungsfrequenzen der     0C-    oder     OD-          Träger).    Der     Gruppenoszillator    liefert dem       Modulator    die Frequenzen 236 oder 256     kHz.          Gruppenmodulato-r     Der Ausgang des     Kombinationsmultipels     gelangt auf den     Gruppenmodulator    31.

   Es ist  ein     Ringmodulator    mit     Kupferoxydzellen    zwi  schen Übertragern, wobei der Träger und das  Eingangssignal unterdrückt werden.  



       Gruppenübertragungsfilter     Das     Gruppenübertragungsfilter    32 lässt das  untere durch die Modulation im     Gruppen-          modulator    entstandene Seitenband mit den  vier Kanälen durch und sperrt alle andern       Modulationsprodukte.    Das Filter 32 hat eine       Grenzfrequenz    von 160     kHz,    so dass die Über  tragungsfrequenzen der<I>OB-,</I>     0C-    und     OD-          Systeme    durchgelassen werden.  



  Der Ausgang des Filters 32 ist mit dem  Übertragungsverstärker 34' verbunden, ein  zweistufiger, gegengekoppelter Verstärker mit       Pentoden.    Die     Frequenzcharakteristik    dieses  Verstärkers ist annähernd flach von 40 bis  196     kHz.       Der Ausgang des     Gruppenübertragungs-,          kreises    12 gelangt auf das Richtungsfilter 33  und dann auf die Freileitung 16. Das Rich  tungsfilter 33 besteht aus zwei Bandfiltern,  wovon das eine die obere und das andere die  untere Gruppe von     Übertragungsfrequenzen     durchlässt (s.     Fig.    7A). In dieser Weise wer  den die beiden Übertragungsrichtungen ge  trennt.  



       Gruppenemp   <I>f</I>     angskreis     Der Gruppenempfänger 14     (Fig.3B        und     5B) hat verschiedene Aufgaben zu erfüllen  bezüglich des von der Endstelle A' (nicht ge  zeichnet) übertragenen     Frequenzbandes.    Nach  dem im Richtungsfilter 33 die empfangenen  Sprechsignale niedrigen Pegels von z.

   B. 40  bis 56     kHz    oder 60-67     kHz,    je nach dem  Typ der Endstelle, von der ausgesendeten     Fre-          quenzgruppe    getrennt wurden, werden sie ver  stärkt und im     Gruppenmodulator    auf die  Kanalfrequenzen     transponiert    (180-196     kHz).     Zusätzlich wird die Verstärkung reguliert, um  Variationen der Leitungsdämpfung 'unter  wechselnden     Wetterbedingungen    auszuglei  chen.  



  Das Hilfsfilter 34 ergänzt das Richtungs  filter 33 durch zusätzliche Dämpfung ausser  halb des     Durchlassbereiches    des Empfangs  filters.  



  <I>Regelverstärker</I>  Der Regelverstärker 36 arbeitet mit Dop  pelperioden 407A; es ist ein zweistufiger     RC-          Verstärker,    dessen Verstärkungsgrad umge  kehrt proportional zum Eingangspegel ist. Zur  Regulierung der Verstärkung wird ein Teil der  Ausgangsspannung gleichgerichtet und mit  einer Bezugsspannung verglichen. Die Dif  ferenzspannung gelangt als     Vorspannung    auf  die beiden Gitter. Der Regelvorgang ist fol  gender: Bei einem Ansteigen des Eingangs  pegels steigt auch der Ausgangspegel, wodurch  auch die Gleichspannung am Gleichrichter 67  steigt. Dies bewirkt eine stärker negative Vor  spannung im Regelverstärker 36 und eine  entsprechende Verminderung der Verstär  kung, so dass der Ausgangspegel auf den ur  sprünglichen Wert sinkt.

   Eine Abnahme des  Eingangspegels     wirkt    umgekehrt, so dass am      Eingang des     MOdulators    ein nahezu konstanter  Pegel liegt. Die Zeitkonstante des Regelvor  ganges wird in bekannter Weise durch Wider  stände und Kondensatoren bestimmt.  



       Emp        fangsgruppenmodulator     Der     Empfangsgruppenmodulator    35 ver  schiebt die     übertragungsfrequenzgruppen    von  40-56     kHz    bzw. 60-76     kHz    in das Band von  180-196     kHz.    Es ist ein     Ringmodulator    mit       Kupferoxydzellen,    dem ein Träger von 256     kHz     zugeführt wird von einem kristallgesteuerten       Oszillator.    Der     Ringmodulator    unterdrückt im  Ausgangskreis sowohl den Träger als auch das  Eingangsfrequenzband.  



  Das gewünschte Seitenband (180-196     kHz)     der Modulation passiert das     Empfangs-Grup-          penfilter    39 und wird von einem zweistufigen,  gegengekoppelten Verstärker 38 verstärkt.  



  Der Ausgang des Verstärkers 38, zugleich  der Ausgang des Gruppenempfängers, ist mit  den     hochohmigen    Eingängen der beiden Dop  pelkanaleinheiten 10' und 11' verbunden.  



       Doppelkanaleinheiten     Jede     Doppelkanaleinheit    hat vier Funk  tionen. Auf der Sendeseite liefert sie den ge  meinsamen Träger (184-192     kHz)    für den       Modulator    28 von zwei Kanälen; der gleiche  Träger wird auch auf das Kombinations  multipel zur Übertragung auf die Leitung ge  geben.  



  Auf der Empfangsseite wählt sie den kom  plementären ankommenden Träger aus und  verstärkt ihn zur Weitergabe an die entspre  chenden Demodulatoren und dient gleichzeitig  dazu, die .zugehörigen Seitenbänder auf kon  stantem Pegel     zu    halten in Ergänzung der Re  gulierung im Gruppenverstärker. Diese Funk  tionen werden im Band der Kanalfrequen  zen (180-196     kHz)    ausgeführt. Die zwei       Doppelkanaleinheiten    liegen zwischen der       Trägerfrequenzeinheit    einerseits und der       Gruppen-Sende-    und -Empfangseinheit ander  seits.  



  Der Gruppenempfänger reguliert die vier  Kanäle als eine Einheit.    Einer der Träger kann jedoch mit seinen  Seitenbändern einige     dB    tiefer liegen als der  andere. Dies rührt von der unterschiedlichen  Dämpfung der beiden     Frequenzgruppen    auf  der Leitung her. Infolge der wechselnden  Witterungsbedingungen kann diese     Differenz     variieren. Die     Doppelkanaleinheiten    regulie  ren diese Differenzen     praktisch    aus, so dass  jeder Träger und seine Seitenbänder am Aus  gang praktisch auf konstantem Pegel liegen.  



  Die Empfangsseite der     Doppelkanaleinheit     besteht aus einem Regelverstärker 68 und  dessen Steuerkreis 69. Die Eingänge des     Ver-          stärkers    liegen parallel am Ausgang des Grup  penempfängers, so dass beide Träger und alle  vier Kanäle in beide     Doppelkanaleinheiten        ge@     langen. Ein     Kristall-Bandfilter    am Ausgang  des Verstärkers 68 siebt den entsprechenden  Träger des Doppelkanals aus und führt ihn  dem Steuerkreis     zu,    der den zugehörigen Ver  stärker reguliert. Die Verstärkung der zu  einem Paar gehörigen Kanäle wird also gleich  zeitig geregelt.  



       Kanaldemodulator     Der     Demodulatorkreis    ist folgendermassen  aufgebaut: Er enthält ein     Empfangs-Kanal-          filter    40, das eines der     Kanalseitenbänder    aus  wählt und die andern drei sperrt, einen     Brük-          kendemodulator    41, in dem das Band mit  den Sprechströmen und der     Signalfrequenz     mittels eines Trägers auf die Sprechfrequen  zen     zurüektransponiert    wird, einen Verstär  ker 72 mit einem     Potentiometer    (R) zur Ein  stellung der Verstärkung,

   der den Ausgang  des     Modulators    verstärkt zur Weiterleitung an  den Expander und die     Steuersignal-Empfangs-          kreise.    Der Verstärker 72 hat etwa 28 dB  Verstärkung und ist zur Erhöhung der Sta  bilität gegengekoppelt.  



  Der Demodulator arbeitet mit 184 oder  192     kHz,    die von einem Trägerfilter in der       Doppelkanaleinheit    ausgesiebt werden und auf  einer eigenen Leitung 73 getrennt vom Seiten  band auf den Demodulator geführt werden.  



       Expanderschaltung     Der Expander erhält komprimierte Sprech  signale aus dem     Demodulationsverstärker    72      und stellt deren ursprünglichen Dynamik  umfang wieder her.  



  Der     Expanderkreis    (s.     Fig.5A)    besteht  aus einem     Tiefpassfilter    75, das Sprechfre  quenzen bis zu 3100 Hz     durchlässt    und das       3700-Hz-Steuersignal    sowie Komponenten aus  andern Kanälen unterdrückt. Er enthält fer  ner das variable     Dämpfungsglied    76, den  Steuerkreis 77, die eine     Dynamikexpansion    im  Verhältnis 2:1 bewirken. Ein zusätzlicher  Verstärker     bringt    die Sprechsignale auf den  richtigen Pegel.

   Dem     Steuerverstärker    wer  den Sprechsignale zugeführt, die er mittels  eines     Germaniumgleichrichters        (Vollweggleich-          richter)    in einen pulsierenden Gleichstrom  verwandelt. Dieser Gleichstrom fliesst, wie  beim Kompressor, durch das stromabhängige       Dämpfungsglied    76 und steuert dessen Ver  luste in der Weise, dass sich eine Expansion  im Verhältnis 2 :1 ergibt.  



       Steuersignalemp   <I>f</I>     änger     Der     Steuersignalempfänger        (Fig.5A)    er  hält     Überwachungs-    und Wahlinformation als       3700-Bz-Impulse    von     Verstärker    72 des  Kanaldemodulators und verwandelt diese in       Öffnungs-    und Schliessperioden der     E-Verbin-          dung    zur Übertragung des entsprechenden       überwachungs-    oder Wahlimpulses an die  weiteren Kreise.  



  Der Empfänger enthält zunächst ein       3700-I1z-Bandfilter    80, das nur diese Signal  frequenz durchlässt, dann einen Verstärker 81  mit einstellbarer Gegenkopplung zur Einstel  lung der Verstärkung. Darauf folgt ein     Be-          grenzer-Multivibrator    82, der den     3700-Hz-          Sinuston    in eine     3700-Hz-Rechteckwelle    ver  wandelt, deren Amplitude über einen grossen  Bereich von Eingangsspannungen konstant  ist.

   Durch den anschliessenden Kathodenver  stärker 83 wird von hoher Eingangsimpedanz  auf niedrige Ausgangsimpedanz transformiert,  so dass ein     Gleichriehter    84 in     Spannungs-          verdopplerschaltung    verwendet werden kann.  Der     3700-Hz-Wechselstrom    wird durch diesen  in einen Gleichstrom     verwandelt,    der durch  das     RC-Verzögerungsnetzwerk    85 auf das Git  ter eines     Gleiehstromverstärkers    gelangt. Das    Verzögerungsnetzwerk verhindert, dass kurze  Störungen sich auf das polarisierte Relais 86  mit den eingeschmolzenen Quecksilberkontak  ten auswirken, das im Anodenkreis des  Gleichstromverstärkers liegt.

   Der Gleichstrom  verstärker 87 ist bei Abwesenheit des     3700-Hz-          Tones    vollständig gesperrt; durch eine     Vor-          magnetisierwicklung    ist das Relais dann so  gehalten, dass der     E-Draht    über die Queck  silberkontakte geerdet ist. Fällt ein     3700-Hz-          Ton    ein, so leitet der Gleichstromverstärker,  und das Relais öffnet die     E-Verbindung.     



       Fig.    6A zeigt ein     Kanal-Bandfilter    für die       Träger-Endstellen.    Das Kanalfilter 29 ver  wendet einen Kristall mit hohem Q (z. B.  Quarz) und     Ferritspulen,    so dass sehr steile  Filterflanken erreicht werden. Die Charak  teristiken     zweier    angrenzender Kanalfilter ist  in     Fig.    6B gezeigt. In einem Anwendungsbei  spiel wurden     Ferritspulen    mit einem Q von  600 verwendet. Es sei darauf hingewiesen,  dass     Ferritspulen    auch für andere Frequenz  bereiche (höhere z. B.) verwendet werden  können.  



       Fig.    7A zeigt das Richtungsfilter, das die  beiden Übertragungsrichtungen auf der Lei  tung trennt. Es besteht aus zwei Bandfiltern  80 und 81, bestehend aus     Spulen-Konden-          sator-Kombinationen,    wobei die Eingänge der  Filter parallel geschaltet sind.

   Ein Filter  80 lässt die untere     Frequenzgruppe    von 40 bis  56     kHz    durch, das andere Filter 81 die obere       Frequenzgruppe    von 60-76     kHz.    Alle Spulen  beider Filter haben     Ferritkerne    und daher ein  hohes Q, wie oben beschrieben, um die ge  wünschte Steilheit des     Dämpfungsanstieges    zu  erreichen     (Fig.7B).        übertragungsverzerrun-          gen    im     Durchlassbereich    werden durch die  Anwendung von     Ferritspulen    erheblich ver  mindert,

   so dass mehr Filter hintereinander  verwendet werden können und keine Korrek  turnetzwerke für den     Amplitudengang    be  nötigt werden.  



  Die     Frequenzcharakteristik    des untern       Bandpassfilters    80 ist durch die ausgezogene  Linie dargestellt, während die entsprechende  Kurve für das Filter 81 durch die gestrichelte  Kurve angegeben ist. Aus der Steilheit der      Filterflanken ist ersichtlich, dass die vier       Kanalgruppen    wirksam getrennt werden. Die  eingebauten     Kompander    machen die nicht  linearen Verzerrungen der     Ferritfilter    80, 81  erträglich. Der Gewinn von 25     dB    durch den       Kompander    lässt grössere     Modulationseffekte     der     Ferritfilter    zu, als ohne diese Massnahmen  möglich wäre.

   Das     Modulations-Übersprechen     durch die     Ferritfilter    wird auf ein zulässiges  Mass reduziert durch den     Kompander.    Durch  die     Ferritfilter    wird an Frequenzbereich ge  spart, da der notwendige Abstand zur Tren  nung der Gruppen gering ist. Die Verwen  dung von Bandfiltern als Richtungsfilter ge  stattet die Verwendung von Gruppen ent  gegengesetzter Übertragungsrichtung mit  einem     Frequenzabstand    von nur 4     kHz.    Die       Durchlassbereiche    der     Ferritfilter    sind ausser  gewöhnlich flach.

   Die Verwendung von Band  filtern als Richtungsfilter wird durch die An  wendung von     Ferritkernspulen    möglich, und  der geringe     Frequenzabstand    der einzelnen  Kanäle wird durch das System der Doppel  kanäle ermöglicht. In einer praktischen Aus  führung wurde genügend     Frequenzraum    ein  gespart, dass eine zusätzliche Gruppe von vier  Kanälen auf die Leitung gebracht werden  konnte.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Aus mindestens einer Vierkanal-Einheit bestehende Trägerfrequenzanlage für Gegen= spreehverkehr, bei welcher mindestens zwei Trägerfrequenz-Endausrüstungen über eine Freileitung verbunden sind und sowohl die obern als auch die untern Seitenbänder jedes Trägers zur Übertragung getrennter Nach- .
    richtensignale dienen, welche Freileitung über eine Anzahl im Abstand voneinander angeord neter Verstärkerstationen führt, wobei zwischen benachbarten Verstärkerstationen der Verkehr in der einen Richtung jeweils auf einer obern Frequenzgruppe und in der Gegenrichtung auf einer untern Frequenzgruppe erfolgt, da durch gekennzeichnet, dass auf jeder Verstär- kerstation ein Verstärker mit Gruppenmodu- lator vorgesehen ist zur Vertauschung und Frequenzinvertierung der Frequenzgruppen,
    so dass eine ankommende obere Frequenz gruppe in eine abgehende untere Frequenz gruppe umgewandelt wird zwecks angenäher tem Übertragungsausgleich zwischen den End- stellen, wobei vier Kanäle von den Endstellen aus jeweils als ein Paar von Doppelkanälen übertragen werden, deren jeder ein oberes und ein unteres, aber verschiedenen Teilnehmern zugeordnetes Seitenband umfasst, und die bei den Träger zur Gegenendstelle übertragen wer den, wo pro Doppelkanal ein vom jeweiligen Träger auf konstante Trägerausgangsleistung geregelter Empfangsverstärker vorgesehen ist,
    sowie Mittel vorgesehen sind zur Demodulation der beiden einzelnen Seitenbänder jedes Dop pelkanals mit Hilfe des jeweiligen geregelten Trägers, wodurch die Übertragungspegel der einzelnen empfangenen Teilnehmersignale, un geachtet der Änderungen des Dämpfungsver- laufes der Freileitung, weitgehend konstant gehalten werden können. UNTERANSPRÜCHE 1. Trägerfrequenzanlage nach Patentan spruch, gekennzeichnet durch einen von der Gesamtleistung der vier Kanäle gesteuerten Gruppenregler zwecks Regelung der dem Emp fangsverstärker zugeleiteten Signale.
    2. Trägerfrequenzanlage nach Patentan spruch, bei der die abgehenden Signale vor der Übertragung über mindestens ein Band filter (29, 33, Fig.2A) und auf der Emp fangsseite die ankommenden Signale ebenfalls über mindestens ein Bandfilter (40) geleitet werden, dadurch gekennzeichnet, dass die ge nannten Bandfilter Reaktanzen mit nicht linearer Kennlinie, aber hohem Q-Wert ent halten,
    welche Bandfilter zulässig sind infolge Verwendung von Pegelkompressionsmitteln für die abgehenden Signale auf der Sendeseite und von entsprechenden Pegelexpandermit- teln für die eintreffenden Signale auf der Empfangsseite.
CH316565D 1951-12-29 1952-12-27 Aus mindestens einer Vierkanaleinheit bestehende Trägerfrequenzanlage für Gegensprechverkehr CH316565A (de)

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