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CH265838A - Verfahren zur Herstellung eines Zwischenproduktes. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines Zwischenproduktes.

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Publication number
CH265838A
CH265838A CH265838DA CH265838A CH 265838 A CH265838 A CH 265838A CH 265838D A CH265838D A CH 265838DA CH 265838 A CH265838 A CH 265838A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
sep
nitro
intermediate product
parts
methoxynaphthalene
Prior art date
Application number
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English (en)
Inventor
Aktiengesellschaft Ciba
Original Assignee
Ciba Geigy
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Ciba Geigy filed Critical Ciba Geigy
Publication of CH265838A publication Critical patent/CH265838A/de

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  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description


      Verfahren    zur Herstellung eines     Zwischenproduktes.       Es wurde gefunden, dass wertvolle Zwi  schenprodukte hergestellt werden können,       wenn    man 1- Halogen - 2 -     alkoxynaphthaline          mit    nitrierenden Mitteln     bis    zum Eintritt  einer Nitrogruppe behandelt und aus dem       entstandenen        Isomerengemisch    mindestens  eine Komponente abtrennt.  



  Die     als        Ausgangsstoffe    für das vorlie  gende Verfahren dienenden 1- Halogen - 2     -          alkoxynaphthaline    können als Halogen     bei-          spielsweise    Chlor und     als        Alkoxz#gruppe    bei  spielsweise eine     -0-Alkylgruppe    von niederem       Molekulargewicht,    z. B. eine     Methoxy-    oder       Äthoxygruppe,    enthalten.  



       Als    nitrierende Mittel können beispiels  weise Salpetersäure allein oder Mischungen  von Salpetersäure mit indifferenten organi  schen Lösungsmitteln, wie Chlorbenzol, ver  wendet werden. Die Verwendung sonst übli  cher     Nitriersäuren,    die durch Mischen von  Salpetersäure mit Schwefelsäure bzw.     Oleum     erhalten werden, führt zu schlechteren bis  unbrauchbaren     Ergebnissen.    In vielen Fällen  ist die Anwendung mittlerer Reaktionstempe  raturen von etwa     10-80a    C, vorzugsweise  etwa 40-600 C, angezeigt.

   Auf diese Weise       kann    die Bildung von     unerwünsehten        Neben-          produkten    weitgehend vermieden werden.  



  Das bei der     Nitrierung    unmittelbar erhal  tene     Isomerengemisch    besteht in der Haupt  sache aus 6-, 8- und     4-Nitro-2-alkoxy-1.-halo-          gennaphthalin.     



  Die Abtrennung einer erheblichen Menge  der in     6-Stellung    nitrierten Verbindung ge-         lingt    verhältnismässig einfach durch Extrak  tion der Rohmischung mit kochendem Alko  hol, worin das genannte     Isomere    verhältnis  mässig schwerlöslich ist und daher vorwie  gend zurückbleibt, während die andern     Iso-          meren    in Lösung gehen.

   Dies trifft in beson  ders hohem Masse für     6-Nitro-l-halogen        2-          met.hoxynaphthaline        ziz,    während die Löslich  keit der entsprechenden     Alkoxy        verbindungen     mit höherem     Alkylrest    z. T. grösser ist und  daher eine wiederholte Umkristallisation,     ge-          gebenenfalls    abwechselnd aus Alkohol und       Sehwefelkohlenstoff,    angezeigt     sein    kann.  



  Die Abtrennung der 4- bzw.     8-Nitrover-          bindung    aus dem verbleibenden Gemisch  kann mit Vorteil durch Destillation, vorzugs  weise unter vermindertem Druck, beispiels  weise bei etwa 12-14 mm     Quceksilber    druck,  vorgenommen werden. Die     4-Nitroverbindung     des     1-Chlor-2-methoxy-naphthalins    destilliert  z. B. bei 12-14 mm     Quecksilberdruek    schon  bei etwa 200-2250 und kann aus der betref  fenden Fraktion durch     Umkristallisieren    ge  wonnen werden.

   Die höher siedenden Frak  tionen bestehen dann     vorwiegend    aus     1-Chlor-          2-methoxy-8-nitronaphthalizi,    das z. B. durch  Kristallisation als Schwefelkohlenstoff in rei  nem Zustand erhalten wird.  



  Der Erfolg des vorliegenden Verfahrens  ist. in mehrfacher Hinsicht     überraschend.    In  erster Linie musste     angesichts    des     substitu-          tionsbefördernden    Charakters der     2-ständigen          Alkoxygruppe    zusammen mit dem Umstand,  dass die bevorzugte     1-Stellung    schon durch      Halogen besetzt ist, befürchtet werden, dass  das     1-ständige        Halogen    bei der     Nitrierung     entfernt würde, und es konnte ferner nicht  ohne weiteres vorausgesehen werden,

   dass     -u1-          ter    diesen Bedingungen eine     Mononitrierung     erfolgen -würde. Ferner war zu befürchten,  dass aus dem entstehenden     Isomerengemisch     nicht in brauchbarer Weise einzelne Kompo  nenten sich abtrennen liessen.  



       Gegenstand    des vorliegenden Patentes ist  ein Verfahren     mir        Herstellung    eines Zwi  schenproduktes, bei dem man     1-Chlor-2-          methoxynaphthalin    bis zum Eintritt     eileer     Nitrogruppe nitriert und aus dem erhaltenen  Gemisch     6-Nitro-l-chlor-2-methoxynaphthalin     abtrennt.  



  Das so erhaltene     6-Nitro-l-chlor-2-methoxy-          naphthalin    ist neu     und    stellt ein wertvolles       Zwischenprodukt,    z. B. für die Herstellung  von     Azofarbstoffen,    dar. Es     schmilzt    bei 181  bis 1830 C und geht durch Reduktion, z. B.

    in     Alkohol    nach     Bechamp,    in das     6-Amino-          1-ehlor-2-methoxynaphthalin    bzw.     2-Amino-5-          chlor-6-methoxynaphthalin    über, welches als       freie    Base einen     Schmelzpunkt    von 118 bis  1190     aufweist.       <I>Beispiel 1:</I>    192 Teile 1- Chlor - 2 -     methoxynaphthalin     werden in fein pulverisiertem Zustand     unter     Rühren langsam in 270 Teile Salpetersäure  von<B>627,</B> Gehalt eingetragen.

   Es tritt alsbald       Nitrier-mg    ein, was an der     Gelbfärbung    des       Eintraggutes    erkannt wird. Die Temperatur  steigt,     und    man sorgt durch     Kühlung    von  aussen     und    durch langsames Eintragen dafür,  dass sie nicht     zu    hoch oder zu rasch steigt.  Mit Vorteil hält man die Temperatur bei  etwa 400 C. Wenn alles eingetragen ist und  die Temperatur nicht mehr von selber steigt,  rührt man noch zwei Stunden bei Zimmer  temperatur, dann verdünnt man mit viel  Wasser, filtriert den Niederschlag, wäscht  ihn mit! Wasser aus, bis er säurefrei ist, und  trocknet ihn.

   Man erhält etwa 21.0     bis    220  Teile rohen Nitrokörper. Man extrahiert das  so erhaltene     Rohprodukt    mit der zehnfachen  Menge siedendem Äthylalkohol. Es verblei-         ben    dabei etwa 70 Teile     6-Nitro-l-chlor-2-          methoxynaphthalin    ungelöst; durch     Abfiltrie-          ren,    Nachwaschen mit Äthylalkohol     und          Trocknen    erhält man diese Verbindung sofort  in reinem Zustand vom     Schmelzpunkt    181 bis  1830.

      <I>Beispiel</I>    192,5 Teile     1-Chlor-2-methoxynaphthalin     werden in 250 Teilen Chlorbenzol unter Er  wärmen gelöst. Bei etwa     40-60Q    lässt man.  langsam 200 Teile 65j     ige    Salpetersäure zu  tropfen     -und    sorgt durch äussere Kühlung,  dass die Temperatur nicht wesentlich höher  steigt. Wenn alles erkaltet ist, gibt man etwa  500 Teile Wasser hinzu, filtriert den kristal  lisiert abgeschiedenen Anteil der     Nitrierimg     ab     und    wäscht ihn mit Wasser neutral. Dann  extrahiert man ihn noch mit der zehnfachen  Menge seines Gewichtes an     Äthylalkohol    sie  dend heiss und filtriert das Ungelöste     wieder     ab.

   Diese ungelöste Verbindung stellt das  6 -     Nitro    -1-     chlor    - 2 -     methoxynaphthalin    dar.  (Gelbe     Nädelchen    vom     Smp.181-1830.)       <I>Beispiel 3:</I>    192,5 Teile     1.-Chlor-2-methoxynaphthalin     werden in 250 Teilen Chlorbenzol gelöst und  zu der Lösung langsam 200 Teile 65     /ö        ige     Salpetersäure unter äusserer Kühlung zulau  fen gelassen. Man kann die Temperatur     bis     500 steigen lassen. Wenn alles wieder erkaltet  ist, gibt man etwa 300 Teile Wasser hinzu       und    filtriert kalt.

   Dann trennt man . die       Chlorbenzollösung    von der verdünnten,     wäss-          rigen    Salpetersäure, schüttelt sie mit Wasser  durch, bis das Waschwasser neutral ist, und       destilliert    dann das Chlorbenzol mit Dampf  ab. Als Rückstand scheidet sich ein Teig     aus,     der in der Kälte ganz erstarrt. Man vereinigt  ihn mit dem primär     abfiltrierten    Nieder  schlag und extrahiert die Gesamtmenge der  Nitrokörper mit der zehnfachen Menge Alko  hol.

   Es bleiben etwa 56 Teile in der Hitze  ungelöst, gelbe     Nadeln.    F.     P.181-1830.    Die  ser Körper stellt das     6-Nitro-1.-elllor-2-me-          thoxynaphthalin    dar, der so rein abgetrennt  und gewonnen werden kann.

Claims (1)

  1. EMI0003.0001 PATENTANSPRUCH: <tb> Verfahren <SEP> zur <SEP> Herstellun- <SEP> eines <SEP> Zwi schenproduktes, <SEP> dadurch <SEP> gekennzeichnet, <SEP> dass <tb> man <SEP> 1- <SEP> Chlor <SEP> - <SEP> 2 <SEP> - <SEP> metholvnaphthalin <SEP> bis <SEP> zum <tb> Eintritt <SEP> einer <SEP> Nitrogruppe <SEP> nitriert <SEP> und <SEP> aus <tb> dem <SEP> erhaltenen <SEP> Gemisch <SEP> 6-Nitro-l-ehlor-2 methotynaplithalin <SEP> abtrennt. <tb> Das <SEP> so <SEP> erhaltene <SEP> 6--'itro-l-clilor-2-methoxy naphthalin <SEP> ist <SEP> neu <SEP> und <SEP> stellt <SEP> ein <SEP> wertvolles EMI0003.0002 Zwischenprodukt, <SEP> z. <SEP> B. <SEP> für <SEP> die <SEP> Herstellung <tb> von <SEP> Azofarbstoffen, <SEP> dar. <SEP> Es <SEP> schmilzt <SEP> bei <SEP> 181 <tb> bis <SEP> 1830 <SEP> C <SEP> und <SEP> geht <SEP> durch <SEP> Reduktion, <SEP> z.
    <SEP> B. <tb> in <SEP> Alkohol <SEP> nach <SEP> Wchamp, <SEP> in <SEP> das <SEP> 6-Amino 1-clilor-2-methoxvnaphthalin <SEP> bzw. <SEP> 2- <SEP> Amino-5 ehlor-6-methoxvnapht.halin <SEP> über, <SEP> -elches <SEP> als <tb> freie <SEP> Base <SEP> einen <SEP> Schmelzpunkt <SEP> von <SEP> 118 <SEP> bis <tb> 1190 <SEP> aufweist.
CH265838D 1947-06-17 1947-06-17 Verfahren zur Herstellung eines Zwischenproduktes. CH265838A (de)

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