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CH234346A - Verfahren zur Oxydation mehrfach ungesättigter Steroide. - Google Patents

Verfahren zur Oxydation mehrfach ungesättigter Steroide.

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Publication number
CH234346A
CH234346A CH234346DA CH234346A CH 234346 A CH234346 A CH 234346A CH 234346D A CH234346D A CH 234346DA CH 234346 A CH234346 A CH 234346A
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CH
Switzerland
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sep
polyunsaturated
double bond
steroids
oxidation
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English (en)
Inventor
Ag Schering
Original Assignee
Ag Schering
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Publication date
Application filed by Ag Schering filed Critical Ag Schering
Publication of CH234346A publication Critical patent/CH234346A/de

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07JSTEROIDS
    • C07J7/00Normal steroids containing carbon, hydrogen, halogen or oxygen substituted in position 17 beta by a chain of two carbon atoms
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07JSTEROIDS
    • C07J75/00Processes for the preparation of steroids in general

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Steroid Compounds (AREA)

Description


      Verfahren    zur Oxydation     mehrfach    ungesättigter     Steroide,       Bekanntlich lassen sich aus mehrfach un  gesättigten     Steroidverbindungen        mehrwertige     Alkohole erhalten, wenn man     alkenylartige     Verbindungen der     Ätiocholanreihe        bezw.    sol  che Verbindungen, die eine Doppelbindung  im     Cyclopentanoring    enthalten,

   der Einwir  kung von Wasserstoffsuperoxyd oder andern  zur Anlagerung zweier     Hy        droxylgruppen    au  eine     Kohlenstoffkohlenstoff-Doppelbindung     geeigneten Mitteln unterwirft, wobei die ent  sprechenden     glykolartigen    Verbindungen er  halten werden, oder     da.ss        man    auf diese Aus  gangsmaterialien sauerstoffanlagernde Mittel  einwirken lässt und die so erhaltenen Oxyde  mit     Hilfe    von     hydrolysierend:enMitteln    in die  entsprechenden     Glykole    überführt.

   Besonders  gut bewährt hat sich für diesen Zweck die  Verwendung von     Osmiumtetroxyd.    welches  von     Crigee    in die organische Chemie als Oxy  dationsmittel eingeführt worden ist     (vergl.     Annalen der Chemie     Bd.    522,     S.    75 ff., 1936).  



  Benutzt man nun gemäss franz. Patent  Nr. 839070 dieses Oxydationsmittel bei Ver-         bindungen,    die in     3-Stellung    eine     Oxygruppe     und in     ss,y-Stellung    dazu eine Doppelbindung  im Ringsystem enthalten, so wird auch die  ringständige     ss,y-Doppelbindung    oxydiert       bezw.        hydroxyliert.    Will man die Oxydation  dieser     Doppelbindlung    vermeiden, so muss  man daher die Doppelbindung intermediär  vor dem Angriff des Oxydationsmittels, z.     B.     durch Halogenaddition, schützen.  



  Es wurde nun gefunden, dass der Schutz  einer solchen Doppelbindung nicht erforder  lich ist, wenn man die     Hydroxylgruppe    in  geeigneter Weise zweckmässig durch     Acylie-          rung    schützt. Man kann diesen Schutz der       Hydroxylgruppe        bezw.    besser gesagt den  Schutz der Doppelbindung, der wahrschein  lich auf eine     sterische    Hinderung zurückzu  führen ist, vor der Einwirkung des Oxyda  tionsmittels auch auf andere Art und Weise  als durch     Acylierung    bewirken, z.

   B. durch       Veresterung    mit anorganischen Säuren, durch       Verätherung    und überhaupt durch Überfüh  rung der     Hydroxylgruppe    in Gruppen, die      sich in bekannter Weise wieder in die     IIv-          droxylgruppe    umwandeln lassen.

   Die beson  dere Bedeutung der erfindungsgemässen Re  aktion ist demnach darin zu sehen, dass es ge  lingt, die mehrfach ungesättigten     Steroidver-          bindungen    in     glykolartige        Verbindungen     überzuführen, ohne dass es erforderlich ist,  die in     f,y-Stellung    zur     3-Hydroxylgruppe    ste  hende. Doppelbindung vorübergehend     abzu-          sättigen.    Das Verfahren sei in folgendem an  Hand von Ausführungsbeispielen näher be  schrieben.  



  <I>Beispiel 1:</I>  4,3 g des     417,20-Äthenyl-J;,,,,.-androste-          nol-(3)-acetat.s    werden in 80 ein'     abs.    Äther  gelöst und mit einer Lösung von     3,5g        Os-          miumtetroxyd    in 20 cm' Äther versetzt. Die  Reaktionslösung färbte sich sehr rasch dun  kelbraun. Sie wird drei Tage bei 20  auf  bewahrt.

   Darnach wird der Äther im Va  kuum     abdestilliert,    der Rückstand in<B>150</B> cm'  Alkohol gelöst und zur Spaltung des     Os-          miumsäureesters    mit einer Lösung von     \??    g       Natriumsulfit    in 100<B>CM'</B> Wasser l'/2 Stun  den gekocht. Abgeschiedenes Osmium und  Natriumsulfat werden     abfiltriert    und mehr  mals mit Alkohol ausgezogen; die vereinigten  Filtrate werden in -Wasser eingegossen.

   Das       ausgeschiedene        Reaktionsprodukt    wird     abfil-          triert    und getrocknet; es -werden so 4 g Roh  produkt vom     Schmp.    200 bis     -MM'    erhalten.  Es handelt sich hierbei anscheinend     um        eine     Mischung     zweier        stereo-isomerer    Triole (die       Acetatgruppe    in     3-Stellung    wird durch das       Natriumsulfit    verseift).

   Durch häufiges Um  kristallisieren lässt sich eines der beiden     iso-          meren        d5-Pregnentriole-(3,17,20)    vom     Sclimp.     227  erhalten, das aus Chloroform in langen  Nadeln, aus Essigester in Prismen und aus  Alkohol in dünnen Plättchen gewonnen wird.       (a)D    - -     75 .     



  Zur Isolierung des andern     isomeren        Pre-          gnentriols        -werden    4 g des     Triolrohproduktes     vom     Schmp.    200 bis 220  in einer Mischung  von 1<B>5</B> cm'     Pyridin    und 15 cm' Essigsäure  anhydrid eine Nacht bei 20      aufbewahrt.    Der  nach dem Ausgiessen in Wasser ausfallende  Niederschlag wird     abfiltriert.    Aus     wässrigem     
EMI0002.0052     
  
    Aceton <SEP> kristallisieren <SEP> zunächst <SEP> kleine <SEP> Nadeln
<tb>  vom <SEP> Sclinip.

   <SEP> 180" <SEP> (1,1 <SEP> g), <SEP> die <SEP> durch <SEP> mehr  maliges <SEP> Uinkristallisieren <SEP> aus <SEP> -vässrigem <SEP> Al  kohol <SEP> gereinigt <SEP> werden <SEP> können, <SEP> und <SEP> d
<tb>  Pregnenti,iol <SEP> - <SEP> (3,17,\30) <SEP> - <SEP> diacetat- <SEP> (3,20) <SEP> vom
<tb>  Schmp. <SEP> 182  <SEP> und <SEP> der <SEP> optischen <SEP> Drehung
<tb>  (a) <SEP> i#)'> <SEP> <I>:</I> <SEP> -- <SEP> t-1" <SEP> darstellen.
<tb>  .lus <SEP> der <SEP> Mutterlauge <SEP> kristallisieren <SEP> lange
<tb>  Nadeln <SEP> vom <SEP> Sclimp. <SEP> 148  <SEP> (2,2g <SEP> ), <SEP> deren
<tb>  Sehnip. <SEP> nach <SEP> mehrmaligein <SEP> Uinkristallisieren
<tb>  auf <SEP> wä.ssri;

  en <SEP> Alkohol <SEP> aus <SEP> lag <SEP> bis <SEP> <B>153'</B> <SEP> er  höht <SEP> werden <SEP> kann. <SEP> Dieses <SEP> Diacetat <SEP> stellt <SEP> ein
<tb>  dem <SEP> obigen <SEP> stereo-isomeres <SEP> @l <SEP> ;,,;-Pregnentriol  (3,17.?0)-diacetat-(3,20) <SEP> mit <SEP> der <SEP> optischen
<tb>  Drebung <SEP> (a);' <SEP> : <SEP> - <SEP> :36  <SEP> dar.            Beispiel     
EMI0002.0054     
  
    n,300 <SEP> g <SEP> J <SEP> ;.@"-I're@;nadiendiol-( <SEP> 3,17 <SEP> >-mono  acetat-(3) <SEP> werden <SEP> in <SEP> 25 <SEP> cm'' <SEP> Äther <SEP> gelöst <SEP> und       mit     0,\Z8    g     Osmiumtetroxvd    versetzt.

   Nach  zwei Tagen wird     ztir    Trockne verdampft und  der Rückstand mit: einer     i--ässrig-alkoholi-          sehen        Natriumsulfitlösung    (3 g     Natriunisul-        s     fit, 30 cm\     Alholiol    und 60     ein!'    Wasser) zwei  Stunden gekocht. Der schwarze Niederschlag       -wird        abfiltriert    und mit Alkohol ausgekocht.

    Die     vereinigten    Filtrate     -werden    im Vakuum       ein--eengt    und mehrfach     ausgeäthert.    Der       Ätherrückstand        -wird    aus Essigester umkri  stallisiert. Das entstandene     Isomerengemisch     schmilzt bei<B>215</B> bis 220".

   Durch mehrfaches  U     nilzrist.allisieren        aus    Essigester     lässt    sich die  eine     Komponente    rein erhalten.     Schmp.    des     t            Tetraoxypregnens    229     bis        231             Beispiel   <I>3:</I>    600 mg     3-jAcetoxy-A"-,dl,-androsten,    durch       Abspaltung    von     IICl    aus     17-Chloi--:3-acetory-          _J;

  -androsten        ge-vonnen    oder bei der     Chlorie-          rung    von     3-Aeetoxv-17-oxv-1;-androsten    als       Beiprodukt    gewonnen, wird in 20 cm'     abs.     Äther gelöst, reit 600     nig        0s0,    versetzt und  unter     Ausschlul3    der     Luftfcuchtigheit    drei  Tage bei     Rauinteniperatur    gehalten.

   Es schei  det sich ein     tiefschwarzer    Schlamm ab.     Nach     der in üblicher Weise erfolgten     Aufarbeitung     durch     Erwärmen    mit alkoholischer     Hyposul-          fitlösung    -wird die alkoholische Lösung mit      Wasser versetzt, mit     NaCI    gesättigt und mit       CHC13    erschöpfend ausgeschüttelt.

   Der ge  trocknete     Chloroformextrakt    wird dann im  Vakuum schonend eingedampft, durch wie  derholtes Abdampfen     mit    Benzol im Va  kuum von Alkoholresten befreit, in Benzol       aufgenommen    und erschöpfend über eine Säule  aus 12 g A1203 gewaschen. Hierbei gehen  Reste von etwa vorhandenem Ausgangsmate  rial sowie noch in Spuren     beigemengtes        17-          Chlorid    ins Filtrat.

   Das gebildete     16,17-Diol     wird durch erschöpfendes Nachwaschen mit  Benzol, dem 3 Volumenprozent an     abs.    Alko  hol zugesetzt wurde,     eluiert    und durch Ab  dampfen als helles, öliges, nicht kristallisie  rendes Gemisch     isomerer    3-Acetoxy-d,-16,17-         dioxy-androstene    erhalten, das zum     3-Oxy-          Derivat    verseift wird.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Darstellung von Glykolen durch Behandlung von mehrfach ungesättig ten Steroiden, welche in 3-Stellung eine Ily- droxylgruppe und in ss,y-Stellung dazu eine Doppelbindung aufweisen, mit Osmium- tetroxyd, dadurch gekennzeichnet, dass die in 3-Stellung befindliche Hydroxylgruppe inter mediär geschützt wird zwecks Vermeidung einer Einwirkung des Osmiumtetroxyds auf die genannte ss,
    y-Doppelbindung.
CH234346D 1939-05-11 1940-05-14 Verfahren zur Oxydation mehrfach ungesättigter Steroide. CH234346A (de)

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