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Einrichtung zur Bestrahlung von Stoffen, insbesondere mit Ultraviolettstrahlen
Zusatz zum Patent 562297
Das Patent 862297 betrifft ein Verfahren zur Behandlung
von Stoffen mit Ultraviolettstrahlen in einem, z. B. aus einer Rohrleitung mit für
Ultraviolettstrahlen weitgehend durchlässigen Begrenzungen bestehenden Behandlungsraum,
das sich dadurch auszeichnet, daß die äußere Begrenzung des Behandlunglsraumes zur
Beseitigung oder zur Verhinderung eines, den Durchgang der Ultraviolettstrahlen
behindernden Niederschlages mit einem Gasstrom bespült wird.
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Diese Maßnahme kann in der Weise durchgeführt werden, daß die äußeren
Begrenzungen des Behandlungsraumes der Einwirkung einer strömenden oder auch ruhenden
Gasatmosphäre geeigneter Konditionierung ausgesetzt werden.
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Die Erfindung betrifft eine vorteilhafte Weiterbildung des Gegenstandes
des Patents 862 297, wodurch es ermöglicht wird, die Wirkung des Verfahrens Idieser
Erfindung noch zu steigern und zu beschleunigen.
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Die Erfindung besteht in einer Einrichtung zur Bestrahlung von Stoffen,
insbesondere mit Ultraviolettstrahlen nach dem Patent 862297 und zeichnet sich dadurch
aus, daß zur Beseitigung eines den
Durchgang der Strahlen behindernden
Niederschlages auf der äußeren Begrenzung des Behandlungsraumes mechanische Mittel,
z. B. Bürsten, vorgesehen sind. Auf diese Weise wird es möglich gemacht, sowohl
in ruhender al-s auch in stromendel Gasatmosphäre alle auf den Begrenzungen des
Behandlungsraumes der Bestrahlungseinrichtung sich bildenden Niederschläge, sowohl
in flüssiger als auch in fester Form, restlos und in kürzester Zeit zu entfernen.
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Es ist zwar schon eine Einrichtung zur Bestrahlung organischer Nahrungs-
und Genußmittel mittels Ultraviolettstrahlen bekannt, bei der die Strahlungsquellen
und etwa vorhandene Strahlungsreflektoren zum Reinigen ihrer. Oberflächen mit besonderen
Reinigungsvorrichtungen ausgerüstet sind, deren Betätigungsmittel sich vorzugsweise
außerhalb des Bestrahlungsraumes befinden. Bei dieser bekannten Maßnahme handelt
es sich aber um die Beseitigung von Staubniederschlägen, die sich durch das an den
Strahlungsquellen offen vorbeigeführte und in dem gleichen Raum befindliche Gut,
wie z. B. Getreide, auf den Lampe,n absetzen.
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Es handelt sich also hierbei um die'" Vdrhi'ne'rung einer unerwünschten
unmittelbaren Einwirkung des Gutes auf die Strahlungsquellen, wie es' insbesondere
durch eine rein mechanische Verschmutzung dieser durch den vom Gut ausgehenden Staub,
der an die Lampen herankommen-kann, der-Fall ist. -Beim Gegenstand der Erfindung
besteht 'diese Möglichkeit nicht, da sich das zu behandelnde Gut ja in einem von
den Lampen vollständig getrennten besonderen Behälter befindet und die Lampen weder
-mittel- noch unmittelbar nachteilig beeinflussen kann.
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Außerdem handelt es sich-bei der neuen Maßnahme -auch darum,-entStandene
"NiedersChräge auf den Begrenzungen des Behandlungsbehälters für das Gut und nicht
auf denen der Strahlungsquellen bzw. deren Zusatzeinrichtungen zu entfernen.
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Zur Durchführung des neuen Verfahrens' eignen -sich besonders bürsten-
oder wischerähnliche Vorrichtungen, die mechanisch von Hand oder auch selbsttätig
in Bewegung gesetzt werden können Dabei ist es möglich, diese Vorrichtungen so auszubilden,
daß sie entweder nur den Teil der Oberfläche des Behälters, der für den Durchgang
der Strahlen in Frage kommt, oder auch den ganzen Umfang der Behälterbegrenzungen
bestreichen.
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Vor allem die letzte Maßnahme gestatte z. B. bei rohrförmig ausgebildeten
und gewendelten Guts behältern gleichzeitig eine leichte Führung und Halterung der
ReinigungsmitteL Ein Ausführungsbeispiel der Einrichtung nach der Erfindung ist-in
Fig. I und 2 der Zeichnung im Aufriß und Grundriß dargestellt, und zwar an einem
Gerät zur Ultraviolettbestrahlung von Flüssigkeiten im Durchl,aufverfaEren - Zur
Flüssigkeitsleitung sind vier stabförmig Rohre I -aus für Ultraviolettstrahlung
durchlässigen Stoff, beispielsweise aus Quarz, vorgesehen, die an ihren Enden in
der -aus Fig. 1 ersichtlichen Weise durch Verbindungsstü-cke 3 flüssigkeitsleitend
miteinander verbunden -sind. Sie werden beispielsweise in'der 'd'úrch Pfeile -gekennzeichneten
Richtung von der zu bestrahlenden Flüssigkeit - durchlaufen. Ferner sind drei stabförmige
Strahlungslampen 2 parallel zu den Flüssigkeitsrohren vorgesehen. Die Teile I bis
3 sind von einem zylindrischen Gehäuse 4 umgeben, dessen vordere Mantelhälfte in
Fig. I zur Übersichtlichkeit fortgelassen ist. Die Fassungen der Strahlungslampen
2 sind an den Zwischenböden 5 befestigt.
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Erfindungsgemäß ist auf jedes Flüssigkeitsrohr ein Wischer 6 aufgesetzt.
Die Wischer sind durch die sternförmig angeordneten Arme 7 miteinander verbunden.
In der Verlängerung eines der Arme ist ein Ausleger 8 angebracht, der durch einen
Schlitz -des Gehäuses 4 herausragt, und an dessen freiem Ende ein rohrförmiger Handgriff
g vorgesehen ist.
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Der Handgriff g ist auf einem Führungsstab Io verschiebbar angeordnet,
so daß die Wischer 6 mittels des Handgriffes längs des Führungsstabes auf und ab
geschoben werden können.
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Die bauliche Ausbildung der Wischer ist in Fig. 3 und 4 in größerem
Maßstab im geschnittenen Aufriß und im Grundriß gezeigt. Der Wischer besteht aus
einem t,opfförmigen Gehäuse II, das mit einem Deckel 12 abgeschlossen ist. Der Deckel
ist an dem Gehäuse mittels eines Bajonettverschlusses 13 gesichert. Das Gehäuse
ist mit einem flüssigkeitsaufsaugenden Stoff I4,'beispielsweise einem geeigneten
Faserstoff, angefüllt, der sich an das Rohr I dicht anschmiegt. Der Boden des Gehäuses
und der Deckel haben einen runden Ausschnitt von solcher Größe, daß sie d'as Rohr
I nicht berühren.
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Die Bedienungsweise der Einrichtung ist folgende: Im Ruhezustand
befinden sich die Wischer in ihrer oberen und unteren Endstellung. Sie liegen hierbei
in gleicher Höhe mit den Lampenfassungen, so daß sie die Bestrahlung der Flüssigkeitsrohre
nicht hindern. Zur Beseitigung eines sich auf den Flüssigkeitsrohren bildenden Niederschlages
brauchen die Wischer lediglich ein- oder mehrmals längs derRohre -entlang geschoben
zu werden. Die von den Wischern a.ufgenommene Feuchtigkeit kann während der Ruhepausen
des Gerätes verdunsten. Ein gelegentliches Auswechseln der Wischerfüllung 14 ist
durch Öffnen des Deckels 12 leicht' möglich. An dem Schlitz des Gehäuses 4, durch
den der Ausleger 8 hindurchragt, ist die Gehäusewandung senkrecht abgebogen, wodurch
in einfacher Weise verhindert ist, daß die Strahlung dr Lampen aus dem Gehäuse heraustreten
kann.