Sehraubengetriebe, Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Schraubengetriebe mit einer Antriebs spindel, einem von ihr angetriebenen Organ und Kuppelelementen zwischen beiden.
Das erfindungsgemässe Schraubengetriebe ist dadurch gekennzeichnet, dass mindestens drei mit Gewinde versehene, auf der Spindel angeordnete, in bezug aufeinander beweg liche, gegen relative Drehung jedoch ge sicherte Kuppelelemente vorgesehen sind, wo bei zwischen diesen Kuppelelementen ela stische Abstandshalter vorgesehen sind.
Zwei Ausführungsbeispiele des Erfin dungsgegenstandes sind in der beiliegenden Zeichnung im Schnitt dargestellt.
Fig.l zeigt eine von aussen angetriebene Schraubenspindel 1 mit einem Gewinde mit flacher Steigung, beispielsweise 7,2 Gängen pro cm. Diese Spindel 1 ist so angeordnet, dass sie sich zwar um ihre Axe drehen, nicht aber in Richtung derselben verschieben kann. Auf. der Spindel 1 ist ein von ihr angetrie benes Organ 2 angeordnet. Es sind zwischen den Teilen 1 und 2 drei Kuppelelemente vor gesehen, nämlich die drei Einzelmuttern 3 von identischer Konstruktion, die je mit einem Schraubengewinde versehen sind, mit wel chem sie beispielsweise mit drei Gängen der Spindel 1 im Eingriff stehen.
Wie aus der Zeichnung hervorgeht, sind die Muttern 3 koaxial auf der Spindel ange ordnet und in einer Entfernung der einander zugekehrten Stirnwände voneinander ange- ordnet, die vorzugsweise in der Grössenord nung von sechs Gängen der Spindel 1 liegt, das heisst also um einen Wert, der gleich der doppelten Axiallänge des Gewindes jeder Ein zelmutter 3 ist.
Die Muttern 3 sind in einer Hülse 4 von ringförmiger Konstruktion untergebracht, die einen rohrförmigen Teil 5 von geeignetem, bei spielsweise kreisrundem oder polygonalem Querschnitt und Stirnwände 6 umfasst, die in der Mitte Öffnungen 7 einer Grösse aufwei sen, die der Spindel 1 umgehinderten Durch gang gestattet. Ferner ist die Hülse 4 mittels Trennelementen 8 in Abteilungen unterteilt, welche auf ähnliche Weise wie die Stirn wände 6 mit Öffnungen versehen sind. Die Zahl der Abteilungen entspricht der Zahl der Muttern 3 in der Mutter 2.
Zwischen den Seitenflächen der Muttern 3 und den benachbarten Wandungen der Trenn elemente 8 sowie zwischen den äussern Mut- tern 3 und den Stirnwänden sind nach giebige Abstandhalter vorgesehen, die als Druckfedern 9 dargestellt sind. So sind in der in Fig.1. dargestellten Anordnung ins gesamt sechs Federn 9 vorgesehen, die dazu dienen, jede Mutter 3 mit Bezug auf die Pan dingen ihrer Abteilung in der Hülse 4 in der T Mitte der Wände zu halten.
Ein Stift 10, des sen Enden an den Stirnwänden 6 der Hülse 4 befestigt sind, verläuft durch Öffnungen in den Federn 9 und Muttern 3 und verhindert auf diese Weise eine relative Winkelbewegung der Muttern 3 untereinander oder in bezug auf die Hülse 4.
Beim Gebrauch verursacht eine Drehung der Spindel 1 eine Axialbewegung der Mut tern 3 und damit der gegen Drehungen ge sicherten Hülse 4, und wenn das Gewinde auf der Spindel 1 vollkommen gleichmässig ist, bewegen sich die Muttern 3 um genau densel ben. Wert.
Wenn jedoch Unregelmässigkeiten im Gewinde der Spindel 1 bestehen, dann be wegen sich die Muttern 3 axial in bezug zu einander, und die Mutter 3, welche mit dem unregelmässigen Teil des Gewindes im Ein griff steht, drückt die eine oder andere der zugehörigen Federn 9 zusammen.
Wenn eine Unregelmässigkeit im Gewinde der Spindel erreicht wird und angenommen, dass sie sich nicht über eine solche axiale Länge erstreckt, dass sie von mehr als einem Kuppelelement 3 erfasst ist, kann das die Unregelmässigkeit erfassende Kuppelelement sieh axial bewegen, und die unregelmässige Bewegung des Organs 2 wird kleiner als die unregelmässige Bewegung des betreffenden Kuppelelementes.
Wenn das Mutternaggregat deshalb eine -Unregelmässigkeit des Gewindes der Spindel 1. erreicht und diese Unregelmässigkeit sich nicht über eine solche Axialdistanz erstreckt, dass mehr als eine Mutter 3 damit zusammenwirkt, kann die einzelne mit dieser Unregelmässig keit im Eingriff stehende Mutter in der Axial richtimg um einen geringen Wert verschoben werden, ohne dass sie die allgemeine Bewe gung der Hülse 4 und der Gesamtmutter be einflusst.
Die allgemeine Bewegung der Hülse 4 steht dann in übereinstimmung mit dem durchschnittlichen Bewegungswert aller Ein- zelmuttern 3.
Mat der Ausführung nach Fig. 1 hat sich ergeben, dass verhältnismässig grosse Unregel mässigkeiten im Gewinde der Spindel 1 durch die relativen Axialbewegungen der Einzelmut- tern 3 aufgenommen werden können, so dass die resultierende Bewegung der Hülse 4 im wesentlichen gleichförmig ist und der durch schnittlichen Steigung des Gewindes auf der Spindel 1 entspricht.
Obwohl v orziuziehen ist, Muttern 3 zu Ver wenden, die die Spindel 1 umgeben, ist es selbstverständlich auch möglich, Anordnungen vorzusehen, bei welchen Sektormuttern ver wendet werden, die nur mit einem Teil des Umfanges der Spindel 1 im Eingriff stehen. Solche Schraubengewinde werden beispiels weise bei hIaschinen zur Herstellung von opti schen Gittern und dergleichen verwendet. Bei solchen Gittern müssen die Stricke sehr genau angebracht werden. Die Spindel 1 ist in ver schiedenen Lagen gelagert, und an dem Or gan 2 ist der Gravierstift befestigt. Es ist somit möglich, allfällige Unregelmässigkeiten des Gewindes, bevor sie dem Stift übertragen werden, aufzunehmen.
Im Ausführungsbeispiel nach Fig.2 ist das angetriebene Organ eine eine Hülse bil dende zylindrische Mutter 1.1 mit einem In diengewinde, die die gleiche Steigung aufwei sen kann wie die von aussen angetriebene Schraubenspindel 1 der Fig.l. Das mit der 1IIutter zusammenwirkende Aggregat ist am Ende einer Welle 12 angeordnet und umfasst drei am Umfang mit Gewinde versehene, schei benförmige Kuppelelemente 13, die mit eini gen Gängen des Innengewindes der Hülse 11. in Eingriff stehen.
Die Elemente 13 sind koaxial auf der Welle 12 angeordnet, so dass sie in deren Axialrichtung beweglich sind, und zwar um einen begmenzten Wert zwischen starr auf der Welle 12 angeordneten Flansche bildenden Scheiben 14 und 15. Die Elemente 13 sind mit bezug aufeinander und auf die Scheiben 14 und 15 durch nachgiebige Mittel, im vorlie genden Falle Gummischeiben 16, gleichmässig distanziert. Solche Scheiben 16 sind zwischen je zwei Scheiben 13 sowie zwischen den äussern Scheiben 13 und den Flanschen 1.4, 15 an geordnet.
Ein dem Stift 10 in Fig.1 entsprechender Stift 17 ist mit seinen Enden an den Schei ben 14 und 15 befestigt und verläuft durch Öffnungen in den Scheiben 13 und den Gummischeiben 16, wodurch eine Winkelbewe- gung der Bestandteile des zusammengesetzten Gewindeteils -unter sich verhindert wird.
Die Wirkungsweise des in Fig. 2 illustrier ten Mechanismus ist im Prinzip gleich wie die jenige des Mechanismus nach Fig.1, doch unterscheiden sich die beiden Ausführungs beispiele insofern, als bei demjenigen nach Fig.1 der Druck von der Schraube 1 durch eine Anzahl von Federn 9 mit Parallelwir kung auf die Hülse wirkt, während der durch die Welle 12 infolge ihrer Drehung auf die Hülse 11 ausgeübte Druck durch eine Anzahl von Gummischeiben 1.6 in Serie übertragen wird, und aus diesem Grunde muss - jede Scheibe 16 unter einer Druckkraft stehen, die grösser ist als die einer Axialbewegung der Welle 12 entgegenwirkende Kraft.
Deshalb ist diese letztere Anordnung besser zur Verwen dung reit kleinen Belastungen geeignet.
Es ist ersichtlich, dass die Anordnung nach Fig. 2 zur Verwendung mit einer Spindel mit Aussengewinde ausgebildet werden kann, in dem statt der Scheiben 13 Einzelmuttern der in Fig.1 dargestellten Art eingesetzt und die Muttern in einer Hülse untergebracht werden, der der Hülse 4 von Fig.1 gleicht, in welchem. jedoch die Trennelemente 8 weggelassen sind. Auf ähnliche Weise kann das Organ 2 (Fug. 1) zur Verwendung mit einer Hülse mit Innen gewinde abgeändert werden, indem Muttern mit peripher angeordnetem Gewinde und Druckfedern wie die Federn 9 (Fig.l) ko axial auf einer Welle angeordnet werden.
Im allgemeinen hängt die Form des vor genannten nachgiebigen Mittels unter ande rem von den Belastungen ab, denen der Me chanismus ausgesetzt wird, und wenn eilfies der beiden in Fig.1 und 2 gezeigten Ausfüh rungsbeispiele oder gegebene Abänderungen davon zur Verwendung gelangen, können die dargestellten nachgiebigen Mittel, nämlich die Druckfedern bzw. Giunmischeiben, vertauscht oder durch jedes andere nachgiebige Mittel beliebiger Form ersetzt werden, das einen Gegendruck auf. die Einzelmuttern ausüben kann.
Obwohl die zwei Beispiele mit drei Kup- pelelementen beschrieben und dargestellt wor den sind, ist selbstverständlich, dass dies ledig lich die einfachste Form der Erfindung dar- stellt; nach Massgabe der besonderen Verhält nisse kann jede grössere Zahl von Kuppelele- menten zur Verwendung gelangen, vorausge setzt, dass die relative Bewegung zwischen Spindel und Mutter nur stattfindet, wenn die Mehrzahl der Kuppelelemente sich mit Bezug auf die Spindel um einen im wesentlichen glei chen Wert bewegt.