Verfahren und Vorrichtung zur selbsttätigen Aufschreibung der Anzeigen von Zählwerken. Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung für die selbsttätige Aufschreibung der Anzeigen von Zählwerken. Sie stützt sich auf das Haupt patent, gemäss dem Zählwerksanzeigen auf elektromagnetischem Wege auf eine Schreib vorrichtung übertragen werden, die im we sentlichen die an sich bekannten Elemente einer motorisch angetriebenen Schreibma schine und zusätzliche Mittel für die elektro magnetische Betätigung der Tasten dieser Maschine aufweist, und sie bezieht sieh auf die Verwendung kontinuierlicher Zählwerke, im Gegensatz zu sogenannten springenden Zählwerken.
Bei kontinuierlichen Zählwerken müssten unweigerlich Schwierigkeiten auf treten, wenn eine Stellenzahl in der Nähe des Überganges zur benachbarten Zahl liegt. Es ergäben sich Doppelschläger in der Schreib maschine oder aber der Ausfall der zu schrei benden Zahl. Um dies zu verhüten, werden nach dem erfindungsgemässen Verfahren vor Beginn des Schreibvorganges im wesentlichen sonst feststehende Kontaktträger für die Ab tastung der Anzeigen kontinuierlicher Zähl werke, welchen Trägern in dem Stellenwert entsprechender Lage bewegliche Kontaktarme gegenüberstehen, um einen verhältnismässig kleinen Winkelweg verschoben, wenn der be treffende Stellenwert nahe beim Übergang von einer Zahl zur benachbarten liegt, so,
dar auch dann eine eindeutig richtige Kontakt- gebung für die Betätigung der ScÜreibma- schine gewährleistet wird.
Alle im Hauptpatent erwähnten Vorteile, im besondern auch die Kombination einer Vielzahl von Zählwerken mit einer Schreib maschine, gelten auch hier. Die sogenannten springenden Zählwerke können nur bis zu einer verhältnismässig geringen Umlaufzahl verwendet werden, weil sonst die Stösse beim jeweiligen Weiterschieben der zweituntersten beweglichen Walze um eine Zahl nicht ohne Schaden aufgenommen werden können. Das kontinuierliche Zählwerk hingegen gestattet die Anwendung viel höherer Drehzahlen; sie sind aber in Kombination mit der Schreib vorrichtung nur -unter Benützung der vor liegenden Erfindung brauchbar.
Die Zeichnung zeigt in Fig: 1 ein Schema, welches der Erklärung des Grundgedankens der Erfindung und der Beschreibung einer bevorzugten Ausführungsform des erfin dungsgemässen Verfahrens dient.
Es sei die Aufgabe gegeben, mit jedem der mit der Schreibmaschine zu verbindenden Zählwerke sechsstellige Zahlen zu schreiben, wobei indessen die letzte Stelle auf 0 oder 5 auf- oder abgerundet werden soll. Ferner sollen. sowohl positive als auch negative Werte der einzelnen Zählwerke mit den zugehörigen Vorzeichen geschrieben werden. Nach -der drit ten Stelle soll ein Komma folgen. Das Schema zeigt in teilweiser Abwick lung und reduziert auf einen gemeinsamen Durchmesser oder Umfang 5 um einen ver hältnismässig kleinen Winkel verdrehbare Kontaktscheiben a, <I>b, e, d</I> und e, wobei a der ersten (obersten), e der zweitletzten (zweit untersten) Stelle zugeordnet ist.
Die fünf Scheiben a bis e weisen je 10 den Zahlen 0-9 entsprechende Schreibkontaktfelder ao <I>-</I> a9, bo-b9, co-c9, do-dg imd co-eg auf.
Die vier Scheiben b-e tragen ausserdem noch je zwei Aufrundkontaktfelder bk, bg, ck, ccd, dk, dg und ek, eg, die je beidseits der Grenze zwi schen den Schreibkontaktfeldern b9 bo, c9 co, d9 do,
e9 eo angeordnet sind. Es besteht weiterhin noch eine absolut feststehende Kon taktscheibe f, die 10 Aufrundkontaktfelder f o und dazwischen liegende 10 Leerfelder f aufweist.
Jede der um einen verhältnismässig klei nen Winkelweg verdrehbaren Scheiben a, b, c, d und e ist mit dem Anker 73 eines elektro dynamischen Relais (Aufrundrelais genannt) mechanisch verbunden.
Die Bezeichnwigen für die Teile aller dieser Relais sind gemein sam, mit Ausnahme der Benennungen der Spulen, nämlich Anker 73, Verbindungsstange 77, die die Mittelscheibe 76 trägt, Federn 72 und 72', die sich auf die festen Anschläge 71 und 71' sowie auf die Federteller 79 und 79' stützen, fester Anschlag 75, auf den bei Mit tellage des Ankers die erwähnten Federteller aufliegen, die festen Anschläge 751, und 75g, auf die sich die Scheibe 76 und die Feder teller 79 bzw. 79' in den Extremlagen des Ankers stützen.
Zu jedem Anker 73 gehört eine Doppelspule, deren Teile ak', ag', bk', bg', ck', cg', dk', dg', ek', elf' mit den Aufrundungs- kontaktfeldern der Scheiben b-f leitend ver bunden sind, die dem Stellenwert gemäss den Scheiben nachgeordnet sind, zu denen das be treffende Aufrundungsrelais gehört.
Mit r1, B,<I>C, D</I> und E sind die Kontakt arme oder Scheiben bezeichnet, die entspre chend dem Stellenwert mittels Zahnradüber setzung sich im Verhältnis von 1: 1.0 :100 1000 :10 000 drehen. A trägt einen mit den Schreibkontaktfeldern ao-a9 in Berüh- rung kommenden Schreibkontaktpunkt E14. Die Arme<I>B, C, D</I> und E tragen Schreibkon- taktpunkte B,1 und C.1, D.1 und E.,
und ferner Aufrundungskontaktpunkte <B>B7,</B><I>C7, D"</I> E7 und<B>Es,</B> die mit den zugeordneten Aufrun- dungskontaktfeldern bk bg, ck cg, dk, dg, ek, eg und fo (für Es) in Berührung kommen können.
Die Linien 60-69, von denen ein Teil in diesem Schema sichtbar ist, bedeuten die theo retische Einteilung für alle Kontaktscheiben. Mit ihnen fallen die Grenzen zwischen den Schreibkontaktfeldern zusammen, wenn die zugehörigen Scheiben in ihrer Mittellage stehen, wenn also keine der beiden Spulen hälften des zugehörigen Aufrundrelais er regt ist. Auf sie fallen auch die Schreibkon- taktpunkte und die Aufrundkontaktpunkte der sich drehenden Kontaktarme, wenn der betreffende Stellenwert genau eine ganze Zahl ist.
Die Pfeile 160, 161 bezeichnen den Dreh sinn der Kontaktarme, wenn sich das betref fende Zählwerk in negativem oder positivem Sinne absolut zunehmend bewegt.
Die Leitungen 10-19 bedeuten die elektr i- schen Verbindungen zwischen den Schreib kontaktfeldern der Scheiben a-e mit den zu gehörigen Solenoiden der Tastenmagnete für die Zahlen 0-9 der Schreibmaschine. Sie sind für alle angeschlossenen Zählwerke gemein sam. (Das ist für die Leitung 17 besonders deutlich gemacht.) In diese Verbindungen sind die beiden 10-fach-Schalter 20-29 und <B>-39</B> eingebaut.
Der erstere stellt. in seiner <B>a 30</B> geschlossenen Stellung die Verbindung leer für den Fall positiver, der letztere für den Fall negativer Zählwerksanzeigen. Die Ver bindungen sind derart, dass sich die Zahlen werte für den einen und für den andern Fäll jeweils auf 9 ergänzen.
Die beiden Schalter stehen- unter dein Einfluss zweier Relais P und 1I mit den zugehörigen Spulen 121 und 125, und zwar so, dass der Plus-Schalter 20 bis 29 geschlossen wird, und bleibt vermöge der Haltefeder 124 in Verbindung mit Teller 123 am Anker 122, wenn die Spule 121 einen Stromstoss erhält, während dieser Schalter geöffnet und dafür der Minus-Schalter 30-39 geschlossen wird, und bleibt vermöge der Haltefeder 128 in Verbindung mit Teller 127 am Anker 126, wenn die Spule 125 einen Stromstoss erhält.
Die rotierenden Kontaktträger, zum Bei spiel Arme oder Scheiben E1 bis E, tragen je einen Schleifring mit zugehöriger Bürste t1.3 und Q12, B3 und B2, C's lind C2, D3 und D E3 und E I2. Sie dienen der Stromverbindung vom festen System auf die umlaufenden Sehreibkontaktpunkte -114 bis E4.
Die umlaufenden Arme B bis E tragen ausserdem noch je einen Sehleifring mit zuge höriger Bürste B6 und B5, C6 und C5, D6 und D5, E6 und E5. Diese dienen der Stromver bindung vom festen System auf die umlaufen den Aufrundkontaktpunkte B, bis E 7 und E8. Die Spulen ak' ag', bk' bg', ck' cg', dk' dcg' sind über die Leitung 7 mit der Leitung 119,
wie später gezeigt wird, mit der Stromquelle während des Schreibvorganges verbunden. Die Spule eg' ist über die Leitung 2, einen Schal ter 40, die Spule ek' über die Leitung 6 und einen Schalter 41. mit der Leitung 119 in Verbindung. Der Schalter 40 wird gleichsin nig wie der Plus-Sehalter 20-29, der Schal ter 41 gleichsinnig wie der Minus-Schalter 30-39 betätigt.
Zur Steuerung des Plus- und des Minus-Relais am Vielfachschalter kann irgendeine Vorrichtung benutzt werden, die mit genügender Genauigkeit an der Grenze zwischen den positiven und den negativen Zählwerksanzeigen den zweckdienlichen Im puls zu geben vermag. Es gibt grundsätzlich zwei Arten solcher Vorrichtungen, nämlich solche, die während des Laufes der Zählwerke beim Durchgang durch Null die .erforderliche Umstellung auslösen, und andere, die erst nach i Stillstand der Zählwerke, also nach eventuel ler Überschreitung der Nullstellung, wirksam werden.
Die ersteren haben den Nachteil, dass vorkommende Kontakte auch unter Bewegung unter Strom stehen müssen, womit bei Grenz- lagen die Gefahr von Funkenbildung besteht.
Bei den letzteren hingegen ist die Unterstrom setzung erst nach Stillegung der Zählwerke und Einleitung des Schreibvorganges erfor- derlich. Auch wenn dann eine äusserste Grenz- lage bezüglich der Nullstellung vorliegt, ist die Gefahr der Funkenbildung ausgeschaltet, da kein Übergang dieser Grenzlage unter Strom vorangeht.
Die Zeichnung gibt als Beispiel eine denk bar einfache Ausführungsform der Vorrich tungen von der zweiten Art Die um die Axe 130 drehbare Walze TV weist einen INTocken 131 auf, auf dem eine an der Feder 135 befestigte Rolle 132 steht. Die Feder 135 trägt einen Kontaktpunkt 133, der mit dem federnden Kontaktpunkt 134 zu sammenspielen kann. Die Kontaktvorrichtung 133, 134 schliesst oder öffnet die Verbindung zwischen Leitungen 104 und 105.
Die Walze ist in der Weise angetrieben, dass die Rolle 132 durch den Nocken 131 an gehoben und der Kontakt 133, 134 geschlossen wird, wenn das zugehörige Zählwerk auf der negativen Seite steht. Wenn dagegen die Rolle nicht auf dem Nocken steht, so zeigt das Zähl werk positive Werte. Der ganze Umfang der. Walze kann der totalen Zählwerkanzeige (Summe der absoluten positiven und nega tiven Anteile) zugeordnet werden. Das Ver hältnis des erforderlichen Steuer- oder Kon taktweges zum ganzen Umfang gibt den Mass stab der Genauigkeit der Vorrichtung.
Sie kann bedeutend erhöht werden, wenn der Weg dadurch vergrössert wird, dass entweder die Walze neben der Drehung auch eine axial fort schreitende Bewegung oder dass die Kontakt vorrichtung finit der Rolle eine axiale Bewe gung macht und die Walze entsprechend lang ausgeführt ist.
Die Walzenbewegung kann auch von einem springenden Zählwerk hinter der dem Stel lenwert nach höchsten Zählwerkwalze ab geleitet werden. Es ergibt sich dann im Be reiche der Umstellung von Plus auf Minus ein verhältnismässig grosser Weg, so dass die ge- -#vünschte Genauigkeit leicht erreichbar ist, selbst wenn das springende Zählwerk im Ver hältnis 10:1 langsamer läuft, als das schrei bende kontinuierliche Zählwerk.
Eine in beliebiger Entfernung von den übrigen Teilen der Einrichtung aufgestellte Impulsscheibe L weist KontaktpLUikte A1, B1, Cl, Dl, Ei und F1 (Stellenkontaktpunkte) auf; Al bis El sind durch die Leitungen 81, 82, 83, 84, 85 mit den Schleifringbürsten A2, <I>B2, C2, D2, E2</I> verbunden. Der letzte Schreib kontaktpunkt F1 ist durch Leitung 86 mit den Kontaktpunkten 94 und 95 eines Umschalt relais Ü verbunden.
In der gezeichneten Stel lung dieses Relais fliesst Strom über die Kon taktbrücke 93 und Leitung 80 zum Tasten solenoid der Zahl 0. Bei entgegengesetzter Stellung von Ü besteht Verbindung über die Leitung 70 zum Tastensolenoid der Ziffer 5 der Schreibmasehine. Das Umschaltrelais L' weist den Anker 91, die Rückholfeder 90 und die Spule 92 auf. Diese ist in die Leitung 4 eingeschaltet, die nur Strom führen kann, wenn der AufrLmdkontaktpiuikt Es auf einem der Felder f o steht.
Auf der Impulsscheibe ist ein Schieber F, um die Axe FI drehbar, angebracht.
X ist der Teil des Tastenregisters der elek trischen Schreibmaschine, der die Tasten für die 10 Ziffern 0-9, das Minus-Zeichen (-) und das Pluszeichen (+), den Tabulator T, das Komma (,) m@d für die Zeilenschaltung B aufweist. Alle Tastensolenoide sind dauernd durch 101 mit der Stromquelle Q in Verbindung, anderseits aber wird der Strom durchfluss durch den Schieber F der Impuls scheibe und die Stellung der Zählwerkskon- takte bestimmt.
Den Stellenkontaktpunkten auf der Impulsscheibe sind noch vorgeschaltet die 2 Kontaktpunkte 1111 und P1. Zwischen den Stellenkontaktpunkten Cl und Dl steht der Kontaktpunkt K für das Komma.
Nach den Stellenkontaktpunkten folgen Kontakt punkt P-* und T1. Die Reihe der Kontakt punkte -111-TI mit. zugehörigen Verbindun gen 81-85 und 86, 104, 43, 87, 102, 88 wieder holt sieh auf der Impulsscheibe so viel Mal, als Zählwerke in Frage stehen. Ain Ende des Feldes für das letzte Zählwerk steht zunächst der Kontaktpunkt R1 und schliesslich der Kontaktpunkt Z" Der Schieber F -wird durch den Elektro motor V angetrieben, der seinen Strom von der Stromquelle Q über 110 und den Schalter S erhält; die Rückleitung geht über 111.
Wenn der Schieber F auf Z1 steht, so erhält die Spule Z des Relais Z2 über 112, 109, 110 Strom. Dadurch wird der Schalter S geöffnet. Der Motor V kann nicht laufen. Durch einen Druck auf den Knopf J wird der Schalter S entgegen der Wirkung des Relais Z2 geschlos sen, der Motor V läuft, und sobald der Schie ber F den Kontaktpunkt Z1 verlassen hat, bleibt er im Gang, weil das Relais Z2 nicht mehr erregt ist. Dies geht so lange, bis der Schieber F nach Überstreiehen aller Felder wieder bei Z1 ankommt, den Stromdurchfluss durch die Spule Z herstellt und damit den Schalter S öffnet.
Erst durch einen folgenden kurzen Druck auf den Knopf J wird für die Protokollierung einer zweiten Anzeigenreihe der verschiedenen Zählwerke der Schieber F wieder in Gang gesetzt. Wenn der Kontakt punkt R1 über den Schieber F Strom erhält, so wird durch die Leitung 108 das Solenoid für die Betätigung des Zeilenschalters an der Schreibmaschine erregt, so dass die Maschine für die Aufschreibung der nächstfolgenden Zahlenserie bereitgestellt wird. Die Verbin dung des Kontaktpunktes K zum Solenoid der Kommataste geht über die Leitung 87.
Nach Überschreitung des letzten Stellenkontaktes F1 eines Feldes kommt der Schieber F auf, den Kontaktpunkt P i zu stehen. Dadurch er gibt sich über die Leitung 102 -und Rück- leiteng 103 ein Stromstoss auf das Plus-Relais P. Die Einrichtung wird dadurch vor Beginn des Bestreichens des nachfolgenden Feldes immer auf Plus eingestellt. Kommt nun der Schieber F im nächsten Feld auf den Kon taktpunkt<B>311</B> und hält der Walzenschalter 133, 134 die Verbindung zwischen 104 und 105 offen, so bleibt die Einrichtung auf Plus Schreibung eingestellt, der Kontakt zwischen F und<B>1111</B> hat keine Wirkung.
Kommt dann der Schieber F auf den Kontaktpunkt P1, s o wird über die Leitung 43, den Schalter 42 und die Leitung 44 der Stroinschluss über das Solenoid der Plus-Taste der Schreibmaschine hergestellt. Der Schalter 42 wird mit dein Plus-Schalter 20-29 gleichsinnig betätigt; .er ist also tatsächlich in dem angenommenen Fall geschlossen.
Hat nun aber im Gegensatz dazu der Walzenschalter 133, 134 die Verbindung zwi schen 104 und 105 geschlossen (wie es die Zeichnung zeigt), so erfolgt bei Berührung des Schiebers F mit dem Kontaktpunkt All ein Stromstoss über die Spule 125, die Leitung 1.06 und das Solenoid der Minus-Taste. Dem gemäss wird der Vielfachschalter auf die Minus-Stellung geworfen und gleichzeitig wird das Minus-Zeichen geschrieben. Kommt; dann der Schieber F auf den Kontaktpunkt <I>PI,</I> so hat dies keine Wirkung, weil inzwischen der Sehalter 42 geöffnet worden ist.
Um nun die Wirkung des erfindungsge mässen Verfahrens und der dargestellten ent sprechenden Vorrichtung zu erklären, nehmen wir als Beispiel an, die präzise Stellung des Zählwerkes sei + 107.921. Etwa dieser Zahl entsprechend sind die umlaufenden Kontakt- u.rme 11, B,<I>C, D</I> und E in das Schema ein gezeichnet. Die Zählwerke seien durch irgend welche Einwirkung, die mit der darzustellen den Erfindung nicht im Zusammenhang zu stehen hat, während des Schreibvorganges stillgesetzt.
Die Leitung 120 steht mit der Stromquelle und allen Aufrundkontaktpunk- ten B7, <I>C7,</I> D7, E7 und E$ dauernd in Ver bindung. Die Rückleitung erfolgt für die Auf rundkontaktpunkte<I>B7, C7,</I> D7 und E.7 über die Leitung 7, für den Aufrundkontaktpunkt E8 über die Leitungen 50 und 4 zur Leitung 119. Diese steht nur unter Strom, wenn der Schalter S geschlossen ist, also wenn der Schreibvorgang mit andern Worten die Drehung des Schiebers F begonnen hat.
Der Aufrundkontaktpunkt E8 steht auf einem Aufrundfeld <I>f o.</I> Dadurch erhält die Spule eg' über die Leitungen 50, 2, Schalter 40, Lei tungen 3, 4 und 119 Strom. Die Kontakt scheibe e wird um den Winkelweg a nach links verschoben. Der Schreibkontaktpunkt E4, der schon an sich auf e2 stand, wird mit noch grösserer Sicherheit auf dieses Feld gestellt.
Der Aufrundkontaktpunkt E7 steht ausser halb des Aufrundkontaktfeldes e,; die Kon taktscheibe d wird daher nicht aus der Mittel- Lage verschoben, was denn auch nicht erfor derlich ist, da ja der Schreibkontaktpunkt D4 weitaus ausreichend von der Grenze der Kon taktfelder entfernt ist.
Der Aufrundkontaktpunkt D7 steht auf dem Aufrundkontaktfeld dlt; die Spule cl,' erhält Strom und die Kontaktscheibe c wird um den Winkelweg y nach rechts verschoben. Der Schreibkontaktpunkt C4 wird dadurch von der Grenze der Kontaktfelder c7 und<B>es</B> weiter entfernt und mit Sicherheit auf das Feld c7 gestellt.
Der Aufrundkontaktpunkt C7 berührt kein Aufrundkontaktfeld, weshalb keine Ver schiebung der Scheibe b stattfindet. Der Sehreibkontaktpunkt B4 liegt schon an sich mit ausreichender Sicherheit auf dem Schreib kontaktfeld bo.
Der Aufrundkontaktpunkt B7 steht auf dein Aufrundkontaktfeld b,.; die Spule ag' er hält Strom und die Kontaktscheibe a wird um den Winkelweg a nach links verschoben. Der Schreibkontaktpunkt A4, der zunächst sehr nahe an der Grenze zwischen den Kontakt feldern ap und a1 stund, kommt durch diese Verschiebung eindeutig auf das Feld a1 zu stehen.
Die Maschine schreibt + 107.920, also die letzte Stelle auf 0 abgerundet. Die Schreibung des Plus-Zeichens ist vorgängig schon erklärt worden. Wäre die exakte Einstellung des Zählwerkes beispielsweise + 107.924, so fiele der Aufrundkontaktpunkt Es auf ein Leer feld<B>f5.</B> Die Kontaktscheibe e würde keine Verschiebung erfahren. Der Schreibkontakt punkt E4 fiele ohnehin mit Sicherheit auf das Feld e2. Wir erhielten die Protokollierung + 107.925, also wie es sein müsste. die letzte Stelle auf 5 aufgerundet.
Die Bemessung der Verschiebungen der Kontaktscheiben ist Sache fachmännischer Überlegung. Sie hängt vor allein ab von der Genauigkeit der Zählwerksgetriebe und der Feldeinteilungen sowie von der erforder lichen Grösse der Isolierräume zwischen den Feldern. Theoretisch ist nur folgendes erfor- derlieh: Die Verschiebung der Kontaktscheibe e nach links (bei positiven Anzeigen) oder nach rechts (bei negativen Anzeigen) inulla um ein weniges grösser sein als ein Viertel der Ausdehnung eines Kontaktfeldes eo-eo.
Da die ganze Einrichtung vollständig sym metrisch ist, spielt sie in ebenso guter Weise auch in dem Falle, wo ein Zählwerk auf der Minus-Seite steht. Wenn man beachtet, dass bei negativer Stellung des Zählwerkes die Indices der Schreibkontaktfelder mit der Er gänzung auf 9 der angeschriebenen Indices zu lesen sind, so sieht man, dass die gezeichnete Stellung der Ziffer - 892.079 entspricht.
Der Aufrundkontaktpunkt E8 steht auf einem Felde<B>f</B> o; der Strom fliesst nun aber, weil der Vielfachschalter auf Minus umge stellt ist, über die Spule ek, Leitring 6, Schal ter 41, Leitungen 9 und 4. zur Leitung 119.
Die letzte Stelle wird 0 geschrieben. Die Kontaktscheibe e erfährt nun aber eine Ver schiebung um den Winkelweg a nach rechts. Dadurch stellt sich das Kontaktfeld ex unter den Schreibkontaktpunkt E4, und weil jetzt der Vielfachschalter auf Minus eingestellt ist, wird das Komplement von 1 auf 9, also 8 geschrieben. Damit ergibt sich also die not wendige Aufrundung der zweitletzten Stelle von 7 auf B.
Es ist leicht, auch die Verhältnisse bei den übrigen Stellen zu verfolgen und festzustellen, dass die Maschine mit Sicherheit die aufge rundete Ziffer - 892.080 schreibt.
Das beschriebene Verfahren und die be schriebenen Vorrichtungen können ohne wei teres für Zählwerke mit mehr oder weniger Stellen, als es hier beispielsweise angenommen wurde, verwendet werden. Es ist auch nicht notwendig, dass alle Zählwerke, deren An zeigen von einer Schreibmaschine aufzuneh men sind, für gleich viel Stellen eingerichtet seien.
In vielen Anwendungsfällen werden nur positive Anzeigen in Frage kommen. Die sich damit ergebenden Vereinfachungen sind be deutend, indem die Vielfachschalter, die zu gehörigen Relais sowie der Walzenkontakt schalter wegfallen.
Die Ingangsetzung des Schreibvorganges kann in irgendeiner Weise selbsttätig, zum Beispiel etwa von einem Uhrwerk aus, er folgen.
In vielen Anwendungsfällen verursacht die Stillegung der Zählwerke während des Schreibvorganges selbst in ganz strengem Sinne keine Beeinträchtigung der Protokollie- rung, so zum Beispiel bei Laufgewichts waagen, deren Laufgewichtsverschiebung und Zählwerksgang während des Schreibvorganges unterbrochen wird. Man erhält das Protokoll.
der Zählwerksanzeigen für den Moment der Blockierung des Zählwerksantriebes. Man wird in der Regel alle Zählwerke einer Anlage, die an eine Schreibmaschine angeschlossen sind, gleichzeitig blockieren, um für alle die auf den gleichen Zeitpunkt bezogenen An zeigen ins Protokoll zu bekommen. Eine Be einträchtigung der nachfolgenden Messergeb- nisse tritt durch die vorangehende Blockie rung des Laufgewichts- und Zählwerksantrie- bes nicht ein.
In den Fällen, wo durch die Blockierung der Zählwerke während des Schreibvorganges grundsätzlich eine Beeinträchtigung der nach folgenden Messung unvermeidlich ist, zeigt es sich, dass diese Beeinträchtigung durchaus vernachlässigbar gemacht werden kann, weil die Schreibmaschine zum Beispiel für eine fünfstellige Zahl nur etwa 1/2 Sekunde braucht und weil es leicht ist, eine Einrich- tung an der Impulsscheibe zu treffen, dass je weils nur gerade das einzelne Zählwerk blok- kiert wird, dessen Anzeige die Schreibma schine aufnimmt,
während die übrigen mit der Schreibmaschine verbundenen Zählwerke wei terlaufen.
Es können auch Messreihen aufgenommen werden, die mehr als eine Zeile der Schreib maschine ausfüllen. In einem solchen Falle würde die Zeilenschaltung jeweils nach einer Gruppe von Feldern auf der Impulsscheibe betätigt.
In der vorstehenden Beschreibung ist die Verwendung einer im Handel ohne weiteres erhältlichen elektrischen Schreibmaschine vor ausgesetzt worden. Es können indessen aber auch Spezialausführungen elektrischer Schreibmaschinen in Frage kommen, zum Bei spiel etwa eine solche, die für das Schreiben schmaler Streifen von beliebiger Länge einge richtet sind und bei denen unter Umständen der Tabulator fehlt.