CH200077A - Verfahren und Vorrichtung zum Reinigen von Gegenständen. - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Reinigen von Gegenständen.Info
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Description
Verfahren und Vorrichtung zum Reinigen von Gegenständen. Gegenstand vorliegender Erfindung ist ein Verfahren und eine Vorrichtung zum. Rei- nigen von Gegenständen. insbesondere zum Entfetten von Metallgegenständen.
Es ist be reits vorgeschlagen worden, Metallgegen- stände,dadurch zu reinigen, @dass man sie der 'Wirkung eines da-mpfförmigen Reinigungs lösungsmittels aussetzt. Dieses Pueinigungs- mittel setzt sieh in Form von feinen Tropfen auf den zu reinigenden Gegenstand ab und bewirkt dadurch eine sehr gute Reinigung.
Dieses Niederschlagen des Reinigungsmittels hört jedoch in demjenigen Augenblick auf, in dem das Reinigungsgut angenähert ,die selbe Temperatur erreicht hat, wie das dampfförmige Lösungsmittel. In diesem Zu stande wird sich kein Lösungsmittel mehr kondensieren und eine weitere Reinigung nicht mehr eintreten. Nach .der Erfindung werden:
nun die zu reinigenden Gegenstände abgekühlt, sobald sich auf ihnen kein nennens werter Niederschlag mehr bildet, und dann von neuem den Lösungsmitteldä,mpfen aus gesetzt. Di.o zu reinigenden, Gegenstände können mehr als zweimal der Wirkung -des dampfförmigen Reinigungsmittels ausgesetzt und wiederholt abgekühlt werden.
Die zur Durchführung .des Verfahrens vorgesehene erfindungsgemüsse Reinigungs- einrichtung ist nun derart gekennzeichnet, dass ein Behälter vorgesehen ist, der neben einander mehrere Kammern aufweist, von welchen die erste erhitztes, Reinigungsmittel enthält, während die folgende gekühlt ist.
Die Zeichnung zeigt zwei beispielsweise Ausführungsformen der erfindungsgemässen Einrichtung, und zwar zeigt: Fig. 1 die erste Ausführungsform im Längsschnitt, Fig. 2,einen Querschnitt durch diese Aus- führungsform;
Fig. 3 zeigt die zweite Ausführungsform in Ansicht b:ezw. teilweise im Schnitt; Fig. 4 ist ein Querschnitt :durch die Ein richtung gemäss Fig. 3.
Die in,den Fig. 1 und 2 ,dargestellte Vor- richtung weist einen Behälter 1 auf, der unten in zwei Kaxamexn 2, 3 unterteilt ist. Kammer 3 ist bis auf die Decke allseitig mit einer isolierenden Wandung 4 umgeben. Die Kammern 2" 3 reschen bis etwa zur halben Höhe des Behälters 1.
In der Kammer 2 be- findet sich ein schräg nach oben gerichteter Stutzen 5, der fest auf dem mittelst der Drahtbügel 6' herausnehmbaren, siebartigen Boden 6 der Kammer 2 angeordnet ist. Unter diesem Boden 6 befindet sich eine Heizung 7, die beispielsweise durch dampfdurchströmte Röhren gebildet sein kann.
Mit 8 ist eine Wa,sserlestung bezeichnet, welche um den obern Rand des Behälters 1 herum bis in die Kammer 3 geführt ist.
In dieser Kammer können sich eine oder mehrere Rohrschleifen befinden, welche an die Leitung 8 an- geschlossen sind. Der ganze Oberteil des Be hälters 1 ist zweckmässigerweise doppel wandig ausgebildet oder mit Kühlröhren be legt.
Das Wasser verlässt die Einrichtung durch eine Leitung 9. An der Wandung der Kammer 2 .ist ein winklig abgebogener Stab 10 'befestigt, dessen freies Ende nach oben ragt. Behälter 1 ist über der Kammer 2 wenigstens teilweise durch eine Haube 11 abgedeckt.
Zum Gebrauche wird Kammer 2 teilweise mit der Reinigungsflüssigkeit, zum Beispiel Trichloräthylen gefüllt, die zu reinigenden Gegenstände in einen Behälter 12 zum Bei spiel aus Drahtgeflecht eingefüllt und dieser auf den Stutzen 5 aufgesetzt. Behälter 12 weist eine Manschette 12' auf, welche auf den Stutzen 5 passt,
so dass Behälter 12 in seiner schrägen Lage leicht von Hand ge dreht werden kann. Dadurch wird eine ;gute Reinigung bewirkt. Unter dem Einfluss@ der Heizung 7 verdampft nun das Reinigungs- mittel und schlägt sieh in Form von feinen Tröpfchen auf dem Reinigungsgut,
das eine niedrigere Temperatur besitzt, nieder. Der Dampf besitzt zum Beispiel eine Temperatur von zirka<B>85'.</B> Sobald du, Reinigungsgut eine Temperatur von 60 bis<B>70'</B> erreicht hat, findet kein nennenswerter Niederschlag mehr statt,
und der Behälter 12 wird nun vom Stutzen 5 abgehoben und in die Kammer 3 gebracht. In dieser Kammer kühlt sich das Reinigungsgut von neuem ab, und kann dann wieder auf den Stutzen 5 aufgesetzt und von neuem -dem Reinigungsmittel ausgesetzt wer den. Dieser Vorgang kann beliebig oft -wie derholt werden.
Zum Trocknen der Reini- gungsgegenstände wird der Behälter, wie in Fig. 1 strichpunktiert angedeutet, auf den winklig abgebogenen Stutzen 10 aufgesetzt.
Die erwärmten Gegenstände kommen dabei in eine kältere Umgebung und trocknen da- ,durch ohne weitere. Durch eine Leitung 28 wenden entweichende Reinigungsmittel- dämpfe und Luft abgesogen,
und zwar so wohl aus dem obern Teil des Behälters 1 wie auch aus der Haube 11.
Dem verwendeten Reinigungsmittel, bei- spielsweise T'richloräthylen, wird beispiels- weise noch ein ,Säurebindemittel, zum Bei spiel Naz <B>CO",</B> zugesetzt.
In den Fig. i3 und 4 ist eine Anlage dar gestellt, welche ein rascheres Reinigen da durch ermöglicht, dass eine grössere Zahl von Kammern nebeneinander angeordnet ist, in welche der das Reinigungegut enthaltende Behälter nacheinander eingesetzt werden kann. Dabei enthält :
die erste Kammer 16 erhitztes Reinigungsmittel, die zweite Kam mer 18 ist wassergekühlt, so dass darin das Reinigungsgut abgekühlt wird. Die folgende Kammer 14 enthält wieder erhitztes Reini- gungsrnittel und die letzte Kammer 1-5 dient zum <RTI
ID="0002.0170"> Trocknen des Reinigungsgutes, indem das Lösungsmittel in dieser Kammer ver dampft. Aus dem Querschnitt in Fig. 4 ist ersichtlich, d@ass die Behälter 17 bei dieser Ausführungsform durch Schnecke 18, Schneckenrad 19 und Achse 20 in Drehung versetzt werden können.
Die Drehachse der Behälter 1,7 ist auch hier gegen die Horizon tale geneigt. Das Reinigungsgut 21, zum Bei- spiel Zifferblätter, wird der Wirkung von Lösungsmitteldämpfen ausgesetzt,
indem das Lösungsmittel 22 durch .irgendwelche an sich bekannte Mittel beheizt werden kann. Ver- unreinigtes Lösungsmittel kann durch eine Leitung 23 entfernt und dös von neuem ge- reinigte Reinigungsmittel.
durch eine Leitung 24 den Kammnern 16 und 14 wieder zugeführt werden. Der Antrieb der Schneckenwelle 18 .erfolgt durch Motor 25 (F'ig. .3). Um ein Entweichen von giftigen Lösungsmittel- dämpfen zu vermeiden, sind die obern Teile der Wände der Kammern 16, 14 mit Kühl rohren 26 ausgekleidet.
Allfällig übrig blei bende Dämpfe können durch hin Rohr 27 abgesaugt werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRüCHE: 1. Verfahren zum Reinigen von Gegenstän den, insbesondere zum Entfetten von M.etalligegenständen, dadurch ;gekenn- zeichnet, dass man sie der Wirkung von heissen Lösunglsmitteldämpfen aus setzt, hierauf, nachdem sich an ihnen kein nennenswerter Niederschlag dieser Dämpfe mehr bildet, abkühlt und von neuem der Wirkung der Lösungsmittel- .dämpfe aussetzt.IL Vorrichtung zur Durchführung des Ver- fahrens nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass ein Behälter ,neben einander mehrere Kammern aufweist, von welchen die erste erhitztes Reini gungsmittel enthält, während die fol- gend-e ,gekühlt ist. UNTERANSPRüCHE: 1.Verfahren nach Patentanspruch I, da- ,durch gekennzeichnet dass man. das Rei nigungsgut, nachdem es das zweite Mal der Wirkung von heissen Lösungsmittel- dämpfen ausgesetzt worden isst, trocknen lässt. 2. Verfahren nach Patentanspruch I, da ,durch gekennzeichnet, dass die Behand lung mittels der Lösungsmitteldämpfe, die Abkühlung und die Trocknung der zu reinigenden Gegenstände in ein und demselben Behälter (1) vorgenommen werden. 3.Vorrichtung nach Patentanspruch II, @da- durch gekennzeichnet, dass, in der das erhitzte Reinigungsmittel enthaltenden Kammer ein mit der Horizontalen einen spitzen: Winkel einschliessender .Stutzen vorgesehen ist, der als Drehachse für einen das Reinigungsgut enthaltenden, von Hand abnehmbaren Behälter dienen kann. 4.Vorrichtung nach Patentanspruch II, da durch, gekennzeichnet, dass der Behälter in zwei voneinander getrennte Kammern unterteilt ist, von welchen die eine er hitztes Reinigungsmittel enthält, wäh rend die andere gekühlt ist. 5. Vorrichtung nach Patentanspruch II und Unteranspruch 4, dadurch gekennzeich net, dass, zur Kühlung der zweiten Kam mer Kühlrohre vorgesehen sind.6. Vorrichtung nach Patentanspruch II, da- dureh ,gekennzeichnet, dass die das erhitzte Reinigungsmittel enthaltende Kammer mit einer Bodenbeheizung ver sehen ist. 7. Vorrichtung nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, .dass Mittel vor gesehen sind, um aufsteigende Reini- gungsmitteldämpfe abzusaugen.B. Vorrichtung nach Patentanspruch II und Unteranspruch 4, dadurch gekennzeich net, dass über der das erhitzte Reini- gungsmittel enthaltenden Kammer eine Stütze vorgesehen ist, welche den das Reinigungsgut enthaltenden Behälter zwecks Vornahme der Trocknung des Reinigungsgutes aufnehmen kann.9. Vorrichtung nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, @dass das erhitzte Reinigungsmittel neben den flüchtigen Bestandteilen noch ein nichtflüchtiges säureneutralisierendes Mittel enthält. 10.Vorrichtung nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass vier vonein ander getrennte Kammern vorgesehen sind, von welchen die erste erhitztes Rei nigungsmittel, die zweite eine Wasser kühlung und die dritte wieder erhitztes Reinigungsmittel enthält, während die letzte Kammer zum Trocknen des Reini gungsgutes verwendbar ist.
Applications Claiming Priority (1)
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| CH200077T | 1937-12-01 |
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| CH200077D CH200077A (de) | 1937-12-01 | 1937-12-01 | Verfahren und Vorrichtung zum Reinigen von Gegenständen. |
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| CH (1) | CH200077A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE909167C (de) * | 1950-02-24 | 1954-04-15 | Josef Uhl | Vorrichtung zum Reinigen von Getriebeteilen und anderen Teilen |
-
1937
- 1937-12-01 CH CH200077D patent/CH200077A/de unknown
Cited By (1)
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| DE909167C (de) * | 1950-02-24 | 1954-04-15 | Josef Uhl | Vorrichtung zum Reinigen von Getriebeteilen und anderen Teilen |
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