Einrichtung an einer Waschmaschine zum unmittelbaren Ein- und Ausschalten des Stromes der Heizung und der Drehstrommotoren. Bei den bisher bekannt gewordenen voll automatischen Waschmaschinen werden zur Steuerung von Heizung, Wasch- und Schwing motoren usw. Schützen verwendet. Durch die Anwendung von Schützen wird die Schaltv or- riehtung zur automatischen Abwicklung des Arbeitsprogrammes kompliziert und teuer.
Gegenstand der Erfindung ist nun eine Einrichtung an einer Waschmaschine zum un mittelbaren Ein- und Ausschalten des Stromes der Heizung und der Drehstrommotoren. Er findungsgemäss zeichnet sich dieselbe dadurch aus, dass für die unmittelbare Schaltung des IIeizungs- und des Motorenstromes sowie für die Vorbereitung der elektrischen Stromkreise zur Betätigung der Wassereinlass- und -aus- lassventile ein mehrpoliger Drehschalter vorge sehen ist, der durch eine mechanische Fort sehaltvorriehtung automatisch geschaltet wird, die von einer durch einen Motor angetrie benen, in wählbarer Zeitdauer einen Umlauf beendigenden Steuerscheibe betätigt wird,
wo bei die Einlass- und Auslassventile durch eine Impulssehaltvorriehtung betätigt werden, die ebenfalls durch die genannte Fortschaltv or- riehtung gesteuert wird.
In der Zeichnung ist. beispielsweise eine Ausführungsform gemäss der Erfindung sche matisch dargestellt, und zwar zeigen: Fig. 1 eine Draufsicht auf die automatische Fortsehaltvorrichtung bei entspanntem Schalt liebel, unmittelbar nach der Weiterschaltung des Drehschalters, Fig. 2 eine Draufsicht auf die Schaltskala mit dem Drehgriff des Drehschalters, Fig. 3 einen schematisch dargestellten Wal zenschalter mit daran angeschlossenen Appa raten, Fig.4 das zugehörige Schaltschema einer vollautomatischen Waschmaschine und Fig.5 ein Schaltprogramm.
Die dargestellte Einrichtung weist eine unter Anwendung rein mechanischer Mittel arbeitende Fortschaltvorrichtung auf, welche auf einer im Innern des Waschmaschinenge- häuses unmittelbar über dem Drehschalter be- festigbaren Giaindplatte 1 montiert. ist. Die Vorrichtung weist einen winkelförmigen Schalthebel 2 auf, welcher um einen Achs zapfen 3 schwingbar gelagert ist und durch eine an seinem freien Ende angreifende Zug feder 4 in der Richtung gegen eine Steuer scheibe 5 gezogen wird. Die Steuerscheibe 5 ist auf einer Achse 6 befestigt, auf welcher ein Zahnrad 7 festsitzt.
Das Zahnrad 7 kämmt mit einem Zahnritzel 8, das über ein Über setzungsgetriebe von einem als Zeitelement dienenden Antriebsmittel, z. B. einem in der Fig. 1 nicht dargestellten Synchronmotor 19, angetrieben wird. Der Schalthebel 2 liegt der Steuerscheibe 5 mittels einer Rolle 9 an, wel che auf einem Achsbolzen des Schalthebels ge lagert ist. 10 ist die Achse des in die Maschine eingebauten Drehschalters, auf welcher ein achtzehn Zähne aufweisendes Schaltzahnrad 11 befestigt ist. In das Schaltzahnrad 11 greift eine auf einem Achszapfen 13 des Schalthebels '' gelagerte Schaltklinke 12 ein, welche durch eine Feder 14 an das Schaltzahnrad 11 an gedrückt wird.
Am Knie des winkelförmigen Schalthebels 2 ist ein Exzenter 15 um einen Schraubenbolzen 16 dreh- und feststellbar ge lagert. Das Exzenter 15 dient als Betätigungs- or-an für eine auf der Grundplatte 1 mon tierte Impulsschaltvorrichtung# 17, die zwei elektrisch voneinander unabhängige Impuls- schalter aufweist.
Die Achse 7.0 des Drehschal ters durchsetzt das Gehäuse der Wasehma.- sehine und trägt ausserhalb der Gehäusewand einen Drehsehaltergriff 18, durch den der Drehschalter auch von Hand in eine der acht zehn Drehstellungen geschaltet werden kann.
Die Wirkungsweise der automatischen Fortschaltvorrichtung für den Drehschalter ist die folgende: Die Inbetriebsetzung der Vor- richtung erfolgt dadurch, dass der Schalter griff 18 von der Nullstellung aus in die Stel- lung 1 gedreht wird.
Dadurch wird der Stromkreis, des S@-ncliroitmotoi#s 19 in später zii erläuternder eise geschlossen, und die Steuer scheibe 5 beginnt in der angegebenen Pfeil richtung langsam zii drehen, wodurch der Schalthebel 2 unter Spannen der Feder 1 um den Achszapfen 3 im (legenuhrzeigersinn ver- schivenkt wird.
Während dieser Bewegung betätigt der Exzenter 15 den Betätigungs- knopf der Impulssehaltvorrichtung 17, und zwar je nach seiner Einstellung früher oder später. Hat die Steuerscheibe 5 wieder ihre Ausgangsstellung erreicht, so fällt der Schalt hebel 2 plötzlich in seine Ausgangsstellung zurück. Dabei schaltet die Schaltklinke 12 die Drehschalterachse 10 um einen Zahn des Schaltzahnrades 11. weiter, d. h. der Drehschal ter ist in die Schaltstellung ? gedreht wor den.
Dieser Vorgang wiederholt sieh nun selbsttätig, bis der Drehschalter alle achtzehn Schaltstellungen durchlaufen hat. Beim Über gang in die Ausgangsstellung wird der Strom kreis des Synchronmotors 19 unterbroelren wo durch die Portsehaltvorrichtung stillgesetzt wird.
In der Fig. 3 ist der Drehschalter mit den daran angeschlossenen Apparaten schematisch
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dargestellt. <SEP> Der <SEP> Drehschalter <SEP> ist <SEP> vorzugsweise
<tb> als <SEP> sogenannter <SEP> Paketschalter <SEP> ausgebildet <SEP> und
<tb> besteht <SEP> ans <SEP> einer <SEP> Reihe <SEP> von <SEP> Schaltkammern
<tb> ans <SEP> feuer- <SEP> und <SEP> liehtbogensichereni <SEP> Isolierstoff.
<tb> Die <SEP> Zahl <SEP> dieser <SEP> axial <SEP> auf#ereibten <SEP> und <SEP> mit
<tb> entsprechenden <SEP> Verbindnnr,sbolzen <SEP> zusammen gehaltenen <SEP> Schaltkainniern <SEP> hängt <SEP> von <SEP> den
<tb> ,#elialtbedingunoen <SEP> ab.
<tb>
Am <SEP> Umfang <SEP> dieser <SEP> 'elialtkaninier <SEP> sind
<tb> teststehende <SEP> 1,#ontaktst.üelie <SEP> '?0 <SEP> verteilt, <SEP> die <SEP> irr
<tb> das <SEP> Innere <SEP> der <SEP> Schalthannn@@rn <SEP> hineinragen
<tb> und <SEP> aussen <SEP> als <SEP> Anscliliissldemnien <SEP> ausgebildet
<tb> sind. <SEP> Die <SEP> Zahl, <SEP> Lage <SEP> und <SEP> 1'01#11i <SEP> dieser <SEP> Kon taktstücke <SEP> richtet <SEP> ' <SEP> sich <SEP> ebenfalls <SEP> nach <SEP> < len
<tb> Sehaltbedingun <SEP> taen.
<tb>
Die <SEP> Drehschalteraelise <SEP> 10 <SEP> ist <SEP> durch <SEP> die
<tb> Sehaltkamniern <SEP> hindureligefülii.#t. <SEP> Sie <SEP> ist <SEP> niii
<tb> einer <SEP> Isolierhülse <SEP> 21 <SEP> versehest <SEP> und <SEP> trägt <SEP> ver schiedenartig <SEP> ans@ebil.dete <SEP> Sehaltzun <SEP> gen <SEP> 22,
<tb> die <SEP> mit <SEP> den <SEP> festen <SEP> Kontaktatüekeit <SEP> am <SEP> Um fan;#e <SEP> der <SEP> Schaltl@animer#ii <SEP> dentrotnschlul3
<tb> herstellen.
<tb>
In <SEP> der <SEP> Fig. <SEP> 3 <SEP> ist <SEP> ersiebtlieh, <SEP> eial' <SEP> die <SEP> Dreh sti#onileiter <SEP> .Tt., <SEP> S. <SEP> I' <SEP> an <SEP> die <SEP> auf <SEP> (leg <SEP> linken <SEP> feite
<tb> des <SEP> Drehschalters <SEP> an-eoi#tliietc <SEP> Kontaktstiieke
<tb> <B><U>'</U></B>0 <SEP> der <SEP> obern <SEP> neun <SEP> \Sehaltkannnern <SEP> parallel
<tb> angeschlossen <SEP> sind, <SEP> während <SEP> die <SEP> entsprechen den <SEP> Kontaktstiieke <SEP> der <SEP> fiinf <SEP> darnnterlierenden
<tb> Schaltkaininern <SEP> mit <SEP> < leid <SEP> Netzleiter <SEP> T <SEP> verbun den <SEP> sind.
<tb>
Auf <SEP> der <SEP> rechten <SEP> Seite <SEP> cles <SEP> Drebsehalters
<tb> sind <SEP> andeutungsweise <SEP> verschiedene <SEP> Apparate
<tb> angeschlossen. <SEP> Beispielsweise <SEP> ist <SEP> an <SEP> die <SEP> Kon taktstüeke <SEP> der <SEP> obersten <SEP> drei <SEP> '--#ehaltkanimei#n
<tb> ein <SEP> Drehstrommotor <SEP> 23 <SEP> für <SEP> den <SEP> Antrieb <SEP> der
<tb> Waschmaschine, <SEP> an <SEP> diejenigen <SEP> der <SEP> folgenden
<tb> drei <SEP> Schaltkammern <SEP> ein <SEP> zweiter <SEP> Drehstrorn inotor <SEP> 2.1 <SEP> für <SEP> den <SEP> Antrieb <SEP> der <SEP> Ansaeltwingein rieht.ung <SEP> und <SEP> an <SEP> diejenigen <SEP> der <SEP> drei <SEP> anschlie ssenden <SEP> drei <SEP> Schaltkaninierti <SEP> eitle <SEP> Reizwiek luno- <SEP> 25 <SEP> angeschlossen.
<SEP> An <SEP> dett <SEP> Kontaktstücken
<tb> der <SEP> übri(,en <SEP> Schaltkammern <SEP> sind <SEP> der <SEP> Reihe
<tb> reich <SEP> angeschlossen <SEP> der <SEP> bereits <SEP> erwähnte <SEP> Syn chronmotor <SEP> 19 <SEP> für <SEP> den <SEP> Antrieb <SEP> der <SEP> Fortsehalt 1 <SEP> orrichtung <SEP> des <SEP> Drehschalters, <SEP> zwei <SEP> Magnete
<tb> \?6 <SEP> bzw.
<SEP> ? <SEP> 7 <SEP> für <SEP> die <SEP> Entriegelun- <SEP> des <SEP> Verschlus ses <SEP> je <SEP> eines <SEP> Wasehmittelbehälters, <SEP> ein <SEP> fern gesteuertes <SEP> Einlassventil <SEP> <B>28</B> <SEP> für <SEP> die <SEP> Wasser- zufuhr, in dessen Stromkreis noch ein Wasser- standssehalter 29 und ein Kontakt 30 des Im- hulssehalter,s 17 angeordnet sind, und ein fern- gesleuertes Ablassventil 31, in dessen Strom kreis ein zweiter Kontakt 32 des lmptilsschal- tei:s 17 lie;
-t. Die zuletzt angeführten fünf Apparate sind mit einer Klemme mit dem Nulleiter 0 verbunden, so dass sie z. B. mit 220 Voll betrieben werden, während die bei den Drelistroinmotoren 23, '?4 und die Heizung :.'., mit 380 Volt arbeiten.
In der Fit,. 4 ist. das Sehaltsehema der voll automatischen Wasehniasehine gezeigt, wobei die Bezugszeichen der bereits beschriebenen Teile beibehalten worden sind. Der Drehschal ter ist hier durch untereinanderliegende Schal ter an-edeutet worden.
Er umfasst drei drei- lu@li!,e Schalter :33, 34, 35 für den Waseh- itiaSehineninotor 23, den Sehwingniotor 24 und die Heizung 25, sowie fünf einpolige Schalter 36 bis 40, die zur Steueruna des\S-,-neliron- iotor:s 19, der I#',iitriegeluiigsniagnete 26, ? 7 des Einltil;
veiitils2S und des Ablassventils 31 dienen.
Für die beiden Ventile ist es Bedingun-, dass sie die Rohrleitungen jeweils vollständig ö ffnen oder vollständig schliessen; ihre An triebe dürfen daher im normalen Betrieb in keiner Zwischenstellung anhalten. Als Antrieb dient je ein umsteuerbarer Motor 41, der über einen vermittels eines Relais 42 gesteuerten t itisehalter 43 in Betrieb genommen wird.
In den beiden Endstellungen werden durch den Motor 11 zwei Endschalter 44 betätigt., durch welche der Stromkreis für die gerade benutzte Drehriehtuti' unterbrochen und derjenige für die eiit;-e2enLesetzte Drehrichtung vorbereitet wird.
Aii Hand der Fig.5, die ein Schaltpro- grainin zeigt, sei nun die Wirkungsweise der beschriebenen Einrichtung erläutert.
Die Wasehmaschine wird nach Einlegen der zu waschenden Wäsche durch Drehen des Schal terdrehgriffes 18 in die Stellung I in Be trieb gesetzt. Cber den Schalter r\36 wird der Svnehronniotor <B>19</B> für die Fortsehaltvorrieh- tung eingeschaltet. Z'ber den Schalter 39 wird der Stromkreis für das Einlassventil 28 vor- bereitet, so dass letzteres sofort öffnet, wenn der Impulsschalter 30 geschlossen wird. Zu- 0 ()- e ich ist.
der Schalter 37 geschlossen worden, wodurch der Entriegelungsniagnet 26 erregt. wird. Dies hat die Öffnung der Klappe eines nicht dargestellten Behälters für ein erstes Waschmittel zur Folge. Während der Schalt stufe 1 wird demnach Frischwasser und ein Waschmittel zugeführt. Sobald ein genügen der Wasserstand in der -V aschmaschine er reicht worden ist, unterbricht der 'N\'asser- standsschalter 29, was die sofortige Schliessung des Einlassventils 28 zur Folge hat.
Nachdem die Steuerscheibe 5 eine Umdre hung zurückgelegt Trat, wird der Drehschal ter plötzlich in die zweite Stellung geschaltet. Hier werden die dreipoligen Schalter 33 und 35 geschlossen, so dass der 'Waschma.schinen- iirot.or 23 und die Heizung 25 eingeschaltet werden. Der Schalter 39 ist hingegen geöffnet worden, so dass das Einlassventil 28 trotz der wiederum erfolgenden Betätigung des Impuls sehalters 30 nicht. nochmals geöffnet werden kann.
In der Schaltstellung 3 wird der Schal ter 35 geöffnet, die Heizung 25 also ausge schaltet, und der Schalter 40 geschlossen, so dass das Ablassventil 31 sofort öffnet, sobald der Impulsschalter 32 geschlossen wird. Damit ist das Vorwaschen beendet. In der Stellung 4 wird wieder das Einlassventil 28 geöffnet und ausserdem der Entriegelungsmagnet 27 erregt, was zur Folge hat, dass aus einem Wasehmittelbehälter ein zweites Waschmittel zuströmt. In der Stellung 5 wird über den Schalter 35 die Heizring 25 eingeschaltet, die dann bis zur Stellung 13 eingeschaltet bleibt. Die Schalter 38, 39 sind unterdessen wieder geöffnet worden.
Soll nun, z. B. bei Buntwäsche, der Koch prozess abgekürzt werden, so erfolgt dies ein fach dadurch, dass der Drehgriff 18 des Dreh- seha.lters etwa von der Stellung 9 auf die Stellung 13 gedreht wird. In der Stellung 13 wird der Schalter 35 für die Heizung 25 geöffnet. Gleichzeitig wird der Schalter 40 für das Ablassventil 31 vorbereitend geschlos sen, so dass dieses Ventil beim Schliessen des Impulsschalters 32 geöffnet wird. Die Lauge kann damit abfliessen. In der folgenden Stel lung 14 wird zum Spülen wieder Frischwas ser zugeführt.
Beim Erreichen der Stellung 16 wird der Schalter 33 geöffnet und der Waschmasehinenmotor 23 abgestellt, der Schal ter 34 geschlossen und der Schwingmotor 24 eingeschaltet und zugleich der Schalter 40 vor bereitend geschlossen, so dass das Ablassven- til geöffnet wird, sobald der Impulsschalter 32 geschlossen wird. Beim Übergang von der Stel lung 17 in der Stellung 0 wird der Schwingmotor 24 durch Unterbrechung des Schalters 34 und der Synchronmotor 19 durch Unterbrechung des Schalters 36 abgestellt. Die Fortschaltvorrichtung hat damit. ihre Nullstel- hing wieder erreicht, in welcher sämtliche Schalter ausgeschaltet sind.