Elektrischer Apparat mit einem Magnetkern. hie vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen elektrischen Apparat, wie zum Bei spiel einen Transformator, welcher Apparat einen Magnetkern mit wenigstens ein recht eckiges Fenster bildenden Schenkeln und Jochen aufweist, welche aus magnetischen Blechpaketen gebildet sind, idie aus Stahl- blechen bestehen,
die in edier Walzrichtung eine grössere Permeabilität und geringere Wattverluste als in andern Richtungen: haben.
Bei elektrischen Induktionsapparaten, wie zum Beispiel Transformatoren, wird in der Praxis, gewöhnlich ein Kerngebilde aus ma- gnetischem Material verwendet, welches aus einem Paket von dünnen Blechlagen alxs magnetischem Material, wie zum Beispiel warmgewalztem Siliziumstahl, besteht.
Ein Teil des Magnetkernes dient als Wicklungs schenkel, um welchen die stromleitenden Kupferwicklungen des Transformators ge wunden werden. Um nun die Kosten. @d-es Transformators möglichst niedrig zu halten, ist es erwünscht, dass dhe Länge zder mittleren Windungen des um den Windungsschenkel gewickelten, Stromleiters so klein ist,
als dies praktisch mit den zulässigen Verlusten und -der Leistung des Transformators vereinbar ist.
Je kleiner der Querschnitt des Magnet materials ist, desto :grösser werden die zur Erzeugung einer gegebenen elektromotori schen Kraft erforderliche Kraftliniendichte und der in der Primärwicklung fliessende Erregerstrom sein. Bei der Begrenzung der zulässigen Verringerung des Querschnittes dies Magnetmaterials bildet der höchstens zu lässige Erregerstrom. für eine gegebene Trans formatorgrösse einen ausschlaggebenden Fak tor.
Der Erregerstrom setzt. sich aus zwei Teil komponenten zusammen, nämlich ,demMagne- tisierungsstrom, welcher erforderlich ist, um die magnetischen Kraftlinien durch den Eisenkreis des Kernes hindurchzudrücken.
und der Eisenverluststrom, welcher erforder lich ist, um die Energieverluste im Eisenkern, nämlich die Hystereseverluste und die Wir belstromverluste aufzubringen. hie Kompo nente des Magnetisierungsstromes: hängt i m weiten Masse von der Perme:abilität des im Kern verwenden Materials ab, während für die Wattverlustkomponente die Eisenverlust- eharakteristik -des Materials massgebend ist.
Für Transformatarenkerne verwendet man im allgemeinen einen hochwertigen, warm gewalzten Siliziumstahl mit praktisch kon stanter Perme.abilität und gleichem Wattver lust pro Einheit des Volumens ohne Rück sieht auf die Achse des Bleches,
längs wel cher die Magnetisierungskraftlinien unter be- trächtdicher Abweichung von der Walzriclt- tung hindurchfliessen.
Man hat auch teurere Stähle wie zum Beispiel Hipersil mit einer bedeutend höheren Permeabilität und bedeu tend geringeren Verlusten in der Walzrich- i tung entwickelt. In solchen Stählen verändert sich die Permeabilität beträchtlich 'bei Ände rung der Kraftlinienrichtung gegenüber der Walzrichtung des Materials und ist in der <RTI
ID="0002.0007"> Walzriehtung am grössten. Der Wattverlust pro Einheit des Volumens oder Gewichtes des Materials zeigt gleicherweise merkbare Änderungen mit der Abweichung der Rich tung des magnetischen Kraftflusses von der Walzrichtung des Materials und ist in der Walzrichtung am niedrigsten.
Der Permeaibbilität des neuen Stahles ist in der Walzrichtung bei betriebsmässigen Dichten (also 1'3--15 Kilogauss; pro Quadrat- zentimeter) beträchtlich höher als @clie Per meabilität des handelsüblichen warmgewalz ten Siliziumstahles !bei den gleichen Dichten.
In gleicher Weise ist der Wattverlust pro Volumen- oder Gewichtseinheit für betriebs mässige- Dichten bei Magnetisäerung in der Walzrichtung geringer als für handels üblichen warmgewalzten Sikziumstahl bei der gleichen Diehte.
Bei einem Transrformatorenkern, welcher aus Etahlblechen :mnt einer bevorzugten oder grösseren Permeabilität und. einem bevorzug ten oder geringeren Wattverlnast pro Volu meneinheit in der Walzrichtung zusammen gesetzt ist, ergeben sichdeshalb eine höhere Permeabilität und ein geringererWattverlust, wenn der Kraftlinienfluss iduroh ,leni Stahl in .der Walzrichtung erfolgt,
als wenn derselbe in anderer Richtung durch das. Material geht, was eine Verringerung der sonst erforder lichen Querschnittes des Magnetmaterials er laubt.
Der & n Erfindungsgegenstand bildende elektrische Apparat 'zeichnet sieh deshalb da .durch aus, @dass die aneinanderstoss.enden Endender Blechschnitte unter einem spitzen Winkel zur Längsrichtung der Sdhnitte und damit der Walzrichtung Adler Bleche liegen und in einer Bd-echlage gegenüber den an einanderstossenden Enden der
Blechschnitte in einer benachbarten, Blechlage versetzt sind, so dass Überlappungen entstehen.
In den Fig. 3-1!2 der beiliegenden Zeich nung sind Ausführungsbeispiele des Erfin dungsgegenstandes dargestellt; @es zeigen: Fig. 1 und 2 zwei Arten von bekannten Magmeteisenkörpern für elektrische Apparate, Fig. 3 bis 7 zwei Beispiele von Ein phasentransformatorkörpern, Fig. 8 bis 112 :
einen Dreiphasenkörper und Fig. 1.3, und 14 Vergleichsdiagramme,di:r Verluste in den zwei Eisenkörpern n_ ach Fig. 1; und 2'.
F'ig. 1 zeigt die übliche Anordnung der aus hochwertigem, warmgewalztem 'Silizium stahl ausgestanzten, gewöhnlich bei Kernen, das 'heisst Eisenkörpern, verwendeten Stahl bleche, wobei in jeder Lage des Kernes. vier in der bleichen Ebene angeordnete Blech schnitte 1,<B>2</B>, 3, und 4 vorgesehen sind,
von welchen die Blechschnitte 1 und 33 unter sich und die Blechschnitte 2 und 4 unter sich gleieh sind. Die verschiedenen Blechschnitte haben rechteckige Form, und zwar reicht der Blechschnitt 1 von la bis la', der Blech schnitt 2 von 2a bis 121d, der Blechschnitt 3 von 3a bis 3a' und der Blechs-chnitt 4 von 4a bis 4a',
so dass das eine Ende eines jeden der. vier Blechschnitte an ,der einen 'Seite des an stossenden Blechschnittes anliegt. Bei dieser Konstruktionsart geht jeder der vier Blech- ausschnitte in die angrenzende Lage über und bildet so eine Überlappung zwischen den Blechsehnitten aneinander angrenzender La gen, wobei in einer solchen -der Blechschnitt 1 von 1 b bis<B>l b',
</B> der Blechs,Anitt 2, von 2 b bis 2,b', der Blechschnitt 3 von 3b bis 3b', und der Blechschnitt 4 von 4b bis 4b', reicht, wo bei die Blechschnitte in der zweiterwähnten Lage die gleiche Fläche bedecken wie in der erstbeschriebenen Lage, die. Blechstösse aber statt wie voll ausgezogen dargestellt bei <I>la, 2a,</I> 3a und 4a in den gestrichelt angedeu teten Stellen<B>l b', 2b',</B> 3b' und 4b' zu finden sind.
Beider in Fig. 1 dargestellten Konstruk tion sind die aus den Blechen 2, und 4 auf gebauten Magnetkörperteile -die die Wicklung des Transformators tragenden 'Schenkel, die aus den Bledhen 1 und 3 gebildeten. Teile die Joche, welche zur Herstellung des geschlos senen magnetischen Kreises:
des Kernes die Wicklungsschenkel miteinander verbinden, Bei dieser Konstruktion gehen die magneti- sehen Kraftlinien in Längsrichtung durch die Bleche 1-4 der Sehenkel und Joche und ver laufen ungefähr gemäss den mit Pfeilen ver- sehenen Linien 6, wobei in der Nähe der Enden der Blechs-ehnitte,der Kraftlinienfluss seitlich querdurch die Bleche geht.
Diese Konstruktion ist völlig befriedigend für Kerne aus dem üblichen warmgewalzten Stahl, wo die Permealbilität rechtwinklig zur Walzrichtung nicht stark verschieden ist von jener in der Walzrichtung;
aber die Erfab- rung hat gezeigt"dass,dieser Aufbau sich für ,die Verwendung neuer Stahlarten mit einer weit grösseren Permeabilität und geringeren Wattverlusten bei Durchgang -der magneti schen Kraftlinien durch das Material in der Walzrichtung im Vergleich zu andern Rich tungen nicht eignet.
Zur wirksamen -Aus nützung der Eigenschaften des Materials ist es bei solchen neuen 'Stahlsorten erforderlich, eine Konstruktion zu verwenden, in welchen die Kraftlinien der Walzrichtung, das heisst der Richtung leichtester Magnetisierung an allen Stellen folgen. Aus Fig. 2 der Zeich nung ist ersichtlich, dass die aneinander stossenden Kanten der verschiedenen Bleche 7, 8, 9 und 10 einer Kernmateriallage diago nal oder unter 45, zur Längsrichtung der Bleche .geschnitten sind.
In einem solchen Kern hat der Kraftflusss die Neigung, den Linien leichtester Magnetisierung zu folgen, wie durch die mit Pfeilen versehenen Linien 1'1 verans,ähaulicht,obwohl in den Ecken .die ser Weg nicht der kürzeste ist. Bei diesem Aufbau verlaufen die Kraftlinnen an den Enden der Bleche praktisch nicht quer zur Walzrichtung.
Der Vorteil,der Konstruktion, bei welcher die aneinanderstossenden Kanten der Bleche schräg zur Richtung .derselben, wie in Fig. <B>29</B> dargestellt, geschnitten sind, im Vergleich zur üblichen Ausbildung miteinander über lappend-en Eckverbindn ragen nach Fig. 1, ist aus den Diagrammen 1'3 und 14 leicht :
er- sichtlissh. In Fig. 13 sind die Werte der wirk lichen Wattverluste <I>WW</I> als. Abszissen für verschiedene Kraftliniendichten B und die letzteren als Ordinaten in Gauss pro Quadrat- zentimeter eingetragen.
Die Kurve I zeigt ,diese Werte als Resultat von Versuchen mit einem Kern mit schräg abgeschnittenen Stoss stellen nach dem in Fig. 5 dargestellten Prin zip, und die Kurve II z :
eigt die Werte, welche sich aus Versuchen mit einem Kern mit Über- lappungsverbindungen gemäss F'ig. 1 ergeben halben, wobei beide Kerne mit Ausnahme der verschiedenartigen Eckverbindungen genau gleich konstruiert waren.
Die beiden, Kerne bestanden auch aus dem gleichen Material, nämlich dem oben; erwähnten neuen Stahl mit der leichtesten Magnetisierung in: der Walz- richtung, welche mit der Richtung -der An ordnung der Bleche im Kern zusammenfällt. Es ergibt sich zum Beispiel hieraus;
dass bei einer Karftliniendichte von 15 Kilogauss pro Quadratzentimeter der Verlust im Kern mit schräggeschnittenen Stossstellen nach Fig. 2 156 Watt und für die Konstruktion nach Fig '1 212 Watt \beträgt, so -dass- -die Watt- verluste,des Kernes nach Fig. '21 nur<B>731/2%</B> jener des Kernes nach, Fig. 1 betragen.
- Fig. 14 zeigt zwei Kurven III- und IV ähnlich Fig. 13; jedoch mit dem Unterschied, .dass: als Abszissen, die scheinbaren Wattver luste SW, welche sowohl die Wirk--als auch die Blindverluste im Kern einschliessen, das heisst die Volt-Amp@re-E Erregercharakteristik des Stahles.
Die Scheinwatt sind beträchtlich grösser als die wirklichen Watt, weil die watt- lose Komponente des Magnetisierungsstromes verhältnismässig gross ist.
Die wattlose Kom ponente ist -also empfindlicher gegen Unter schiede in der Kraftliniendichte. In, Fig, 14 stellt die Kurve III die Volt-Ampere-Oharak- teristik des Kernes mit schräggeschnittenen E,ckgtöss,en nach Fig. 21 und,die Kurve IV die Volt-Ampere-Gharal,-teristik eines gleichen Kernes,
jedoch mit der Überlappungsverbin- dung nach Fig. 1 dar, und zwar beziehen sich die beiden Kurven auf die beiden gleichen Kerne wie die in Fig. 13 dargestellten Kur ven.
Es ergibt sich aus Fig. 14, dass bei einer Kraftliniendichte von 115 Kilogaüss aderschein- bare Wattverlust für die Konstruktion nach Fig. 1 2120 Watt und deir scheinbare uTatt- Verlust für die Konstruktion nach Fig. 2 mit schrägen Vexbindungsstösstn 6,
60 Watt oder 31 % des Wertes für Fig. 1 beträgt. Die be züglich Fig. 2 beschriebene Konstruktion ist in den Kernkonstruktionen nach den nachfol genden Figuren angewandt;
die Blechschnibte sind in diesem zudem so angeordnet, dass die zusammenstossenden Ränder in verschiedenen Lagen so gegeneinander vesetzt sind, dass sie abwechselnde Überlappungs@verbindungen, bil- ,den mit einem. geringeren magnetischen Wi derstand, als wenn alle Lagen wie in Fig. 2 ausgebildet wären, in welcher alle'Stösse einer Ecke übereinander liegen.
Beider Kernkonstruktion nach Fig. 3 mit vier Blechschnitten 14, 15, 116 und 1'7 in jeder Lage des Kernes sind die Blechschnitte 1.4 und 1,6 einander :gleich und die Blechschnitte 15 und 17 einander gleich, und zwar sind .die ersteren, einzeln in Fig. 5 und die letzteren in Fig. 4 dargestellt.
Die Anordnung der vier Teile des, Kernes, das. heisst der beiden aus Paketen, -der Blechschnitte 15 und 1.7 be stehenden Wicklungsschenkel und,
der beiden aus Paketen der Blechschnitte 14 und 1-6 bestehenden Joche bildet ein Fenster mit der Breite W und der Höhe<I>L.</I> Die Breite der Blechschnitte 14 und 16 ist um ein geringes grösser als jene der Blechschnitte 1G und 17, und<I>zwar</I> beträgt die Breite der ersteren 1V +m unci jene,
der letzteren <I>N.</I> Die innere Längskante der Blechschnitte 14 und 16, welche in Fig. 5 mit W <I>- m</I> angegeben ist, ist kürzer als die Breite des rechteckigen Fensters, und zwar entspricht die Dimension m dem Betrag, um welchen die,
Diagonal kante des in Fig. 5 dargestellten Blech schnittes gegenüber der in Fig. 5 angegebenen linken untern Ecke in BreitenriehsEung des Bleches versetzt ist.
Ebenso ist auch .die innere Länge kante der Blechschnitte 1-5 und 17 etwas ilänger als .die Länge des Fensters und in Fig. 4 mit<I>L</I> + <I>m</I> angege Eben. Bei der in Fi <B>.
3</B> voll ausgezogenen Lage der Blech <B>9</B> CI zn s ü. Initte 14, 15, 110 und 17 gehen die anein- ander stossenden Kanten der Blechschnitte 16 und 17 von einem Punkt aus, welcher von der äussern Ecke des Kernteils um die Strecke m nach oben verschoben ist zum Punkt 19,
welcher der Ecke des Fensters entspricht; am gegenüberliegenden Ende,des 'Schnittes 16 gehen die aneinanderstossendten Kanten .der Blechschnitte 1'5 und 16 vom Pnukte 21 an der äussern Ecke dee Kernes aus zum Punkt 22, welcher gegenüber der innern Ecke des Fensters und die @Strecke m versetzt ist.
Ausser .dem kn( die einander diagonal gegenüber liegenden Ecken einander gleich, das heisst bei der in Fig. 3 dargestellten obern rechten und untern linken Ecke des Kernes geht ,die Verbindung zwischen den aneinanderstossen- den Kanten ider Blechschnitte wie mit voll ausgezogenen Linien angegebenen von der Ecke des Fensters aus nach, auswärts zu einem Punkt,
welcher gegenüber der äussern Ecke des Kernes versetzt ist, während in der untern rechten und der obern linken Ecke des Kernes die aneinanderstossenden Kanten :der Blechschnitte von der äussern Ecke des Kernes zu einem Punkt gehen, welcher gegenüber der innern Ecke des Fensters versetzt ist.
Die Zeichnung zeigt ferner, dass in .der an- grenzenden Lage, deren aneinanderstossende Kanten zwischen den Blechschnitten ge- strichelt gezeichnet sind, die Anordnung der aneinanderstossenden Kanten, umgekehrt isst, so dass.
an jeder Ecke, wo, die Schnittkanten der einen Lage von -der Ecke -des Fensters aus nach auswärts gehen, die Schnittkanten der nächsten Lage von der Ecke des Kernes aus nach einwärts gehen. Zur Erzielung die ser umgekehrten Anordnung der aneinander stossenden Kanten der Blechschnitte einer Lage werden die 114 und 16.
wie aus Fig. 5 ersichtlich, umgekehrt und zwar so,,dass der um,die Dimensionen 7n ver- schdbene Teil unten links, in Fig. 5 in der an grenzenden Blechlage gemäss Fig. 3 unten rechts liegt, und die gleiche wechselweise Lage von der obern rechten Seite nach der obern linken Seite ergibt sich für den Blech schnitt 14.
Die Blechschnitte 115 und 17 sind an beiden Enden gleich und sind in angren zenden Lagen um die Strecke m gegeneinan der verschoben, so dass sich zum Beispiel der Blechsühnitt 1'5, welcher in der erstbeschrie- benen Lage in F'ig. 3 voll ausgezogen ist;
von den Punkten 18 und 19 am, obern Ende zu den Punkten 211.und 2,3' am untern Ende erstreckt, während in der zweiten beschriebe- neu Lage mit gestrichelt angegebenen Blech schnitten der mit 15 bezeichnete sich von den Punkten 21 und 2'3 am obern Ende bis zu den: Punkten l:8 und 19, am untern Ende er streckt;
:die aufeinanderfd'Igenden Lagen der Blechschnitte 17 wechseln in der gleiche Weise miteinander ab wie die Blechschnitte 15, und zwar ist der Blechschnitt 17 in seiner untern Stellung in jener Lage, in welcher sich der Blechschnitt 15 in seiner höheren Stellung befindet und umgekehrt.
Die in Fig. 6 .dargestellte Anordnung von Blechschnitten 24, 25, 26 und 27 ist im all gemeinen gleich ,der in Fig. 3 dargestellten, wobei die Blechschnitte 215. und 2'7 :den in Fig. 4 gezeichneten und :die Blechsdhnitte 24 und 2!G :den in Fig. 7 gezeichneten ent sprechen;
jedoch unterscheidet :sich der Blech schnitt nach Fig. 7 von dem in Fig. 5 dar gestellten dadurch, dass die Länge der innern Kante des Blechschnittes der vollen Breite W des Fensters entspricht und :
die Stosskante rechts über die Strecke m rechtwinklig zur Blechlängsrichtung verläuft, so dass der ge neigte Teil P an beiden Enden des. B@lech- schnittes der gleiche ist und ferner gleich ist der Dimension der Dia@gonalkante P des -in Fig. 4 dargestellten Blechschnittes. Dank .dieser Ausbildung der obern und untern Blechschnitte, welche die Jodhe des Kernes bilden, wird die durch die :
drei Ecken 19, 2'2 und. 23 in Fig. 3 gebildete kleine Lücke beseitigt, und der Kern besitzt an :den Ecken des Fnsters eine glatte innere Oberfläche.
Es ist zu bemerken, :dass, :die in Fig. 3 und 6 därgestellten Konstruktionen so aus gebildet sind, dass, obgleich die aneinander- t' Kanten der B,le@che ('Stossstellen) in den verschiedenen Blechlagen des Kernes:
zur Erzielung der Überlappungsverbindungen au den Ecken des Kernes gegeneinander versetzt sind, die innern und äussern Kanten -der Bledhschnittlagen .miteinander ausgerichtet sind, d. h.
,dass die innern das Fenster bilden- den Kanten der Blechechnitten bündig lie gen mit den entsprechenden Kanten der an grenzenden Lagen .des Magnetmaterials, und ferner .die äussern Kanten der verschiedenen Blechschnitte !bündig miteinander liegen, so ,da sich eine kompakte Konstruktion mit minimalen Abmessungen für eine gegebene Materialmenge ergibt.
Diese Konstruktion ermöglicht das Pressen des Kernes,<B>d.</B> h. bei der Montage eine Pressung auf die Kanten der Bleche in den Paketen auszuüben, .damit :diese Kanten -der Bleche alle genau bündig miteinander zu liegen Ikommen. Da nun Joche über und unter dem Fens:
tier, wie in Fig. 6 dargestellt, eine Breite von<I>N</I> -f- <I>m</I> -ha'ben, während die vertikalen Kernteile oder Wicklungsschenkel .des Kernes eine Breite N haben, so,dass die Joclhe breiter sind als die Wicklungssehen'kel, d. h. eine grössere Querschnittsfläche haben als, .die Wicklungsschenkel, ist die Kraftliniendichte in :denselben geringer.
Diesen Unterschied in der Breite -der Bleche kann .man ,gewünsch- tenfalls verändern, indem man anstatt des dargestellten Schnittwinkels von 45 zwi- sch :en den aneinä.nderstassenden Enden der Blechschnitte und der Längsrichtung der B.lechsohnitte, d. h. also der Walzrichtung der Bleche einen andern spitzen Winkel wählt, und zwar :derart, dass praktisch kein Querfluss, eintritt.
Der Kraftfluss wird dann genau gleich, wie durch ,die Pfeillinien 11 in Fig. 2 dargestellt, den Linien leichtester Ma- gnetisierung folgen.
Auch wird durch, :das Abschneiden der an einanderstossenden Kanten .der Magnetbleche zur Erzielung der in Fig. 2, 3 und: 6 .darge stellten Winkelstösse der magnetische Wider stand der :Stösse zwischen .einander angren zenden Blechen verringert,,da die Länge der aneinanderstossenden Kanten im: Verhältnis von @/2 zu 1 gegenüber den in Fig. 1 dar gestellten rechtwinklig geschnittenen Blechen vergrössert wird.
Diese Vergrösserung der Länge der aneinanderstossenden Kanten zwi schen aneinandergrenzenden Teilen bewirkt eine entsprechende Verringerung der Kraft- liniendichte an der :
Stossstelle. Durch diese Verringerung Üesmagnetischen Widerstan des im Luftspalt de diagonalen Überlap- pungsstosses nach Fig. 3 und 6 wird eine be- träehtliche Erhöhung der Wirksamkeit des Kernes am Luftspalt im Vergleich zu einem Kern mit dem üblichen Überlappungsstössen bewirkt.
In Fig. 8 ist eine Anordnung von Blech schnitten für die Herstellung eines Kerncis mit .drei Schenkelur dargestellt, wie sie ge- wöhaliGh! bei Drekstromtransformatoren be nützt wird.
Der mittlere Schenkel 32i ist aus Blechschnitten 32' mit :dem in Fig. 9 Darge stellten Umriss und die äussern ,Schenkel 33 und 34 sind aus Blechschnitten 313' mit dem in Fig. 1ss dargestellten Umriss zusammen gesetzt, während die Jochteile 35, 36, 3'7 und 38:
aus Blechschnitten M', 36' ,der in Fig. 11 und 12! ,dargestellten Form zusammengesetzt sind.
Die Blechschnitte der äussern Schenkel- teile 3'3 und 34 ändern ihre Stellung in vpr- schiede:nen Lagen des Kernes abwechselnd in der gleichen Weise wie die Blechschnitte 15 und 17 der beiden äussern :
Schenkel nach Fig. 3, indem sie sich von den Punkten 2-1 und 23 oben zu den Punkten<B>A</B> und 19 unten in einer Lage erstrecken, wie für den Schen kel 34 voll ausgezogen :
dargestellt, und in -der benachbarten Lage von den Punkten 18 und 119, ofben zu den Punkten 21 und 23 unten, wie für den 'Schenkel 34 in Fig. 8 gestrichelt dargestellt. Die äussern Kanten des Schenkels <B>312</B> sowie die innere Kante der Schenkel 313 und 34 sind um m länger als die rechteckigen Fenster des Kernes, und zwar sind bei :
den Schnitten 3,2' die Ecken 42 an jeder Kante um die Dimension m in Länbm#-chtung über die Ecke 41 an der gegen überliegenden Seite !hin vorgeschoben. Die Neigung der Kanten von den. Ecken 41 und 42 an den Stellen 43 an den Enden des Schenkels 32 beträgt 45 zur Längsrichtung des Schenkels 3:2'.
Dadurch, .dass, der Scheu- kel 3@2 im Kern so eingebaut ist,,da3 immer abwechselnd eine andere Seite oben liegt;
wechselt der Endpunkt 43 seine Stellung zwi schen 43 und 44, wie in Fig. 8 dargestellt, und die Punkte 41 und 42 versehie'ben sich, seitlich. Der Pukt 41 fällt mit der Ecke des Fensters; zusammen und der Punkt 42 liegt im Abstand von m über bzw. unter demsel ben.
Wie aus Fig. <B>11</B> und 1'2 ersichtlich, wer den, für,die Joche zwei verschieden geformte Blechschnitte 3,5', 36' erforderlich, welche ab wechselnd auf beiden 'Seiten. verlegt sind.
Zum Beispiel ist der in, Fig. 11 :dargestellte Blechschnitt 3:5! bei 37 und: 36 in Fig. 8 voll ausgezogen, und der in Fig. 1:2 Uarge- stellte Blechschnitt 36' ist bei<B>36</B> und 38 in Fig. 8 voll ausgezogen..
In :den Stellungen der angrenzenden Lage sind die Relativstellungen der Blechschnitte umgekehrt, so dass .der Blechsdhnitt nach: Fig. 11 wie gestrichelt an gedeutet bei 35 und 38 und der Blechschnitt in Fig. 12. wie gestrichelt angedeutet bei 37 und 36 liegt.
Gemäss Fig. 12 hat,der Blech schnitt an seiner Innenseite :die gleiche Länge W wie die Breite des Fensters, und ,die an die angrenzenden Blechschnitte in der gleichen Lage anstossenden Kanten gehen aussen am Kern von der innern Ecke des Fensters nach auswärts nach einem um die Strecke m gegen :die Ecke des Blechschnittes oder des Kernes verschobenen Punkt.
Die innere Kante des in Fig. 11 dargestellten Bleche,chnittes hat eine Länge von W-2m, so dass im der in F'ig. 8 voll ausgezogenen Stellung als Jochteil 37 und 36 :die beiden innern Ecken um .die Strecke m gegenüber den Ecken des Fensters .gegeneinander ver- echobensind, und :
die an den Blechschnitt des angrenzenden äussern Schenkels 3ss, 34 an stossende Kante in der gleichen Lage von ihrem verschaben.en Punkt zur äussern Eoke 211 des Kernes geht.
In voll ausgezogenen Linien in Fig. 8 ist der Blechschnitt des äussern Schenkelteils <B>3</B>3 in seiner untern Stellung .dargestellt, in welcher er von den Punkten 18 und 19, oben zu den Punkten 21 und 23 unten reicht, wäh rend der Blechschnitt :des Schenkels 34 in seiner obern Stellung von den Punkten 21 und 2,3, oben zu den Punkten 19 und 1'8:
unten reicht, und .der Schnitt des mittleren Schen kels 32' sich in einer Stellung befindet, in welcher .die Ecken 42, oben rechts und unten links von ,demselben und .die Ecken 441 oben links und unten rechts von demselben lie gen, wie aus Fig,
& und 9 ersichtlich. Auch ist der in Fig. 11 dargestellte Blechschnitt in der voll ausgezogenen Stellung in F'ig. 8 als unten links vom Fenster und. oben rechts vom Fensterdargestellt, während der in Fig. 12 .dargestellte Blechschnitt als oben links vom Fenster und unten rechts vom Fensterdargestellt ist.
In der Lage der Blechschnitte, deren, anstossende Kanten ge- striehelt dargestellt sind, sind die Stellungen der verschiedenen Blechschnitte gegenüber den voll ausgezogenen Stellungen verschoben, und zwar ist der Bilechsehnitt im Schenkel 33 in der obern Stellung und der Blechschnitt im Schenkel 34 in seiner untern Stellung ge- zeiehnet,
während im mittleren Schenkel 32 die Stellung des Blechschnittes umgekehrt ist, so dass die in Fig. 9, dargestellten End punkte 43 in Fig. 8 die Stellungen 44 ein nehmen und die Ecken 42 sich im Fig. 8 ge sehen in der -obern linken und der untern rechten, Ecke des Blechsehmittes befinden.
In gleicher Weise sind die Stellungen der in F'ig. 11 und 12 dargestellten Blechschnitte umgekehrt, und zwar ist der Blechschnitt nach F'ig. 11 gestrichelt unter .dem rechten Fenster und über dem linken Fenster und der Blechschnitt nach Fig. 12 gestrichelt unter dem linken Fenster und über dem rechten Fenster dargestellt.
Dank dieser Ausbildung der den Kern bildenden wechselnden Lagen von Blec\hs!chnitten ergibt sich eine Anord nung, in welcher die verschiedenen verwen deten Bleche so im Kerngebilde angeordnet sind, dass der Kraftlinienfluss in Längsrie-h- tung der Teile 'bis zur anstossenden. Kante des nächsten benaehbarten Teils in der glei chen Lage von Blechschnitten des Kernes verläuft, und die aneinanderstossenden Kan ten der Blechschnitte in aneinandergrenzen- den:
Lagen gegeneinander versetzt sind, um bei .den Ecken der Fenster eine diagonale Überlappung in ähnlicher Weise wie bei den Anordnungen nach Fig. 3, und 4 zu bilden.