CH264087A - Dichtungsvorrichtung für in einer mit Flüssigkeit gefüllten Nabe drehbar gelagerte Flügelzapfen. - Google Patents
Dichtungsvorrichtung für in einer mit Flüssigkeit gefüllten Nabe drehbar gelagerte Flügelzapfen.Info
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Description
Dichtungsvorrichtung für <B>in einer mit</B> Flüssigkeit <B>gefüllten Nabe</B> <B>drehbar gelagerte Flügelzapfen.</B> Die Erfindung betrifft eine Dichtungsvor richtung für Flügelzapfen von Propellertur binen, Pumpen, Propellern und dergleichen, bei welchen die Flügel in einer mit Flüssig keit (wie Ö1) gefüllten Nabe derart gelagert sind, dass sie sich um ihre eigenen Achsen drehen können.
In Flügelrädern dieser CTattung ist der Druck des Öls in der Nabe im allgemeinen höher als der Druck des die Nabe umgeben den Arbeitsfluidums (wie z. B. Wasser). Die bisher gebräuchlichen Dichtungen sind des halb im allgemeinen derart ausgebildet, dass ihre Wirkung eine einseitige ist, indem sie nur dem Austritt. des Öls aus der Nabe ent gegenwirken. In gewissen Fällen, wie z.
B. bei Propellerturbinen, die für grosse Gefälle ge baut sind, kann aber der Fall eintreten, dass der Druck des die Nabe umgebenden Wassers grösser wird als der Öldruck im Innern der Nabe; in solchem Falle hat das Wasser das Bestreben, trotz der Dichtungsvorrichtung in die Nabe einzudringen, was davon herrührt, dass der Wasserdruck auf die Dichtungsvor richtung ungleichförmig verteilt ist, was sei nerseits durch die ungleichmässige Druckver teilung um die Flügel bedingt wird. Auf der obern Seite der Flügel herseht im allgemeinen ein Überdruck, das heisst ein Druck, der höher ist als der äussere Luftdruck. Der Druck ist am grössten bei der Eintrittskante und nimmt gegen die Austrittskante allmählich ab, wie in Fig. 2 der beiliegenden Zeichnung angedeutet ist.
Auf der untern Seite der Flügel herrscht bewöhnlieh ein Unterdruck (Vakuum), das heisst ein Druck, der niedriger ist als der äussere Luftdruck. Die ungefähre Verteilung des Druckes ist. in der erwähnten. Fig. 2 mit Pfeilen angedeutet. Hieraus ergibt sieh, dass der höchste Druck auf die Dichtungsvorrich tung nahe der Eintrittskante der Flügel und der niedrigste Druck auf der hintern Seite der Flügel etwa gerade unterhalb des Dre hungsmittelpunktes entsteht. Wenn jetzt das Gefälle genügend. gross ist, dann wird der W asserdruek an der erstgenannten Stelle höher als der Öldruck in der Nabe. An der letztgenannten Stelle dagegen ist der äussere Druck immer niedriger als der Öldruck.
Weil man mit den bekannten Dichtungsvorrichtun gen der hier in Betracht kommenden Gattung eine vollkommene Dichtung nie erreichen kann, wird somit Wasser an gewissen Stellen in die Nabe eindringen, während an andern Stellen Öl aus der Laufradnabe herausdringt. Ein Lecken des Öls aus der Laufradnabe kann zwar erlaubt werden, solange es sich innerhalb mässiger Grenzen hält; wenn aber Wasser in die Nabe eindringt, können grosse Schwierig keiten entstehen, die zu Rostbildung und Ver schlechterung der Qualität des Öls führen können.
Die vorliegende Erfindung bezweckt, eine Dichtungsvorrichtung zu schaffen, die unter allen Umständen das Wasser daran verhin dert, in die Laufradnabe einzudringen.
Die Erfindung zeichnet sich dadurch aus, d.ass die zwischen der Nabenseheibe des Flü gels und der Nabe des Laufrades angeordnete Dichtung doppeltwirkend ist und zwei Ab dichtungsflächen aufweist, von denen die eine zum. Abdichten gegen innern Überdruck und die andere zum Abdichten gegen äussern Überdruck bestimmt ist, wobei diese beiden Abdichtungsflächen an einen zwischen ihnen vorgesehenen Kanal angrenzen,
der für Drai- nierimgszwecke mit dem das Flügelrad um schliessenden Arbeitsmedium an derjenigen Stelle in Verbindung steht, an der sich im Betrieb der tiefste Druck einstellt, damit der Druck im Kanal zwischen den Abdichtungs flächen stets niedriger bleibt als der Druck im Innern der Laufradnabe.
Auf der beiliegenden Zeichnung stellt Fig.1 einen teilweisen Axialschnitt eines Kaplan-Laufrades mit einer bekannten Dich tungsvorrichtung der in der Einleitung die ser Beschreibung angedeuteten Gattung dar.
Fig. 2 lässt die in der Einleitung erwähnte Druckverteilung auf einer Schaufel erkennen. Fig. 3 und 4 stellen Axialschnitte von Teilen zweier Ausführungsformen der Dich tungsvorrichtung gemäss der Erfindung dar.
In Fig.1 bezeichnet 1 die Laufradwelle, 2 die mit der Welle verbundene Laufradnabe, 3 die Schaufeln, 4 den Lagerungszapfen einer Schaufel, 5 die Verdrehvorrichtung für den Schaufelzapfen, 6 die Steuerstange für die Verdrehvorrichtung und 7 die zwischen der NTabenscheibe 8 der Schaufel und der Nabe 2 vorgesehene Dichtungsvorrichtung. Die Nabe trägt ein stromlinienförmiges Endstück 9, das als Ölbehälter der Nabe dient und mit Öl zu füllen ist.
Fig. 2 ist schon in der Einleitung beschrie ben worden und braucht deshalb nicht wieder beschrieben zu werden. Die Bezugsziffern 3 und 8, die hier verwendet sind, haben die glei che Bedeutung wie in Fig.1.
Bei der in Fig.3 dargestellten Ausfüh- rungsform der Erfindung ist zwischen der Nabenscheibe 8 der nicht dargestellten Lauf- radschaufel und der Laufradnabe 2 eine Dich tungsscheibe 10 aus Leder (Ledermanschette) oder dergleichen eingelegt, die mit Hilfe eines Ringes 11 und Schrauben 12 an der Laufrad nabe festgehalten ist. In ringförmigen Nuten der Laufradnabe sind Ringe 13 und 14 aus Rundgummi eingelegt, die gegen die Dichtung 10 drücken, so dass sie an den Dichtungsflä chen 15 bzw. 16 gegen die Nabenscheibe 8 an liegt.
Der um den Ring 11 gebildete ringför mige Kanal 17 steht durch die Bohrungen 18 mit der Aussenseite der Laufradnabe in Ver bindung. Die Bohrungen 18 befinden sich an derjenigen Stelle des Umfanges der Dich tung, wo der äussere Druck am niedrigsten ist (vgl. Fig.2). Durch diese Bohrungen erfolgt somit eine Drainierung, wodurch der Druck im Kanal 17 zwischen den beiden Abdich tungsflächen 15 und 16 stets niedriger wird als der Öldruck im Innern der Nabe. Es be steht daher ein Bestreben zum Durchlecken des Öls an der Abdichtungsfläche 15 und des Wassers an der Abdichtungsfläche 16 an den Stellen dieser Flächen, wo der äussere Was serdruck höher ist als der Druck im Kanal 17.
Dieses Lecköl und dieses Leckwasser sammelt sich im Kanal 17 und fliesst durch die Boh rungen 18 ab. Weil der Druck im Kanal 17 stets niedriger ist als der Druck im Innern der Nabe, ist das Eindringen des Wassers in die Laufradnabe ganz ausgeschlossen.
Eine etwas abgeänderte Ausführungsform der Erfindung ist in Fig.4 dargestellt. Bei dieser Ausführungsform ist ein Ringnuten 21 aufweisender Ring 20 zwischen der Dich tungsscheibe 10 und der Laufradnabe 2 ein gelegt. Beide sind in der gleichen Weise wie bei der Ausführungsform nach Fig.3 fest gehalten, und zwar durch in die Laufradnabe eingeschraubte Schrauben.
Die Drainierung des Kanals 17 erfolgt durch eine Bohrung 22 in der Laufradnabe, kann aber auch hier durch Bohrungen, entsprechend den Bohrun gen 18 in Fig. 3, erfolgen, wie durch strich- punktierte Linien angedeutet ist. Die Boh rung 22 steht durch Löcher 23 des Ringes 11, des Dichtungsringes 10 und des Ringes 20 mit dem Kanal 17 in Verbindung.
Durch die An- ordnung des Ringes 20 wird auch eine Drai nierung des Raumes zwischen den Gummi- ringen 13 und 1-1 erreicht.
Abänderungen der Diehtungsvorriehtung können ohne Abweichen vom Wesen der Er findung gemacht werden. Beispielsweise kön nen die Gummiringe 13, 11 durch federnde 'Metallringe ersetzt werden. Die Abdichtung kann auch zwischen zwei Zylinderflächen un ter Aufrechterhaltung des Prinzipes der Drai nierung angeordnet werden.
Claims (1)
- PATEN TANSPRUCII Dichtungsvorrichtung für Flügelzapfen von Propellerturbinen, Pumpen, Propellern und dergleichen, bei welchen die Flügel in einer mit Flüssigkeit gefüllten Nabe drehbar gelagert sind, dadurch gekennzeichnet, dass die zwischen der Nabenscheibe des Flügels und der Laufradnabe angebrachte Dichtung doppeltwirkend ist, indem sie zwei Abdich tungsflächen aufweist,von denen die eine zum Abdichten gegen innern Überdruck und die andere zum Abdichten gegen äussern LTberdruck bestimmt ist, wobei diese beiden Abdichtungsflächen an einen zwischen ihnen vorgesehenen Kanal angrenzen, der für Drai- nierungSzweeke mit dem das Flügelrad um gebenden Arbeitsmedium an derjenigen Stelle in Verbindung steht, an der sich im Betrieb der tiefste Druck einstellt, damit der Druck im Kanal zwischen den Abdiehtun--sflächen stets niedriger bleibt als der Druck im Innern der Laufradnabe.UNTEII-INSPRÜCIIl: 1. Diehtungsvorriehtung nach dem Pa tentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass Bohrungen zum Drainieren des Kanals zwi schen den beiden Abdichtungsflächen in der Nabenscheibe des Flügels angeordnet sind. 2. Dichtungsvorrichtung nach dem Pa tentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass Bohrungen zum Drainieren des Kanals zwi schen den beiden Abdichtungsflächen in der Laufradnabe angeordnet sind.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| SE264087X | 1947-06-18 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH264087A true CH264087A (de) | 1949-09-30 |
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ID=20306545
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH264087D CH264087A (de) | 1947-06-18 | 1948-05-15 | Dichtungsvorrichtung für in einer mit Flüssigkeit gefüllten Nabe drehbar gelagerte Flügelzapfen. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH264087A (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3380536A (en) * | 1967-07-10 | 1968-04-30 | Karlstads Mek Ab | Propeller sealing device |
| EP0153452A1 (de) * | 1984-02-03 | 1985-09-04 | Turbo-Lufttechnik GmbH | Axialgebläse |
-
1948
- 1948-05-15 CH CH264087D patent/CH264087A/de unknown
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| US3380536A (en) * | 1967-07-10 | 1968-04-30 | Karlstads Mek Ab | Propeller sealing device |
| EP0153452A1 (de) * | 1984-02-03 | 1985-09-04 | Turbo-Lufttechnik GmbH | Axialgebläse |
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