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CH219887A - Verfahren zur Herstellung von Bauteilen aus abbindenden Werkstoffen. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Bauteilen aus abbindenden Werkstoffen.

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Publication number
CH219887A
CH219887A CH219887DA CH219887A CH 219887 A CH219887 A CH 219887A CH 219887D A CH219887D A CH 219887DA CH 219887 A CH219887 A CH 219887A
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CH
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binder
pressed
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English (en)
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Haftung Druckzer Beschraenkter
Original Assignee
Druckzersetzer Ges Mit Beschra
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Application filed by Druckzersetzer Ges Mit Beschra filed Critical Druckzersetzer Ges Mit Beschra
Publication of CH219887A publication Critical patent/CH219887A/de

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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C04CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
    • C04BLIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
    • C04B20/00Use of materials as fillers for mortars, concrete or artificial stone according to more than one of groups C04B14/00 - C04B18/00 and characterised by shape or grain distribution; Treatment of materials according to more than one of the groups C04B14/00 - C04B18/00 specially adapted to enhance their filling properties in mortars, concrete or artificial stone; Expanding or defibrillating materials
    • C04B20/10Coating or impregnating
    • C04B20/1018Coating or impregnating with organic materials
    • C04B20/1029Macromolecular compounds
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
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    • C04BLIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
    • C04B40/00Processes, in general, for influencing or modifying the properties of mortars, concrete or artificial stone compositions, e.g. their setting or hardening ability

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  • Structural Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Press-Shaping Or Shaping Using Conveyers (AREA)

Description


  Verfahren zur Herstellung von Bauteilen aus     abbindenden        Werkstoffen.       Die Herstellung von Bauteilen, wie Plat  ten, Rohren oder     dergl.    aus abbindenden  Werkstoffen, beispielsweise Zement oder       dergl.,        gegebenenfadlo    im Gemisch mit pul  verigen, körnigen oder faserigen Füllmitteln  organischer oder anorganischer Natur, leidet  insbesondere daran, dass die so hergestellten  Teile eine verhältnismässig geringe Anfangs  festigkeit aufweisen und daher lange einge  schalt oder gepresst,     mindestens    aber sehr       forgfältig    behandelt werden müssen.

   Ab  gesehen davon, besitzen die so hergestellten  Bauteile     verschiedene    Nachteile, z. B. sind  sie für Gase und Flüssigkeiten mehr oder       weniger    durchlässig, haben muhe Ober  flächen, werden chemisch leicht angegriffen       usw.    Gegebenenfalls sind     @dah-er    besondere  Zerfahren nötig, um sie einigermassen zu  dichten oder ihre Oberfläche zu glätten oder  sie chemisch widerstandsfähiger zu machen.  



  Diese Nachteile werden durch. das Ver  fahren gemäss Erfindung beseitigt, bei wel  chem dem abbindenden Stoff ein in der    Wärme     plasti@sche@s    Bindemittel     beigemischt     und die     so.erhaltene    Masse in der Wärme  zum     Bauteil    verdichtet und     abgebunden     wird. Zum Abbinden benötigtes Wasser  kann der     Pressmasse    zugesetzt werden. Man  erhält aber dichtere Bauteile,     wenn    die Masse  ohne Wasserzusatz gepresst und erst hernach  abgebunden wird. Es ist     besonders        vorteil;     haft, den Bauteil unter erhöhtem Druck und  erhöhter Temperatur abzubinden.

   Es wird  dadurch nicht nur Zeit erspart, sondern auch  ein gleichmässigeres     Abbinden    erzielt.  



  Weiter ist es vorteilhaft, das wärme  plastische     Bindemittel    in sehr feiner Ver  teilung auf die andern Stoffe aufzubringen,  was nach irgendeinem der bekannten Ver  fahren erfolgen kann.  



  Das wärmeplastische Bindemittel gibt  dem Bauteil gleich nach der Formung eine  verhältnismässig grosse Anfangsfestigkeit.  Es verleiht ihm auch nach dem Abbinden  eine glatte und glänzende Oberfläche.     Weiter     macht es ihn, da es die Poren     wenigstens              teilweise        ausfüllt,        verhältnismässig        gas-    und  flüssigkeitsdicht. Es kann je nach dem zu  erwartenden chemischen Angriff gewählt  werden und schützt den Bauteil besonders  gut, weil es eine dichte     Oberflächenschicht     erzeugt und gleichmässig durch den ganzen  Bauteil hindurch     verteilt    ist.

   Dadurch wird  die Angriffsfläche selbst dann stark herab  gesetzt, wenn die Oberflächenschicht an  irgendeiner Stelle verletzt wird.  



  Das neue Verfahren vereinfacht daher  nicht nur     .die    bekannten Herstellungsverfah  ren dadurch, dass mit Hilfe des Bindemittels  sofort ein Bauteil mit     verhältnismässig    grosser  Anfangsfestigkeit entsteht, sondern es ver  bessert gleichzeitig auch die Eigenschaften  der hergestellten Bauteile in bezug auf  Dichtigkeit, Oberflächenbeschaffenheit und  auch chemischen Angriff, insbesondere letz  teren durch entsprechende Wahl des Binde  mittels.  



  Der nach dem     Pressvorgang    anfallende  Bauteil, dessen Festigkeit im wesentlichen  durch das zugesetzte Bindemittel erzielt  wird, kann noch vor dem Abbinden bearbei  tet,     beispielsweise    gebohrt, gedreht, gefräst,  geschliffen, z. B. auch mit Gewinden ver  sehen werden.  



  Der prozentmässige Zusatz an Bindemit  teln kann etwa 8 Volumenprozente betragen,  aber auch darunter und darüber liegen. So  kann z. B. eine der vielen möglichen     Press-          iriassen    aus Zement,     Asbestfasern    und     Benzyl-          zellulose    mit den     Volumprozenten    78,5, 13,5  und 8     bezw.    den     Gewichtsprozenten    85, 12  und 3 bestehen.  



  Das Bindemittel, in diesem Falle die       Benzylzellulose,    kann nach irgendeinem der  bekannten Verfahren dem Zement und den  Asbestfasern beigemischt     bezw.    diese mit       ihm,    überzogen werden.  



  Das Pressen kann     beispielsweise    in ge  heizten     Pressformen    durch hydraulisches  Pressen oder zur Herstellung von Rohren,  beispielsweise in geheizten     Strangpressen     erfolgen.  



  Es kann aber auch beispielsweise in  kalten, sogar gekühlten Formen erfolgen, in    welche die heisse,     teigfl:üssige        Pressmasse        ge-          presst,    beziehungsweise gespritzt wird.  



  Natürlich ändern :ich die Volumen und  Gewichtsprozente des Bindemittels bei den       verschiedenartigen    Zusammensetzungen der       Pressmasse.    Sie     lassen    sich ohne weiteres  durch Versuche feststellen und finden ihre  untere Grenze im     Bindevermögen,cles    Binde  mittels, das dem Bauteil die Anfangsfestig  keit verleihen muss.  



  Bei     Verwendung    von Bauteilen für  elektrotechnische, chemische und elektro  chemische     Z,#\    ecke werden an sie, wegen des  gleichzeitigen Auftretens     verschiedenartiger     Beanspruchungen wie durch Wärme, mecha  nische, elektrische und chemische Kräfte,  grosse Anforderungen     gestellt,    denen die aus       einem        abbindenden    Stoff,     beispielsweise     Zement,     gegebenenfalls    im Gemisch mit Füll  mitteln, hergestellten Bauteile nur in ge  ringem Masse gewachsen sind.  



  Man hat daher zu besonderen Verfahren  gegriffen, um derartige Bauteile, z. B. durch       Imprägnieren,    durch     Überzüge    oder     dergl.     vor chemischen Angriffen zu schützen, also  für den Verwendungszweck geeignet zu  machen, was jedoch nur in geringem     lUasse     gelungen ist.  



  Nach einer     beispielsweisen    Ausführungs  form des erfindungsgemässen Verfahrens  werden, um dem     Rechnung    zu tragen, Bau  teile aus     abbindenden    Stoffen dadurch den  genannten Beanspruchungen angepasst, dass  ein     wärmeplastischer    Stoff in einer Menge  und derart feinen Verteilung zugegeben  wird, dass jedes Stoffteilchen mit einer, wenn  auch äussert dünnen Filmschicht überzogen  und die     Pressmasse    unter Anwendung derart  hohen Druckes und hoher Temperatur     ge-          presst    wird,

   dass alle Poren von dem wärme  plastischen oder     härtbaren    Bindemittel aus  gefüllt     und    die     Oberfläche    durch eine dichte       Bindemittelhaut    gebildet wird. Ein derartig  hergestellter Bauteil ist dann vollständig  dicht und porenfrei und dieser     Zustand     bleibt erhalten, wenn er nachher unter er  höhtem Druck und     erhöhter    Temperatur ab  gebunden wird.      Als abbindender Stoff käme z. B. Zement  in Betracht. Im übrigen eignen sich wärme  plastische Stoffe auf oder Grundlage der Zel  lulosen,     Kohlenwasserstoffe,    Naturasphalte  und     dergl.,    z. B.

   Benzinzellulose,     darüber-          hinaus        hä.rtbare    Stoffe auf der Grundlage  der Kunstharze, wie von Phenol. Auch lassen  sich Gemische der genannten Stoffe, ebenso  wie solche aus abbindenden Stoffen ver  wenden.  



  Es ist wichtig,     dass    in der     Pressmasse,das     Bindemittel nicht nur fein verteilt, sondern  auch weitgehend     lösungsmittelfrei    ist, da  sonst beim Austritt des Lösungsmittels Poren  zurückbleiben würden. Falls     also    zur Her  stellung der feinen Verteilung Lösungsmittel  verwendet wird, ist dieses vorher auf be  kannte Art zu entfernen. Ebensowenig soll  ,der     Pressmasse    vor     idem    Pressen das Wasser  zum Abbinden zugesetzt werden, falls man  besonders dichte Bauteile erhalten will,, da  durch. den Wasserzusatz Hohlräume ent  stehen können.

      Nach der Pressung wird der     Bauteil,    der  infolge des       Bindemittelzusatzes.    schon eine  verhältnismässig grosse Festigkeit besitzt und  vollkommen dicht ist, zweckmässig unter er  höhtem Druck und erhöhter Temperatur ab  gebunden.  



  Durch geeignete Wahl des Bindemittels,  des abbindenden Stoffes und gegebenenfalls  der Füllmittel, ist es so fast immer möglich,  den Bauteil den Anforderungen gerecht zu  machen.  



       Infolge,der    feinen     Verteilung    des Binde  mittels sind die Bauteile erheblich     beständig     gegen physikalische Zustandsänderungen und  chemische Angriffe, denen das Bindemittel  oder der abbindende Stoff allein nicht ge  wachsen wäre.  



  Der Bauteil bleibt nach     dem.        Abbinden     infolge des starren Zementgerippes auch bei  solchen Temperaturen formbeständig und  fest, bei denen z. B. ein wärmeplastisches  Bindemittel selbst wieder plastisch und zäh  flüssig wird und keine     Festigkeit    mehr  aufweist.

      Die feine Verteilung des Bindemittels  . kann soweit getrieben werden,     dass    sogar  Lösungsmittel für das Bindemittel dieses  selbst bei höheren Temperaturen nur allmäh  lich herauslösen können, während     Weich-          machungsmittel    auch bei Anwendung höherer       Temperaturen    nur wenig in die Poren     ein-          @dringen    können. Derartig     hergestellte    Bau  teile können daher in     Weichmachungsmitteln     für das     Bindemittel    jahrelang selbst bei  höheren Temperaturen verwendet werden.  



  Die Bauteile besitzen als nicht nur die  ihren Einzelbestandteilen, nämlich dem ab  bindenden Stoff, dem     Bindemittel    und gege  benenfalls     Odem    Füllmittel, gemeinsamen  Eigenschaften, wie z. B. bei gewöhnlichen  Temperaturen eine grosse Festigkeit, voll  kommene Gas- und Flüssigkeitsdichtigkeit,  eine glatte,     glänzende    Oberfläche,     gute     Wärme- und Stromisolierung und in chemi  scher Hinsicht Widerstandsfähigkeit, son  dern weisen infolge der feinen     Verteilung     der Einzelbestandteile diese     Eigenschaften     auch noch bei höheren Temperaturen auf, bei  denen dem einen der verwendeten Stoffe eine  bestimmte Eigenschaft     bereits    mangelt,

   wie  z. B. dem Zement die Widerstandsfähigkeit  in chemischer Hinsicht oder dem     Bindemittel,     z. B. der Zellulose, die Formbeständigkeit.  



  Der prozentmässige Zusatz an Binde  mitteln kann innerhalb einer untern und  einer obern Grenze verschieden gewählt wer  den, je nach dem Zweck, dem das Bindemit  tel dienen soll. Soll der Bauteil     flüssigkeits-          und    gasdicht werden, dann kann der Ge  wichtsprozentsatz des     Bindemittels    auf etwa  6 bis 12% und auch darüber gehalten wer  den. Soll er dazu noch besonders gut     isolie-        a          ren,    so können die Gewichtsprozente auch bis.  zu<B>30</B> % und mehr betragen.  



  Natürlich ändern sich .diese Gewichts  prozente bei den verschiedenen     Bindemitteln.     Sie lassen sich ohne weiteres durch     Versuche     feststellen und finden ihre untere Grenze bei  dem Prozentsatz, der ausreicht, um alle  Poren zu füllen und ihre obere Grenze an  dem     Abbindevermögen    des abbindenden  Stoffes, z, B. der Zementteile.

        Als Beispiele seien in     Gewichtsprozenten     folgende     Pressmassen        angeführt:          92%    Zement und     8%        Benzylzellulose     oder     80.'r,    Zement, 11ö Asbestfasern     und     9     %    Zellulose für     gas-    und     flüssigkeit:sdielite,     isolierende,     laugenfeste    Bauteile.  



  Als Beispiel für einen besonders     gut     isolierenden und chemisch beständigen Bau  teil sei benannt eine Masse mit     r0%    Zement,  <B>15%</B> Asbest und<B>15%</B>     Benzylzellulose.     



       Beispielsweise    werden die einzelnen     Be-          siandteite    nach irgendeinem der bekannten  Verfahren mit -dem Bindemittel, z. B. der       Benzylzellulose,    überzogen und die so erhal  tene     Pressmasse    beispielsweise in beheizten       Pressformen    durch hydraulische     Pressen    oder  zur     Herstellung    von Rohren beispielsweise  in beheizten     Stranbpres,#en        bepresst.    Das  Pressen kann aber auch beispielsweise in  kalten, sogar gekühlten Formen erfolgen, in  welche die heisse,

       teigflüssige        Pressmasse        ge-          presst        bezw.        gespritzt    wird, in denen ,sie sich  dann ohne weiteres ablöst.

   Um bei Verwen  dung geheizter     Pressformen    ein etwaiges An  kleben des     Pressteils    an den heissen     Wänden     zu verhindern, werden diese     zweckmässig    vor  Einbringen der Masse mit einer     geeigneten     abstossenden Flüssigkeit     eingerieben.    Bei       Verwendung    von     Benzy        lzellulose        als.    Binde  mittel eignet sich für diesen Zweck z. B.  Paraffinöl.

   An Stelle dessen kann aber auch  dünnes Papier in die     Pressform        eingelegt     werden, das sieh leicht nach der Pressung  vom     Presslinb    ablösen lässt. Nach der Pressung       i    wird der     Pressteil        ausgeworfen    und schon ein       wenig    Abkühlung     genügt,    um ihm eine ver  hältnismässig grosse Festigkeit zu     geben.    Die  Pressung kann aber auch beispielsweise in  einer kalten oder     gekühlten    Form vorgenom  men werden,

   in welche die     teigflüssige    heisse       Pressmasse    unter hohem Druck     einbepresst          bezw.    bespritzt wird.  



  Diese Bauteile eignen sich     insbesondere     als Bauteile für elektrische und elektroly  tische     Apparate    oder     dergl.     



  Bei der Herstellung dichter Bauteile, die  aus einem abbindenden Stoff, wie z. B.  Zement oder     derbl.,        gegebenenfalls    im Ge-    misch von     körnigen,        pulverigen    oder faserigen       Füllmitteln    organischer oder     anorganischer     Natur und einem     wärmeplastischen    Stoff auf  der     CTrundlabe    der Zellulosen,     Iiohlenwasser-          ,toffe,    Naturasphalte oder     der,-I.,        beispiels-          w-eisc        Benzvlzellulose    usw.

   oder     härtbaren     Bindemitteln auf der     Grundlage    der     Kunst-          harze,    beispielsweise von Phenol oder     dergl.     bestehen und unter hohem Druck und     erhöh-          ier    Temperatur ,dicht     bepresst    werden, be  reitet es grosse Schwierigkeiten, diese Bau  teile     nachträglich    abzubinden.  



  Ist schon der     Pressmasse    vor der     Pressung          Wasser        beigegeben    worden, so wird der Bau  teil     weniger    dicht;     ausserdem    bereitet es auch  hier     Sehwieribkeiten,    weiteres Wasser dem  abbindenden Stoff zuzuführen.  



  Das allgemein     übliche        Abbindeverfahren     führt bei einem     derartig    dicht herbestellten  Bauteil     überhaupt    zu keinem Erfolg. Selbst  bei einem     monatelan\.ren        Lie",en    in     Wasser     von<B>100'</B> C bindet nur die Oberflächen  sehielit in Stärke von Bruchteilen eines  Millimeters ab.  



  Je dichter der Baustoff ist, eine um so  höhere Temperatur     uud    ein um so höherer  Druck müssen     angewendet    werden, um ihn       abzubinden.        Schon    bei 8     Gewichtsprozenten     Zellulose müssen Temperaturen von 100 und       150     und     darüber    und     Drücke    bis zu 5     at     und mehr     angewendet    werden.

   Unter diesen       Umständen    werden die Bauteile dann in etwa  einer Woche bis zu -einer Tiefe von etwa       10        3l:illinieterii    abbinden.     Temperatur,    Druck  und     Zeitdauer    hängen dabei nicht nur von  der Höhe des     Bindemittelanteils,    sondern in  besonders starkem Masse von     seiner        Vertei-          h:n-    ab. Je feiner das Bindemittel verteilt  ist, um so     dichter    wird der Bauteil und um  so     länger    dauert das     vollständige    Abbinden.

    Die     Abbindezeitdaucr    wird durch Erhöhung  der     Temperatur    verkürzt, während es     ander-          .seits    auch eine     untere    Temperatur gibt, unter  der ein     Abbinden    überhaupt nicht mehr ein  tritt, wenn der Bauteil dicht ist. Diese liebt  bei etwa über 100   C.  



  Nach dem     Abbinden    zeigt er an seiner       Oberfläche    niederbesetzte Schlammteile, die      z.     73.        tdurch        Abbürsten    leicht entfernt wer  den können, wonach eine     glatte    und glän  zende Oberfläche zutage kommt. Der Druck  kann durch Zugang eines Gases, z. B. Ein  führen komprimierter Luft in den Abbinde  kessel, erhöht werden, er kann auch ernied  rigt werden, wenn an Stelle von Wasser mit  einer Lösung von z. B. Chlornatrium in       Wasser    oder einer alkalischen Lösung ab  gebunden wird.

   Jedenfalls hat man es durch  diese verschiedenen Mittel in der Hand, auf       einfache    Weise den     Abbindeprozess    zu       regeln.     



  Während des     Abbindens    ist es zweck  mässig, zur     Vermeitdung    von     Rissbildungen     die Temperatur konstant zu halten.  



  Die so hergestellten Bauteile eignen sich  besonders zur Verwendung als Bauteile für  elektrische und elektrolytische     Apparate,    wie  Batterien     oder,dergl.     



  Zur Herstellung von Bauteilen können  die nach dem vorliegenden Verfahren her  gestellten Einzelteile in der Wärme     aneinan-          dergepresst    werden.  



  Dabei ist es. vorteilhaft, bei der gleichen  Temperatur den     Pressdruck,    mit dem die     Ein-          zelteile        aneinandergepresst    werden, kleiner  zu halten als den Druck, mit dem die Einzel  teile hergestellt     wurden..     



  Die Bauteile wachsen dann an den Trenn  flächen zusammen und man kann beispiels  weise durch     Aneinanderpressen    vieler Ringe  beim Abbinden ein Rohr erzeugen, das auch  an den Trennflächen der Einzelringe voll  kommen dicht ist.  



  Die     .einzelnen    Bauteile können gegebenen  falls auch     unter    Einfügung von Bauteilen  aus Metall oder andern Werkstoffen     zusam-          mengepresst    werden, so     dass    sie gut aneinan  der anliegen. Beim Abbinden     verwachsen    die  Trennflächen miteinander und werden voll  kommen dicht. Ein Zusammenwachsen der  Bauteile mit Metallteilen findet zwar nicht  statt, aber auch diese Trennflächen halten  vollkommen dicht.  



  Die Verwachsung der Bauteile unter  einander ist vermutlich darauf zurückzufüh  ren, dass diese sich beim Abbinden, insbeson-         dere    bei erhöhter Temperatur ausdehnen und  an     Stellen,    wo ihnen kein Widerstand ent  gegentritt, also bei den kleinen Unebenhei  ten, in diese hineinwachsen. Das wärme  plastische Bindemittel wird. dabei beiseite  gedrängt, so dass sich die Zementkörner der  einzelnen Bauteile an den Trennflächen be  rühren und abbinden können. Die Verlänge  rung, die ein derartig zusammengesetzter  Körper beim Abbinden erfährt, beträgt etwa  l % seiner Länge.  



  Zur Erleichterung des     Verfahrens    kön  nen die Trennflächen der einzelnen Bauteile  vor dem Zusammenbau mit einem Lösungs  mittel für das Bindemittel behandelt, bei  spielsweise gestrichen oder gespritzt werden.  



  Durch Einschalten nachgiebiger Glieder,  z. B. von Federn in der Spannvorrichtung,  kann dafür gesorgt werden, dass die Aus  dehnung unter dem eingestellten Gegendruck  erfolgen kann, andernfalls würde der Körper  gestaucht werden.  



  Derartig verwickelt aufgebaute Körper,  die aus vielen Hunderten von Einzelheiten  bestehen können, z. B. Filterpressen, Tröge  für Batterien, elektrische und elektrolytische  Zellen, haben sich nach dem Abbinden     ale     vollkommen     gas-    und flüssigkeitsdicht er  wiesen und diese Eigenschaft auf die Dauer  beibehalten.  



  Das Verfahren erspart also nicht nur die  Dichtungen, die in jedem andern Fall zwi  schen die einzelnen Bauteile     gelegt    werden  müssen, sondern erzeugt eine Dichtigkeit,  die auf die Dauer mit besonderen Dichtun  gen nicht erzielt werden kann.  



  Die Körper bleiben sogar bei stark wech  selnden Temperaturen und den damit ver  bundenen Ausdehnungen und Verkürzungen  dicht, was durch Einschalten federnder Ver  spannungen auch dann auf die Dauer gesi  chert werden kann, wenn im Körper enthal  tene, z. B. metallisch federnde Einlagen,  Gas- oder Flüssigkeitsdrücke oder     dergl.    ihn       auseinanderzudrücken    suchen.  



  Bei der Herstellung von Bauteilen aus  abbindenden Stoffen, beispielsweise Zement,  gegebenenfalls im Gemisch mit Füllmitteln,      wie Körnern, Fasern,     Pulvern    organischer  oder anorganischer Natur, beispielsweise  Asbestfasern und einem wärmeplastischen  Stoff auf der Grundlage der Zellulosen,     Foh-          lenwasserstoffe,    Naturasphalte oder     dergl-          beispielsweise        Benzy        lzellulose    oder     härtba.ren     Bindemitteln auf der Grundlage der Kunst  harze, beispielsweise von Phenol oder     der-,I.,     ist es wichtig,

   dass jedes einzelne Stoff  teilchen von einer     Bindemittelhaut    überzogen  ist, bevor die     Pressmasse    in die geheizte Form  gebracht wird.     Weiter    ist. es vorteilhaft,  wenn die     Pressmasseteilchen    eine möglichst  kugelige Form erhalten, damit die     Press-          masse    sich leicht über die Form verteilt und  beim Pressen übermässige Drücke an einzel  nen Stellen vermieden werden.  



  Dies     lässt    sich dadurch erreichen, dass das  Bindemittel mit Hilfe eines Lösungsmittels  gleichmässig über den abbindenden Stoff,  z. B. Zement, gegebenenfalls im Gemisch mit  Füllmitteln verteilt wird. Die Verteilung  kann gegebenenfalls durch Rühren und  Wärme beschleunigt werden. Hierauf wird  unter allmählichem Entzug des Lösungs  mittels, beispielsweise durch Vakuum, ge  gebenenfalls unter erhöhter     Temperatur,    und  durch eine geeignete mechanische Behand  lung ,dafür gesorgt,     dass    die     Pressmasse    sich  allmählich zu mehr oder weniger kugeligen  Teilchen     zusammenballt.     



  Abgesehen von dem     gleichmässigen        tfiber-          zug    und der kugeligen Gestalt hat diese Ar  beitsweise den Vorteil, dass durch Einstellen  eines, bestimmten     Vakuums    und einer be  stimmten Temperatur die Gleichmässigkeit  der     Pressmasse    festgelegt werden kann. Auch  können bestimmte kleine Lösung     smittelreste,     wenn es     für,den        Pressvorgang    vorteilhaft ist,  in der     Pressmasse    zurückgehalten oder auch       praktisch    ganz entzogen werden.  



  An einem der vielen möglichen     Ausfüh-          rungsbeispiele    soll nun das Verfahren be  schrieben werden.  



  In eine     gugelmühl:e    werden beispiels  weise 92 Gewichtsteile Zement und     ss    Ge  wichtsteile     Benzylzellulose    eingebracht und  unter Zuhilfenahme eines Lösungsmittels für    das Bindemittel, z. B. 10 Gewichtsteilen  Benzol,     vermahlen.    Die     Mahlung    kann unter  erhöhter Temperatur, z.

   B. bei<B>100'</B> C er  folgen, um eine besonders feine     Verteilung     der Zellulose in möglichst     kurzer    Zeit zu er  halten.     Nach    kurzer Zeit ist eine gleich  ,     i--e        Verteilun-        erreicht    und das Benzol  m ä13 n n  wird     allmlhlich    durch eine     Wasser3tra.hl-          pumpe        abgesaugt    und zur Wiederverwen  dung kondensiert. Dann wird die Mühle ab  gestellt und die Masse entnommen.

   Die  Zementteile sind nun mit einer ganz feinen       Zelluloseschicht        überzogen    und in grosser  Anzahl zu     ku#"elförinioen    Teilchen vereinigt.  Diese     Masse    wird in die     Pressform    ein  gebracht.  



  Der     Pressvorgang    kann z. B. in geheizten       Pressformendurch        hydraulische    Pressen oder  in geheizten     Strangpressen,    beispielsweise  zur     Herstellung    von Rohren, vorgenommen  werden. In letzterem Falle kann die Masse  laufend     zugegeben    und     der    herausgedrückte       Rolirstrano    in     bestimmten    Längen ab  geschnitten werden.  



  In unserem Falle wird eine     Pressform    ver  wendet. Infolge der kugelförmigen Gestalt  verteilt sich die Masse ziemlich leicht, auch  in     verwickelteren    Formen. Die     Pressform    ist  auf etwa l:30 bis<B>1,50'</B> geheizt, wodurch das  Bindemittel unter Einwirkung eines starken       Druckes,        der    viele, hundert     at    pro     am'    be  tragen und     hydraulisch    erzeugt werden kann,       plastisch    wird. Unter der Einwirkung der  Temperatur und des Druckes backt die hasse  in etwa einer Minute zum fertigen     Pressling     zusammen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Bauteilen aus abbindenden Werkstoffen, dadurch oe- kennzeichnet, dass dem abbindenden Stoff nw# gemischt e<B>i</B> ärmeplastisehes Bindemittel bei., und die Masse in der Wärme zum Bauteil verdichtet und abgebunden wird. UNTERAN SPRü CHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der Pressmasse Abbindewasser zugegeben -wird. 2.
    Verfahren nach PatentanApruch, da durch ekennzeichnet, dass das. wärme plastische Bindemittel in feiner Verteilung zugegeben wird. 3. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass zur Herstellung dichter isolierender, chemisch widerstands fähiger und formbeständiger Bauteile die Beimischung eines wärmeplastischen Stoffes in einer Menge und in einer derart feinen Verteilung erfolgt, dass jedes Stoffteilchen mit einer Filmschicht überzogen und die Pressmasse unter Anwendung derart hohen Druckes und hoher Temperatur gepresst wird,
    da.ss alle Poren vom Bindemittel ausgefüllt und die Oberfläche durch eine dichte Binde mittelhaut gebildet wird. 4. Verfahren nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 bis, 3 unter Verwendung geheizter Pressformen, dadurch gekennzeich net, dass die Pressformen mit einer das Binde mittel der Pressmasse abstossenden Flüssig keit eingerieben werden. 5. Verfahren nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 bis 3, dadurch gekenn zeichnet, dass man die Pressform mit Papier auslegt. 6.
    Verfahren nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 bis 3, dadurch gekenn zeichnet, dass die Masse nach der Verdich tung unter erhöhtem Druck und erhöhter Temperatur abgebunden wird. 7. Verfahren nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 bis 3 und 6, dadurch ge kennzeichnet, dass die Temperatur während ,des Abbindens möglichst konstant .gehalten wird. 3. Verfahren nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 bis 3, 6 und 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Abbindezeitdauer mit Mlfe des Druckes und der Temperatur geregelt wird. 9.
    Verfahren gemäss Patentanspruch und Unteransprüchen 1 bis 3, dadurch gekenn zeichnet, dass die einzelnen in der Wärme unter hohem Druck gepressten Bauteile an einandergelegt und zu grösseren Bauteilen zusammengepresst werden. 10. Verfahren nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 bis 3 und 9, dadurch ge kennzeichnet, dass die miteinander zu ver bindenden Flächen der einzelnen Bauteile vorher mit einem Lösungsmittel für das Bindemittel behandelt werden. 11. Verfahren zur Herstellung von Bau teilen nach Patentanspruch und Unteransprü chen 1 bis 3, 9 und 10, dadurch gekennzeich net, dass der Pressdruck während des.
    Zusam menpressens zu grösseren Bauteilen geringer ist, als der Druck, mit dem die einzelnen Bauteile gepresst wurden. 12. Verfahren nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 bis 3 und 9 bis 11, da durch gekennzeichnet, dass man den Press- druck während des Zusammenpressens zu grösseren Bauteilen über elastische Glieder ausübt. 13. Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass zur feinen Verteilung des Bindemittels ein Lösungsmittel für dieses beigegeben und wieder entzogen wird. 14.
    Verfahren nach Patentanspruch und Unteransprüchen 3 und 13, dadurch gekenn zeichnet, dass man während des Lösungs- mittelentzuges durch mechanische: Vorrich tungen ein Zusammenballen der einzelnen Teilchen zu kugelförmigen Klümpchen be wirkt.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR2354866A1 (fr) * 1976-06-18 1978-01-13 Kroyer K K K Produit en forme de feuille et procede pour sa fabrication

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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FR2354866A1 (fr) * 1976-06-18 1978-01-13 Kroyer K K K Produit en forme de feuille et procede pour sa fabrication

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