Schneidwerkzeug zum Herstellen von Verzahnungen im Abwälzverfahren. Gegenstand vorliegender Erfindung ist ein Schneidwerkzeug zum Herstellen von Verzah nungen im Abwälzverfahren, insbesondere Zykloidenverzahnungen kleinster Module.
Die Zahnprofile solcher Schneidwerkzeuge für die kleinsten Module waren bis heute nicht schleifbar, da die Zahnlücken zwischen zwei im Abstand der herzustellenden Teilung von einander angeordneten Zähnen zu eng sind und zu spitz gegen den Zahngrund hin ver laufen.
Das Schneidwerkzeug gemäss der Erfin dung (Erfinder: Hans Haidegger, Solothurn) ist dadurch gekennzeichnet, dass benachbarte Schneidzähne in Abstand von mindestens der doppelten herzustellenden Teilung zueinander angeordnet sind. Nun kann der Zwischen raum zwischen zwei Zähnen so gross sein, dass ein Schleifen in den Zahnlücken möglich wird, wobei diese nicht mehr spitz, sondern in sanfter Kurve gegen den Zahngrund verlaufen können. Je kleiner der Modul der mit dem Werkzeug herzustellenden Verzahnungen ist, um so grösser kann man den Abstand zwischen benachbarten Zähnen des Werkzeuges wählen. Anstatt nur das Zweifache, kann dieser Ab stand daher auch das Drei-, Vier- und Mehr fache der Zahnteilung der mit dem Werkzeug herzustellenden Verzahnung betragen.
Es können Werkzeuge für alle Zahnformen vor gesehen sein, mit denen das betreffende Profil jeweils komplett herstellbar sein kann.
Man kann die Zähne des Werkzeuges in zwei und mehr - Gruppen anordnen. Diese Gruppen können in Richtung der Zahnteil linie um einen durch die Teilung der herzu stellenden Verzahnung ganzzahlig teilbaren Betrag gegeneinander verschoben sein, welcher Betrag aber durch den Abstand benachbarter Zähne ein und derselben Gruppe nicht ganz- zahlig teilbar ist. Man kann die Gruppen in Schneidvorschubrichtung der Zähne des Werk- zeuges hintereinander oder nebeneinander an ordnen.
Im letzteren Falle wird man die eine Zahngruppe von der andern in Richtung der Zahnteillinie um ein ganzes Vielfaches der Teilung verschieben, welches ein nichtganz- zahliges Vielfaches des Abstandes benach barter Zähne der gleichen Gruppe ist.
Das Werkzeug kann ein Hobelstahl mit einer oder mindestens zwei in der erwähnten Weise hintereinanderliegenden Zahnstangen, ein Hobelschneidrad mit einem oder mit min destens zwei gegeneinander versetzt hinterein anderliegenden Zahnkränzen, oder ein Abwälz- fräser sein. Ist das Schneidwerkzeug ein beim Arbeiten rotierendes Werkzeug, z. B. ein Abwälzfräser, so können zwei Gruppen Zähne in bezug auf die Werkzeugdrehachse diametral zueinander liegen, und die eine Gruppe gegenüber der andern in Richtung der Teillinien unversetzt sein.
Das Werkzeug kann ein solches zur Her stellung von Stirnrädern, von Zahnstangen, von Kegelrädern oder von Schneckenrädern sein.
Beiliegende Zeichnung zeigt einige bei spielsweise Ausführungsformen des Erfin dungsgegenstandes. Darin ist Fig. 1 eine schematische Darstellung einiger benachbarter Zähne einer gleichen Schneid zahngruppe für Zykloidenverzahnung; Fig.2 zeigt je einige Zähne zweier Grup pen gemäss der Fig.1, mit einer Versetzung der Gruppen gegeneinander in Richtung der Teillinie; Fig. 3 ist eine Ansicht eines Hobelstahls für Zahnradhobelmaschinen, in der Schneid richtung, mit zwei hintereinanderliegenden Zahngruppen oder Kämmen; Fig. 4 ist eine Draufsicht zu Fig. 3; Fig. 5 zeigt einen Hobelstahl für Zahnrad hobelmaschinen, bei welchem zwei bezüglich der Schneidrichtung nebeneinander liegende Zahngruppen eine einzige Zahnstange bilden; Fig. 6 ist ein Grundriss zu Fig. 5;
Fig. 7 zeigt einen Hobelstahl für Zahnrad hobelmaschinen, mit zwei nebeneinander lie genden Zahngruppen, von denen jede eine eigene Zahnstange bildet; Fig. 8 ist ein Grundruss zu Fig. 7; Fig. 9 zeigt ein Schneidrad für Zahnrad hobelmaschinen, mit zwei in der Schneidrich tung hintereinander liegenden, die Zahngrup pen bildenden Zahnkränzen; Fig. 10 ist eine Seitenansicht zu Fig. 9; Fig.11 ist eine Ansicht eines Schneidrades für Zahnradhobelmaschinen, dessen Zahn gruppen in Schneidvorschubrichtung der Zähne nebeneinander liegen und zusammen einen einteiligen Zahnkranz bilden; Fig.12 ist eine Seitenansicht zu Fig.11; Fig.13 und 14 sind den Fig.11 und 12 entsprechende Darstellungen eines Schneid rades gleicher Art, aber mit zweiteiligem Zahn kranz;
Fig.15 ist eine Stirnansicht eines Abwälz- fräsers für Zahnradfräsmaschinen; Fig.16 zeigt zwei je als Kamm ausgebil dete benachbarte Gruppen von Zähnen des Fräsers der Fig.15, in zueinander richtiger Lage; Fig.17 und 18 sind den Fig.15 und 16 entsprechende Darstellungen eines weiteren Abwälzfräsers für Zahnradfräsmaschinen; Fig. 19 ist ein Längsschnitt durch den Fräser der Fig.17;
Fig. 20, 21 und 22 sind den Fig.17 bis 19 entsprechende Figuren eines dritten Ab- wälzfräsers und Fig. 23, 24 und 25 solche eines vierten Ab- wälzfräsers; Fig. 26 ist eine Seitenansicht eines weiteren Abwälzfräsers und Fig. 27 eine Stirnansicht zu Fig. 26, wäh rend Fig. 28 und 29 bzw. 30 und 31 zwei weitere Varianten des Fräsers der Fig. 26 und 27 die sen Figuren entsprechend darstellen.
Je zwei benachbarte der in Fig.1 darge stellten Schneidzähne 1 haben einen Abstand voneinander, der gleich der doppelten Tei lung t der mit dem Werkzeug herzustellen den Verzahnung, also gleich 2t ist. Die Lücke zwischen zwei benachbarten Zähnen ist in ihrem Grund sanft gekrümmt, so dass ein in strichpunktierten Linien angedeutetes Schleif werkzeug zwischen zwei benachbarte Zähne bequem eingeführt werden kann. Stellt man sich z. B. einen Fräser für ein Modul gleich 0,06 vor, so wäre die Zahnlücke zwischen zwei Zähnen, wenn diese nur im Abstand der Tei lung voneinander entfernt wären, so klein, dass es unmöglich wäre, ein Schleifwerkzeug herzustellen, das zwischen diese beiden Zähne eingeführt werden könnte.
Die Herstellung des Schleifwerkzeuges wäre auch unmöglich, da die Zahnlücke im Zahngrund dann so spitz zulaufen würde, dass ein entsprechend zuge spitztes Schleifwerkzeug zu wenig Festigkeit hätte.
Wollte man nun eine Verzahnung mit einem Werkzeug herstellen, dessen sämtliche Zähne um das Doppelte oder Mehrfache der herzustellenden Teilung voneinander entfernt sind, so würde man in den meisten Fällen (eine Ausnahme bilden die Werkzeuge von der Art der Fig. 26 bis 30) eine Verzahnung mit der vorgeschriebenen Teilung t gar nicht er halten, sondern nur eine solche mit der Tei lung 2t bzw. einem grösseren Vielfachen von t.
Man ordnet daher in diesen Fällen die Zähne mit Abstand 2t oder einem grösseren ganz- zahligen Vielfachen von t in zwei bzw. mehr Gruppen an, die in Richtung der Zahnteil- linien um einen durch die herzustellende Tei lung ganzzahlig teilbaren Betrag gegeneinan der verschoben sind, welcher Betrag aber durch den Abstand benachbarter Zähne ein und derselben Gruppe nicht ganzzahlig teilbar ist. Ein solches Beispiel ist schematisch in Fig. 2 dargestellt. Die Zähne 1 der ersten Gruppe haben voneinander den Abstand 2t.
Die Zähne 2 der zweiten Gruppe haben zwar voneinander auch den Abstand 2t, sind aber gegenüber den Zähnen 1 der ersten Gruppe um die Teilung t verschoben, so dass die Zähne 1 am Werkstück Zahnlücken im Abstande von 2t voneinander herausarbeiten, während die Zähne 2 der zwei ten Gruppe die zwischen diesen Lücken lie genden Zahnlücken herstellen. Der Betrag t, um welchen die beiden Zahngruppen gegenein ander in Richtung der Zahnteillinie 3 vonein ander verschoben sind, ist also durch die Tei lung ganzzahlig teilbar. Dieser Betrag t ist aber durch den Abstand 2t benachbarter Zähne ein und derselben Gruppe nicht ganz- zahlig teilbar, denn dieser Quotient beträgt 0,5.
Genügt bei kleinsten Modulen, z. B. für m - 0,05, der herzustellenden Verzahnungen ein Abstand benachbarter Zähne der gleichen Gruppe des Werkzeuges von 2t für die Her stellung der Schneidzähne nicht, so kann man ihn z. B.<I>3t, 4t,</I> 5t usw. machen. Wäre der Abstand 3t, dann würde man die zweite Gruppe gegenüber der ersten um den Betrag t verschieben und müsste noch eine dritte Gruppe Zähne wählen, die gegenüber der zweiten Gruppe wiederum um den Betrag t versetzt wäre.
Dann würde die erste Gruppe aus dem Werkstück Zahnlücken herausschnei den, die um den Abstand 3t voneinander ent fernt sind, die zweite Gruppe Zahnlücken, die voneinander wiederum um den Betrag 3t, von den von der ersten Gruppe hergestellten Lük- ken hingegen um den Betrag t bzw. 2t ver setzt sind, während die Zahnlücken, die die dritte Gruppe herstellt, wiederum unter sich den Abstand 3t, von den durch die erste und die zweite Gruppe hergestellten, jeweils be nachbarten Zahnlücken hingegen nur noch den Abstand t hätten. Man erhält also auch hier eine Verzahnung, deren Zähne alle unter sich den Abstand t haben.
In diesem Falle wäre dann die zweite Zahnlücke von der ersten und die dritte von der zweiten um t, also um einen durch die Teilung ganzzahlig teilbaren Be trag (Quotient = 1) gegeneinander verscho ben, während die dritte von der ersten um den Betrag 2t, also ebenfalls um einen durch die Teilung ganzzahlig teilbaren Betrag (Quo tient = 2) verschoben ist. Diese Abstände t bzw. 2t sind aber durch den Abstand 3t be nachbarter Zähne der gleichen Gruppen nicht ganzzahlig teilbar (Quotient = 1/3 bzw. 2/3). Man könnte natürlich auch die zweite Gruppe um 2t von der ersten, und die dritte dafür nur um t von der ersten Gruppe verschieben.
Die nun folgenden Beispiele von Schneid werkzeugen zeigen alle Zahngruppen, bei denen der Abstand benachbarter Zähne 2t ist, und die in den Beispielen der Fig.3 bis 25 um den Betrag t (Fig. 3, 4, 9, 10, 15 bis- 25) bzw. 3t (Fig. 5 bis 8 und 11 bis 14) verscho ben sind. Es versteht sich aber, dass alle die folgenden Beispiele Zahngruppen haben könn ten, deren benachbarte Zähne einen Abstand von<I>3t, 4t, 5t</I> und mehr aufweisen könnten, wie dies im Zusammenhang mit der Fig. 2 be schrieben wurde.
Die Fig. 3 und 4 zeigen einen Hobelstahl für im Abwälzverfahren arbeitende Zahnrad hobelmaschinen. Eine Gruppe mit den Zäh nen 1 ist auf einer Zahnstange 4 und eine Gruppe von Zähnen 2 auf einer Zahnstange 5 angeordnet. Wie Fig. 4 zeigt, liegen die Zahn stangen 4 und 5 breitseitig aneinander und sind zweckmässig aneinander befestigt. Der Abstand zwischen benachbarten Zähnen 1 und entsprechend zwischen benachbarten Zähnen 2 beträgt 2t, und die Gruppe mit den Zähnen 1 ist gegenüber der Gruppe mit den Zähnen 2 in Richtung der Teillinie 3 um die Teilung t des herzustellenden Werkstückes verschoben.
Der Hobelstahl bewegt sich gegenüber dem in strichpunktierten Linien in Fig. 3 angedeu teten, in Richtung des Pfeils A rotierenden Werkstück 6 in der sogenannten Abwälzrich- tung B und in der Schneidevorschub- oder Hobelrichtung der Zähne in der dazu senk rechten und zur Werkstückachse - parallelen Richtung des Pfeils C. Diese Bewegungen sind an sich bekannt, und der Schneidevorgang wird daher nicht weiter erläutert. Die Zahn stangen 5 und 4 liegen, wie Fig.4 zeigt, in der Schneidvorschubrichtung C hintereinan der.
Beim Hobelstahl gemäss den Fig. 5 und 6 bilden zwei Gruppen mit den Zähnen 1 bzw. 2 eine einzige Zahnstange 7. Benachbarte Zähne in jeder Gruppe haben unter sich einen Ab stand von zweimal der Teilung t der herzu stellenden Verzahnung eines Werkstückes, das gegenüber dem Stahl der Fig.5 und 6 die gleiche Lage hat wie das Werkstück 6 der Fig.3 und 4.
Hier liegen aber die beiden Gruppen von Zähnen 1 bzw. 2 in der Schneid vorschubrichtung C der Zähne des Werkzeuges nicht mehr hintereinander, sondern nebenein ander, und zwar sind die beiden Gruppen in Richtung der Teillinie 3 um den Abstand 3t voneinander entfernt, also um einen Betrag, der zwar durch die Teilung t ganzzahlig (Quotient = 3), aber durch den Abstand 2t benächbarter Zähne 1 bzw. 2 ein und der selben Gruppe nicht ganzzahlig teilbar ist (Quotient = 1,5). Anstatt die Gruppen um den Betrag 3t voneinander zu distanzieren, könnte man sie auch um den Betrag<I>5t, 7t</I> usw. voneinander entfernt anordnen. Wäre der Abstand benachbarter Zähne der gleichen Gruppe z. B. 3t, dann wäre der Abstand zwi schen den Gruppen<I>4t, 5t, 7t,</I> 8t, 10t usw. zu wählen.
Macht man den Abstand benachbar ter Zähne der gleichen Gruppen, z. B. 4t, dann könnte der Abstand zwischen den Grup pen kleiner als 4t, z. B. 3t, oder grösser als 4t, z. B.<I>5t, 6t, 7t, 9t, 10t</I> usw. gewählt wer den, wobei immer wieder darauf zu achten ist, dass dieser Betrag durch den Abstand benach barter Zähne ein und derselben Gruppe nicht ganzzahlig teilbar ist.
Der Hobelstahl gemäss den Fig.7 und 8 unterscheidet sich von dem vorangehenden nur dadurch, dass die beiden Zahngruppen je eine eigene Zahnstange 8 bzw. 9 bilden und in einem nicht dargestellten, an sieh bekann ten Stahlhalter so eingespannt sind, dass der Abstand zwischen den beiden Gruppen 3t be trägt. Alles übrige zu den Fig. 5 und 6 Ge sagte gilt entsprechend auch für das Beispiel der Fig. 7 und B.
Das Schneid- oder Stossrad für im Ab- wälzverfahren arbeitende Zahnradhobelmaschi nen gemäss Fig. 9 und 10 hat zwei Zahngrup pen mit den Zähnen 1 bzw. 2. Die Zähne jeder Gruppe haben unter sich den Abstand 2t und bilden einen Zahnkranz 9. Sie sind in Richtung der jetzt kreisförmigen Teillinie 3 um die Teilung t gegeneinander verschoben und liegen in der Hobel- oder Schneidvor schubrichtung C der Zähne hintereinander. Die Kränze liegen, wie Fig. 10 zeigt, seitlich aneinander und könnten aneinander befestigt sein, und die Schneidkanten 10 ihrer Zähne liegen in Schneidvorschubrichtung C vorn. Der Pfeil B der Fig. 9 deutet die Richtung der kontinuierlichen Abwälzdrehung des Schneidrades an.
Der Schneidvorgang von Schneidrädern ist an sich bekannt und braucht daher nicht erläutert zu werden. Man könnte ' auch hier anstatt einem Ab stand 2t benachbarter Zähne der gleichen Gruppen den Betrag 3t, 4t, 5t, je nach der Grösse des Moduls der herzustellenden Verzah nungen, geben. Dann sind aber im ganzen drei, vier oder fünf in Richtung C hinterein ander liegende Zahnkränze notwendig, wobei in Richtung des Teilkreises 3 die zweite ge genüber der ersten um den Betrag t, die dritte gegenüber der ersten um den Betrag 2t usw. verschoben ist. Natürlich könnte man z. B. bei drei Zahnkränzen die zweite Gruppe ge genüber der ersten um 2t und die dritte Gruppe gegenüber der ersten um t verschie ben usw.
Das Schneidrad gemäss Fig.11 und 12 ent spricht in seiner Art dem Hobelstahl der Fig. 5 und 6. Es liegen also hier zwei Zahn gruppen mit den Zähnen 1 bzw. 2 in der Hobel- oder Schneidvorschubrichtung C der Zähne nebeneinander, und während die Zähne in jeder Gruppe einen Abstand von 2t zuein ander haben, sind die Gruppen selbst um einen Betrag 3t gegeneinander verschoben. Auch hier sind die gleichen Variationen möglich, wie sie im Zusammenhang mit den Fig. 5 und 6 an gedeutet wurden. Der Zahnkranz der Fig.11 und 12 ist einteilig.
Das Schneidrad der Fig.13 und 14 unter scheidet sieh von demjenigen der Fig.11 und 12 nur dadurch, dass es aus zwei auf nicht dargestellte Weise aneinander befestigten Tei len 11 und 12 besteht, die je eine Zahngruppe mit 2t-Zahnabstand aufweisen. Anstatt nur zwei, könnte der Kranz auch drei oder mehr Zahngruppen aufweisen und entsprechend mehrteilig sein.
Der Abwälzfräser für Zahnradfräsmaschi nen gemäss Fig. 15 und 16 hat im ganzen acht Zahngruppen, wovon vier mit Zähnen 1 und vier mit Zähnen 2. Wie Fig.16 zeigt, bilden die einzelnen Zahngruppen je einen Kamm 13, die mit einem den Fräskörper bildenden Teil 14 aus einem Stück bestehen. Alle Gruppen mit Zähnen 1 bilden für sich in Umfangs richtung des Werkzeuges eine bei Fräsern be kannte Schraubenlinie und alle Gruppen mit Zähnen 2 eine zweite Schraubenlinie. Der kreisförmige Schneidvorschub der Zähne ist durch den Pfeil I3 angegeben.
Die benach barten Zähne 1 bzw. 2 jeder Gruppe haben unter sich den Abstand 2t, und die in Um fangsrichtung des Fräsers abwechselnd auf einanderfolgenden Gruppen oder Kämme 1 und 2 sind gegeneinander in Axialrichtung des Werkzeuges je um den Abstand t gegen einander verschoben. Auch hier könnte ein grösserer Abstand zwischen benachbarten Zäh nen in jeder Gruppe gewählt werden, so z. B. 3t, <I>4t, 5t,</I> je nach der Kleinheit des Moduls der herzustellenden Verzahnung des Werkstückes 6, Fig.15, das beim Verzahnen um die Achse 6' rotiert wird. Im Falle eines Abstandes 3t wären dann mindestens drei gegeneinander verschobene Zahngruppen vorgesehen, wobei die zweite von der ersten Gruppe um t oder 2t und die dritte von der ersten um 2t bzw.
t in Axialrichtang verschoben sein müssten. Auch könnte man hintereinander zwei und mehr Gruppen von Zähnen 1 abgesehen von der Schrauberisteigung unversetzt und her- nach zwei und mehr Gruppen von Zähnen 2 entsprechend gegeneinander unversetzt, wohl aber gegenüber den Gruppen der Zähne 1 um t versetzt anordnen. Die Zähne 1 arbeiten aus dem Werkstück Zahnlücken im Abstande 2t voneinander heraus, und die Zähne 2 die da zwischenliegenden Zahnlücken, so dass also am Schluss des Fräsvorganges ein Zahnrad erhal ten wird, dessen Zähne alle zueinander die vorgeschriebene Teilung t haben. An Stelle von acht Kämmen, könnten auch weniger oder mehr Kämme vorgesehen .sein.
Der Abwälzfräser gemäss Fig.17 bis 19 unterscheidet sich vom vorangehenden nur da durch, dass die Kämme 13 mit den Zähnen 1 aus einem Stück mit einem ringförmigen Teil 15 bestehen und von diesem Teil 15 axial ab stehen, während die Kämme 13 mit den Zäh nen 2 ein Stück: mit einem entsprechenden ringförmigen Teil 16 bilden, von dem sie in axialer Richtung abstehen. Die Teile 15, 13 und 16, 13 sind so zusammengebaut, dass je ein Kamm des einen Teils zwischen zwei Käm men des andern Teils liegt. Die beiden Teile können unter Presssitz ineinandergeschoben oder durch nicht dargestellte Mittel mitein ander verbunden sein.
Der Abwälzfräser gemäss Fig.20 bis 22 unterscheidet sich von demjenigen der Fig.15 und 16, bei dem die Kämme 13 aus einem Stück mit dem sie tragenden Teil 14 des Frä sers bestehen, dadurch, dass die Kämme 13' in Nuten 17 eines Fräserkörpers 14' eingesetzt sind und durch Ringe 18 in radialer und durch Ringe 19 in axialer Richtung auf dem Teil 14'-festgehalten werden.
Der Abwälzfräser gemäss Fig.23 bis 25 hat entsprechend dem Fräser der Fig. 20 bis 22 in Nuten 17 eines Fräserkörpers 14' ein gesetzte Kämme 13' mit den Zähnen 1 bzw. 2. Anstatt der Ringe 18 und 19 sind aber in Ausnehmungen 20 des Teils 14' Keile 21 ein gesetzt, die durch Schrauben 22 am Teil 14', festgeschraubt sind und die sie berührenden Kämme 13' an die Seitenwände 23 der Nuten 17 anpressen.-- # Der- Abwälzfräser gemäss Fig. 26 und 27 hat.- =zwei . -einander diametral- :
gegenüberlie- , gende, mit dem Fräserkörper 14 aus einem Stück bestehende Kämme mit Zähnen 1 bzw. 2, wobei der Abstand benachbarter Zähne bei jedem Kamm 2t ist. Dieser Fräser unter scheidet sich von den vorangehenden Beispie len aber dadurch, dass die Gruppe mit den Zähnen 2 gegenüber der Gruppe mit den Zähnen 1 in Axialrichtung des Fräsers nicht mehr verschoben ist. Jeder Zahn der einen Gruppe liegt also mit dem entsprechenden Zahn der andern Gruppe gegenüber ein und derselben Querschnittsebene des Fräsers genau gleich. Soll z. B. mit einem solchen Fräser ein Zahnrad mit hundert Zähnen hergestellt werden, so wählt man zwischen Werkstück und Fräser ein Übersetzungsverhältnis von z. B. 1 :50.
Während nun der Fräser eine halbe Drehung macht, dreht sich das Werk stück um den Betrag einer Teilung der her zustellenden Verzahnung. Während also die Gruppe mit den Zähnen 1 aus dem Werkstück Zahnlücken herausarbeitet, die einen Abstand von 2t voneinander haben, so arbeiten die nachkommenden Zähne 2 der andern Gruppe, da sich inzwischen das Werkstück um eine Teilung gedreht hat, die zwischen den von den Zähnen 1 herrührenden Lücken liegenden Zahnlücken heraus, die von den vorangehen den genau den Abstand t haben.
Anstatt wie in Fig. 26 und 27 nur zwei Gruppen von Zähnen, die übrigens nicht mehr wie bei den vorangehenden Abwälzfräsern auf Schraubenlinien liegen, vorzusehen, könnte man z. B. vier Gruppen anordnen, von denen je zwei diametral einander gegenüberliegen und benachbarte Gruppen unter einem Winkel von 90 zueinander stehen. Will man dann z. B. ein Zahnrad mit hundert Zähnen ver zahnen, so müssen benachbarte Zähne in jeder Gruppe einen Abstand von 4t vonein ander haben, und das Übersetzungsverhältnis zwischen Werkstück und Fräser muss 1 :25 gewählt werden. Die Zahl der Gruppen kann man beliebig variieren.
So. kann man auch acht unter einem Winkel von 45 zueinander stehende Gruppen vorsehen, einen Abstand von 8t zwischen benachbarten Zähnen in jeder Gruppe wählen und ein- Übersetzungsverhält- nis zwischen Werkstück und Fräser von 1 :12,5 vorsehen. Will man Räder mit mehr oder weniger als 100 Zähnen herstellen, so hat man die Zahl der Gruppen, den Zähneabstand in jeder Gruppe und das Übersetzungsverhältnis zwischen Werkstück und Fräser einfach ent sprechend zu wählen. Bei allen diesen Varia tionen sind die einzelnen Gruppen gegenein ander unversetzt, und die Zähne sind nicht auf Schraubenlinien angeordnet.
Der Fräser gemäss Fig.28 und 29 unter scheidet sich von demjenigen der Fig. 26 und 27 nur dadurch, dass die Zähne jeder Gruppe einen Kamm 13' bilden, die in Nuten 17 eines Fräserkörpers 14' eingesetzt und darin in nicht gezeichneter Weise befestigt sind.
Der Abwälzfräser gemäss Fig. 30 und 31 unterscheidet sich von demjenigen der Fig. 26 und 27 lediglich dadurch, dass zwei Zahn gruppen 1 und 2 an den freien Enden einer in der Mitte mit Lagerzapfen versehenen Platte gebildet sind. Auch die Ausführungsformen der Fig. 28 bis 31 können auf die gleiche Weise variiert werden, wie dies im Zusammenhang mit dem Fräser der Fig. 26 und 27 angegeben wurde.
Schliesslich sei noch erwähnt, dass die Frä ser zur Herstellung von Stirnrädern, Kegel rädern oder Schneckenrädern ausgebildet sein können.