CH255711A - Selbstklebestreifen und Verfahren zur Herstellung desselben. - Google Patents
Selbstklebestreifen und Verfahren zur Herstellung desselben.Info
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Description
Selbstklebestreifen und Verfahren zur Herstellung desselben.
Die Erfindung betrifft Selbstklebestrei- fen zum Verfestigen der Ränder von Zeich- nungen. Dokumenten und andern Papieren, zum Verschliessen von Briefumschlägen, sowie ein Verfahren zur Herstellung dieser Klebestreifen.
Klebestreifen bekannter Art sind mit einem feucht bleibenden Klebstoff versehen. und sie sind zu Rollen aufgewickelt, von denen sie im Bedarfsfälle abgewickelt wer- den. Damit die aufeinander liegenden Win- dungen nicht miteinander verkleben und das Abwickeln erschweren, werden in den Klebe- streifen punLt-oder. striehförmige Erhöhun- gen geprägt, vermöge derer die mit Kleb- stoff überzogene Fläche nur in Punit-odeur Linieuber hrung mit der nicht mit Klebstoff überzogenen Fläche gelangt.
Zu dem gleichen Zwecke wird gelegentlich auch lÏngs der Mittellinie des Streifens durch einen aufgeklebten Streifen oder durch einen Lackauftrag eine Erh¯hung erzeugt, durch die die Klebstoffschicht in dem aufgewickelten Streifen ausser Berührung mit der von Klebstoff freien Fläche gehalten wird.
Die Erfindung besteht darin, dass das Abstandmittel aus einer oder mehreren Nus- buchtungen besteht, die in. den Streifen längs der Mittellinie desselben eingeprägt sind. Die AusbuchtungenkönnenverschiedeneQuer- -chnittformen besitzen. Zweckmässig aber ha ben sie einen gewölbten, das heisst keine Ecken aufweisenden Querschnitt, und zwar vorzugsweise einen halbkreisförmigen Quer- schnitt.
Zweekmässig ist diese. Ausbuchtung in ge- wissen AbstÏnden durch nicht geprÏgte Querstege unterbrochen. Dadurch wird vermieden, dass sich beim Aufwiekeln des Streifens zu einer Rolle die Ausbuchtungen der einzelnen übereinanderliegenden Windungen in die Hohlräume der Ausbuchtungen der darüber- oder darunterliegenden Windungen legen.
Die gleicheWirkungkanndadurcherreicht werden, dass die Ausbuchtung als Wellenlinie längs der Mittellinie verläuft.
Nach einer weiteren Ausbildung der Erfindung erhält die Ausbuchtung auf ihrer hohlen Seite einen Auftrag von Laek, der r auch nach dem Trocknen elastisch bleibt. Dadurch wird die Festigkeit des Streifens an der am stärksten beanspruehten Stelle erhöht, nämlich an der Kante, die dadurch entsteht, dass der Streifen um die Kante des zu be festigenden Gegenstandes gefalzt wird.
Um zu verhindern, dass beim Aufwickeln des Klebestreifens die Ausbuchtung einer Windung in den Hohlraum der benachbarten Windung eintritt, kann der Wulst über seine ganze Länge oder abschnittsweise mit Füllmasse ausgefüllt sein.
Die Erfindung betrifft ferner ein Verfah- ren zur Herstellung des mit wulstformigen Ausbuchtungen versehenen Klebestreifens.
Dieses Verfahren besteht darin, da, die Aus buchtungen nach dem Auftragen und An trocknen des Klebstoffes eingeprägt werden.
Die Zeichnung veranschaulicht einige
Ausführungsbeispiele der Erfindung.
Fig. 1 ist ein Querschnitt durcheinen
Streifen,
Fig. 2 ein Grundriss von Fig. l.
Fig. 3 zeigt einige übereinandergewickelte
Windungen der von dem Streifen gebildeten
Rolle.
Fig. 4 ist ein Schnitt durch eine durch einen Streifen nach Fig. 1 bis 3 verfestigte
Kante einer Zeichnung.
Fig. 5 und 6 zeigen weitere Ausführungs- beispiele.
Fig. 7 ist ein der Fig. 1 ähnlicher Querschnitt durch einen Streifen, in dem die hohle
Seite der Ausbuchtung mit Lack überzogen ist.
Fig. 8 und 9 zeigen ein Ausführungsbei- spiel, bei dem die Ausbuchtung mit Lack ausgefüllt ist und
Fig. 10 und 11 zeigen ein Beispiel, in dem die Ausbuchtung nach der den Kleb stoffauftrag enthaltenden Seite geprägt ist.
In dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 bis 4 ist der Streifen a auf einer Seite beid seits der Ausbuchtungen mit Klebstoff über zogen, derart, dass in der Mitte ein längsver- laufender Abschnitt frei bleibt. In diesem mittleren Abschnitt sind die Ausbuchtungen dadurch gebildet, dass das Papier von der mit Klebstoff überzogenen Seite aus nach oben geprägt ist. Die einzelnen Ausbuchtun- gen sind in geeigneten Abständen durch nicht geprägte Stellen unterbrochen, die Stege d bilden. Bei der Herstellung werden zunächst 'die beiden Klebstoffschichten aufgetragen, und nachdem diese angetrocknet sind, werden die Ausbuchtungen c geprägt. Danach wird der Streifen, wie in Fig. 3 dargestellt, zu einer Rolle aufgewickelt.
Da die einzelnen Ausbuchtungen bei dieser Reihenfol'ge in der Er zeugung keiner Querbeanspruchung ausgesetzt ist, behält er seine Form bei, zumal dann, wenn der Streifen auf einen Spulen- körper mit zwei Stirnbleehen e aufgewickelt wird.
Um mit Sicherheit zu erreichen, dass sich die Ausbuchtungen c beim Aufwickeln des
Streifens nicht in die Hohlräume eines dar überliegenden Streifens legen, empfiehlt es sich, die Länge der einzelnen Ausbuchtun- gen nicht grösser zu machen, als mit Rücksieht auf die Zerrung des Papiers notwendig ist. Demgemäss können die Ausbuchtungen eine Länge von der Grössenordnung von 2 mm erhalten. Die Stege können etwas grösser sein, damit eine Unregelmässigkeit in die Abmessungen hineinkommt. Sie können eine Weite von 2, 5 mm erhalten.
Um ferner die Ausbuchtungen und Stege in den übereinan- derliegenden Windungen der Rolle gegeneinander zu versetzen, empfiehlt es sich, die Weite der Stege gruppenweise zu verändern, derart, dass beispielsweise Gruppen von Ste- gen von 2, 5 mm Weite mit Gruppen von Stegen von 3, 5 mm Weite abwechseln. Beim Prägen der Ausbuchtungen lässt sich das in der Weise erreichen, dass auf dem Umfang der Prägewalzen die Matrizen zur Herstellung der Ausbuchtungen auf einer Hälfte des Umfanges in einem Abstand von 2, 5 mm und auf der andern Hälfte in einem Abstand von 3, 5 mm liegen.
Die Breite der Ausbuchtungen kann etwa 1 mm betragen, seine Tiefe 0, 5 bis 0, 8 mm.
Die von Klebstoff freie Mittelbahn hat eine Breite von 3 bis 4 mm.
Die im vorstehenden angegebenen Masse . beziehen sich auf Klebestreifen einer üblichen Breite von 13 bis 16 mm. Derartige Streifen und auch Streifen etwas grösserer Breite benötigen nur Ausbuchtungen, die auf einer längs der Mittellinie verlaufenden Linie angeordnet sind. Bei erheblich breiteren Streifen, etwa solchen, die zum Verschliessen von Büchsen bestimmt sind, genügt eine solehe Anordnung der Ausbuchtungen nicht, um ein Verkleben der Windungen auf der Rolle zu verhindern. In solchen Fällen werden neben der längs der Mittellinie angeordneten Aus buchtung weitere Ausbuchtungen angeordnet.
Werden solche Klebestreifen aus kräftigerem Papier hergestellt, so erhalten die Ausbuch- tungen eine grössere Länge und Breite.
Fig. 4 zeigt, wie der Streifen zum Verfestigen der Kante einer Zeiehnung f benutzt wird. Die mit Klebstoff überzogenen Seitenteile legen sich infolge des von dem Wulst gebildetenFalzesgenauinderrichtigenLage ber die Kante. Anstatt durch Stege von "inonder getrennte Ausbuchtungen anzubrin- gen, kan auch eine fortlaufende, nach einer Wellen-oder Zielçzaeklinie verlaufende Aus buchtung eingeprägt sein, wie in Fig. 5 und @ Indessen ist diese Gestaltung der Ausbuchtung weniger zweckmϯig, da 'ich die dazu erforderlichen Prägewalzen nur unter erh¯hten Kosten herstellen lassen.
Die. Hohlfläche der Ausbuchtung kann in der aus Fig. 7 ersichtlichen Weise mit einem nach dem Trocknen elastisch bleibenden Lack berzug g versehen werden. Dadurch wird die Festigkeit des die Kante umschlie ¯enden Teils des Streifens erhöht.
Wird der Hohlraum in der aus Fig. 8 und 9 ersichtlichen Weise vollkommen mit Lack h ausgef llt, so kann die Ausbuchtung ohne die sie unterteilenden Stege ausgeführt werden, da die Ausbuehtung sieh beim Aufpollen des Streifens auf diesen Lack stützt und dadurch, die Windungen voneinander renllí. Bei einem solchen Klebestreifen bil det. die mit Lack ausgefüllte Ausbuchtung einenverstärktenKantenschutz. Die KIebestoffstreifen legen sich vollkommen eben auf die Papierkante. Sie werden infolge der Falze beiderseits der Ausbuchtung genau umgelegt, so da¯ der. Klebestreifen die richtige Lage auf der Zll verstÏrkenden Kante erhält.
Die Ausbuchtung könnte auch einen an dern, beispielsweise einen trapezförmigen Querschnitt haben. Indessen ist ein Quer mhnitt ohneEckenvorzuziehen, da bei ihr eine Beschädigung der Ausbuchtung vermieden wird, die bei trapezförmiger Ausbuch tune an den Ecken des Trapezes vorkommen Auch wird das Papier beim PrÏgen der Ausbuchtung weniger stark gezerrt.
Die Ausbuchtung kann auch nach der Seite des Klebstoffauftrages hin, also in Fig. l, von oben nach unten geprägt werden (Fig. 10 und 11). In diesem Falle werden die Falze beiderseits der Ausbuchtung in der ursprünglichen Richtung weiter gebogen, wenn der Klebestreifen an der Papierkante befestigt wird. Die Ausbuchtung streckt sich hierbei aus und legt sich in dem ihrer urspr nglichen W¯lbung entgegengesetzten Sinne um die Papierkante (Fig. 11). Da die Ausbuchtung nur für da Aufwickeln des Bandes zu einer Rolle bestimmt ist, hat das Ausstrecken keinen Nachteil zur Folge.
Die mit Klebstoff überzogenen Flächen des Klebestreifens k¯nnen glatt sein. Sie kön- nen aber auch mit den bekannten punkt-oder strichformigen Erhöhungen versehen sein.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE : I. Selbstklebestreifen mit Abstandmittel zum Sichern des Abstandes der Windungen beim Aufwickeln des Streifens zu einer Rolle, dadurch gekennzeichnet, da¯ das Abstand- mittel aus einer oder mehreren Ausbuchtun- gen (c) besteht, die lÏngs der Mittellinie des Streifens eingeprägt sind.II. Verfahren zur Herstellung eines Selbst- klebestreifens nach Patentansprueh I, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausbuchtungen nach dem Auftragen und Antrocknen des Klebstoffes geprägt werden.UNTERANSPR¯CHE : 1. Klebestreifen nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass der Querschnitt der Ausbuchtungen keine Ecken aufweist.2. Klebestreifen nach Patentanspruch 1 und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeich- net, dass der Querschnitt der Ausbuchtungen halbkreisförmig ist.3. Klebestreifen nach Patentanspruch I und den Unteransprüchen l und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausbuchtungen in gewissen Abständen durch nicht geprägte Querstege (d) voneinander getrennt sind.4. Klebestreifen naeh Patentanspruch I und den Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeiehnet, dass die Ausbuchtung als Wellenlinie längs der Mittellinie geführt ist.5. Klebestreifen nach Patentanspruch I und den Unteransprüchen 1, 2 und 4, da durch gekennzeichnet, dass in der hohlen Fläche der Ausbuchtung ein elastischer Lack (g) aufgetragen ist.6. Klebestreifen nach Patentanspruch 1 und den Unteransprüchen 1, 2 und 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Hohlraum der Ausbuchtungen über seine ganze Länge mit Füllmasse (h) ausgefüllt ist.7. Klebestreifen nach Patentanspruch I und den Unteransprüohen 1, 2 und 4, dadurch gekennzeichnet, da B der Eohlraum der Ausbuchtungen abschnittweise mit Füllmasse au, sgefüllt ist.8. Klebestreifen nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 1 bis 3, dadurch ge- kennzeichnet, dass die durch Querstege voneinander getrennten Ausbuchtungen verschiedene Längen haben.9. Klebestreifen nach Patentansprueh und den Unteransprüchen 1 bis 3 und 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Querstege verschie- dene Längen haben.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE255711X | 1944-08-01 |
Publications (1)
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|---|---|
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Family
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|---|---|---|---|
| CH255711D CH255711A (de) | 1944-08-01 | 1944-09-18 | Selbstklebestreifen und Verfahren zur Herstellung desselben. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH255711A (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1019751B (de) * | 1954-03-26 | 1957-11-21 | Licentia Gmbh | Nutauskleidung fuer Elektromotoren |
| DE1098343B (de) * | 1959-08-12 | 1961-01-26 | Willy Hesselmann | Vordruck, Schreibblatt od. dgl. mit druckklebriger Beschichtung |
-
1944
- 1944-09-18 CH CH255711D patent/CH255711A/de unknown
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1019751B (de) * | 1954-03-26 | 1957-11-21 | Licentia Gmbh | Nutauskleidung fuer Elektromotoren |
| DE1098343B (de) * | 1959-08-12 | 1961-01-26 | Willy Hesselmann | Vordruck, Schreibblatt od. dgl. mit druckklebriger Beschichtung |
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